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Bürgerin kritisiert: „Auto ist mehr wert als Schulkinder“

„Ein Auto ist wohl mehr wert als Schulkinder.“ So steht es in einem Facebook-Post in der Gruppe „Du weißt, dass Du aus Niedernhall kommst, wenn …“.

Die Verfasserin beklagt sich darüber, dass am Jugendhaus auf der Giebelheide ein Carport errichtet wurde, aber es für die Kinder an der dortigen Bushaltestelle kein überdachtes Wartehäuschen gibt, obwohl Bürger:innen sich bereits bei der Stadtverwaltung dafür eingesetzt hättem.

Seniorenmobil der Stadt

Alfons Rüdenauer vom Haupt- und Ordnungsamt der Stadt Niedernhall kennt die Problematik: „Das Fahrzeug, das dort steht, ist das Seniorenmobil der Stadt. Es wird von ehrenamtlichen Helfern genutzt“, erklärt er. Das Fahrzeug stehe sozusagen am höchsten Punkt der Giebelheide und soll durch das Carport vor Wind und Wetter einigermaßen geschützt werden.

Auch die Kinder sind Wind und Wetter ausgesetzt

Dass die Kinder beim Warten auf den Bus ebenfalls Wind und Wetter ausgesetzt sind, ist ihm bewußt. „Das wurde im Gemeinderat schon mehrfach besprochen“, berichtet er. Allerdings sei das Grundstück auf der rechten Straßenseite, wenn der Bus von Neufels kommt, nicht im Eigentum der Stadt. „Auf der anderen Seite könnte man problemlos überdachen, das ist ein städtisches Grundstück“, weiß er auf Anhieb Bescheid. Aber dann müßten die Kinder zum Einsteigen die Straße überqueren – das sei in den Diskussionen im Gemeinderat bisher als zu gefährlich eingeschätzt worden.

Text: Matthias Lauterer




Das macht die Jugend in ihren Sommerferien

Die Jugendlichen sind sich einig.

Corona bringt vieles an Negativem mit sich und verdirbt so manchen Spaß. Besonders die Jugendlichen mussten sehr darunter leiden. Und dann gibt es da ja noch die Sommerferien die in kürzester Zeit bevorstehen. GSCHWÄTZ hat hierzu eine Umfrage unter den Jugendlichen gestartet, um herauszufinden, was die Jugend von heute in ihren Ferien plant und worauf sie sich am meisten Freuen. In den meisten Punkten und Plänen waren sich die Jugendlichen einig.

„Ich muss gezwungenermaßen mitgehen.“

Der 15-jährige Luca Weidner hat bisher noch nicht viel geplant. Außer dem Urlaub der mit seinen Eltern ansteht. „Es geht nach Frankreich.“ Aber begeistert klingt der 15-Jährige nicht. „Ich muss gezwungenermaßen mitgehen.“ Er wäre lieber zu Hause geblieben, denn nichts Spannendes tun und dann noch mit den Eltern, geht gar nicht. Für ihn ist jedoch nach dem Urlaub sicher, „Ich will mich auf jeden Fall mit meinen Freunden treffen.“

Was soll man denn auch groß sonst machen?

Auch die beiden Brüder Marvin und Dennis Rieger, aus Künzelsau wollen in ihren Sommerferien viel mit Freunden machen. „Was soll man denn auch groß sonst machen“, sagt Dennis, 17. Auch ist er viel Zuhause bei sich. „Ich bin eher der Typ der gerne Zuhause ist, deswegen finde ich es nicht schlimm, dass wir nicht in den Urlaub gehen. Ich vermisse es nicht in den Urlaub zu gehen.“ Sein Bruder Marvin, 15, sieht das ähnlich, auch er bleibt, anstatt in den Urlaub zu gehen, lieber zu Hause und unter seinen Freunden.

„Ich habe das vermisst in der Corona Zeit.“

Der 19-jährige Marc aus Criesbach hat bisher ebenfalls auf die Planung seiner Sommerferien verzichtet. „Aufgrund wegen Corona kann man im Moment ja nicht viel planen.“ Aber dennoch hätte der Criesbacher Lust in den Urlaub zu gehen. „Wo weiß ich noch nicht, aber es wäre schön mal wieder in den Urlaub zu gehen. Ich habe das vermisst in der Corona-Zeit.“  Verständlich, wenn man bedenkt wie viele Urlaube wegen Corona schon ins Wasser gefallen sind und bei dem Wetter in Deutschland bekommt man Sehnsucht nach den warmen Urlaubsländern. „Aber ich treffe mich sicher mit Freunden auch mal am See und nicht nur zu Hause.“

Anderes Highlight wie bei den anderen Jugendlichen

Urlaub geplant hat dagegen Phillipp Schmidt aus Harsberg. Er geht mit seiner Familie in der Mitte der Ferien und das für zwei Wochen. „In den ersten beiden Wochen der Ferien habe ich vor einen Ferienjob zu machen, um mir ein bisschen Geld nebenher zu verdienen.“ Darum kümmert sich der 16-Jährige aktiv. Aber sein Highlight ist ein anderes wie bei den meisten. „In meinen Freien Stunden werde ich viel mit Freunden machen, das hat mir während Corona auch am meisten gefehlt, deswegen freue ich mich so sehr auf diese Zeit in den Ferien.“

Jugendliche planen nichts mehr

Insgesamt habe ich bei dieser Umfrage bemerkt, dass die Jugendlichen nichts mehr planen. Sie zucken mit den Schultern, wenn man sie fragt was genau sie in den Sommerferien vorhaben und geben nur sehr schwer etwas preis. Ob es an der Ungewissheit liegt, die mit Corona verbunden ist oder ob sie es einfach nicht erzählen wollen, ist fraglich. Aber man merkt sehr schnell, dass die Jugendlichen ihre sozialen Kontakte pflegen wollen und mit Gleichaltrigen ihre Freizeit verbringen möchten. Das ist nachvollziehbar nach dem langen Lockdown. Denn die sozialen Kontakte haben sehr gelitten und es ist schön für die Jugendlichen, ihre Zeit mit ihren liebsten Freunden und mit der Clique wieder „legal“ verbringen zu dürfen.

