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Rund 3.380 Euro Ruhegeld pro Monat

Im ersten Wahlgang der Bürgermeisterwahl in Waldenburg hat der amtierende Bürgermeister Markus Knobel nur 32,97% der Stimmen auf sich vereinigen können. Sein Gegenkandidat Bernd Herzog verfehlte die absolute Mehrheit um zwei Stimmen denkbar knapp. Daraufhin hat der Amtsinhaber erklärt, dass er im zweiten Wahlgang nicht mehr antreten wird. Er wird also sein Amt zum Ende der Wahlperiode aufgeben.

Zwei Amtsperioden, 16 Jahre im Amt

Da Knobel seit 16 Jahren im Amt ist und seine Amtszeit regulär durch Ablauf und Neuwahl eines anderen Kandidaten endet, steht ihm als „Beamter auf Zeit“ ein Ruhegehalt nach dem Landeskommunalbesoldungsgesetz zu. Dieses Ruhegeld richtet sich nach seinen letzten  „ruhegehaltsfähigen Dienstbezügen“.

Gesetzliche Regeln zur Berechnung des Ruhegehaltes

Die Dienstbezüge eines Bürgermeisters sind in Baden-Württemberg gesetzlich festgelegt: In Gemeinden mit 2000 – 5000 Einwohnern – Waldenburg hat etwa 3.000 Einwohner – kann der Gemeinderat in der ersten Amtszeit noch die Besoldungsstufe A15 oder A16 festlegen. In der zweiten Amtsperiode ist die höchste Stufe der Besoldungsstufe A16 obligatorisch. Das entspricht einer monatlichen Vergütung von 7780,86 Euro. Zu dieser Vergütung können Zuschläge kommen, zum Beispiel Familienzuschläge, die das Ruhegeld aber teilweise nicht beeinflussen.

Je nach Dauer der Amtszeit wird als Ruheentgelt ein bestimmter Prozentsatz der letzten „ruhegehaltfähigen Dienstbezüge“ ausgezahlt, bei einem Beamten auf Zeit und einer Dienstzeit von 16 Jahren liegt dieser Prozentsatz altersunabhängig bei 48,79%, das Ruheentgelt beträgt damit etwa 3.380€ monatlich.

 Sonstige Einkommen werden angerechnet

Dieses Ruhegeld wird lebenslang gezahlt und ist steuerpflichtig. Allerdings werden andere Einkommen oder Renten angerechnet: Sofern die Summe aus sonstigen Einkommen und dem Ruhegeld die Höchststufe der Besoldungsgruppe A16 übersteigt, wird das Ruhegeld entsprechend gekürzt. Sollte Markus Knobel also zukünftig Bruttoeinkünfte von mehr als zirka 4.400€ im Monat erzielen, wird das Ruhegehalt nicht in voller Höhe ausbezahlt. Im Rentenalter wird das Ruhegehalt bereits bei Zusatzeinkünften von etwa 2.140€ gekürzt.

Text: Matthias Lauterer




Mr. Nice Guy

Irgendwann ist eben auch mal gut. Volker Lenz wollte nicht mehr. So gab der damalige Künzelsauer Rathauschef vor zehn Jahren das Regierungsruder des Kreisstädtchens frei für einen Nachfolger. Bei der Wahl durchsetzen konnte sich Stefan Neumann, der besonders durch sei junges Alter und seine charismatische Art auffiel. Die Künzelsauer wählten mit ihm auch ein neues, junges Künzelsau. Und so kam es denn eigentlich auch.

Wenn das große K nicht wär…

Denn der 37-Jährige steht wie kein anderer Bürgermeister für Familie, für Kinderfreundlichkeit und tut auch viel in dieser Hinsicht. Nicht zuletzt hat er selbst drei Kinder, für die er auch in Elternzeit gegangen ist – nicht ohne Kritik von manchen Seiten zu ernten für sein nicht ganz so bürgermeisterkonformes Verhalten in dieser Hinsicht. Aber was manchen missfällt, loben wiederum die anderen. Mitarbeiterinnen schätzen die flexiblen, familienfreundlichen Arbeitszeiten im Rathaus, seit Neumann da ist. In seinem Büro kann schon mal Kinderspielzeug liegen, weil er sich gemeinsam mit seiner Frau um den Nachwuchs kümmert. Das ist modern, keine Frage – besonders für den Hohenlohekreis.

