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Strangulierte Tiere in Künzelsau: „Die sollen doch verrecken“

„Das strangulierte Tier hing tot im Netz, ein weiteres Tier lag tot auf dem Boden“, schildert Gudrun Schickert, Mitglied der Taubenfreunde Künzelsau e.V.. Mitte Mai 2019 spannte eine Reinigungsfirma in Künzelsau ein Netz zur Taubenabwehr zwischen den Gebäuden von OXN und ‚Die Brille‘. Passanten alarmierten die Taubenfreunde Künzelsau, da sich noch Tauben hinter dem Netz befanden. Die Reinigungsfirma und die Taubenfreunde Künzelsau rückten am nächsten Morgen an und befreiten die Tauben, bevor das Netz wieder fachgerecht verschlossen wurde.

Das Problem vorübergehend mit einer Ein- und Ausflugluke beheben

Zwei Tage später der nächste Anruf – es sollen 15 Tauben hinter dem Netz eingeschlossen sein. „Letztendlich einigten wir uns mit dem Veterinäramt, der Hausbesitzerin und der Reinigungsfirma, das Problem durch eine Ein- und Ausflugluke ganz oben im Netz wenigstens soweit zu lösen, dass die Versorgung der Tauben, vor allem der Küken, wenigstens bis zum Wochenanfang gewährleistet ist – bis weitere Entscheidungen folgen können“, schildert Schickert. Das Loch wurde aber dennoch geschlossen und so kam es dazu, dass sich eine Taube vermutlich am Netz strangulierte und dort hängen blieb und eine andere Taube tot auf dem Boden lag.

Obszöne Beleidigungen

„Wir, die Taubenfreunde Künzelsau, sind zum einen über viele emphatielosen Äußerungen und der der Vorurteile betreffs Tauben, gerade auch bei den betroffenen Geschäftsleuten, sehr erschrocken“, erzählt Schickert. „Wir mussten uns in wenigen Tagen immer wieder öbszöne Beleidigungen anhören.“

Das Tierschutzgesetz gilt auch bei Tauben

Das Tierschutzgesetz, Paragraph 13, Absatz eins, jedenfalls gibt den Tierschützern Recht. Darin heißt es: „Es ist verboten, zum Fangen, Fernhalten oder Verscheuchen von Wirbeltieren Vorrichtungen oder Stoffe anzuwenden, wenn damit die Gefahr vermeidbarer Schmerzen, Leiden oder Schäden für Wirbeltiere verbunden ist; dies gilt nicht für die Anwendung von Vorrichtungen oder Stoffen, die auf Grund anderer Rechtsvorschriften zugelassen sind. Vorschriften des Jagdrechts, des Naturschutzrechts, des Pflanzenschutzrechts und des Seuchenrechts bleiben unberührt.“

Ein Netz wurde gespannt, obwohl sich noch Tauben dahinter befanden. Foto: GSCHWÄTZ

Stacheln bringen nichts

Maritta Müller, ebenfalls bei den Taubenfreunden Künzelsau, betont, dass auch Stachelvorrichtungen nicht viel nützen, denn die Tauben setzen sich einfach dazwischen und nisten. Wenn man ein Netz spannt, dann solle man sich vorher vergewissern, dass sich keine Tauben mehr dahinter befinden, appelliert Müller. Ihr gegenüber wurden bezügliches des Netzes und der sich dahinter befindenten Tiere Sätze geäußert wie: „Die sollen doch verrecken.“ Bei Müller stößt der Gedanke, dass Menschen das sterbende Tier sehen und es ihnen egal ist, auf Unverständlichkeit.
Weder Stacheln noch Falkner, die ihre Falken auf die Stadttauben loslassen, würden etwas bringen. Das einzige, was gegen die Stadttauben helfe, sei das kontrollierte Eierablesen, erklären die Taubenfreunde Künzelsau. Denn nur so bekäme man die Population der Stadttauben in den Griff. Und genau darin besteht die Arbeit der Taubenfreunde Künzelsau. Jedoch haben die Taubenfreunde Künzelsau durch Wegzug, Todesfall und andere Umstände nur noch zwei bis vier ehrenamtlich aktive Mitglieder und auch die entsprechenden finanziellen Mittel fehlen, so dass sie derzeit nicht wissen, wie sie das nächste Futter bezahlen sollen.

 

Taubenhaus braucht Unterstützung

Die ehrenamtlichen Taubenfreunde locken die Tauben aus der Innenstadt, ins nahegelegene Taubenhaus, indem sie ihnen jeden Morgen am Taubenhaus Futter geben. Da wo es Futter gibt wird gerne genistet. Die Ehrenamtlichen lesen die gelegten Eier ab und ersetzen sie durch Gipseier. So bekommen sie die Population in den Griff. Seit September 2016 bis Mai 2019 wurden fast 2.000 Eier abgelesen worden. Das sind fast 2.000 Tauben weniger in der Innenstadt.
Nicht nur die Ehrenamtlichen, sondern auch das Futter muss gewährleistet, sein um die Tauben aus der Künzelsauer Innenstadt fern zu halten.
Das Taubenhaus ist immer auf der Suche nach ehrenamtlichen Helfern sowie Spenden:

Taubenfreunde Künzelsau e.V.
Marcalistraße 23
74653 Künzelsau
Telefon: 07940 55986
E-Mail: taubenfreunde-kuen@web.de
Bankverbindung: Sparkasse Hohenlohekreis
IBAN: DE36 6225 1550 0220 0290 50 BIC: SOLADES1KUN

 




Wie grün ist Hohenlohe?

Fridays for Future: Künzelsaus Bürgermeister Neumann, Hohenlohes Landrat Neth und Schulleiter des Schlossgymnasiums nehmen Stellung:

Was sagen Sie zu Greta Thunberg und den Streiks für mehr Klimaschutz?

Bürgermeister Stefan Neumann: „Ich finde es gut, dass sich die Jugend Gedanken zum Klimaschutz und um die Zukunft macht.“

Landrat Dr. Matthias Neth: „Ich finde es beeindruckend, wie viele Schüler im ganzen Land Woche für Woche auf die Straße gehen. Die Forderung für einen besseren Klimaschutz ist sicherlich berechtigt. Ich frage mich nur, ob die Demos wirklich regelmäßig während der Unterrichtszeiten stattfinden müssen. Besser fände ich es, wenn die Demos freitagnachmittags oder an Samstagen stattfinden würden. Die Wirkung wäre sicherlich die gleiche.“

Schulleiter Johannes Smolka: „Ich persönlich halte das Thema für äußerst wichtig, und bin froh, dass es endlich mehr Aufmerksamkeit in den Medien und bei den jungen Leuten bekommt. Allerdings sehe ich die Schulleiter ein bisschen in der Rolle des „Ausputzers“: Minister und Kanzler finden das ‚Engagement‘ der Schüler total toll, das müssen sie auch, sonst werden sie in den Medien abgewatscht oder nicht mehr gewählt. Gleichzeitig werden wir Schulleiter über das Regierungspräsidium angewiesen, darauf zu achten, dass die Schüler nicht Schule schwänzen. Das ist natürlich die Quadratur des Kreises und ein bisschen unfair – den Schwarzen Peter geschickt weitergegeben. Und, seien wir ehrlich, es kann ja auch nicht sein, dass alle Schüler in Baden-Württemberg in Zukunft immer 20 Prozent ihres kompletten Unterrichts versäumen dürfen, nur um für ein besseres Klima zu demonstrieren. Es geht also darum, irgendwie Zwischenwege zu finden und auch „Trittbrettfahren“ zu verhindern: Viele Schüler würden garantiert nicht demonstrieren, wenn die Demos am Samstag oder Sonntag wären. Mir persönlich wäre aber echtes Engagement, also mehr Taten als Demos, wichtig. Und da haben wir am Schlossgymnasium durchaus einiges vorzuweisen.“

Was sagen Sie dazu, dass Schüler der Meinung sind, dass die Klimaschutzpolitik versagt?

Bürgermeister Stefan Neumann: „Dies betrifft vordergründig die „große Politik“, weil sie um einen Konsens ringen muss. Wenn man die Klimaschutzkonferenz von außen, als Externer, betrachtet, lässt sich erkennen, wie unterschiedlich die Interessenslagen der handelnden Personen sind. Im Ringen, einen sinnvollen Konsens zu erreichen, der noch umsetzbar ist und uns nach vorne bringt, darf man nicht nachlassen – auch wenn es ein langer Weg ist.“

Landrat Dr. Matthias Neth: „Von Versagen würde nicht sprechen. Klar ist aber, man kann deutlich mehr tun. Und durch die Demos kommt ja jetzt auch öffentlicher Druck auf das Thema. Wichtig ist aber vor allem, dass junge Menschen Klimaschutz von der Politik weiterhin einfordern. Wir im Hohenlohekreis gehen deshalb auch schon seit vielen Jahren mit dem Projekt „Standby“ in die Schulen im Kreis und klären unter anderem über Energieeinsparpotenziale auf. Dabei wird spielerisch vermittelt, wie man mit ganz einfachen Mitteln Klimaschutz im Alltag betreiben kann. Steckerziehen bei der Stereoanlage im Standby-Modus gehört zum Beispiel dazu. Wenn wir im Kleinen – also in den Schulen – beginnen, werden wir im Großen auch erfolgreich sein.“

Schulleiter Johannes Smolka: „Das Thema Klimaschutz ist in vielen Fächern auf vielen Klassenstufen Teil des Bildungsplans, im Bildungsplan 2016 heißt sogar eine der fünf Leitperspektiven „BNE“, also „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Insofern kommen Lehrer und Schüler da recht häufig ins Gespräch. Aber die ganze Sache ist ja auch kein wirkliches Bildungsproblem. Es geht bei den Demos in erster Linie ja wohl darum, durch das konsequente Schuleschwänzen am Freitag die Medien und die Politik zu alarmieren. Und das scheint ja zu gelingen. Wir haben am Schlossgymnasium schon diverse Projekte in Richtung Klimaschutz gestartet – Vegetarischer Tag, Klimakomitee der SMV, Photovoltaik auf der Turnhalle, Freitag, den 19. Juli 2019: Projekttag Klima.

Was kann Künzelsau und der Hohenlohekreis für mehr Klimaschutz und eine bessere Klimaschutzpolitik tun?

Bürgermeister Stefan Neumann: „Erst in der Gemeinderatssitzung im März haben wir mit einem einstimmigen Beschluss ein ‚Konzept zur Förderung der biologischen Vielfalt in Künzelsau‘ verabschiedet. Darüber freue ich mich sehr. Ziel ist es, wie der Name sagt, die biologische Vielfalt in Künzelsau mit verschiedenen Aktionen und Ansätzen zu fördern: Typische Artengemeinschaften heimischer Pflanzen und Tiere sowie natürliche Prozesse sollen gefördert und gewachsene Kulturlandschaften geschützt werden. Das muss natürlich in konkrete Maßnahmen münden. So gehen wir, um ein Beispiel zu nennen, jetzt bei der Pflege unserer öffentlichen Grünflächen mit unserem Bauhofteam durch, wo eventuell Rasenflächen zu Blumenwiesen umgewandelt weren können und dadurch eben nur noch zwei- bis dreimal im Jahr gemäht werden müssen. Angedacht ist auch, mit den Schulen zusammen Obst von Streuobstwiesen zu verwerten und damit auch langfristig unser Kulturgut Streuobstwiesen zu erhalten. Inwiefern wir auch private Bauherren beim Anlegen von naturnahen Grünflächen und Gärten unterstützen können, wird im jetzt begonnen Prozess Thema sein.
Schon seit Jahren haben wir bei der Stadtverwaltung auch E-Fahrzeuge im Einsatz. Als einen Beitrag zur Müllvermeidung haben wir im Sommer 2018 beim Fairen Frühstück den RECUP-Becher präsentiert und auch Gastronomiebetriebe bei der Einführung des Mehrwegpfandbechers unterstützt. Für einen Euro Pfand ist der Becher zu haben beim Biergarten am Kocher, Breuninger Bistro, Café Auszeit, Emma, Pizzamanufaktur zum Glück und Yvonne‘s Café Shop. Dort, aber auch bei allen anderen über tausend Recup-Partnern deutschlandweit kann der Recup-Becher wieder zurückgegeben werden. Künzelsau ist seit 2015 Fairtrade-Stadt und der Titel wurde vom Netzwerk der Fairtrade-Towns erst im Frühjahr um weitere zwei Jahre verlängert. Unser Engagement beschränkt sich dabei nicht nur auf die Verwendung von fair gehandeltem Kaffee und Tee im Rathaus. Neben Vereinen und der Zivilgesellschaft engagieren sich auch die Künzelsauer Schulen. Bereits mehrere Schulen sind Fairtrade-School und verschiedene Fairtrade-AGs beschäftigen sich mit dem Thema und setzen verschiedene Projekte um.“

