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Landrat Neth: „Ich darf doch der glücklichste Landrat sein – mit so einer Kreisstadt“

Auf enormes Interesse bei jungen Menschen stieß der Berufsinformationstag auf der Hohenloher Wirtschaftsmesse in Künzelsau. Bereits während der offiziellen Eröffnung am Freitag, 20. September, strömten zahlreiche Schüler an die Stände der Unternehmen in den sechs Messehallen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt Künzelsau hervor. Viele nutzen die Chance, um Kontakt zu Ausbildungsbetrieben und Ausbildern aufzunehmen. Bei bestem Wetter war die Veranstaltung auch an den anderen Tagen gut besucht. 

Neumann: „Plattform für unsere starke Wirtschaftsregion“

„Die Hohenloher Wirtschaftsmesse hat seit ihrem Beginn 1999 stetig an Bekanntheit gewonnen und sich in der Region etabliert“, freute sich Bürgermeister Stefan Neumann bei der Eröffnung. Was vor 20 Jahren bei der ersten Wirtschaftsmesse galt, wirkte auch bei der siebten als Publikumsmagnet: „Der Mix der Aussteller zeigt jungen Menschen Entwicklungsmöglichkeiten und bietet gleichzeitig Unternehmen den direkten Kontakt mit zukünftigen Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Verbrauchern.“ Er dankte allen Besuchern, Ausstellern, Organisatoren und Mitwirkenden und freute sich bereits auf die nächste Hohenloher Wirtschaftsmesse in drei Jahren: „Künzelsau wird dann erneut zu einer Plattform für unsere starke Wirtschaftsregion.“

Innovative Kreisstadt macht Landrat glücklich

Frische Temperaturen am Eröffnungsmorgen ließen manchen Besucher nach warmen Getränken fragen. Landrat Dr. Matthias Neth dagegen bemerkte, dass Künzelsau am Messewochenende „eine wohlige Wärme ausstrahlt“. Nicht zuletzt, weil es gleich drei besonders erfreuliche Ereignisse in einer Woche gab: die Einweihung des Kindergartens in Kocherstetten, die Erweiterung der Reinhold-Würth-Hochschule und die Hohenloher Wirtschaftsmesse. Er beglückwünschte Künzelsau dazu. „Ich darf doch der glücklichste Landrat sein – mit so einer Kreisstadt.“ Die Messe zeige die Innovationskraft der Region. Diese sei auch wichtig für die Unternehmen, um in Zeiten der Klimadebatte erfolgreich zu sein.

Unkelbach kommt am liebsten nach Künzelsau

Professor Dr. Harald Unkelbach wird oft zur Eröffnung von Wirtschaftsmessen eingeladen, sagte er zum Eingang seiner Rede. „Nach Künzelsau komme ich aber am liebsten“, bekannte der Präsident der IHK Heilbronn-Franken, weil er hier wohne und ihm die Messe einfach gefalle. Kleine Handwerker seien ebenso dabei wie global Player. Das ist genau das, was eine Messe interessant und spannend macht.“ Er spannte den Bogen vom Ausbau der Digitalisierung, der Anstrengung, alle Bürger und Unternehmen mit 5G zu versorgen, über fehlende Auszubildende und Fachkräfte bis zur erforderlichen Stärkung der digitalen Kompetenz. Hier helfe der an der Hochschule gestartete Digital Hub Betrieben, ihren „digitalen Weg zu finden“. Zum Ende seines Festvortrags blickte er an einem Fridays-for-future-Demo-Tag auf den Klimaschutz. „Wir sollten die jungen Menschen ernst nehmen, denn es ist ihre Zukunft.“

Über 180 Aussteller beteiligten sich an der Wirtschaftsmesse. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Viele Schüler knüpften Kontakte zu Ausbildungsbetrieben. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

 




Kommt’s Kochertalbähnle doch noch?

