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„Wir wollen uns hier wohlfühlen“

Helmut Hermann ist bekannt im Kochertal – spätestens seit den Demonstrationen für den Erhalt des Künzelsauer Krankenhauses, bei denen er sich zu Wort meldete und eine gefeierte Rede hielt, in welcher er die lokale politische Führung kritisierte. Nach unserer Berichterstattung über den Pflegeskandal in Krautheim (November 2018) wandte sich Hermann an GSCHWÄTZ. Er wolle uns ein vorbildlich geführtes Seniorenheim zeigen.

Helmut Hermann ist Heimführsprecherin Ingelfingen.
Foto: GSCHWÄTZ

„In 16 Jahren bekam ich nur rund zehn kleinere Beschwerden“

 

Vor 16 Jahren sei das Landratsamt auf ihn zugegangen und habe ihn gefragt, ob er Heimfürsprecher für das von privater Hand betriebene Seniorenheim in Ingelfingen werden wolle. Ein Ehrenamt, bei dem er der Ansprechpartner für die Anliegen der Bewohner ist. Seitdem ist Hermann regelmäßig in dem Heim in Ingelfingen zu Besuch – auch unangekündigt. Er wie auch die Bewohner und Angehörigen hätten wenig bis nichts zu kritisieren, sagt er – im Gegenteil. „In 16 Jahren bekam ich nur rund zehn kleinere Beschwerden“, sagt er. „Die Heimleitung sei mit dem Herzen dabei“, sagt der ansonsten sehr kritische Geist, der der SPD nach 34 Jahren wegen Hartz IV  den Rücken gekehrt hat. 

 

135 Bewohner und 140 Mitarbeiter

 

Wir schauen uns das Heim an, Hermann begleitet uns bei unserem Rundgang. Es ist Mittagszeit. Die Bewohner sitzen in den acht verschiedenen Essensbereichen in kleinen Grüppchen zusammen, Mitarbeiter der Küche rollen das Essen auf Wägen direkt in die Essensbereiche hinein und schöpfen das Essen individuell nach Bewohnerwunsch. Die Bewohner können täglich zwischen zwei verschiedenen frisch gekochten Menüs wählen. Obwohl das Seniorenheim in Ingelfingen größer als manch ein Heim in der Umgebung ist, herrscht ein geringer Lärmpegel. Laut der Heimleitung leben hier derzeit 135 Bewohner. 140 Mitarbeiter arbeiten in der Pflege, Küche, Hauswirtschaft, Haustechnik, Verwaltung und Heimleitung. Ein Mitarbeiter betreut fünf bis sechs Bewohner. Das ist ein Betreuungsschlüssel, der hinsichtlich anderer staatlicher Heime in der Umgebung eher unüblich ist. Nicht selten kommen auf einen Mitarbeiter wesentlich mehr Bewohner, um die man sich kümmern muss. Geschäftsführerin Heidi Kiemele-Koffler erklärt, dass sie – wie jedes andere Heim – ebenfalls anhand der Pflegegrade Geld für die Personallöhne bekomme. Sie versuche jedoch, bestmögliche Personalschlüssel mit den Pflegekassen und Sozialhilfeträgern zu verhandeln. Kiemele-Koffler hat die Leitung des Seniorenstifts Ingelfingen von ihren Eltern übernommen, die das Heim 1978 von Null aufgebaut hatten.

 

„Ein Bewohner ist schon seit 36 Jahren bei uns“

 

Geht man durch die Räume, fällt auf, dass viele Zimmertüren geöffnet sind. Das sei, so Kiemele-Koffler, der Wunsch der Angehörigen gewesen, damit die pflegebedürftigen Bewohner auch am Alltagsgeschehen teilnehmen können. „Wir setzen auch Gehwalker ein“, erzählt Pflegedienstleitung Anja Frey begeistert und steigt in ein solches Modell, um es vorzuführen. Gehwalker sind an den Gehfrei für Kleinkinder angelehnt – nur für Senioren, die nicht mehr gut zu Fuß sind, sich aber damit alleine fortbewegen können. Einmal wöchentlich dürfen sich die Bewohner wie im Hotel fühlen. In dem öffentlichen Cafe Lichteneck geben Mitarbeiter Essen wie im Restaurant aus. Die Bewohner wählen, was sie essen möchten. Mittwochs ist Chor. „Gut 40 Bewohner singen hier mit“, sagt Frey. Es gibt Filmenachmittage, Gottesdienste und andere Angebote. Ein Frisör und eine Fußpflegerin besuchen das Haus. Küchenleiter Ulrich Giebler führt uns in die Küche des Seniorenheims. „Wir machen auch den Kartoffelsalat selbst – mit Kartoffeln von Neufels“, sagt er.  Neben den Senioren beliefert das Küchenteam auch die Schüler der Georg-Fahrbach-Schule Ingelfingen. 