Landrat Dr. Matthias Neth: „Der Hohenlohekreis gehört ja nach wie vor zur Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber (H-O-T). Über dieses Modellprojekt ist es uns gelungen, alleine im Hohenlohekreis drei so genannte Bioenergiedörfer zu entwickeln. Das sind Ortschaften, die sich durch Erneuerbaren Energien selbst mit Strom und Wärme versorgen. Eine weitere Ortschaft wird diesem Beispiel bald folgen. Das sind echte Klimaschutzprojekte mit einem hohen Einsparpotenzial an Treibhausgasen, weil wir durch den Einsatz von erneuerbarer Wärmeenergie Millionen Liter Heizöl ersetzen können. Außerdem haben wir bereits Ortschaften, die vormachen, wie Elektromobilität mit Erneuerbaren Energien im ländlichen Raum funktioniert. Viele weitere Ansätze finden Sie auch in unserem Klimaschutzkonzept, das vor allem das Ziel hat, die Bürger für Klimaschutzaktivitäten zu begeistern. Klimaschutz funktioniert nämlich nur, wenn möglichst viele Menschen mitmachen – im Großen wie im Kleinen. Unser Klimaschutzkonzept spricht jeden Bürger an und kann ganz unkompliziert von der Internetseite des Landkreises (www.hohenlohekreis.de) heruntergeladen werden.“

Schulleiter Johannes Smolka: „Es gab eine Demo am Freitag, den 15. März 2019, nach Unterrichtsschluss, die von unserer Schülerschaft initiiert war und für die die Schüler auch in der Schule plakatieren und Werbung machen durften. Es kamen dann knapp 80 von den 350 Schülern des Schlossgymnasiums auf die Demo. Eben die, die echtes Engagement für die Sache zeigen. Am Freitag, den 12. April 2019, gab es erneut um 13 Uhr eine weitere Demo in Künzelsau, zu der die Schüler auch wieder im Schulhaus plakatieren und zur Teilnahme aufrufen durften. Ich kann mir vorstellen, dass aus unserem geplanten Klima-Projekttag am 19. Juli auch wieder eine Demo erwächst. Allerdings ist mehr Klimaschutz eine politische Forderung, der ich mich zwar persönlich grundsätzlich anschließe, dafür aber keine Schüler vom Unterricht freistellen oder gar in diesem Zusammenhang Schuleschwänzen erlauben darf. Insofern muss aus meiner Sicht jede Demo zum Thema nach Unterrichtsschluss liegen und von der Schülerschaft getragen sein.

Dieser Artikel ist in GSCHWÄTZ-Ausgabe 33 im Juli 2019 erschienen.

 




Echte Biker sind „geradlinig und ehrlich“

Videoclip vom Hohenloher Harley Run 2019 in Künzelsau

 

 

 




Mindestlohn für alle – auch für Menschen mit einer Behinderung

Ein Kommentar von Nadja Fischer zu dem Artikel „Die Aussortierten“

Seit 2015 gibt es den Mindestlohn in Deutschland. Der Mindestlohn mauserte sich von 8,50 Euro (2015) auf 9,19 Euro (2019). Ausgenommen sind Praktikanten und Menschen, die eine von der Arbeitsagentur geförderte Maßnahme zum Erwerb einer Einstiegsqualifikation absolvieren.
Setzen wir unseren Fokus auf Menschen mit einer Behinderung, die in einer Werkstatt für Menschen mit einer Behinderung arbeiten und ihre erste Berufserfahrung sammeln. Es gibt Menschen mit einer geistigen, einer körperlichen oder mit einer geistigen und körperlichen Behinderung. Dimi, über den wir in unserer Juni-Ausgabe berichtet haben, hat eine körperliche Behinderung, hat aber geistig keine Einschränkung.

Dimi, wie auch alle anderen, stehen jeden Morgen auf, machen sich fertig und fahren zur Arbeit. Von 8 Uhr morgens bis 16 Uhr nachmittags verrichten sie ihre Arbeit und sind ein kleines Zahnrädchen im System. Acht Stunden arbeiten. Ziehen wir einmal großzügig zwei Stunden Pause ab – bleiben noch sechs Stunden. Diese sechs Stunden Arbeitszeit verrichten die Menschen an fünf Tagen die Woche und das vier Wochen im Monat. Das sind ungefähr 120 Stunden im Monat und das für einen Lohn von 80 Euro monatlich. Ja, richtig gelesen – 80 Euro im Monat. Das wäre ein Stundenlohn von knapp 66 Cent. Angenommen Sie, lieber Leser, oder ich hätten uns das Bein und den Arm gebrochen und müssten trotzdem arbeiten gehen – Wer von uns würde denn für einen Stundenlohn von 66 Cent überhaupt erst aufstehen?

Warum beutet man Menschen mit einer Behinderung dermaßen aus? Selbst das Argument – ja, die brauchen doch Pflegekräfte und Hilfe – ist in meinen Augen nur eine Ausrede, die zum Teil nicht zutrifft. Dimi kann kein Auto fahren und wird von einem Fahrdienst abgeholt, solch einen Fahrdienst bieten große Unternehmen ihren Arbeitnehmern auch an.

Wie kann es sein, dass Deutschland so arm ist und nicht einmal genügend Geld aufbringen kann, um Menschen, die in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung arbeiten, ordentlich zu bezahlen?




Die Aussortierten

„Seit ich sechs bin, weiß ich, dass ich an Muskeldystrophie Typ Duchenne leide. Meine Kraft hatte nachgelassen und ich tat mich schwer beim Treppen steigen“, erzählt Dimi. In der Schule ist er die Treppen runtergefallen: „Ein Aufzug in der Schule wäre gut gewesen.“ Seine Mitschüler hänselten ihn so lange, bis er die Schule wechselte. Mittlerweile arbeitet der Künzelsauer in einer Behindertenwerkstatt.

In der neuen Schule damals wartete Dimi auf einer Liege sitzend, als die Aufsichtsperson kurz das Zimmer verließ. Dimi verlor das Gleichgewicht und stürzte. „Ich habe mir den Oberarm und den Oberschenkel gebrochen, hatte am selben Tag noch eine
Notoperation und lag dann zwei Monate im Krankenhaus“, schildert der 24-Jährige, den der Gedanke an den Unfall von 2011 noch immer belastet. Ab hier änderte sich sein Leben komplett: „Seitdem habe ich keine Kraft mehr, irgendetwas alleine zu machen. Ich kann mich noch nicht mal alleine anziehen und bin nun Pflegestufe drei. Ich kann nicht mehr alleine stehen, weil ich mein Knie nicht belasten kann.“

Der Künzelsauer macht das Beste aus seinem Alltag. Er steht um 5.30 Uhr auf und sein Papa hilft ihm aus dem Bett, auf die Toilette und zieht ihn an. Um 7 Uhr geht es mit dem Treppenlift nach unten und sein Papa hilft ihm in den 150 Kilogramm schweren elektrischen Rollstuhl. „In der Wohnung habe ich einen anderen Rollstuhl“, erklärt Dimi. Dann wartet er auf den Transport zur Arbeit. Bis Ende 2018 hat er in den Krautheimer Werkstätten im so genannten Berufsbildungsbereich gearbeitet. Sascha Sprenger, Pressesprecher des Landratsamtes des Hohenlohekreises, erklärt: „Behinderte Menschen, die wegen Art oder Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können, können in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeiten. Der behinderte Mensch beginnt in der Werkstatt im so genannten Eingangsverfahren (Dauer: drei Monate), anschließend folgt der Berufsbildungsbereich (zwei Mal zwölf Monate) und im Anschluss daran wechselt der behinderte Mensch in den Arbeitsbereich.“ Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und freitags bis 12 Uhr wiegt Dimi Schrauben ab, verpackt sie und klebt Etiketten auf die Verpackung. Mittwochs ist er in der Telefonzentrale, nimmt Anrufe an und verbindet den Anrufer. Sprenger bestätigte das Gehalt das Dimi für seine Tätigkeit bekommt: „Während des Berufsbildungsbereiches erhält der behinderte Mensch ein so genanntes Ausbildungsgeld. Im ersten Jahr des Berufsbildungsbereiches erhält der behinderte Mensch monatlich 67 Euro und im zweiten Jahr 80 Euro.“ Dimi ist nun in Frührente, denn nun hat er „im Monat um die 700 bis 800 Euro zur Verfügung“.

Landratsamt: „Der behinderte Mensch erhält im ersten Ausbildungsjahr 67 Euro im Monat.“

Künzelsau ist nicht immer einfach zu durchfahren im Rollstuhl. „In die Drogerie Müller kann ich nicht, weil ich mit dem Rollstuhl nicht durchpasse. In Künzelsau sind viele Schlaglöcher und die Autos parken einfach auf dem Bürgersteig und ich passe mit dem Rollstuhl nicht mehr durch“, erzählt er kopfschüttelnd. „Menschen mit Behinderung können das Eingangsverfahren und den Berufsausbildungsbereich im Hohenlohekreis in der Lebenswerkstatt in Ingelfingen, den Krautheimer Werkstätten in Krautheim und dem Therapeutikum in Öhringen absolvieren“, so Sprenger. GSCHWÄTZ-Redakteurin Nadja Fischer hat daraufhin die Krautheimer Werkstätten besucht. Die Krautheimer Werkstätten haben ungefähr 80 Beschäftigte. „Viele davon mit schwerster körperlicher Behinderung, die es ohne Pflege nicht über den Tag schaffen“, erzählt Stefan Blank, Geschäftsführer der Krautheimer Werkstätten.

In den Krautheimer Werkstätten können die Menschen mit Behinderung, laut Blank, Schrauben abzählen und verpacken, Gebrauchsanweisungen drucken oder Bücher sortieren und zum Verkauf online stellen. „Die Menschen verdienen monatlich um die 200 bis 300 Euro. Denn die 12.000 Euro Umsatz werden direkt in den Lohn umgelegt. Durch die gesellschaftliche Teilhabe fallen sie so vielleicht nicht in eine Depression, weil sie jeden Morgen aufstehen und eine Aufgabe haben“, meint Blank. Mit Menschen mit Behinderung zu arbeiten sei auch immer wieder eine Herausforderung: „Um die Arbeit zu erleichtern und Fehler zu vermeiden gibt es zum Beispiel Zählbretter. Ein Mitarbeiter hat aufgrund seiner Erkrankung so stark zitternde Hände, dass er sehr lange braucht, um einen Lieferschein zu schreiben. Wir haben es geschafft, eine Augensteuerung von der Krankenkasse bewilligt zu bekommen. Nun kann er seinen Lieferschein mit den Augen schreiben. Mit seiner Pupille fixiert er für sechs Sekunden am Computer einen Buchstaben und dann wird dieser Buchstabe sozusagen getippt.“

„Zum 01. April 2019 hatten wir im Hohenlohekreis insgesamt 8.635 Personen mit einer Schwerbehinderung (= Grad der Behinderung ab 50 bis 100 Prozent), davon sind 2.038 Personen mit einem Grad der Behinderung von 100 Prozent“, so Sprenger.

Dimi genießt nun seine Frührente. Er möchte in Reha gehen und mehr Zeit in seinen Livestream bei YouNow investieren. Dimi schwärmt von Amerika: „Ich möchte einmal nach New York und Kalifornien. Ein Flug mit einem E-Rollstuhl wird zwar nicht einfach, aber vielleicht klappt es irgendwann.“ Er kämpft weiter und hofft, dass es vielleicht bald in Deutschland ein zugelassenes Medikament gegen seine Krankheit gibt.