Im April 2019 hat sich Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann zu einer Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken geäußert. Viele dieser Abschnitte hätten ein hohes Fahrgastpotential, so Hermann. Die Strecke Waldenburg-Künzelsau ist folgendermaßen klassifiziert: „Zu untersuchende Reaktivierungsstrecke. Aktuell ohne Personenverkehr.“

Im Regionalplan 2020 der Region Heilbronn-Franken wird die Strecke ebenfalls mehrfach erwähnt; neben der Trassensicherung wird auch eine mögliche Prüfung alternativer „Trassenführungen in den Bereichen Kupferzell und Künzelsau-Gaisbach […] im Falle sich konkretisierender Planungen“ angekündigt.
Bei der Bürgerinitiative „Wir bauen die neue Kochertalbahn e. V.“ sind laut Anton Baron, AfD-Landtagsabgeordneter für den Hohenlohekreis, mehrere Varianten im Gespräch: Neben einer mit der Reaktivierung verbundenen Verlängerung der Heilbronner Stadtbahnlinie Heilbronn – Öhringen – Cappel bis Künzelsau werde auch die Variante einer Ausführung als Straßenbahn angeregt.

Baron wollte es genauer wissen und erkundigte sich beim Stuttgarter Verkehrsministierum, wie realistisch die Wiederinbetriebnahme der Kochertalbahn ist.
Verkehrsminister Hermann bestätigte, dass die Strecke Waldenburg – Kupferzell – Künzelsau als Reaktivierungsstrecke in die engere Auswahl gekommen ist – neben 41 weiteren Strecken im Ländle.

Die Strecken mit dem besten Fahrgastpotenzial kommen wiederum in die erweiterte engere Auswahl mit 14 anderen Strecken, die eine vertiefte Untersuchung des Fahrgastpotenzials erfahren sowie eine Abschätzung der notwendigen Investitionskosten. Diese müssen, so Hermann, einem „volkswirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Index“ entsprechen. Letztendlich sollen fünf bis sieben Strecken mit einer Gesamt-Streckenlänge von zirka 100 Kilometern ab 2025 reaktiviert werden.

Die reaktivierte Stecke müsste mindestens eine Fahrgastanzahl von 1.000 Fahrgästen pro Schultag aufweisen.

Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann ist sich sicher, dass dies bei der Kochertalbahn der Fall wäre: „Aus unserer Sicht ist das sehr realistisch. Die Erfahrung zeigt, dass die Schiene besser angenommen wird als der Bus. Die starke Trasse wird den Gewerbepark Hohenlohe mit über 3.000 Arbeitsplätzen und Künzelsau mit rund 13.000 Arbeitsplätzen ans Schienennetz anbinden. Rund 11.000 Berufseinpendler kommen täglich nach Künzelsau und mehr als 7.000 Schüler und Studenten.“
Auch Baron ist hier guter Dinge: „Ich bin mir sicher, dass wir diesen Wert erreichen würden. Bereits jetzt haben wir ja einen bis zu zweimal pro Stunde verkehrenden Bus zwischen Waldenburg und Künzelsau. Dieser transportiert täglich im Durchschnitt 529 Personen, wie kürzlich eine Anfrage ergab. Die Zahl für einen Werktag ist dementsprechend deutlich höher. Allerdings ist es wichtig, dass die Bahn auch über Künzelsau-Gaibach verkehrt, wo es zahlreiche Arbeitsplätze gibt.“ Auch eine Erweiterung zum Stadtbahnanschluss Öhringen sei dann potenziell möglich. Bis die Bahn in Betrieb genommen werde, könne man den neuen autonom fahrenden Kleinbus „Ego-Mover“ aus Friedrichshafen einsetzen, schlägt Baron vor.

Doch selbst wenn die Kochertalbahn ausgewählt wird als reaktivierte Bahn bleibt die Kostenfrage, denn eine Wiederinbetriebnahme ist nicht billig.

Das Verkehrsministerium entscheidet zwar, welche Strecken reaktiviert werden, verweist ansonsten jedoch darauf, dass Bau und Betrieb grundsätzlich die Kommunen bezahlen müssen. Das Land könne lediglich Investitionen wie den Streckenausbau fördern.




