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Private Kitabetreiberin schaltet Anwalt gegen Stadt Künzelsau ein

„Meinen Traum kann nur ein Anwalt erfüllen“, sagt Elvira Jakobi von der neuen privaten Kindertagesstätte (Kita) Schatzkinder in Nagelsberg gegenüber GSCHWÄTZ. Jakobi fühlt sich von der Stadt Künzelsau nicht richtig unterstützt hinsichtlich ihrer Kindertagesstätte. „Die Stadt will diese Einrichtung nicht fördern“, sagt Jakobi. Die vorher als Kindergartenleitung bei der Stadt gearbeitet hat, und berichtet von Eltern, die Interesse hatten, ihr Kind in ihrer Kita anzumelden, dann jedoch von der Stadt auf städtische Kindergärten verwiesen worden seien. Gegenüber GSCHWÄTZ bestätigten betroffene Eltern Jakobis Aussagen.

Jeder möchte gerne seine Kindergärten voll haben

Carmen Class, Hauptamtsleiterin bei der Stadt Künzelsau und zuständig für die städtischen Kindergärten (Kiga), sagt wiederum im Gespräch mit GSCHWÄTZ: „Wir haben Frau Jakobi unterstützt und geschaut, dass sie die Betriebserlaubnis bekommt. Der Gemeinderat hat sie in die Bedarfsplanung mit aufgenommen, obwohl sie zu dem Zeitpunkt noch keine Betriebserlaubnis hatte. Das war ein klares Signal unsererseits: „Ja, wir nehmen die Schatzkinder auf.“ Aber es sei von Anfang an nicht alles „rund gelaufen“. Bei einer Besichtigung vor Ort sei kein Kind anwesend gewesen. Ein weiteres Problem sei, so Class, „dass wir immer wieder Anmeldelisten mit Kindern bekommen haben, die eigentlich schon in städtischen Einrichtungen betreut werden oder für diese angemeldet sind. Wir haben daraufhin ganz neutral nachgefragt bei den Eltern, ob sie den Kindergarten wechseln möchten. Die Eltern haben gemeint: ,Nein. Wir haben uns die Einrichtung nur angeschaut, mehr aber auch nicht.‘“ Die Hauptamtsleiterin fügt noch hinzu, dass die für die städtischen Kindergärten zuständige Sachbearbeiterin Eltern sogar auf die Schatzkinder hingewiesen habe, nachdem der städtische Kindergarten in Nagelsberg keine Plätze mehr gehabt habe.

Weitere private Kindergärten: Würtholino und Waldorfkindergarten

Class gibt jedoch zu, dass die beiden weiteren privaten Kindergärten in Künzelsau, dem Würtholino und dem Waldorfkindergarten, keine Listen mit Namen von interessierten Eltern bei der Stadt eingereicht werden müssen, so wie es von Jakobi verlangt wurde – und somit auch keine Eltern angerufen werden, die eventuell ins Würtholino oder in den Waldorfkindergarten wechseln möchten. Dieses Vorgehen der Stadt gab es nur bei Jakobi und den Eltern, die an den neuen Kita Interesse gezeigt hatten. Class erklärt: Nachdem kein Kind im Kindergarten bei einem Vor-Ort-Besuch von einer städtischen Mitarbeiterin angetroffen wurde, habe man hier einfach genauer hingeschaut.

Bereits der Anfang gestaltete sich holprig: Nach ersten Gesprächen im Juli 2018 nimmt der Kindergarten Schatzkinder den Betrieb auf, ab März 2019 nimmt der Gemeinderat den Kindergarten in die städtische Bedarfsplanung mit auf – zunächst einmal bis zum Ende des Kindergartenjahres im Juli 2019. Das heißt: Die Stadt zahlt pro Kindergartenplatz einen Abmangel von 63 Prozent der Betriebskosten. Hierzu zählen, so die Stadt, alle Personal- und Sachausgaben wie Porto, Miete, Strom, die von Katrin Jakobi bei der Stadt eingereicht werden können. Kleinere Kindergärten sind dabei teurer als große. Bei einem kleinen Kindergarten wie die Schatzkinder mit anfangs lediglich ein bis drei Kindern zahlt die Stadt schnell mal eine monatliche Summe an Jakobi, die an einen fünfstelligen Bereich grenzt, so Class. Ein teures Unterfangen also auch für die Stadt.