Duchenne-Muskeldystrophie (DMD)

Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) ist eine schwere und lebensbedrohende genetische Erkrankung. Sie betrifft vorwiegend Jungen und ist selten: Einer von 3.600 bis 6.000 lebend geborenen Jungen erkranken. Kinder mit DMD verlieren fortschreitend Muskelgewebe. Dabei tritt in der frühen Kindheit, beginnend im Alter von zwei bis drei Jahren, eine Muskelschwäche in Erscheinung.
Der Muskelverlust im Rahmen der DMD führt dazu, dass die Kinder Meilensteine ihrer motorischen Entwicklung, zum Beispiel Gehen, verspätet erreichen. Dem natürlichen Krankheitsverlauf entsprechend verlieren Kinder mit DMD ihre Gehfähigkeit und sind im frühen Teenager-Alter auf einen Rollstuhl angewiesen. Nach dem Verlust der Gehfähigkeit folgt meist eine geschwächte Atemmuskulatur und der Funktionsverlust der Oberkörpermuskulatur. (Quelle: www.duchenne.de)

 




Odyssee nach Künzelsau

Nach dem Pfingstwochenende fing die kurze Arbeitswoche für manch einen Pendler mit Streß an. Von Dienstag, den 11. Juni bis voraussichtlich Sonntag, den 23. Juni 2019, ist die B19 zwischen Künzelsau und Ingelfingen gesperrt. Also fährt man, wenn man nach Künzelsau möchte, die Umleitung über Hermuthausen, Ohrenbach, Amrichshause oder Hermuthausen, Steinbach und Garnberg. Auch LKW-Fahrer müssen diese Strecke nehme. Nun hat man abgesehen von dem Umweg nun auch noch LKWs die auf den schmalen Straßen versuchen unfallfrei aneinander vorbei zu fahren und schon fährt man kurzzeitig im Schneckentempo. Auch wir von der Redaktion rollen jeden morgen die Umleitung entlang. Morgens um kurz nach 7 Uhr haben wir einen Zeitverlust von zirka 20 Minuten.

Bei Steinbach staut sich der Verkehr, da die Straße für LKWs zu schmal ist. Foto: GSCHWÄTZ

Hat man es dann endlich bis nach Künzelsau geschafft, steht man von Amrichshausen kommend am Berg und genießt die Aussicht nach Künzelsau weil sich, dank der Ampel an der Kocherbrücke, der ganze Verkehr den Berg hinauf staut. Aber was will man tun? Zähne zusammenbeißen und sich in Geduld üben?

Wie kann man die Zeit im Stau sinnvoll nutzen? Wir haben in der Redaktion ein bisschen Brainstorming betrieben und sind zu folgenden Ergebnissen gekommen:

  • GSCHWÄTZ lesen
  • seinen Kaffee im Auto trinken
  • sein komplettes Frühstück ins Auto verlagern
  • den Chef fragen ob man Car-Office machen kann
  • die Aussicht genießen
  • Luftpolsterfolie verdrücken um seinen inneren Frieden zu finden

Der Verkehr staut sich aufgrund der Ampel an der Kocherbrücke. Foto: GSCHWÄTZ

Wenn man es bis zur Ampel geschafft hat, hat der Spuk ein Ende.
Foto: GSCHWÄTZ




„Hierzu bekommen Sie keine Auskunft“ – Nach diesem Wahlcheck wissen Sie, wenn Sie wählen müssen

Einführung des Gelben Sacks, Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs, Abschaffung des Krankenhausstandortes Künzelsau, Neubau des Landratsamtes – das sind alles Themen, die der Kreistag des Hohenlohekreises maßgeblich bestimmt und entscheidet. Am 26. Mai ist Kreistagswahl im Hohenlohekreis. Wir haben die Parteien vorab unter anderem gefragt, was sie von der Fridays-for-future-Bewegung und der Wiedereinführung des Gelben Sacks halten. Letzteres hat die Mehrheit des Kreistags beschlossen – dennoch blickt die Mehrheit der Parteien der Wiedereinführung eher skeptisch entgegen. Viele Parteien haben sehr gut und ausführlich geantwortet, andere waren knapper angebunden, eine Partei verzichtete gänzlich, ihre Ansichten darzustellen. Die Liste aller Kandidaten für die Kreistagswahl gibt es ganz unten zu sehen.

 

Hier sind unsere Fragen und die Antworten der Parteien:

Die LINKE hat auf unsere Anfrage nicht reagiert.

Die kürzesten  Antworten lieferte die FWV. Sie wurden beantwortet von Thomas Föhl.

Thomas Föhl ist zwar dieses Jahr nicht mehr unter dern Bewerbern des Kreistages, jedoch noch immer Vorsitzender der FWV. Foto: privat

… Sommer- oder Winterzeit?
Thomas Föhl: Hierzu bekommen Sie keine Auskunft, da dies nichts mit dem Hohenlohekreis zu tun hat, sondern mit der persönlichen Gefühlswelt.

… dem Thema Abitur?
Thomas Föhl: Auch hier trifft die Frage nicht auf die Zuständigkeit des Kreistages zu.

… dem Thema Klimaschutz und den Schülerdemos?
Thomas Föhl: Dies ist generell eine Sache, die stärker ins Bewusstsein gerufen werden sollte. Und hier sind alle gefragt. Es liegt an jedem einzelnen. Wie er zum Beispiel die Urlaubsplanung gestaltet. Fliegt er in den Urlaub oder macht er eine Schiffsreise? Klimawechsel funktioniert nur, wenn die große Politik eingreift und zwar da, wo es wehtut wie beim Verkehr. Das die Schüler streiken ist im Grundsatz in Ordnung.

… der Wiedereinführung des ‚Gelben Sacks‘?
Thomas Föhl: Dies wurde im Kreistag nicht einstimmig beschlossen. Es wird von der Tonne wieder zurück auf den Müllsack gegriffen. Wie sehen dann die Innenstädte aus, vor allem wenn Tiere die Säcke aufreißen? Aber um den Bürgern steigende Abfallgebühren zu ersparen, nutzt man wieder den Gelben Sack.

 

Für die AfD beantwortete Anton Baron, Landtagsabgeordneter des Hohenlohekreises, unsere Fragen.

AfD-Landtagsabgeordneter Anton Baron möchte mit seiner Partei das erste Mal in den Kreistag. Foto: privat

was sagt die Afd zu…

… Sommer- oder Winterzeit?
Anton Baron: Die Zeitumstellung ist überflüssig und verursacht in den Bereichen Gesundheit, Landwirtschaft und Verkehr durchaus Probleme. Deswegen begrüße auch ich die voraussichtliche Abschaffung und plädiere dafür, dass anschließend dauerhaft die Sommerzeit eingeführt wird. Hierzu gibt es zwar unterschiedliche wissenschaftliche Erkenntnisse. Es gilt jedoch festzuhalten, dass vielen Bürgern und auch unseren Sportvereinen abendliches Tageslicht wichtiger als eine frühe Morgendämmerung ist. Diese würde im Juni vor 4 Uhr beginnen, wenn sich die allermeisten Menschen noch im Nachtschlaf befinden. Abendliche Aktivitäten an der frischen Luft tragen nach meiner Überzeugung hingegen erheblich zum Wohlbefinden bei.

… dem Thema Abitur?
Anton Baron: Eine eigene Regelung ist nicht notwendig. Bereits jetzt existiert ja die Möglichkeit der Klassenwiederholung, für die man aber nicht eigens Anreize schaffen sollte. Es könnte auch zu erhöhtem Lehrerbedarf führen, wenn hierfür mehr Klassen eingerichtet werden müssen.

… dem Thema Klimaschutz und den Schülerdemos?
Anton Baron: Wir begrüßen es natürlich, wenn sich auch Schüler bereits für ihre Anliegen politisch engagieren und demonstrieren. Allerdings hat dies in der Freizeit zu geschehen und es darf keine Rolle spielen, welche Ziele dabei vertreten werden. Es freut mich in diesem Zusammenhang sehr, dass die Hohenloher Schüler in Künzelsau nach dem Unterricht demonstrieren gegangen sind.

… der Wiedereinführung des ‚Gelben Sacks‘?
Jede Regelung, die den Müllmarkt effektiver und kostengünstiger gestaltet, ist zu begrüßen. Allerdings wird die AfD-Kreistagsfraktion darauf pochen, dass dies auch in Form niedrigerer Müllgebühren bei den Bürgern ankommt, wie es der Geschäftsführer der Abfallwirtschaft bereits anklingen ließ. Wir werden ihn an seinen Worten messen. Es ist hingegen unverständlich, dass über eine Wahlfreiheit nicht auch weiterhin die Entsorgung per Tonne möglich ist und sich das „Duale System Deutschland“ dagegen sperrt.

 

Bei Bündnis90/Die Grünen beantwortete Catherine Kern unsere Fragen.

Catherine Kern antwortete in der Funktion als Kreisvorsitzende für Bündnis90/Die Grünen. Foto: privat

Gruppenfoto der Grünen zur Kreistagswahl 2019. Foto: privat

Was sagen Bündnis 90/Die Grünen zu …

… Sommer- oder Winterzeit?
Catherine Kern: Ich finde, Familien mit kleinen Kindern und Menschen, die aus beruflichen Gründen früh aufstehen müssen, profitieren davon, wenn es keine Umstellung mehr gibt. Deshalb halte ich die Abschaffung der Zeitumstellung für sinnvoll. Ich persönlich würde die Sommerzeit vorziehen, weil es im Sommer morgens später warm wird und es abends länger hell bleibt. Durch den Klimawandel werden die Tage heißer werden und die Kühle am Morgen kann man dann nutzen und genießen.

… dem Thema Abitur?
Catherina Kern: Ich finde das bestehende System gar nicht so schlecht. Schüler*innen die etwas länger brauchen, können ja später noch das Abitur machen. Gerade in Hohenlohe ist das meiner persönlichen Statistik nach schon häufig der Fall. Von großer Bedeutung ist hier eine starke Durchlässiogkeit des Schulsystems zwischen den einzelnen Schulformen und dazu eine ständige, gute Beratung und Begleitung. Dann besteht für alle Schüler*innen die Sicherheit, die für sie optimale Schulkarriere zu durchlaufen und dann den bestgeeigneten Beruf zu ergreifen, dieser muss als Bedingung nicht unbedingt das Abitur voraussetzen.

… dem Thema Klimaschutz und den Schülerdemos?
Catherine Kern: Ich begrüße Fridays for Future und finde es klasse, dass unsere Jugend sich zunehmend politisch engagiert und
ich hoffe, dass sie etwas bewirken können. Mit Recht fragen sie, was ihnen eine gute Schulbildung bringt, wenn ihre Zukunftsaussichten wegen des Klimawandels so ungewiss sind. Außerdem wünsche ich mir, dass diese Jugend sich auch im Erwachsenenalter politisch engagiert. Obwohl wir alle wissen, dass der Klimawandel kommt und wir dringend etwas dagegen tun müssen,
unternehmen wir selbst und unsere Politiker viel zu wenig dagegen. Schließlich findet der Klimawandel bereits statt, allerdings nehmen wir ihn noch nicht wirklich wahr. Eine zunehmende Klimaerwärmung kann ganze Regionen unserer Erde unbewohnbar machen. Wir selbst müssen überlegen, wie wir persönlich durch eine Änderung unserer Lebensgewohnheiten dem Klimawandel entgegenwirken können, z.B. durch eine geringere Nutzung des Autos, weniger Flugreisen und Einschränkung beim Verzehr von Fleisch und Wurst, schließlich gibt es auch leckere vegetarische und vegane Gerichte.

… der Wiedereinführung des ‚Gelben Sacks‘?
Catherine Kern: Ich verstehe, dass viele Hohenloher*innen sich darüber ärgern und es nicht verstehen, dass die gelben Säcke wieder eingeführt werden. Es ist alles viel aufgeräumter in einem Behälter aus hartem Kunststoff statt in Säcken, die schnell aufreißen können. Ich gehe davon aus, dass niemand im Kreistag über die Wiedereinführung des Gelben Sackes glücklich ist, sondern dass die äußeren Rahmenbedingungen keine andere Möglichkeit zuließen. Leider wird über den Gelben Sack die Entsorgung von Verpackungsmüll nur organisiert, zur notwendigen Vermeidung trägt er nicht bei. Außerdem kann die Recyclingquote noch wesentlich gesteigert werden. Das Problem ist eben, dass wir viel zu viel Plasikmüll überhaupt produzieren. Deutschland ist pro Kopf das Land in Europa, das am meisten Plastikmüll produziert.
Auch da müssen wir an uns selber arbeiten und unsere Einkäufe entsprechend planen: Möglichst viel offen kaufen, zum Beispiel auf dem Markt, und eigene (Stoff-) Taschen und Behälter mitbringen. Wir alle sind gefragt, sowohl beim eigenen Handeln als auch bei der Unterstützung unserer Politiker.

 

Für die FDP beantwortet Ute Oettinger-Griese unsere Fragen.