Ein Neigschmackter

Stefan Neumann ist ein – wie sagen wir hier doch gleich? – Neigschmackter. Ihm hat es von seiner Geburtsstadt Schwedt unter anderem nach Forchtenberg als Kämmerer verschlagen. Als er hörte, dass in Künzelsau die Bürgermeisterstelle frei wird, hat er nicht lange überlegt und auch, wie er gegenüber Ganerben-Achtklässlern vor nicht allzu langer Zeit freimütig zugab, daran geglaubt, dass er die Wahl gewinnt. Neumann hat Werte wie die Familie, die er hochhält und lebt. Familienfreundliche Angebote in der Stadt haben sich seit seiner Amtszeit massiv ausgeweitet.

Alleinstellungsmerkmal Flussfreibad

In das Kocherfreibad hat die Stadt laut eigenen Aussagen eine Million Euro investiert, um es fit zu machen für die Zukunft, Flussfreibäder sind selten und so hat er gut daran getan, Künzelsau dieses Alleinstellungsmerkmal zu erhalten. Mit Neumann kam auch der Waldkindergarten auf den Taläckern, nun auch eine neue private Kita in Nagelsberg. Er setzt sich ein für grüne Ideen und erzählt von seinen Hühnern, die sie daheim halten.

Keine Hau-drauf-Methode

Neumann ist nett, beliebt und engagiert sich für Dinge, die ihm am Herzen liegen – unter anderem in der Feuerwehr. Er wurde vor zwei Jahren wiedergewählt als Bürgermeister (siehe Video https://www.youtube.com/watch?v=XfirFLH1nIk&t=123s ) und doch bröckelt seitdem etwas der Glanz des Mr. Nice Guy. Es geht um das große K und dessen Schließung, das in seiner Amtszeit vollzogen wurde. Künzelsau hat sein Krankenhaus verloren. Und so nett Neumann als Bürgermeister ist, viele hätten sich hier manches Mal einen Volker Lenz mit seiner Schröderschen Auf-den-Tisch-Hau-Methode zurückgewünscht. Doch Neumann ist dafür zu liberal, zu harmoniebedürftig. Versucht auch in der Schließung noch das beste zu sehen und hofft auf einen anständigen Gesundheitscampus – der derzeit wohl laut der Stadtverwaltung Künzelsau unter anderem ein Hospiz beinhaltet – der irgendwann noch kommen soll für Künzelsau – ebenso wie ein neues Landratsamt (neuerdings Kreishaus genannt), das irgendwann in Künzelsau gebaut werden soll. Es gibt im wahrsten Sinne noch genügend Baustellen in der Stadt. Das weiß Neumann selbst.

Baustellen

„Es gibt noch viel zu tun und gemeinsam können wir unsere Stadt weiterentwickeln“, so Stefan Neumann in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau zu seinem Dienstjubiläum. „Es geht darum, die Aufgaben der Zukunft aktiv anzupacken. Viele Themen und Ziele haben uns bisher bewegt, wir haben zahlreiche Projekte schon auf den Weg gebracht, andere Dinge sind gerade am Entstehen.“ Dazu zähle der Ausbau des regionalen Netzwerkes Hohenlohe+, in dem die fünf Mittelzentren und Unternehmen der Region gemeinsam dem Fachkräftemangel begegnen wollen.

Stefan Neumann kurz vor seiner Wiederwahl vor zwei Jahren. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv




Landrat Neth: „Ich darf doch der glücklichste Landrat sein – mit so einer Kreisstadt“

Auf enormes Interesse bei jungen Menschen stieß der Berufsinformationstag auf der Hohenloher Wirtschaftsmesse in Künzelsau. Bereits während der offiziellen Eröffnung am Freitag, 20. September, strömten zahlreiche Schüler an die Stände der Unternehmen in den sechs Messehallen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt Künzelsau hervor. Viele nutzen die Chance, um Kontakt zu Ausbildungsbetrieben und Ausbildern aufzunehmen. Bei bestem Wetter war die Veranstaltung auch an den anderen Tagen gut besucht. 

