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Ingelfingen: Warum wurde der Hilfsamtsbote gefeuert?

„Am Mittwoch, nach der letzten Gemeinderatssitzung, habe ich die Meldung erhalten, dass der Hilfsamtsbote entlassen worden sei“, sagt Bernd Bauer, Gemeinderatsmitglied, bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag, den 12. Juni 2018, unter der Tagesordnung „Sonstiges“ im Schloss in Ingelfingen.

Warum wird eine Entlassung bei der Gemeinderatssitzung angesprochen?

Der Bürgermeister Michael Bauer bejahte die Entlassung, jedoch könne der Bürgermeister öffentlich dazu nichts sagen. „Haben sie hier bitte Verständnis, das ist auch zum Schutz des Betroffenen“, so Michael Bauers knappe Antwort bei der Gemeinderatssitzung.

Kritische Äußerung als Grund für eine Entlassung?

Laut Gerüchten soll der Hilfsamtsbote aufgrund einer kritischen Äußerung bei dem Informationsabend bezüglich der neuen Einbahnstraßenregelung der Mariannenstraße, entlassen worden sein.

GSCHWÄTZ fragt bei Bürgermeister Michael Bauer nach, was an dem Gerücht dran ist. Sein Statement dazu: „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich zu Personalangelegenheiten keine detaillierten Auskünfte geben kann. Selbstverständlich stellt eine „kritische Äußerung“ bei der Stadt Ingelfingen keinen Kündigungsgrund dar.“

 

GSCHWÄTZ-Artikel über die geplante Einbahnstraße der Mariannenstraße in Ingelfingen:




Stadtmagazin-Chef kritisiert Öhringens OB

„Einen Oberbürgermeister, der die Pressefreiheit und damit das Grundgesetz mit Füßen tritt, der Druckerzeugnisse, deren Berichterstattung nicht seiner Meinung entspricht, vernichten lässt – so einen Oberbürgermeister braucht in der freien Welt keiner!“ Dieser Satz sitzt. Er stammt aus der Feder von Uwe Köhler. Köhler ist Chefredakteur des Stadtmagazins DER ÖHRINGER. Auf Seite zwei und drei seines Monatsmagazins weist er in der aktuellen Juni-Ausgabe darauf hin, dass die Stadt diverse Maßnahmen ergriffen habe, nachdem ein kritischer Artikel erschienen ist. Köhler sieht darin einen Eingriff in die Pressefreiheit.

Vernichtung von Magazinen?

Unter anderem dürfe DER ÖHRINGER zukünftig in keinem öffentlichen Gebäude der Stadt Öhringen mehr ausliegen, Anzeigen würden gestrichen, Ausgaben seien vernichtet worden.

Hier ein Auschnitt seines Statements in DER ÖHRINGER:

Uwe Köhler kritisiert die Stadt Öhringen

Michael Walter von der Stadt Öhringen erklärt im Namen von Oberbürgermeister Thilo Michler auf GSCHWÄTZ-Nachfrage:„Es ist richtig, dass die beiden letzten Ausgaben (Mai und Juni) des

Stadtmagazins „der Öhringer“ von der Auslage im Rathauseingang entfernt wurden (Mai) bzw. nicht ausgelegt wurden (Juni).

Der Grund liegt in den aus unserer Sicht krass unwahren Tatsachenbehauptungen in einzelnen Artikeln. Als Auslagestelle haben wir Sorge, dass wir mit der Verbreitung dieser Informationen möglicherweise haftbar gemacht werden könnten.