Text: Cora-Lee Pusker




Für alle Zwecke gültig

Die Schule nach den Pfingstferien hat wieder begonnen und angesichts der gesunkenen Corona-Zahlen gibt es wieder überall vollen Präsenzunterricht, das heißt, alle Klassen dürfen regulär unter Pandemiebedingungen in die Schule. Maske tragen und Tests müssen aber nach wie vor sein.

Bescheinigungen gelten 60 Stunden

Seit dieser Woche stellen die Schulen den Kindern Bescheinigungen aus über das negative Testergebnis, die dann 60 Stunden gelten. Und es kommt noch besser. Mathea Weinstock von der Pressestelle des Landratsamtes Hohenlohekreis schreibt auf GSCHWÄTZ-Anfrage: „Die Bescheinigung über das negative Testergebnis kann für alle Zwecke verwendet werden. Wichtig ist nur, dass diese Bescheinigung von einer Person ausgestellt wird, die hierzu berechtigt ist.“ Somit können diese Bescheinigungen auch für andere Gelegenheiten als die Schule verwendet werden – beispielsweise für einen Besuch im Tierpark  oder Eiscafé.

Nur Tests in der Schule

Allerdings gilt das nur, wenn das Kind in der Schule getestet wurde. Wenn die Eltern die Tests zu Hause durchführen, wie das beispielsweise in manchen Grundschulen der Fall ist, gilt ein etwas anderes Verfahren: Diese Eltern müssen in der Woche, bevor sie die Bescheinigung brauchen, das in der Schule anmelden. Dann wird das Kind in der Schule getestet und erhält dort bei negativem Ergebnis die Bescheinigung.

Privatleute als Corona-Tester

Übrigens können auch Privatleute zum Corona-Tester werden. Bei den Johannitern beispielsweise kann man unter https://www.johanniter.de/johanniter-unfall-hilfe/corona-informationsseite/neuer-kurs-zur-anwendung-von-corona-antigen-tests/#c79218 ganz einfach einen einstündigen E-Learning-Kurs absolvieren und darf dann an anderen Menschen Schnelltests anwenden und Bescheinigungen über negative Ergebnisse ausstellen. Kostenpunkt für einen solchen Kurs: 10 Euro. In den Kursen selbst, die auch als geschlossenes Gruppentraining oder als Hybridkurs stattfinden können, wird einem gezeigt, worauf bei der Anwendung und Vorbereitung von Corona-Antigen-Schnelltests geachtet werden muss.




Schnelltests zur Eigenanwendung für Schüler:innen

Mit der schrittweisen Öffnung der Schulen in Baden-Württemberg seit Montag, den 15. März 2021, sollen laut dem Kultusministerium Schüler:innen optimalerweise wöchentlich mindestens zweimal per Schnelltest auf Corona getestet werden. Doch wie genau das ablaufen soll, wissen bislang weder die Schulen noch die Familien.  GSCHWÄTZ hat beim Kultusministerium nachgefragt.

Tests sind freiwillig

Demnach sollen gemäß der, so Pressesprecherin Christina Sattler, „Teststrategie des Landes“, die jeweiligen Kommunen ab Ende März 2021 in Testzentren vor Ort und/auch direkt in Kitas und Schulen die Tests des Landes verwenden. Diese „agieren stationär und ambulant“. Laut Sattler gäbe es eine hohe Zunahme an „kommunalen Angeboten“ diesbezüglich, so dass die „kommunale Infrastruktur bereits in drei Viertel der Kommunen im Land zur Verfügung“ stehe.

Land Baden-Württemberg zahlt

Das sieht jedoch nicht überall so aus, besonders auf dem Land kann vielleicht noch eine größere Stadt mit einem Testzentrum punkten, aber kleinere Gemeinden tun sich unter anderem angesichts nicht flächendeckend zur Verfügung stehenden Tests und Personalmangels noch schwer in der Umsetzung.

Bislang nur Schnelltestzentrum als Testmöglichkeit

Im Kochertal haben Familien derzeit die Möglichkeiten, ihre schulpflichtigen Kinder, in Künzelsau im Schnelltestzentrum testen zu lassen. Hier sind aber die Termine begehrt und begrenzt (wir berichteten). Weitere Möglichkeiten gibt es derzeit nicht.

Bis zu den Osterferien soll es daher zunächst bei der bisherigen Struktur bleiben:

// Schul- und Kita-Personal kann sich mit den Berechtigungsscheinen (diese gibt es bei den Schulen) bei Ärzten und Apotheken sowie in den kommunalen Testzentren testen lassen.

