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Back in town

Kurze Haare und zu dritt: Man muss fast zweimal hingucken, bevor man ihn erkennt: Timmy Hatton aus Neuenstein hat der Redakton GSCHWÄTZ ein Foto zukommen lassen, unter dem steht: „Schöne Grüße aus dem Ländle.“ Die Odyssee von ihm und seiner Frau Duygu ist damit vorbei. Seid 11. Mai 2020 haben sie wieder deutschen Boden unter den Füßen, nachdem sie seit Anfang März 2020 unter widrigsten Umständen in Corona-Quarantäne in Aserbaidschan festgehalten worden sind (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2020/03/04/der-fall-timmy-hatton-ein-neuensteiner-wird-mit-seiner-hochschwangeren-frau-in-aserbaidschan-festgehalten/).

Und das Wichtigste: Sie sind nun zu dritt. Tommy Hatton hält auf dem Foto seine neugeborene Tochter namens Esme in den Armen. Sie hat am 20. April 2020 in Aserbaidschan mittels Kaiserschnitt das Licht der Welt erblickt. „Wir haben eine gute Ärztin gefunden, die sich gut um Duygu und Esme dem Marian gekümmert hat“, erzählt Timmy Hatton. Beide seien wohlauf.

Die Hattons sind froh, wieder in Deutschland zu sein. Lettland habe letztendlich einen Flug organisiert mit einem ersten Stopp in Frankfurt, berichtet uns Tommy Hatton. Ihr Wohnmobil haben sie beim Zoll abgstellt und werden es irgendwann holen, wenn die Grenzen wieder offen sind.

Nur einen Wehmutstropfen gibt es: Die Großeltern in der Türkei müssen sich noch etwas gedulden, Esme zu sehen, aber, so Timmy Hatton, „sie sind schon sehr gespannt auf ihr Enkelkind“.

Mehr Informationen über den Fall Timmy Hatton

https://www.gschwaetz.de/2020/03/24/noch-plaetze-im-flieger-zurueck-nach-deutschland-frei-timmy-hatton-seine-frau-duerfen-nicht-mit-hilfsbereite-aserbaidschaner-helfen/

https://www.gschwaetz.de/2020/03/08/ehepaar-hatton-am-ende-ihrer-kraefte-deutsche-botschaft-versichert-dass-das-konsequenzen-haben-wird/

https://www.gschwaetz.de/2020/03/06/von-stetten-wo-bist-du-ein-neuensteiner-festgehalten-in-aserbaidschan-und-der-bundestagsabgeordnete-praesentiert-sich-dabei-mehr-als-schwach/

 

Seit dem 11. Mai 2020 hat die Familie Hatton wieder deutschen Boden unter den Füßen. Foto: privat




Noch Plätze im Flieger zurück nach Deutschland frei – Timmy Hatton & seine Frau dürfen nicht mit – Aserbaidschaner helfen

Während sich auch in Deutschland die Ereignisse angesichts der Coronakrise überschlagen, verändern sich die Umstände auch in Aserbaidschan. Nach unserer Berichterstattung und unserem YouTube-Video über den Fall Timmy Hatton (Artikel siehe unten) meldeten sich Aserbaidschaner bei dem Ehepaar und bieten ihre Hilfe und Unterstützung vor Ort an. Die Hattons sind dankbar. Unter anderem wird ihnen eine kostenlose Unterkunft für ihre Zeit in Aserbaidschan angeboten.  Die Ehefrau eines Polizisten hat während des Quarantäneaufenthalts auf die Hunde aufgepasst. Nun will sie ihnen helfen, eine passende Klinik für die Geburt zu finden. Aktuell hat Aserbaidschan noch eine relativ kleine Zahl an gemeldeten Coronafällen gegenüber Deutschland.

