Hohenlohe: Ohne medizinischen Sauerstoff werden die Patienten sofort blau – Pfleger berichtet von schockierenden Bildern
|
Es haben uns verschiedene Rückmeldungen von Mitarbeitern erreicht, die derzeit mit der Versorgung von Covid-19-Patienten in Krankenhäusern betraut sind. Die Aussagen sind teils erschreckend und bedrückend. Auch junge Menschen werden derzeit in den Kliniken behandelt, die keine Vorerkrankungen haben.
Ein Pfleger berichtet, dass viele der Erkrankten unter Sauerstoffnot und Kurzatmigkeit leiden, nimmt man ihnen nur für kurze Zeit die Sauerstoffbrille aus der Nase, werden die Patienten sofort blau. So was habe er zuvor in dem Ausmaß noch nicht erlebt und er mache seinen Beruf schon seit mehr als 30 Jahren. Wie haben sich die Kliniken auf die Versorgung mit Covid 19 Erkrankten in der Region vorbereitet?
In Öhringen wurden zwei Stockwerke für die Behandlung von Covid-19-Patienten eingerichtet. In den letzten beiden Wochen befanden sich dort um die 30 Patienten.
Die Intensivplätze wurden von sieben Betten auf zwölf Betten erhöht. Es stehen derzeit somit 12 Intensivbetten für 120.000 Einwohner zur Verfügung.
Interne Quellen haben berichtet, dass täglich ein bis zwei intensivpflichtige Patienten mit Covid-19 an andere Standorte verlegt werden mussten, um wieder freie Plätze auf der Intensivstation zu schaffen.
Das sei derzeit noch möglich, da Häuser wie Löwenstein und Gesundbrunnen noch Kapazitäten hätten.
Weiterverlegung der Patienten an andere Krankenhäuser
Das Diak hat auf Nachfrage von uns berichtet, dass es einen Klinikgebäudetrakt reaktiviert habe, der früher als Infektkrankenhaus genutzt wurde. So konnten für die Patienten mit Covid-19 verschiedene, von einander abgetrennte Bereiche geschaffen werden.
Das Diak in Schwäbisch Hall hat 20 Intensivbetten und kann diese noch um acht weitere Plätze erweitern, wenn die jetzigen Ressourcen nicht mehr für die Behandlung ausreichen. Das Diak hat, wie anderen Kliniken auch, aufgrund des Beschlusses der Regierung und der Länder alle geplanten Operationen verschoben, um so viele Beatmungsplätze wie möglich frei zu halten. Auch das Diak betonte auf unsere Presseanfrage, dass nicht nur ältere Patienten mit Vorerkrankungen an Covid-19 erkranken, sondern auch jüngere Menschen einen schweren Krankheitsverlauf erfahren können.
Auch Klinikpersonal infiziert
Ein Anzeichen für beginnendes Lungenversagen ist Kurzatmigkeit. Steigt die Atemfrequenz eines Erwachsenen, die normalerweise 12 bis 18 Atemzüge pro Minute beträgt, auf 25, 30 oder mehr, reicht die einfache Sauerstoffbrille nicht mehr aus und der Patient muss künstlich beatmet werden.
Auch das Klinikpersonal bleibt vor einer Infektion mit Covid-19 nicht verschont. Das Diak hat mitgeteilt, dass Mitarbeiter die Symptome zeigen, sofort in häusliche Quarantäne gehen. Ärzte und Pfleger appellieren daher an die Bürger, sich auch weiterhin an die beschlossenen Maßnahmen von Bund und Land zu halten, trotz des verlängerten Osterwochenendes.
Text: Carla Mosel
Derzeit 38 Covid-19-Patienten im Diak Schwäbisch Hall – „Zahlen ändern sich täglich“ – Auch Mitarbeiter in Quarantäne – Seit dieser Woche Mundschutz für alle Mitarbeiter & Patienten
|
Das Diakoneo Diak Klinikum in Schwäbisch Hall ist neben dem Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim und dem Hohenloher Krankenhaus in Öhringen das nächstgelegene Krankenhaus für Hohenloher. Wir haben im Diak nachgefragt, wie viele Corona-Patienten derzeit dort behandelt werden. Pressesprecherin Manuela Giesel hat unsere Fragen beantwortet.
GSCHWÄTZ: Wie viele Corona-Patienten sind derzeit im Krankenhaus in Schwäbisch Hall?