Betrug am Computer

Angebliche Mitarbeiter von Computerunternehmen versuchen wieder einmal Nutzer hinters Licht zu führen. Am Mittwoch, den 21. August 2019, erhielt eine 66 Jahre alte Frau aus dem Kochertal eine Nachricht auf ihrem Rechner. Der Absender simulierte die bekannte Firma mit dem Apfel. Eine Rechnung würde aus dem AppStore vorliegen und demnächst abgebucht.

Ihre Apple-Identität solle von ihr bestätigt werden, um die Geldforderung zu stornieren sofern sie keine Online-Einkäufe getätigt habe. Glücklicherweise fiel die Frau nicht auf dieses Betrugsmasche herein, mit der sich Kriminelle mittels Schadprogrammen auf den Rechnern ihrer Opfer einloggen und an persönliche Daten kommen wollen. Leider hatte ein Mann aus dem Bereich Öhringen weniger Glück.

Der 72-Jährige glaubte einem Hinweis, der während des Surfens im Internet aufploppte. Angeblich sei sein Rechner virenverseucht und er solle sich unter der angegebenen Telefonnummer bei einem Servicepunkt melden. Dort gab eine Unbekannte an, Microsoft-Mitarbeiterin zu sein, und dem Rentner bei seinem Problem helfen zu wollen. Tatsächlich vertraute der Mann der Frau und gestattete ihr, über ein sogenanntes Fernwartungs-Tool Zugriff auf seinen Computer zu erlangen. Außerdem solle er 150 Euro für eine angeblich zu erwerbende Lizenz mit einer Online-Sofortüberweisung tätigen. De Gutgläubigkeit des betrogenen PC-Nutzers erwies sich als fatal. Die Betrüger spähten persönliche Daten aus, mit denen zum Beispiel Passwörter von Online-Shops zurückgesetzt und etliche Einkäufe getätigt und wurden. Über die Polizei wurde eine Sperrung des Bankkontos des Seniors veranlasst um weiteren finanziellen Schaden abzuwenden. Die Polizei rät dringend, auf die beschriebenen Meldungen nicht zu reagieren und schon gar keiner Freischaltung für den Zugriff auf den heimischen Computer zuzustimmen. Software-Unternehmen werden sich nicht von sich aus auf diese Art bei den Nutzern melden und auch keine Fernwartung durchführen. Hat man sich dennoch auf eine entsprechende Forderung eingelassen heißt es, schnell zu reagieren und am besten Kreditkarten- und Bankkonten sofort sperren zu lassen. Betroffene sollten solche Betrugsversuche außerdem umgehend bei der Polizei anzeigen.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

 




Hohenlohekreis präsentiert sich mit Annaweech auf der Bundesgartenschau in Heilbronn

Mit einem bunten Bühnenprogramm unter dem Motto „Politik trifft Wirtschaft“ hat sich der Hohenlohekreis auf der Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn präsentiert. Den Auftakt machte dabei die bekannte Mundartband „Annaweech“, die in ihren Liedern ihren ganz eigenen Blick auf Land und Leute sowie deren Eigenheiten wirft. Sänger Frank Winkler durfte danach gleich in einem Hohenlohe-Quiz gemeinsam mit Landrat Dr. Matthias Neth sowie den Hohenloher Weinhoheiten Kim Pfisterer und Linda Pfäfflin sein Wissen über den Hohenlohekreis unter Beweis stellen. Auch das Publikum durfte mitraten und pro Frage einen kleinen Preis gewinnen. Die Fragen reichten von „Wie lange ist die Jagst“ bis hin zu „Was sollte einmal auf dem Grabstein von Carl Julius Weber stehen“ und fragten ein breites Wissen über die Region ab – am Ende hatten die zahlreichen Zuschauer viel Spaß und jeder Teilnehmer einen Preis in den Händen.

Nachdem das Mundart-Comedy-Duo Ernst & Ernst zwischendurch für einige Lacher sorgte, ging es unter der Überschrift „Hohenlohe von oben“ sogar ins All: Der Leiter der Abteilung astronautische Raumfahrt am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Volker Schmid, hatte atemberaubende Fotos und Videos von der Horizons-Mission des Hohenloher Astronauten Alexander Gerst aus der internationalen Raumstation ISS mitgebracht.

