1

MEGA – Make Europe great again: Europa braucht deine Stimme

Ihr seid Europa. Daher: Gebt Eure Stimme am kommenden Sonntag, den 26. Mai 2019 ab. Ein Appell von GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann zur Europawahl.

65. Europäischer Schülerwettbewerb

Europa. Quelle: 65. Europäischer Schülerwettbewerb

GSCHWÄTZ – Wir lieben unser Ländle | Auch als Abo direkt in den Briefasten | www.gschwaetz.de | Instagram: gschwaetz.dasmagazin | Facebook: GSCHWÄTZ | Twitter: gschwatz

 




Menschliche Knochen im Neckar gefunden

Am Sonntagabend, den 19. Mai 2019, gegen 20 Uhr, wurde im Neckar, im Bereich der Kläranlage in der Austraße in Heilbronn ein skelettiertes menschliches Bein gefunden. Die Kriminalpolizei Heilbronn hat die Ermittlungen aufgenommen. Insbesondere die Absuche des Auffindebereichs im und am Neckar sowie die Zuordnung der Knochen zu einer Person stehen hierbei im Vordergrund der Ermittlungen.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

 




Ailringen / Hollenbach: Pferdekutsche verunglückt

Am Sonntag, den 19.05.2019, gegen 11:33 Uhr, befuhr ein 68-Jähriger mit seiner Kutsche sowie zwei vorgespannten Pferden einen geschotterten Feldweg zwischen Mulfingen-Hollenbach und Mulfingen-Ailringen. Vermutlich durch ein quietschendes Bremsgeräusch der Kutsche erschrak sich eines der beiden Pferde und beide Tiere gingen mitsamt der Kutsche durch. In einer abschüssigen Rechtskurve kam das Gespann nach links von der Fahrbahn ab und durchfuhr zunächst einen Graben. Hierbei wurden der Fahrzeugführer sowie die beiden Mitfahrer von der Kutsche geworfen und verletzt. In der Folge verfing sich die Kutsche an einem Baum und Pferde sowie Kutsche kamen zum Stehen. Während die Mitfahrer ersten Erkenntnissen zufolge nur leicht verletzt wurden, musste der Kutschführer aufgrund seiner Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber ins Uni-Klinikum Würzburg verbracht werden. Zur Versorgung der Verletzten waren zwei Rettungswägen, ein Notarzt sowie ein Rettungshubschrauber vor Ort. An der Kutsche entstand Sachschaden von ca. 1.000 Euro. Darüber hinaus wurde eines der beiden Pferde am Hinterlauf verletzt.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

Foto:




Ladendieb im Supermarkt in Ingelfingen

Am Donnerstagmorgen, den 16. Mai 2019, hatte ein Ladendieb in Ingelfingen offenbar nicht mit der Aufmerksamkeit einer Kundin gerechnet. Als der 40-Jährige an der Kasse eines Supermarktes nur einen Teil seines „Einkaufs“ auf das Band legte, machte die hinter ihm wartende Frau die Kassiererin auf weitere Waren aufmerksam, die der Mann zuvor eingesteckt hatte. Dieser wollte unterdessen das Geschäft verlassen, wurde jedoch durch die Marktangestellte aufgehalten. Tatsächlich packte der Ertappte nun weitere Artikel im Wert von 15 Euro aus, die er offensichtlich nicht hatte bezahlen wollen. Nun muss er sich auf eine Diebstahlsanzeige einstellen.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

Foto: GSCHWÄTZ




Abfallwirtschaft schlägt Alarm: Zu viel Verpackungen in der Biotonne

Aufkleber „Kein Plastik in die Betty“ sollen beim Müll-Trennen helfen

In den nächsten Tagen beklebt die Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises alle 40.000 Bio-Energie-Tonnen mit dem Aufkleber „Kein Plastik in die Betty“. „Die Aktion ist eine logistische Herausforderung, aber dringend nötig“, so der Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Sebastian Damm. Hintergrund ist der hohe Anteil an Plastikverpackungen im Bioabfall. Zu den häufigsten Fehlwürfen in der Betty zählen verdorbene Lebensmittel, die mitsamt der Umverpackung aus Plastik in die braune Tonne geworfen werden.

