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Weltkinderfest in Künzelsau

Das Weltkinderfest Hohenlohe feiert Jubiläum. Bereits zum zehnten Mal können sich kleine und große, junge und junggebliebende Einwohner des Hohenlohekreises auf ein buntes Fest freuen. Das Weltkinderfest findet am Sonntag, den 30. Juni 2019, von 11.30 bis 17 Uhr auf den Künzelsauer Wertwiesen statt.

Der Kreisjugendring Hohenlohe e.V. und das Jugendreferat des Landkreises veranstalten in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der Stadt Künzelsau dieses besondere Kinderfest. Über 30 Vereine, Verbände und Gruppierungen mit vielen ehrenamtlichen Helfern haben ein kunterbuntes Programm vorbereitet.

Was wird geboten?

Eröffnet wird das 10. Weltkinderfest mit Grußworten, Musik und Tanz auf der Bühne. Danach können die Besucher die verschiedenen Angebote erkunden. Auf dem gesamten Gelände gibt es zahlreiche Spielstände und sogar Einsatzfahrzeuge zum Beschnuppern. Das unterhaltsame Bühnenprogramm lädt zum Staunen und Mitmachen ein. Ein großes Essensangebot mit internationalen Gerichten lässt keine Wünsche offen. Egal ob türkische, griechische oder brasilianische Spezialitäten, Waffeln, Eis oder Kaffee und Kuchen – es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Um 16.30 Uhr wird das Fest mit einem Abschlussprogramm auf der Bühne und einem gemeinsamen Lied beendet.

Das Besondere am Weltkinderfest ist, dass Hohenloher mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln gemeinsam mit heimischen Gruppen eine Vielzahl an Angeboten vorbereiten. Egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund, mit oder ohne Handicap, ob christlich, muslimisch oder anderen Glaubens – bei der Planung und auch beim Feiern finden sich unterschiedlichste Menschen zusammen, tauschen sich aus und wachsen ein Stück weit zusammen. Gemeinsam soll den Kindern im Hohenlohekreis ein unvergessliches, schönes Fest bereitet werden.

Schirmherren des Weltkinderfestes sind die Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt, Landrat Dr. Matthias Neth und Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann.

 

Quelle: Landratsamt des Hohenlohekreises




HK: Nächster Führungsmann geht

Ausscheiden Thomas Weber aus Leitung der BBT-Region Tauberfranken zum 01. Juli 19

Nachdem vor kurzem einer der Chefärzte des Hohenloher Krankenhauses (HK) gekündigt hat (wir berichteten: https://www.gschwaetz.de/2019/06/14/paukenschlag-am-hk-chefarzt-hat-gekuendigt/  ) dreht sich erneut das Personalkarussell an der Führungsspitze. Dieses Mal aber betrifft es den Mehrheitseigner des HK: die BBT-Gruppe.

Aus persönlichen Gründen

Thomas Weber (58), Mitglied der Regionalleitung der BBT-Region Tauberfranken – Hohenlohe, hat am 21.06.19 die Geschäftsführung der BBT-Gruppe gebeten, sein Dienstverhältnis in der BBT-Gruppe aus persönlichen Gründen vorzeitig aufzulösen und um ab 01.01.2020 eine neue berufliche Aufgabe als Geschäftsführer der SLK-Kliniken Heilbronn-Franken wahrzunehmen. In Anerkennung für das große Engagement, mit dem Thomas Weber gemeinsam mit Thomas Wigant in der Regionalleitung die Entwicklung der BBT-Gruppe in der Region Tauberfranken-Hohenlohe mit den Führungskräften in den Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen gestaltet hat, hat sich die Geschäftsführung dazu entschlossen, diesem Wunsch zu entsprechen und ihn von seinen Aufgaben als Regionalleiter zum 01.07.19 entpflichtet.