Zum Abschluss zeigten vier Vertreter der Hohenloher Wirtschaft, dass eine Talkrunde zum Thema Wirtschaft nicht im geringsten langweilig sein muss: Pointiert erklärten sie, warum der Hohenlohekreis so viele Weltmarktführer hervorbringen konnte, aber auch, was noch getan werden muss, um den Kreis für die Zukunft gut aufzustellen – sei es beim Thema Fachkräftemangel oder der Infrastruktur. Zudem erläuterten sie die Hintergründe des geplanten Museumsprojektes in Ernsbach – dort soll ab Sommer 2020 die Geschichte der Hohenloher Schrauben- und Befestigungsindustrie lebendig werden.

Am Ende hatte auch Landrat Matthias Neth Grund zum Strahlen: „Wir haben heute gesehen, wie vielseitig der Hohenlohekreis ist und gezeigt, dass auch ein kleiner Landkreis viel Strahlkraft entwickeln kann.“

Volker Schmid gab atemberaubende Einblicke in die Arbeit des Künzelsauer Astronauten Alexander Gerst. Foto: Landratsamt des Hohenlohekreises

Hintergrund

 

An insgesamt drei Tagen macht der Hohenlohekreis auf der Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn auf sich aufmerksam. Am 2. Mai standen unter dem Motto „Kultur trifft Genuss“ unter anderem die bekannte Geigerin Amy Lungu, das Ensemble Intermusicalisch sowie die Glasharfinistin Susanne Würmell auf der Bühne. Dazu zeigte der Öhringer Sternekoch Serkan Güzelcoban sein Können.

Den Abschluss bildet am Montag, den 09. September 2019, ein Programm der Touristikgemeinschaft Hohenlohe unter dem Motto „Natur trifft Tradition“, unter anderem mit den Hohenlohe Highlanders und den frisch gewählten Hohenloher Weinhoheiten.

Die Auftritte finden allesamt auf der Event-Bühne „Schaufenster der Region“ im nördlichen Teil des Buga-Geländes statt (nahe Eingang Wohlgelegen). Sie ist Teil des von der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken (WHF) koordinierten Buga-Auftritts und steht Kommunen, Vereinen und Organisationen unter dem Motto „Made in Heilbronn-Franken“ zur Verfügung.

 

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises

 




Jetzt wird es wild – 10. Hohenloher Harley Run

Nicht nur aus der Region, sondern aus ganz Deutschland pilgern Motorradfahrer nach Künzelsau, um beim Hohenloher Harley Run mitzufahren. Auch Österreicher, Schweizer und Franzosen finden sich an diesem Wochenende in dem beschaulichen Kocherstädtchen ein, um gemeinsam für eine Tour durchs Ländle zu starten. Im vergangenen Jahr fuhren rund 700 Teilnehmer mit. „Auch in diesem Jahr haben wir uns wieder eine tolle, rund 100 Kilometer lange Strecke überlegt“, so Veranstalter und ‚Papa‘ des Harley Run, Joachim Schmidt. Man muss auch keine Harley fahren um am Harley Run teilzunehmen, schmunzelt Schmidt. „Aber nicht nur Biker sind willkommen sonder auch jeder der kein Motorrad fährt – denn jemand muss die Biker ja anfeuern.“ Und falls sich der ein oder andere Besucher wundert, warum die Bratwurst 50 Cent mehr kostet als normal – das ist für einen guten Zeck. „Letztes Jahr konnten wir, dank dem Harley Run Wochenende, eine Spende von 6.500 Euro an die Klinik für Kinder und Jugendliche e. V. im Diakonie Klinikum Schwäbisch Hall übergeben. Und auch dieses Jahr soll die Spende wieder nach Schwäbisch Hall gehen. Genauer gesagt wird die Spende für die Maltherapie eingesetzt, die von den Krankenkassen nur geringfügig bis gar nicht bezuschusst wird“, so Schmidt, dem diese Spenden sehr am Herzen liegen.

