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Video // Astro-Alex hebt ab und Künzelsau ist live dabei

Astronaut Alexander Gerst hebt am 06.06.2018 das zweite Mal ab ins All – und seine Heimatstadt Künzelsau ist live dabei.

GSCHWÄTZ – Das Magazin – vor Ort

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Video // Dr. Felix Kribus

Foto // GSCHWÄTZ/Archiv




Video des Wahlabends in Künzelsau

Um 19.15 Uhr steht das Ergebnis im Rathaus Künzelsau fest: Die Künzelsauer haben Stefan Neumann als Bürgermeister wiedergewählt. Der dreifache Familienvater bekam 87,4 Prozent der Stimmen (Stand: 19.15 Uhr). 10,1 Prozent der Stimmen erhielt Ruth Henrich. 1,5 Prozent der Stimmen fielen auf Dauerbewerberin Fridi Miller. Sonstige: 1,1 Prozent. Die Wahlbeteiltigung war gering. Nur 35,5 Prozent der Künzelsauer haben ihre Stimme ab. Das heißt: Von 12.111 Wahlberechtigten gingen 4.305 zur Wahl. Ungültige Stimmen, also falsch ausgefüllte Wahlzettel: 86, laut ersten Angaben des stellvertretenden Bürgermeisters von Künzelsau, Christian von Stetten. Weitere Informationen gibt es auf: https://www.kuenzelsau.de/aktuelles?view=publish&item=article&ii=2133.

 

Kür Künzelsau-Blogger Matthias Lauterer ist die Zahl der Nichtwähler in Künzelsau zum Mäuse melken. Hier geht es zu seinem Kommentar:

 

https://matthiasausk.blogspot.com/2018/06/die-zahl-des-abends-355-wahlbeteiligung.html

 

Das Video zum Wahlabend im Rathaus am 04. Juni 2018 mit allen Emotionen der Beteiligten und viel Lokalprominenz gibt es hier zu sehen:

 

 

 

Fotos // GCHWÄTZ/Archiv

Video // Dr. Felix Kribus

Grafik // Stadtverwaltung Künzelsau




Video-Umfrage von GSCHWÄTZ-Reporter Dr. Felix Kribus

„Trekkingrunde durch Nepal“ – Umfrage: Wo geht‘s in den Urlaub hin?

Mallorca, Kreta und Bali – das sind die Topreiseziele in diesem Jahr. Ägypten und Tunesien anstatt der Türkei, da derzeit politisch zu unsicher. Oder eine Woche Kroatien für 376 Euro? Rhodos alles inklusive – für schlappe 924 Euro! Die Deutschen waren mal Reiseweltmeister. Jetzt haben die Chinesen uns den Rang abgelaufen. Die Reisen sind längst gebucht. Kurzentschlossene nehmen, was noch bleibt. Und das entpuppt sich sogar zeitweise als Schnäppchen. Immerhin machen 26 Prozent der Deutschen Urlaub im eigenen Land. Und wohin fahren die Hohenloher ? Was ist ihr aktuelles Reiseziel für die kostbarsten Tage im Jahr? Videoreporter Felix Kribus lag wieder auf der Lauer und hat vorwiegend Frauen zugehört, wohin die Reise geht. Die meisten Männer bleiben angesichts der nahenden Fussball-WM wohl zu Hause.

 

 

Die komplette Umfrage können Sie nachlesen in unserer gedruckten Juni-Ausgabe 2018 – ab sofort in unseren Verkaufsstellen erhältlich – oder als Abo direkt in Ihren Briefkasten. Einfach über unseren Online-Shop oder telefonisch bestellen: +49 (0)7940 93 55 57 44.

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// Fotos & Video: Dr. Felix Kribus




Enterich Heinz-Walter testet Kocherfreibad in Künzelsau

// und trifft Bürgermeister Stefan Neumann und Emmas-Chef Daniel Brunner

GSCHWÄTZ-Redakteurin Nadja Fischer war für euch im Kocherfreibad in Künzelsau. Da sie etwas Wasserscheu ist, stellte die Redaktion ihr eine äußerst kompetente Unterstützung zur Seite. Ihre Unterstützung, Heinz-Walter die Ente, war nicht sonderlich erfreut darüber, dass er an seinem freien Tag ins Freibad und sozusagen Händchen halten musste. Heinz-Walter ist kein großer Freund der Kommunikation. Er lebt nach dem Motto: Ein Blick sagt mehr als tausend Worte. Ob das eine gute Idee war, die beiden ins Kocherfreibad zu schicken?