Von BBT zum SLK-Klinikum nach Heilbronn

„Thomas Weber hat in den vergangenen zehn Jahren mit hohem persönlichem Engagement und großer Sachkenntnis als kaufmännischer Direktor und Regionalleiter zunächst das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim und dann auch die Gesundheitsholding Tauberfranken auf einen erfolgreichen Kurs geführt und nachhaltig wichtige Weichen für die Zukunft gestellt“, unterstreicht Dr. Albert-Peter Rethmann, Sprecher der Geschäftsführung die Verdienste von Weber für die Unternehmensgruppe.

Zusammen mit Thomas Wigant sowie den Direktorien und Führungskräften in den Gesundheits- und Seniorendiensten in der Region werden die Aufgaben von Thomas Weber bis zur Neubesetzung von den beiden Geschäftsführern Andreas Latz und Matthias Warmuth wahrgenommen. Das Verfahren zur Wiederbesetzung ist in die Wege geleitet.

Wer ist BBT?

Die BBT-Gruppe ist mit, laut eigenen Angaben, mehr als 80 Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens, über 14.000 Mitarbeitenden und zirka 900 Auszubildenden einer der großen christlichen Träger von Krankenhäusern und Sozialeinrichtungen in Deutschland. Die BBT-Gruppe hält auch die Führungsanteile an dem Hohenloher Krankenhaus.

Quelle: Pressemitteilung der BBT-Gruppe vom 27. Juni 2019

 




Artenrückgang in Hohenlohe

Zunehmende Landwirtschaft bedroht diverse Tier- und Pflanzenarten

Der Landschaftserhaltungsverband Hohenlohekreis unter dem Vorsitz von Hohenlohes Landrat Dr. Matthias Neth lädt am Donnerstag, den 11. Juli, 19 Uhr, zu einem Vortrag von Professor Dr. Peter Berthold auf Schloss Eyb in Dörzbach ein. Der Vortrag beschäftigt sich unter anderem mit dem Kampf gegen den Artenrückgang auch im Hohenlohekreis. Außerdem spricht Berthold über die Schaffung eines bundesweiten Biotopverbundes.

Über die Hälfte der Fläche Deutschlands nutzen Landwirte

Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung des Landschaftserhaltungsverbandes Hohenlohe:

„Über die Hälfte der Gesamtfläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt. Dieser Fläche kommt als Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen eine besondere Bedeutung zu. Eine intensive Bewirtschaftung kann enorme Belastungen für die Umwelt zur Folge haben und zu Biodiversitätsverlusten führen. Wie kann diesem Artenrückgang in Deutschland und speziell im Hohenlohekreis entgegengewirkt werden? Damit beschäftigt sich der Vortrag von Prof. Dr. Peter Berthold am Donnerstag, 11. Juli 2019, um 19 Uhr auf Schloss Eyb in Dörzbach.
Prof. Dr. Berthold ist Ornithologe und Verhaltensforscher. Er war Leiter der Vogelschutzwarte in Radolfzell, einer Zweigstelle des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen, und Pro-fessor an der Universität Konstanz. Seit seiner Emeritierung im Jahr 2004 wirkt er im Stiftungsrat der Heinz Sielmann Stiftung mit und gab den Anstoß für den Biotopverbund Bodensee (BVB).
Die Heinz Sielmann Stiftung schafft seit 2004 ein Netz von neuen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen in Sielmanns Biotopverbund Bodensee. Die Tier- und Pflanzenbestände sollen sich er-holen und verschwundene Arten sollen zurückkehren können. Dieses Projekt stellt den umfangreichsten Großversuch dar, der im Hinblick auf die Rettung der Artenvielfalt durchgeführt werden konnte.

Zurück zur Natur

Grundlage dafür ist ein im Jahre 1988 vorgestelltes neues Naturschutzkonzept: Renaturierung von etwa zehn Prozent der Fläche im Bereich jeder Gemeinde und dadurch Schaffung eines bundesweiten Biotopverbundes, basierend auf „Oasen aus Menschenhand – jeder Gemeinde sein Biotop“.
Zwischenzeitlich wurden auf 500 Quadratkilometern Fläche über 100 Einzelprojekte an 44 Standorten gemeinsam mit den Städten und Gemeinden aus ganz Deutschland im Wert von etwa fünf Millionen Euro realisiert. Neu angelegte Stillgewässer, renaturierte Bachläufe, aufgewertete Streuobstwiesen oder extensive Weideprojekte konnten innerhalb kürzester Zeit durch zahlreiche Vogelarten, Amphibien, Tagfalter, Libellen und andere Tiergruppen besiedelt werden.