Beim 10. Hohenloher Harley Run, am Wertwiesen in Künzelsau, treten Bands wie Goodnews, Razzmattazz, Oliver Roth, Duo Stage und Rocksoff auf. Auch eine Bikeprämierung gibt es. Zahlreiche Händler und Aussteller verkaufen ihre Waren. Ab Freitagabend, den 26. Juli 2019, geht es los. Am Samstag, den 27. Juli 2019 öffnet die „Händlermeile“ ab 11 Uhr und um 13 Uhr folgt die Aufstellung der Ausfahrt. Für alle, die nicht bei der Ausfahrt dabei sein wollen, gibt es Livemusik auf der Bühne. Der Eintritt ist frei.




Umweltkasper jagt den Energieräuber

Kindern die Themen Energie und Klimaschutz auf spielerisch-verständliche Weise näher zu bringen, ist ein wichtiges Anliegen der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis. Für die Vorschulkinder aus den Kindergärten und die Grundschüler hat die Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises sich dieses Jahr etwas einfallen lassen und den Umweltkasper des Puppentheaters Kussani engagiert.

In den ersten beiden Juli-Wochen wird es an 8 Tagen insgesamt 14 Aufführungen geben. Der Umweltkasper kommt direkt in die Gemeinden des Hohenlohekreises. 19 Kindergärten und Grundschulen mit rund 1.500 Kindern sind schon sehr gespannt auf das Stück „Kasper und der Energieräuber“. Die Auftaktveranstaltung ist in Künzelsau am Montag, dem 01. Juli 2019 um 09 Uhr in der Georg-Wagner-Schule in Künzelsau, der Abschluss wird in Öhringen stattfinden. Das Projekt wird durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert.

Quelle: Pressemitteilung der Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises




AfD drin, Achim Beck Stimmenkönig: Das sind die neuen Kreisräte des Hohenlohekreises

Die AfD sitzt erstmals im Kreistag – mit insgesamt 3 Vertretern. Der neue Kreistag des Hohenlohekreises hat insgesamt 43 Kreisräte (vorläufiges Ergebnis). Die CDU stellt davon 13 Kreisräte, die FWV (Freie Wähler Vereinigung) ist zweitstärkste Kraft mit 9 Räten, gefolgt von den Grünen mit  7 Vertretern, die SPD darf  6 Vertreter in den Kreistag schicken, die FDP 4 und die Linke 1.

So viel Prozent der Stimmen fiel auf die einzelnen Parteien:

CDU 32,56

FWV 22,15

SPD 11,39

GRÜNE 14,97

FDP 9,33

AfD 6,79

DIE LINKE 2,82

Zwei Bürgermeister schafften den Sprung in den Kreistag nur über einen Ausgleichssitz: Andras Köhler (Krautheim) und Robert Böhnel (Mulfingen). Auch der AfD-Landtagsabgeordnete des Hohenlohekreises, Anton Baron, schaffte den Sprung in den Kreistag nur über einen Ausgleichssitz. Patrizia Filz, Bürgermeisterin von Schöntal, wie auch Markus Knobel, Bürgermeister von Waldenburg, haben zu wenig Stimmen bekommen, um in den Kreistag einzuziehen. Sie stehen aber als Ersatzkandidaten zur Verfügung, falls ein gewählter Kreisrat sein Amt nicht antritt.

Achim Beck hat am 07. Dezember 2017 Klartext gesprochen

Neu im Kreistag und Stimmenkönig: Bürgermeister Achim Beck. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Abräumer des Abends mit den meisten Stimmen war Niedernhalls Bürgermeister Achim Beck mit über 7.000 Stimmen, gefolgt von Pfedelbachs Bürgermeister Thorsten Kunkel mit über 5.800 Stimmen. Freiherr Christian von Stetten kam lediglich auf knapp 3.500 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 58 Prozent.

