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Photowalk durch Langenburg

Am Samstag, den 06. Oktober 2018, von 15.30 Uhr bis 18 Uhr, ist das Langeburger Schloss Mittelpunkt eines Photowalk. Mitmachen kann jeder, auch Foto-Anfänger, denn man benötigt keine spezielle Kamera und kann auch mit dem Handy fotografieren.

Jeder Teilnehmer darf ein Bild, das während des Photowalks gemacht wurde, auf der Webseite www. worldwidephotowalk.com einreichen und kann einen Preis gewinnen. „Die Teilnehmer werden untereinander Tipps austauschen. Auch Herr Schniepp und ich beantworten Fragen und geben Tipps. Es können bis zu 50 Teilnehmer pro Photowalk werden“, erklärt Rolf Hartbrich, Fotograf und Organisator des Photowalks in Langenburg, auf GSCHWÄTZ-Nachfrage.

Das Besondere an diesem Walk: „Es ist der größte Photowalk weltweit. Zurzeit sind 770 Photowalks für diesen Tag angemeldet. Bisher gibt es in Süddeutschland nicht viele Photowalks. Die am nächsten liegenden Walks sind Tübingen, Ulm, Frankfurt und München. Dann geht es schon ins Ausland: Prag, Insbruck, Salzburg“, so Hartbrich.

Anmeldungen unter: https://worldwidephotowalk.com/walk/photowalk-schloss-langenburg/

Organisatoren bei diesem Walk in Langenburg sind Rolf Hartbrich und Olivier Schniepp, zwei langjährige Fotografen, die in Künzelsau und Umgebung durch Ihre Bilder bekannt sind.




Meet and Greet mit dem Froschkönig und der kleinen Meerjungfrau

Einen märchenhaften Tag hat Schloss Weikersheim am Sonntag, den 23. September 2018, von 11 Uhr bis 17 Uhr, auf sein Programm gesetzt. Bei einem großen Märchenfest werden am Sonntag bekannte Märchengestalten Schloss und Garten bevölkern, es wartet ein spannender Märchenparcours, Führungen durch das Schloss und als Abschluss die Prämierung der schönsten Kostüme.

Im Schlossgarten warten Geschichten zum Träumen und Mitfiebern. Wer weiß, ob man nicht eines der Fabelwesen irgendwo im Garten trifft! Abenteuerlich wird es auf dem Märchenparcours: Es gilt, Hindernisse zu überwinden, Kämpfe auszufechten, Rätsel zu lösen und Gefahren zu meistern. Nur die Mutigsten trauen sich hinunter in den Schlossgraben um gegen den Drachen im Kampf anzutreten und das Tapfere Schneiderlein kann man nur mit Riesenkeulen besiegen. Ebenfalls angekündigt als Märchengäste: der Froschkönig, die kleine Meerjungfrau und Rumpelstilzchen – und alle warten sie mit einer spannenden Aufgabe für große und kleine Schlossgäste. Und damit den kleinen und großen Märchenfans nicht die Puste ausgeht, wird im „Schlaraffenland“ märchenhaft für das leibliche Wohl gesorgt.

Flyer zum Märchenfest im Schloss Weikersheim.
Flyer: Schloss Weikersheim

Flyer zum Märchenfest im Schloss Weikersheim.
Flyer: Schloss Weikersheim

 

Quelle: Pressemitteilung der Schlossverwaltung Weikersheim




„Meine linke Betthälfte ist leer, da wünsch‘ ich mir einen Traummann her“

Erfahrungsbericht einer Frau aus dem Kochertal (35) mit der Dating-App Tinder.

Eine 35-jährige ledige, karrierefixierte Mutter auf der Suche nach Prinz Charming und dem immer bleibenden Happy Ending der Liebe… so oder so ähnlich würde ich mich und meine aktuelle Lebenssituation beschreiben. Kurz gesagt: Mein linke Betthälfte ist leer, da wünsch‘ ich mir einen Traummann her.

Leider ist das in der heutigen Zeit der Unverbindlichkeit nicht so leicht. Wer will sich schon festlegen, wenn die Auswahl nach Alternativen so groß und dank der sozialen Medien sehr greifbar ist? Der Trend geht zu „friends with benefits“ – eine Freundschaft, die lediglich die Grenzen der Intimität überschreitet und zu „ONS“ (one night stand) – eine von vielen hippen Begrifflichkeiten für „eine Nacht mit dir ist ausreichend und Bedarf nicht der Wiederholung“.