Eine holprige Zusammenarbeit – vom Anfang bis zum vorläufigen Ende

Am 29. April 2019 trifft der Gemeinderat schließlich die Entscheidung, dass Kindergärten über eine Belegungszahl von mindestens zehn Kindern verfügen müssen, ansonsten fliegen sie aus der Bedarfsplanung. Eine Schocknachricht für Jakobi, die sich in ihrer Existenz bedroht fühlt und einen Anwalt aus Stuttgart einschaltet.
Dieser schreibt der Stadt am 13. Juni 2019: „Durch den neuen Gemeinderatsbeschluss handelt der Gemeinderat treuwidrig und widersprüchlich, wenn er meine Mandantschaft zunächst vorbehaltlos in die Bedarfsplanung aufnimmt, um zwei Monate später diese Aufnahme in die Bedarfsplanung taktisch zurücknimmt.“

Der Gemeinderat setzt die Hürden höher, Jakobi fliegt aus der Bedarfsplanung

Carmen Class weiß das: „Rückabwickeln werden wir das sicher nicht können. Für die Monate März bis Juli werden wir voraussichtlich den vollen Betriebskostenzuschuss zahlen müssen.“ Dann entfällt der Zuschuss, denn Jakobis Kindergarten wurde vom Gemeinderat nicht mehr in die Bedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2019/2020 aufgenommen, da die Stadt keinen Bedarf sieht, d sie selbst derzeit 29 freie Kiga-Plätze in ihren städtischen Kindergärten haben, so Class. Hinzu kommt: Während bei den beiden anderen freien Kindergärten, Würtholino und Waldorfkindergarten, immer alle Unterlagen fristgerecht eingereicht worden seien, habe es immer wieder Probleme diesbezüglich bei dem Kindergarten Schatzkinder gegeben.
Jakobi trägt nun nach jetzigem Stand ab September die kompletten laufenden Betriebskosten ihrer Kita allein. Auch die Hürden auf eine Wiederaufnahme in die Bedarfsplanung sind hoch: „Sollte sie noch einmal einen Antrag auf Aufnahme in die Bedarfsplanung stellen, wird der Gemeinderat vermutlich einen möglichen positiven Beschluss an einen Mindestbelegungszahl knüpfen“, stellt Carmen Claas in Aussicht. Die Hürden sind damit hoch für Jakobi.

Ein kleiner Kindergarten kann die Stadt eine fünfstellige Summe pro Monat kosten, auch wenn nur 1 Kind darin spielt

Ein Hoffnungsschimmer bleibt jedoch in der verfahrenen Situation. Zusätzlich möchte Jakobi ab September auch Plätze für Ein- bis Dreijährige anbieten. Die Stadt sieht hier, im Gegensatz zu den Drei- bis Sechsjährigen, einen reellen Bedarf – auch und vor allem im Hinblick auf die Zukunft mit immer mehr arbeitenden Müttern, so Class. Jakobi könnte für das nächste Kindergartenjahr wieder einen Antrag stellen, die dann der Gemeinderat prüft hinsichtlich der Wiederaufnahme in die Bedarfsplanung.

Text: Elke Brand / Dr. Sandra Hartmann

Fotos: Elke Brand

Mitarbeiterin mit einem zu betreuenden Kind. Foto: GSCHWÄTZ

So sieht es im Innern der Kita Schatzkinder aus. Foto: GSCHWÄTZ

Bald soll auch noch ein Bereich für Ein- bis Dreijährige hinzukommen. Foto: GSCHWÄTZ

 

 




Umweltkasper jagt den Energieräuber

Kindern die Themen Energie und Klimaschutz auf spielerisch-verständliche Weise näher zu bringen, ist ein wichtiges Anliegen der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis. Für die Vorschulkinder aus den Kindergärten und die Grundschüler hat die Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises sich dieses Jahr etwas einfallen lassen und den Umweltkasper des Puppentheaters Kussani engagiert.

In den ersten beiden Juli-Wochen wird es an 8 Tagen insgesamt 14 Aufführungen geben. Der Umweltkasper kommt direkt in die Gemeinden des Hohenlohekreises. 19 Kindergärten und Grundschulen mit rund 1.500 Kindern sind schon sehr gespannt auf das Stück „Kasper und der Energieräuber“. Die Auftaktveranstaltung ist in Künzelsau am Montag, dem 01. Juli 2019 um 09 Uhr in der Georg-Wagner-Schule in Künzelsau, der Abschluss wird in Öhringen stattfinden. Das Projekt wird durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert.

