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Besichtigungswochenende: Neubauprojekt mit 6 Wohneinheiten

Das Haus Stadtblick entsteht in einem ruhigen gewachsenen Wohngebiet am Stadtrand von Künzelsau. Die Stadtmitte ist in 5 Minuten fußläufig erreichbar, Einkaufen, Schule, Kindergarten sind ebenso in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.

Das Haus von außen. Quelle: 123 Wohnbau

Die 4 Etagen-Wohnungen mit 3,5 und 4,5 Zimmern und 2 Maisonette-Wohnungen mit 4,5 und 5,5 Zimmern variieren in der Wohnfläche von 122 m2 bis 161 m2. Planungsflexibilität für ein weiteres Schlafzimmer oder Büro ist für jede Wohneinheit vorbereitet.

Der offene Wohn-/Essbereich. Quelle: 123 Wohnbau

Auf Wunsch gibt es große Gartengrundstücke direkt am Haus. Das Haus ist Architektonisch harmonisch in die Umgebung eingefügt, die Bauweise ist hochwertig und energetisch auf dem neusten Stand, je Wohneinheit stehen 2 Tiefgaragenplätze und großzügige Kellerräume zur Verfügung.

Die Badezimmer sind hell und luftig gestaltet. Quelle: 123 Wohnbau

Wir bauen ausschließlich mit etablierten, regionalen Handwerkern die einen hohen Qualitätsstandart garantieren.

Ausstattung- Bauweise als KfW-Effizienzhaus 55 nach GEG 2020-Luft-Wasser Wärmepumpe- 3-fach-Isolierverglasung- Wohliges Raumklima durch Fußbodenheizung, elektrisch betriebene Rollläden, bodenebene Dusche sowie moderne barrierefreie Grundrisse mit offenem Wohnbereich – wahlweise mit Terrasse oder Balkon. Es gibt einen Aufzug über alle Etagen. 12 Tiefgaragenplätze stehen bereit.

Hier gibt es ein Video von einer der Wohnungen zu sehen:

Info/Kontakt
MM 123 Wohnbau Projekt GmbH
Buchsweg 1
74653 Künzelsau
Telefon: 0172/6892545
E-Mail: mm@123wohnbau.de

 

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Künzelsau wird kaum noch wiederzuerkennen sein

Große Bauprojekte prägen momentan das Bild der Innenstadt von Künzelsau, am PEKA-Areal wird bereits intensiv gebaut, am MUSTANG-Areal ist alles vorbereitet, um mit dem Bau beginnen zu können. Das nächste Großprojekt, das in den Startlöchern steht, ist das neue Landratsamt, von vielen auch als „Kreishaus“ bezeichnet, das nicht nur das heutige Landratsamt ersetzen soll, sondern auch den Stadteingang von Künzelsau stark verändern wird. Vom Rathaus bis zum Kaufland-Einkaufszentrum soll kaum ein Stein auf dem anderen bleiben.

Das Gebiet der Neuplanung umfaßt den rot umrandeten Bereich. Foto: Sitzungsunterlagen Gemeinderat.

Dies ist jedenfalls der Präsentation von Christine Tritschler vom Büro ORplan zu entnehmen, die sie den Künzelsauer Gemeinderäten am Dienstag, 13. Juli 2021, vorstellte. Einige Veränderungen gegenüber den bisherigen Planungen sowie ein Bauphasenplan waren die wesentlichen neuen Inhalte.

So stellen sich die Planer das neue Gesicht Künzelsaus vor – in etwa 10 Jahren. Deutlich zu sehen die neue Stadtachse zwischen Rathaus und Bergbahn, an der die Gebäude des Landratsamts liegen werden. Quer dazu ist Raum für die Trasse der Kochertalbahn. Foto: Sitzungsunterlagen Gemeinderat.