Küchenteam um Küchenmeister Ulrich Giebler (erste Reihe mitte).
Foto: GSCHWÄTZ

„Ein Bewohner ist schon seit 36 Jahren bei uns“, sagt Kiemele-Koffler nicht ganz ohne Stolz. Und auch die Pflegedienstleitung Anja Frey ist nun schon fünf Jahre hier. „Morgens treffen wir uns vor unserem Dienst und frühstücken gemeinsam“, erzählen Frey und Kiemele-Koffler. „Wir wollen, dass sich unsere Bewohner und Mitarbeiter hier wohl fühlen“, sagt die Geschäftsführerin. „Und wir wollen uns auch wohlfühlen.“

Pflegedienstleitung Anja Frey mit dem Gehwalker.
Foto: GSCHWÄTZ

Geschäftsführerin Heidi Kiemele-Koffler.
Foto: GSCHWÄTZ




Größer, heller, übersichtlicher – Zoo Schierle jetzt in Ingelfingen

Seit rund einem Monat hat Künzelsau keinen Zoo- und Angelsport Schierle mehr – dafür aber Ingelfingen. Am 08. Dezember 2018 feierte Roland Schierles Geschäft Neueröffnung in der Eichendorffstraße 7 in Ingelfingen (ehemaliger Target).

Roland Schierle und sein Hund Ashanti, ein Pinscher.
Foto: GSCHWÄTZ

Erweitertes Sortiment für Angelsportzubehör, Spezialtierfutter und vielseitiges Heimtierzubehör

Das neue Verkaufsareal ist nun größer, heller und übersichtlicher als das vorige Ladengeschäft in Künzelsau. Auf rund 300 Quadratmetern Fläche finden Kunden alles rund um den Angelsport- und den Heimtierbedarf, zum Beispiel Spezialfutter für Hunde, Katzen, Kaninchen und Hamster, glutenfreies Futter, Diätfutter und hochwertige Pflegeprodukte für Tiere. Die Kunden können zwischen einer großen Auswahl an Heimtierzubehör wählen: Spielsachen, Leinen oder auch Mäntel für die kalte Jahreszeit hat Schierle im Angebot. Darüber hinaus gibt es Vogelfutter
und eine große Auswahl an Zierfischen und Wasserpflanzen. Neben Schierle sind noch vier weitere Mitarbeiter bei Zoo-Schierle beschäftigt. Der Vorteil: „Durch unsere langjährige Erfahrung können wir unsere Kunden fachgerecht und individuell beraten“, sagt Schierle.

Für Hobbyangler hat er zudem noch ein besonderes Angebot in seinem Sortiment: Angelgastkarten für den Angelsport an Kocher, Jagst und an einigen Seen im Hohenlohekreis. Bereits als Kind besaß Roland Schierle mehrere Aquarien zu Hause und wusste schon damals, dass Tiere seine Lebensaufgabe sind.