Quelle: Pressemitteilung der Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises




Vor den Türen von Christa Zellers Kindergarten abgesetzt

Der von der Ingelfingerin Christa Zeller gegründete Kindergarten in Zimbabwe (wir berichteten) ist nicht mal ein Jahr jung und schon haben die Bewohner so viel Vertrauen zu den dort arbeitenden Kräften gefasst, dass sie Christa Zellers Team ein Halbwaisenkind vorbeibringen. Trader ist der Name des Mädchens mit den Kulleraugen. Die Vierjährige hauste alleine in einem kleinen Zimmer, das sie zuvor mit ihrer Mutter und zwei älteren Brüdern bewohnt hat. Ihre Mutter ist vor einigen Monaten gestorben. Die Brüder sind laut Christa Zeller verschwunden, der Vater lebt auf der Straße und der Vermieter möchte das Zimmer wieder zurückhaben. Nachbarn brachten das Kind schließlich zu dem Kindergarten mit der Bitte, dass sie sich um Trader kümmern. Aber der Kindergarten ist kein Waisenheim. Was also tun mit dem Mädchen? Eine Familie vor Ort hat Trader nun bei sich aufgenommen. „Wir werden die Familie begleiten und schauen, dass Trader dort gut integriert wird“, sagt Christa Zeller. Da sich eine Patin aus Deutschland gefunden hat, die die Kindergartenkosten trägt, kann Trader nun auch den Kindergarten von Christa Zeller besuchen.

Trader ist der Name des Mädchens mit den Kulleraugen. Die Vierjährige hauste alleine, da ihre Mutter vor einigen Monaten gestorben ist. Die Brüder sind laut Christa Zeller verschwunden, der Vater lebt auf der Straße und der Vermieter möchte das Zimmer wieder zurückhaben.
Foto: privat

Paten gesucht

Der Kindergarten hat darüber hinaus einen weiteren Zuwachs bekommen in Form eines Hundewelpens namens Bingo. Das Kindergartenteam hat die zimbabwische Straßenmischung aus dem Tierheim geholt. „Den Kindern ist der Hund schon richtig ans Herz gewachsen“,  berichtet Christa Zeller. Das Kindergartenteam sucht nach wie vor noch Paten für Kindergartenkinder, die die Kindergartengebühren übernehmen würden, da einige afrikanische Eltern ihre Kinder wieder von dem Kindergarten abmelden mussten, weil sie wegen der aktuellen Finanzkrise im Land die Gebühren nicht mehr bezahlen konnten.

Holzschnitzereien aus Afrika auf dem Weihnachtsmarkt

Christa Zellers Verein Bongai Shamwari verkaufte auf dem Weihnachtsmarkt in Künzelsau in diesem Jahr afrikanische Schnitzereien, darunter, so Christa Zeller,  „originelle Vögel aus Wurzelholz und Shona-Skulpturen aus verschiedenen Steinarten, die wir für das Projekt gegen Spenden weitergeben. Die Künstler selbst kenne ich alle und wir möchten sie damit ebenfalls unterstützen“.

Um weiter Spenden zu generieren – unter anderem zum Erwerb des Grundstücks, auf dem der Kindergarten gebaut wurde – hat Christa Zeller ein Crowdfounding-Kampagne im Internet gestartet. Hier kann jeder so viel für das Projekt spenden, wie er mag: https://www.betterplace.org/de/projects/65822-spende-ein-sonniges-zuhause-fur-kindergartenkids-in-zimbabwe

Weitere Informationen und Kontakt: www.bongai-shamwari.org oder über www.gschwaetz.de. Telefon: 07940/93 555 7.

Christa Zeller selbst wird voraussichtlich im Dezember 2018 wieder vor Ort bei ihrem Kindergartenteam in Zimbabwe sein.




Künzelsau: Auch Kleinkindbetreuung künftig kostenlos

Künzelsau geht schon seit Jahren den Weg, dass Kinder aus Künzelsau keine Kindergartengebühren zahlen müssen. Nun diskutierte der Gemeinderat  in seiner Sitzung am 13. November 2018 über den Antrag der Verwaltung, auch für Ein- bis Dreijährige sowie für Kindergartenkinder, die die Ganztagesbetreuung beziehungsweise die verlängerten Öffnungszeiten in Anspruch nehmen, auf 0 Euro zu senken.

100.000 Euro Mehrausgaben

Boris d’Angelo (UBK) wies auf derzeit nicht abschätzbare Kostenrisiken, insbesondere im Zusammenhang mit der angekündigten Beschlußfassung des Kreistags zur medizinischen Versorgung in Künzelsau sowie auf Bestrebungen der Bundespolitik, Kindergartengebühren generell zu streichen hin und schlug vor, die Abstimmung zu vertagen.