Diak: Wir behandeln Stand Donnerstag, 02. April, 18:00 Uhr: 38 Covid-19 Patienten stationär, davon sind 9 Patienten auf der Intensivstation. Diese Zahlen ändern sich jedoch täglich.Wir konnten bis jetzt bereits mehr als 43 Patienten wieder in die häusliche Quarantäne entlassen.
GSCHWÄTZ: Wie werden die Covid-Patienten von anderen Patienten getrennt?
Diak: Durch die Reaktivierung eines Klinikgebäudetraktes, der früher als Infektkrankenhaus genutzt wurde, konnten wir für Covid-19-Patienten mehrere abgeschirmte Bereiche im sogenannten Waldhaus schaffen.
GSCHWÄTZ: Sind bereits Mitarbeiter an Covid erkrankt?
Diak: Es befinden sich auch Mitarbeitende des Diak Klinikums in häuslicher Quarantäne. Wir bündeln unsere Kräfte auch dadurch, dass rein elektive Eingriffe im Moment auf unbestimmte Zeit verschoben sind. Dazu gibt es einen Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefs der Länder vom 12. März 2020: Soweit medizinisch vertretbar, sind grundsätzlich alle planbaren Aufnahmen, Operationen und Eingriffe in allen Krankenhäusern ab Montag 16.03.2020 auf unbestimmte Zeit verschoben und ausgesetzt. Die Notfallversorgung wird rund um die Uhr aufrecht erhalte
GSCHWÄTZ: Inwiefern schützen sich die Mitarbeiter?
Diak: Wir orientieren uns in unserem Handeln immer an den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts sowie der Bundes- und Landesministerien. Dazu gehört hygienische Händedesinfektion, Abstandsregelungen und alle anderen geltenden Schutzmaßnahmen. Im Klinikum tragen seit dieser Woche alle Mitarbeitende und soweit möglich auch alle Patienten einen Mund-Nasen-Schutz. Die Ausrüstung des medizinischen und pflegerischen Personals im Bereich der Infektstationen ist entsprechend; mit FFP-Maske, Brille, Schutzkittel und Handschuhen.
GSCHWÄTZ: Wie viel Intensivbetten haben Sie insgesamt (mit und ohne Beatmung)
Diak: Wir haben 20 Intensivbetten mit der Möglichkeit auf bis zu 8 Betten zu erweitern.
GSCHWÄTZ: Ist es korrekt, dass auch jüngere Covid-Patienten (unter 40 Jahren) in Ihrem Haus sind.
Diak: Auch jüngere Menschen können einen schwereren Krankheitsverlauf von Covid-19 erfahren, der einen stationären Aufenthalt nötig macht. Eine typische Symptomatik ist Atemnot, wenn diese zu stark wird, werden die Patienten nach medizinischen Gesichtspunkten auf den Intensivbereich verlegt.
Schaschlikverkäufer in christlicher Mission
|
Wer Jesus nachfolgt, wird das Licht des Lebens haben“ – ein solches Schild erwartet man vielleicht in der Nähe einer Kirchengemeinde, vielleicht auch auf einer Reklametafel, aber bestimmt nicht an einem Imbisswagen.
Sein Leben war nicht immer vom Glauben geprägt
Tatsächlich hängt dieses Schild aber am Schaschlikwagen von Viktor Bauer aus Wolpertshausen. Er ist Mitglied der Freien Evangelischen Kirche in Schwäbisch Hall und trägt seinen Glauben in die Welt: „Das ist die wichtigste Aussage über alle Aussagen, denn wer Jesus im Glauben erblickt hat, der weiß, was er erblickt hat“, erklärt er das Schild.
Sein Leben war nicht immer vom Glauben geprägt, erst aufgrund einer Notlage bekehrte er sich im Jahr 1994 und veränderte sein Leben. Er zitiert den Propheten Hesekiel und meint: „Die Bibel sagt, dass der Herr aus einem steinernen Herz ein fleischernes machen wird. Und das hat er gemacht.“
Er hat Jesus seinen Schaschlikwagen geweiht
Daher ist es ihm wichtig, das Evangelium, an das er glaubt, weiterzugeben an die Menschen. Und deshalb habe er seinen Schaschlikwagen Jesus geweiht, und der hätte „etwas daraus gemacht“. „Wir müssen das Licht der Welt und das Salz der Erde sein, dort, wo Jesus uns eingesetzt hat – auch in dieser Schaschlikbude“, ist er überzeugt.