So ist vonseiten des Kreises kein einhäusiges Landratsamt mehr gewünscht, sondern ein „modulares System“ angedacht, das aus mehreren Gebäuden bedarfsgerecht aufgebaut werden kann. Das zentrale Gebäude soll auf dem heutigen Schotterparkplatz am Kaufland errichtet werden, zwei weitere Gebäude sind östlich davon an der neuen Stadtachse Richtung Rathaus geplant. Auf dem nördlichen Teil des heutigen Schotterparkplatz soll ein Parkhaus für etwa 250 Fahrzeuge errichtet werden. Dieser Teil der Umgestaltung könnte, so Tritschler bereits bis Ende 2023 realisiert sein, sofern der notwendige Bebauungsplan schnell verabschiedet werden kann. In einer späteren Bauphase sollen dann die heutigen Gebäude des Landratsamtes abgerissen und dort ein neues repräsentatives Gebäude errichtet werden. Die weiteren Baumassnahmen, inklusive eines eventuellen Neubaus des Kaufland-Gebäudes werden voraussichtlich mindestens bis 2030 dauern.

Bergstraße: HOBAG-Gebäude und Landratsamt werden neuen Gebäuden weichen. Foto: GSCHWÄTZ

Geplante, aber noch nicht umsetzungsreife Infrastrukturmaßnahmen wie die Kochertalbahn oder ein angedachtes Nahwärmenetz sowie eventuell eine Umgestaltung oder ein Neubau des Kaufland-Gebäudes werden bei den städtebaulichen Planungen berücksichtigt.

Aufgrund der städteplanerischen Vorplanung soll nun ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben werden, der für Qualität sorgen soll.

Eine „Herzensangelegenheit“

Für Michael Schellmann, den Kämmerer des Kreises, ist das Projekt eine „Herzensangelegenheit“, mit der er sich seit 15 Jahren beschäftigt. Schließlich sollen die derzeit 23 Standorte, an denen Kreisbehörden tätig sind, möglichst am zentralen Standort mit 600 bis 650 Mitarbeitern integriert werden. Das Ziel, die A-Lage zu erhalten und gleichzeitig mit einem modularen Ansatz flexibel zu sein, sei durch die Planungen realisiert worden. Er lobt die lösungsorientierte Zusammenarbeit zwischen Kreis und Stadt und appelliert an die Entscheidungsträger, den ambitionierten Zeitplan durch schnelle politische Entscheidungen zu unterstützen.

Lauffaule Künzelsauer Einkäufer

Verena Löhlein-Ehrler bezweifelt, dass das Parkhaus am richtigen Platz steht, „Wie lauffaul der Künzelsauer Einkäufer ist, sehen wir an den Wertwiesen“, und  bemängelt, dass in den neuen Plänen weniger Geschäfts- und Wohnfläche geplant sei. Das kann Tritschler nicht bestätigen: „Die Quadratmeter für das Landratsamt sind gleichgeblieben, tatsächlich sind aber Wohn- und Geschäftsgebäude eher zurückgesetzt“ – und damit auch auf spätere Bauphasen verschoben.  Wichtig ist Tritschler, „den Verkehr direkt am Stadteingang abzuholen und ihn nicht durch die Stadt zu führen“, daher sieht sie das Parkhaus an der richtigen Stelle, auch weil es direkt an die Stuttgarter Straße angeschlossen werden soll.

Auch Skepsis gegenüber den Aussagen des Landratsamts geäußert

Aufgrund der Beteuerungen bezüglich des Krankenhauses äußert Boris d’Angelo Skepsis „gegenüber dem, was vom Kreis kommt“. Letztlich, sagt er aber, „gibts für Künzelsau gar keine andere Wahl, als zuzustimmen“. Er sieht ansonsten die Gefahr, dass man das Landratsamt verlieren könnte.