Charterflug nach Deutschland

Dann überschlagen sich nochmal die Ereignisse. Am 18. März 2020 geht ein Charterflug nach Deutschland mit freien Plätzen – im Rahmen der Reiserückrufwelle im Zuge der Corona-Pandemie. Die Hattons versuchen noch einmal alles in Bewegung setzen. Die Ansprechpartnerin der Hattons in der Deutschen Botschaft ist im Urlaub, wird ihnen gesagt. Der Leiter der Visastelle der Botschaft in Baku (Aserbaidschan) verweist  darauf, dass Timmy Hattons türkische Frau Duygu schwanger sei und kein Visum für Deutschland habe. Es bleibt den Hattons keine Zeit mehr, ein Attest vom Arzt zu holen, der bestätigt, dass Duygu noch fliegen kann. Das Büro von Christian von Stetten hat laut den Hattons versucht, die Botschaft zu erreichen, jedoch ohne Erfolg. Doch der  Kontakt mit dem Außenministerium ist erfolgreich, Duygu dürfe in dieser Situation nach Deutschland einreisen.

Das Büro von Christian von Stetten schaltet sich ein

Die Visastelle in Baku verweist nun jedoch auf die Lufthansa, die darüber entscheidet, ob die Hattons in diesem Charterflug mitfliegen dürfen. Die Hattons antworten, dass die Lufthansa bereit wäre, sie mitzunehmen. Die darauf folgende Antwort der Visastelle ist ernüchternd: „Ich bitte um Verständnis, dass es noch zahlreiche weitere deutsche Staatsangehörige gibt, die an der Rückholmaßnahme interessiert sind.“

 




Ehepaar Hatton am Ende ihrer Kräfte: „Deutsche Botschaft versichert, dass das Konsequenzen haben wird“

Symptomfrei und trotzdem positiv auf Coronaviren getestet? Der Fall Timmy Hatton wird immer bizarrer (wir berichteten, siehe Artikel unten). Noch merkwürdiger: Nach der Bekanntgabe des Ergebnisses wird das Ehepaar zwar weiterhin in einer so genannten Quarantänestation in Aserbaidschan festgehalten, aber ohne dass die anderen Personen, die ebenfalls festgehalten werden und bislang keiner von ihnen positiv auf Coronaviren getestet wurde, von ihm isoliert wurden.

Das Ehepaar befindet sich nun einem kleinen Zimmer in der Hauptstadt Baku, in dem sie eingeschlossen sind. Kurzfristig haben sie ihre Pässe wiederbekommen. Mittlerweile wurden sie ihnen wieder abgenommen.

Timmy Hatton ist nun in engem Kontakt mit der Deutschen Botschaft. Die Botschaft hat ihm versichert, so sagt er uns in einer Sprachnachricht, dass es Konsequenzen haben werde, dass man ihnen einfach die Pässe wegnimmt und dass nachts Polizisten ihr Zimmer stürmen und sie woanders hinbringen (wir berichteten, siehe Artikel unten).

Die Ehefrau von Timmy Hatton bei einer Blutentnahme. Foto: privat

Timmy Hatton (4. von rechts, blonde Haare) in Aserbaidschan. Foto: privat

Videos & Fotos: privat

 




Von Stetten, wo bist Du? Ein Neuensteiner festgehalten in Aserbaidschan und der Bundestagsabgeordnete äussert sich dazu mehr als schwach

Eine Woche ohne funktionierende Toilette und fließend Wasser. Zwei Wohnmobiltouristen, einer davon aus Neuenstein, werden in Aserbaidschan in einer Quarantänestation festgehalten, weil bei einem der beiden 37,1 Grad gemessen wurde (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2020/03/04/der-fall-timmy-hatton-ein-neuensteiner-wird-mit-seiner-hochschwangeren-frau-in-aserbaidschan-festgehalten/ ) Ihre Pässe wurden eingezogen. Die Frau ist im achten Monat schwanger. Und sie wissen bislang immer noch nicht, wie es weitergeht. Der Fall Timmy Hatton (wir berichteten) hat leider bislang weit weniger Aufmerksamkeit erzielt als die zahlreichen Coronavirus-Meldungen. Dabei ist es ein Skandal. Ein Skandal, wenn man sich vorstellt, als Tourist zu reisen. Der deutsche Pass ist einer der stärksten Pässe, wenn es darum geht, in welche Länder man überall einreisen darf damit. Aber wie schaut es aus, wenn ich als Deutscher Hilfe brauche im Ausland?

Wie stark ist die deutsche Bundesregierung?