// Video & Fotos: Dr. Felix Kribus / Nadja Fischer




FRISCH GEDRUCKT: UNSERE JUNI-AUSGABE

// Gehalts-Check – Was verdienen unsere Rathauschefs? Wir veröffentlichen die Gehälter

// Drei erschütternde Todesfälle innerhalb kürzester Zeit // alle Hintergründe

// Von Kocherstetten in die Welt: Hobbyfotografin hält den Augenblick fest

// YANKEE werden – In Stachenhausens Motorradclub kommt nicht jeder rein

 

=> Alles zu unseren Top-Themen und viele weitere Hintergrundinformationen lest ihr in unserer neuen, frisch gedruckten GSCHWÄTZ-Juni-Ausgabe

// Ab heute an allen Vertriebsstellen zu kaufen // mehr wissen //

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Zu finden in unserem Shop, per E-Mail an: info@gschwaetz.de oder telefonisch unter der 07940 935 557 bestellen.

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// Fotos: GSCHWÄTZ




Hebammenmangel – Landratsamt bietet Kurs für Schwangere an

Vertreterinnen des Arbeitskreises Frühe Hilfen im Landratsamt Hohenlohekreis haben ein neues Kurskonzept „Rund um die Geburt“ entwickelt, das am Dienstag, den 12. Juni 2018, von 17.30 bis 19.30 Uhr, in der Poststraße 60 in Öhringen startet. Der Kurs soll schwangere Frauen in sechs Einheiten begleiten und wichtige Informationen vermittelt, so eine Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises.

Da viele schwangere Frauen keine Hebammen für die Schwangerenvorsorge, für die Geburt und für die Wochenbettbetreuung, aufgrund des Hebammenmangels, finden können, soll es in dem Kurs um die Geburtsvorbereitung, Ernährung und Stillen bis hin zu rechtlichen Fragen und pädagogischen Aspekten wie Bindung gehen.

Geleitet wird der Kurs „Rund um die Geburt“ von der Familienbegleiterin Susanne Barth, zusammen mit Hebamme Rita Müller und Vertretern aus der Zahngesundheit, dem Landwirtschaftsamt und der Schwangerenberatung.

Der Kurs ist kostenlos, aber eine Anmeldung zum Kurs ist bis Montag, den 11. Juni 2018, bei Susanne Barth unter 0170 6359417 oder per Mail an familienbegleitung.oehr@jhfh.friedenshort.de erforderlich.

Bei hoher Nachfrage wird der Kurs im Herbst erneut angeboten, so dass werdende Mütter mit Entbindungstermin Anfang 2019 das Angebot auch wahrnehmen können.

 

In der Juni-Ausgabe 2017 hat unsere GSCHWÄTZ-Journalistin Isabell Kähny über das Thema Hebammenmangel geschrieben.

Aus unserem Archiv: Hebamme – Traumberuf oder teures Hobby

// Fotos: GSCHWÄTZ/Archiv




Das wird teuer

// Der Abriss des Asbest belasteten Landratsamt ist teuer und nicht ungefährlich

Zum Abriss des mit Asbest belasteten Landratsamtes in Künzelsau bräuchte es idealerweise den Verpackungskünstler Christo. Dieser müsste das ganze Gebäude ummanteln, damit kein Asbeststaub nach außen dringt. Männer in Schutzkleidung mit Schutzbrille und Atemschutzgeräten verpacken den Asbest, in geschlossenen Lastwägen wird der krebserregende Baustoff auf einer Sondermülldeponie entsorgt. So könnte eine ideale Asbestentsorgung ausschauen.

Das Problem: Der Abriss könnte dadurch 20 Prozent mehr kosten, wenn nicht sogar sich verdoppeln, so ein Architekt aus dem Kochertal, der anonym bleiben möchte, jedoch selbst schon mit Asbest behaftete Bauten beim Abriss betreut hat.

Doch wer trägt die Kosten dieser aufwändigen Entsorgung und damit auch das damit verbundene gesundheitliche Risiko? „Die Verantwortung der Entsorgung liegt derzeit beim Landkreis (Eigentümer). Sollte das Gebäude veräußert werden, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass der neue Eigentümer das Gebäude saniert oder abbricht“, so das Landratsamt des Hohenlohekreises.

