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Öhringer Krankenhaus in Corona-Zeiten – Keine Spur von Aufregung

Es ist ziemlich ruhig an diesem frühen Dienstag, den 17. März 2020, vor dem Hohenloher Krankenhaus in Öhringen. Nur wenige Autos stehen auf den Parkplätzen, so nach und nach trudeln Mitarbeiter ein. Sie begrüßen sich lachend, unterhalten sich, winken einander zu. Ein einsamer Patient sitzt vor der Tür und raucht. Von Corona-Virus-Aufregung hier keine Spur.

Krankenhaus für Besucher zu

Aber der Eingang ist geschlossen, die große Türe öffnet sich nicht mehr. Auf einem Schild an der Tür steht, dass „aufgrund einer amtlichen Bekanntmachung das Krankenhaus grundsätzlich von Besuchern nicht mehr betreten“ werden darf. Ausnahmen sind lediglich „Behandlungsbedürftige und die Begleitung Sterbender“. Das LimesCasino ist nur noch für Krankenhaus-Mitarbeiter geöffnet. Und das auch nur bis 13.45 Uhr. Ins Krankenhaus selbst kommt man nur rein, wenn man klingelt. Dann muss man den Nebeneingang benutzen.

Kein separater Wartebereich für Corona-Verdachtsfälle

Kommt ein Corona-Verdachtsfall, muss er direkt neben (!) der Eingangstür warten und die auf einem Schild angegebene Telefonnummer anrufen. Unter der gibt es dann Informationen zum weiteren Vorgehen. Irgendwo separat und getrennt von den anderen Passanten zu warten, geht da aber nicht beziehungsweise es ist zumindest auf den ersten Blick nichts erkennbar.

Keine besonderen Maßnahmen

Keine der Personen, die durch die Krankenhaustür rein- oder rauskommen, trägt einen Mundschutz oder Handschuhe. Schaut man durch das Fenster, erkennt man Leute an der Empfangstheke und andere, die durchs Foyer gehen. Auch von ihnen scheint niemand besondere Schutzmaßnahmen vor dem Corona-Virus ergriffen zu haben.

Ein ruhiger Morgen vor dem Öhringer Krankenhaus. Foto: GSCHWÄTZ

 

Besucher dürfen nicht mehr ins Öhringer Krankenhaus. Foto: GSCHWÄTZ

 

Das LimesCasino ist nur noch für Krankenhaus-Mitarbeiter geöffnet. Foto: GSCHWÄTZ

 

 

 




Neuenstein: Mann verstirbt auf Supermarkt-Parkplatz

Am gestrigen Montag, den 16. März 2020, verstarb am Nachmittag völlig unvermittelt ein Mann auf dem Parkplatz eines Supermarktes. Augenzeugen berichten gegenüber GSCHWÄTZ, dass der Mann wohl um die 60 Jahre alt gewesen sei und noch vorher eingekauft hatte, bevor er auf dem Parkplatz einfach frontal umgefallen sei. Der Rettungsdienst konnte lediglich noch en Tod des Mannes feststellen. Auch die Polizei war vor Ort. Woran der Mann gestorben ist, ist nicht bekannt.




Geflügelpest in Hohenlohe – Aufhebung der Sperrmaßnahmen

Die infolge des Ausbruchs der Geflügelpest am Freitag, den 07. Februar 2020, in einem kleinen Geflügelbestand in Bretzfeld durch Allgemeinverfügung des Hohenlohekreises angeordneten Sperrmaßnahmen in den Restriktionszonen wurden laut einer Pressemitteilung am Sonntag, den 15. März 2020 aufgehoben. Nach Sperrung des Ausbruchsbetriebes und Einrichtung eines Sperrbezirkes sowie eines Beobachtungsgebietes hat das Veterinäramt des Hohenlohekreises die EU-rechtlich erforderlichen Maßnahmen abschließend durchgeführt. Dazu gehörten unter anderem umfassende Reinigung-, Entwesungs- und Desinfektionsmaßnahmen im Ausbruchsbetrieb, die amtlich überprüft und anschließend abgenommen wurden.