Wie stark ist dann meine deutsche Regierung, die ich als deutscher Tourist im Rücken habe? Timmy Hatton hat sich sicherlich mehr von seiner Regierung erhofft in dieser Notlage – zumal die türkische Regierung seiner Frau sich bislang wesentlich aktiver präsentiert hat. Sie hat unter anderem nach nur zwei Tagen beim Chefarzt vor Ort angerufen und gezeigt: „Wir sind da und schauen, was ihr macht.“ Von Deutschland haben sie bislang kein wirklich aktives Vorgehen mitbekommen. Der Neuensteiner Timmy Hatton nahm mehrmals Kontakt mit der Deutschen Botschaft in Aserbaidschan auf und auch mit Christian von Stetten, dem Bundestagsabgeorneten aus dem Hohenlohekreis. „Die Deutsche Regierung möchte diplomatisch sein“, sagt Timmy Hatton. Aber was heißt diplomatisch? Abwarten und Tee trinken oder hinter den Kulissen aktiv Strippen ziehen, um das Rädchen weiterzudrehen, so dass Timmy Hatton und seine Frau weiterreisen dürfen?

Bei der A6 und dem Krankenhaus war von Stetten auch nicht auf den Mund gefallen

Auf eine GSCHWÄTZ-Presseanfrage an Christian von Stetten, was er bislang unternommen habe, um Timmy Hatton zu helfen, antwortet sein Büromitarbeiter Maximilian Walz lediglich: „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Herr von Stetten einen wie von Ihnen geschilderten Fall nicht öffentlich kommentiert, bis seine Bemühungen zu einem positiven Ergebnis geführt haben.“ Aha. Also heißt das: Man spricht nur darüber, wenn es ein positives Ergebnis zu verkünden gibt? Eine merkwürdige Einstellung. Spricht von Stetten doch auch bei anderen Themen öffentlich ausführlich darüber, wie sehr er sich einsetzt – auch wenn das Ergebnis möglicherweise negativ ausfallen könnte. Men denke nur an die Schließung des Krankenhauses in Künzelsau. Auch beim Ausbau der A6 setzte sich von Stetten vehement öffentlich dafür ein – obwohl der Ausgang damals noch ungewiss war. Aber sein Büromitarbeiter Maximilian Walz beruhigt mit einem zweiten Satz in seiner E-Mail: „Generell gehört es aber zu seinen [Christian von Stettens] Aufgaben als direkt gewählter Bundestagsabgeordneter Bürgerinnen und Bürger die im Ausland in Not geraten sind, Hilfe zukommen zu lassen.“ Das ist schön. Da kann Herr Hatton gleich viel unbeschwerter sein Brot und Wasser zu sich nehmen in Aserbaidschan. Frei nach dem Motto: Da werden Sie geholfen.

Etwas ausführlicher antwortet das Auswärtige Amt in Berlin

Eine etwas ausführlichere Antwort gab es vom Auswärtigen Amt der Bundesregierung. Sie verweist darauf, dass ihnen der genannte Fall bekannt sei: „Unsere Botschaft in Baku steht hierzu in engem Kontakt mit dem Betroffenen und den Behörden in Aserbaidschan.“ Aber das Auswärtige Amt betont auch, dass sie eigentlich wenig Einfluss auf die Gegebenheiten vor Ort haben: „Quarantäne- und Gesundheitsmaßnahmen fallen in die hoheitliche Zuständigkeit der jeweiligen Behörden vor Ort. Unsere Auslandsvertretungen können auf entsprechende Entscheidungen der örtlichen Gesundheitsbehörden wenn überhaupt nur sehr begrenzt Einfluss nehmen.“ Das ist schlichtweg erschreckend für jeden Deutschen zu hören – und auch etwas befremdlich, angesichts dessen, dass eine so starke Nation wie Deutschland in anderen Bereichen wie der Wirtschaft auch im Ausland vehement ihre Position vertreten kann und nun an Aserbaidschan an zu geringer Einflussnahme zu scheitern droht? Kaum zu glauben. Aber vielleicht gibt es gerade einfach wichtigere Dinge zu tun – wie gegen den Coronavirus aufzurüsten.