Neumann: „Plattform für unsere starke Wirtschaftsregion“

„Die Hohenloher Wirtschaftsmesse hat seit ihrem Beginn 1999 stetig an Bekanntheit gewonnen und sich in der Region etabliert“, freute sich Bürgermeister Stefan Neumann bei der Eröffnung. Was vor 20 Jahren bei der ersten Wirtschaftsmesse galt, wirkte auch bei der siebten als Publikumsmagnet: „Der Mix der Aussteller zeigt jungen Menschen Entwicklungsmöglichkeiten und bietet gleichzeitig Unternehmen den direkten Kontakt mit zukünftigen Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Verbrauchern.“ Er dankte allen Besuchern, Ausstellern, Organisatoren und Mitwirkenden und freute sich bereits auf die nächste Hohenloher Wirtschaftsmesse in drei Jahren: „Künzelsau wird dann erneut zu einer Plattform für unsere starke Wirtschaftsregion.“

Innovative Kreisstadt macht Landrat glücklich

Frische Temperaturen am Eröffnungsmorgen ließen manchen Besucher nach warmen Getränken fragen. Landrat Dr. Matthias Neth dagegen bemerkte, dass Künzelsau am Messewochenende „eine wohlige Wärme ausstrahlt“. Nicht zuletzt, weil es gleich drei besonders erfreuliche Ereignisse in einer Woche gab: die Einweihung des Kindergartens in Kocherstetten, die Erweiterung der Reinhold-Würth-Hochschule und die Hohenloher Wirtschaftsmesse. Er beglückwünschte Künzelsau dazu. „Ich darf doch der glücklichste Landrat sein – mit so einer Kreisstadt.“ Die Messe zeige die Innovationskraft der Region. Diese sei auch wichtig für die Unternehmen, um in Zeiten der Klimadebatte erfolgreich zu sein.

Unkelbach kommt am liebsten nach Künzelsau

Professor Dr. Harald Unkelbach wird oft zur Eröffnung von Wirtschaftsmessen eingeladen, sagte er zum Eingang seiner Rede. „Nach Künzelsau komme ich aber am liebsten“, bekannte der Präsident der IHK Heilbronn-Franken, weil er hier wohne und ihm die Messe einfach gefalle. Kleine Handwerker seien ebenso dabei wie global Player. Das ist genau das, was eine Messe interessant und spannend macht.“ Er spannte den Bogen vom Ausbau der Digitalisierung, der Anstrengung, alle Bürger und Unternehmen mit 5G zu versorgen, über fehlende Auszubildende und Fachkräfte bis zur erforderlichen Stärkung der digitalen Kompetenz. Hier helfe der an der Hochschule gestartete Digital Hub Betrieben, ihren „digitalen Weg zu finden“. Zum Ende seines Festvortrags blickte er an einem Fridays-for-future-Demo-Tag auf den Klimaschutz. „Wir sollten die jungen Menschen ernst nehmen, denn es ist ihre Zukunft.“

Über 180 Aussteller beteiligten sich an der Wirtschaftsmesse. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Viele Schüler knüpften Kontakte zu Ausbildungsbetrieben. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

 




Bürgermeister Neumann hat nun drei anstatt zwei Stellvertreter

Zum ersten Mal hat der am 26. Mai 2019 neu gewählte Gemeinderat am vergangenen Dienstag, den 16. Juli 2019, getagt. In dieser konstituierenden Sitzung hat Bürgermeister Stefan Neumann alle Stadträte per Handschlag, mit dem Hinweis auf die gewissenhafte Erfüllung ihre Amtspflichten und Vorschriften der Gemeindeordnung verpflichtet. 22 Stadträte, darunter sieben erstmals gewählte, gehören fünf Fraktionen an:

CDU-Fraktion: Robert Volpp (Vorsitzender), Ernst-Friedrich Bürkert, Christian Freiherr von Stetten, Rolf Hamprecht, Jochen Jäger, Gerhard Rudolph.