Alle Proben negativ

Zudem wurden in den Restriktionszonen insgesamt 107 geflügelhaltende Betriebe amtstierärztlich überprüft. Es handelt sich dabei um sämtliche 60 Betriebe im Sperrbezirk und die sogenannten gewerbsmäßigen 47 Geflügelhalter im Beobachtungsgebiet. Insgesamt wurden mehr als 1000 Proben – auch aus dem Wildvogelbereich – im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart auf das AI-Virus getestet. Bis auf den Ausbruchsbestand waren alle negativ.

Amtshilfe durch andere Veterinärämter

Diese Kontrollaufgabe konnte nur mit der unkomplizierten Unterstützung durch andere Veterinärämter in dieser kurzen Zeit geleistet werden. So bedankt sich der Leiter des Veterinäramtes Hohenlohekreis, Dr. Thomas Pfisterer, in der Mitteilung ausdrücklich für diese Amtshilfe. „Ohne die Kollegen aus den Landkreisen Heidenheim, Göppingen, Ludwigsburg und Bad Mergentheim wäre die Aufgabe in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht zu bewältigen gewesen. Ich danke deshalb den entsendenden Ämtern sehr herzlich für die fachkundige, unkomplizierte und sehr kurzfristige Unterstützung.“

Früheste Frist

Unter dem Strich konnten die Sperrmaßnahmen innerhalb der rechtlich vorgegebenen frühesten Frist aufgehoben werden. „Dies ist nur durch den großartigen Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich gewesen“, so Dr. Thomas Pfisterer.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis




Situation erinnert an Tschernobyl – Besuch bei der Corona-Abstrichstelle in Belzhag

Es hat etwas Gespenstisches. Mitten im Ort ist die Straße blockiert, kaum sieht man die Blaulichter eines THW-Fahrzeugs, so versteckt ist es geparkt, eine einsame Person in gelbem Ganzkörperschutzanzug späht die Straße auf und ab. Wir schreiben den 16. März 2020. Belzhag. Hier geht es direkt zur Drive-In-Abstrichstelle zum Testen, ob man den Coronavirus hat.

Von der anderen Seite kommend erinnert die Szenerie noch mehr an einen Hollywood-Katastrophenfilm der Kategorie B-Movie oder an Tschernobyl nach dem Reaktorunfall 1986. Ein blauer Kastenwagen des THW steht gut sichtbar an der Abzweigung nach Belzhag, ein paar Verkehrsleithütchen, ein Warndreieck, auf dem „Einsatz“ steht.  Und zwei Personen in den gleichen gelben Ganzkörperschutzanzügen, mit einem Klemmbrett ausgestattet, die Autofahrer anhalten und ihnen klarmachen, daß auf diesem Weg nur noch bestimmte Personen nach Belzhag kommen: Menschen, die einen Termin in der heute eröffneten „Abstrichstelle“ des Hohenlohekreises haben, um einen Corona-Test durchführen zu lassen. Selten war man so erfreut, daß man eine Umleitung fahren muß.

Von der Abstrichstelle selbst ist wenig zu sehen, der Bereich ist recht weiträumig abgeschirmt. Viel Betrieb herrscht am frühen Nachmittag glücklicherweise noch nicht. Andererseits kann man davon ausgehen, dass man  anhand diesen geringen Betriebes nicht automatisch auf wenig Verdachtsfälle schließen kann, brauchen doch Menschen, die hierherkommen mit einem Verdacht auf Corona quasi eine Überweisung vom Hausarzt und  da kommt man bei manchen Hausärzten derzeit nur noch schwerlich telefonisch durch. Aktuelle Zahlen der Infizierten, der Todesfälle und der Geheilten im Hohenlohekreis wurden seit Samstag, den 14. März 2020 bislang nicht veröffentlicht (Stand: 17. März 2020, 05.50 Uhr).

Der Unterschied zum B-Movie: Im B-Movie ist der Himmel bedrohlich dunkel und am Horizont ist der Widerschein von Flammen zu sehen, während der Himmel über Belzhag an diesem Montag bei schönstem Sonnenschein in blau erstrahlt.

