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Vollsperrrung B19 zwischen Künzelsau und Ingelfingen – Kilometerlange Umleitung

Ab Dienstag, den 11. Juni 2019, bis voraussichtlich 23. Juni 2019, ist die B19 zwischen Künzelsau Kreisverkehr am McDonald´s und Abzweig Ingelfingen / Belsenberg  wegen Straßenbelagsarbeiten voll gesperrt. Ab der B19/Bahnhofstraße in Künzelsau verlaufen parallel dazu ebenfalls Straßenbelagsarbeiten. Die Fahrbahndecke wird erneuert.

Umleitungen für die Verkehrsteilnehmer von Künzelsau kommend nach Ingelfingen erfolgen über Amrichshausen, Ohrenbach/Steinbach, Hermuthausen in Fahrtrichtung Dörzbach/Bad Mergentheim. Fahrer aus Bad Mergentheim Richtung Künzelsau werden ebenfalls über diese Strecke umgeleitet.Verkehrsteilnehmer aus Ingelfingen,die nach Künzelsau fahren möchten, werden ebenfalls über Hermuthausen – Steinbach umgeleitet.

Die Linie RB 6 des öffentlichen Nahverkehrs (NVH) wird laut einer Pressemitteilung des NVH ab Künzelsau Bahnhof, über Kemmeten, Waldzimmern, Giebelheide Jugendhaus nach Niedernhall zur Haltestelle „Stadthalle“ umgeleitet und fährt ab dort weiter Richtung Weißbach gemäß Fahrplan. In Richtung Künzelsau erfolgt die Umleitung ab Weißbach entsprechend.

Zwischen Künzelsau Bahnhof bis einschließlich Niedernhall Kochermühle, wird ein Pendelverkehr mit einem Kleinbus eingerichtet. Fahrtzeiten entnehmen Sie bitte dem Baustellenfahrplan.

Die Linie RB 19 wird über Garnberg und Hermuthausen nach Stachenhausen umgeleitet. In Belsenberg wird eine Ersatzhaltestelle am Ortsteingang eingerichtet, die ebenfalls vom Baustellenfahrplan bedient wird.

Die Haltestellen Künzelsau Kappensteige und Milchwerke sowie Belsenberg B 19 und Mitte/Linde entfallen während dieser Zeit.

https://www.nvh.de/?show_news=1460

 




Hohenlohe: Nahverkehr zu teuer

Premium-Wanderwege, Stärkung des „Agro-Tourismus“, Bewahrung der Landschaft und Stärkung der Innenstädte. Das sollen künftig ein paar von diversen Schwerpunkten des Hohenlohekreises in den kommenden Jahren sein. Das Kreisentwicklungskonzept ZukunftHOK will der Kreistag am 20. Mai 2019 in der öffentlichen Sitzung des Kreistags in Kupferzell um 14 Uhr vorstellen. Bei der mehrjährigen Analyse, welche Stärken und Schwächen der Hohenlohekreis hat, wurden unter anderem Bürgermeister und Bürger befragt. Nun ist die Auswertung fertig.

Neben der Bedeutung der Landschaft, wurde auch die Bedeutung des Ehrenamtes betont – aber auch Sorgen der Überforderung wurden laut. Daher sie die Anerkennung des Ehrenamtes wichtig.

Künzelsauer Ehrenamtstag im Rathaus.
Foto: Stadtverwaltung Künzelsau/Archiv

Für die Zukunft des Hohenlohekreises sei die Finanzierung der Kindergärten und Schulen wichtig. Daneben wären Freizeitangebote für Jugendliche wichtig. Hier seien schon Bauwägen eine sinnvolle Möglichkeit, um sich zu treffen.

2010 wurde das Ärztehaus für rund zehn Millionen Euro in Künzelsau gebaut. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Darüber hinaus wurde über Anreize zum Zuzug von Ärzten gesprochen und über die Überforderung von Menschen, die Angehörige pflegen.

Thema Nahverkehr.
Dem öffentlichen Nahverkehr wird weiterhin eine große Bedeutung beigemessen, jedoch sei er teuer und unflexibel, so das Ergebnis des Strategiekonzeptes. Hier diskutierten Bürger über neue Formen wie Firmenbusse und Busse für einzelne Gewerbegebiete.

Bürgerbefragung zum NVH 2017Bürgerbefragung zum NVH 2017

Bürgerbefragung zum NVH 2017 in der Stadthalle in Künzelsau. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Handlungsfeld Wohnen.
Ein großes Thema hier: die Nutzung von leerstehendem Wohnraum in den Innenstädten.