Ohne die Bibel kann er nicht mehr leben, „das ist ja genauso wie essen und trinken. Wir werden gestärkt an Leib, Seele und Geist“, sagt er und vergleicht den Menschen mit einem Auto: „Ein Mensch hat drei Tanks, ich sage mal, so wie ein Auto: Man braucht Wasser, Sprit und Öl, dann kann man fahren. Wenn etwas fehlt, dann stottert das Auto.“
Und die Reaktionen seiner Kunden? Die seien „sehr unterschiedlich, die Gläubigen loben das. Andere lesen und lesen und lesen und sagen nichts. Es waren im Großen und Ganzen positive Erfahrungen. Es gibt auch negative, aber wenige.“
Kulinarisches Geheimnis
Aber nicht nur ein religiöses Geheimnis birgt der Schaschlikwagen, sondern auch ein kulinarisches, das die Stammkunden schätzen. Martina aus Berlichingen kommt jedes Jahr: „Es ist Pflicht.“ Sie isst regelmäßig den kaukasischen Schaschlik. Aber auch sie kennt das Rezept nicht, sie weiß nur: „Das Ganze, die Kombination, das passt einfach.“
Auch unserem GSCHWÄTZ-Videoreporter will Viktor Bauer das Geheimnis nicht wirklich verraten. Er verrät nur: „Es ist einmalig, die Würze ist ganz anders, es gehört viel Liebe zum Produkt, zum Fleisch, dazu.“ Das Fleisch bezieht er regional und frisch vom Metzger Setzer, über die Würze schweigt er vielsagend: „Wir würzen es, marinieren es und lassen es zwei Tage ziehen. Dann wird es auf die Spieße gesteckt und auf meinem Rebenholz gegrillt. Das Weinrebenholz gibt einen besonderen Geschmack und wer das einmal gegessen hat, der kommt wieder.“
Diese und andere Sprüche liest man an dem kaukasischen Schaschlikwagen. Foto: GSCHWÄTZ
Sein Leben war nicht immer geprägt durch den Glauben. Foto: GSCHWÄTZ
Neuenstein/Schwäbisch Hall: Prozess gegen mutmaßlichen Vergewaltiger
|
Am Donnerstag, den 5. Dezember 2019, beginnt um 9 Uhr vor der Ersten Großen Strafkammer des Landgerichts Heilbronn der Prozess gegen einen 30-jährigen Mann. Er soll im Sommer 2016 in Neuenstein und Schwäbisch Hall eine Frau misshandelt und sexuell genötigt haben. Das Opfer tritt in dem Prozess als Nebenklägerin auf. In einem Fall soll der Angeklagte der auf dem Boden liegenden Nebenklägerin gegen den Kopf und in den Magen getreten haben. In einem weiteren Fall soll er sie ins Gesicht geschlagen sowie gewürgt und anal durch Penetration des Afters mit einem Finger vergewaltigt haben. Das Opfer soll durch die Gewalttaten Blutergüsse davongetragen haben.
Die Taten waren zunächst beim Amtsgericht – Schöffengericht – Schwäbisch Hall angeklagt. Das Amtsgericht hat die Sache an die Kammer in Heilbronn verwiesen, weil nach seiner Auffassung die Unterbringung des Angeklagten in einem psychiatrischen Krankenhaus in Betracht kommt. Der Angeklagte leide unter paranoider Schizophrenie und sei für die Allgemeinheit gefährlich.
Für den Prozess sind drei weitere Termine angesetzt. Es sollen sechs Zeugen und ein Sachverständiger gehört werden.
Quelle: Prozessvorschau des Landgerichts Heilbronn
Schwäbisch Hall/Hohenlohe: Bauern demonstrieren in Berlin
|
Landwirte sind mit ihren Traktoren erneut unterwegs nach Berlin. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Bauernverbandes Schwäbisch Hall – Hohenlohe -Rems e.V. hervor. Für eine Demonstration am Dienstag, den 26. November 2019, in der Mitte von Berlin fahren sie aus allen Landesteilen als Staffelfahrt in Richtung Hauptstadt. Dort wollen sie erneut und mit Nachdruck auf die schwierige Situation der Landwirtschaft aufmerksam machen.