Nach kurzer Diskussion, in der es vor allem um die privaten Kindergärten ging, wurde der Antrag bei fünf Enthaltungen ohne Gegenstimme angenommen. Für auswärtige Kinder soll die Gebühr jedoch weiterhin erhoben werden. Die entgangenen Einnahmen wurden mit zirka 100.000 Euro angegeben, dazu kommen Kosten wegen der Gleichbehandlung auch der privaten Kindergärten (Waldorfkindergarten, Würth-Kindergarten).

https://www.kuenzelsau.sitzung-online.de/bi/___tmp/tmp/45081036391361175/391361175/00021068/68.pdf

Text & Foto: Matthias Lauterer

Foto: Zuschauer der Gemeinderatssitzung in Künzelsau am 13. November 2018. Fotos vom Gemeinderat waren nicht erlaubt.

 

 

 

 




Kindergarten Pusteblume präsentiert ein anspruchsvolles Sommerfest

Was haben der Künstler Hunderwasser, eine Schildkröte, Fabergé-Eier und ein Kindergarten gemeinsam? Ein Sommerfest. Der Kindergarten Pusteblume in Ingelfingen veranstaltete am Donnerstag, den 19 Juli 2018, sein Sommerfest mit einer Aufführung und einer Vernissage.  „Das Besondere an unserem diesjährigen Sommerfest ist nicht nur unsere Aufführung, sondern parallel zu unserem Thema eine Ausstellung mit den Kinderbildern, die wir das ganze Jahr über gemalt und gestaltet haben“, erklärt Cornelia Koch, Erzieherin in der Pusteblume. Vorbilder hierfür waren unter anderem Hundertwasser und van Gogh.

Fridolin in Ingelfingen

Die Aufführung von Fridolin im Farbenland handelt im Kindergarten Pusteblume von einer Schildkröte. „Wir haben eine Geschichte über Farben gesucht, die wir mit den Kindern aufführen können. Dann ist uns ein ganz altes Bilderbuch eingefallen. Fridolin im Farbenland. Wir haben versucht, das Bilderbuch zu bekommen, leider ist es überall vergriffen. Also haben wir uns selbst an die Geschichte gemacht und die Geschichte ein bisschen erfunden, damit die Kinder sie gut nachspielen können. Es handelt von einer Schildkröte, die traurig ist, weil sie einen normalfarbigen Panzer hat und auf der Suche nach bunten Farben ist“, so Renate Gorff, Leiterin der Pusteblume. „Am Anfang, bis wir in die Geschichte reingefunden haben, war es schwierig. Dann ging es Schlag auf Schlag.“ Fridolin besucht während des Stückes Marienkäfer, Frösche, Bienen und viele weitere Tiere auf der Suche nach Schildkrötenfarbe. Aber die Tiere antworten ihm: „Unsere Farben geben wir nicht her.“ Am Ende kommt Fridolin zu der Erkenntnis: „Ich bin genau richtig, wie ich bin.“

Vernissage von Kindergartenkindern

Die Vernissage bestand aus gemalten Kunstwerken der Kinder nach Vorbildern wie Hunderwasser, van Gogh und Miro. Aber warum so anspruchsvolle Kunst wie Hundertwasser in einem Kindergarten? „Ich bin mit meiner Familie öfter im Museum in Schwäbisch Hall und habe dort auch immer wieder Hunderwasser-Bildergesehen. Er malt sehr viel, so wie Kinder auch malen – in Kreisen, in geschwungenen Linien und sehr farbenfroh. Das spricht die Kinder an“, so Koch. Die Erzieherin weiter: „Wir haben im September letzten Jahres klein angefangen, uns mit dem Thema Farben und Techniken zu beschäftigen. Aber dann waren die Kinder so begeistert von den ganzen Materialien und Techniken, dass das Projekt immer größer wurde und sehr viele Kunstwerke entstanden sind.“

kleine von Goghs entstanden

Die Kinder liesen sich von Häusern von Hundertwasser inspirieren.

Oder wie wäre es, mal selbst ein Kirchenfenster zu gestalten?

Vor den Sommerferien besucht der Kindergarten Pusteblume und Löwenzahn das Kunstmuseum in Schwäbisch Hall. Ein Bus fährt die Kinder und Erzieher nach Schwäbisch Hall, die Kosten dafür übernimmt Firma Reisser aus Ingelfingen.

Natürlich möchten die 31 Kinder der Pusteblume nach dem Museumsbesuch gerne noch ein Eis essen. Auch dafür haben sich die fünf Erzieher ein kleines Geschäftsmodell einfallen lassen. „Wir haben die Ostereier Bilder in Fabergé-Eier-Bilder umfunktioniert. Jedes gemalte Fabergé Ei kostet einen Euro. Wenn genügend Bilder der Eier verkauft werden, kann das Eis essen davon finanziert werden“, präsentiert Koch.