// Schüler:innen können von den kommunalen Testzentren stationär oder mit mobilen Teams (vielerorts derzeit noch nicht möglich) in der Schule getestet werden

Christine Sattler verweist darauf, dass auch Schulen ihren Schüler:innen und Schülern „angeleitete Selbsttestangebote machen“ können, zum Beispiel, indem sie dafür Mittel aus den ihnen zur Verfügung stehenden Corona-Schulbudgets (Gesamthöhe von 40 Millionen Euro; Budgets pro Schule mit einem Sockelbetrag plus einem Betrag je nach Schülerzahl) verwenden. Ob hierfür eine ausreichende Menge an Schnelltests vorhanden ist, ist noch nicht bekannt. Nach den Osterferien soll es aber mit den diesen Selbsttests richtig losgehen, betont das Kultusministerium gegenüber GSCHWÄTZ:

Schulen sollen bald informiert werden

„Nach den Osterferien sollen den Schulen zusätzlich zu den oben beschriebenen und an den Schulen bekannten Strukturen, Schnelltests zur Eigenanwendung für das Personal und für Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stehen. Das Testangebot wird spätestens ab dann massiv ausgeweitet. Das Kultusministerium und das Sozialministerium sind aktuell mit den Kommunalen Landesverbänden im Gespräch, um dieses Modell in der Teststrategie des Landes zu verankern. Eine Kabinettsbefassung hierüber steht in Kürze bevor. Sobald die Gespräche hierzu abgeschlossen sind und die Schnelltests zur Eigenanwendung in die Teststrategie des Landes aufgenommen und beschlossen wurden, werden die Schulen umgehend über diese erweiterten Möglichkeiten sowie die konkrete Umsetzung informiert. Im Ergebnis wird es Testangebote für das Personal der Kitas, der Schulen sowie für alle Schülerinnen und Schüler anlasslos zweimal die Woche geben.“

Auf freiwilliger Basis

Die Tests sind nicht verpflichtend, sondern finden auf freiwilliger Basis statt. Folglich hat es für die Teilnahme dieser Schülerinnen und Schüler am Schul- und Unterrichtsbetrieb auch keine Folgen. Allerdings ist es natürlich das Ziel, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler die Tests in Anspruch nehmen. Die Tests sind freiwillig.




„Eine Pause ist für alle gut, denn Corona war für viele sehr stressig, sowohl für Lehrer als auch für die Schüler“

Der Coronavirus hat schon zu viel zu verantworten und jetzt beschert er uns Schülern auch noch länger Ferien. Für Schüler hört es sich nicht schlecht an, wenn verkündet wird, dass sie mehr Ferientage bekommen. Das heißt, es sind jetzt schon ab dem 16. Dezember 2020 Ferien, anstatt erst am 23. Dezember 2020. Aber auch hier gibt es Haken, welche nicht mit Freude aufgenommen werden. Auch die Schüler sind sich nicht sicher, wie sie alles aufnehmen sollen. Sofie Taube, Schülerin aus Künzelsau, ist zwiegespalten, wie sie äußert und nicht nur ihr geht es so. Ein Artikel von Cora-Lee Pusker, Schülerin in Künzelsau (der Text entstand vor den Beschlüssen am 04. und 05. Januar 2020, dass der Präsenzunterricht mindestens bis Ende Januar 2021 weiterhin nicht stattfindet an den Schulen).

Alles kann sich von einem auf den anderen Tag verändern

Viele sind verunsichert, da sich alles von einem auf den anderen Tag verändern kann, wie man genau in dieser Situation gemerkt hat. Anfangs hieß es noch es sollten nur zwei Tage früher Ferien sein, mit Homeschooling für die Klassen, welche über der achten Klasse sind und Notbetreuung für die Klassen, welche unter der achten Klasse liegen. Jetzt wurde dieses Konzept umgeworfen und festgelegt, dass nun schon ab dem 16. Dezember die Ferien anfangen sollen. Dieses aber ohne Homeschooling, sondern mit freiwilligen Aufgaben für die Schüler.  Ausgenommen hiervon sind die Abschlussklassen, welche regulär in die Schule müssen.

Schüler verstehen die Strategie nicht

Wenn man sich unter den Schülern umhört, merkt man schnell, wie viele verschiedene Emotionen bei diesem Thema hochkochen. Die am stärksten verbreitetsten sind Freude, aber auch manchmal Verständnislosigkeit. „Wer freut sich nicht über mehr Ferien?“ Auch ich muss zugeben ich war nicht traurig, als ich davon gehört habe. Und noch besser hat mir gefallen, dass es wirklich Ferien sind und kein Homeschooling, also Unterricht von Zuhause aus. Hier stellt sich mir allerdings eine Frage, warum wurde bei den zwei Tagen früher Ferien festgelegt, dass Fernunterricht sein soll, aber bei eineinhalb Wochen früher nicht? Ich finde dies sehr fragwürdig, denn es ist Stoff von eineinhalb Wochen, der nachgeholt werden muss, während der Stoff von zwei Tagen einfacher zum Nachholen gewesen wären.

„Unlogisch“

Auch Sofie Taube findet das unlogisch. Sie versteht nicht, warum man bei den zwei Tagen mehr Fernunterricht gemacht hätte, aber nicht bei den eineinhalb Wochen mehr. Dennoch genießt sie es, so wie es ist, auch wenn es in ihren Augen nicht sinnvoll scheint. Sie sieht die Ferien als Erholung von dem ganzen Schulstress vor Weihnachten. Denn wie sie erklärt werden vor den Weihnachtsferien sehr viele Arbeiten sowie Tests geschrieben. Für sie ist es eine ersehnte Pause, auf die sie hingearbeitet hat. Auf die Frage, ob sie denkt, dass man den Schulstoff gut nachholen könne, meint sie, dass sie zuversichtlich ist, denn letztes Schuljahr beim ersten Lockdown hat sie dies auch hinbekommen. Sie erzählt auch, dass sie freiwillige Aufgaben bearbeitet oder auch an manchen Konferenzen über das Internet, die angeboten werden für Schüler die möchten, teilnimmt, um im Thema zu bleiben und vielleicht eine gute Unterrichtsnote zu bekommen. Allerdings vermisst sie in ihren Ferien ihre Freunde, mit denen sie sich gerade nicht treffen kann, aufgrund der vielen Beschränkungen, aber auch die Weihnachtsstimmung vermisst Sofie, denn die kam bei ihr durch die traditionellen Weihnachtsmärkte auf, welche dieses Jahr auch abgesagt wurden aufgrund des Coronavirus‘.