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann

Christian von Stetten bei der Kreistagssitzung am 04. November 2019. Foto: GSCHWÄTZ

Timmy Hatton mit seiner hochschwangeren Frau in der Quarantäne-Station in Aserbaidschan. Foto: privat




Der Fall Timmy Hatton – Ein Neuensteiner wird mit seiner hochschwangeren Frau in Aserbaidschan festgehalten

Es hört sich an wie ein schlechter Film, doch das, was Timothy – auch Timmy genannt – Hatton gegenüber GSCHWÄTZ zu berichten hat, ist die bittere Realität, in der er und seine hochschwangere Frau Duygu derzeit leben. Der Neuensteiner und seine Frau, eine Türkin, sitzen seit sechs Tagen in einer Quarantäne-Station in Aserbaidschan fest – ohne fließendes Wasser oder eine funktionierende Toilettenspülung. Ihre Pässe hat man ihnen abgenommen. Zu Essen gibt es Wasser, Eier und Brot. Der Grund: Auch hier ist die Panik vor dem vor allem im Nachbarland Iran tobenden Coronavirus immens. Bei Timothy Hatton wurde an der Grenzkontrolle Fieber gemessen. Ergebnis: 37,1 Grad. Für die Mitarbeiter vor Ort der Grund, dem Ehepaar die Pässe abzunehmen und ihn und seine Frau in Quarantäne zu stecken.

Timmy Hatton mit seiner Frau in der Quarantäne-Station in Aserbaidschan. Foto: privat

„Keiner sagt, wie lange wir noch hierbleiben müssen“, sagt Timothy gegenüber GSCHWÄTZ. Das Ehepaar, das sich mit ihren beiden Hunden eigentlich auf einer Wohnmobilrundreise befindet (um die Hunde kümmert sich derzeit eine Polizistin), ist am Ende seiner Kräfte, steht doch die Unsicherheit im Raum, wie lange sie noch in diesem Land bleiben müssen. Das Hauptproblem: Duygu ist im achten Monat schwanger. Die Grenzen auf dem Landweg in die Nachbarländer  wurden laut Timothy Hatton nun wegen dem Coronavirus komplett geschlossen. Das heißt: Man kann derzeit lediglich mit dem Flugzeug ausreisen. Fluggesellschaften erlauben Hochschwangeren teilweise Flüge nur noch bis zur 36. Woche. Duygu ist derzeit in der 34. Woche.

„Ich habe in der Ecke gewartet wie ein Aussätziger“

Doch wie kam das Ehepaar überhaupt nach Aserbaidschan? Angefangen hatten ihre Reiseturbulenzen in Indien. Im Januar 2020 seien sie in Indien in ihrem Wohnmobil überfallen worden. Von Indien wollten sie daraufhin so schnell wie möglich in die Türkei zurückkehren. Dort soll ihr Baby auf die Welt kommen. Doch der Weg dorthin ist mehr als steinig. Von Pakistan geht es in den Iran. Als sie im Iran angekommen sind, verbreitete sich dort der Coronavirus rasant. Die Nachbarländer schlossen reihenweise ihre Grenzen. „Wir haben noch versucht, in den Irak auszureisen“, erzählt Timmy. Aber erfolglos. Es blieb das Land Aserbaidschan, das seine Grenzen noch offen hatte. An der Grenzkontrolle wurde Fieber gemessen. Bei Timmy zeigte das Thermometer 37,1 Grad an – ein Grund für die Grenzmitarbeiter vor Ort, ihnen die Pässe abzunehmen und in eine Krankenhaus in Aserbaidschan zu überführen.

