Des Sonnenkönigs neuer Palast
Hohenlohekreis: Es ist die Meldung des Jahres, die vermutlich wenige Bürger:innen überraschen wird, aber angesichts der Schließung des Krankenhauses aufgrund angeblich roter Zahlen sowie der Beendigung der 24-/Notfallversorgung in Künzelsau in den vergangenen Jahren gelinde gesagt ein leichtes Stirnrunzeln verursacht: Rund 70 Millionen soll – stand heute – das neue Landratsamt (aktuell als Kreishaus bezeichnet) für den Hohenlohekreis kosten. 2021 waren es noch 60 Millionen, aber die zehn Millionen mehr oder weniger sind ja im Grunde Kinkerlitzchen.
Die Kostensteigerung wirkt umso bitter, weil das Krankenhaus in Künzelsau und auch die darauf folgende sehr abgespeckt Form einer 24/7-Notfallversorgung durch den Kreistag den Daumen nach unten erhielt. Beides wurde geschlossen aus Geldmangel.
Neths Nachfolger kann sich freuen
Schaut man auf die Entwürfe lässt es sich hier sicher gut arbeiten. Landrat Dr. Matthas Neth beziehungsweise sein baldiger Nachfolger im Frühjahr 2024, der aller Wahrscheinlichkeit nach Achim Beck heißt, kann sich freuen.
Eigens für den Neubau des Kreishauses wurde sogar eine neue Stabsstelle im Landratsamt eingerichtet, die da heißt: Stabstelle Neubau Kreishaus. Darin heißt es unter anderem über die neuen Gebäude für die rund 1.000 Mitarbeiter:innen:
„Durch die polygonalen Grundrissformen werden lange Fassadenflächen aufgebrochen. Sie erzeugen so mäanderartige
Straßenfluchten und gebrochen Bauvolumen. Der massive Sockel aus Glasfaserbeton implementiert den Kontext der
Altstadt und verstärkt die öffentliche Funktion und Nutzung des Verwaltungsbaus im Erdgeschoss. Vorgefertigte
Aluminiumprofile bilden die Außenhülle der oberen Regelgeschosse – Sie zeichnen die innere Struktur der
Verwaltungsbauten nach. Je nach Lichteinfall erzeugt das Material mit der polygonalen Fassadenstruktur eine
unterschiedliche und charakteristische Erscheinungsform. Der hochwertige, architektonische Ausdruck der einzelnen
Gebäudeteile stärkt und bildet die Identität des neuen Quartiers.“
Große geschwungene Wendeltreppe
Schaut man sich die architektonischen Pläne näher an, erinnert das Hauptgebäude von außen an einen schlichten, leicht quaderförmigen Spiegelpalast, die Innenräume bestechen durch großen geschwungene Wendeltreppe, die sich über drei Etagen erstreckt und ein wenig an das Museum Würth 1 in Gaisbach erinnert.
Der Baustart soll zum Ende nächsten Jahres erfolgen. Bezugsfertig sollen die Gebäude im Frühjahr 2027 sein
Weitere Informationen rund um das Kreishaus gibt es auf: https://www.hohenlohekreis.de/das-landratsamt/aemteruebersicht/stabsstelle-neubau-kreishaus

Architektonische Pläne des neuen Kreishauses. Veröffentlicht auf www.hohenlohekreis.de
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