Das THW ist ein wichtiger Ordnungshelfer in dieser aussergewöhnlichen Situation. Foto: GSCHWÄTZ

Abgesperrte Straßen auf dem Weg dorthin. Foto: GSCHWÄTZ

Abgesperrte Straßen. Foto: GSCHWÄTZ

Corona-Drive-In in Belzhag. Foto: GSCHWÄTZ

Der Zugang zum Corona-Drive-In in Belzhag ist abgeriegelt und uneinsichtig. Foto: GSCHWÄTZ

Ausnahmezustand im Hohenlohekreis. Foto: GSCHWÄTZ

Text & Fotos: Matthias Lauterer

 

 

 

 

 




Künzelsau: Nächtlicher Streit artet aus

In der Nacht von Samstag, den 14. März 2020, auf Sonntag, den 15. März 2020, kam es laut einer Pressemitteilung des Poliziepräsidiums Heilbronn zwischen zwei Personengruppen vor einem Restaurant in der Künzelsauer Hauptstraße zu einer Auseinandersetzung, die mit einer Platzwunde endete. Wer den Streit begonnen hatte, ist unklar, doch zwischen einem 19-jährigen und einem 32-jährigen Mann heizte sich die Stimmung soweit auf, dass diese aufeinander losgingen. Für den 19-Jährigen endete die Auseinandersetzung mit leichten Verletzungen. Der 32-Jährige musste ins Krankenhaus gebracht werden, da er zusätzlich zu seinen Verletzungen unter erheblicher alkoholischer Beeinflussung stand, so die Polizei.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Forchtenberg/Ernsbach: Enkelkind von Großmutter angefahren

Am Freitagnachmittag, den 13. März 2020, übersah eine 62-Jährige beim Ausparken in Forchtenberg/Ernsbach ihr auf der Straße spielendes Enkelkind. Zwar schaute die Frau sich nach den spielenden Kindern auf der Straße um, bevor sie mit ihrem Golf vom Fahrbahnrand losfuhr, doch hatte sie dabei offenbar eines ihrer Enkelkinder übersehen. Vermutlich lag der Achtjährige zu diesem Zeitpunkt zum Malen auf der Fahrbahn. Das Auto überfuhr das Kind mit dem rechten Vorderrad, was zu leichten Verletzungen führte. Zur Sicherheit wurde das Kind ins Krankenhaus gebracht, um weiter untersucht zu werden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Rathaus Öhringen ab Dienstag ohne Publikumsverkehr

das Koordinierungsteam „Corona-Vorsorge“ hat sich am Samstag, den 17. März 2020, erneut abgestimmt und Oberbürgermeister Thilo Michler hat – auch in Absprache mit dem Gesundheitsamt des Hohenlohekreises – folgende Entscheidungen getroffen:

Im Zuge der weiteren Verbreitung des neuartigen Coronavirus hat die Stadt Öhringen nach der Sitzung eines Koordinierungsteams am Samstagvormittag im Rathaus durch Oberbürermeister Thilo Michler folgende Entscheidungen getroffen:

HGÖ + Schillerschule bleiben auch am Montag geschlossen

Das Hohenlohe Gymnasium Öhringen und die Schillerschule Öhringen bleiben auch am Montag geschlosssen. Alle anderen Schulen schließen wie landesweit geregelt am Dienstag, den 17. März 2020, bis zu den Osterferien. Schließfächer können in Abstimmung mit den Schulen in den kommenden Tagen durch die Schüler geleert werden. Einen Notfallbetreuung ist angedacht. Beachten Sie hierzu bitte die aktuellen Regelungen der jeweiligen Schule auf deren Internetseiten. Schillerschule:  http://www.schillerschule-oehringen.de/ Hohenlohe Gymnasium Öhringen: http://www.hgoe.kuen.bw.schule.de/

Kita-Betrieb ab Dienstag eingestellt – Notfallgruppen

Auch die Kitas werden ab Dienstag, den 17. März 2020 geschlossen. Es werden Notfallgruppen eingerichtet, um jene Kinder zu betreuen, deren beide Elternteile (oder Alleinerziehende) in Berufen arbeiten, die derzeit für das öffentliche Leben dringend erforderlich sind. Dies betrifft etwa die Polizei, Rettungsdienste, Krankenhäuser, Arztpraxen, Müllabfuhr sowie Reinigungsdienste in diesen Einrichtungen. Weitere Informationen werden über die jeweiligen Einrichtungen folgen.

Rendelbad und Sauna ab Sonntag geschlossen

Der Betrieb im Rendelbad und der Sauna wird ab Sonntag, den 15. März 2020, eingestellt.