Auf Nachfrage bestätigt das Landratsamt, dass die Stadt Künzelsau im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs die Eingangssituation eventuell verändern möchte. Bezüglich der Frage nach den Entsorgungskosten verweist das Landratsamt darauf, dass „zunächst der städtebauliche Wettbewerb abgewartet werde“. Eine erste Kostenschätzung seitens des Landratsamts liegt noch nicht vor. Weiter heißt es: „Das Gebäude A ist grundsätzlich sanierungsfähig, man hatte sich unter den damaligen Umständen aber für eine Veräußerung des Gebäudes und die Errichtung eines Neubaus an anderer Stelle entschieden.“ Das Landratsamt betont: „Die Asbestsanierung ist möglich, aber auch notwendig und wird von Fachleuten sachgerecht durchgeführt. Die hierbei anfallenden Abfälle werden anschließend ordnungsgemäß entsorgt beziehungsweise auf eine zugelassene Sondermülldeponie gebracht.“

Wie und in welcher Form das neue Landratsamt gebaut wird, ist noch nicht klar.

 

// Foto: GSCHWÄTZ/Archiv




Hauptsach‘ koi Badelatsche

Die alde Fraa von drobbe de Höh‘ verfolgt die Bürgermeisterwahl in Künzelsau mit Argusaugen. Frei Schnauze, gerade so, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, erzählt sie in Ihrem Kommentar, warum Badelatschen und Föhnfrisuren als Bürgermeischter gar nicht gehen.

Ein Kommentar.

Meht zum Thema Bürgermeisterwahl in Künzelsau 2018 gibt es hier:




BM-Wahl in KÜN // Welcher Kandidat hat mehr überzeugt?

von Künzelsau-Blogger Matthias Lauterer
„Ganz so leer blieb die Stadthalle bei der Kandidatenvostellung für die Bürgermeisterwahl nicht, aber es war schon verwunderlich, daß viele Stühle frei geblieben sind. Da war man aus den letzten Jahren andere politische Veranstaltungen gewohnt … da mußte auch schon mal nachbestuhlt werden und die Empore geöffnet werden.

Jedenfalls konnten die anwesenden Zuschauer einen Eindruck von zwei der drei Kandidaten (Fridi Miller hatte sich, wie von fast allen erwartet, entschuldigt – hier ging ein leises Lächeln durch den Saal) gewinnen: Stefan Neumann und Ruth Henrich stellten sich den Bürgern vor. Eine Diskussion war nicht vorgesehen, so dass sich die Zuhörer nach den beiden weniger als 20 Minuten dauernden Vorträgen auch schnell wieder zerstreuten – eine merkwürdig unemotionale Stimmung war das.

Der amtierende BGM Neumann eröffnete und begann – übrigens im Anzug, nicht in Jeans! – mit einer Bilanz seiner Amtszeit, in der er von vielen Sanierungen berichtete, in der aber offenbar vergleichsweise wenig Neues geschaffen wurde, vielleicht mit Ausnahme des Bauhofs. Außerdem stellte er seine Rolle im Krankenhauskonflikt als die des weißen Ritters dar, der sich heldenhaft, aber vergeblich für die Stadt eingesetzt hat – viele Bürger werden da anderer Ansicht gewesen sein.