Der Kindergarten Pusteblume in Ingelfingen präsentierte 2018 ein anspruchsvolles Sommerfest. Foto: GSCHWÄTZ

Eindrücke von Kindern zum diesjährigen Sommerfest und zu den einzelnen Aktionen

Dominik, 6 Jahre: „Ich fand die Bienen bei der Aufführung toll. Die hatten Bonbons in den Körben.“

Louri, 6 Jahre: „Mein Lieblingsbild ist von Miro, weil er schönt malt.“

Leonie, 6 Jahre: „Die Blumen waren heute toll.“

Frieda, 5 Jahre: „Als wir mit Kartoffeln gedruckt haben, war das toll. Stempeln gefällt mir.“

Luca, 4 Jahre: „Das Stempeln mit den Kartoffeln hat mir auch Spaß gemacht.“

Selina, 5 Jahre: „Die Hunderwasser-Bilder mit den Spiralen sind toll. Und ich freue mich schon auf das Museum.“

Lisa, 6 Jahre: „Die Eier waren schön, weil man da viele Farben benutzen kann.“

Amelie, 3 Jahre: „Das Schildkrötenbild war toll, weil es hübsch war.“

 

 




Putsch in Zimbabwe: Wie steht es um das dortige Kindergartenprojekt von Christa Zeller aus Ingelfingen?

„Liebe Zimbabwe Freunde,von vielen bekomme ich besorgte Mails – Was ist denn in Zimbabwe los? Hat das Auswirkungen auf das Projekt?“ So beginnt Christa Zellers E-Mail, die sie unlängst an Unterstützer ihres sozialen Projekts in Zimbabwe verschickt hat. Ein Putsch des Militärs hat den Präsidenten Robert Mugabe ins Wanken gebracht, aber er ist bislang noch nicht auf Rücktrittsforderungen des Militärs eingegangen. Christa Zeller aus Ingelfingen verfolgt vermutlich angespannter als kaum ein anderer Ingelfinger Bürger die Geschehennisse in Afrika, denn viel Herzblut hat sie in den Kontinent beziehungsweise in ein Herzensprojekt gesteckt. Mit Spendengeldern steht sie kurz vor der Eröffnung eines Kindergartens, der auch sozial benachteiligten Kindern dort einen Raum zur Entfaltung bieten möchte. Nun das politische Erdbeben.  „Welche Auswirkungen dies auf unser Projekt haben wird, kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Mutare, die Stadt in der der Kindergarten eingerichtet wird, ist über 200 Kilometer von Harare entfernt und dort spürt man im Moment noch nichts. Ich habe gleich am nächsten Tag eine Skype Kontakt gehabt. Unsere Projektpartner vor Ort meinen nicht, dass es größere Auswirkungen haben wird. Hoffen wir das Beste.“

Der Kindergarten soll am  15. Januar 2018 eröffnet werden. „Die Kinder stehen schon Schlange. Es ist ein langer Weg, aber wir freuen uns alle auf die Eröffnung. Ich selbst werde im Frühjahr wieder nach Zimbabwe fliegen um dann vor Ort das Projekt begleiten zu können.“

Seit über 30 Jahren engagiert sich die gelernte Erzieherin und jetzige Betriebswirtin in der Hochschulkommunikation der Hochschule Heilbronn in Zimbabwe. Angefangen hat alles 1985. Als ihr Mann Roland Zeller als Lehrer in Deutschland keine Anstellung fand (zu dieser Zeit wurden keine Lehrer eingestellt) bewirbt sich Familie Zeller für das Projekt „Lehrer für Zimbabwe“ zwischen Deutschland und dem damals noch jungen Staat Zimbabwe. Die Verbindung zu Zimbabwe haben sie trotz späterer Rückkehr nach Deutschland nie verloren.

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PATENSCHAFTEN GESUCHT

Es werden noch dringend Paten für die Kindergartenkinder in Zimbabwe gesucht. 30 Euro kostet der reine Kindergartenbeitrag. 40 Euro zusätzlich für Frühstück, Mittagessen und Transport und Schuluniform. Diese ist laut Christa Zeller in Zimbabwe verpflichtend. Das Einzugsgebiet ist groß und oft können laut Christa Zeller die Eltern auch den Bus nicht bezahlen.

Mehr Informationen über Christa Zeller und ihr Kindergartenprojekt unter www.bongai-shamwari.org

Aktuelle Informationen zur politischen Lage in Zimbabwe gibt es auf www.kasa.de/