Schierle wusste schon als Kind, dass Tiere seine Lebensaufgabe sind.
Foto: GSCHWÄTZ

 

„Unser Umzug wurde von allen unseren Kunden sehr gut angenommen.“

 

Seit über 30 Jahren betreibt Schierle nun schon seine Angelsport- und Zoohandlung. Er war zunächst in dem alleinstehenden Gebäude an der Kreuzung Ingelfingen / Künzelsau beheimatet. Dieses Verkaufsareal musste er im Zuge des Hochwassers aufgeben, bekam aber die Möglichkeit, sehr zeitnah Räume im Mustang-Gebäude in Künzelsau anzumieten. Der Umzug nach Ingelfingen bot sich für Schierle an, da der neue Standort direkt neben dem Küchenstudio Weber in Ingelfingen, nicht nur viele Parkplätze für die Kunden bietet. Auch die Räume sind von der Fläche größer und übersichtlicher. Was ihn dabei am meisten freut, ist die Treue seiner Kunden: „Unser Umzug wurde von allen unseren Kunden sehr gut angenommen.“ Und auch viele Neukunden hat er schon in seinen neuen Räumlichkeiten begrüßen dürfen.

Kunden haben nun eine größere Auswahl an Angelzubehör.
Foto: GSCHWÄTZ

Großes Sortiment bei Zoo- und Angelsport Schierle.
Foto: GSCHWÄTZ

 

Zoo- und Angelsport Schierle

Eichendorffstraße 7
74653 Ingelfingen
Telefon: 07940/55 9 13
www.zoo-schierle.de
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 09 bis 13 Uhr; 14 bis 18 Uhr; Samstag: 9 bis 13 Uhr




Hochwasser: Ingelfingen säuft ab

Ein Tag Regen reichte aus, um Ingelfingen unter Wasser zu setzen. Der Sportplatz an der Hauptstraße steht nach anhaltendem Regen komplett unter Wasser. GSCHWÄTZ war vor Ort und hat sich die Lage aus der Nähe angeschaut.

Es ist Sonntagabend, der 13. Januar 2019, 22.45 Uhr. Ein gruseliges Bild spielt sich hinter Dr. Sandra Hartmann ab, als sie am Sportplatz steht. Hinter ihr, so glaubt man im ersten Moment, könnte direkt der Kocher sein. Aber es ist der Sportplatz, der – wie so oft bei länger anhaltendem Regen – komplett vom Kocher überflutet wurde. Die Schneefälle bis Samstag, den 12. Januar 2019, waren der Vorbote für den Regen, der danach einsetzte. Binnen Stunden verbreiterte sich der Kocher um mehrere Meter, stieg gefährlich an.

Welche Maßnahmen ergreift Ingelfingen in den kommenden Jahren dagegen? Im Hintergrund ist die Kochertalstraße zu sehen.

Vor einigen Wochen erst wurden die Arbeiten für den Hochwasserschutz zwischen Criesbach und Niedernhall beendet. Eine Betonmauer entlang der Kochertalstraße (ab der Brücke zu Gemü bis kurz vor BTI in Niedernhall) soll die Kochertalstraße vor Überflutung schützen. Noch sind GSCHWÄTZ keine Pläne bekannt, dass die Stadt Ingelfingen auch das Gebiet um den Sportplatz speziell gegen Hochwasser schützen will. Die Firmen, die sich dort in unmittelbarer Nähe befinden  – Reisser, Bürkert und Gemü – schützen sich bereits seit Jahren mit Sandsäcken und speziellen Spundwänden, wenn die Gefahr eines Hochwassers droht.

Dass Wasser überflutete den gesamten Sportplatz und erreichte nach mehreren Stunden bereits fast die Kochertalstraße (rechts).

Das größte Hochwasser in jüngster Zeit gab es 2015, als viele Zuflüsse die Wassermengen, die vom Himmel kamen, nicht mehr fassen konnten und dadurch nicht nur Künzelsaus Innenstadt geflutet wurde, sondern auch viele kleinere Ortschaften im Kochertal. Am schwersten hat es dabei Braunsbach erwischt. Jahrelang hatten die Bewohner dort mit den Folgen des Hochwassers zu kämpfen. Damals hatten Städte wie Niedernhall und Künzelsau angekündigt, ihre Hochwasserschutzmaßnahmen zu verbessern.

Dr. Sandra Hartmann vor Ort

 

Video gedreht von Nadja Fischer

 




Ingelfingen: Auto erfasst Fußgängerin

Eine 82-jährige Fußgängerin aus Ingelfingen wurde beim unachtsamen Überqueren der Hauptstraße  von  PKW erfasst und schwer verletzt. Das meldet die Pressestelle des Polizeipräsidiums Heilbronn in einer Pressemitteilung vom 24. November 2018. Sie wurde auf die Motorhaube geschoben und nach vorne weggeschleudert. Die aus Mulfingen stammende 36-jährige Fahrerin eines PKW Hyundai konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten, so die Polizei.