Tonnen sollen nicht gleich weggeräumt werden

Der Aufkleber, der jetzt auf jeden braunen Tonnendeckel im Hohenlohekreis  kommt, soll die Bürger beim täglichen Befüllen der Betty unterstützen. „Wir wollen das Thema jetzt ganz offensiv angehen, weil die Qualität des Bioabfalls noch nicht die ist, die wir brauchen“, berichtet die Betriebsleiterin der Abfallwirtschaft Silvia Fritsch. Für die Aktion fährt in den nächsten zwei bis drei Wochen ein Team des Dienstleisters der Abfallwirtschaft hinter den Bio-Müllfahrzeugen her und beklebt die Tonnen. Die Abfallwirtschaft bittet daher die Bürger, die Bettys am Tag der Leerung noch einige Stunden an der Straße stehen zu lassen.

Neue Aktion der Abfallwirtschaft: Betty mag kein Plastik. Foto: Abfallwirtschaft

Hintergrund

Aus dem Biomüll entstehen laut der Abfallwirtschaft wertvolle Erden und Komposte. Der Kompost wird unter anderem zur Bodenverbesserung auf landwirtschaftlichen Flächen und in Gärten ausgebracht. Die hochwertigen Erden, die aus dem Hohenloher Bioabfall gewonnen wurden, werden beispielsweise auch beim Garten- und Landschaftsbau auf dem Buga-Gelände in Heilbronn eingesetzt. Um die hohen Qualitätsansprüche zu gewährleisten, müssen deshalb Plastikanteile im Bioabfall sehr aufwendig aussortiert werden, was wiederum hohe Kosten verursacht.

Die Qualitätsoffensive mit dem Team um Abfallberater Rainer Mugler geht auch in diesem Jahr weiter. Hierbei sind die Mitarbeiter der Abfallwirtschaft persönlich im Landkreis unterwegs und werfen einen Blick in die Bettys. Somit will man mit den Bürgern direkt ins Gespräch kommen und Hilfestellung beim richtigen Müll-Trennen geben. Außerdem gibt es seit Kurzem eine Buswerbung mit Abfallberater Rainer Mugler. Auf einem NVH-Bus ist er überlebensgroß zu sehen und gibt den Hinweis: „Kein Plastik in die Betty“.

Wichtig ist Mugler aber vor allem eines: „Mit der Aktion wollen wir kein Fehlverhalten anprangern, sondern eine Erinnerungshilfe beim Müll-Trennen geben“. Denn eines weiß Mugler aufgrund der vielen Rückmeldungen aus der Bevölkerung: „Die meisten Fehlwürfe passieren nicht absichtlich, sondern aus Unwissenheit“.

 

Service-Hotline Bürgertheke Abfallwirtschaft: 07940/18-555.

Quelle: Pressemitteilung der Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises

 

Bildunterschrift:

„KEIN PLASTIK in die BETty“ Mit diesem Aufkleber will die Abfallwirtschaft die Qualität beim Bioabfall verbessern. v.l. Betriebsleiterin Silvia Fritsch, Abfallberater Rainer Mugler und Geschäftsführer Sebastian Damm




„Diese Vorgehensweise erinnert an die Praxis in totalitären Staaten“

Wahlen in Künzelsau: UBK kritisiert Zensur im Amtsblatt der Stadt Künzelsau

„Diese Vorgehensweise erinnert an die Praxis in totalitären Staaten“. Boris d’Angelo von der UBK (Unabhängige Bürger Künzelsau) findet harte Worte für das Vorgehen des Krieger-Verlages und der Stadt Künzelsau hinsichtlich eines Textes, die die UBK im Wahlkampf im Amtsblatt von Künzelsau hat drucken wollen. Rechtlich ist es legitim, dass Parteien ihre Inhalte vor einer Wahl präsentieren – in diesem Fall steht am 26. Mai 2019 unter anderem die Gemeinderatswahl in Künzelsau an. Die Stadt Künzelsau hat nun jedoch bei der UBK und – laut Anton Baron – auch bei der AfD Änderungen im Textinhalt vorgenommen beziehungsweise wollte sie vornehmen (siehe Text und geänderter Text unten, gelb markiert). Die UBK bezeichnete in dem Absatz, der gestrichen werden sollte, unter anderem die Entscheidung des Kreistages, die zur Schließung des Künzelsauer Krankenhauses geführt hat, als „katastrophale Entscheidung“.