Rathaus Öhringen ab Dienstag ohne Publikumsverkehr

Der Publikumsverkehr im Rathaus wird ab Dienstag, den 17. März 2020, eingestellt, um die Bürger als auch die Mitarbeiter der Verwaltung vor Infektionen zu schützen. Die Öffentlichkeit wird gebeten, Fragen oder Angelegenheiten mit der Verwaltung vor allem telefonisch oder per E-Mail zu klären sowie schriftliche Unterlagen in den Briefkasten am Rathaus einzuwerfen. Persönliche Beratungen und Termine sind nach Absprache mit den jeweiligen Ansprechpartnern in dingenden Einzelfällen möglich. Der Betrieb innerhalb des Rathauses geht für alle Ämter der Verwaltung selbstverständlich weiter.

Städtische Einrichtungen ab Dienstag geschlossen

Alle Einrichtungen und Hallen der Stadt Öhringen werden ab Dienstag, 17. März 2020 geschlossen. Dies betrifft u.a.:
Volkshochschule Öhringen
Stadtbücherei Öhringen
Jugendmusikschule Öhringen
Hohenlohe Sporthalle
Alte Turnhalle

Ein Zutritt zu den städtischen Einrichtungen am Montag, den 15. März 2020, ist laut der Stadtverwaltung Öhringen, nicht für Personen möglich, die innerhalb der letzten 14 Tage ein Risikogebiet besucht haben. Die aktuelle Festlegung der Risikogebiete gibt es auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts https://www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html

 




Notfallbetreuung für Kinder, wenn beide Eltern in „kritischer Infrastruktur“ tätig sind

Die Stadtverwaltung Künzelsau reagiert auf die Entscheidung zu der Schließung von Schulen und Kindertageseinrichtungen der Landesregierung Baden-Württemberg angesichts des Coronavirus‘ mit einer Notfallbetreuung für Kindergartenkinder und Schüler bis einschließlich Klasse 6. Grundvoraussetzung ist dabei, dass beide Erziehungsberechtigte der Kindergartenkinder und Schüler, im Fall von Alleinerziehenden der oder die Alleinerziehende, in Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig sind. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor.

Hierzu zählen folgende Bereiche:

• Gesundheitsversorgung (medizinisches und pflegerisches Personal, Hersteller von für die Versorgung notwendigen Medizinprodukten),
• die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (Verwaltung)
• die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz),
• die Sicherstellung der öffentlichen Infrastruktur (Telekommunikation, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung)
• sowie die Lebensmittelbranche.

Notfallbetreuung Kindergärten

Die Stadtverwaltung Künzelsau stellt eine Betreuung in verschiedenen Kindergärten von 7.30 Uhr bis 14 Uhr zur Verfügung. Nach begründetem Bedarf ist eine Verlängerung der Betreuung bis 17 Uhr möglich. Bürger sollen sich bei Bedarf bis spätestens Montag, 16. März 2020 um 10 Uhr über die Kita-Info-App oder den privaten Träger melden.

Notfallbetreuung Schulen

Für die Schüler der Künzelsauer Schulen wird ebenfalls eine Notfallbetreuung bis Klasse 6 eingerichtet. Auch hier ist eine Betreuung von 7.30 Uhr bis 14 Uhr (in Ausnahmefällen auch bis 17 Uhr) möglich. Bitte melden Sie sich bei Bedarf über das Sekretariat Ihrer Schule am besten per E-Mail bis spätestens Montag, 16. März 2020 um 10 Uhr.

Folgende Schulen bleiben auch am Montag, 16. März 2020 geschlossen:

• Ganerben-Gymnasium
• Freie Schule Anne-Sophie
• Reinhold-Würth-Grundschule
• Schlossgymnasium

Folgende Einrichtungen sind ebenfalls ab sofort bis einschließlich 19. April 2020 geschlossen:

• das Hallenbad TollKün
• das Jugendzentrum und das Jugendblockhaus Künzelsau
• die Jugendmusikschule Künzelsau für den Gruppenunterricht (der Einzelunterricht findet regulär statt)
• die Volkshochschule Künzelsau

Was machen die Erzieher in den geschlossenen Kitas während dieser Zeit?