Irreparable Schäden am Selbstbewusstsein

All diese schöne Unverbindlichkeit ist aus meiner Sicht der overkill für das Selbstbewusstsein. Für mich zumindest war es nach diversen Erfahrungen so…Meins ist noch immer in der Restaurationsphase – ein vollständiger Wiederaufbau kann nicht garantiert werden.

Nichtsdestrotrotz glaube ich an die wahre Liebe und den einen – gut, der war vermeintlich schon mal da, nicht umsonst war ich schon einmal verheiratet. Aber wer weiß, vielleicht ist da draussen noch mal ein anderer, der der eine werden könnte…wer weiss!

Nach monatelangem auf der Couch herumliegen, inklusive Netflix-Orgien, sank auch bei mir die Hoffnung, dass gewisser welcher bei mir an der Tür klopft.

Die Auswahl ist rar

Auch die Chancen beim Abends weggehen mit Freunden neue Kontakte zu knüpfen, sind sehr gering, da ich als Single-Mama mit einer 42-Arbeitsstunden-Woche und Haushalt selten weggehe und wenn es dann mal soweit ist, möchte man sich voll und ganz auf seine Freunde konzentrieren und sich nicht damit beschäftigen, ob der Typ an der Bar nun interessant ist oder nicht. Ausserdem steigen die Auswahlkriterien mit dem Alter und das Material ist rar.

Es bleibt nur eine Möglichkeit: Online-Singlebörsen! Da ich für kostenpflichtige Singlebörsen zu geizig bin und der Nutzen zu fraglich ist, gibt es für mich auch nur eine Alternative:
Der Klassiker Tinder. Gut, man hört von zwielichtigen Gestalten, die nur das eine wollen, aber in meiner Situation muss man an das Gute glauben. Es sind schließlich nicht alle gleich und vielleicht ist da jemand, der genauso denkt wie ich.

Wer will schon mit einer Lüge in eine neue Beziehung starten? Antwort: viele

Tag 1. Die Vorbereitungsphase. Erst einmal muss die App hierfür runtergeladen werden. Der einfache Teil der Geschichte… und schon startet die Profilerstellung. Der Kampf um das perfekte Wording und die Auswahl an Bildern, die dich in einem guten Licht darstellen sollen, aber auch nicht realitätsfremd sind. Wer will schon mit einem Fake in eine neue Beziehung starten? Hierbei sei gesagt: viele!

Nach meiner persönlichen Einschätzung und die der greifbaren Freunde habe ich meines Erachtens nach ein gutes Ensemble zusammengestellt, dass mich gut wiederspiegelt: ein Foto aus dem Urlaub am Meer, um meine Reiselust darzustellen, eins mit Dirndl, um meine Partyfähigkeit hervorzuheben und ein sehr natürliches Bild an einem Fluss mit Landschaft, um meine nicht vorhandene Outdoorfähigkeit aufzuzeigen. Ein Bild wähle ich tatsächlich nur aus, weil es witzig ist – ich mit Sonnenhut und leicht unvorteilhaft. Wir wollen ja die Erwartungshaltung nicht ganz hoch schrauben. Bilder mit meiner Tochter habe ich ausgelassen. Das gehört zu dieser Zeit noch nicht hierhin. Und nun zum Profilspruch, der alles über einen aussagen soll, der treffend sein sollte, witzig, charmant, nicht zu sexy, da man ja schon von Anfang Missverständnisse vermeiden will. Ich habe nach langem Überlegen letztendlich keinen angegeben und beschlossen, diesen Punkt auf einen anderen Zeitpunkt verlegen. Und schon geht’s los. Tinder sagt mir bereits, ich habe über hundert Männer, die mich „liken“. Erste Versuche, herauszufinden, wie das Ganze
funktioniert und wie ich die 100 sehen kann, scheitern.

Fühle mich geehrt und begehrt

Nach Rücksprache mit Tinderexperten im Freundeskreis erste Erkenntnis: Nichts ist umsonst im Leben. Auch Tinder hat eine Premiumversion. Es hilft also nichts, ich muss das selbst in die Hand nehmen. Erst einmal den Radius und das Alter der potentiellen Kandidaten einschränken und danach die erste Auswahl treffen und nach rechts swipen (man wischt am Smartphone nach rechts für „gefällt mir“ und nach links für „gefällt mir nicht“). Erste Fehlversuche und aus Versehen superliken (Inbegriff für: Du bist mein Traummann) mit inbegriffen. Zwei Stunden später habe ich meine Auswahl von 100 auf zehn dezimiert – man ist ja schließlich anspruchsvoll! Die ersten Matches trudeln ein und mein Handy pinkt unaufhörlich auf. Fühle mich geehrt und begehrt. Läuft bei mir!