Natürlich wies er auf Einschränkungen der gestalterischen Freiheit durch die Steuer-Rücklage hin – soweit nichts Überraschendes. Ganz frisch vom Tag hingegen war die Information, daß die Gelder für die Ortskernsanierung Nagelsberg freigegeben wurden – ein Erfolg eigentlich nicht für ihn sondern für die BI Nagelsberg, die das Ganze ins Rollen gebracht und energisch bis hin zum Erfolg begleitet hat. Diese Information in einer Wahlkampfveranstaltung unters Volk zu bringen, hat für mich ein Gschmäckle!
Die Zukunft sah er recht optimistisch, die Gesundheitsversorgung natürlich problematisch, der Internetausbau und die Digitalisierung (auch der Verwaltung) notwendig, aber ansonsten bat er eigentlich um ein „Weiter so“. Einige interessante und zukunftsgerichtete Themen hat er allerdings nicht angeschnitten: An Wohnungsbau – Baugebiete für halbwegs gutverdienende Fachkräfte wurden erwähnt – für Studenten, Alte, sozial Schwache, Alte oder junge Familien erinnere ich mich nicht.
Überraschungen bot mir diese Vorstellung nicht – auf mich wirkte sie einstudiert. Aber zugegeben: recht gut einstudiert – der zögernde Griff zum Wasserglas beim Wort Wasser hatte was!
Und dann kam die Vorstellung von Ruth Henrich, die Neugier war groß: Eine unbekannte Kandidatin, nicht aus Künzelsau, ohne kommunalen Politik- oder Verwaltungshintergrund. Dafür weitgereist, ökonomisch erfahren und jetzt Unternehmensberaterin. Sie sei im Café von Bürgern gebeten worden, zu kandidieren und habe sich Gedanken über Künzelsau gemacht:
Vor allem über Infrastruktur: Marode Gasrohre (kann ich so nicht bestätigen – in vielen Teilen Künzelsaus liegen nämlich gar keine Gasrohre, nichtmal marode) und die Feuergefahr bei den historischen Gebäuden der Innenstadt führten zu einem Exkurs über Gebäudedämmung im Allgemeinen – inwieweit eine (potentielle) Bürgermeisterin die Bundesgesetzgebung verändern will, wurde mir nicht recht klar. Zu Recht mokierte sie sich über zB die Wasserinfrastruktur – da gibt es in der Tat Einiges zu tun. „Die Brücken“ mögen auch sanierungsbedürftig sein.
(…)
Einen Logistikumschlagplatz vom Diesel-LKW auf den E-LKW „an der Autobahn“ schlug sie vor und daß die Stadt Aufträge an lokale Unternehmen vergeben und mit diesen Rahmenverträge machen soll. Ersteres betrifft Künzelsau nur, falls es im interkommunalen Gewerbegebiet realisiert werden könnte, zweiteres ist ja durch Vergaberecht, teils auf europäischer Ebene, bereits geregelt.
Bezüglich der Gesundheitsversorgung schlägt Henrich (ähnlich wie Neumann) ein nicht näher spezifiziertes und nicht mit den Restriktionen unseres Gesundheitssystems abgeglichenes medizinisches Zentrum inklusive Naturheilkunde und Alternativmedizin und zusätzlich ein Zentrum für Burnoutprävention vor.
Daß man öffentliche Projekte auf Herz und Nieren bezüglich der Ökonomie und Nachhaltigkeit prüft sowie Transparenz und Bürgernähe waren die Bingo-Schlagworte zum Abschluß … nein, nicht zum Abschluß: Zum Abschluß kam noch der sicher lustig gemeinte Spruch von den Männern, die besprechen und den Frauen, die tun … aber dieses Spässle kam nicht so gut an. Und der letzte Eindruck ist nunmal der Bleibende.
Partikuläre Themen verquickt mit Themen, die über den Amtshorizont eines Bürgermeisters hinausgehen – nein, die Vorstellung von Ruth Henrich hat mich nicht überzeugt.
// Hintergrund //

„Es haben sich innerhalb der Bewerbungsfrist drei Personen um das Amt des Bürgermeisters (m/w/div) von Künzelsau beworben:

  • der amtierende Bürgermeister Stefan Neumann, in Künzelsau omnipräsent, allerdings unter anderem wegen seiner Politik zum Thema Krankenhaus nicht unumstritten.
  • die sogenannte „Dauerkandidatin“ Fridi Miller – sie kandidiert in der gesamten Region (und nicht nur in unserer Region), kam bisher wohl noch nie zu Kandidatenvorstellungsterminen und wenn man sie googelt, entfaltet sich eine wahrhaft schillernde Persönlichkeit.
  • die Unternehmensberaterin Ruth Hildegard Henrich, die bisher noch nicht kommunalpolitisch aktiv war. Und während in Villabajo die STIMME im Samstagskommentar noch (offenbar unbekannterweise) über sie spottet, hat in Villariba das GSCHWAETZ schon mit der Kandidatin gesprochen.

Es sind aber – da bietet das Wahlrecht in Baden-Württemberg enorme Freiheiten – außer den genannten KandidatInnen alle Personen [mit einigen kleinen Einschränkungen] wählbar, die

  • Deutsche oder Deutscher im Sinne des Grundgesetzes sind oder
  • Unionsbürger sind und in Deutschland wohnen (es muss nicht der Ort sein, für den Sie als Bürgermeister kandidieren) und
  • am Wahltag 25 Jahre, aber noch nicht 68 Jahre alt sind.

