Seit Anfang April 2019 hat das Hohenloher Krankenhaus eine neue Abteilung für Orthopädie und Endoprothetik am Standort Öhringen. Neuer Chefarzt der Abteilung für Orthopädie und Endoprothetik ist Jan Dieterich, der am Montag, den 01. April 2019, seinen Dienst angetreten hat. Das geht aus einer Pressemitteilung der BBT-Gruppe von Mittwoch, den 03. April 2019, hervor. Die BBT-Gruppe ist der Mehrheitseigner des Hohenloher Krankenhauses mit seinen derzeit noch zwei Standorten in Künzelsau und Öhringen. Die Unfallchirurgie unter Leitung von Dr. Andreas Berglehner ist laut der BBT-Gruppe aktuell noch in Künzelsau. Der Krankenhausstandort soll jedoch geschlossen werden. „Gemeinsam bieten die beiden Fachärzte mit ihrem Team künftig ein umfassendes Spektrum im Bereich der Orthopädie und Unfallchirurgie an“, heißt es in der Pressemitteilung.
Die ganze Pressemitteilung der BBT-Gruppe lesen Sie hier:
Große Erfahrung bei der Behandlung von Hüft- und Kniegelenken – Neue Abteilung ergänzt Behandlungsspektrum am Hohenloher Krankenhaus Öhringen
„Das Hohenloher Krankenhaus baut sein Leistungsspektrum für die medizinische Versorgung der Menschen in Hohenlohe weiter aus: Seit Anfang April gibt es neben der Abteilung für Unfallchirurgie am Standort Künzelsau unter Leitung von Dr. Andreas Berglehner eine neue Abteilung für Orthopädie und Endoprothetik am Standort Öhringen. Neuer Chefarzt der Abteilung für Orthopädie und Endoprothetik ist Jan Dieterich, der am Montag seinen Dienst angetreten hat. Gemeinsam bieten die beiden Fachärzte mit ihrem Team künftig ein umfassendes Spektrum im Bereich der Orthopädie und Unfallchirurgie an.
Mit Jan Dieterich übernimmt ein erfahrener Orthopäde und versierter Operateur die Leitung der neuen Abteilung. Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie kann auf rund 3.000 Endoprothetik-Eingriffe inklusive Wechseloperationen zurückblicken. Sein Spezialgebiet sind dabei der künstliche Gelenkersatz von Hüfte und Knie. Darüber hinaus liegen seine medizinischen Schwerpunkte in der Hand- und Fußchirurgie sowie arthroskopischen Eingriffen des Kniegelenks.
Sein Medizinstudium absolvierte der heute 47Jährige an den Universitäten von Heidelberg, Wien und Kapstadt. Nach einigen Jahren in deutschen Kliniken, arbeitete er mehrere Jahre in Schweden und schloss dort 2006 seine Facharztausbildung ab. „In Schweden wird man einerseits zu sehr gewissenhaftem, wissenschaftlich fundiertem Arbeiten angeleitet, zugleich wird man sehr schnell in die Verantwortung genommen und darf schon als junger Arzt viel operieren. Dadurch habe ich viele verschiedene OP-Verfahren schon sehr früh und intensiv kennengelernt und angewendet“, blickt Jan Dieterich zurück. Ein Jahr arbeitete der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Rahmen eines unfallchirurgischen Förderprogramms außerdem in Australien. „Hier ist die theoretische und praktische Ausbildung der Ärzte auf sehr hohem Niveau mit regelmäßigen Tests und Prüfungen auch für Fachärzte. Die OP-Frequenz ist auch dort sehr hoch.“ Mehrere Forschungsaufenthalte führten ihn außerdem in die USA und er veröffentlichte Publikationen in namhaften orthopädischen Journalen.
In den letzten neun Jahren war Jan Dieterich als Oberarzt am Landesklinikum Scheibbs in Österreich tätig und versorgte dort durchschnittlich 300 Patienten pro Jahr mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken. Diese große Erfahrung sichert eine hohe Routine und Qualität bei Gelenkeingriffen. Die Implantation künstlicher Hüftgelenke führt er seit 2011 in minimal-invasiver, muskelschonender Operationstechnik durch. Auch bei Eingriffen am Knie verwendet er – sofern die Voraussetzungen beim Patienten dafür gegeben sind – schonende OP-Verfahren. „Viele – ca. 30-50% aller zu operierenden Kniegelenke können mit Teilgelenken, sogenannten „Halbschlitten“ versorgt werden. Diese Operation ist für den Patienten weniger invasiv und der Patient hat nach der Operation erfahrungsgemäß etwas weniger Schmerzen. Auch das Infektionsrisiko ist deutlich geringer“, so Jan Dieterich.
Ausgestattet mit diesen umfangreichen Erfahrungen will er jetzt im Hohenloher Krankenhaus Öhringen die Endoprothetik aufbauen. „Mein Ziel ist es, eine qualitativ hochwertige Versorgung für die Menschen mit Beschwerden in den Hüft- und Kniegelenken hier in der Region zu etablieren. Dank moderner minimalinvasiver OP-Verfahren und einer intensiven therapeutischen Betreuung sollen die Patienten möglichst bald nach dem Eingriff wieder selbständig in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren können.“ Darüber hinaus bietet der Chefarzt ein breites Behandlungsspektrum im Bereich der Hand- und Fußchirurgie an.
Kontakt: Hohenloher Krankenhaus Öhringen, Abteilung für Orthopädie und Endoprothetik Chefarzt Jan Dieterich, Tel. 07941 – 692-209
Quelle und Foto: Hohenloher Krankenhaus