Der erste schüchterne Blick auf die ersten Matches*. Ich sehe eindeutig Potenzial und wage mich auch schon soweit aus dem Fenster, um anderen die negative Meinung über Tinder auszureden.

Handynummern austauschen ist meist der Anfang vom Ende

Die ersten Nachrichten. Ich bin sowas von gespannt… Kandidat eins fängt schon mal sehr freundlich an und fragt mich, wie es mir geht. Kandidat zwei bis fünf auch. Scheint eine gängige Nachfrage zu sein. Small Talk kann ich und stell‘ die Gegenfrage, danach stockt die Unterhaltung oder bricht ganz ab. Das kann ganz schön langatmig werden. Kandidat sechs betritt den Ring: Auf charmante und witzige Art werde ich ausgefragt. Eine nette Unterhaltung bahnt sich an. Man tauscht Handynummern aus. Wie ich später lernen sollte, ist dies meist der Anfang vom Ende. Nun geht es über Whatsapp weiter. Doch schon allein das Profilbild macht mich stutzig. Der sah doch ganz anders aus. Der Nachfrage nach einem Bild wird sofort nach gekommen. Und schon ist die Bestätigung da. Bei der Auswahl seiner Profilbilder hat er sich auf Bilder festgelegt, die weit in der Vergangenheit liegen und nicht mehr das wiederspiegeln, wie er eigentlich aussieht.

Sah der auf den Fotos nicht ganz anders aus?

Kurze Info an den Kandidaten, dass man enttäuscht ist und der Kontakt wird abgebrochen. Der nächste Kandidat scheint aber würdig zu sein und man tauscht wieder Handynummern aus. Das Profilbild geht schon mal klar. Kurzer Austausch von Nettigkeiten und unerwartet wird das Niveau gesenkt. Der Kandidat stellt gezielte Fragen zum Thema Bedürfnisse und Vorlieben und tut seine ebenfalls unaufgefordert kund. Unterstrichen wird das ganze von einem netten Bild seines besten Stückes. Der Kandidat ist auch raus. Dies wird mir aber noch mehrmals passieren. Die Frage stellt sich mir immer wieder, wer das toll finden soll und warum Männer der Meinung sind, das wir das sehen wollen. Selbst eine gute Freundin, die Tinder für genau solche Unverbindlichkeiten nutzt, ist not amused und würde auch gerne auf solche Holzfällermethoden verzichten.

Wer will schon unaufgefordert des beste Stück sehen?

Für heute reicht es mir. Ich muss nochmal über die ganze Sache nachdenken und gebe mir für morgen nochmal eine neue Chance. Gute Nacht. …Korrektur: Die Nacht ist nicht gut. Die ganze Zeit pinkt es neben mir und Tinder teilt mir mit, dass ich viele neue Freunde habe und alle mit mir schreiben wollen. Nachts um drei schalte ich Tinder lautlos. Aber jetzt: Gute Nacht.

Tag 2.
Auf zu neuen Taten. Die letzte Nacht muss erst einmal aufgearbeitet werden. Kurzer Check in der Warensammlung, ob neues brauchbares Material geliefert wurde. Danach Kandidatenauswahl im Chatraum checken. Tinder kostet mich jetzt schon verdammt viel Zeit. Nach gestrigem Desaster, habe ich beschlossen, meine Auswahl auf drei Kandidaten zu beschränken.
Die finalen Kandidaten:
1: Kandidat Beziehung vor Kennenlernen
2: Kandidat Freundschaft plus
3: Der Absager

Kandidat eins. ein vermeintlich gut aussehender großer blonder Mann hängt noch immer von gestern in meiner Nachrichtenbox und fragt wieder erneut nach meinem Befinden. Muss diese Konversation unbedingt auf ein neues Level bringen. Nach dezentem Hinweis, dass dies ein sehr langatmiges Gespräch wird, wenn er nicht bald mehr wissen will, als wie es mir geht, bringt die Sache endlich voran. Handynummern werden ausgetauscht und ein erstes Abchecken durch Selfie hin- und herschicken bestätigt zum Glück auch die Identität von uns beiden und wir sehen beide so aus, wie im Profil angegeben. Ein netter Dialog entsteht, vorsichtig werden die Fragen gestellt, um die Checkliste für das Anforderungsprofil der vakanten Stelle als potentieller Lebensgefährte abzuarbeiten. Schnell merkt man, dass der Gegenüber das gleiche Verhalten an den Tag legt. Nach einstündigem Hin- und Herschreiben vertagen wir die Unterhaltung auf den nächsten Tag, da man ja auch noch ein Sozialleben hat.