 

Ute Oettinger-Griese ist Bezirksvorsitzende der FDP. Foto: privat

Was sagt die FDP zu …

… Sommer- oder Winterzeit?
Ute Oettinger-Griese: Ich bin eindeutig für die dauerhafte Sommerzeit. Nach den letzten Umfragen wünscht das auch die Mehrheit der Bevölkerung. Ich höre auch immer wieder, dass die Umstellung zweimal im Jahr für viele Menschen auch gesundheitliche Beeinträchtigungen mit sich bringt. Auch die Landwirtschaft mit Tierhaltung leidet unter der Zeitumstellung. Die Vorteile, die man sich versprochen hatte bezüglich Energiesparen et cetera haben sich nicht bewahrheitet.

… dem Thema Abitur?
Ute Oettinger-Griese : Da halte ich gar nichts davon. Ganz im Gegenteil! Ich würde es befürworten , die Grundschulempfehlungen für weiterführende Schulen wieder einzuführen. Es ist ja unbestritten, dass das Niveau an fast allen Schulformen in den letzten Jahren gesunken ist. Die Universitäten und Hochschulen beklagen massiv, dass immer mehr Abiturienten überhaupt nicht mehr studierfähig sind und viel Handwerker beklagen, dass das Niveau ihrer Auszubildenden ebenfalls deutlich abgesunken ist. Im Umkehrschluss muss das bedeuten, dass wir das Niveau an unseren Schulen anheben müssen. Nicht jeder Schüler muss Abitur machen. Es ist keine Schande, kein Abitur zu haben. Das Abitur macht keine besseren Menschen. Viele andere Länder beneiden uns um unser duales Bildungssystem und viele Politiker lassen sich von internationalen Studien verunsichern. Wir sollten die Realschulen und die berufsbildenden Schulen stärken und die Durchlässigkeit unseres Schulsystems weiter ausbauen. Deutschland hat die geringste Jugendarbeitslosigkeit. So schlecht, wie unser Schulsystem von manchen Experten geredet wird, kann es deshalb gar nicht sein. Wir müssen die Vielfalt unseres Schulsystems weiter fördern und die Landesregierung sollte die Bevorzugung und einseitige Förderung einer Schulart einstellen.

… dem Thema Klimaschutz und den Schülerdemos?
Ute Oettinger-Griese: Ich finde es gut, dass die jungen Leute für den Klimaschutz auf die Straße gehen. Dadurch, dass man Freitagvormittag demonstrieren geht, hat man natürlich erstmal die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erhalten. Aber inzwischen denke ich, muss deshalb kein Unterricht mehr ausfallen. Im Endeffekt schaden sich die Schüler damit selbst. Man könnte ja auch Freitagnachmittag oder am Samstag in den Innenstädten demonstrieren, da trifft man mehr Menschen an, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Im Übrigen gilt in Deutschland die Schulpflicht. Jetzt ist es an der Zeit, die Energie umzuleiten in die Parlamente, die Verbände und die Wirtschaftsorganisationen, um dort den Druck zu erhöhen und eine vernünftige und umsetzbare Änderung der Klimapolitik zu erreichen. In der FDP zum Beispiel haben die Jungen Liberalen schon viele neue Ideen zum Klimawandel eingebracht und haben für aktive und junge Menschen immer ein offenes Ohr. Nur durch Demonstrationen ändern wir das Klima nicht. Da braucht es aktive Arbeit in den Parteien und Jugendorganisationen genauso wie in Verbänden und Organisationen, weil es ein gesamtgesellschaftliches Problem ist.

… der Wiedereinführung des ‚Gelben Sacks‘?
Ute Oettinger-Griese: Der Einführung des gelben Sackes hab ich auf der Kreistagssitzung nicht zugestimmt. Natürlich weiß ich, dass der Kreistag eigentlich kaum Alternativen hat. Seit Anfang des Jahres gilt das neue Verpackungsgesetz wonach unter anderem höhere Recycling-Quoten für Wertstoffe erreicht werden müssen. Mit dem jetzigen System zahlt der Kreis und somit der Gebührenzahler pro Jahr 350.000 Euro „drauf“. Wenn durch das Duale System der Gelbe Sack eingeführt wird, erwartet die Verwaltung eine deutliche Kosteneinsparung und die Säcke sollen im 14-tägigen Rhythmus abgeholt werden. Das allein hat mich aber nicht überzeugt. Ganz zu schweigen vom Anblick herumliegender Säcke an den Straßen, ist für mich die Frage herumwirbelnder Säcke bei Sturm (wie zum Beispiel im vergangenen Februar) oder die Gefahr, dass Tiere die Säcke auf der Suche nach Nahrung beschädigen und die Plastikteile dann einfach auf den Straßen herumliegen, von der Verwaltung und vom Vertreter des Dualen Systems nicht überzeugend beantwortet worden. Im Übrigen sollten wir uns alle an der Nase packen und mehr Müll vermeiden – das fängt schon beim täglichen Einkauf an.

 

Für die CDU hat Susanne Schmezer unsere Fragen beantwortet.

 

Susanne Schmezer hat die Fragen für die CDU-Fraktion beantwortet. Foto: privat

Was sagt die CDU zu …

… Sommer- oder Winterzeit?
Susanne Schmezer: Bei der Abschaffung der Sommer- und Winterzeit wäre es wichtig, innerhalb Europas eine einheitliche Zeitregelung zu finden. Das wird sicher nicht einfach, denn was für die Südländer von Vorteil ist, ist für die nördlichen Mitgliedsländer eventuell von Nachteil. Können die Länder selbst entscheiden,welche Zeit sie nehmen, kommt es vielleicht zu Abstimmungsproblemen in vielen Prozessen zum Beispiel Fahr- und Flugplänen. Mir persönlich wäre die Sommerzeit lieber als die Winterzeit.

… dem Thema Abitur?
Susanne Schmezer: Von diesem Vorschlag halte ich nichts. Wem die Oberstufe zu schwer ist, der hat immer noch viele andere Möglichkeiten des zweiten Bildungsweges zu einem Abitur oder zur Fachhochschulreife zu kommen. Es wäre auch sinnvoll, zu schauen, warum immer mehr Schüler das Abitur nicht auf Anhieb schaffen. Das muss ja eine oder vielleicht auch mehrere Ursachen haben. Die sollten dann behoben werden.

… dem Thema Klimaschutz und den Schülerdemos?
Susanne Schmezer: Es freut mich, dass die Schülergeneration wieder mehr Engagement zeigt und sich die Kundgebungen in der Zwischenzeit nicht mehr nur auf den Klimaschutz beziehen, sondern auch auf andere Zukunftsthemen. Wichtig ist aber, dass es bei den Schülern nicht nur beim Demonstrieren bleibt, sondern Sie sich auf aktiv für Klimaschutz stark machen und bewusster leben.

… der Wiedereinführung des ‚Gelben Sacks‘?
Susanne Schmezer: Das Thema Verpackungsmüll ist ja gerade in aller Munde. Schade ist, dass das bewährte System des Hohenlohekreises aus verschiedenen Gründen so nicht beibehalten werden kann. Deshalb die bezahlbare Lösung mit dem gelben Sack. Niemand ist wirklich glücklich über Ihn. Doch wenn wir alle durch unser Einkaufsverhalten möglichst viel Verpackungsmüll einsparen, werden wir damit zurechtkommen. Ich würde mir mehr wünschen, dass sich die Lebensmittelindustrie clevere Verpackungen erarbeitet, die das Verpackungsmüllaufkommen deutlich reduzieren würden. So würde schon gar nicht soviel Verpackungsmüll entstehen.

 

Für die SPD hat sich Hans-Jürgen Saknus die Zeit genommen, unsere Fragen zu beantworten.

 

Hans-Jürgen Saknus ist der stellvertretende SPD-Kreisverbandsvorsitzende. Foto: privat

Informationen rund um die Wahl des neuen Kreistages im Hohenlohekreis

Am Donnerstag, den 04. April 2019, prüfte der Kreiswahlausschuss die eingereichten Wahlvorschläge für die Wahl des Kreistags. Denn am 26. Mai 2019 ist die Wahl des Kreistages und der Kreiswahlausschuss entscheidet über die Zulassung oder Zurückweisung der Wahlvorschläge.

Dieses Jahr werden nicht nur die CDU, FWV, SPD, Bündis 90/Die Grünen, FDP und die Linken mit ihren Bewerbern für den Kreistag auf der Wahlliste zu finden sein. Neu dazu gekommen ist die AfD. Alle Wahlvorschläge wurden zugelassen. Der Kreiswahlausschuss hat keinen Bewerber der diesjährigen Wahlliste gestrichen.

Der Kreiswahlausschuss bestand am 04. April 2019 aus sieben Mitgliedern: Der Erste Landesbeamte Gotthard Wirth, Renate Schuld-Selige, Friederike Spieles, Magda Reichhardt, Emil Kalmbach, Manfred Schlegel und Kurt Gesper. Landrat Dr. Matthias Neth ließ sich aufgrund eines Todesfalles entschuldigen. Von den 40 geladenen Vertrauenspersonen, die auch Mitsprachrecht haben, sind nur drei erschienen. Und obwohl dies eine öffentliche Sitzung war, schaffte es nur ein Bürger sich im Landratsamt des Hohenlohekreises, die Entscheidung der Wahlvorschläge persönlich anzuhören.

Insgesamt bewerben sich 261 Personen für den Kreistag, darunter 75 Frauen (zirka 29 Prozent). Der zu wählende Kreistag wird mindestens 36 Sitze umfassen und kann sich durch Mehr- beziehungsweise Ausgleichssitze auf maximal 43 Sitze erhöhen.

// Wahlkreise //

In folgenden sechs Wahlkreisen kann gewählt werden: I Künzelsau, II Öhringen (Öhringen, Zweiflingen), III Jagsttal- Krautheim (Dörzbach, Krautheim, Mulfingen, Schöntal), IV Kochertal- Ingelfingen (Forchtenberg, Ingelfingen, Niedernhall, Weißbach), V Neuenstein (Kupferzell, Neuenstein, Waldenburg), VI Bretzfeld/Pfedelbach

// Was entscheidet der Kreistag? //

Der Kreistag ist die Vertretung der Einwohner und das Hauptorgan des Landkreises. Er legt die Grundsätze für die Verwaltung fest und entscheidet über alle wichtigen Angelegenheiten des Hohenlohekreises, soweit nicht der Landrat Kraft Gesetz zuständig ist oder ihm der Kreistag bestimmte Angelegenheiten überträgt. Die wahlberechtigten Bürger des Landkreises wählen den Kreistag für jeweils fünf Jahre. Die Zahl der Kreisräte ist abhängig von der Zahl der Einwohner des Landkreises.
Zuletzt wurde der Kreistag am 25. Mai 2014 gewählt und hat 39 Mitglieder. Vorsitzender ist Landrat Dr. Matthias Neth. Die wohl wichtigste Entscheidung in der vergangenen Periode war die Schließung des Krankenhausstandortes Künzelsau und den Erhalt und Ausbau des Öhringer Krankenhausstandortes.

// Der Wahlsonntag am 26. Mai 2019 //

Die Stimmzettel für die Kreistagswahl werden den wahlberechtigten Bürgern zusammen mit den Stimmzetteln für die Gemeinderats- und gegebenenfalls Ortschaftsratswahlen durch die Bürgermeisterämter zugesandt.
Der Stimmzettel für die am gleichen Tag stattfindende Europawahl wird in den Wahllokalen ausgehändigt, es sei denn, es wurde Briefwahl beantragt.

// Das Ergebnis //

Das endgültige Ergebnis der Kreistagswahl trifft der Kreiswahlausschuss in seiner Sitzung am 6. Juni 2019.