Eine Station auf dem Weg dahin ist die Geschäftsstelle des Bauernverbandes Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems an der B19 nahe Schwäbisch Hall. Dort werden Sie vom Vorsitzenden des Vorstandes, Jürgen Maurer, und dem Geschäftsführer des Verbandes, Helmut Bleher, begrüßt.
Bauern machen sich auf den Weg zu einer Demo nach Berlin, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Foto: Bauernverband
Teilnehmer stärken sich auf dem Weg zur Berlin-Demonstration beim Bauernverband. Foto: Bauernverband
Laut dem Bauernverband machen rund 250 Traktoren am späten Sonntagabend, den 24. November 2019, Halt beim Bauernverband in Übrigshausen. Foto: Bauernverband
AfD Hohenlohe-Schwäbisch Hall fordert: „Mandatsträger“ sollen 1-2 Asylbewerber aufnehmen
scharf. Die Städte wollen, so die Meldung von SWP, „aus Seenot gerettete Menschen auch über die Flüchtlingsaufnahmequote hinaus aufnehmen. Das teilt die Stadtverwaltung Hall mit“.
Die AfD kritisierte in einer Pressemitteilung unter anderem, dass Personen aus Afrika nach Europa „gerettet“ würden, anstatt „in den nächsten sicheren Hafen nach Nordafrika“. Statt Millionen in die Flüchtlingshilfe zu investieren und „Anreize für illegale Migration und Asylmissbrauch zu schaffen“, solle man lieber Bedürftigen vor Ort helfen.
Die AfD Hohenlohe-Schwäbisch Hall geht aber noch weiter in ihrem Forderungskatalog und fordert, „insbesondere von Oberbürgermeister Hermann Josef Pelgrim“, dass diejenigen Mandatsträger, die dieser Regelung zugestimmt haben auf, mit gutem Beispiel voranzugehen und mindestens ein bis zwei „Gerettete“ bis zum rechtskräftigen Abschluss des Asylverfahrens bei sich zu Hause aufzunehmen und vollumfänglich zu alimentieren.“
Quelle: Pressemitteilung der AfD Schwäbisch Hall-Hohenlohe
Unsere Autorin Sarah-Jane Kubesch hat sich die Freibäder in der Region genau angesehen und den Test gemacht: Welche Freibäder sind die besten der Region?
Hier die Ergebnisse:
Klein aber fein: Städtisches Freibad Bad Mergentheim
Das Freibad am Festplatz verfügt über ein 50×15 Meter großes Becken, das in einen Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich unterteilt ist. Im Nichtschwimmerbecken gibt es eine Breitwandrutsche, Massagedüsen, Bodenblubber und einen Wasserspeier. Zudem gibt es direkt am Beckenrand eine Sonnenterrasse mit Liegestühlen und Sonnenschirmen. An das Kinderplantschbecken mit Rutsche ist ein Wasserspielplatz angeschlossen. Jeden Dienstag und Donnerstag wird ab 10 Uhr Wassergymnastik angeboten, bei der die Badegäste kostenlos mitmachen können. Das Bad verfügt über eine große Liegewiese mit einem alten Baumbestand, der auch an besonders sonnigen Tagen ausreichend Schatten garantiert. Außerdem gibt es ein Beachvolleyballfeld, einen Bouleplatz, einen Sandspielplatz, ein Klettergerüst, eine Nestschaukel und Seilbahn sowie einen Kiosk. In einem überdachten Bereich kann zudem Tischtennis und Tischkicker gespielt werden.
+ besondere Sauberkeit / Kinderplantschbecken und Spielplatz mit großzügigem Sonnenschutz / Besucher können eigene Liegen mitbringen. Diese können während der gesamten Saison kostenlos in einem abgeschlossenen Raum gelagert werden
– Wassertemperatur von Witterung abhängig, da das Wasser durch schwarze Schläuche läuft, die von der Sonne erwärmt werden
Anschrift:
Arkau 1, 97980 Bad Mergentheim
Telefon: 07931/576680
E-Mail: freibad@bad-mergentheim.de
Öffnungszeiten (2018):
Mai bis September täglich von 9 bis 20 Uhr, bei schlechtem Wetter 9 bis 12 Uhr und 18 bis 20 Uhr
Eintrittspreise (2018):
Einzelkarte: Erwachsene 3,50 Euro / Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre 2 Euro / ermäßigt 2 Euro/ Familienkarte für Eltern und Kinder bis 16 Jahre 7 Euro
Schattiges Plätzchen für die Kleinen zum Planschen. Foto: GSCHWÄTZ
Beheizt mit Energie aus Biogas: Freibad Langenburg
Das Freibad Langenburg im Landkreis Schwäbisch Hall besitzt ein 50-Meter-Becken, das in einen Schwimmer-, Nichtschwimmer- und Sprungbereich mit einem Ein-Meter-Brett unterteilt ist. Im Nichtschwimmerbereich gibt es außerdem eine Edelstahlrutsche. Auch im Kinderbecken, das durch ein großes Sonnensegel geschützt ist, gibt es eine Rutsche und einen Wasserfall. Besonderheit: Die Becken werden mit Energie aus einer Biogasanlage beheizt. So ist eine Wassertemperatur, unabhängig von der Witterung, von bis zu 28 Grad Celsius garantiert.