Während des Schließungszeitraums für Kindergärten und Krippen wird es keine Freistellungen geben. Es sind 3 Kindergärten als Notfalleinrichtungen deklariert: Kinderhaus im Zollstockweg, der Kindergarten in der Seestraße und der Kindergarten in Kocherstetten. Diese gelten nur für Eltern aus bestimmten Berufsgruppen. In diesen Kindergärten arbeitet das Personal wie gewohnt weiter. Die anderen elf anderen Einrichtungen sind geschlossen. Die Teams sollen laut der Stadtverwaltung die Zeit nutzen, um Inventur zu betreiben – also alles liegengebliebene kann in dieser Zeit aufgearbeitet werden, Azubis mit mehr Schulinput versorgt werden, zusätzlich darf auch der Kindergarten gereinigt oder aufgehübscht werden. Sollte Stammpersonal in den Notfalleinrichtungen ausfallen, werden alle restlichen päd. Fachkräfte als Ersatzkräfte eingeplant und tagesaktuell bei Bedarf abgezogen. Als mögliche Chance dieser Wartezeit besteht, so die Stadtverwaltung, ein Konzept zur Teilnahme beim Deutschen Kita-Preis 2021 zu verfassen.




Hohenlohe: Standorte von Defibrillatoren – Achtung: nur einsetzen, wenn kein Puls mehr fühlbar

Das Landratsamt Hohenlohekreis hat in Zusammenarbeit mit der Gesundheitskonferenz des Hohenlohekreises einen Flyer zu den Standorten von Defibrillatoren im Landkreis erstellt. Die Flyer liegen im Foyer des Landratsamtes in Künzelsau und bei den Bürgermeisterämtern aus oder können auch telefonisch unter Telefon 07940/18 361 angefordert werden.

Standorte sind zum Beispiel an der Stadthalle und am Landratsamt in Künzelsau, in der Hauptstraße in Weißbach, an der Stadthalle in Neuenstein, an der alten Schule in Dörrenzimmern oder an der Kultura in Öhringen. Wo genau die Defibrillatoren zu finden sind, ist auf einer interaktiven Karte auf der Homepage des Landratsamtes unter dem Link https://lra-hok.maps.arcgis.com/apps/SimpleViewer/index.html?appid=123ba9305e564ed3ab0528c2f15a7f33 zu sehen.

Defibrillatoren werden eingesetzt, wenn eine Person Herzkammerflimmern / Herzrhythmusstörungen (ausgelöst durch einen Herzinfarkt) hat und es infolgedessen zu einem „plötzlichen Herztod“ kommen kann. Dieses Krankheitsbild hat in der Regel zur Folge, dass die betroffene Person keinen Puls mehr hat. 

Die Defibrillation (lat. de ‚ab‘, ‚weg‘ und engl. fibrillation ‚Flimmern‘) ist eine Behandlungsmethode, bei der durch starke Stromstöße die normale Herzaktivität wiederhergestellt werden soll. Das verwendete Gerät nennt man Defibrillator oder im Fach-Jargon Defi.

Der Betroffene kann bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand weißlich blass oder blau aussehen und bewusstlos sein. Achutung: Defibrillatoren dürfen nur eingesetzt werden, wenn kein Puls mehr vorhanden ist. Dann heißt es: schnell handeln: eine Person setzt den Notruf ab, eine andere beginnt mit der Herzdruckmassage. Daran anschließend beginnt man direkt mit dem Defibrillieren. Personen, die unterkühlt sind und auf nassem Untergrund liegen dürfen nicht defibrilliert werden.

In der Regel gibt es im Hohenlohekreis in jedem Ort / in jeder Gemeinde, wo öffentlich Defibrillatoren zur Verfügung stehen, ehrenamtliche Personen, die eine Schulung bekommen haben, wie man Defibrillatoren anwendet.

 

Auf der interaktiven Karte sind die Standorte der Defibrillatoren im Hohenlohekreis zu finden. Screenshot: GSCHWÄTZ

 




Frühlingsfest in Krautheim abgesagt wegen Coronavirus

Der Gewerbeverein hat den Krautheimer Frühling in Krautheim wegen der Verbreitung des Coronavirus‘ vorsorglich abgesagt. Das bestätigten Werner Wicharz vom Gewerbeverein der Stadt Krautheim sowie Thomas Hartmann von der Stadt Krautheim auf eine GSCHWÄTZ-Anfrage. Das Fest war ursprünglich für das Wochenende 04. April 2020 und 05. April 2020 geplant.