„Es bringt insgesamt mehr im Kampf gegen das Coronavirus“

William Liebschner aus Kupferzell findet die eineinhalb Wochen mehr Ferien sinnvoll. „Es bringt insgesamt mehr im Kampf gegen das Corona Virus. Es ist alleine schon wegen der hohen Infektionszahlen sinnvoll und vor Weihnachten kommt nicht mehr viel Stoff neu dazu.“ Aber wäre es dann trotzdem nicht doch sinnvoller gewesen, die eineinhalb Wochen noch Fernunterricht zu machen? Immerhin war es, als es noch hieß, die Schüler gehen nur zwei Tage früher in die Ferien geplant, dass Fernunterricht stattfindet. Dies kann William auch nicht ganz nachvollziehen, dennoch trauert er dem nicht nach und genießt seine Ferien so gut es geht, auch wenn es nicht die wie sonst traditionellen Weihnachtsferien sind.

„Eine  Pause ist für alle gut“

In Weihnachtsstimmung ist Tabea Nannie, Schülerin der zehnten Klasse, gekommen. Sie findet die zusätzlichen Ferien fantastisch, wie sie sagt. Denn dieses Mal hatte sie noch Zeit sich entspannt und ohne Stress auf die Weihnachtszeit einzulassen. „Die Ferien sind nicht so kurzfristig vor Weihnachten, dieses Mal hat man noch etwas Vorlauf. In dieser Zeit kann man wunderbar in die Weihnachtszeit reinkommen. Und ich genieße meine Ferien, in dem ich viel Zeit mit meiner Familie verbringe und die Schule einmal links liegen lasse. Eine Pause ist für alle gut, denn Corona war für viele sehr stressig, sowohl für Lehrer als auch für die Schüler. Und mit den zusätzlichen Ferien hat man dem Ganzen den Schwung genommen.“  Allerdings ist sie skeptisch, ob es wie geplant am 11. Januar 2021 mit der Schule weitergeht, denn auch wenn sie denkt, dass sich bei den eineinhalb Wochen mehr Ferien Gedanken gemacht wurden im Kampf gegen Corona, ist es ein Ziel, Zeit zu gewinnen und dann wäre es in ihren Augen ein Rückschritt, wenn an diesem Tag die Schule weitergeht, wie sie sagt. „lieber sollte man zuhause bleiben auch, wenn es schwerfällt.“

Niemand weiß, wie es mit dem Unterricht weitergeht

Auch die Regierung muss nun über das weitere Vorgehen abstimmen. Auch ich, als Schülerin, bin gespannt und hoffe, dass es mit Präsenzunterricht weitergehen kann.*

Text: Cora-Lee Pusker

Am 11. Januar 2021 wäre der eigentlich erste geplante Schultag nach den Ferien, nun ist klar, dass es mindestens bis Ende Januar 2021 keinen Präsenzunterricht geben wird aufgrund der Coronalage (wir berichteten).

Der leere Eingangsbereich der Bischof-von-Lipp-Schule. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

 




„Die Maskenpflicht ist ein Eingriff in mein Freiheitsrecht“

Ohne Maske unterwegs zu sein, ist kaum noch denkbar in diesen Zeiten. Auch in der Schule ist das Maskentragen zum festen Bestandteil geworden – sowohl für die Schüler als auch für die Lehrer. In Schulen gilt die Maskenpflicht ab dem Betreten des Schulgeländes. Sobald man seinen festen Platz im Unterrichtsraum verlässt, gilt es, eine Maske zu tragen: auf den Gängen, in der Mensa und auf dem Pausenhof. Die einzige Ausnahme ist im Klassenraum am festen Sitzplatz und beim Essen. Außerdem achten die Schulen sehr stark darauf, dass sich die Klassen in den Pausen nicht vermischen und durchgängig in der gleichen Konstellation bleiben, um eine Infektionskette zu verringern. Deswegen hat jede Klasse einen fest zugewiesenen Pausenbereich, indem sich auch nur diese Klasse aufhalten darf. An den Bushaltestellen allerdings gibt es diese getrennten Bereiche nicht.

Die Regierung ist überzeugt davon, dass die Maskenpflicht in Schulen sinnvoll ist. Doch sehen die Schüler das ebenfalls so?

„Konzept nicht ganz durchdacht“

„An sich ist es schon gut“, meint Anna-Lena Frank aus Bieringen. „Aber wenn man durchgehend in der gleichen Klasse ist und man sie im Unterricht abnehmen darf, ist das Konzept nicht ganz durchdacht, da Schüler untereinander ohne Maske Kontakt haben, aber während der Pause in der eigenen Klasse trotzdem eine Maske tragen müssen.“ Dennoch trägt die 15-Jährige die Maske nach den geltenden Vorschriften, denn auch wenn sie das Konzept manchmal nicht nachvollziehen kann, möchte sie helfen, eine Infektionskette zu unterbrechen.

„Ich möchte keinen durch mein leichtsinniges Handeln gefährden“

Auch für Nico Köhler aus Niederstetten ist es wichtig, sich an die Maskenregeln zu halten. Für den 15-Jährigen ist das Thema Corona nach wie vor aktuell: „Man hört jeden Tag etwas über Corona und die Zahlen steigen wieder. Ich persönlich merke Corona sehr stark an den noch vorhandenen Einschränkungen, aber für mich ist das Thema generell auch immer aktuell, denn meine Eltern haben ein Altenheim.“ Da alte und schwache Menschen zur Risikogruppe zählen, „trage ich meine Maske zuverlässig, denn ich möchte keinen durch mein leichtsinniges Handeln gefährden.“ Der Zehntklässler berichtet auch, dass er die Maske nicht nur in der Schule zuverlässig trägt, sondern auch außerhalb, wenn er sich in geschlossenen Räumen befindet.