Auf der großen Liegewiese mit vielen Bäumen befindet sich ein Beachvolleyballfeld und ein Spielplatz mit Kletteranlage. Stärkung gibt es im Kiosk, der eine Terrasse mit ausreichend Sitzmöglichkeiten bietet. Zum Bad gehört auch eine Sauna, die gegen einen Aufpreis genutzt werden kann. In einem Wärmeraum, an welchen Duschen und Umkleiden angeschlossen sind, können sich die Badegäste auch an kälteren Tagen direkt vor und nach dem Schwimmen aufwärmen, ohne zum Duschen und Umziehen ins Freie gehen zu müssen.
+ Wärmeraum / einzelne Umkleidekabinen auf der großen Liegewiese verteilt / Minigolfanlage direkt daneben, kann gut mit einem Besuch im Freibad verbunden werden
– nur bedingt barrierefrei, Stufen trennen beispielsweise das große Schwimmbecken vom Kinderbereich
Anschrift:
In der Strut 5, 74595 Langenburg
Telefon: 07905/785
Öffnungszeiten (2018):
Mai bis September Montag bis Freitag 10 bis 19 Uhr oder 13 bis 20 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertage 10 bis 19 oder 20 Uhr (Öffnungszeiten variieren je nach Monat; Plan auf Website: www.langenburg.de)
Eintrittspreise (2018):
Einzelkarte: Erwachsene 3,70 Euro / Kinder und Jugendliche von 4 bis 16 Jahre 2,10 Euro / ermäßigt 2,10 Euro/ Familienkarte 9 Euro
Freibad in Langenburg. Foto: GSCHWÄTZ
Im Freibad in Langenburg kann man schön Bahnen schwimmen. Foto: GSCHWÄTZ
Freefall-Rutsche & Zehn-Meter-Sprungturm: Freibad Schenkensee Schwäbisch Hall
Wer einen Adrenalinkick sucht, findet ihn im Schenkensee-Freibad sogar in doppelter Ausführung: entweder auf dem Zehn-Meter-Turm oder der Freefall-Rutsche, die auf elf Metern fast senkrecht in die Tiefe führt. In diesem Video seht ihr, wie steil es im Freibad in Schwäbisch Hall bergab geht: https://www.youtube.com/watch?v=9ziOzyn9dfc. Das Freibad hat außerdem ein 50 Meter langes Sportbecken sowie ein Nichtschwimmerbecken mit Massagedüsen, eine Breitrutsche, sowie eine separate Schlangenrutsche. Neben dem Sportbecken gibt es eine Sonnenterrasse mit Liegestühlen. Das Kinderbecken hat einen Springbrunnen, eine Rutsche und einen Wasserlauf. Außerhalb des Wassers können sich die kleinen Gäste auf dem Spielplatz austoben. Auf der großen Liegewiese gibt es einen Kiosk, zwei Beachvolleyballfelder, ein Streetball- und Boulefeld sowie Tischtennisplatten und ein Schachspielfeld.