Waschbecken auf der Quarantänestation in Aserbaidschan. Foto: privat

Keine funktionierende Toilette oder fließend Wasser

„Ich habe in der Ecke gewartet wie ein Aussätziger“, erinnert sich Hatton. Ursprünglich hieß es, im Krankenhaus werde ein Test gemacht, nach ein paar Stunden, sobald das Ergebnis vorläge, dürfe das Ehepaar wieder gehen. Im Krankenhaus dann die Ernüchterung. Ein Arzt sei nicht vor Ort, der komme erst morgen wieder, heißt es dort lapidar. Das Ehepaar wird angeschriehen. Sie sollen sich jetzt hinlegen und schlafen. „Wir wollten jemanden anrufen, aber wir durfen nicht“, berichtet Hatton noch immer fassungslos darüber, was ihnen passiert ist. „Selbst wenn jemand einen Mord begangen hat, darf man jemanden anrufen, wenn man verhaftet wird. Wir durften das nicht.“ Hinzu kamen widrigste Hygienstandards auf der vermeintlichen Quarantänestation, die sie sich mit weiteren Personen teilten. Krankenhausbetten ohne Decken, keine funktionierende Toilettenspülung, ein Wasserhahn, aus dem lediglich tropfenweise das Wasser kam. Seife gab es anfangs ebenfalls nicht.

Toilette auf der Quarantänestation in Aserbaidschan. Foto: privat

Gegen 01 Uhr stürmen Polizisten in ihr Zimmer

Am nächsten Morgen kam tatsächlich ein Arzt, aber die einzige Aussage, die dieser getätigt habe, sei gewesen: „Sie müssen warten.“ Irgendwann sei ein Mann in einem Anzug aus der Hauptstadt Baku gekommen. Danach habe es Seife gegeben. Timothy musste eine Blut- und eine Speichelprobe abgeben. In zirka 24 Stunden würden die Testergebnisse vorliegen, dann dürfe er gehen, wurde ihnen gesagt. Aus einem Tag wurden drei Tage und noch immer steht die Ungewissheit im Raum: Wann dürfen sie gehen?

Hinzu kommen Geschichten, die sie von anderen Personen, die ebenfalls festhalten wurden, gehört haben. Geschichten vom Einsatz von Schlagstöcken. Einmal haben sie über eine Stunde lang Schreie aus den Zimmern nebenan gehört.  Eines Nachts gegen 01 Uhr stürmen sieben Polizisten in ihr Zimmer. Einer habe die Hand so hochgehoben, wie wenn er sie schlagen wolle. Duygu habe in dieser Situation aber den Mut gehabt, den Polizisten zu fragen, ob er sie ernsthaft schlagen wollte. Daraufhin habe der Polizist seine Hand wieder gesenkt. Die Polizisten teilten ihnen mit, dass sie auf eine andere Station verlegt würden. Warum und wieso wissen sie nicht. Rund zwei Stunden später, gegen 03 Uhr nachts, kommen sie in einem Krankenhaus in einer anderen Stadt an. Hier sind es nicht mehr zehn Menschen, mit denen sie auf der Station sind, sondern zirka 100, schätzt Timothy. Männer und Frauen sollten getrennt untergebracht werden. Dagegen wehrte sich das Ehepaar vehement – bislang mit Erfolg. Auch hier funktioniert die Toilettenspülung nicht.

Christian von Stetten eingeschaltet

Timothys Schwester hat inzwischen eine Petition gestartet, um ihrem Bruder und ihrer Schwägerin zu helfen. Er selbst hat schon mehrfach mit der Deutschen Botschaft in Aserbaidschan telefoniert, auch Christian von Stetten, den Bundestagsabgeordneten aus dem Hohenlohekreis – seiner Heimat – hat er informiert in der Hoffnung, dass Deutschland helfen wird, ihn und seine Ehefrau so schnell wie möglich zu helfen, Aserbaidschan zu verlassen. Die Türkei hat sich im Hinblick auf seine Frau Keskin bereits eingeschaltet und den Chefarzt vor Ort in Aserbaidschan angerufen.

Auch GSCHWÄTZ hat Kontakt mit der Deutschen Botschaft in Aserbaidschan, dem Auswärtigen Amt in Deutschland und mit Christian von Stetten Kontakt aufgenommen. Wir warten derzeit noch auf eine Stellungnahme bezüglich dem Fall Timmy Hatton.

Schutzmaßnahmen vor dem Coronavirus auf der Quarantänestation in Aserbaidschan. Foto: privat

Mitarbeiter auf der Quarantänestation in Aserbaidschan. Foto: privat

Ei, Brot und Wasser. Foto: privat

Eigentlich sollte es ein schöner Wohnmobilurlaub werden. Foto: privat