„Anstrengend beim Atmen und Kopfschmerzen sind die Folge“

„Man gewöhnt sich an das Maskentragen, aber schön ist es nicht“, ist die Meinung von Louis Siller aus Geddelsbach. „Mit der Zeit ist es anstrengend beim Atmen und Kopfschmerzen sind die Folge.“ Auch der 16-Jährige sieht es kritisch, die Maske in der Pause zu tragen, wenn man sich in seiner Klasse befindet und davor ohne Maske Kontakt hatte. Dennoch hält er sich an die Maskenpflicht, „um andere und mich zu schützen.“

„Menschliche Aufpasser finde ich nervig“

Eine ganz andere Meinung hat Jana Tscherpel aus Schwäbisch Hall. Die 15-Jährige hält die Maskenpflicht für eine Zumutung, da sie wenig effektiv sei, weil die meisten nur einen „Stofffetzen vor dem Mund“ hätten. „Die Maskenpflicht ist ein Eingriff in mein Freiheitsrecht, sie beschränkt meine Freiheit. Wenn ich mich gefährden will, ist das meine Entscheidung.“ Auf die Frage, ob sie nicht Angst habe, andere damit zu gefährden, antwortet sie: „Diejenigen, denen ich schaden könnte, tragen selbst die Verantwortung für sich und können sich mit einer richtigen FFP2-Maske schützen.“ Jana möchte selbst entscheiden, ob und wann sie eine Maske trägt. „Menschliche Aufpasser“ findet sie nervig. Damit meint sie Menschen wie etwa Mitschüler, die keine Berechtigung dazu hätten, sie zurechtzuweisen und auch nicht dafür zuständig seien. Sie persönlich habe auch keine Angst vor Corona, wie sie betont: „Ich sehe das Coronavirus wie ein Grippevirus und bei der Grippe muss man auch keine Maske tragen.“ Obwohl sie keine Angst hat, ist das Thema Corona für sie präsent: „Man kann Corona nicht abschreiben, aber durch die Medien bleibt es eben auch aktuell. Ich denke aber, dass die öffentlichen Medien übertreiben. Man hat das Gefühl, dass sie das Virus schlimmer darstellen, als es ist und Angst verbreiten.“

„Verschärfte Maskenpflicht finde ich gut“

„Entweder sollte man die Maske ganz tragen oder gar nicht, aber so wie es gerade ist, bringen sie nicht viel“, ist das Statement von Benjamin Vogel (15) aus Künzelsau. „Jedoch finde ich die Maskenpflicht gut, da ich nicht weiß, wer Corona hat und ich kein Risiko eingehen will, deswegen trage ich die Maske zuverlässig.“

Seit Montag, den 19. Oktober 2020, gibt es noch strengere Maskenregeln. Das hat das Regierungspräsidium in Baden-Württemberg beschlossen. Nun müssen die Schüler und Lehrer die Maske auch im Unterricht tragen. „Ich finde es gut, dass man jetzt die Masken auch im Unterricht tragen muss, weil ich es ein bisschen schwachsinnig finde, zu sagen: Ihr tragt die Masken hier, aber dort wieder nicht. Und dann haben wir auch noch zusammen Schwimmen – ohne Masken. Das Problem ist, dass sich die meisten nur in der Schule so konsequent an die Maskenpflicht halten, aber außerhalb nicht.“

Die Maskenpflicht in Schulen sorgt derzeit für viel Gesprächsstoff und Diskussionen. Die Meinungen hierzu gehen weit auseinander. Wie nun das verschärfte Konzept, das die Maskenpflicht ab der fünften Klasse nun auch im Unterricht und nicht nur auf den Fluren vorsieht, ankommt und was es alles für neue Probleme mit sich bringt, wird sich im Laufe der nächsten Wochen herausstellen.

Text: Cora-Lee Pusker (15)

 




Lieber Lehrer Flad, mit diesem verbalen Niveau kommen wir nicht weiter

+ + + Öffentliche Stellungnahme + + +
Lieber Lehrer Flad,
 
Sie haben meinen Video-Kommentar vom 19. April 2020 zum „Coronaschulwahnsinn“ https://www.youtube.com/watch?v=Qj2xYDJ3es8 auf unserer Facebookseite GSCHWÄTZ mehrfach öffentlich kommentiert und kritisiert. Ich wende mich daher heute auch öffentlich an Sie, weil Ihre kritischen Kommentare leider am Inhalt vorbeigehen und ich sie von einem Lehrer in Künzelsau, wie Sie es sind, in der Argumentation enttäuschend schwach fand.
 
Mit diesem verbalen Niveau kommen wir nicht weiter
 
Mit diesem verbalen Niveau kommen wir nicht weiter, Herr Flad. Aber schauen wir uns doch einfach noch einmal einige Ihrer Kommentare der Reihe nach an:
 
Kommentar Philipp Flad: „Ich hätte es [Printausgabe von GSCHWÄTZ] eh nicht genommen, wegen der Druckerschwärze am Popo, haha.“ Da hätte ich Ihnen sicherlich keine gute Note im Ausdruck gegeben. Inhaltlich, das versteht sich von selbst, geht dieser Kommentar leider nicht auf die Probleme des homeschooling ein, die es aufwirft. Schade, Chance vertan.
 