Aus diesen Personen setzt sich der neue Kreistag im Hohenlohekreis zusammen:

Vertreter Künzelsau:

CDU:

Neumann, Stefan

Stimmen: 4.665

Freiherr von Stetten, Christian

Stimmen: 3.488

 

FWV
Dr. Faust, Peter

Stimmen: 1.708

 

SPD
Saknus, Hans-Jürgen

Stimmen: 1.656

 

GRÜNE
Braun, Martin

Stimmen: 1.126

 

AfD
Baron, Anton

Stimmen: 1.669

 

Vertreter Öhringen:

CDU:

Michler, Thilo

Stimmen: 5.429

Pallotta, Dieter

Stimmen: 3.785

 

FWV
Dr. Weidmann, Otto

Stimmen: 2.860

 

 

SPD
Kircher-Wieland, Irmgard

Stimmen: 2.575

 

GRÜNE
Kern, Catherine

Stimmen: 3.213

Roloff, Ulrike

Stimmen: 2.765

 

 

FDP
Feiler, Gerhard

Stimmen: 1.574

 

AfD
Moll, Jens

Stimmen: 2.746

 

Jagsttal-Krautheim:

CDU:

Kümmerle, Andy

Stimmen: 3.202

Graf von Zeppelin-Aschhausen, Johannes

Stimmen: 3.144

Volk, Rüdiger

Stimmen: 2.621

Köhler, Andreas

Stimmen: 2.455

 

 

FWV
Dubowy, Thomas

Stimmen: 4.037

Böhnel, Robert

Stimmen: 2.768

 

 

SPD
Smykalla, Heinz

Stimmen: 1.304

 

 

GRÜNE
Weyrosta, Christiane

Stimmen: 1.261

 

 

Kochertal-Ingelfingen:

Foss, Michael

Stimmen: 5.272

Schmezer, Susanne

Stimmen: 3.287

 

 

FWV
Beck, Achim

Stimmen: 7.040

Züfle, Rainer

Stimmen: 2.327

 

 

SPD
Mettendorfer, Peter

Stimmen: 1.444

 

 

GRÜNE
Kobel-Richter, Simone

Stimmen: 1.620

 

 

FDP
Kuhnle, Waltraud

Stimmen: 2.215

 

Neuenstein
CDU
Gebert, Dieter

Stimmen: 2.527

 

 

FWV
Nicklas, Karl Michael

Stimmen: 3.444

Lemke, Peter

Stimmen: 2.173

 

SPD
Rehm, Fritz

Stimmen: 1.220

 

GRÜNE
Schäfer, Martin

Stimmen: 1.984

 

 

FDP
Oettinger-Griese, Ute

Stimmen: 2.387

 

DIE LINKE
Catanese, Lisa

Stimmen: 489

 

 

Bretzfeld-Pfedelbach

CDU:

Kunkel, Torsten

Stimmen: 5.844

Weibler, Rolf

Stimmen: 3.822

 

 

FWV
Kienzle, Jürgen

Stimmen: 3.046

 

SPD
Weber, Sabine

Stimmen: 1.451

 

GRÜNE
Krehl, Katharina

Stimmen: 2.485

 

FDP
Schenk, Michael

Stimmen: 2.186

 

AfD
Schmidt, Thomas

Stimmen: 2.266

 

 




Sekt, Häppchen und Emotionen – LIVE-Video vom Wahlabend im Landratsamt in Künzelsau

Landrat Dr. Matthias Neth bei der Bekanntgabe der Ergebnisse der Kreistagswahl am 26. Mai 2019. Foto: GSCHWÄTZ




Hohenlohe gesamt: Sensationsabsturz der SPD: Nur 1 Prozent besser als AfD, Grünen die großen Wahlgewinner

LIVE AUS DEM LANDRATSAMT

Nun liegen die Ergebnisse aller 16 Wahlkreise im Hohenlohekreis für die Europawahl 2019 vor. Das sind die Ergebnisse des gesamten Hohenlohekreises:

Bittere Pille für die SPD: Die AfD liegt nur ein Prozent hinter der SPD. Hans-Jürgen-Saknus, stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender der SPD, kann sich schönere Abende als den heutigen vorstellen. Bei der Bekanntgabe der Wahlergebnisse im Landratsamt in Künzelsau war die Freude bei den Grünen umso größer. Sie haben die zweitmeisten Stimmen nach der CDU bekommen und landen bei knapp 20 Prozent. Die Vertreter der Grünen kommen aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus.