 

Alle Kandidaten im Überblick

Wahlkreis I Künzelsau

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

01   Neumann, Stefan,   Bürgermeister, Geb.Jahr 1982

Heinrich-Schüle-Straße 1, Künzelsau

02   Freiherr von Stetten, Christian,   Selbstständiger Kaufmann, Bundestagsabgeordneter, Geb.Jahr 1970

Burgallee 1, Künzelsau (Kocherstetten)

03   Hannig-Dümmler, Marion,   Stellvertretende Hauptamtsleiterin, Geb.Jahr 1977

Goldberg 7, Künzelsau

04   Piacentini, Franca,   Dipl.-Wirtschaftsjuristin (FH), Geb.Jahr 1976

Eichenweg 18, Künzelsau (Garnberg)

05   Heindl, Matthias,   Studienrat, Geb.Jahr 1982

Gaisbacher Straße 3, Künzelsau

06   Tsilingiris, Fotios,   Kfz-Technikermeister, Geb.Jahr 1976

Morsbacher Straße 28, Künzelsau

07   Knogl, Jürgen,   Bankbetriebswirt, Geb.Jahr 1982

Narzissenweg 6, Künzelsau (Gaisbach)

 

Freie Wählervereinigung Hohenlohekreis (FWV)

01   Dr. Faust, Peter,   Arzt, Geb.Jahr 1959

Langenburger Straße 35, Künzelsau

02   Löhlein-Ehrler, Verena,   Rechtsanwältin, Geb.Jahr 1961

Am Buchs 23, Künzelsau (Garnberg)

03   Bögner, Michael,   Geschäftsführer, Geb.Jahr 1986

Bruno-Lambert-Straße 28, Künzelsau (Nagelsberg)

04   Häckel, Anna-Margarete,   Rentnerin, Geb.Jahr 1951

Wiesweg 6, Künzelsau

05   Münch, Georg,   Kaufmann, Geb.Jahr 1969

Holderrainweg 63, Künzelsau

06   Dr. Faust, Andrea,   Ärztin, Geb.Jahr 1964

Langenburger Straße 35, Künzelsau

07   Amann, Swetlana,   Diabetesberaterin, Geb.Jahr 1973

Hundertwasserstraße 45, Künzelsau

 

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

01   Saknus, Hans-Jürgen,   Jugendreferent, Geb.Jahr 1956

Hundertwasserstraße 25, Künzelsau

02   Neubert, Eva,   Studentin, Geb.Jahr 1989

Gerhart-Hauptmann-Weg 6, Künzelsau

03   Sanwald, Michael,   Straßenbauer, Geb.Jahr 1958

Uhlandstraße 10, Künzelsau

04   Rydel, Simon,   Industriekaufmann, Geb.Jahr 1989

Burggasse 1, Künzelsau

05   Ederer, Ralf,   Dipl.-Informatiker (FH), Geb.Jahr 1959

Oberamteistraße 22, Künzelsau

06   Rothfuss, Fabian,   Politik- und Verwaltungswissenschaftler (M.A.), Geb.Jahr 1984

Gerhart-Hauptmann-Weg 6, Künzelsau

07   Drehmann, Norbert,   Kfz-Meister, Geb.Jahr 1956

Uhlandstraße 69, Ingelfingen

 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)

01   Neher, Anita,   Rektorin, Geb.Jahr 1958

Seestraße 18/1, Künzelsau

02   Braun, Martin,   Oberstudienrat i. R., Geb.Jahr 1950

Seestraße 22, Künzelsau

03   Bertsch-Gut, Renate,   Religionspädagogin, Geb.Jahr 1958

Im Herrenberg 14, Künzelsau (Morsbach)

04   Engelhardt, Lutz,   Jurist, Geb.Jahr 1955

Heinrich-Schüle-Straße 25, Künzelsau

05   Maxheimer-Fehrenbach, Doris,   Kinder- und Jugendärztin, Geb.Jahr 1954

Im Herrenberg 8, Künzelsau (Morsbach)

06   Traub, Gerold,   Religionspädagoge, Geb.Jahr 1982

Keltergasse 26, Künzelsau

07   Gut, Norbert,   Sonderschullehrer i. R., Geb.Jahr 1952

Im Herrenberg 14, Künzelsau (Morsbach)

 

Freie Demokratische Partei (FDP)

01   Brümmer, Claus,   Botschaftsrat a. D., Dipl.-Kaufmann, Geb.Jahr 1945

Amrichshäuser Straße 94, Künzelsau

02   Kraut, Stefan,   Verwaltungsangestellter, Geb.Jahr 1960

Weißbacher Straße 32, Weißbach (Crispenhofen)

03   Müller, Alfred,   Dipl.-Ingenieur (FH), Geb.Jahr 1952

Salvador-Dali-Weg 3, Künzelsau

04   Sigloch, Christiane,   Rechtsanwältin, Geb.Jahr 1969

Kapellenweg 2, Künzelsau

05   Straub, Günter,   Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH), Geb.Jahr 1964

Hindenburgstraße 5, Künzelsau

06   Ziemann, Axel,   Geschäftsführer, Geb.Jahr 1969

Zeppelinstraße 11, Künzelsau

07   Maurer, Günter,   Polizeibeamter i. R., Geb.Jahr 1952

Waldenburger Straße 15, Künzelsau (Gaisbach)

 

DIE LINKE (DIE LINKE)

01   Kern, Ernst,   Betriebsratsvorsitzender, Geb.Jahr 1964

Ernst-Schmid-Straße 7, Künzelsau

02   Sperr, Georg Andreas,   Angestellter, Geb.Jahr 1963

Mariannenstraße 37, Ingelfingen

03   Junker, Günter Hans,   Elektriker, Geb.Jahr 1963

Gartenstraße 7, Ingelfingen (Hermuthausen)

04   Falkenstein, Gerd,   Qualitätsfachkraft, Geb.Jahr 1960

Seestraße 20/1, Kupferzell (Westernach)

05   Hafner, Hansjörg,   Rentner, Geb.Jahr 1951

Weilerstraße 10, Pfedelbach (Untersteinbach)

 

Alternative für Deutschland (AfD)

01   Baron, Anton,   Landtagsabgeordneter, Geb.Jahr 1987

Am Römerbad 15, Öhringen

02   Binder, Georg,   Rentner, Geb.Jahr 1935

Kappensteige 14, Künzelsau

 

 

 

Wahlkreis II Öhringen

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

01   Michler, Thilo,   Oberbürgermeister, Geb.Jahr 1972

Obere Bürgstraße 16, Öhringen

02   Pallotta, Dieter,   Bürgermeister a. D., Geb.Jahr 1948

Vogelsangstraße 21, Bretzfeld

03   Gruber, Thomas Karl,   Dipl.-Betriebswirt (FH), Geb.Jahr 1980

Minervastraße 18, Öhringen

04   Kommnick, Rose-Maria,   Krankenschwester, Geb.Jahr 1956

Weinbergstraße 9, Öhringen (Verrenberg)

05   Schimmel, Ulrich,   Dipl.-Ingenieur Architektur (FH), Geb.Jahr 1960

Hanßelmannstraße 6, Öhringen

06   Härterich, Achim,   Bankkaufmann, Geb.Jahr 1967

Karl-Schumm-Straße 20, Öhringen

07   Roth, Emanuel,   Schreinergeselle, Geb.Jahr 1988

Klingenäcker 6, Zweiflingen

08   Wagner, Hermann,   Landwirtschaftsmeister, Geb.Jahr 1952

Hermann-Kollmar-Straße 79, Öhringen (Unterohrn)

09   Gebert, Irene,   Dipl.-Ingenieurin Agrar, Geb.Jahr 1956

Wachweg 7, Öhringen (Eckartsweiler)

10   Rembold, Albrecht,   Obstbaumeister, Geb.Jahr 1971

Gartenbühlstraße 27, Öhringen (Baumerlenbach)

11   Buchholz, Stefan,   Dipl.-Verwaltungswirt Polizei (FH), Geb.Jahr 1977

Am Klingenberg 1, Öhringen (Verrenberg)

12   Weissert, Roland,   Kaufmann, Geb.Jahr 1963

Kuhallmand 25, Öhringen

 

Freie Wählervereinigung Hohenlohekreis (FWV)

01   Dr. Weidmann, Otto,   Professor, Prorektor, Geb.Jahr 1961

Eichbrunnen 2, Öhringen (Untermaßholderbach)

02   Hütter, Antje,   Kaufmännische Angestellte, Geb.Jahr 1967

Golbergstraße 59, Öhringen (Verrenberg)

03   Cornelius, Willi,   Dipl.-Ingenieur, Geb.Jahr 1949

Theodor-Körner-Straße 25, Öhringen

04   Hornung, Klaus,   Industriekaufmann, Geb.Jahr 1957

Im Göckes 18, Öhringen (Michelbach)

05   Hammel, Bernd,   Bankkaufmann, Geb.Jahr 1967

Kirchsteige 15, Öhringen (Baumerlenbach)

06   Uziekalla, Frank,   Bankbetriebswirt, Geb.Jahr 1963

Rymannstraße 27, Öhringen

07   Zimmermann, Rolf,   Geschäftsführer, Geb.Jahr 1961

Baumschulweg 34, Öhringen

08   Lauser, Petra,   Oberstudienrätin, Geb.Jahr 1969

Nelkenstraße 10, Öhringen (Cappel)

09   Brümmer, Jürgen,   Versicherungsfachmann, Geb.Jahr 1965

Alte Steige 9, Öhringen (Michelbach)

10   Moser, Arnold,   Auszubildender Kaufmann im Groß- und Außenhandel, Geb.Jahr 1991

Bernhard-Sporer-Straße 17, Öhringen

11   Weidmann, Johannes,   Bankkaufmann, Geb.Jahr 1996

Eichbrunnen 2, Öhringen (Untermaßholderbach)

12   Langer, Rolf,   Berufsschullehrer, Geb.Jahr 1959

Berliner Straße 29, Öhringen

 

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

01   Kircher-Wieland, Irmgard,   Schriftlithographin i. R., Geb.Jahr 1951

Buchenstraße 22, Öhringen

02   Braun, Wolfgang,   Polizeibeamter, Geb.Jahr 1962

Am Bächle 12, Öhringen (Obermaßholderbach)

03   Sulejmanov, Sevim,   Geschäftsführerin, Geb.Jahr 1964

Albert-Meyder-Weg 14, Öhringen

04   Wegener, Patrick,   Student Europ. Verwaltungsmanagement (M.A.), Geb.Jahr 1994

Wibelstraße 10, Öhringen

05   Vermeulen, Caroline,   Exportsachbearbeiterin, Geb.Jahr 1960

Minervastraße 24, Öhringen

06   Graf, Helmut,   Rentner, Geb.Jahr 1951

Untere Gartenstraße 5, Öhringen

07   Wagner, Sigrid,   Zahnmedizinische Fachhelferin, Geb.Jahr 1968

Buchenstraße 20, Öhringen

08   Pfau, Monika,   Kunsthistorikerin, Geb.Jahr 1981

Ringstraße 1, Öhringen (Cappel)

09   von Bracken, Richard,   Musiker, Geb.Jahr 1964

Bahnhofstraße 25, Öhringen

10   Pannek, Adrian,   Staatlich geprüfter Techniker, Geb.Jahr 1973

Zur Hälde 2, Öhringen (Cappel)

11   Dahler, Armin,   Kommunikationselektroniker, Geb.Jahr 1971

Wiesenstraße 21, Öhringen (Verrenberg)

12   Fink-Osterritter, Gudrun,   Rentnerin, Geb.Jahr 1948

Robert-Koch-Straße 23, Öhringen

 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)

01   Bauer, Erika,   Hausfrau, Geb.Jahr 1948

Sonnenbergstraße 19, Öhringen (Michelbach)

02   Kern, Catherine,   Sprachlehrerin, Geb.Jahr 1961

Freiherr-vom-Stein-Straße 9, Öhringen

03   Roloff, Ulrike,   Krankenschwester, Geb.Jahr 1967

Klingenbergstraße 11, Öhringen (Möglingen)

04   Gross, Klaus,   Bürgermeister, Geb.Jahr 1960

Wacholderweg 8, Zweiflingen

05   Volkert, Dieter,   Dipl.-Ingenieur (FH), Geb.Jahr 1961

Dresdner Straße 2, Öhringen

06   Baumann, Regina,   Sprachlehrerin, Geb.Jahr 1955

Kirchenstraße 16, Zweiflingen

07   Löhr, Winfried,   Krankenpfleger, Geb.Jahr 1960

Gässle 4, Öhringen (Baumerlenbach)

08   Steck, Rainer,   Sozialarbeiter, Geb.Jahr 1964

Im Ländle 16, Öhringen

 

Freie Demokratische Partei (FDP)

01   Feiler, Gerhard,   Lehrer i. R., Geb.Jahr 1942

Goppeltstraße 39, Öhringen

02   Eisemann, Gerd,   Kfz-Mechaniker, Geb.Jahr 1975

Wiesenstraße 7, Öhringen (Verrenberg)