Chance vertan
 
Bezüglich Kommentar 2 von Ihnen, Herr Flad: Überlegen wir mal, was ich in meinem Video-Kommentar vom 19. April 2020 zum Thema „Coronaschulwahnsinn“ gesagt habe: Man sollte die nächsten Wochen einen Gang runterschalten beim homeschooling. Sie antworten wortwörtlich: „Als Gymnasiallehrer der ab morgen wieder 10 Stunden am Tag am Schreibtisch sitzen wird um Unterrichtsmaterial Schüler- und elterngerecht aufzubereiten und von 8-17h online in Videokonferenzen zur Verfügung stehen.“ Da beißt sich die Katze in den Schwanz. Das merken Sie selbst, oder? Ich habe gesagt, wir müssten homeschooling etwas entspannter angehen. Das würde ja nicht nur die Eltern, sondern auch engagierte Lehrer entlasten. Stattdessen gehen Sie als Antwort darauf in eine ungefragte Rechtfertigungshaltung. Ich bin in meinem Kommentar auf die Situation der Eltern eingegangen und habe schließlich nicht gesagt, dass Lehrer gar nichts vorbereiten würden. Aber es findet de facto kein Präsenzunterricht statt. Also schon wieder: leider völlig am Thema vorbei argumentiert.
 
Automatischer Rechtfertigungsmechanismus
 
Sie schreiben: „Sie stehen zur Verfügung in Videokonferenzen“? Was meinen Sie konkret mit dieser Aussage? Bei Bedarf der Eltern? Nach Terminvereinbarung? Ganz zu schweigen davon, dass viele Schulen gar keine Videokonferenzen machen – und auch keine Tabletts oder Lap Tops an ihre Schüler verteilen. Hier gibt es große Unterschiede. Auch hier muss man der Realität der begrenzten technisch-digitalen Möglichkeiten auf dem Land realistisch in die Augen schauen. Wäre es nicht auch sinnvoller, an einem einheitlichen digitalen Unterricht zu arbeiten und nicht nur „zur Verfügung zu stehen“ für den einzelnen Bedarf? Hierzu müsste man aber wie gesagt, zunächst dafür sorgen, dass jeder eine ausreichend schnelle Datenleitung dafür hat – und auch die erforderliche (Anzahl an) Hard- und Software zu Hause.
In Bayern gehen Schulen hier mustergültig mit Tablets für die Schüler zwecks homeschooling und digitalem Unterricht voran. Das kann natürlich kein Lehrer für sich entscheiden, aber man kann sich dafür einsetzen und offen ansprechen, damit auch die Schüler im Hohenlohekreis hier flächendeckend gleichermaßen gut versorgt sind. Und: Es gibt extreme Unterschiede, wie Schulen und Lehrer Stoffe vermitteln, wie präsent sie sind und wie empathisch. Denn derzeit möchten viele Eltern schlicht nur eines von ihren Lehrern: Verständnis – Verständnis, wenn nicht alle Aufgaben bewältigt werden können. Lehrer, die den Druck aus dieser für alle einmaligen schwierigen Situation herausnehmen, anstatt ihn noch weiter aufzubauen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
 
 Bayrische Schulen machen es vor: Tablets für Kinder fürs homeschooling
 
Der beste Kommentar von Ihnen, Herr Flad, ist aber dieser: „Und jetzt werden Sie doch auch mal konkret: Welche neuen! Lerninhalte haben Sie [Dr. Sandra Hartmann] oder ihre Follower ihren Kindern schon vermitteln müssen. Wie sind sie didaktisch und methodisch dabei vorgegangen? Das würde mich brennend interessieren. Vielleicht lerne ich ja noch was von Ihnen.“
Dieser Kommentar von Ihnen suggeriert zum einen, dass Eltern in diesen Wochen des homeschooling ihren Kindern keine neuen Lernhinhalte beibringen müssen. Das ist nicht korrekt. So lernen beispielsweise Grundschüler in diesen Wochen des homeschooling unter anderem neue Buchstaben und die korrekte Schreibweise von ihren Eltern. Von Fremdsprachen in den höheren Klassen ganz zu schweigen. Zum anderen suggeriert Ihr Kommentar, dass Eltern oft nur didaktisch und methodisch falsch an die Sache herangehen. Sie, Herr Flad, werten mit dieser Aussage ihren eigenen Beruf ab. Nicht ohne Grund gibt es doch ein Lehramtsstudium, in dem Sie gelernt haben, wie man didaktisch und methodisch vorgeht. Wie sollen das Eltern – gelernte Krankenschwestern, Supermarktmitarbeiter, Bürokauffleute – mal kurz nebenbei lernen? Geschweige denn, dass es auch für Sie sicherlich nicht einfäch wäre, mal kurz über Wochen einen anderen Beruf wie etwa Krankenschwester auf der Intensivstation ungelernt auszuüben – und parallel homeschooling zu betreiben.
Von der Realität vieler Eltern weit entfernt
 
Man merkt: Sie sind weit von der Realität vieler Eltern entfernt. Natürlich antworten diverse Eltern, wenn sie gefragt werden, wie es zu Hause läuft: Super läuft‘s. Denn fast niemand möchte sich die Blöße geben, zu sagen: Das funktioniert so nicht.
 
Sie gehen leider in keinster Weise auf die Hauptargumentation in meinem Kommentar ein, wie es berufstätige Eltern schaffen sollen, neben ihrem normalen (nicht selten nicht zu Hause umsetzbaren) Beruf parallel homeschooling mit mehreren Kindern zu betreiben. Sie vergessen, dass es Familien mit mehreren Kindern gibt und dass teilweise auch Grundschüler nicht nur Mathe und Deutsch als Aufgaben zu Hause abarbeiten müssen, sondern auch in den Nebenfächern. Das macht dann pro Kind im Durchschnitt acht Fächer. Wenn man vier Kinder hat, sind das Aufgaben für 32 Fächer pro Woche. Wann soll eine Mutter, die etwa morgens fünf Stunden an der Kasse im Supermarkt arbeitet, einkauft, nach Hause kommt, kocht, den Haushalt macht, noch die Zeit finden, diese Aufgaben mit ihren Kindern durchzugehen, die ja leider nicht alle 16 Jahre alt sind und mustergültig vormittags alles schon ganz alleine oder mit Papa zu Hause bewältigt haben? Aber vielleicht hat man auch als Eltern das Glück, dass zwei der vier Kinder noch in die Kita gehen und zu Hause „nur bespaßt“ werden wollen – ganz ohne offizielle Aufgaben.
 