 

// Wahlbeteiligung in Öhringen: weniger als 20 Prozent //

 

Auf den ersten Blick läßt die Liste der Kandidaten auf einen Wahltag wie in Öhringen schließen, wo Thilo Michler bei  einer Wahlbeteiligung von weniger als 20%  mit ca. 90% der gültigen Stimmen gewählt wurde. Jaaa, 90%, das hört sich wirklich nach überragendem Rückhalt in der Bevölkerung  an (obwohl auch Ergebnisse von 100% bekanntlich keine Garantie für weiteren politischen Erfolg sind …), wenn man die Wahlbeteiligung nicht erwähnt … aber wenn nur weniger als 3.500 Menschen von mehr als 18.000 Wahlberechtigten es überhaupt für notwendig halten, zur Wahl zu gehen, dann muß man sich wirklich fragen, ob man als Demokrat auf ein solches Ergebnis stolz sein muß …

Ich wäre nicht stolz darauf! Und ob ein Bürgermeister, der mit der Unterstützung von sage und schreibe 18 oder 19% der Wahlberechtigten ins Amt gewählt wurde, auf höherer Ebene eine Respektsperson ist? Ich könnte mir vorstellen, daß man mit einer Mehrheit, die sich aus einer Wahlbeteiligung von … sagen wir 75% ableitet, ein deutlich besseres Standing hat.
Und auch Stefan Neumann, der bei einer Wahlbeteiligung von 46,7% vor 8 Jahren gewählt wurde (er hatte knapp über 50%, wurde also von ca. 25% der Wahlberechtigten gewählt), war damals mit dieser  Beteiligung unzufrieden – was würde er wohl zu 20% wie in Öhringen sagen?

Warum es In Künzelsau gibt es in den nächsten Jahren viel zu tun – also sorgen wir doch bitteschön für eine hohe Wahlbeteiligung – und dazu muß man halt zur Wahl gehen.

https://matthiasausk.blogspot.de/2018/05/ein-paar-gedanken-zur-burgermeisterwahl.html




„Wir sind am Ende gescheitert“

// Video: Die Bürgermeisterkandidaten stellen sich den Bürgern in der Stadthalle Künzelsau vor

// offene Worte von Bürgermeister Stefan Neumann

// Kandidatin Henrich: „Wenn du etwas besprechen willst, geh‘ zu einem Mann. Wenn du etwas erledigt haben willst, geh‘ zu einer Frau.“

Für Sie vor Ort: Unser Reporter Dr. Felix Kribus

 

Am Mittwochabend, den 16. Mai 2018, haben sich die Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Künzelsau den Bürgern in der Stadthalle in Künzelsau präsentiert. Dabei punktete der amtierende Bürgermeister Stefan Neumann mehr mit lokalen Themen. Ruth Hildegard Henrich stellte ihre Vision für die Kreisstadt für die nächsten zwei Jahrzehnte vor und stellte Themen wie die Trinkwasser- und Energieversorgung in den Mittelpunkt ihrer Rede.

 

„Das Amt des Bürgermeisters ist ein sehr verantwortungsvolles Amt. Er ist der Vertreter der Stadt nach aussen und quasi der erste Bürger.“ Mit diesen Worten begrüßte Christian von Stetten, CDU-Bundestagsabgeordneter  und stellvertretender Bürgermeister der Stadt Künzelsau, die Bürger in der Stadthalle.

 

// Neumann: „Die wohnortnahe Versorgung bleibt auf der Strecke“

 

Stefan Neumann macht den Auftakt und betonte in seiner Rede: „Wir wollen ein Ort für Ideen sein“ und zählte auf, was ihm in den vergangenen Jahren geglückt ist: „Wir haben nach langen Jahren einen Investor für das Quartier an der Stadtmauer gefunden. Wir haben einen Gestaltungsbeirat einberufen  und wir haben ein Konzept zur Sanierung der Künzelsauer Kläranlage vorgelegt und prüfen parallel die Beteiligung an der Großkläranlage Kochertal.“ Nicht selbstverständlich sei: „Wir haben einen gebührenfreien Kindegarten.“ Das solle auch so bleiben. „Dies ist echte Familienförderung und solle auch so bleiben.“ Die Schulen seien saniert worden. Er ging auch auf den Verlust des Künzelsauer Krankenhauses ein: „Wir haben die Bürgerschaft beim Kampf um unser Krankenhaus unterstützt, haben eigene Alternativkonzepte entwickelt und sind doch am Ende gescheitert, da größere Einheiten angeblich wirtschaftlicher sein sollen. Die wohnortnahe Versorgung. Kurze Wege bleiben auf der Strecke.“