Bachläufe, Streuobstwiesen, Platz für Amphibien

Auch im Hohenlohekreis nimmt der menschliche Nutzungsdruck auf die Landschaft schon seit Jahrzehnten zu. Flächenverbrauch sowie die Intensivierung von Land- und Forstwirtschaft haben dazu geführt, dass vielerorts Lebensräume von Tieren und Pflanzen verloren gingen und nur noch kleine, isolierte Flächen übrig geblieben sind. Um dem entstandenen Artenrückgang entgegenzuwirken, könnte in Zusammenarbeit mit der Heinz Sielmann Stiftung ein Naturschutzprojekt ins Leben gerufen werden. Dies kann nur gemeinsam erfolgen, durch Kommunen, über die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg bis hin zur aktiven Beteiligung der Bevölkerung.“

Teilnahme nur nach schriftlicher Anmeldung. Anmeldungen bitte direkt beim Landschaftserhaltungsverband per Fax: 07940/18 755 oder E-Mail: michael.buss@hohenlohekreis.de

 




Wer kennt sich aus mit dem deutschen Schulsystem?

Der Hohenlohekreis sucht interkulturelle Elternmentoren

Das Landratsamt Hohenlohekreis und die Bildungsregion Hohenlohe suchen interkulturelle Elternmentoren als Ansprechpartner in Bildungsfragen für neuzugewanderte Familien. Elternmentoren helfen Eltern, die noch nicht gut Deutsch können, das deutsche Schulsystem kennenzulernen. Sie sind Vertrauenspersonen, die zwischen Eltern und Lehrern vermitteln und den Kindern den Einstieg in den deutschen Schulalltag erleichtern.

Anmelden kann sich jeder, der neben Deutsch noch eine weitere Sprache spricht. Die interkulturellen Elternmentoren werden durch die Bildungsregion Hohenlohekreis sowie die Bildungskoordination des Landratsamts Hohenlohekreis betreut. Die Tätigkeit ist ehrenamtlich bei angemessener Aufwandsentschädigung.

Für folgende Schulungstermine stehen noch freie Plätze zur Verfügung:

  1. und 30. Juni 2019 im Hohenloher Integrationszentrum in Künzelsau-Gaisbach
  2. und 14. Juli 2019 im Haus der Bildung in Schwäbisch Hall

Die Schulung ist kostenlos und wird von der gemeinnützigen Elternstiftung Baden-Württemberg durchgeführt. Bei Interesse und für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Tatjana Wiegel, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte, E-Mail: tatjana.wiegel@hohenlohekreis.de, Telefon: 07940 93769-18.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises

Foto: unsplash

 




Langfinger im Café

Die Unaufmerksamkeit eines Gastes nutzte ein Langfinger am Freitagnachmittag, 21. Juni 2019, in Öhringen aus. Eine 70-Jährige hatte sich gegen 15 Uhr mit einer Bekannten in einem Bäckerei-Café neben einem Tankstellengelände in der Rudolf-Diesel-Straße getroffen. Während die beiden Damen an einem Tisch Platz nahmen und sich unterhielten, hatte die Seniorin ihre Tasche über die Stuhllehne gehängt. Als sie gegen 16 Uhr das Café verlassen wollte, war ihre schwarze Stofftasche, mit mehrfachem weißem Aufdruck ‚Widdern‘, weg. Offenbar hatte ein Dieb die Gelegenheit ergriffen und diese gestohlen. Darin befanden sich neben einem Autoschlüssel auch ein blauer Bedienungsgeldbeutel mit diversen Bank- und Kundenkarten sowie Ausweisdokumenten. Wer sachdienliche Hinweise zu dem Diebstahl geben kann, sollte sich bei der Öhringer Polizei, Telefon 07941 9300, melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

 

 




Mann zwingt Frau Urin zu trinken

Die große Strafkammer des Landgerichts Heilbronn verhandelt am kommenden Freitag, den 28. Juni 2019, 09 Uhr, wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung.