+ Freefall-Rutsche und Zehn-Meter-Springturm / Angebot von Kombi-Tickets in Verbindung mit dem Hallenbad nebenan
– Springen vom Turm nur im Turnus von ein bis zwei Stunden möglich, da unter Aufsicht
Freefall-Rutsche im Freibad in Schwäbisch Hall. Foto: GSCHWÄTZ
Schön angelegter Kinderbereich. Hinter dem Kinderbecken befindet sich ein Spielplatz. Foto: GSCHWÄTZ
Auch eine breite und eine Röhrenrutsche gibt es im Freibad in Schwäbisch Hall. Foto: GSCHWÄTZ
Strömungskanal im Freibad H2Ö Öhringen
Das Öhringer Freibad hat drei Becken: ein 25 Meter langes Schwimmerbecken, ein Spaßbecken für Nichtschwimmer und ein separates Sprungbecken mit einem ein und einem drei Meter hohen Sprungturm. Das Spaßbecken ist mit Massagedüsen, Sprudlern und einem Strömungskanal ausgestattet, in dem man sich im Kreis treiben lassen kann. In das Spaßbecken mündet auch die 120 Meter lange Rutsche. Platz zum Sonnen gibt es auf der „Sonneninsel“ – einem Betonpodest zwischen dem Schwimmer- und Spaßbecken – oder auf der Liegewiese rund um die Becken, wo es auch ein Beachvolleyball- und Beachsoccerfeld gibt. Für die kleinen Badegäste gibt es ein Kinderbecken aus Natursteinen mit einer Rutsche und einer kleinen Felsgrotte. Außerdem gibt es einen Spielplatz zum Klettern, Schaukeln
und einen Sandkasten. Der Biergarten mit Kiosk kann sowohl vom Bad als auch von der Außenseite aus besucht werden und ist somit auch nach der Freibadschließung zugänglich.
+ Springen immer möglich, da separates Becken / kreativ gestaltetes Kinderbecken mit Natursteinen
– nur wenig schattige Liegeplätze in Beckennähe / bei niedrigen Außentemperaturen wird das Wasser nur auf maximal 22 Grad Celsius erwärmt
Öffnungszeiten (2018):
Mai bis September täglich 8 bis 19:30 Uhr, bei schlechtem Wetter 8 bis 10 Uhr und 16:30 bis 19:30 Uhr.
Eintrittspreise (2018):
Einzelkarte: Erwachsene 4 Euro / Kinder & Jugendliche von 6 bis 16 Jahre 2 Euro/ ermäßigt 2 Euro / Familienkarte für Eltern und Kinder bis 16 Jahre 10 Euro
Schattige Plätze warten auf die Besucher des Öhringer Freibades. Foto: GSCHWÄTZ
Der Biergarten des Freibades kann man nicht nur als Freibad-Besucher nutzen. Foto: GSCHWÄTZ
Schattige Plätzchen im Freibad Niedernhall
Schon von der Kochertalstraße aus kann man das Highlight des Niedernhaller Freibads sehen: die 85 Meter lange Wasserrutsche. Das 50-Meter-Edelstahlbecken ist unterteilt in einen Schwimmer- und einen Nichtschwimmerbereich, der durch eine Leine getrennt ist. Jeden Morgen nach der Öffnung des Bades wird diese für rund zwei Stunden entfernt, damit das barrierefreie Schwimmen von 50-Meter-Bahnen möglich ist. Außerdem gibt es einen Sprungturm (ein, drei und fünf Meter Höhe) sowie eine drei Meter hohe Edelstahlrutsche am Nichtschwimmerbecken. Neben einer Sonnenterrasse, die sich über die gesamte Beckenlänge erstreckt, verfügt das Freibad über eine große Liegewiese mit vielen Bäumen, ein Beachvolleyballfeld sowie eine Tischtennisplatte. Das Kinderbecken ist mit einem Mühlstein und einem Wasserpilz ausgestattet, dessen zwei Ebenen durch das Herunterrutschen auf dem abgeflachten Boden erreichbar sind. Daneben befindet sich ein Kiosk mit Sitzmöglichkeiten unter Sonnenschirmen.
+ Panoramablick auf die Weinberge / idealer Stopp für eine Abkühlung auf einer Radtour im Kochertal
– Schwimmen von 50-Meter-Bahnen nur zu bestimmten Zeiten möglich (zirka 9 bis 11 Uhr), danach wieder Abtrennung / geringer Sonnenschutz am Kinderplantschbecken
Öffnungszeiten (2018):
Mai bis September, Montag 13 bis 19:30, Dienstag bis Sonntag 9 bis 19:30 Uhr, bei schlechtem Wetter Montag bis Samstag 17:30 bis 18:30 Uhr, Sonn- und Feiertage 9 bis 10 Uhr.