Foto: GSCHWÄTZ




Offener Brief an Bürgermeister Bauer

Am Dienstag, den 16. Oktober 2018, bekamen Ingelfinger Bewohner Post. Sonnhild Sawallisch von „Baden-Württemberg wacht“ schrieb einen offenen Brief an den Bürgermeister der Stadt Ingelfingen, Michael Bauer. Der Brief wurde in Ingelfinger Briefkästen verteilt.

Sawallisch verweist in ihrem Brief darauf, dass es mehr Straftaten seit Beginn der Flüchtlingswelle gäbe und zählt Straftaten auf, die von Flüchtlingen deutschlandweit begangen worden seien.

Gegen Ende des Briefes möchte Sawallisch von Bauer wissen, wie er Folgendes sicherstellen könne oder ob Maßnahmen vorgesehen sind. Nun folgt ein Ausschnitt des Briefes von Sawallisch an Bauer:

 

 

 

Hier sehen Sie den kompletten zweiseitigen Brief von Sawallisch an Bauer:

Offener Brief an den Bürgermeister der Stadt Ingelfingen Herrn Bauer.
Foto: Gschwätz

Offener Brief an den Bürgermeister der Stadt Ingelfingen Herrn Bauer.
Foto: Gschwätz

Der Kopf des Briefes trägt den Namen „Baden-Württemberg wacht. Für unsere Kinder – Für unsere Zukunft“. Wir haben Sawallisch per E-Mail unter anderem gefragt, ob sich hinter dieser Bezeichnung ein Verein verbirgt. Ein Statement von Sawallisch steht momentan noch aus. Auf der Internetseite von „Baden-Württemberg wacht“ steht im Impressum Sonnhild Sawallisch als Verantwortliche.

Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer hat uns in einer ersten Stellungnahme zu dem Brief wissen lassen, dass er Frau Sawallisch bereits geantwortet hat. Wie diese Antwort ausgefallen ist und ob er sich von dem Inhalt des Schreibens distanziert, ist unserer Redaktion bislang noch nicht bekannt. Sobald wir eine Antwort erhalten, werden wir diese zeitnah veröffentlichen.

 




Kidnapping in Criesbach

Mit einem Messer bedrohte ein 43-jähriger Moldauer am vergangenen Freitag, den 28. September 2018, in Criesbach einen 23-jährigen BMW-Fahrer und erzwang hierdurch eine fast dreistündige Irrfahrt über zirka 200 Kilometer durch den Hohenlohekreis. Gegen 7.30 Uhr, befand sich der junge Mann mit seinem schwarzen BMW der 1er- Reihe im Bereich der Einmündung der Kochertalstraße in Ingelfingen-Criesbach. Dem 43-Jährigen gelang es in das Auto des Geschädigten einzusteigen. Unter Messerandrohung zwang er den Fahrer loszufahren. Die Fahrt ging in Richtung Innenstadt Künzelsau in die Stuttgarter Straße. Auf Höhe einer dortigen Bäckerei stieg der mutmaßliche Täter kurz aus und soll hierbei auch Passanten in einer nicht-deutschen Sprache angesprochen haben. Bis zu einer Baustelle in Dörzbach ging anschließend die Irrfahrt weiter. Schlussendlich konnte sich der 23-Jährige dort mit Hilfe mehrerer Bauarbeiter aus der bedrohlichen Lage befreien. Der Tatverdächtige konnte vorläufig festgenommen werden und sitzt zwischenzeitlich auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn, Außenstelle Schwäbisch Hall, in Untersuchungshaft. Die Kriminalpolizei Künzelsau sucht Zeugen des Vorfalls. Insbesondere die unbekannte Passanten die in der Künzelsauer Innenstadt von dem Moldauer in fremder Sprache angesprochen wurden, werden darum gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Künzelsau, Telefon 07940/940 0, zu melden.