Mit dem Öhringer sind wir jedoch im Austausch und haben bereits signalisiert, dass künftige Ausgaben  – wie in den vergangenen Jahren auch – wieder auslegen werden, wenn der Herausgeber und die Redaktion ihrer journalistischen Sorgfaltspflicht wieder nachkommen. Dazu zählt aus unserer Sicht, dass bei externen PR-Beiträgen, die erhebliche Kritik und Anschuldigungen gegenüber einzelnen Stellen und Personen enthalten, die Betroffenen die Möglichkeit haben sollten, im Zuge einer Veröffentlichung selbst auch Stellung zu nehmen. Ich denke, die nächste Ausgabe und die darauf folgenden werden im Schloss wieder kostenlos zur Mitnahme ausliegen.“

Öhringens OB Michler bemängelt journalistische Sorgfaltspflicht

Walter betont: „Die Exemplare wurden nicht vernichtet. Sie wurden im Schloss / Rathaus gelagert und bislang jedoch nicht abgeholt.“

Auf die Frage, ob es korrekt ist, dass Herr Michler angeordnet hat, dass nie mehr Werbeanzeigen von Mitarbeitern der Stadtverwaltung im Öhringer geschaltet werden dürfen, antwortet Walter:

„Nein, Werbeanzeigen schalten wir von Seiten der Verwaltung und der Einrichtungen nach Bedarf und Anlass. Nach wie vor werden wir auch im Öhringer weiterhin Werbeanzeigen schalten, sollte sich dies marketingtechnisch im Hinblick auf die Zielgruppen und das Verbreitungsgebiet anbieten. Der Herausgeber des Öhringer hat von städtischer Seite auch für die Ausgaben Mai und Juni Materialien zur Veröffentlichung erhalten. Auch künftig werden wir ihm Pressemitteilungen der Stadt zuschicken. Zu unserem Bedauern hat er von einer Veröffentlichung abgesehen. Im HZ-Beitrag heute von Frau Tscherwitschke wurde der Herausgeber zitiert, er habe keine Pressemitteilungen der Stadt für die Juni-Ausgabe erhalten – dies ist nicht richtig und diese Aussage des Herausgebers wohl ein Versehen.“

Neues kostenloses Amtsblatt für Öhringen

Chefredakteur Köhler befürchtetet ausserdem, dass die Stadt Öhringen bald ein eigenes kostenloses Amtsblatt auf den Markt bringt.

Uwe Köhler richtet sich an seine Leser

Bei einem kostenlosen Amtsblatt müsse die Stadt jedoch Regeln einhalten, damit es nicht gegen den Grundsatz der Pressefreiheit verstoße, betont Köhler und verweist auf einen Artikel von SWP vom 29.01.2016:

https://www.swp.de/suedwesten/staedte/crailsheim/crailsheimer-stadtblatt-verstoesst-gegen-den-grundsatz-der-staatsfreiheit-der-presse-22167769.html

Öhringer Gemeinderat in der Kritik

Der Artikel, der in der Kritik steht, erschien in der Juni-Ausgabe des Stadtmagazines und umfasste 3,5 Seiten. Er wurde von Bastian Falk und Wolfgang Kammerer von dem Verein PrimaKlimaWest Öhringen geschrieben. Darin geht es um die Standort-Erweiterungen der Firma S+P. Bastian Falk und Wolfang Kammerer kritisieren in ihrem Text das Vorgehen des Gemeinderats. Unter anderem heißt es: „Dem Gemeinderat geht es nur um die erhofften Gewerbesteuereinnahmen. Er verkauft seine Bürger um sich finanzielle Spielräume zu verschaffen.

(…) Leider zeigt die inzwischen zu großen Teilen offen gelegte bisherige Planung, dass es nicht um sinnvolle
Gewerbeentwicklung zum Nutzen aller Öhringer geht, sondern dass der Firma S+P auch der Rest der noch vorhandenen Fläche übergeben werden soll. Daher müssen wir leider davon ausgehen, dass vom Gemeinderat keine an den Fakten orientierte Entscheidung zu erwarten ist.“

„Falsch und persönlich verletzend“

Die Stadt Öhringen kritisiert unter anderem laut Michael Walter: „Inhaltlich und in der Form wäre u.a. in der Mai-Ausgabe im Titelbeitrag die Verunglimpfung des Gemeinderates (z.B. die Räte handeln wie „Affen“ / der Gemeinderat verkauft seine Bürger, um sich finanzielle Spielräume zu verschaffen“,… ) zu bemängeln.“Weiter heißt es: „In der Juni-Ausgabe hatte der Herausgeber in den Raum gestellt, die Stadtverwaltung würde zensieren, die Pressefreiheit nicht beachten und zudem keine Werbeanzeigen mehr schalten – dies ist nicht richtig und weisen wir deutlich von uns!