Gehen Singlemänner anders vor als Singlefrauen? Und: Findet unsere Singlefrau ihren Traummann bei Tinder? … Die Fortsetzung lesen Sie in der GSCHWÄTZ-Oktober Ausgabe die es ab Donnerstag, dem 27. September 2018, zu kaufen gibt.

 




Großer Hof-Flohmarkt in Bieringen

Am Samstag, den 29. September 2018, von 10 bis 16 Uhr bekommt man die Möglichkeit den großen Hof-Flohmarkt auf dem Gelände der Firma Omnibus Kohler besuchen.

Über 35 Verkäufer bieten ihre Sachen an. Der Flohmarkt findet bei jedem Wetter statt, da er teilweise überdacht ist und bei schlechtem Wetter in die Halle verlagert wird.

4. Großer Hof-Flohmarkt am 29. September in Bieringen.

 

 




Bewerber-Speed-Dating bei GEMÜ

Das Unternehmen GEMÜ startet am Freitag, den 28. September 2018, ein Bewerber-Speed-Dating für gewerbliche Stellen. Sie suchen Mitarbeiter für die Bereiche Logistik, Montage, Produktion, Oberflächentechnik und Facility Management/Instandhaltung.

Persönliches Gespräch statt Bewerbungsanschreiben

Zum Bewerber-Speed-Dating sind alle Interessierten eingeladen, mit nur ihrem Lebenslauf zu einem persönlichen Gespräch ins GEMÜ Produktions- und Logistikzentrum Kupferzell zu kommen. Zwischen 16 und 19 Uhr können die Bewerber dann direkt erste Gespräche mit den verantwortlichen Meistern und Vorgesetzten sowie mit der Personalabteilung führen.

 

Quelle: gemu-group.com




Bretzfeld: Ziege Nummer 9, das Schlitzohr, vermisst

Ein junger Ziegenbock, mit schwarz-weißem Fell und einem Schlitz im Ohr, der sehr zutraulich sein soll, wird in Bretzfeld vermisst. Das Tier war gestern Mittag zusammen mit acht weiteren Ziegen aus einem Stall in der Adolzfurter Straße abgehauen.
In der Nähe des Lindelhofs konnten acht der Ziegen wieder eingefangen werden. Nummer neun fehlte. Es wird darum gebeten im Bereich Bretzfeld, Windischenbach und in der Umgebung des Lindelbergs die Augen offen zu halten. Wer das „Schlitzohr“ sieht, sollte die Polizei in Bretzfeld, Telefon 07946 940010, verständigen.
Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Heilbronn



Schwäbisch Hall: Fahndung nach vermisster Person

Seit Sonntag, den16. September 2018, 14.15 Uhr, wird ein 60-jähriger männlicher Patient aus dem Diakonie-Klinikum Schwäbisch Hall vermisst. Der Patient hat das Klinikum eigenständig zu Fuß verlassen. Eine Eigengefährdung kann nicht ausgeschlossen werden. Die umfangreichen Suchmaßnahmen am Sonntagnachmittag sowie am Montagmorgen, bei welchen auch Polizeihubschrauber, eine Rettungshundestaffel mit sogenannten Mantrailer- und Flächensuchhunden sowie die Feuerwehr im Einsatz waren, blieben bislang erfolglos.

Der Mann ist etwa 185 cm bis 190 cm groß und hat eine schlanke Statur. Er ist mit einer beigen Jacke, einem rot kariertem Hemd, einer hellblauen Jeanshose sowie schwarzen Schuhen der Marke Salomon bekleidet. Er hat eine Glatze und trägt eine graue Schildkappe der Marke Salomon sowie eine Brille mit schwarzem Brillengestell. Hinweise zu der gesuchten Person nimmt die Kripo Schwäbisch Hall unter der Rufnummer 0791 / 4000 entgegen.