Fraktion SPD & Grüne: Hans-Jürgen Saknus (Vorsitzender), Martin Braun, Erhard Demuth, Reintraud Lindenmaier, Lisa Möhler.

Fraktion Die Freien: Verena Löhlein-Ehrler (Vorsitzende), Dr. med. Andrea Faust, Rainer Süßmann.

Fraktion für Künzelsau (FfK): Herbert Schneider (Vorsitzender), Dr. med. Andrea Grups, Stefan Kraft, Wolfgang Schmelzle.

Fraktion Unabhängige Bürger Künzelsau (UBK): Boris d’Angelo (Vorsitzender), Sabine Janny, Wolfgang Kubat, Johannes Rückgauer.

Stellvertreter Bürgermeister

Bürgermeister Stefan Neumann hat vorgeschlagen, die bisherige Regelung mit zwei ehrenamtlichen Stellvertretern des Bürgermeisters beizubehalten. Auf Antrag der UBK-Fraktion hat der Gemeinderat dann jedoch einstimmig beschlossen, einen dritten Stellvertreter zu bestellen. Die Mitglieder des Gemeinderates haben deshalb aus ihren Reihen drei ehrenamtliche Stellvertreter des Bürgermeisters gewählt: Erster Stellvertreter ist Christian Freiherr von Stetten, zweite Stellvertreterin ist Reintraud Lindenmaier und dritter Stellvertreter ist Boris d’Angelo.

 

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Das merkwürdige Verhalten lokaler Bürgermeister vor den Wahlen

De Faschingsbütt von de alte Fraa von drobbe de Hütt´

2018 war a zünftigs Jahr.
2019 wird noch besser sogar.
Vieles steht zur Wahl, ob Kreistag, oder kommunal.

Und wo de Bürger da sei Kreuz soll mache,
des isch gar nimme so einfach in solche Sache.

Wenn I die Politik verfolg, da hab i ja des Gefühl
Als ob i die Rot-Grün-Blindheit hätt.
I erkenn koin Unterschied mehr zwische dene einzelne Farbe.
Da sitze se alle, die Hans-Duck-Dichs und spiele Wackel-Dackel vor ihre Herrn,
wenn se ihn – de Landrat oder de Bürgermeischter – spreche hörn.

Aber die Politiker ham scho Recht:
Deutschland muss de Gürtel enger schnelle,
noch mehr Sektkorke könne mer nimmer lasse knalle.
Für die Politiker sollt de Schampus schließlich noch ne Weile lange,
de große Rescht steht zwische hoffe und bange,
und muss widder des oifache Lebe lerne kenne.

Wie damals in de Ritterzeit:
mit minimalem Wasserverbrauch für jede Leit.
mit Pferdekärren, um die Luft widder besser zu machen,
während nebedrou die Nebelschwade vorüberziehe von de Induschtrie,
die sich lacht oins wie noch nie.

Unser Minischter fürs Ländle, Peter Hauck, mahnt, mehr Holzhäuser zu bauen,
das soll besser für die Umwelt sein.
Da sag ich: des leuchtet mir ein.
Immer mehr Bäume auf der Welt zu ham, braucht schließlich kein Schwein.
Zumal durch die Dürre die Bäume sowieso aussehen wie ein Geischterwald,
da könne mer die a glei nutze für neie Wänd sou bald.

Unsere Bildungsministerin Eisenmann is a sou ä Käpsele.
Sagt die doch in Kiau, wie beeindruckt sie isch von unserer Bildungslandschaft hier.
Hä? Hat die trunke ghat zu viel Bier?
Ja, des isch scho toll, wie hier Ehrenamtliche und Rentner den Unterricht ufrechterhalte,
wie Grundschullehrer sich jedes Jahr mit komplett neie Bildunspläne herumärgern dürfe,
und Eltern als Hiwis funktioniere, da weiß mer net: Leidet die Frau Eisenmann an Realitätsverluscht oder
odder hat die oifach ä paar Fürschtefässle zu viel getrunke aus lauter Fruscht?
Die hiesige Poliitiker klatsche zu solche minischteriale Aussage a noch Applaus und bitte
die Minister im nächsten Jahr wieder in ihr Haus.