03   Feuchter, Arno,   Elektroinstallateurmeister, Geb.Jahr 1956

Hirschgasse 10, Öhringen

04   Fleisch, Ricarda,   Geschäftsführerin, Geb.Jahr 1966

Friedrichsruher Straße 38, Öhringen

05   Kircher, Markus,   Bauingenieur, Geb.Jahr 1973

Zehntweg 8, Öhringen (Baumerlenbach)

06   Köhler, Uwe,   Selbstständiger Verleger, Geb.Jahr 1961

Sindringer Straße 7, Öhringen (Ohrnberg)

07   Maul, Helmut,   Geschäftsführer, Geb.Jahr 1952

Am Römerbad 21, Öhringen

08   Odabas, Yavuz,   Referendar, Geb.Jahr 1988

Schubertstraße 28, Öhringen

09   Riedel-Beathalter, Dagmar,   Rentnerin, Geb.Jahr 1953

Albert-Neuffer-Straße 18, Öhringen

10   Sperling, Valentina,   Erzieherin, Geb.Jahr 1972

Kornblumenstraße 9, Öhringen

11   Zöllner, Timo,   Selbstständig Eventbranche, Geb.Jahr 1980

Theodor-Storm-Straße 6, Öhringen

12   Weber, Claus-Peter,   Architekt, Geb.Jahr 1972

Eichendorffstraße 4, Öhringen

 

DIE LINKE (DIE LINKE)

01   Karakilic, Ali,   Maschinenbautechniker, Geb.Jahr 1970

Wollreffenweg 88, Öhringen

02   Neuffer, Ulrich,   Krankenpfleger, Geb.Jahr 1959

Am Bergle 23, Bretzfeld (Rappach)

03   Hoge, Adalbert,   Krankenpfleger, Geb.Jahr 1955

Bernbachstraße 20, Bretzfeld (Unterheimbach)

04   Brecht, Elke,   Kauffrau, Geb.Jahr 1965

Kocherstraße 3, Bretzfeld (Waldbach)

05   Hartke, Norbert,   Werkzeugmacher, Geb.Jahr 1957

Amselweg 14, Öhringen

06   Krebs, Heiko,   Altenpfleger, Geb.Jahr 1978

Eduard-Knoll-Straße 24, Krautheim

07   Muletz, Markus,   Drucker, Geb.Jahr 1960

Obere Brettachtalstraße 14, Bretzfeld (Geddelsbach)

 

Alternative für Deutschland (AfD)

01   Moll, Jens,   Dipl.-Ökonom, Geb.Jahr 1983

Baumschulweg 10, Öhringen

02   Lehmann, Jörg,   Angestellter, Geb.Jahr 1965

Hebelstraße 17, Öhringen

03   Jacob, Mark Rene,   Anwendungsentwickler, Geb.Jahr 1975

Lerchenrain 2, Öhringen

 

 

 

Wahlkreis III Jagsttal-Krautheim

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

01   Sonnentag, Stefanie,   Masterstudentin Wirtschaftspsychologie, Geb.Jahr 1994

Am Büttelsberg 6, Dörzbach

02   Graser, Margarete,   Dipl.-Verwaltungswirtin (FH), Geb.Jahr 1961

Im Brühl 9, Mulfingen (Buchenbach)

03   Kümmerle, Andy,   Bürgermeister, Geb.Jahr 1980

Hintere Bachstraße 20, Dörzbach (Hohebach)

04   Köhler, Andreas,   Bürgermeister, Geb.Jahr 1959

Im Fels 15, Ingelfingen (Diebach)

05   Rüdinger, Roland,   Spediteur, Geb.Jahr 1962

Schönebühlstraße 20, Krautheim (Altkrautheim)

06   Volk, Rüdiger,   Geschäftsführer, Geb.Jahr 1975

Hopfengartenstraße 1, Schöntal (Oberkessach)

07   Graf von Zeppelin-Aschhausen, Johannes,   Land- und Forstwirt, Geb.Jahr 1964

Schloßweg 29, Schöntal (Aschhausen)

 

Freie Wählervereinigung Hohenlohekreis (FWV)

01   Dubowy, Thomas,   Facharzt für Allgemeinmedizin, Geb.Jahr 1962

Graf-Eberstein-Straße 18, Krautheim

02   Filz, Patrizia,   Bürgermeisterin, Geb.Jahr 1959

Sonnenrain 20, Schöntal (Bieringen)

03   Böhnel, Robert,   Bürgermeister, Geb.Jahr 1971

Regenbacher Straße 18, Mulfingen (Eberbach)

04   Stockert, Lothar,   Staatlich geprüfter Chemotechniker, Geb.Jahr 1954

Badstube 5, Krautheim

 

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

01   Smykalla, Heinz,   Geschäftsführer, Geb.Jahr 1947

Hohebacher Straße 11, Dörzbach

02   Grill-Huvermann, Rita,   Medizinische Fachangestellte, Geb.Jahr 1960

Eberbacher Straße 3, Mulfingen (Simprechtshausen)

03   Brümmer, Kilian,   Jurist, Geb.Jahr 1994

Schillerstraße 21, Schöntal (Bieringen)

04   Röser, Gudrun,   Betriebswirtin, Geb.Jahr 1962

Honigsteige 7, Schöntal

05   Lanig, Alois,   Landwirt, Geb.Jahr 1955

Hauptstraße 37, Mulfingen

06   Brümmer, Gabriel,   Lehramtsanwärter, Geb.Jahr 1990

Schillerstraße 21, Schöntal (Bieringen)

 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)

01   Naumann-Cleve, Sabine,   Künstlerin, Geb.Jahr 1955

Kichbergweg 2, Mulfingen (Ailringen)

02   Meixner, Hubert,   Dipl.-Pädagoge, Geb.Jahr 1957

Amrichshäuser Straße 72, Künzelsau

03   Weyrosta, Christiane,   Freiberufliche Krankenschwester, Geb.Jahr 1962

Graf-Eberstein-Straße 10, Krautheim

04   Weyrosta, Norman,   Geschäftsführer, Geb.Jahr 1956

Graf-Eberstein-Straße 10, Krautheim

05   Giehl, Thomas,   Lehrer, Geb.Jahr 1967

Im Möhriger Feld 37, Öhringen

 

Freie Demokratische Partei (FDP)

01   Abel, Valentin Christian,   Betriebswirt, Geb.Jahr 1991

Kapellenstraße 13, Schöntal (Westernhausen)

02   Abel, Karin,   Industriekauffrau, Geb.Jahr 1963

Kapellenstraße 13, Schöntal (Westernhausen)

03   Haas, Albert,   Werkzeugmachermeister, Geb.Jahr 1959

Ludwig-Eyth-Straße 4, Dörzbach (Hohebach)

 

DIE LINKE (DIE LINKE)

01   Kress, Gustav,   Rentner, Geb.Jahr 1956

Äckerlein 1, Schöntal (Westernhausen)

02   Marinkovic, Julia,   Hausfrau, Geb.Jahr 1994

Eduard-Knoll-Straße 19, Krautheim

03   Heller, Frank,   Heilerziehungspfleger, Geb.Jahr 1964

Kapellenstraße 2, Krautheim (Gommersdorf)

04   Neubauer, Frank,   Landschaftsgärtner, Geb.Jahr 1969

Graf-Eberstein-Straße 11, Krautheim

 

Alternative für Deutschland (AfD)

01   Elsasser, Markus,   Hausverwalter, Baudienstleister, Geb.Jahr 1976

In den Weingärten 11, Mulfingen (Buchenbach)

 

 

 

Wahlkreis IV Kochertal-Ingelfingen

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

01   Egner, Tanja,   Bankkauffrau, Geb.Jahr 1994

Brunnengasse 19, Weißbach (Crispenhofen)

02   Schmezer, Susanne,   Technikerin für Weinbau und Oenologie, Geb.Jahr 1967

Mariannenstraße 24, Ingelfingen

03   Ehrmann, Karl,   Landwirt, Geb.Jahr 1961

Oberginsbacher Straße 12, Ingelfingen (Stachenhausen)

04   Fischer, Matthias,   Technischer Betriebswirt, Geb.Jahr 1971

Galgenberg 27, Niedernhall

05   Foss, Michael,   Bürgermeister, Geb.Jahr 1989

Hafenmarktgasse 18, Forchtenberg

06   Fröscher, Ferdinand,   Winzer, Geb.Jahr 1990

Weißbacher Straße 6, Forchtenberg

07   Hartmann, Thomas,   Landwirtschaftsmeister, Geb.Jahr 1962

Teichhof 1, Forchtenberg (Sindringen)

08   Schneider, Udo,   Betriebswirt (FS), Geb.Jahr 1957

Austraße 3, Ingelfingen (Criesbach)

09   Trikalinos, Dimitrios,   Auszubildender, Geb.Jahr 1997

Crispenhofer Straße 20, Weißbach

 

Freie Wählervereinigung Hohenlohekreis (FWV)

01   Ehrmann, Markus,   Rechtsanwalt, Geb.Jahr 1977

Friedrich-Ludwig-Straße 21, Ingelfingen

02   Beck, Achim,   Bürgermeister, Geb.Jahr 1986

Hintere Gasse 24, Niedernhall

03   Züfle, Rainer,   Bürgermeister, Geb.Jahr 1963

Bergstraße 36, Weißbach

04   Schimmel, Bernd,   Landwirt, Geb.Jahr 1955

Hofstraße 20, Forchtenberg (Schleierhof)

05   Dr. Böhm, Oliver,   Chirurg, Geb.Jahr 1964

Christian-Kraft-Straße 42, Ingelfingen

 

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

01   Hagdorn, Karin,   Oberstudienrätin i. R., Geb.Jahr 1950

Schlossstraße 11, Ingelfingen

02   Enül, Orkan,   Vertriebssachbearbeiter, Geb.Jahr 1993

Am Breter 7, Ingelfingen

03   Erhard, Joachim,   Freiberuflicher IT-Berater, Geb.Jahr 1953

Wibelstraße 28, Forchtenberg (Ernsbach)

04   Mettendorfer, Peter,   Selbstständiger Kaufmann, Geb.Jahr 1971

Bachäcker 3, Niedernhall

05   Müller, Bernhard,   Polizeibeamter a. D., Geb.Jahr 1962

Finkenweg 5, Forchtenberg

06   Mazurkiewicz, Max,   Zahnarzt, Geb.Jahr 1972

Schöntaler Straße 8, Niedernhall

 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)

01   Kobel-Richter, Simone,   Freie Architektin, Geb.Jahr 1966

Mühlgrabenweg 13, Künzelsau

02   Pubantz, Markus,   Geschäftsführer, Geb.Jahr 1975

Braunsbergweg 5, Niedernhall

03   Bauer, Marcia,   Betriebswirtin, Geb.Jahr 1968

Justinus-Kerner-Weg 9, Niedernhall

04   Kertzscher, Stefan,   Sozialarbeiter, Geb.Jahr 1957

Lutzenbrunnen 9, Niedernhall

05   Kuhnert, Sandra,   Erzieherin, Geb.Jahr 1974

Steige 17, Niedernhall

06   Schmolzi, Holger,   Dipl.-Chemieingenieur, Geb.Jahr 1970

Im Kupfertal 38, Forchtenberg

07   Nohe, Erich,   Oberstudienrat i. R., Geb.Jahr 1948

Obere Klebstraße 30, Ingelfingen

 

Freie Demokratische Partei (FDP)

01   Förch, Daniel,   Selbstständiger Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, Geb.Jahr 1977

Laurentiusstraße 12, Niedernhall

02   Gleiß, Christina,   Verwaltungsfachangestellte, Geb.Jahr 1974

In den Steigäckern 48, Ingelfingen

03   Kuhnle, Waltraud,   Krankenschwester, Geb.Jahr 1961

Weinbergstraße 14, Weißbach

04   Lober, Fabian,   Kälte-Klima-Mechatronikermeister, Geb.Jahr 1986

Amrichshäuser Straße 94, Künzelsau

05   Staudenmaier, Brigitte,   Sozialversicherungsangestellte, Geb.Jahr 1971

Ahornstraße 46, Forchtenberg

 

DIE LINKE (DIE LINKE)

01   Dimmler, Petra,   Bürofachkraft, Geb.Jahr 1963

Tuchbleiche 6, Forchtenberg (Sindringen)

02   Nicklas, Raphael,   Auszubildender Elektroniker für Betriebstechnik, Geb.Jahr 1998

Seehof 14, Niedernhall

03   Kühn, Sabine,   Betriebsratsvorsitzende, Geb.Jahr 1964

Hintere Gasse 14, Niedernhall

04   Wiezorek, Kevin,   Hausmann, Geb.Jahr 1994

Eduard-Knoll-Straße 19, Krautheim

05   Baur-Gerner, Karl-Heinz,   Rentner, Geb.Jahr 1944

Gartenstraße 7, Ingelfingen (Hermuthausen)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wahlkreis V Neuenstein