„Tendenziöse Berichte dürfen nicht veröffentlicht werden“

Elke Sturm, Pressesprecherin der Stadt Künzelsau verweist auf Vertragsfestlegungen, die der Künzelsauer Gemeinderat beschlossen hat. Darin sei klar geregelt, was veröffentlicht werden darf und was nicht. Diese Festlegungen gelten, so Sturm, „für alle Beiträge und Anzeigen im Amtsblatt der Stadt Künzelsau „Künzelsauer Nachrichten“. Die Anzeigen-Entwürfe der AfD und der UBK für die Ausgabe des Amtsblattes am 10. Mai 2019 haben nicht den im Verlagsvertrag festgelegten Vorgaben zur Veröffentlichung entsprochen. Sie wurden deshalb vom Krieger-Verlag, in Abstimmung mit der Stadtverwaltung Künzelsau, an dessen Anzeigenkunden zurückgegeben, mit der Bitte um entsprechende Änderung. Es wurde unter anderem gebeten, sich auf die Darstellung eigener politischer Ziele zu beschränken. Position aus dem Verlagsvertrag dazu: „… Ausgeschlossen sind tages- und parteipolitische Beiträge sowie Beiträge, die gegen gesetzliche Vorschriften, die guten Sitten oder Interessen der Stadt verstoßen. Nicht aufgenommen werden polemische und tendenziöse Berichte sowie Veröffentlichungen herabsetzenden Inhalts. Politische Äußerungen müssen sich auf Darstellungen eigener politischer Ziele beschränken und dürfen Angriffe auf politische Gegner nicht enthalten. Diese Regelung gilt auch für den Anzeigenteil.“

Boris d’Angelo kritisiert gegenüber GSCHWÄTZ: „Fakt ist: Die Stadt Künzelsau hat unsere Anzeige abgelehnt ohne klare Begründung, nur mit pauschalem Verweis auf den Text des Verlagsvertrags. Bis heute wissen wir nicht, mit welcher Formulierung angeblich dagegen verstoßen wurde. Diese Vorgehensweise ist undemokratisch und erinnert an die Praxis in totalitären Staaten.“

Auch bei der SPD gab es Schwierigkeiten im Wahlkampfablauf. Der Krieger-Verlag hat von der SPD einen Auftrag zur Verteilung von Flyern mit der Ausgabe des Amtsblattes „Künzelsauer Nachrichten“ vom 10. Mai 2019 erhalten. Die Flyer wurden mit dem Amtsblatt an die Zusteller zur Verteilung weitergegeben. Bei ein oder zwei Austrägern ist es zu geringfügigen Unregelmäßigkeiten gekommen, so Elke Sturm von der Stadt Künzelsau. Sprich: Manche Haushalte haben keinen Flyer der SPD erhalten. „Diese wurden vom Verlag in Abstimmung mit der SPD geklärt und werden nachträglich soweit wie möglich behoben“, so Elke Sturm

 

Zensiert? UBK kritisiert das Vorgehen der Stadt Künzelsau.




Künzelsau: Astro-Alex ist back in town

Er kommt zurück in seine Heimatstadt. Und zwar schon diesen Samstag. Künzelsau rüstet sich für eine große Welcome-back-Party für die ganze Familie.

ESA-Astronaut Dr. Alexander Gerst tritt am Samstag, den 18. Mai 2019, am Alten Rathaus in Künzelsau auf. Er berichtet über seine Arbeit während seiner zweiten Mission horizons auf der Internationalen Raumstation ISS. Dort war er vom 3. Oktober bis 19. Dezember 2018 Kommandant. Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hier sich hierzu angekündigt.

Bereits ab 15 Uhr hält die experimenta Heilbronn Mitmachangebote für Kinder und Erwachsene zum Thema Astronomie bereit. Mit einem H-Alpha-Teleskop können die Besucher die Sonne mit ihren Sonnenflecken und Eruptionen beobachten. Auch die Stiftung Kinderherz präsentiert sich. Ab 15.30 Uhr stehen neben dem bekannten und populären Astro-Alex auch die Hohenloher Mundartband Annâweech und Peter Schilling mit Band (Major Tom, Völlig los gelöst) auf der Bühne.

 

Die Mundartband Annâweech tritt auf. Foto: Annâweech

„Major-Tom“-Sänger Peter Schilling ist ebenfalls am Start. Quelle: MTE Muenchen, zur Verfügung gestellt von der Stadt Künzelsau

Für das leibliche Wohl sorgen regionale Gastronomiebetriebe und zusätzliche Verpflegungsstände.

Großsponsoren dieser Veranstaltung sind die Unternehmen Würth aus Künzelsau-Gaisbach sowie ebm-papst aus Mufingen. Kleinsponsor ist die Sparkasse Hohenlohekreis.