Und dann immer diese Geheimniskrämerei. En Spezialist isch ja da de Achim Beck,
der hat ja sei Rathaus-Ritterburg in Niedernhall ganz verbarrikadiert gege Angriffe von ausse.
Do darfsch net widerspreche oder dich getraue, kritisch nachzufrage,
sonscht guckt der dich fei ganz bös ou,
geschweige denn, dass du bekommsch noch a gscheite Antwort von dem Mou.

Dabei is des ja noch en halber Bub.
Der wächst bestimmt noch mit seine Aufgabe und bekommt noch einen Schub.
Aber hoffentlich im positive Sinne.

De Politiker müsset oifach widder wisse, vor allem im lokale Bereich: Sie san oifach net King Käs.
Des isch abber jetzt net nur nach Niedernhall gerichtet,
Öhringens Bürgermeischter Thilo Michler hat wohl die Wörter Freundlichkeit und Bürgernähe
ebefalls ganz unte in seiner Agenda gewichtet.
Dem Faß den Boden ausgeschlagen hat aber Ingelfingens Chef Bürgermeister Michae Bauer,
als er unlängst lag als Dorfsheriff auf der Lauer.
Eine Anzeige wegen Nötigung und Beleidigung hat er dafür kassiert,
er hat sich aber leider net wirklich dafür geniert.

Liebe Politiker: Krone, Federn und ein Königsgewand san hier in euren Ämtern wirklich fehl am Platz.
Das Wohl des Volkes steht an erster Stelle, sei hier genannt,
und net irgendein Machtgehabe oder gar ein Neubau, – gell, Herr Neth –
von einem neuen Landratsamt-Palast.

Häuptling Achim Beck ist gegen jeden Angriff gewappnet. Karikatur: Natalis Lorenz

 




Ingelfingens Bürgermeister – Ermittlungsverfahren wegen Nötigung

Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer soll eine Anzeige wegen Nötigung bekommen haben. Er soll einer Frau, die im Straßenverkehr mit ihrem Fahrzeug etwas zu weit auf Bauers Fahrbahn fuhr, hinterher gefahren sein. Als diese anhielt, habe Bauer sie verbal angegriffen. Auf GSCHWÄTZ-Nachfrage äußerte sich Harald Lustig, Erster Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Heilbronn der Zweigstelle Schwäbisch Hall: „Zutreffend ist, dass gegen den Bürgermeister von Ingelfingen bei der Staatsanwaltschaft Heilbronn – Zweigstelle Schwäbisch Hall – ein Ermittlungsverfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr und Beleidigung geführt wurde. Der Vorfall ereignete sich am 15. Oktober 2018 in Ingelfingen.“ Das Verfahren gegen Bauer soll laut Lustig gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt worden sein. Bauer hat sich nach mehrmaligem Nachfragen per E-Mail der GSCHWÄTZ-Redaktion bisher noch nicht geäußert. Telefonisch war Bauer bislang ebenfalls nicht zu erreichen.




Kultusministerin Eisenmann lobt Künzelsau

Bürgermeister Stefan Neumann empfing dieses Mal neben den Künzelsauer Bürgern die Kultusministerin von Baden-Württemberg, Dr. Susanne Eisenmann, nicht zu vergessen die Lokalprominenz. Aktuelles Thema des traditionellen Neujahrsempfang am 11. Januar 2019 im Künzelsauer Rathaus: „Wir machen Bildung“

Wie wichtig Lernen und Bildung ist und welche Bedeutung dies besonders für Hohenlohe hat, das erörterten Neumann und Eisenmann ausführlich vor etwa 300 Künzelsauern. „Für Hohenlohe ist Bildung unglaublich wichtig. Bildung ist die Grundlage unserer Gesellschaft und auch unserer Zukunft. Wir, als Stadt Künzelsau, versuchen unseren Beitrag für die Zukunft zu leisten“, so Bürgermeister Stefan Neumann gegenüber GSCHWÄTZ. Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann findet die Künzelsauer Bildungssituation „bemerkenswert gut“. Eisenmann sagt: „Ich habe großen Respekt davor wie die Stadt Künzelsau und die politischen Gremien hier Bildung konkret leben. Die Schulsanierungen, die ganzen Grundlagen, die es gibt, die Arbeit mit den Schulen und mit den Kitas ist eine Herausforderung und da wird viel Geld investiert. Das ist eine bemerkenswerte Entwicklung. Davon können sich andere Städte und Gemeinden eine Scheibe abschneiden.“