Politische Entscheidungen müssen kommen

Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag einstimmig zu. Bürgermeister Neumann versprach, die Beratungen über den Bebauungsplan unmittelbar nach der Sommerpause aufzunehmen.
Am Montag,  19. Juli 2021, werden die Planungen dem Kreistag vorgestellt. Stimmt auch dieser zu, steht dem Umbau des Gesichts von Künzelsau nichts mehr im Wege. Allein für die vom Kreis geplanten Gebäude sind bis zu 60 Millionen Euro angesetzt.

Text: Matthias Lauterer

 

 




Hochsicherheitstrakt in Kocherstetten?

Über die Schönheit der neuerrichteten Häuser im Neubaugebiet Kocherstetten mag man streiten. Nicht streiten kann man darüber, dass sie alle modern sind und sowohl dem Geschmack der Zeit als auch und den Anforderungen der diversen Energiesparverordnungen entsprechen. Dazu sind sie – und das kann man nicht von allen Neubaugebieten sagen – stilistisch abwechslungsreich, unterschiedlich groß und sogar ein klein wenig bunt.

2 Meter hoch, rund 18 Meter lang

Bei genauerem Hinsehen sticht ein im Bau befindliches Haus allerdings heraus: Vom Haus sieht man zwar noch wenig, aber was man schon sieht, sind riesige Betonmauern, 2 Meter hoch, die auf der Grundstücksgrenze platziert sind – die untere Mauer geht über die komplette Grundstücksbreite von etwa 18 Meter.

In Kocherstetten spricht man bereits von einem „Hochsicherheitstrakt“, der da im Bau sei.

Anwohner befürchten sogar, dass der Anblick noch betonlastiger werden könnte: Sollte auf diese Mauer im oberen Bereich des Grundstücks noch eine Garage aufgesetzt werden, wird die Betonwand nochmals um rund 3 Meter höher werden.

„Wer will schon einen steilen Garten?“

Bei einer Besichtigung der Baustelle durch das Bauamt der Stadt Künzelsau, konnte kein Verstoß gegen die Landesbauordnung festgestellt werden.
Die Stadt Künzelsau teilt auf Anfrage mit: „Die Maßnahmen wie Carport und Stützmauer wurden baurechtlich im Bauantrag behandelt und genehmigt, weil sie zulässig sind. Ein Verstoß gegen die Landesbauordnung oder den vorliegenden Bebauungsplan liegt also nicht vor. „Über die Sinnhaftigkeit einer Bebauung und der Gartengestaltung kann man immer diskutieren. Wer will einen steilen Garten?“

Text: Matthias Lauterer

Manch ein Anwohner findet die Stützmauer nicht wirklich schön. Foto: GSCHWÄTZ

18m lange Mauer. Foto: GSCHWÄTZ




Krankenhaus Öhringen soll im „vorgegebenen Kostenrahmen“ bleiben und ein „zukunftsweisender Gesundheitscampus“ sein

Im Rahmen der Kreistagssitzung am Montag, den 13. Juli 2020, in Öhringen haben BBT-Geschäftsführer Matthias Warmuth, BBT-Regionalleiter Marc Reggentin und die kaufmännische Direktorin des Hohenloher Krankenhauses, Melanie Junge, den Stand zum geplanten Neubauprojekt des Hohenloher Krankenhauses vorgestellt, heißt es in einer Pressemitteilung der BBT-Gruppe. Sie zogen außerdem eine erste Bilanz der Patientenversorgung während der Corona-Pandemie in den vergangenen Wochen und Monaten.