 

Quelle: Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Heilbronn, Aussenstelle Schwäbisch Hall

Foto: GSCHWÄTZ/Archiv




Ingelfingen: Nächtliche Polizeikontrolle

Bei zwei Verkehrskontrollen in Ingelfingen, die am Mittwochmorgen, den 05. September 2018, von 10.45 Uhr bis 12.00 Uhr, und am späten Abend, zwischen 23.30 Uhr und 1 Uhr, in der Künzelsauer Straße in Ingelfingen durchgeführt wurden, beanstandete die Künzelsauer Polizei vier Fahrzeuge wegen technischer Mängel. Drei Fahrzeuglenker hatten ihren Sicherheitsgurt nicht angelegt, an einem Fahrzeug war der Termin zur fälligen Hauptuntersuchung verstrichen und in einem Fall wurde ein Kind ohne die vorschgeschriebene Sicherung transportiert.




„Wir sind kein Swingerclub“

Vor 16 Jahren, 2002, verstarb Sylvia Bendels Mann. Irgendwann dachte sie sich, dass sie wieder unter Leute muss. Aber sie fühlte sich immer wie das dritte Rad am Wagen, wenn sie etwas mit ihren Bekannten unternahm. Und so gründete sie am 01. April 2005 den Singlestammtisch. Sie verteilte Flyer und schaltete eine Anzeige in einer Zeitung.

Sylvia Bendel hat den Stammtisch ins Leben gerufen.
Foto: GSCHWÄTZ

Beim ersten Treffen kamen 16 Frauen und zwei Männer. Die beiden Männer sind mittlerweile verstorben. „Daran sind wir aber nicht Schuld“, lacht Giesela Grau aus Forchtenberg, die schon seit vier Jahren regelmäßig den Singlestammtisch besucht.

Viele trauen sich nicht zu kommen

„Mittlerweile sind es um die 40 Personen, die zum Singlestammtisch kommen. Aber es variiert immer. Einige Leute wollen nicht, dass andere denken, sie gehen zum Singlestammtisch“, erzählt Bendel.

Die 78-jährige Annelise Sahm ist seit 2006 regelmäßig mit dabei: „Ich habe die Anzeige vom Singlestammtisch in der Zeitung gelesen. Aber ich habe mich nicht getraut, anzurufen – erst nachdem ich ein Jahr mit mir gerungen habe.“

„In der Anfangszeit unserer Treffen hatten wir ein Lokal ohne Nebenzimmer. Da kamen manche nur zum Schauen, was wir machen und dann wurde natürlich getratscht. Aber wir sind kein Swingerclub, wie einige behaupten“, so die 67-jährige. „Mein Motto ist und war schon immer: ratschen, batschen und Spaß haben. Gemeinsam sind wir stark. Wir helfen uns auch gegenseitig, wenn Hilfe benötigt wird.“

„Ratschen, barschen und Spaß haben“ – im Sonneck entstand dieses Foto. Die Atmosphäre war locker und lustig.
Foto: SCHWÄTZ

Der Singlestammtisch ist keine Singlebörse

Die Frauen und Männer, die den Singlestammtisch besuchen, sind zwischen 50 und 78 Jahre alt, verwitwet oder haben keinen Partner. Der Singelstammtisch ist aber keine Singlebörse.

„Manche Männer sind gekommen und haben geschaut, was denn für Frauen hier sind. Sie kamen auch noch ein zweites Mal, aber den Weibchen war es egal“, erzählt Bendel.

Die Frauen haben keine Lust mehr, jemanden bekochen zu müssen

Die Forchtenbergerin Giesela Grau ist 66 Jahre alt, seit vier Jahren beim Singlestammtisch und plaudert aus dem Nähkästen: „Wir haben keine Lust, Krankenschwester oder Haushälterin zu spielen. Und wenn ein Mann schon fragt, ob man kochen kann, ist alles klar.“

Auch Bendel sagt: „Ich bin bekennender Single. Mir kommt kein Mann mehr ins Haus, weder ambulant noch stationär.“

Wer Interesse hat, den Singlestammtisch zu besuchen, kann sich bei Sylvia Bendel mel- den: 07940/8541 oder unter der E-Mail: Sylvia.Bendel@web.de