Eintrittspreise (2018):
Einzelkarte: Erwachsene 4 Euro / Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre 2 Euro / ermäßigt 3 Euro
Er wollte von der Kirche in Schwäbisch Hall springen
|
#ausderklapse: Uwe Hauck redet offen über seine Depression
Im Café am Markt in Schwäbisch Hall traf sich Isabell Kähny mit Uwe Hauck, der mit seiner psychischen Erkrankung an die Öffentlichkeit geht. Warum er dies tut und wie er nach seinem Suizidversuch weiterlebt, erzählte er offen in unserem Interview – mit dem einen oder anderen Schwank aus seinem 2017 erschienenen Sachbuch „Depression abzugeben – Erfahrungen aus der Klapse“.
GSCHWÄTZ: Die meisten Betroffenen schweigen. Warum gehen Sie mit dem Thema Depression so offen um?
HAUCK: Es ist ein bisschen dem geschuldet, was passiert ist. Mein Suizidversuch war relativ öffentlich. Das hat Schwäbisch Hall sozusagen live mitbekommen.
„Ich wollte vom Turm der Kirche springen“
GSCHWÄTZ: Was haben Sie gemacht?
HAUCK: Ich wollte eigentlich vom Turm der Kirche (St. Michael im Zentrum von Schwäbisch Hall) springen. Da war aber die Türe von außen verschlossen. Dann wollte ich bei meinem Arbeitgeber springen, weil es dort auch einen Turm gibt. Und da hier viele Leute arbeiten, wusste ich, es wird sich streuen.
GSCHWÄTZ: Und dann haben Sie sich überlegt, das Buch zu schreiben?
HAUCK: Nein, das ist eine ganz andere Geschichte. Ich war zunächst einmal für fünf Tage in Weinsberg in der Geschlossenen. Nach vier Tagen ist mir die Decke auf den Kopf gefallen. Ich bin sehr social-media-affin, bin viel auf Twitter unterwegs, hatte damals schon 2.000 Follower. Nach vier Tagen wollte ich mal herausfinden, was draußen passiert. Meine Follower hatten sich schon richtig Sorgen gemacht. Dann habe ich angefangen, aus der Klinik live zu twittern. Das hat ein Literaturagent beobachtet und mich nach vier Wochen per Mail angeschrieben. So ist die Idee des Buchs entstanden.
„Wenn du als Kind nicht brav warst, hieß es: „Pass auf, sonst kommst du zu den Verrückten nach Weinsberg“
GSCHWÄTZ: Was war das Ziel des Buches?
HAUCK: Mehr Aufklärung. Eines der Defizite, die ich hatte, war, dass ich nie darüber gesprochen hatte. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt keine Depression gehabt, wusste zwar, ich bin melancholischer als andere. Erst in dem Moment, als ich in der Klinik war, hab ich gemerkt: Die helfen mir. Weinsberg war immer so eine Drohung. Wenn du als Kind nicht brav warst, hieß es: „Pass auf, sonst kommst du zu den Verrückten nach Weinsberg.“ Und dann zu lernen, du bist nicht verrückt. Depression ist eine Krankheit, da wird dir geholfen, das war ein schwerer Schritt.
GSCHWÄTZ: Können Sie zurückblickend sagen, ab wann Sie mit Depressionen zu tun hatten?
HAUCK: Ich habe mit meinem Therapeuten in der Vergangenheit gegraben und man geht mittlerweile davon aus, dass ich seit meinem zwölften Lebensjahr darunter leide. Mein Vater ist damals an einer schweren Nervenkrankheit erkrankt. Niemand wusste, warum. Ich habe irgendwann gemerkt: Ich muss ruhig sein, ich muss brav sein, ich muss funktionieren. Da muss es wohl angefangen haben. Zu meiner Mutter hatte ich schon immer ein schlechtes Verhältnis.
GSCHWÄTZ: Wann wurde die Depression dann erstmals diagnostiziert?
HAUCK: In der Klinik, nach meinem Suizidversuch 2015. Ich war dann 2016 nochmal in der Klinik, weil ich einen Rückfall hatte.
GSCHWÄTZ: In welchen Kliniken waren Sie?
HAUCK: Ich war in Weinsberg, dann in der Tagesklinik in Schwäbisch Hall und in Isny in einer psychosomatischen Reha-Klinik.
„Die ersten vier Wochen war es kritisch“
GSCHWÄTZ: Wie erlebten Sie die Zeit in Weinsberg?