„Wir haben das geplante Neubauprojekt vorangetrieben“

„Trotz der großen Herausforderungen für das Hohenloher Krankenhaus durch die Corona-Pandemie haben wir in den vergangenen Monaten das geplante Neubauprojekt in Öhringen vorangetrieben und arbeiten intensiv daran, den Neubau im vorgegeben Kostenrahmen auf den Weg zu bringen“, fasste Matthias Warmuth den aktuellen Sachstand laut der Mitteilung zusammen. Mit der Umstellung auf das sogenannte „Partnering-Verfahren“ habe man Anfang des Jahres eine wegweisende Entscheidung für den weiteren Planungs- und Realisierungsprozess getroffen. „Das bedeutet, dass wir schon zu einem frühen Zeitpunkt den Partner mit einbeziehen, der auch für die Umsetzung des Bauvorhabens zuständig ist. Dadurch schaffen wir Planungssicherheit und zugleich Kostentransparenz und können Mehrkosten vermeiden“, ist Warmuth überzeugt. Aus dem europaweiten Ausschreibeverfahren seien mehrere Anbieter hervorgegangen. „Die Verhandlungen über ein Angebot mit einem garantierten Maximal-Preis befinden sich in der entscheidenden Phase und stehen kurz vor dem Abschluss“, so der BBT-Geschäftsführer.

„Wir wollen die Grundlage für die hochwertige Versorgung für die Menschen im Hohenlohekreis schaffen.“

„Der Neubau eines modernen 205-Betten-Krankenhauses soll ab 2021 neben dem bisherigen Klinikgebäude an der Hindenburgstraße entstehen und das jetzige Krankenhausgebäude ersetzen“, so die BBT-Gruppe in einer Pressemitteilung. Vorgesehen sind unter anderem eine moderne Entbindungsstation mit drei Kreißsälen und Vorbereitungsräumen. In einem zentralen interdisziplinären Eingriffszentrum seien vier modern ausgerüstete OP-Säle zur Verfügung stehen. Außerdem ist eine „High-Care-Einheit“ mit zehn Intensivplätzen und weiteren vier Plätzen für die Schlaganfallversorgung auf der „Stroke Unit“ geplant. In unmittelbarer Nähe dazu wird ein Herzkatherlabor für die Diagnostik und Therapie von Herzerkrankungen angebunden sein. „Gemeinsam mit vielen Mitarbeitenden aus dem Haus haben wir ein Raum- und Funktionsprogramm erstellt, das auch mit dem Landessozialministerium abgestimmt ist“, erläutert Marc Reggentin, seit Frühjahr BBT-Regionalleiter in Tauberfranken-Hohenlohe. „Der Neubau wird zum einen die Erfordernisse einer modernen funktionellen medizinischen Versorgung erfüllen. Die Aufteilung des Gebäudes, die Architektur und die Laufwege werden sich zum anderen ganz an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten orientieren. Wir wollen damit die bauliche Grundlage für die hochwertige medizinisch-pflegerische Versorgung für die Menschen im Hohenlohekreis schaffen“, betont Reggentin.

Auf dem Weg „zu einem zukunftsweisenden Gesundheitscampus“

Das Krankenhaus soll dabei ein „erster Schritt auf dem Weg zu einem zukunftsweisenden Gesundheitscampus“ auf dem Areal zwischen Hindenburgstraße und Sudetenstraße sein. „Das Gelände dort bietet uns viele Entwicklungsperspektiven, die wir derzeit schon mitdenken. Mittelfristig könnten dort zum Beispiel Gebäude für unser Bildungszentrum „Gesundheit und Pflege“ sowie für ein Wohnheim und für ein medizinisches Versorgungszentrum entstehen; Platz wäre auch für den Neubau des Seniorenzentrums“, gibt Reggentin einen Ausblick in die weitere Zukunft. Ein neues Parkhaus gleich am Eingang zum Gesundheitscampus könnte darüber hinaus zu einer Verkehrsberuhigung für die Anwohner beitragen.