Dem Angeklagten liegt zur Last, er habe am 03. Dezember 2018 die Nebenklägerin in seiner Wohnung in Heilbronn eingeschlossen, sie geschlagen und getreten. Schließlich habe er sie zum Trinken von Urin sowie zum ungeschützten Oral- und Analverkehr gezwungen. Der Tat sei eine bereits von Gewalt gegen die Nebenklägerin geprägte Beziehung vorausgegangen.

Aktuell sind sieben Verhandlungstermine angesetzt. Die Kammer hat den Angeklagten, seinen Verteidiger, die Nebenklägerin, die Nebenklagevertreterin, 14 Zeugen und zwei Sachverständige geladen.

Quelle: Landgericht Heilbronn




Motorradfahrerin verletzt sich schwer

Nach einem Sturz mit ihrem Motorrad wurde eine 44-jährige Frau am Sonntag, den 23. Juni 2019, schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die Bikerin fuhr gegen 16.20 Uhr hinter einer Fahrzeugkolonne auf der Landesstraße von Neuenstein in Richtung Grünbühl. Auf Höhe der Einfahrt nach Pfaffenweiler wollte ein vorausfahrender Pkw-Lenker rechts abfahren und bremste deshalb stark ab. Der hinter ihm befindliche Autofahrer reagierte noch rechtzeitig und verringerte ebenfalls rasch seine Geschwindigkeit. Die Motorradfahrerin bemerkte die Verzögerung jedoch offenbar zu spät. Sie bremste zwar ebenfalls stark ab, verlor dabei jedoch die Kontrolle über ihre Suzuki und stürzte. An dem Kraftrad entstand Sachschaden in Höhe von 1.000 Euro.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Wo isch denn des?

Quizfrage für alle GSCHWÄTZler: Wo urlaubt GSCHWÄTZ-Chefredaktuerin Dr. Sandra Hartmann? Tipp: Es ist eine Insel in Europa. Schaut euch die Fotos an. Welche Insel hat Berge, Flusstäler und gleichzeitig Strände ohne Ende? Auch Widerständler sind hier sehr aktiv und fordern die Unabhängigkeit ihrer Insel. Und es stimmt: Die Einwohner haben wirklich sehr wenig gemeinsam mit dem Mutterland. Zu gewinnen gibt es ein GSCHWÄTZ-Jahresabo.

Eine satte Vegetation.

Unzählige Sandstrände.

Wo urlaubt GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann? Foto: GSCHWÄTZ

Atemberaubende Flusslandschaften mit glasklarem Wasser. Foto: GSCHWÄTZ

Also ran an die Tasten und schreibt uns die richtige Antwort, entweder per WhatsApp: 0172/68 78 474 oder via E-Mail: info@gschwaetz.de.

Ihr könnt uns auch direkt kontaktieren: 07940/93 555 7.




Neumann: „Künftig kann man seine Füße im Kocher sehen“

Nicht so dolle werfen, lautete eine zaghafte Bitte während des ersten symbolischen Spatenstiches für das neue Kocherfreibad am Montag, den 24. Juni 2019. In der Tat täuschen die sonnigen Fotos des Spatenstiches über den starken Wind hinweg, der zu genau dieser Zeit über das Kocherfreibad hinwegfegte, als Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann und Co. die erste Schaufel voller Erde warfen – ein Zeichen für den Baubeginn des neuen Kocherfreibades. Ganz neu soll es nicht werden, aber doch generalüberholt, so dass die Wasserwerte alsbald wieder den EU-Richtwerten entsprechen und das Bad im Sommer 2020 wieder zum Baden einladen kann.