Gehen wir doch einfach alle mal ein bisschen runter vom Gas
 
Wie ist das zu schaffen? Sie machen sich nicht mal die Mühe, darauf einzugehen. Anstatt auch Verständnis für die Eltern zu zeigen, schlagen Sie nur verbal um sich, weil Sie sich als Lehrer angegriffen fühlen wegen eines Kommentars von uns, der lediglich sagt: Gehen wir doch einfach mal alle ein bisschen runter vom Gas.
 
Bereit für ein Interview?
 
Ich möchte Ihnen die Gelegenheit geben, die Sie einfordern an das GSCHWÄTZ-Team in Ihren Kommentaren. Lassen Sie uns ein Interview führen, in welchem wir über die Arbeit der Lehrer und über die Arbeit der Eltern in den Coronawochen sprechen. Lassen Sie uns für einen Tag den Alltag in diesen Wochen tauschen und vielleicht gewinnen wir dann beide neue Erkenntnisse.
 
Ich warte auf Ihren Terminvorschlag an: info@gschwaetz.de
Sonnige Grüße
Dr. Sandra Hartmann

Auszug aus den Kommentaren von Philipp Flad auf unserer öffentlichen Facebookseite GSCHWÄTZ zum Thema Coronaschulwahnsinn. Screenshot

Auszug aus den Kommentaren von Philipp Flad auf unserer öffentlichen Facebookseite GSCHWÄTZ zum Thema Coronaschulwahnsinn. Screenshot

So einfach ist homeschooling, oder? Symbolfoto homeschooling. Foto: adobe stock




Wochenpläne, Arbeitsblätter, Checklisten, E-Mails, WhatsApp, Cloud, drive + der eigentliche Job – Eltern am Rande des Corona-Schulwahnsinns

Das werden wohl die längsten Sommerferien aller Zeiten – zumindest für viele Lehrer. Mindestens bis zum 04. Mai 2020 sollen die Schulen in Baden-Württemberg noch geschlossen bleiben, dann sollen zunächst die Abschlussklassen an den Grundschulen und den weiterführenden Schulen wieder mit dem Unterricht beginnen. Jeder redet jetzt schon über Hygiene- und Abstandsregeln, die es dann in den Bussen und Klassenzimmern einzuhalten gilt und wie das überhaupt möglich ist, diese einzuhalten bei den teilweise Hunderten von Schülern an einer Schule. Doch kaum wird über diejenigen gesprochen, die von den Schulschließungen derzeit immernoch am meisten betroffen sind: die Eltern.

Die Eltern haben bereits drei Wochen vor den Osterferien mit ihren Kindern gelernt, was das Zeug hält. Eine Mutter mit vier Kindern berichtete von 60 E-Mails mit Aufgaben, die sie teilweise erreicht habe. Dabei handelt es sich bei jedem Kind um eine andere Klassenstufe und in jeder Klasse wiederum um neue Lernmaterialien für fast jedes Unterrichtsfach. Sport, Religion. Geografie, alles soll gelernt werden. Teilweise erklären Eltern ihren Kindern Dinge, die sie sich selbst zunächst erstmal erklären müssen.Nicht jeder war in seiner Schulzeit ein Mathe-Ass oder ein Englischprofi.

Eine schier unlösbare Aufgabe für Eltern, zumal viele von ihnen parallel zu ihrer ehrenamtlichen Lehrertätigkeit oftmals noch ihren eigentlichen Beruf in Teil- oder sogar Vollzeit parallel zu ihrer ehrenamtlichen Lehrtätigkeit zu Hause ausüben. Man denke nur an Krankenschwestern oder Kassiererinnen, die nach einer derzeitigen 12-Stundenschicht zu Hause noch die Lehrplänge mit ihren Kindern durchgehen muss – über Wochen. 2 Jobs gleichzeitig – wie soll das gehen?

Nun also geht es in die Verlängerung dieser ehrenamtlichen Tätigkeit für mindestens drei weitere Wochen. Wie das die Eltern alles machen und schaffen sollen, sei dahingestellt. Die Lehrer, die weiterhin ihr volles Gehalt erhalten, verweisen darauf, dass sie nichts für diese Situation können. Natürlich können sie nichts für diese Situation, aber sie können in dieser Pandemiezeit eines: den Druck rausnehmen, sich auf die wesentlichen Fächer Deutsch, Mathe und Englisch konzentrieren und den Eltern und Schülern sagen: „Wir geben euch Aufgaben, aber wir wissen, wie schwer diese Situation für euch gerade ist. Daher: Auch wenn ihr diese Aufgaben nicht abarbeiten könnt mit euren Kindern, ist das nicht schlimm. Wir werden nach dieser Zeit gemeinsam den Unterrichtsstoff nachholen, notfalls mit Zusatzstunden.“

Und selbst wenn dieser Stoff nicht nachgeholt werden könnte, was soll’s? Wir leben immerhin in einer absoluten Ausnahmesituation.