Wer hat den 60-jährigen Mann seit dem 16.09.2018 gesehen oder kann Hinweise auf seinen Aufenthaltsort geben?
Foto: Kriminalkommissariat Schwäbisch Hall

Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Aalen




Bad Mergentheim: Entwichener Strafgefangener wieder hinter Gittern

Trotz zweifacher Fesselung an den Beinen gelang einem 19-Jährigen am Montagnachmittag, den 17. September 2018, gegen 14.30 Uhr, die Flucht aus einem Bad Mergentheimer Krankenhaus. Eine sofort eingeleitete Großfahndung unter Einbeziehung eines Polizeihubschraubers im nahen Umfeld der Klinik führte zunächst nicht zum Erfolg. Zeitgleich wurde die ehemalige Wohnanschrift des Gefangenen in Stuttgart überprüft und die Fahndung auf den dortigen Bereich ausgeweitet. Gegen 20.30 Uhr, teilte ein aufmerksamer Taxifahrer der Bad Mergentheimer Polizei mit, dass er eine Person in einem Arztkittel zum Bahnhof gefahren hätte. Die Spur des Geflohenen führte schließlich nach Echterdingen, wo der 19-Jährige um 23.30 Uhr wieder festgenommen werden konnte. Zwischenzeitlich sitzt der, sich wegen räuberischer Erpressung in Untersuchungshaft befindliche Häftling, wieder hinter Gitter. Die Umstände wie sich der Mann von seinen Fußfesseln befreien konnte werden derzeit geprüft.

Quelle: Polizeipräsidium Heilbronn




Mini-Hofladen in Dörzbach

Hochwertiges Fleisch von Zebu-Weiderindern, die im Jagsttal aufwachsen und grasen dürfen, bietet die Familie Wunderlich auf Ihrem Birkenhof in Dörzbach an. Auf dem landwirtschaftlichen Hof kann man zwischen 6 und 22 Uhr  vorbeikommen und sich am Mini-Hofladen in Automatenform (Selbstbedienung) die Ware nach Belieben zusammenstellen, kaufen und mitnehmen.

Die Familie Wunderlich bietet unter anderem folgende regionale Produkte an:

Bolognese, Gulasch in Gläsern vom Zeburind, Wurst, Geräuchertes vom Zeburind. Schinken-, Leber-und Bratwurst von Tieren aus der Region.

Zeburinder haben ein sehr mageres Fleisch. Wunderlich ernährt sie ausschließlich vegetarisch. Foto: GSCHWÄTZ

Hochwertiges Fleisch aus dem Jagsttal

„Unseren Kunden ist es wichtig, dass es den Tieren gut geht und dass das Fleisch von hier ist“, sagt Birkenhof-Betreiber Martin Wunderlich und kann guten Gewissens sagen: „Meine Zebus leben

zu 100 Prozent vegetarisch.“

Zeburindfleisch ist mager und dunkelrot

Das Zeburindfleisch ist mager und dunkelrot, aber auch marmoriert. Es ist ein sehr feinfaseriges im Geschmack leicht, fast wildartig und cholesterinarmes Rindfleisch.

Wer nicht nur Würstle mitnehmen, sondern länger verweilen möchte, kann die Reiterstube auf dem Birkenhof mieten – inklusive regionalem Essen, wie etwa Zebubraten oder einem regionalen

Vesper. Die Reiterstube bietet Platz für zirka 40 Personen.

Hochwertige, regionale Produkte von Tieren, die im Jagsttal leben, bietet die Familie Wunderlich an. Foto: GSCHWÄTZ

Der Selbstbedienungsautomat steht direkt am Eingang des Hofes. Foto: GSCHWÄTZ

Kontakt:

info@birkenhof-wunderlich.de

Mehr Informationen:

http://www.birkenhof-wunderlich.de

Telefon: 07937/604

Anschrift: Birkenhöfe 3; 74677 Dörzbach




„Höhere Schäden im Kocher- und Jagsttal“

Bauernverbandsvorsitzender Klaus Mugele über Futterknappheit, das Züchten wetterresistenter Pflanzen und die Verursache der Klimamisere.

Wir haben Klaus Mugele, Vorsitzender des Bauernverbandes Schwäbisch Hall Hohenlohe Rems, gefragt, welche Auswirkungen das extreme Wetter auf die Landwirte vor Ort hat und wie die Zukunft der Landwirtschaft aussehen kann.