„Wir waren immer in der Lage, alle Corona-Patienten aufzunehmen und gut zu versorgen“

Bis heute wurden rund 270 Corona-Patienten ambulant und stationär im Hohenloher Krankenhaus behandelt. „Der Hohenlohekreis als einer der frühen Corona-Hotspots in Deutschland hat uns mit der rasch steigenden Zahl an COVID-19-Patienten vor enorme Herausforderungen gestellt“, betont Melanie Junge. „Dank unserer frühen umsichtigen Vorbereitungen waren wir jedoch immer in der Lage alle Corona-Patienten aufzunehmen und gut zu versorgen.“ Zum Höchststand der Pandemie in der Region wurden im Hohenloher Krankenhaus 144 Betten für COVID-19-Patienten vorgehalten. Um mehr schwerkranke Patienten auf der Intensivstation versorgen zu können, wurde die Beatmungskapazität auf zwölf Plätze aufgestockt. Alle planbaren elektiven Eingriffe wurden zwischen Mitte März und Anfang Mai abgesagt. „Wir haben außerdem im Erdgeschoss eine zweite Notaufnahme speziell für Corona-Patienten eingerichtet, um infektiöse von nicht-infektiösen Notfallpatienten zu trennen“, berichtet Junge. „Zusätzliche Untersuchungsgeräte wurden angeschafft, getrennte Wartebereiche geschaffen, Räume für die Corona-Ambulanz der niedergelassenen Ärzte freigeräumt.“ Dennoch stand das Öhringer Krankenhaus auch während der Coronapandemie in der Kritik, unter anderem weil die Maskenpflicht für Mitarbeiter relativ spät eingeführt wurde und sich diverse Mitarbeiter angesteckt haben. Einige Covid-Patienten wurden zur Weiterbehandlung weitergeleitet an größere Kliniken, unter anderem nach Löwenstein.

Bundesweite Anerkennung für die Leistung des Hohenloher Krankenhauses

„Dank der sehr guten Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt und dem Landkreis, der kollegialen Kooperation mit den Nachbarkrankenhäusern und vor allem dank der hohen Einsatzbereitschaft und Flexibilität unserer Mitarbeitenden haben wir die Herausforderungen der Corona-Pandemie bislang sehr gut bewältigt“, zieht Melanie Junge ein positives Zwischenfazit. Auch bundesweit habe diese Leistung des Hohenloher Krankenhauses inzwischen Anerkennung erfahren. „Das F.A.Z-Institut hat unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ganz aktuell für ihr „herausragendes Engagement“ als „Helden in der Krise“ ausgezeichnet – eine wunderbare Bestätigung für unsere Arbeit in den zurückliegenden Monaten.“

 




Achim Beck (FWV): „Der Landratsamt-Neubau muss nicht in der Kreisstadt sein“

Auch das neue Landratsamt wackelt für Künzelsau – das wurde mal wieder deutlich. Dieses Mal kamen die Signale aber nicht vom Landratsamt des Hohenlohekreises (wir berichteten), sondern von Achim Beck.

Niedernhalls Bürgermeister sprach zum Thema Haushalt des Hohenlohekreises für seine Fraktion Freie Wähler (FWV) an der Kreistagssitzung am vergangenen Montag, den 09. Dezember 2019 und stellte klar, dass Künzelsau für ihn und seine Fraktion keinen Sonderstatus besitze. Wörtlich sagte er: „Der Neubau des Landratsamts soll in schnellen Schritten in die Umsetzung gehen.
Der Reiseleiter, Sie Herr Landrat, erwarten eine Festlegung der Standortfrage gleich im 1. Halbjahr 2020, so dass bereits in 2023 mit dem Bau begonnen werden kann. Die Freien Wähler gehen bei diesem Thema gerne einen interessanten Umweg auf dieser Reise. Wir sehen teilweise auch dezentrale Lösungen im Zeitalter der Digitalisierung und eine damit verbundene abschnittsweise Sanierung unseres Top-Lage-Landratsamts in der Allee 17 als ernsthafte Diskussionsgrundlage an. Wir stellen die Frage in den Raum: Muss es wirklich eine Einhäusigkeit sein? Oder kann es auch eine Zwei- oder Dreihäusigkeit sein? Außerdem könnten innerhalb von Künzelsau andere Standorte als der Kaufland-Parkplatz in Frage kommen. Ganz besonders in dieser Frage ist unsere Devise: Eine gut organisierte, durchdachte und mit weiser Voraussicht geplante Reise ist besser, als das Last-Minute-Ticket. Oder etwas sarkastischer ausgedrückt: Aus Sicht der Freien Wähler ist die Landung mit dem UFO auf dem Schotterplatz von Künzelsau wie vorgelegt nicht zustimmungsfähig. Hier ist eine deutliche Botschaft an die Kreisstadt Künzelsau wichtig: Der Neubau des Landratsamtes muss nicht um jeden Preis in der Kreisstadt sein und die Kreisstadt muss dem Landkreis entgegenkommen, wie das für jede andere Kommune im Hohenlohekreis eine Selbstverständlichkeit wäre.“