Künzelsau-Taläcker: viele Wohnungen, aber die Mietpreise steigen kontinuierlich. Foto: GSCHWÄTZ

Handlungsfeld Wirtschaft.
Zentrale Forderung hier ist, das Handwerk zu stärken. Bessere Werbe- und PR-Strategien seien gefordert, aber auch eine bessere Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Städten und Gemeinden, um Gewerbeflächen gerecht anbieten und verteilen zu können. Eine Kooperation von Gemeinden bei Gewerbeflächen wirke auch stärkend für die Gemeinden selbst.

 




Kein Geld für Nahverkehr

Immer wieder  forderten Bürger eine Erweiterung der Busfahrpläne und eine bessere Anpassung an Schulzeiten, um die Schüler optimal zu befördern. Teilweise fahren etwa keine Busse, wenn Schüler Unterrichtsschluss haben. Am morgigen Montag, den 06. November 2017, tagt der Kreistag um 14 Uhr in der Dreschhalle in Hollenbach. In der öffentlichen Sitzung soll es unter anderem um den Nahverkehr Hohenlohekreis (NVH) gehen. Wünsche der Bürger und Gemeinden fanden Eingang in die 140 Seiten starke Sitzungsvorlage. Aber um es vorweg zu nehmen, steht bereits auf Seite eins: „Nicht berücksichtigt werden konnten im Nahverkehrsplan betriebliche Anregungen, da der Nahverkehrsplan ein Rahmenplan ist. Detaillierte Anregungen zu einzelnen Linien oder konkrete Fahrten können erst im Betriebsablauf geprüft und umgesetzt werden. (…) Die Anregungen, die eine Ausweitung des Angebots und Erhöhung der Fahrtenzahl einzelner Linien zum Inhalt hatten, konnten im Nahverkehrsplan nicht berücksichtigt we den, da die finanziellen Rahmenbedingungen durch den Kreistag festgelegt sind.“ Sprich: Mehr Geld soll (voerst) nicht in den Nahverkehr investiert werden, weniger aber aucht nicht. Die Gesamtkosten des NVH belaufen sich laut der Sitzungsvorlage auf 17 Millionen Euro, wobei fünf Millionen vom Landkreis als Aufgabenträger übernommen werden. Warum ist die Sitzungsvorlage dann 140 Seiten stark, wenn sich im Grunde nicht viel ändern wird?

Grundlage der Sitzungsvorlage ist eine Analyse der PTV Transport Consult GmbH mit Sitz in Karlsruhe, die vom Landkreis Hohenlohekreis in Auftrag gegeben wurde. Die Kosten für diese Analyse sind GSCHWÄTZ nicht bekannt. Die Analyse zeigt unter andem den Ist-Zustand des NVH auf. Danach sind

// Künzelsau und Öhringen die Dreh- und Angelpunkte beim NVH

// 80 Prozent der Bürger, die befördert werden, sind Schüler

// sehr gut ausgelastete Linien sind 7, 11, 13, 18 und 28
// Barrierefreiheit für Menschen mit körperlicher Einschränkung wird weiter forciert, da sie auch rechtlich rechtlich zwingend vorgeschrieben  ist
// eine weitere Reduzierung empfiehlt PTV nicht, da das Angebot bereits 2010/11 stark reduziert wurde. Dies betraf vor allem Linien unter der woche zwischen den Hauptverkehrszeiten sowie eine starke Ausdünnung der Fahrten an Samstagen und Sonntagen und einer Einrichtung einer Betriebsruhe zwischen 09 und 11 Uhr

 

// Die Analyse zeigt dagegen deutlich, dass das Abend- und Wochenendangebot sehr gering ist und überwiegend auf den wichtigen Achsen stattfindet.

Daher hat PTV ein Konzept entwickelt, das eine Aufwertung des NVH ohne Angebotskürzungen vorsieht. Stattdessen soll durch einen Rufbus das Angebot erweitert werden. Dieser Rufbus, der an Abendfahrten und Wochenenden auf Abruf fahren soll, kostet jedoch bei einer Abrufquote von 100 Prozent 1,3 Millionenen jährlich. Beschränkt man das Angebot nur aufs Wochenende würde es 0,5 Millionen Euro pro Jahr kosten. In der Sitzungsvorlage heißt es daher: „Auch wenn derzeit keine Umsetzung vorgesehen ist, kann auf die Strategie zurück-

gegriffen werden.“ Immerhin der Wunsch vieler Bürger, landkreisübergrifend mit Bussen unterwegs sein zu können, wurde in Angriff genommen. Zwischen Künzelsau und Bad Mergentheim wurde seit Februar 2016 schrittweise jeweils eine Regiobuslinie des Landes Baden-Württemberg auf Basis des bestehenden Angebotes eingerichtet (Linie 7
und 19).

Die Sitzungsvorlage soll so morgen von den Kreisräten beschlossen werden.