Ebenso sind im offenen Brief des Herausgebers an OB Michler Behauptungen, Anschuldigungen und Formulierungen enthalten, die falsch und auch persönlich verletzend sind.“

Keine rechtlichen Schritte

Walter: „Wir sind bemüht, dass wir wie in den vergangenen Jahren  auch künftig eine gute und sachliche Zusammenarbeit mit dem Herausgeber des Öhringer pflegen. Daher möchten wir – Stand heute – die Diskussionen nicht vertiefen bzw. auch  keine rechtlichen Schritte einleiten.

Künftige Ausgaben, die den journalistischen Grundregeln entsprechen, werden natürlich wieder öffentlich ausgelegt“, so Walter von der Stadt Öhringen.

Der Artikel, dessen Veröffentlichung die Stadt Öhringen massiv krisiert hat, können Sie hier lesen:

https://www.der-oehringer.de/pdf/242-05-2018-der-oehringer.pdf

 

 




Weiterer Tatverdächtiger bei Mord an Siebenjährigem?

Künzelsau – Von verschiedenen Seiten kursieren in Künzelsau und Umgebung derzeit Gerüchte, dass es einen anderen beziehungsweise zweiten Tatverdächtigen im Mordfall des Siebenjährigen geben soll, der in Künzelsau erdrosselt worden sein soll. Als Haupttatverdächtige galt bislang Elisabeth S.. Der Junge befand sich zur Tatzeit in ihrer Obhut.

In Künzelsau kursieren diverse Gerüchte rund um den Mord

Die Staatsanwaltschaft hat auf GSCHWÄTZ-Nachfrage am Freitag, den 08. Juni 2018, Stellung zu den Gerüchten genommen. Der dafür zuständige Staatsanwalt Harald Lustig, Erster Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Heilbronn, Zweigstelle Schwäbisch Hall: „Bisher gibt es eine Tatverdächtige.“

Gerüchte, dass Elisabeth S. wieder aus der Untersuchungshaft entlassen wurde, konnte Lustig nicht bestätigen. dennoch betont er: „Wir ermitteln auch weiterhin in alle Richtungen, um zu klären, ob es noch weitere Tatverdächtige gibt. Wenn es noch weitere Anhaltspunkte gibt, dass es noch weitere Tatverdächtige gibt, gehen wir diesen nach.“ Auf die Frage, ob es  Anhaltspunkte gibt, verweist Lustig auf das schwebende Verfahren und dass er darüber keine Auskunft geben darf.

Ein weiterer Tatverdächtiger in U-Haft?

Harald Lustig verneint die Frage, ob es inzwischen einen weiteren Tatverdächtigen gibt, der in Untersuchungshaft sitzt. Im Zentrum der Gerüchteküche steht ein enger Verwandter von Elisabeth S..




Video // Astro-Alex hebt ab und Künzelsau ist live dabei

Astronaut Alexander Gerst hebt am 06.06.2018 das zweite Mal ab ins All – und seine Heimatstadt Künzelsau ist live dabei.

GSCHWÄTZ – Das Magazin – vor Ort

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Video // Dr. Felix Kribus

Foto // GSCHWÄTZ/Archiv




Video des Wahlabends in Künzelsau

Um 19.15 Uhr steht das Ergebnis im Rathaus Künzelsau fest: Die Künzelsauer haben Stefan Neumann als Bürgermeister wiedergewählt. Der dreifache Familienvater bekam 87,4 Prozent der Stimmen (Stand: 19.15 Uhr). 10,1 Prozent der Stimmen erhielt Ruth Henrich. 1,5 Prozent der Stimmen fielen auf Dauerbewerberin Fridi Miller. Sonstige: 1,1 Prozent. Die Wahlbeteiltigung war gering. Nur 35,5 Prozent der Künzelsauer haben ihre Stimme ab. Das heißt: Von 12.111 Wahlberechtigten gingen 4.305 zur Wahl. Ungültige Stimmen, also falsch ausgefüllte Wahlzettel: 86, laut ersten Angaben des stellvertretenden Bürgermeisters von Künzelsau, Christian von Stetten. Weitere Informationen gibt es auf: https://www.kuenzelsau.de/aktuelles?view=publish&item=article&ii=2133.

