Hilferuf vom Taubenhaus
Das Taubenhaus ist auf Hilfe angewiesen. Sie leisten ehrenamtlichen Tierschutz zum Gemeinwohl und benötigen dringendst finanzielle Hilfe und helfende Hände.
Rita Thielecke schreib auf die Facebookseite der Taubenfreunde Künzelsau: „Die letzten Tage waren so anstrengend, das ich mir nicht sicher bin, ob unser wirklich wunderschönes Taubenhaus noch lange funktionieren kann. Es begann vor 3 Jahren.Wir haben voller Enthusiasmus erreicht, das die Stadt uns beim Bau eines Taubenhauses unterstützt hat. Das war erst einmal in Ordnung und durchaus machbar. Im Laufe der Zeit hat sich aber vieles geändert, zum einem wussten wir selbst nicht, wie ein Taubenhaus auf lange Sicht funktioniert, es kamen viele Tauben zum Teil aus der Stadt dazu, aber auch viele verirrte Brieftauben, sehr viele Fundtiere und Tiere, die wir bei Sanierungsarbeiten gesichert haben.
Wir haben in diesen drei Jahren 1909 Eier abgelesen. Wir haben Öffentlichkeitsarbeit betrieben, haben bei Stadtfesten, Kuchenbasaren,Tombolas, Wurst braten und vielem Anderen versucht Geld für das Taubenhaus zu bekommen. Die Stadt unterstützt uns mit 2000 Euro im Jahr. Aber es reicht nicht. Wir brauchen vor allem Futter, aber auch Putzmittel, Putzgeräte, Handschuhe, Nistschalen, Gipseier, Blautinktur für das Wasser und und und. Dazu kommen Tierarztbesuche, es müssten regelmäßige Kot-Kontrollen durchgeführt werden. Helfer, die keine Vereinsmitglieder sind, möchten ein paar Euros verdienen.
Die Mitglieder unseres Vereins sind zum Teil zu alt, berufstätig oder wohnen zu weit weg, um helfen zu können. Im Moment stemmen wir zu Dritt diese Aufgabe. Zwei wichtige Helfer sind verstorben, zwei weitere verzogen – die Reihen haben sich gelichtet. Es gibt -außer den ganz lieben Privatpersonen- keine Spenden. Wir haben allen Geschäftsleuten einen Brief geschickt, unsere Arbeit vorgestellt und um Unterstützung gebeten – es kam nichts. Viele nette Worte, Anerkennung, das die Stadt sauberer geworden ist und mehr nicht. Den Kot, den die Tauben nun nicht mehr vor der Ladentür hinterlassen, den kratzen wir jetzt weg. Wir haben keine Lobby und keine Futterspenden wie der Tierschutzverein, der gefüllte Körbe mit Futterspenden in Geschäften stehen hat, denn bei uns geht nichts.
Nicht mal einen Bauern, der uns für wenig Geld Futter verkauft. Wir kaufen in der Hobag. Auch da außer 10 Prozent Skonto keine noch so kleine Futterspende – nichts.
Im Schnitt dreimal pro Woche bekommen wir Anrufe. Verletzte, verirrte, geschwächte Tauben. Alle Tierärzte, die Stadtverwaltung, der Tierschutzverein geben unsere Nummer weiter, wir fahren mit dem Privatauto und holen die Tiere – alles selbstverständlich und immer zum Wohl der Tiere. Und jetzt haben wir bei zwei Sanierungen in der Stadt mehr als 30 Tauben sichergestellt.Viele von denen müssen noch gepäppelt werden. Es ist nicht mehr zu schaffen. Wir brauchen einen Taubenwart wie in anderen Städten oder finanzielle Mittel um Menschen, die ehrenamtlich helfen möchten, zu bezahlen. Von Seiten der Stadt sieht man da keine Möglichkeit. Was bleibt, ist maßlose Enttäuschung, denn in unserem Landkreis liegt die Arbeitslosigkeit bei 0 Prozent, das heißt es ist Geld da. Wir hoffen noch immer auf Verstehen, denn wir sind zwar ein Verein, aber mit dem Erlös unserer Aktivitäten machen wir keine Ausflüge, kaufen keine Sportgeräte. Es fließt zu 100 Prozent in die Versorgung der Tauben. Nicht auszudenken, wenn all die zirka 300 Tiere wieder in der Stadt auf Nahrungssuche unterwegs sind.“