In einer lockeren Rede erinnert Neumann an die Protestschwimmer, die sich einst gegen die Schließung des Kocherfreibades formiert hatten. Die Frage, die der Künzelsauer Gemeinderat damals beantworten musste: Schließen wir das Bad oder bauen wir es um? „Wir sind im Gemeinderat letztendlich zu dem Schluss gekommen, dass wir die Badebucht vom Kocher abtrennen.“ Das Problem, so Neumann, sei die „wechselnde Wasserqualität des Kochers“. Das habe aber nichts mit irgendwelchen Kläranlagen-Abwässern zu tun. Das Problem sei vielmehr verschlammtes Wasser und/oder eine zu starke Strömung, zum Beispiel nach einem starken Unwetter. Das Gute sei: „Wir sind künftig unabhängig von der Wasserqualität des Kochers und damit auch von Hochwasser und Starkregen.“ Er betont aber: Für das Kocherfreibad „nutzen wir weiterhin Kocherwasser“. Das Wasser werde dabei so gereinigt sein, dass man seine Füße künftig im Kocher sehen könne, verspricht der Rathauschef, der selbst in der Vergangenheit regelmäßiger Besucher des Kocherfreibades war.

Bis Oktober 2019 soll laut Neumann die Baustelle abgeschlossen sein.

Bürgermeister Neumann (fünfter von links) freut sich auf das neue Bad. Foto: GSCHWÄTZ

Zum Spatenstich für den Umbau des Kocherfreibades Künzelsau am 24.06.2019 kamen einige Gäste und die lokale sowie regionale Presse. Foto: GSCHWÄTZ

So sieht es derzeit auf der Baustelle Kocherfreibad aus. Foto: GSCHWÄTZ

Bürgermeister Stefan Neumann erinnert in seiner Rede an den steinigen Weg, der hinter dem Gemeinderat liegt. Dieser musste immerhin entscheiden: Schließen wir das Bad oder gibt es eine andere Lösung? Foto: GSCHWÄTZ

Derzeit kein Wasser im Kinderplanschbecken. Foto: GSCHWÄTZ

Hier wird gebaggert, was das Zeug hält. Foto: GSCHWÄTZ

 

Für Sie vor Ort: Unsere Mitarbeiterin Elke Brand

Fotos & Videos: GSCHWÄTZ/Elke Brand

 

 




Prozessauftakt: Mann wollte „Feuer Gottes“ entfachen

Die große Strafkammer des Landgerichts Heilbronn verhandelt am kommenden Freitag, den 28. Juni 2019, 09 Uhr, wegen des Vorwurfs der schweren Brandstiftung.

Dem an einer Manie mit psychotischen Symptomen leidenden Beschuldigten wird zur Last gelegt, er habe am 30. Dezember 2018 im Klinikum am Weissenhof in Weinsberg einen Weihnachtsbaum angezündet, um das „Feuer Gottes“ zu entfachen. Dies sei auf der Station P2 zu einem Zeitpunkt geschehen, als sich Pflegepersonal und weitere Patienten dort aufgehalten haben. Der Vorwurf: Der Beschuldigte habe die Gefährdung der anwesenden Personen billigend in Kauf genommen und sogar durch eine Barrikade die Löscharbeiten erschwert. Diese hätten seitens des Personals gleichwohl durchgeführt werden können, so dass nur ein Sachschaden in dreistelliger Höhe entstanden sei. Motiv des Beschuldigten sei gewesen, trotz Verbots an einem Gottesdienst teilnehmen zu können.

Der Prozess stellt ein so genanntes Sicherungsverfahren dar. Laut Antragsschrift soll nicht auszuschließen sein, dass der Beschuldigte aufgrund seiner Erkrankung außerstande gewesen ist, sein Verhalten zu kontrollieren. Die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus kommt in Betracht.

Aktuell sind drei Verhandlungstermine angesetzt und zehn Zeugen geladen.

Quelle: Landgericht Heilbronn

Foto: Symbolfoto Feuer. Quelle: unsplash