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

01   Metzger, Isolde,   Geschäftsführerin, Geb.Jahr 1961

Im Wiesengrund 16, Kupferzell (Neu-Kupfer)

02   Knobel, Markus,   Bürgermeister, Geb.Jahr 1969

Haller Straße 15, Waldenburg

03   Gebert, Dieter,   Schreinermeister, Geb.Jahr 1959

Bögele 25, Neuenstein

04   Kieß, Gerhard,   Landwirtschaftsmeister, Geb.Jahr 1950

Bühlholz 3, Kupferzell (Beltersrot)

05   Rogge, Karlheinz,   Immobilienverwalter, Geb.Jahr 1965

Hauptstraße 140, Waldenburg

06   Heim, Peter,   Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH), Geb.Jahr 1959

Sophienbergstraße 8/1, Neuenstein

07   Färber, Heinz,   Landwirt, Geb.Jahr 1954

Obermühle Haus Nr. 4, Waldenburg

 

Freie Wählervereinigung Hohenlohekreis (FWV)

01   Braunisch, Sabine,   Angestellte, Geb.Jahr 1966

Burgstraße 29, Neuenstein (Neufels)

02   Bellingrath-Palesch, Manfred,   Projektmanager, Geb.Jahr 1962

Frankenweg 7, Kupferzell

03   Lemke, Peter,   Rentner, Geb.Jahr 1951

Hohenlohestraße 18, Kupferzell

04   Nicklas, Karl Michael,   Bürgermeister, Geb.Jahr 1981

Neue Straße 32, Neuenstein (Untereppach)

05   Schüz, Heinrich,   Dipl.-Sozialpädagoge (FH), Geb.Jahr 1955

Am Waldrand 27, Waldenburg

 

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

01   Weiß, Anke,   Rechtsreferendarin, Geb.Jahr 1991

Leisklinge 46, Kupferzell

02   Rehm, Fritz,   Realschullehrer a. D., Geb.Jahr 1947

Alte Schulstraße 10, Kupferzell (Rüblingen)

03   Weinstock, Maria,   Kinderkrankenschwester, Geb.Jahr 1955

Falkenstraße 14, Neuenstein

04   Kühner, Tom,   Student, Geb.Jahr 1994

Im Löwengarten 24, Pfedelbach

05   Wagner, Kim Alisa,   Referentin Personal und Öffentlichkeitsarbeit, Geb.Jahr 1989

Heinrich-Bürger-Straße 8, Kupferzell

06   Gaßner, Oliver,   IT-Netzwerkadministrator, Geb.Jahr 1972

Leisklinge 27, Kupferzell

07   Rappsilber, Kerstin,   Rentnerin, Geb.Jahr 1952

Am Burgersee 27, Waldenburg

 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)

01   Bruhn, Barbara,   Oberregierungsrätin, Geb.Jahr 1968

Schulstraße 22, Forchtenberg

02   Schäfer, Martin,   Selbstständiger Landwirt, Geb.Jahr 1959

Steinsfürtle 3, Neuenstein (Steinsfürtle)

03   Böttinger, Ute,   Journalistin, Geb.Jahr 1961

Weinsbacher Straße 12/1, Neuenstein

04   Munz, Günther,   Selbstständiger Schreiner, Geb.Jahr 1954

Vogelsang 27, Kupferzell

05   Lottner-Arnold, Sebastian,   Speditionskaufmann, Geb.Jahr 1983

Häuserstraße 2, Neuenstein (Eschelbach)

 

Freie Demokratische Partei (FDP)

01   Oettinger-Griese, Ute,   Selbstständige Kauffrau, Geb.Jahr 1957

Untere Vorstadt 14, Kupferzell

02   Aschenbach, Cornelia,   Studentin Bauingenieurwesen (FH), Geb.Jahr 1998

Kirchhofgärten 3, Kupferzell

03   Aschenbach, Marion,   Dipl.-Ing. Architektur (FH), Geb.Jahr 1966

Kirchhofgärten 3, Kupferzell

04   Däuber, Günther,   Geschäftsführer i. R., Geb.Jahr 1953

Weilerwiesen 20/1, Kupferzell

05   Kleinfeld, Jens,   Geschäftsführer, Geb.Jahr 1963

Am Waldrand 11, Waldenburg

06   Kuch, Helga,   Industriekauffrau, z. Zt. Hausfrau, Geb.Jahr 1956

Markenbrunnen 30, Kupferzell

07   Pekers, Michael,   Geschäftsführer, Geb.Jahr 1968

Hauptstraße 3, Künzelsau

 

DIE LINKE (DIE LINKE)

01   Neumann, Richard,   Betriebsratsvorsitzender, Geb.Jahr 1959

Vier Eichen 15, Kupferzell (Neu-Kupfer)

02   Tylinski, Thomas,   Sicherheitskraft, Geb.Jahr 1961

Haselweg 2, Neuenstein (Kleinhirschbach)

03   Catanese, Lisa,   Studentin, Geb.Jahr 1997

Schlossstraße 9, Neuenstein

04   Hafner, Axel,   Mechatroniker, Geb.Jahr 1983

Weilerstraße 10, Pfedelbach (Untersteinbach)

 

Alternative für Deutschland (AfD)

01   Braun, Jürgen,   Weinbau, Besenwirt, Geb.Jahr 1955

Griet Haus Nr. 2, Pfedelbach (Harsberg)

02   Dr. Kuhnert, Hans-Joachim,   Doktor der Medizin, Geb.Jahr 1946

Döttenweiler 1, Neuenstein (Kleinhirschbach)

 

 

 

Wahlkreis VI Bretzfeld/Pfedelbach

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

01   Weibler, Rolf,   Landwirtschaftsmeister, Geb.Jahr 1958

Wengertstraße 8, Bretzfeld (Siebeneich)

02   Kunkel, Torsten,   Bürgermeister, Geb.Jahr 1963

Lilienstraße 41, Pfedelbach (Windischenbach)

03   Nußbaum, Ulrike,   Rechtsanwältin, Geb.Jahr 1967

Kelterweg 16, Bretzfeld (Bitzfeld)

04   Lösch, Ulrike,   Dipl.-Betriebswirtin, Geb.Jahr 1976

Adolzfurter Straße 33, Pfedelbach (Windischenbach)

05   Eberle, Simon,   Personalreferent, Geb.Jahr 1988

Zur Stadtbahn 8, Bretzfeld (Bitzfeld)

06   Bauer, Eberhard,   Geschäftsführer, Geb.Jahr 1950

Alte Straße 20, Pfedelbach (Heuberg)

07   Müller, Jonathan,   Weinbautechniker, Geb.Jahr 1986

Untere Brettachtalstraße 44, Bretzfeld (Geddelsbach)

08   Knöferl, Siegfried,   Selbstständiger Schriftsetzermeister, Geb.Jahr 1960

Carl-Maria-von-Weber-Straße 5, Pfedelbach

09   Pfisterer, Steffen,   Elektrotechnikermeister, Geb.Jahr 1973

Weinsberger Straße 34, Bretzfeld (Scheppach)

10   Neu, Andreas,   Dozent, Betriebswirt, Geb.Jahr 1970

Am Steinbach 6, Pfedelbach (Untersteinbach)

 

Freie Wählervereinigung Hohenlohekreis (FWV)

01   Blanck, Tina,   Lehrerin, Geb.Jahr 1976

Schlossbergstraße 6, Pfedelbach (Oberohrn)

02   Breuninger, Christina,   Bankkauffrau, Geb.Jahr 1967

Goldbergstraße 11, Pfedelbach (Windischenbach)

03   Schmitgall, Silke,   Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin, Geb.Jahr 1971

Obere Brettachtalstraße 15, Bretzfeld (Geddelsbach)

04   Bechle, Manfred,   Stuckateurmeister, Geb.Jahr 1961

Sonnenbergstraße 4, Bretzfeld (Dimbach)

05   Dr. Burr, Steffen,   Wirtschaftsanwalt, Geb.Jahr 1984

Keltenstraße 6, Bretzfeld (Bitzfeld)

06   Kienzle, Jürgen,   Werkzeugmacher, Geb.Jahr 1959

Bretzfelder Straße 25, Bretzfeld (Adolzfurt)

07   Knoche, Joachim,   Lehrer, Geb.Jahr 1955

Unterhöfener Straße 11, Pfedelbach (Harsberg)

 

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

01   Weber, Sabine,   Rechtsanwaltsgehilfin, Geb.Jahr 1966

Alemannenstraße 17, Bretzfeld (Bitzfeld)

02   Vogelmann, Daniel,   Einkäufer, Geb.Jahr 1985

Alte Kellerei 3, Pfedelbach

03   Steiner, Susanne,   Hörakustikmeisterin, Geb.Jahr 1962

Schwabbacher Straße 1, Bretzfeld (Siebeneich)

04   Jambor, Matthias,   Mechatroniker, Geb.Jahr 1999

Humperdinckstraße 4, Pfedelbach

05   Rode, Monika,   Hotelfachfrau, Geb.Jahr 1975

Holunderweg 12, Pfedelbach

06   Wagschal, Jens,   Key-Account-Manager, Geb.Jahr 1968

Heimbachstraße 29/1, Bretzfeld (Unterheimbach)

07   Heß-Mugler, Renate,   Gesundheits- und Krankenpflegerin, Geb.Jahr 1964

Kirchstraße 23, Bretzfeld (Rappach)

08   Hofmann, André,   Bauleiter, Geb.Jahr 1968

Steinsfeldstraße 53, Bretzfeld (Rappach)

09   Kösekahya, Yunus,   Anlagen- und Maschinenführer, Geb.Jahr 1990

Johann-Strauß-Straße 24, Pfedelbach

10   Heß, Nils Uwe,   Verwaltungsangestellter, Geb.Jahr 1989

Kirchstraße 23, Bretzfeld (Rappach)

 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)

01   Krehl, Katharina,   Lehrerin, Geb.Jahr 1959

Hauffstraße 25, Öhringen

02   Sachse, Peter,   Heizungsbauer, Geb.Jahr 1956

Panoramaweg 7, Pfedelbach (Heuberg)

03   Ferchau, Antje,   Stadtplanerin, Geb.Jahr 1966

Entengasse 9, Bretzfeld (Waldbach)

04   Griese, Wilhelm,   Sonderschullehrer, Geb.Jahr 1957

Vorderes Gwend 11, Öhringen (Cappel)

05   Schefold, Roland,   Sonderschullehrer, Geb.Jahr 1957

Steigersbrünnle 44, Neuenstein

06   Lehmann, Frank,   Architekt, Geb.Jahr 1962

Pfedelbacher Straße 23, Öhringen

 

Freie Demokratische Partei (FDP)

01   Schenk, Michael,   Konstruktionstechniker, Geb.Jahr 1955

Römerstraße 8, Pfedelbach (Gleichen)

02   van Amern-Kasten, Karl-Heinz,   Unternehmer, Geb.Jahr 1953

Brunnenstraße 11, Pfedelbach (Windischenbach)

03   Lippold, Michael,   Lehrer, Geb.Jahr 1964

Mattesstraße 2, Öhringen

04   Paidar-Darian, Sirus,   Unternehmer, Geb.Jahr 1976

Sommerrain 18, Pfedelbach (Untersteinbach)

05   Reber, Mark,   Student, Geb.Jahr 1997

Pfarrstraße 1, Bretzfeld (Adolzfurt)

06   Stapf, Ilona,   Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft, Geb.Jahr 1956

Birkenhöfe 2, Bretzfeld (Bitzfeld)

07   Dr. Welisch, Pascale,   Ärztin, Geb.Jahr 1965

Obersteinbacher Straße 5, Pfedelbach (Untersteinbach)

08   Wirkner, Uwe,   Sozialversicherungsangestellter, Geb.Jahr 1964

Am Bahndamm 32, Öhringen

 

DIE LINKE (DIE LINKE)

01   Brecht, Simon,   Kaufmann, Geb.Jahr 1998

Kocherstraße 3, Bretzfeld (Waldbach)

02   Wolf, Martin,   Kfz-Meister, Geb.Jahr 1962

Kocherstraße 14, Bretzfeld (Waldbach)

03   Möhrle, Hans-Jürgen,   Lagerist, Geb.Jahr 1959

Kirchgärten 1, Bretzfeld (Unterheimbach)

04   Bächtle, Niels,   Arbeiter, Geb.Jahr 1998

Lupinienweg 8, Bretzfeld (Schwabbach)

05   Weimar, Heinz,   Rentner, Geb.Jahr 1935

Lessingstraße 10, Pfedelbach

 

Alternative für Deutschland (AfD)

01   Schmidt, Thomas,   Verkäufer, Geb.Jahr 1979

Münzstraße 74, Öhringen

02   Hammer, Volker,   Rentner, Geb.Jahr 1947

Mozartstraße 3, Bretzfeld (Waldbach)

03   Weber, Bernd,   Verkäufer, Geb.Jahr 1961

Pestalozzistraße 4, Bretzfeld (Rappach)

 

 

 




Er ist wieder da

Warum der Gelbe Sack sein Comeback in Hohenlohe feiert

Sind wir mal ehrlich: Wer von uns stand nicht schon mal vor einer Mülltonne für Plastikmüll mit einem Becher Joghurt in der Hand, der sein Mindesthaltbarkeitsdatum schon längst überschritten hat und hat ihn einfach komplett mit Inhalt entsorgt? Manch einer lässt auch mal einen ausrangierten Sonnenschirm in der Leichtverpackungstonne verschwinden. Das kann man mit dem ‚gelben Sack’ nun nicht mehr. Und das ist auch so gewollt.