 

Kür Künzelsau-Blogger Matthias Lauterer ist die Zahl der Nichtwähler in Künzelsau zum Mäuse melken. Hier geht es zu seinem Kommentar:

 

https://matthiasausk.blogspot.com/2018/06/die-zahl-des-abends-355-wahlbeteiligung.html

 

Das Video zum Wahlabend im Rathaus am 04. Juni 2018 mit allen Emotionen der Beteiligten und viel Lokalprominenz gibt es hier zu sehen:

 

 

 

Fotos // GCHWÄTZ/Archiv

Video // Dr. Felix Kribus

Grafik // Stadtverwaltung Künzelsau




Video-Umfrage von GSCHWÄTZ-Reporter Dr. Felix Kribus

„Trekkingrunde durch Nepal“ – Umfrage: Wo geht‘s in den Urlaub hin?

Mallorca, Kreta und Bali – das sind die Topreiseziele in diesem Jahr. Ägypten und Tunesien anstatt der Türkei, da derzeit politisch zu unsicher. Oder eine Woche Kroatien für 376 Euro? Rhodos alles inklusive – für schlappe 924 Euro! Die Deutschen waren mal Reiseweltmeister. Jetzt haben die Chinesen uns den Rang abgelaufen. Die Reisen sind längst gebucht. Kurzentschlossene nehmen, was noch bleibt. Und das entpuppt sich sogar zeitweise als Schnäppchen. Immerhin machen 26 Prozent der Deutschen Urlaub im eigenen Land. Und wohin fahren die Hohenloher ? Was ist ihr aktuelles Reiseziel für die kostbarsten Tage im Jahr? Videoreporter Felix Kribus lag wieder auf der Lauer und hat vorwiegend Frauen zugehört, wohin die Reise geht. Die meisten Männer bleiben angesichts der nahenden Fussball-WM wohl zu Hause.

 

 

Die komplette Umfrage können Sie nachlesen in unserer gedruckten Juni-Ausgabe 2018 – ab sofort in unseren Verkaufsstellen erhältlich – oder als Abo direkt in Ihren Briefkasten. Einfach über unseren Online-Shop oder telefonisch bestellen: +49 (0)7940 93 55 57 44.

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// Fotos & Video: Dr. Felix Kribus




Enterich Heinz-Walter testet Kocherfreibad in Künzelsau

// und trifft Bürgermeister Stefan Neumann und Emmas-Chef Daniel Brunner

GSCHWÄTZ-Redakteurin Nadja Fischer war für euch im Kocherfreibad in Künzelsau. Da sie etwas Wasserscheu ist, stellte die Redaktion ihr eine äußerst kompetente Unterstützung zur Seite. Ihre Unterstützung, Heinz-Walter die Ente, war nicht sonderlich erfreut darüber, dass er an seinem freien Tag ins Freibad und sozusagen Händchen halten musste. Heinz-Walter ist kein großer Freund der Kommunikation. Er lebt nach dem Motto: Ein Blick sagt mehr als tausend Worte. Ob das eine gute Idee war, die beiden ins Kocherfreibad zu schicken?

// Video & Fotos: Dr. Felix Kribus / Nadja Fischer




FRISCH GEDRUCKT: UNSERE JUNI-AUSGABE

// Gehalts-Check – Was verdienen unsere Rathauschefs? Wir veröffentlichen die Gehälter

// Drei erschütternde Todesfälle innerhalb kürzester Zeit // alle Hintergründe

// Von Kocherstetten in die Welt: Hobbyfotografin hält den Augenblick fest

// YANKEE werden – In Stachenhausens Motorradclub kommt nicht jeder rein

 

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// Fotos: GSCHWÄTZ




Hebammenmangel – Landratsamt bietet Kurs für Schwangere an

Vertreterinnen des Arbeitskreises Frühe Hilfen im Landratsamt Hohenlohekreis haben ein neues Kurskonzept „Rund um die Geburt“ entwickelt, das am Dienstag, den 12. Juni 2018, von 17.30 bis 19.30 Uhr, in der Poststraße 60 in Öhringen startet. Der Kurs soll schwangere Frauen in sechs Einheiten begleiten und wichtige Informationen vermittelt, so eine Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises.