HAUCK: Ich habe mich wohl gefühlt. Die ersten vier Wochen war es kritisch. Da habe ich immer gesagt: Ich bin ja gar nicht krank. Alle anderen sind schuld. Nach vier Wochen habe ich angefangen, zu akzeptieren. Dann war es eine Mischung aus Gesprächen mit den Therapeuten und den Patienten. Je länger ich dort war, umso besser wurde es.
GSCHWÄTZ: Haben Sie im Rahmen dieser Therapie angefangen, Medikamente zu nehmen?
HAUCK: In der geschlossenen Psychiatrie in Weinsberg waren es einfach nur Beruhigungsmittel, um mich runterzukriegen. Später war es die Aufgabe der Medikamente, mich behandlungsfähig zu machen. Ziel war es, ein Medikament zu finden, was mich stimmungsmäßig herausholt.
GSCHWÄTZ: Aber die Medikamente nehmen Sie heute noch?
HAUCK: Andere. Ich habe einen Rückfall gehabt. Da habe ich mir gesagt, dass das Medikament nicht gut sein kann. Und im Rahmen des Rückfalls bekam ich die Diagnose: „Du hast nicht nur eine Depression, sondern auch eine Angststörung.“
GSCHWÄTZ: Wie gehen Sie heute mit dem Thema Suizid um? Denken Sie, es könnte nochmal passieren?
HAUCK: Es wäre gelogen zu behaupten, ich könnte es mir nicht mehr vorstellen. Aber ich weiß durch verschiedene Erfahrungen, dass es sich nicht lohnt. Ich wollte auch nicht sterben, sondern ich wollte das Leben nicht mehr haben.
GSCHWÄTZ: Wie gehen Ihre Kinder mit dem Thema um?
HAUCK: Die Kinder haben zunächst nichts direkt mitbekommen, haben in der Klinik gesagt bekommen, dass sich der Papa überarbeitet hat. Sie wurden später immer mit einbezogen, durften mit in die Klinik kommen. Schon beim zweiten Mal war es ihnen zu langweilig. Aber sie haben immer vermittelt bekommen, dass sie nichts damit zu tun haben, dass Papa im Krankenhaus ist.
„Ich habe noch meine dunklen Phasen“
GSCHWÄTZ: Wie schätzen Sie Ihren aktuellen Gesundheitszustand ein?
HAUCK: Durch das Nicht-Erkennen der Angststörung war es schon noch eine Weile kritisch. Aber jetzt habe ich a) ein Medikament dagegen und b) viele Tipps und Tricks. Ich habe noch meine dunklen Phasen. Früher war es ein tiefes Tal, heute ist es eine kleine Senke.
GSCHWÄTZ: Was können Sie Betroffenen mit auf den Weg geben?
HAUCK: Sich helfen lassen. Das habe ich zunächst nicht gemacht. Ich habe mich immer geschämt. Das andere ist, sich ein Netzwerk zu bauen. Man muss nicht mit allen darüber reden. Wer es wissen sollte: die Familie und die guten Freunde.
Uwe Hauck aus Schwäbisch Hall spricht offen über seine Depression. Foto: GSCHWÄTZ
// Uwe Hauck, geboren 1967 in Heilbronn-Sontheim, lebt mit Frau und Kindern in Schwäbisch Hall. Der gelernte IT-ler arbeitete zunächst als Softwareentwickler, heute in demselben Unternehmen in der telefonischen Hotline. Nebenbei schreibt er Bücher. Ein Folgeprojekt zum erfolgreichen Depressions-Buch ist gerade in Arbeit. Außerdem betreibt er einen Blog: www.livingthefuture.de. Um über die Krankheit Depression aufzuklären, nimmt er an Lesungen teil, berichtet an Schulen von seinen Erfahrungen und geht auf medizinische Kongresse. Auch im TV war er bereits. Hauck twittert unter anderem mit dem Hashtag #ausderklapse. Seit 20. September 2018 gibt es sein Buch „Depression abzugeben“ auch als Hörbuch in der ungekürzten Originalfassung bei Audible, eingesprochen von dem Schauspieler Bernd Reheuser.
Annaweech im Sonnenhof
|
Im Rahmen des 50-jähriges Jubiläum des Sonnenhofes tritt am Mittwoch, den 17. Oktober 2018, ab 19.40 Uhr, die Hohenloher Mundart-Band Annaweech mit ihrem aktuellen Programm in der Arche im Sonnenhof auf.
Im Vorverkauf kosten die Karten 12 Euro und sind bei der Buchhandlung Osiander in Schwäbisch Hall und im Sonnenhof.