Gelbe Säcke. Quelle: wikipedia

„Man muss einen Joghurtbecher nicht auswaschen. Es reicht, wenn er ‚löffelrein’ ist. Aber den Deckel sollte man nicht wieder auf den leeren Milchpack drehen. Der Verpackungsmüll wird maschinell getrennt und die Maschine schafft es nicht, diese beiden Stoffe zu trennen“, erklärt Sebastian Damm, Geschäftsführer der Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises.

Viele Bürger sammeln den Leichtverpackungsmüll zu Hause in einer Plastiktüte, um ihn dann in der Tonne zu entsorgen. Das kann man sich fortan durch den ‚gelben Sack’ sparen. Ab 01. Januar 2021, also in rund zwei Jahren, ist er wieder da. Der gelbe Sack. Das hat der Kreistag am 13. März 2019 beschlossen. Vor einigen Jahren hat er schon einmal die Küchen und Straßenränder in Hohenlohe geziert. 2002 löste ihn die Tonne für Altpapier und Leichtverpackungen ab – die ist zwar schöner anzuschauen. Nur die Mülltrennung werde nicht mehr ganz so akkurat verfolgt von den Bürgern. Mit dem transparenten gelben Sack erhofft man sich nun, dass die Bürger mehr darauf achten, was sie in den gelben Sack stecken, da der Inhalt für die Müllabführ sofort sichtbar ist.

Hoffnung, mehrere 100.000 Euro damit einzusparen

Vorteil für den Verbraucher: Viele Haushalte haben derzeit nur eine Tonne und müssen damit entweder Altpapier in Kartons sammeln, bis das Plastik in der Tonne geleert wurde oder umgekehrt. Mit der Rolle rückwärts zurück zum gelben Sack kann das Altpapier nun immer in die Tonne wandern, da die Kunststoffe in Säcken völlig separat gesammelt werden.

Die bisher verwendeten Tonnen werden jedoch hierfür wieder eingesammelt. Der Hohenlohekreis kauft neue Tonnen für das Altpapier, die einen Chip haben, damit man auch jederzeit weiß, so Damm, wo die Tonne gerade steht. Die neuen Tonnen kosten zirka 140.000 Euro, was zwar viel Geld ist, aber man erhofft sich, dass durch die Wiedereinführung des Gelben Sacks die Müllkosten stark sinken.

Der Hohenlohekreis arbeitete bisher mit dem privaten Anbieter Veolia zusammen. Jährlich kostete die Entsorgung des Plastikmülls laut Damm rund 700.000 Euro. Durch den Verkauf des Mülls verdiene man rund 350.000 Euro. Die fehlenden 350.000 Euro zahlt der Bürger mit seinen Müllgebühren. Man erhoffe sich nun, dass das Einsammeln der Gelben Säcke nur noch rund 370.000 Euro koste. Genaue Zahlen lägen jedoch noch nicht vor. Die Abholung des Gelben Sacks würde dann ausgeschrieben werden. Vielleicht findet sich ein günstigeres Unternehmen als Veolia oder Veolia ‚bleibt im Rennen’ und behält den Auftrag. Laut Damm hoffe man dadurch auch auf höhere Erlöse beim Verkauf des Mülls in Höhe von rund 400.000 Euro. Man würde damit beträchtlich Geld sparen, sollten die Prognosen eintreffen – damit müssten dann auch die Müllgebühren stark sinken.

Die Abfallwirtschaft Hohenlohekreis will bis Ende 2019 einen Auftragnehmer für die Sammlung finden und ab Oktober 2020 die neuen Tonnen verteilen.

Noch mehr Plastik

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann

In Zeiten von „Fridays-for-future“-Demos für den Klimaschutz lässt der Kreistag die Hohenloher Bürger angesichts der Wiedereinführung des Gelben Sacks mit einem Stirnrunzeln zurück. Nicht nur, dass der Sack schon einmal da gewesen ist und es damals Gründe gab, ihn abzuschaffen. Nun ist das gelbe Symbol für Umweltverschmutzung schlechthin wieder zurück. Gründe hierfür werden genannt: Es könnte sein, dass sich dadurch die Müllkosten minimieren, aber konkret wisse man das noch nicht. Ganz zu schweigen von den ganzen Tonnen, die nun wieder eingesammelt, womöglich verschrottet und gegen neue eingetauscht werden. Das ist Müllproduktion ohne Sinn und Verstand.

Fehlwürfe? Welche Fehlwürfe?

Wenn wir mit Bürgern über die so genannten Fehlwürfe sprechen, die es laut der Abfallwirtschaft immer wieder gibt, sagen uns die meisten: „Also ich trenne richtig.“ Das mag schon sein, zumindest ist der feste Glaube da, ein biologischer Bürger mit völlig weißer Ökoweste zu sein. Doch dann beobachtet man sich selbst und stellt fest: So ganz ohne Fehlwürfe kommt man auch nicht immer über die Woche. Sehen Sie im Video, welche Fehlwürfe sich GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann leistet.




Die Kunst auf dem Pferd

Turnen auf dem Boden ist schon eine Herausforderung. Aber Turnen auf einem wackelnden und sich bewegenden Untergrund?
Nichts anderes ist Voltigieren: Turnen auf dem Pferd.

Genau das bietet Birgit Leu seit über zehn Jahren in der Hofratsmühle in Künzelsau an.
Leu und ihre Helfer trainieren zirka 50 Voltigierer zwischen sechs und 26 Jahren.
Früher wäre das nicht möglich gewesen, erinnert sich die 54-Jährige. „1963 gab es noch eine Altersgrenze. Man durfte höchstens 16 Jahre alt sein, wenn man bei den Meisterschaften teilnehmen wollte.“ Über die Jahre hinweg sei die Altersgrenze immer weiter nach oben gesetzt worden, bis sie 2008 abgeschafft wurde, erklärt die 54-Jährige Braunsbacherin.
Viele Voltigieren noch weit ins Erwachsenenalter. Der Vorteil: Je länger man trainiert, desto intensiver kann man sich mit den Figuren, die man auf dem Pferd macht, beschäftigen. Ein- bis zweimal die Woche zu trainieren, sei das Mindeste, so die Expertin. „Die größeren Kinder, die an Tunieren teilnehmen, trainieren zwei- bis dreimal wöchentlich.“ Hinzu komme noch Krafttraining und joggen.

Dies ist aber kein reiner Frauensport, auch Jungs und Männer voltigieren und werden gerne für die Hebefiguren herangezogen, da sie in der Regel kräftiger sind. Aber oft kämen vor allem die Jungs an den Punkt, an dem sie sich entscheiden müssen: Fußball oder Voltigieren? Denn die Schule geht vor und jeder Sport ist zeitintensiv.

Leus Voltigiergruppe hat fünf Pferde und Holzpferde, auf denen die Voltigierer trainieren. Denn nur dem Holzpferd seien Fehler egal und die fünf Pferde können nicht im Dauereinsatz sein, nur damit die Voltigierer trainieren können. Von den fünf Pferden gehören vier Leu, eines davon ist sogar schon 23 Jahre alt. So trainieren die Kinder beim Voltigieren nicht nur ihren Sinn für Gleichgewicht und Rhythmus sowie eine gewisse Grundsportlichkeit. Sie müssen auch lernen, wie man mit Tieren umgeht. „Denn auch die Pflege der Pferde wird gelernt“, so die Braunsbacherin.

 

Voltigieren in Morsbach

Die Voltigiergruppe des Vereins Islandpferdefreunde Hohenlohe-Tauber e.V ist hier im Hohenlohe die einzige Möglichkeit, die Kunst des Voltigierens zu erlernen. Die nächsten Voltigiergruppen gäbe es erst wieder in Dinkelsbühl und Bad Friedrichshall, so Birgitt Leu.

Kontaktdaten:
birgitleu@hotmail.com
Tel.: 0790/6391

Lasse Leu und Pauline Stier auf Pferd Carpe.
Foto: GSCHWÄTZ

Die L-Mannschaft nach der Übung: Pferd Carpe, Trainerin Birgit Leu, Linda Karle, Lasse Leu, Jana Lauterer, Julia Karle, Pauline Stier.
Das Ergebnis der L-Guppe: der 2. Platz.
Foto: GSCHWÄTZ

Pferd Aragon. Foto: GSCHWÄTZ




Die AfD im Hohenloher Kreistag?

Am Donnerstag, den 04. April 2019, prüfte der Kreiswahlausschuss die eingereichten Wahlvorschläge für die Wahl des Kreistags. Denn am 26. Mai 2019 ist die Wahl des Kreistages und der Kreiswahlausschuss entscheidet über die Zulassung oder Zurückweisung der Wahlvorschläge.

Dieses Jahr werden die CDU, FWV, SPD, Bündis 90/Die Grünen, FDP und die Linken mit ihren Bewerbern für den Kreistag auf der Wahlliste zu finden sein. In der Kreitagwahl 2019 wird es eine siebte Faktion mit Bewerbern geben – die AfD. Alle Wahlvorschläge wurden heute zugelassen. Der Kreiswahlausschuss hat keinen Bewerber der diesjährigen Wahlliste gestrichen.

Der Kreiswahlausschuss

Der Kreiswahlausschuss bestand am 04. April 2019 aus sieben Mitgliedern: Der Erste Landesbeamte Gotthard Wirth, Renate Schuld-Selige, Friederike Spieles, Magda Reichhardt, Emil Kalmbach, Manfred Schlegel und Kurt Gesper. Landrat Dr. Matthias Neth ließ sich aufgrund eines Todesfalles entschuldigen. Von den 40 geladenen Vertrauenspersonen, die auch Mitsprachrecht haben, sind nur drei erschienen. Und obwohl dies eine öffentliche Sitzung war, schaffte es nur ein Bürger sich im Landratsamt des Hohenlohekreises, die Entscheidung der Wahlvorschläge persönlich anzuhören.

Die Liste der Bewerber wird am 12. April 2019 vom Landratsamt des Hohenlohekreises veröffentlicht.

Am 26. Mai 2019 können 36 und maximal 43 Personen in den Kreistag gewählt werden. Die Wahlkreise Kochertal-Ingelfingen und Bretzfeld/Pfedelbach erhalten aufgrund der gestiegenen Einwohnerzahl, bei der diesjährigen Wahl jeweils einen Sitz mehr.

Der Kreistag

Der Kreistag ist die Vertretung der Einwohner und das Hauptorgan des Landkreises. Er legt die Grundsätze für die Verwaltung fest und entscheidet über alle wichtigen Angelegenheiten des Hohenlohekreises, soweit nicht der Landrat Kraft Gesetz zuständig ist oder ihm der Kreistag bestimmte Angelegenheiten überträgt. Die wahlberechtigten Bürger des Landkreises wählen den Kreistag für jeweils fünf Jahre. Die Zahl der Kreisräte ist abhängig von der Zahl der Einwohner des Landkreises.
Zuletzt wurde der Kreistag am 25. Mai 2014 gewählt und hat 39 Mitglieder. Vorsitzender ist Landrat Dr. Matthias Neth.