Die komplette Haushaltsrede der FWV-Fraktion finden Sie hier:

 

Haushaltsrede der FWV.

 

 

 

 




Neubau der Grundschule Niedernhall nimmt Gestalt an

„Es ging im Ausschuss durchaus her“ beschreibt der Niedernhaller Bürgermeister Beck die Diskussionen um die äußere und innere Gestaltung des Schulneubaus im Technischen Ausschuss.

Das Ergebnis dieser Diskussionen präsentierte Karin Thiele vom beauftragten Planungsbüro Knorr+Thiele dem Gemeinderat sehr detailliert in der Sitzung vom 21. Oktober 2019.

Robust, funktional, wartungsarm, standardisiert und natürlich preiswert waren die Prämissen bei der Auswahl von Materialien und Installationen:

Beispielsweise wurde die Konstruktion der Regenrinnen vereinfacht und damit Kosten gespart. Es wurde festgestellt, dass durch den Schutz der breiten Dachvorsprünge preiswertere Holzfenster statt Aluminiumfenster verwendet werden können. Im Innenraum wird großflächig mit einem Kautschukboden geplant, der weniger Pflegeaufwand benötigt als das ebenfalls diskutierte Linoleum.

Besonders wichtig ist natürlich die äußere Darstellung des Gebäudes. Das Farbkonzept, das seine Fortsetzung im Eingangsbereich findet, sieht im Erdgeschoss einen flächigen Grünton vor, ergänzt durch weiße oder hellgraue Fassaden im Obergeschoss sowie ein graues Dach aus Metall.

„Fest steht dass der Schriftzug Grundschule Niedernhall auf dieser Fläche angebracht werden kann. Ebenso soll sich die Farbe an der Wand im Windfang/Garderobe
nach innen ziehen, da die Platten sehr robust sind. Andere Farben wurden auch diskutiert, wie  man aus den Fotos von der Sitzung  Gestaltungsausschuß sehen konnte. Die Entscheidung fiel auf die Grüntöne. Die genaue Festlegung kann vor Ort getroffen werden vor Ausführung.  Insbesondere muss man abwarten welcher Hersteller beim günstigsten Bieter angeboten wird, je nach Hersteller kann die verfügbare Farbpalette etwas variieren“, erklärt Karin Thiele.

Gegenüber der bisherigen Planungen konnten die Kosten um etwa 200.000 Euro gesenkt werden, sodass aktuell von Gesamtkosten für den Schulneubau von knapp unter acht Millionen Euro ausgegangen wird. Der Gemeinderat beschloss die Vorschläge des technischen Ausschusses einstimmig.

Noch stehen verschiedene Varianten zur Auswahl. Modell: Knorr & Thiele Architekten

Für welche Farbe wird sich entscheiden? Modell: Knorr & Thiele Architekten




Niedernhall: Grundschulneubau knapp 1,5 Millionen Euro teurer

Text von Matthias Lauterer

Bürgermeister Beck stellte die Gemeinderatssitzung am Montag, den 28. Januar 2019, unter das Motto des englischen Philosophen Herbert Spencer „Das große Ziel der Bildung ist nicht Wissen, sondern Handeln.“ – ein durchaus passendes Motto, denn Haupttagesordnungspunkt war der Neubau der Grundschule. Etwa 35 Bürger waren gekommen, um die Sitzung zu verfolgen.