Parken und Verkehr

An den Wertwiesen stehen Parkplätze für Besucher zur Verfügung. Auch der große Festplatz kann als Parkplatz genutzt werden. Für den Aufbau der Bühne und der Stände sind folgende Straßen von Freitag, 17. Mai ab 12 Uhr bis Sonntag, 19. Mai 2019, 8 Uhr gesperrt: Die Stuttgarter Straße ab Alleekreuzung, die Komburgstraße ab Einmündung Stettenstraße, der Obere Bach, die Schnurgasse und Scharfengasse zwischen Hauptstraße und Burggasse. Die Oberamteistraße wird am Veranstaltungstag, Samstag, 18. Mai von 14 Uhr bis 20 Uhr ab der Einfahrt Konsul-Uebele-Straße Richtung Keltergasse gesperrt. Die Hauptstraße ist von Donnerstag, 16. Mai 2019 bis Montag, 20. Mai 2019 (bis 8 Uhr) für den gesamten Verkehr gesperrt. In dieser Zeit wird die NVH-Bushaltestelle „Bären“ in die Austraße verlegt.

Programm

Ab 15.00 Uhr

diverse Aktionsstände & Bewirtung

zirka 15.30 Uhr

Begrüßung Bürgermeister Stefan Neumann

Moderation Kristina Sterz

zirka 15.40 Uhr

Hohenloher Band Annâweech, Mundarthits

zirka 16.30 Uhr

„Erst Alex, jetzt alle: das neue Weltraumzeitalter, selbst erleben“ – Astrophysiker Dr. Kai Noeske, Science Center experimenta Heilbronn

zirka 17.00 Uhr

Bühnenshow

mit Talkrunden und Interviews mit Gästen aus Politik und Raumfahrt

ESA-Astronaut Dr. Alexander Gerst spricht über seine Mission horizons

gegen 19.00 Uhr

Peter Schilling und Band

Gegen 20.00 Uhr

Ende der Veranstaltung

 

Quelle: Pressmitteilung der Stadt Heilbronn




Niedernhall: Benefizkonzert für das Solebad

Die Werbegemeinschaft Niedernhall-Weißbach lädt ein zu einem Benefizkonzert zugunsten des Solebades in Niedernhall. Die Lazy Monkeys treten auf.

Wo: Kelter Niedernhall

Wann: Samstag, den 25. Mai 2019

Einlass ab 18.30 Uhr

Beginn: 20 Uhr

Ticketpreis: 12 Euro im Vorverkauf, 15 Euro an der Abendkasse

Vorverkaufsstellen: Raiffeisenbank, Sparkasse und Elektro Rapp in Niedernhall, Um’s Eck in Weißbach

 

Flyer Benefizkonzert Niedernhall

 

 




Künzelsau: Stadt prüft Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen CDU

Am Samstag, den 11. Mai 2019, war einiges los in Künzelsau. Es gab einen Handwerkstag, einen Stadtlauf und auch die Parteien präsentierten sich mit Infoständen. Damit es mit dem Stadtlauf und dem Handwerkstag im wahrsten Sinne zu keinen Kollisionen kommt, genehmigte das Bürgeramt der Stadt Künzelsau zwar die Infostände der einzelnen Parteien (Die Grünen, UBK, FfK und SPD), jedoch jeweils nur am Oberen Bach und nicht unterhalb des Rathauses (zwischen Eisdiele und Breuninger). Diverse Parteimitglieder hätten diesen Standort jedoch bevorzugt, da dort wesentlich mehr Menschen  anzutreffen waren als am Oberen Bach. Umso größer die Augen von einigen Parteimitgliedern, als die CDU ihren Infostand direkt unterhalb des Alten Rathauses aufbaute.

GSCHWÄTZ hat bei der Stadt Künzelsau nachgefragt, ob die CDU eine Sondergenehmigung von der Stadt hierfür erhalten hat. Elke Sturm, Pressesprecherin der Stadt Künzelsau, erklärte: „Eine Genehmigung für einen CDU-Infostand wurde nicht beantragt und insofern auch nicht erteilt. Wegen der ungenehmigten Sondernutzung behält sich die Stadtverwaltung weitere Schritte vor und prüft ein Ordnungswidrigkeitsverfahren.“

 




Neumann: „Viele Nationalitäten leben in Künzelsau zusammen“

Video-Interview mit Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann bei der Kundgebung am Kokolores: ,Für Demokratie gegen Faschismus‘, die am Montag, den 13. Mai 2019 parallel zur AfD-Veranstaltung in der Künzelsauer Stadthalle abgehalten wurde.