Gschwätz-Videoreporter Felix Kribus hat die Besucher zwischen Häppchen und Sektorange im legeren Teil des Abends befragt, wie gut der Abend und die Reden bei ihnen ankamen.

Neujahrsempfang im Künzelsauer Rathaus am 11. Januar 2019. Von links: Der ehemalige Hohenloher Landrat Helmut M. Jahn, Landrat Dr. Matthias Neth, Dr. Susanne Eisenmann, Carmen und Reinhold Würth, Bürgermeister Stefan Neumann, Ursula und Albert Berner, Eberhard Gienger, Christian von Stetten. Foto: GSCHWÄTZ

 

 

 

 

 

 




Video des Wahlabends in Künzelsau

Um 19.15 Uhr steht das Ergebnis im Rathaus Künzelsau fest: Die Künzelsauer haben Stefan Neumann als Bürgermeister wiedergewählt. Der dreifache Familienvater bekam 87,4 Prozent der Stimmen (Stand: 19.15 Uhr). 10,1 Prozent der Stimmen erhielt Ruth Henrich. 1,5 Prozent der Stimmen fielen auf Dauerbewerberin Fridi Miller. Sonstige: 1,1 Prozent. Die Wahlbeteiltigung war gering. Nur 35,5 Prozent der Künzelsauer haben ihre Stimme ab. Das heißt: Von 12.111 Wahlberechtigten gingen 4.305 zur Wahl. Ungültige Stimmen, also falsch ausgefüllte Wahlzettel: 86, laut ersten Angaben des stellvertretenden Bürgermeisters von Künzelsau, Christian von Stetten. Weitere Informationen gibt es auf: https://www.kuenzelsau.de/aktuelles?view=publish&item=article&ii=2133.

 

Kür Künzelsau-Blogger Matthias Lauterer ist die Zahl der Nichtwähler in Künzelsau zum Mäuse melken. Hier geht es zu seinem Kommentar:

 

https://matthiasausk.blogspot.com/2018/06/die-zahl-des-abends-355-wahlbeteiligung.html

 

Das Video zum Wahlabend im Rathaus am 04. Juni 2018 mit allen Emotionen der Beteiligten und viel Lokalprominenz gibt es hier zu sehen:

 

 

 

Fotos // GCHWÄTZ/Archiv

Video // Dr. Felix Kribus

Grafik // Stadtverwaltung Künzelsau




Enterich Heinz-Walter testet Kocherfreibad in Künzelsau

// und trifft Bürgermeister Stefan Neumann und Emmas-Chef Daniel Brunner

GSCHWÄTZ-Redakteurin Nadja Fischer war für euch im Kocherfreibad in Künzelsau. Da sie etwas Wasserscheu ist, stellte die Redaktion ihr eine äußerst kompetente Unterstützung zur Seite. Ihre Unterstützung, Heinz-Walter die Ente, war nicht sonderlich erfreut darüber, dass er an seinem freien Tag ins Freibad und sozusagen Händchen halten musste. Heinz-Walter ist kein großer Freund der Kommunikation. Er lebt nach dem Motto: Ein Blick sagt mehr als tausend Worte. Ob das eine gute Idee war, die beiden ins Kocherfreibad zu schicken?