Er betonte jedoch auch, dass Künzelsau keine allzu großen Sprünge  machen könne, da die Stadt seit 2008 Gewerbesteuerrückzahlungen in Millionenhöhe leisten müsse. Die Stadt sei hier „unbeteiligter Dritter“, die die Gewerbesteuern zwar einnehme, „zu einem Großteil aber an Kreis, Land und Bund weitergibt. Von einem Euro Gewerbesteuer verbleiben rund 30 Cent bei uns“.

 

// Neumann: Den Eingang der Stadt verändern //

 

Themen, die es künftig anzugehen gilt, seien: Das Bau des neuen Landratsamtes. In diesem Zuge laufe ein städtebaulicher Wettbewerb. Bis zum Herbst sollen in diesem Rahmen Ideen entwickelt werden, die den Eingang unserer Stadt dauerhaft verändern können. Weitere Themen seien die Gewerbeentwicklung, die Entwicklung der Innenstadt, die Digitalisierung der Verwaltung und auch die Entwicklung der Gesundheitsversorgung. Neumann: „Wir werden uns mit dem neuen Partner [Anm. d. Redaktion: die BBT-Gruppe] aktiv einbringen“

 

Sein Schlusswort: „Wir sind für Sie da. Und ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass sich Künzelsau als Ihre Heimat für Sie und unsere Unternehmen gut entwickelt. Ich kämpfe dafür, dass unsere Lebensqualität weiter zunimmt.

 

// Henrich: Trinkwasserversorgung sichern //

 

Für die Unternehmensberaterin Ruth Hildegard Henrich sind die Hauptthemen der Zukunft: die Trinkwasserversorgung und die Energieversorgung der Stadt. „Das erste, was mir auffällt in der Region“, sagte sie in ihrer Rede, „sind die Höhen und Tiefen. „Da würde es sich anbieten, Wasserkraft zu nutzen.“  Sie möchte die „Weichern stellen für die nächsten Jahrzehnte, damit die Trinkwasser- und Energieversorgung gesichert“ sei. In diesem Rahmen möchte sie auch Naherholungsgebiete schaffen.

Um Kunden in die Innenstadt zu locken, wäre es ihrer Meinung nach sinnvoll, kosenloses Parken anzubieten. „Die Parkscheine könnten von den Einzelhändlern entwertet werden beziehungsweise die Parkgebühren erstattet.“ Was sie irritiere: „Auf der Rückseite der Parktickets finde ich keine Werbung der Stadt, sondern die einer Bank.“

Bezüglich der  Gesundheitsversorgung möchte Henrich die „Notversorgung sicherstellen“. Hierbei denke sie „an ein medizinisches Zentrum mit allen medizinischen Fakultäten,  inklusive Naturheilkunde und alternativer Verfahren.“ Hierfür könnten bereits Räumlichkeiten angeboten werden. Für die Ärzte würden sich dadurch auch die Anschaffung der Geräte lohnen.

„Innovativ, lebendig und lebenswert“ soll  Künzelsau laut der Unternehmensberaterin werden. „Wenn wir das schaffen, kommen auch Fachkräfte in den Ort, die hier gern leben möchten.“

Auf die Frage, warum die Bürger sie wählen sollen zur Bürgermeisterin, antwortete Henrich:

„Wenn du etwas besprechen willst, gehen Sie zu einem Mann. Wenn du etwas erledigt haben willst, geh‘ zu einer Frau.“

 

// Wer ist für die Bürger der Favorit? //

 

Für Besucher Rolf Hamprecht ist Stefan Neumann der Favorit: „Er hat das, was die Leute hier bewegt und wie man damit umgeht, klar definiert. Die Dame war nicht schlecht, aber zu allgemein und nicht auf Künzelsau bezogen.“

 

Für Besucherin Anneliese Scholz ist ebenfalls Stefan Neumann „eindeutig“ der Favorit. Er habe eine fundierte Rede mit hoher Sachkenntnis gehalten. Frau Henrich empfand sie als „relativ schwach“. Sie bemängelte Henrichs Betonung darauf, dass sie sich nur beworben habe, weil sie Bürger darum gebeten haben: „Das war kein guter Einstieg.“