GSCHWÄTZ: Gibt es von der Politik nun finanzielle Unterstützung für die Landwirte und wenn ja, in welcher Höhe? Und: Fließt das Geld an jeden landwirtschaftlichen Betrieb oder nur an bestimmte Betriebe (Großbetriebe oder gibt es andere Auswahlkritieren)?

Mugele: Dazu muss ich mich auf die Medien beziehen. Sie schreiben, dass das Bundeslandwirtschaftsministerium die tatsächlichen Erntemengen aus den Ländern abwarten will und danach entscheiden wird. Pauschale Hilfen lehnt Klöckner für Bauern erneut ab. „Wir müssen uns die einzelnen Regionen genau anschauen“, sagte Klöckner der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „In Nordrhein-Westfalen oder Rheinland- Pfalz zum Beispiel sind viele Landwirte weniger betroffen.“ Zudem werde ein Teil der Ausfälle bei Getreide durch Preissteigerungen ausgeglichen. „Im Norden und Osten, zum Beispiel in Sachsen, sieht es vielerorts sehr schlimm aus“, bilanzierte Klöckner.

Laut dem Statistischen Landesamt Baden-Württemberg gibt es im Hohenlohekreis derzeit insgesamt 1.098 Betriebe, die 41.838 Hektar bewirtschaften. Das sind 38,1 Hektar im Durchschnitt pro Betrieb. Im Schwäbisch Haller Kreis gibt es aktuell 18.74 landwirtschaftliche Betriebe mit einer Durchschnittsgröße von 38,1 Hektar (7.6105 Hektar gesamt).

„Getreidepreise an den Börsen bereits angestiegen“

GSCHWÄTZ: Bauern vor Ort kritisieren diese Einmalfinanzspritzen als unzureichend und fordern, dass die Lebensmittelpreise in Deutschland generell zu niedrig sind. Wie sehen Sie das?

Mugele: Für unseren Bauernverband steht fest, dass in der Vergangenheit die Preise für nahezu alle unsere Erzeugnisse zu niedrig waren. Es muss gelingen, dass wir mit unserer Erzeugung Geld verdienen können. Durch die Dürre in Deutschland und in der EU fallen die Erntemengen geringer aus. Beispielsweise sind die Getreidepreise an den Börsen bereits angestiegen. Auf den Brotpreis bleibt das ohne Auswirkung, weil der Rohstoff Weizen nur einen minimalen Anteil an den Herstellungs- und sonstigen Kosten hat. Unser Bauernverband fordert, dass den existenziell betroffenen Betrieben entsprechend den einschlägigen Richtlinien geholfen wird. Diese dienten auch bei früheren extremen Dürreschäden wie auch bei den Frostschäden im vergangenen Jahr als Grundlage. Das Ministerium Ländlicher Raum Baden-Württemberg hat seinerzeit schnell reagiert und ein Unterstützungsprogramm auf den Weg gebracht. Da noch keinerlei Entscheidungen gefallen sind, ja noch nicht einmal das Ausmaß der Schäden im Detail beziffert werden kann, ist es für eine Beurteilung der angedachten Maßnahmen viel zu früh. Seitens
der Politik und der Bevölkerung erkennen wir in weiten Teilen Zustimmung zu Hilfsprogrammen. Wir sind zuversichtlich.

GSCHWÄTZ: Zudem beobachten Bauern einen Klimawandel dahingehend, dass die Ernten jedes Jahr immer ein bisschen früher eingefahren werden müssen, in diesem Jahr rund vier Wochen früher. Sprich: Der Herbst steht früher vor der Tür. Stimmen Sie dem zu?

Mugele: Die offiziellen Beobachtungen der Wetterexperten sind bekannt und decken sich mit unseren Beobachtungen. Frühsommertrockenheit kommt häufiger vor als früher. Das Ausmaß von 2018 ist allerdings extrem und vergleichbar mit 2003 oder 1976. Es war also alles schon einmal da. Ältere Kollegen berichten auch aus den 50er Jahren von solchen Extremsommern.

„15 bis 20 Prozent Ertragsausfall“

GSCHWÄTZ: Kann man schon beziffern, wie viel Ernteverluste bei unseren Bauern vor Ort durch die Trockenheit entstanden sind? Im Nachrichtenmagazin Spiegel stand, dass allein die Kartoffelernte eventuell um 40 Prozent niedriger ausfallen werde.