// Video & Fotos: Dr. Felix Kribus / Nadja Fischer




Angedrohter Rausschmiss bei Gemeinderatssitzung Ingelfingen

TSV-Vorstand Bernd Bauer legt sich mit Bürgermeister Michael Bauer an. Stadt Ingelfingen sagt: „Gemeinderatsmitglied hat sich zu mäßigen“

SCI und TSV fusionieren zum 01. Juli 2018

Bei der Ingelfinger Gemeinderatssitzung am Dienstag, den 15. Mai 2018, im Fürstensaal des Rathauses in Ingelfingen, kam es zu einer Diskussion zwischen Bürgermeister Michael Bauer und dem ersten Vorsitzenden des TSV Ingelfingen Bernd Bauer. Bernd Bauer wäre beinahe des Saales verwiesen worden, wenn er sicht nicht mäßige, erzählt Bernd Bauer. GSCHWÄTZ bat die Beteiligten um ein Statement.

Der TSV Ingelfingen und der SC Ingelfingen fusionieren zum 01. Juli 2018. Damit die Fußballabteilung in der nächsten Saison an den Meisterschaftsrunden teilnehmen kann, benötigt es eine Bestätigung für den württembergischen Fußballverband der Stadt Ingelfingen über die Nutzung der Sportplätze und der Umkleidemöglichkeiten.

„Da ich als befangen erklärt wurde, nahm ich beim Beschluss über die Nutzung der Sportplätze im Publikum platz“, erklärte Bernd Bauer, Mitglied des Gemeinderates in Ingelfingen und Vorsitzender des TSV Ingelfingen. Bürgermeister Michael Bauer genehmigte die Nutzung der Sportplätze, die Nutzung der Umkleidemöglichkeiten jedoch nicht – so hatte ich das zumindest verstanden. Ich wurde emotional und sagte zum Bürgermeister, dass er nicht lügen solle“, sagt Bernd Bauer. „Jedoch beinhaltete die Genehmigung auch die Nutzung der Heinrich-Ehrmann-Halle als Umkleidemöglichkeit für den Spielbetrieb“, so der Vorsitzende des TSV Ingelfingen weiter.

Sportplatz am Kocher in Ingelfingen

„Gemeinderat muss sich mäßigen“

Alexander Winter, der Leiter des Hauptamtes, erklärt: „Das Wesen eines Gemeinderates ist es, sich konstruktiv mit Themen der Kommunalpolitik zu befassen. Es liegt aufgrund der Diversität der handelnden Personen in der Natur der Sache, dass es vorkommen kann, dass hierbei nicht alle einer Meinung sind und mitunter die Diskussion ausgeführt wird. Die Vorgabe der Gemeindeordnung ist aber auch, sinngemäß von mir nun zitiert, dass das Gremium zumeist öffentlich zu tagen hat. Die Diskussion, auf die Ihre Anfrage abzielt, wurde in der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 15.05. geführt. Es ist also jedem möglich und gestattet, gerade auch der Presse, an der Sitzung teilzunehmen. Die größtmöglichen Informationen sind somit möglich. Ich bitte Sie aber um Verständnis, dass wir im Nachgang nicht en détail einen Sachverhalt aufgreifen und schildern können. Richtig ist, dass, ebenfalls in den einschlägigen Rechtsvorschriften geregelt, ein Gemeinderat, sollte er sich nicht dem Wesen des Gremiums entsprechend verhalten und sich ungebührlich artikulieren, sich zu mäßigen hat. Die Verhandlungsleitung obliegt dem Bürgermeister, der den Gemeinderat zur Ordnung zu rufen hat. Ist dies nicht möglich, kann ein Gemeinderat des Sitzungssaales verwiesen werden.“

 

Jugendspieler müssen Kochertal-Straße überqueren

Das Problem: Derzeit müssen die Fußballer des SC Ingelfingen bei Spielbetrieb, wenn sie sich in der Turnhalle umziehen, danach die stark befahrene Hauptstraße überqueren, um zu den Sportplätzen zu gelangen. Das betrifft auch die Jugendspieler. Neben den Sportplätzen am Kocher steht zwar ein Sporthäuschen, das bei Trainingseinheiten zum Umkleiden genutzt wird. Das sei aber zu klein bezüglich der künftigen Nutzung, so die einhellige Meinung von TSV und SCI. Karsten Furch, der Vorsitzende des SC Ingelfingen, stimmt der Aussage von Bernd Bauer zu: „Das mit der Abteilung Tennis geteilte Sporthäusle ist für künftige Zwecke zu klein. Aber auch die Hallennutzung ist ungünstig, da die Jugendspieler die Straße überqueren müssten.“