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann  

Lehrer spielen in Corona-Zeiten, das ist gar nicht so einfach, zumal viele Eltern oft noch ihren eigentlichen Beruf nebenher ausüben. Foto: adobe stock




Landrat Neth: „Ich darf doch der glücklichste Landrat sein – mit so einer Kreisstadt“

Auf enormes Interesse bei jungen Menschen stieß der Berufsinformationstag auf der Hohenloher Wirtschaftsmesse in Künzelsau. Bereits während der offiziellen Eröffnung am Freitag, 20. September, strömten zahlreiche Schüler an die Stände der Unternehmen in den sechs Messehallen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt Künzelsau hervor. Viele nutzen die Chance, um Kontakt zu Ausbildungsbetrieben und Ausbildern aufzunehmen. Bei bestem Wetter war die Veranstaltung auch an den anderen Tagen gut besucht. 

Neumann: „Plattform für unsere starke Wirtschaftsregion“

„Die Hohenloher Wirtschaftsmesse hat seit ihrem Beginn 1999 stetig an Bekanntheit gewonnen und sich in der Region etabliert“, freute sich Bürgermeister Stefan Neumann bei der Eröffnung. Was vor 20 Jahren bei der ersten Wirtschaftsmesse galt, wirkte auch bei der siebten als Publikumsmagnet: „Der Mix der Aussteller zeigt jungen Menschen Entwicklungsmöglichkeiten und bietet gleichzeitig Unternehmen den direkten Kontakt mit zukünftigen Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Verbrauchern.“ Er dankte allen Besuchern, Ausstellern, Organisatoren und Mitwirkenden und freute sich bereits auf die nächste Hohenloher Wirtschaftsmesse in drei Jahren: „Künzelsau wird dann erneut zu einer Plattform für unsere starke Wirtschaftsregion.“

Innovative Kreisstadt macht Landrat glücklich

Frische Temperaturen am Eröffnungsmorgen ließen manchen Besucher nach warmen Getränken fragen. Landrat Dr. Matthias Neth dagegen bemerkte, dass Künzelsau am Messewochenende „eine wohlige Wärme ausstrahlt“. Nicht zuletzt, weil es gleich drei besonders erfreuliche Ereignisse in einer Woche gab: die Einweihung des Kindergartens in Kocherstetten, die Erweiterung der Reinhold-Würth-Hochschule und die Hohenloher Wirtschaftsmesse. Er beglückwünschte Künzelsau dazu. „Ich darf doch der glücklichste Landrat sein – mit so einer Kreisstadt.“ Die Messe zeige die Innovationskraft der Region. Diese sei auch wichtig für die Unternehmen, um in Zeiten der Klimadebatte erfolgreich zu sein.

Unkelbach kommt am liebsten nach Künzelsau

Professor Dr. Harald Unkelbach wird oft zur Eröffnung von Wirtschaftsmessen eingeladen, sagte er zum Eingang seiner Rede. „Nach Künzelsau komme ich aber am liebsten“, bekannte der Präsident der IHK Heilbronn-Franken, weil er hier wohne und ihm die Messe einfach gefalle. Kleine Handwerker seien ebenso dabei wie global Player. Das ist genau das, was eine Messe interessant und spannend macht.“ Er spannte den Bogen vom Ausbau der Digitalisierung, der Anstrengung, alle Bürger und Unternehmen mit 5G zu versorgen, über fehlende Auszubildende und Fachkräfte bis zur erforderlichen Stärkung der digitalen Kompetenz. Hier helfe der an der Hochschule gestartete Digital Hub Betrieben, ihren „digitalen Weg zu finden“. Zum Ende seines Festvortrags blickte er an einem Fridays-for-future-Demo-Tag auf den Klimaschutz. „Wir sollten die jungen Menschen ernst nehmen, denn es ist ihre Zukunft.“

Über 180 Aussteller beteiligten sich an der Wirtschaftsmesse. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Viele Schüler knüpften Kontakte zu Ausbildungsbetrieben. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

 




ebm-papst sucht 500 Ferienarbeiter

Der Ventilatorenhersteller ebm-papst sucht für die Sommermonate von Anfang Juni bis Ende September 2019 wieder rund 500 Schüler und Studenten für mindestens dreiwöchige Ferienjobs. Die Ferienarbeiter unterstützen die Mitarbeiter von ebm-papst an den Standorten Mulfingen, Hollenbach und Niederstetten in der Produktion und in der Logistik.

Voraussetzung für einen Ferienjob ist ein Mindestalter von 18 Jahren, da es wöchentliche Wechsel zwischen Früh- und Spätschicht gibt. Schüler oder Studenten, die gerne im Lager- oder Logistikbereich arbeiten würden, benötigen außerdem einen Staplerführerschein. Eine entsprechende Schulung kann vor Arbeitsantritt besucht werden.

Als umweltbewusstes Unternehmen bietet ebm-papst zudem Ferienarbeitern die Möglichkeit, kostenfrei die Werksbusse zu nutzen. So können auch Schüler und Studenten ohne eigenes Auto bequem zur Arbeit kommen. Bewerbungen sind ab sofort auf karriere.ebmpapst.com möglich.

Über ebm-papst

Die ebm-papst Gruppe ist der weltweit führende Hersteller von Ventilatoren und Motoren. Seit Gründung setzt das Technologieunternehmen kontinuierlich weltweite Marktstandards: von der digitalen Vernetzung elektronisch geregelter EC-Ventilatoren über die aerodynamische Verbesserung der Ventilatorflügel, bis hin zur ressourcenschonenden Materialauswahl.

Im Geschäftsjahr 2017/18 erzielte der Branchenprimus einen Umsatz von über 2 Mrd. €. ebm-papst beschäftigt über 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 27 Produktionsstätten (u. a. in Deutschland, China und den USA) sowie 48 Vertriebsstandorten weltweit. Ventilatoren und Motoren des Weltmarktführers sind in vielen Branchen zu finden, wie zum Beispiel in den Bereichen Lüftungs-, Klima- und Kältetechnik, Haushaltsgeräte, Heiztechnik, Automotive und Antriebstechnik.

Quelle: Pressemitteilung von ebm-papst