Im Herbst 2020 soll das Geheimnis gelüftet werden
An der Kreistagssitzung am 13. Juli 3030, in Öhringen, gab es auch einen Tagesordnungspunkt rund ums Öhringer Krankenhaus. Abstimmungen gab es keine hierzu, es war ein Tagesordnungspunkt „zu Kenntnisnahme.“. Dem Kreistag soll damit, so das Landratsamt in seiner Tischvorlage, „ein aktueller Überblick über die Entwicklungen am Standort Öhringen gegeben werden, insbesondere auch im Hinblick auf die medizinische Ausrichtung und den Neubau“.
Blick zurück und nach vorn
Das Landratsamt erinnert in seiner Tischvorlage ncohmal an die Entscheidung im Juni 2017, als der Kreistag für die Annahme der Fördermittel aus dem Krankenhausstrukturfonds in Höhe von 51,5 Mio. € und somit einem Krankenhausneubau in Öhringen und einer Schließung des Künzelsauer Krankenhauses zugestimmt hat. „Mit Einstieg der BBT-Gruppe im Mai 2018 in das operative Geschäft wurden die bereits angestoßenen Neubaupläne weiter vorangetrieben“, heißt es weiter.
Neubau mit einem Generalübernehmer
„Die Hohenloher Krankenhaus gGmbH hat Ende Januar 2020 einen europaweiten Teilnahmewettbewerb ausgeschrieben, um mit einem Generalübernehmer den Partner für die weitere Planung und Umsetzung des Neubauprojekts zu finden. Das gewählte PartnerringVerfahren wurde bei einigen Klinikbauten im Land angewandt. In diesem Verfahren wird bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Generalübernehmer mit einbezogen, der auch für die spätere Umsetzung des Bauvorhabens zuständig ist. Vorteile dieses Verfahrens sind insbesondere bessere Steuerung der Zeit- und Kostenplanung. Basis der Ausschreibung bildete das erarbeitete und mit dem Ministerium abgestimmte Raum- und Funktionsprogramm sowie die funktionale Leistungsbeschreibung.
Die Entscheidung zu diesem Vorgehen erfolgte in einer Gesellschafterversammlung durch die Gesellschafter. Die eingegangenen Teilnahmeanträge wurden anhand der zuvor festgelegten Kriterien ausgewertet. In einer Verhandlungsphase wurden der Projektentwicklungsvertrag sowie der Generalübernehmervertrag für die Realisierung des Neubaus eines Krankenhauses zu einem garantierten Maximalpreis (GMP) mit dem Bestbieter vereinbart.“ Das Landratsamt sagt: „Die Planungen für den Neubau
des Krankenhauses liegen momentan im Zeitplan, die Kosten (hier heiß es nur nebulös: „Kostengruppe 300-600 also inklusive Medizintechnik“) im Kostenplan.“ Hier stellt sich die Frage, welcher Zeitplan gemeint ist, denn ursprünglich sollte das Krankenhaus mit Neubau ein Jahr früher in betrieb gehen, als nun vorgesehen. Auch die Kostenplan war ursprünglich etwas anders, als sie nun im Raum stehen.
„Nach Beschlussfassung in der zuständigen Gesellschafterversammlung wird das Neubauprojekt weiter konkretisiert und unter Berücksichtigung eines Maximalpreises sowie der weiteren Vorgaben vorangetrieben.“
Im Herbst 2020 soll dann auch die Vorstellung der Pläne und Entwürfe in der Öffentlichkeit erfolgen. Geplanter Baubeginn ist im Herbst 2021, die Fertigstellung des Neubaus und die anschließende
Inbetriebnahme ist 2023/2024 vorgesehen.
Grundlage der Ausschreibung war ein Krankenhaus mit 205 Betten sowie vorgegebenem RaumFunktionsprogramm. Dieses Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung erfüllt die
Voraussetzungen zur dauerhaften Sicherstellung der Krankenhausversorgung der Bevölkerung im Hohenlohekreis.