Geplanter Neubau der Grundschule in Niedernhall.
Foto: Büro Thiele und Knorr

Karin Thiele vom Büro Knorr und Thiele stellte den aktuellen Stand der Planung des Neubaus der Grundschule Niedernhall dar und ging insbesondere auf Änderungen gegenüber dem vorhergehenden Planungsstand ein. So muss auf den Standort im Wasserschutzgebiet Rücksicht genommen werden: Da ein übliches Fundament nicht genehmigungsfähig ist, muss aufwändig eine entsprechend dimensionierte 45 Zentimeter dicke Bodenplatte erstellt werden. Außerdem ist das Gebäude um 90 Zentimeter gegenüber dem heutigen Tennisplatzniveau zu erhöhen, um einem hundertjährigen Hochwasser zu trotzen.

Alles das sind natürlich Maßnahmen, so Bürgermeister Beck „die auch Mehrkosten verursachen“.

Die Planung sieht vor, dass im Erdgeschoss die Garderobe, die Räume für die Ganztagesbetreuung, der Werkbereich sowie der Lehrerbereich untergebracht werden, dazu eine Fläche für Veranstaltungen, die als Atriumbereich unter einem großen Oberlicht gestaltet ist. Die acht Unterrichtsräume sind im Obergeschoss geplant, dazu für je zwei Unterrichtsräume eine sogenannte Lerninsel und ergänzend eine Begegnungszone. Im Dachgeschoss wird in Erweiterung der vorhergehenden Planung die Steuerung der Lüftungsanlage errichtet, außerdem wird es von dort Wartungszugänge aufs Dach geben.

Detaillierte Betrachtungen über die konstruktive Gestaltung der Klassenzimmer, Integration der Heiz- und Lüftungsanlage sowie die Gestaltung der Rettungswege schließen sich an.

Insgesamt ergibt sich ein Kostenansatz von zirka 8,2 Millionen Euro brutto – was gegenüber der ersten Schätzung von vor zwei Jahren, die noch von  zirka 6,6 Millionen Euro ausging, eine Erhöhung um knapp 24 Prozent darstellt. Gründe für diesen Kostensprung seien vor allem die Höherlegung des Gebäudes, die Lüftungsanlage sowie der starke Anstieg der allgemeinen Baukosten, derzeit rechnet man mit 5 Prozent pro Jahr. Außerdem seien an einigen Punkten, zum Beispiel den Bodenbelägen oder den Fenstern, höhere Investitionen zugunsten von geringeren Folgekosten angesetzt worden.

Über Fördermittel ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine endgültige Aussage zu machen, man kann aber von einer Förderung zwischen ein und zwei Millionen Euro ausgehen.

Eine eventuelle Photovoltaikanlage würde zusätzlich etwa 300.000 Euro kosten, kann aber unabhängig vom Neubau auch jederzeit später realisiert werden.

Beck leitete mit dem Statement: „Wir sind in einer Kostensituation, wo wir uns überlegen müssen, wie wir da wieder herunterkommen“, die Diskussion ein, in der auch erste Ansätze zur Kostendämmung genannt wurden: Roland Bolz schlug eine andere Dachkonstruktion vor, Reiner Fischer regt an, wenigstens teilweise auf die umlaufenden Treppen zu verzichten und Klaus Richter findet: „Eine außenliegende Beschattung [des Oberlichts] ist gigantisch teuer“.

Bei der Abstimmung darüber, dass die Verwaltung beauftragt wird, „gemeinsam mit dem Büro Knorr und Thiele das Baugesuch fertigzustellen und einzureichen“ sowie darüber, dass der Technische Ausschuss bei der Ausführungsplanung mitwirken soll, herrscht Einstimmigkeit.

Die Verwaltung geht im  Moment davon aus, dass ein Baubeginn aufgrund des langwierigen Verfahrens erst ab April 2020 möglich sein wird.