Veranstaltungen des Singlestammtisches 2018:

2.9. Weindorf Stuttgart
7.9. Singlestammtisch im Scheierle
11.9. Bad Winsheim
21./22.9 Flammende Sterne Heilbronn
23.9. Schwabenbühne Asperg
30.9. Kürbisausstellung Ludwigsburg
5.10. Singlestammtisch im Sonneck
6.10. Wiesn-Gaudi in Künzelsau
17.10. Überraschungsfahrt mit Besenein- kehr
20.10.Oktoberfest Kelter Kocherstetten 2.11. Singlestammtisch im Sonneck
10.11. Theater Neuenstein
11.11. Schwabenbühne Asperg
5.12. Haibach Adler
7.12. Singlestammtisch im Sonneck




Pleiten, Pech und Pannen beim Zeltaufbau im Sindelbachtal

Wer schlägt schneller sein Zelt auf? GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann fordert Zeltexpertin Birgit Rüttenauer im hohenlohischen Sindelbachtal zum Zelt-BATTLE. In nur 5 Minuten stehen die Zelte – das eine mehr, das andere weniger…

Das Thermometer zeigt 38,5 Grad im hohenlohischen Sindelbachtal. Der Schweiss tropft. Aber alles jammern hilft nicht: Die Zelte fürs Camping müssen aufgebaut werden. Während Birgit Rüttenauer nach dem Motto vorgeht: In der Ruhe liegt die Kraft, muss Sandra Hartmann erstmal grübeln, wo bei ihrem Zelt oben und und unten ist und warum bei Zelt- wie auch Bausets am Ende immer Teile übrig bleiben.

Schauen Sie im Video, mit welchen Schwierigkeiten die Damen zu kämpfen hatten.

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LKW-Verbot in Ingelfingens Innenstadt

Eng ist es in Ingelfingens Innenstadt und besonders eng in Höhe des Schlosshotels. Nun hat das Landratsamt Maßnahmen ergriffen, um die Verkehrssicherheit in diesen engen Stellen zu erhöhen: Ingelfingens Innenstadt wird für den LKW-Verkehr gesperrt.

Ab Ende Juli kein Durchfahrtsverbot für Schwerlastverkehr

„Um die Sicherheit und Leichtigkeit des Straßenverkehrs in Ingelfingen zu erhöhen, werden die Kreisstraße 2382 und die Criesbacher Straße für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen tatsächlichem Gewicht ab Ende Juli in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Der Anliegerverkehr ist davon ausgenommen. Darauf verständigte sich das Straßenverkehrsamt des Hohenlohekreises mit der Stadt Ingelfingen und der Verkehrspolizei“, so Catharina Allerborn, Dezernentin für Verkehr im Landratsamt Hohenlohekreis.

Im Detail betrifft die Sperrung die K 2382, welche ab der L 1045, Kelterkreuzung in Ingelfingen durch die Mühl-, Schloß- und Bühlhofer Straße in Richtung Eberstal/ Dörrenzimmern verläuft. Ebenso wird die Criesbacher Straße als Zubringerstraße zur Kreisstraße 2382 für den Verkehr ab 3,5 Tonnen gesperrt. Die Anlieger sind auch hiervon ausgenommen.

Gefährliche Rangiermanöver & Behinderungen des Busverkehrs

Grund für die Sperrung sind die Engstellen in der Schloßstraße. Diese behindern den Schwerverkehr, führen zu Verkehrsstauungen und lösen teilweise gefährliche Rangiermanöver aus. Weiter werden die Linien des NVH im Begegnungsverkehr beeinträchtigt, wodurch Fahrplanabweichungen entstehen.

„Die Beschilderung der Sperrung in und um Ingelfingen erfolgt in den kommenden Wochen schrittweise durch die Straßenmeisterei Künzelsau in Zusammenarbeit mit der Stadt Ingelfingen“, so Catharina Allerborn.

Mehr Informationen unter www.hohenlohekreis.de

Durchfahrtsverbot für LKWs in der Ingelfingens Innenstadt ab Ende Juli 2018. Grafik: Landratsamt des Hohenlohekreises