Mugele: Als Faustzahl oder grobe Schätzung gehen wir hier in der Region von 15 bis 20 Prozent Ertragsausfall bei Getreide aus. Allerdings mit großen Unterschieden, selbst innerhalb einer Gemarkung, weil da und dort Gewitterwolken schon Niederschläge bescherten. Die sind oft eng begrenzt auf Streifen von wenigen Kilometern – beispielsweise zwischen Kocher und Jagst sowie Richtung Bauland dürften auch höhere Schäden von über 30 Prozent entstanden sein. Auch der Mais und die Zuckerrüben leiden erheblich. Näheres werden die Erhebungen der Behörden zeigen.

GSCHWÄTZ: Welches Obst und Gemüse ist besonders betroffen und werden das die Verbraucher durch teurere Preise merken?

Mugele: Ein Obstbauer hat mir berichtet, dass insgesamt reichlich Obst auf den Bäumen hängt. Äpfel seien klein geblieben. Zu Gemüse fehlen mir Informationen.

„Futterknappheit für Rinder und Schafe ist ein echtes Problem.“

GSCHWÄTZ: Ein weiteres Problem in der Landwirtschaft: Das Futter für die Tiere bleibt aus, da die Weiden wegen der anhaltenden Trockenheit nicht mehr richtig nachwachsen. Ein Bauer sagte, er habe deswegen rund 20.000 Euro Mehrausgaben, da er das Futter nun zukaufen müsste. Können Sie diese Zahl bestätigen oder haben Sie andere Zahlen diesen Bereich betreffend?

Mugele: Futterknappheit für Rinder und Schafe ist ein echtes Problem. Die bezifferten Mehrausgaben können zutreffen. Sie werden von Betrieb zu Betrieb variieren,
unter Umständen auch höher ausfallen.

GSCHWÄTZ: Werden wir künftig immer mehr mit Wetterextremen (Hochwasser, Stürme, Trockenheit) bei uns leben müssen und wenn ja, wie können sich die Landwirte und auch die Verbraucher) darauf einstellen?

Mugele: Wissenschaftliche Untersuchungen beschreiben ein solches Szenario. Anpassungsmöglichkeiten für die Landwirtschaft werden erforscht. Ein Patentrezept gibt es noch nicht. Beispielsweise sollte es mit Hilfe der Pflanzenzüchtung, auch mit neuen Verfahren, gelingen, neue Sorten hervorzubringen, die trotz Trockenheit beständigere Erträge ermöglichen. Dieser Ansatz wurde politisch niedergeschmettert, zuletzt auch vom Europäischen Gerichtshof. So werden Fortschritte verhindert. Zudem ist es völlig daneben, wenn jetzt Vertreter der Grünen und von Umweltverbänden die Landwirtschaft zum Buhmann und Verursacher extremer Witterungsverläufe abstempeln.

Mugele bezieht sich dabei unter anderem auf einen Beitrag auf der Internetseite der Huffingtonpost, in welchem Anton Hofreiter von „umweltschädlicher Landwirtschaft“ spricht: “Die industrielle Landwirtschaft kann nicht so weiter machen wie bisher. Statt krisenanfälliger Monokulturen und umweltschädlicher Tierhaltung brauchen wir eine ökologisch verträgliche Landwirtschaft.” Die von Greenpeace Europe für Agrikultur zuständige Christiane Huxdorff blies in Brüssel in ein ähnliches Horn: „Die von der Europäischen Kommission beschlossenen Maßnahmen sind geeignet, einigen Landwirten vielleicht eine begrenzte Erleichterung zu verschaffen, wird aber gleichzeitig die intensiven, die Natur zerstörenden landwirtschaftlichen Bewirtschaftungspraktiken weiter unterstützen, die sich für den Klimawandel in erster Linie verantwortlich zeichnen und die Gefahr von Trockenperioden, wie wir sie zur Zeit in Europa erleben, eher noch verstärken.“

Mugele hat dazu eine klare Meinung und distanziert sich davon, dass die Landwirtschaft Schuld an der Klimaveränderung sei, sondern nennt stattdessen die in seinen Augen Hauptverursacher: „Das ist so was von absurd und böswillig. Nicht nur das Umweltbundesamt nennt Energieerzeugung, Industrie und Verkehr als Hauptverursacher.

Das Interview erfolgte schriftlich per E-Mail am 13. August 2018.