Stefan Neumann bei der Kundgebung ,Für Demokratie gegen Faschismus‘. Foto: GSCHWÄTZ

GSCHWÄTZ: Herr Neumann, Sie sind heute auf die Kundgebung gekommen: ,Für Demokratie gegen Faschismus.‘

Neumann: Ich finde es gut und wichtig, dass es diese Veranstaltung gibt und ich freue mich, dass ein paar gekommen sind. Wenn es nach mir geht, hätten es ruhig noch ein paar mehr sein dürfen. Das Programm ist gut, die Musik übrigens auch. Es ist wichtig, dass man den Diskurs  sucht und darüber redet, welche Positionen die einzelnen Parteien vertreten. Das ist gerade im Vorfeld zu den Kommunal- und Europawahlen wichtig.

GSCHWÄTZ: Wie bunt ist Künzelsau?

Neumann: Künzelsau ist sehr bunt. Das betrifft nicht nur die Zusammensetzung des Künzelsauer Gemeinderates, sondern auch, wieviel Nationalitäten bei uns in Künzelsau zusammenleben und zwar seit Jahren. Künzelsau fällt hier nicht negativ auf. Wir tun viel für Integration. Und ich glaube, es ist unsere gemeinsame Aufgabe, dass es so auch künftig weitergeht.

GSCHWÄTZ: Parallel zu der Veranstaltung hier am Kokoleres gibt es die AfD-Veranstaltung in der Stadthalle. Werden Sie da auch noch hingehen?

Neumann: Die AfD-Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Da ich um 19.30 Uhr gleich wieder einen Anschlusstermin habe, gehe ich nicht dorthin. Aber ich glaube, es ist wichtig, dass nicht nur AfD-Anhänger hingehen, sondern auch Leute, die bereit sind, öffentlich  dagegenzuhalten und Fragen zu stellen, auch kritische Fragen.

Organisator Hans-Jürgen Saknus (SPD) lud zur Kundgebung.

Saknus: „Die ewig Gestrigen verklären die Vergangenheit“

Bei der Kundgebung sprachen unter anderem Caroline Vermeulen, SPD-Kreisvorsitzende in Hohenlohe, die ehemalige Kreisrätin Magda Reichardt aus Niedernhall und Dieter Hummel, der ehemalige Schulleiter des Schlossgymnasiums. Veranstaltungsleiter Hans-Jürgen Saknus (SPD) betonte in seinem Schlusswort: „Das, was wir hier in der Stadt leben wollen, ein Zusammenleben ohne Hass und Ausgrenzung, ein Zusammenleben, ohne sich seiner Herkunft oder Hautfarbe rechtfertigen zu müssen, ein Zusammenleben in Frieden und Freiheit, ist heute nicht selbstverständlich. Das, was wir hier für uns wollen, ist das gleiche was wir auch für das Zusammenleben in Europa wollen, für das Zusammenleben aller Europäer – egal welche Sprache sie sprechen, welchen Glauben sie leben, oder ob sie reich oder arm sind. Europa ist die Zukunft, ein Europa wo wir in Frieden und in Freiheit und in Freundschaft zusammenleben können und zusammenleben wollen.“

Saknus: „AfD ist eine Anti-EU-Partei“

Kritische Worte hielt Saknus für die parallel verlaufende Veranstaltung der AfD in der Stadthalle bereit: „Die ewig Gestrigen, die sich als neue politische Kraft sehen und dessen Spitzenpersonal sich gerade in der Stadthalle trifft und sich ihr Europa der Vaterländer ausmalt, verklären die Vergangenheit und betreiben  einen Geschichtsrevisionismus. So propagiert das Spitzenpersonal Gauland und Höcke: Hitler war nur ein Vogelschiss in der deutschen Geschichte und das Mahnmal der Schande muss weg. Ein Mahnmal soll weg, das für das unvorstellbare industrielle Ermorden von 6 Millionen Juden steht.Wer die Vergangenheit verklärt, will aus der Geschichte nicht lernen.“ Die AfD sei, so Saknus, seit ihrer Gründung eine Anti-EU-Partei. Er fordert die Zuhörer auf: „Lasst uns laut werden, wenn eine Neiddebatte losgetreten wird, dass Europa uns nur was kostet und nichts bringt. Neid, Angst, Hass dürfen keine Motivation sein für politisches Handeln.“