Bernd Bauer, der Vorstand des TSV Ingelfingen, erklärt: „Um aus dem Sporthäuschen ein Vereinsheim machen zu können, muss das Sporthäuschen aufstocken. Das würde nach ersten Schätzungen zirka 200.000 Euro kosten. Aber das Häuschen und auch der Sportplatz befinden sich im Hochwassergebiet. Zwar ist das Sporthäuschen schon erhöht gebaut, aber es könnte dennoch schwer werden, finanzielle Unterstützer zu finden. Und von heute auf morgen ist dies auch nicht umsetzbar. Auch die Fußballfelder befinden sich im Hochwassergebiet. Wenn Hochwasser herrscht, kann auf den Plätzen nicht gespielt werden was ein bis zwei mal im Jahr vorkommt.“

Die Stadt Ingelfingen hat derzeit laut eigenen Aussagen kein Geld für Projekte wie das Sportheim. Foto: GSCHWÄTZ/Rathaus Ingelfingen

Bürgermeister Bauer: „Die Gesamtfinanzierung liegt beim TSV“

GSCHWÄTZ fragte bei Bürgermeister Michael Bauern nach, ob die Stadt Ingelfingen in Erwägung zieht, die Sportplätze an einen anderen Platz zu verlegen und ob es dafür oberhaupt Möglichkeiten gibt. Bürgermeister Michael Bauer: „Möglichkeiten und Überlegungen gibt es zweifelsohne, jedoch ist auch dies aufgrund der anstehenden Projekte und Aufgaben finanziell derzeit nicht umsetzbar. Ich bitte Sie um Verständnis, da es in Ingelfingen nicht nur den TSV Ingelfingen gibt, sondern rund 60 weitere Vereine und Gruppierungen, die auf die Unterstützung der Stadt Ingelfingen zählen und deren Interessen es ebenfalls zu berücksichtigen gilt.“ Für die Vergrößerung des Sporthäuschens, das sich direkt neben den Sportplätzen befindet, bat Bürgermeister Michael Bauer an: „Die Stadt kann sicherlich eine Unterstützung finanzieller Art geben, jedoch liegt die Federführung und die Gesamtfinanzierung beim TSV Ingelfingen.“

Das neue Sportzentrum in Form der Heinrich-Ehrmann-Turnhalle in Ingelfingen hatte bereits 2011 seine Einweihung. Aber warum haben die Fußballer des SCI und dem TSV Ingelfingen keinen Platz darin gefunden? Ein zweiter Bauabschnitt war geplant. Bernd Bauer erklärt: „Das Sportzentrum wurde in zwei Bauabschnitte geteilt. Beim zweiten Abschnitt sollten weitere Baukörper parallel zur Laufbahn entstehen. Ein Baukörper sollte die Umkleidekabine der Fußballer werden und direkt darüber das Vereinsheim hinkommen. Jedoch bräuchte es dann eine Über- oder Unterführung, damit nicht immer die Straße überquert werden muss, um an die Sportplätze zu gelangen.“ GSCHWÄTZ fragte bei Bürgermeister Bauer nach, ob der zweite Bauabschnitt noch umgesetzt werden solle. „Der ursprünglich geplante zweite Bauabschnitt der Heinrich-Ehrmann-Halle kann aufgrund der großen Projekte und Aufgaben, welche aktuell und in absehbarer Zeit anstehen, leider nicht umgesetzt werden,“ so Bürgermeister Bauer.

Nach zwanzig Jahren schmelzen der TSV und der SCI wieder zu einem Verein zusammen. Jetzt fehlt nur noch ein Vereinsheim, dass der Größe dieses Vereins angemessen ist. Der TSV hat aktuell 802 Mitglieder und der SCI zirka 350 Mitglieder. Mit der Fusionierung wird es bestimmt zu einigen Doppelmitgliedschaften kommen, aber ich gehe davon aus, dass wir dennoch auf deutlich mehr als 1.000 Mitgleider kommen, erklärt Bernd Bauer.

// Fotos: GSCHWÄTZ/Archiv