Ergebnisse Europawahlen 2019. Hohenlohe gesamt. Foto: GSCHWÄTZ




Neth und seine Ritter der Tafelrunde

Ein Kommentar von Matthias Lauterer zum Interview mit Landrat Neth bei SWR 4 am 23. Mai 2019
Der SWR hat „unseren“ Landrat Matthias Neth interviewt. Ausgerechnet am 70. Geburtstag des Grundgesetzes, dem wichtigsten Buch unseres Staates, das unsere persönlichen Freiheiten (und auch die Pflichten) definiert.
Und Neth hat diese Gelegenheit wahrgenommen, hat den Ball, den ihm der SRW auf den Punkt gelegt hat, grandios verwandelt: Er fordert die Bürger auf, am Sonntag ausgerechnet ihre Bürgermeister bevorzugt in den Kreistag zu wählen.

Luftschloss von Gesundheitszentrum

Matthias Lauterer verfolgt in seinem Blog kritisch das Künzelsauer Geschehen. Foto: Lauterer

Das muß man sich mal vorstellen: Dieser Landrat will genau die Leute um sich scharen, die von ihm in besonderem Maße abhängig sind, kann er doch durch Entscheidungen von Landratsamtsbediensteten Entwicklungen der jeweiligen Gemeinden gezielt hemmen oder fördern … da wäre ein Schuft, wer Böses dabei denkt.
Dieselben Entscheidungsträger sollen gleich zwei demokratische Hierarchiebenen bevölkern und damit sich selber beaufsichtigen.

Das ist wie an der Tafelrunde: Der Feudalherr umgibt sich mit seinen Rittern und abhängigen Lehensherren … die Kontrollfunktion des Kreistages (ja, Herr Neth, so ein Kreistag soll nicht abnicken, der soll kontrollieren) ist somit ad absurdum geführt.

Warme Worte fürs Volk

Ach, bevor ichs vergesse: ganz nebenbei hat Neth das tolle Gesundheitszentrum in Künzelsau erwähnt. Also kein „Gesundheitscampus“ mehr und auch kein „Medinisches Versorgungszentrum“ mehr sondern ein „Gesundheitszentrum“ – ganz egal, wie es heißt: Kein Mensch wurde bisher informiert, was das sein soll – Förderung der virtuellen Medizin steht zwar im Koalitionsvertrag der Grün-Schwarzen Landesregierung … aber bisher habe ich mir darunter etwas anderes vorgestellt, sowas mit HighTech und Internet, bestimmt nicht ein virtuelles Luftschloß von Gesundheitszentrum.

Wieder mal zeigt sich, daß Neth gerne mit dem Rundfunk, aber so gut wie gar nicht mit dem Bürger – nur zur Erinnerung an Art 20 GG:  Das Volk ist in unserem Staat der Souverän, nicht der Rundfunk und auch nicht ein Landrat – redet (außer natürlich die Junge Union macht mal wieder einen Bierabend und er ist der Hauptgast, diese Art von Bürgern mag er letztendlich ganz gerne).

Große Worte, keine Inhalte und die Bürger der Kreisstadt Künzelsau werden weiter zuverlässig mit warmer Luft versorgt – im alten Rom gab es wenigstens Brot und Spiele, das ist aber heutzutage (Ausnahmen bestätigen die Regel, wenn zum Beispiel ein leibhaftiger Bundesminister anreist) auch wieder nur ein Zuschußgeschäft … aber Hauptsache, auch der Künzelsauer Bürgermeister Neumann kommt in den Kreistag und hebt an der richtigen Stelle die Hand … so ist es im Sinne des Landrats.

Es ist alles so hoffnungslos ….

Mit untertänigsten Grüßen

Ihr Matthias Lauterer

https://matthiasausk.blogspot.com/2019/05/untertanigste-wahlkampfsplitter-14.html