Da viele schwangere Frauen keine Hebammen für die Schwangerenvorsorge, für die Geburt und für die Wochenbettbetreuung, aufgrund des Hebammenmangels, finden können, soll es in dem Kurs um die Geburtsvorbereitung, Ernährung und Stillen bis hin zu rechtlichen Fragen und pädagogischen Aspekten wie Bindung gehen.

Geleitet wird der Kurs „Rund um die Geburt“ von der Familienbegleiterin Susanne Barth, zusammen mit Hebamme Rita Müller und Vertretern aus der Zahngesundheit, dem Landwirtschaftsamt und der Schwangerenberatung.

Der Kurs ist kostenlos, aber eine Anmeldung zum Kurs ist bis Montag, den 11. Juni 2018, bei Susanne Barth unter 0170 6359417 oder per Mail an familienbegleitung.oehr@jhfh.friedenshort.de erforderlich.

Bei hoher Nachfrage wird der Kurs im Herbst erneut angeboten, so dass werdende Mütter mit Entbindungstermin Anfang 2019 das Angebot auch wahrnehmen können.

 

In der Juni-Ausgabe 2017 hat unsere GSCHWÄTZ-Journalistin Isabell Kähny über das Thema Hebammenmangel geschrieben.

Aus unserem Archiv: Hebamme – Traumberuf oder teures Hobby

// Fotos: GSCHWÄTZ/Archiv




Das wird teuer

// Der Abriss des Asbest belasteten Landratsamt ist teuer und nicht ungefährlich

Zum Abriss des mit Asbest belasteten Landratsamtes in Künzelsau bräuchte es idealerweise den Verpackungskünstler Christo. Dieser müsste das ganze Gebäude ummanteln, damit kein Asbeststaub nach außen dringt. Männer in Schutzkleidung mit Schutzbrille und Atemschutzgeräten verpacken den Asbest, in geschlossenen Lastwägen wird der krebserregende Baustoff auf einer Sondermülldeponie entsorgt. So könnte eine ideale Asbestentsorgung ausschauen.

Das Problem: Der Abriss könnte dadurch 20 Prozent mehr kosten, wenn nicht sogar sich verdoppeln, so ein Architekt aus dem Kochertal, der anonym bleiben möchte, jedoch selbst schon mit Asbest behaftete Bauten beim Abriss betreut hat.

Doch wer trägt die Kosten dieser aufwändigen Entsorgung und damit auch das damit verbundene gesundheitliche Risiko? „Die Verantwortung der Entsorgung liegt derzeit beim Landkreis (Eigentümer). Sollte das Gebäude veräußert werden, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass der neue Eigentümer das Gebäude saniert oder abbricht“, so das Landratsamt des Hohenlohekreises.

Auf Nachfrage bestätigt das Landratsamt, dass die Stadt Künzelsau im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs die Eingangssituation eventuell verändern möchte. Bezüglich der Frage nach den Entsorgungskosten verweist das Landratsamt darauf, dass „zunächst der städtebauliche Wettbewerb abgewartet werde“. Eine erste Kostenschätzung seitens des Landratsamts liegt noch nicht vor. Weiter heißt es: „Das Gebäude A ist grundsätzlich sanierungsfähig, man hatte sich unter den damaligen Umständen aber für eine Veräußerung des Gebäudes und die Errichtung eines Neubaus an anderer Stelle entschieden.“ Das Landratsamt betont: „Die Asbestsanierung ist möglich, aber auch notwendig und wird von Fachleuten sachgerecht durchgeführt. Die hierbei anfallenden Abfälle werden anschließend ordnungsgemäß entsorgt beziehungsweise auf eine zugelassene Sondermülldeponie gebracht.“

Wie und in welcher Form das neue Landratsamt gebaut wird, ist noch nicht klar.

 

// Foto: GSCHWÄTZ/Archiv