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Wer hat die Toilette gestohlen

Eine Toilettenschüssel samt Deckel wurde am Dienstag, den 24. September 2019, zwischen 11 Uhr und 15 Uhr, in der Hondschoote Straße in Osterburken gestohlen.

Handwerker waren dort in einem Wohnhaus tätig, als während der Arbeiten die Toilette angeliefert und auf dem Gehweg abgestellt wurde. Dort stand das WC auch einige Zeit, bis es irgendwann von einer unbekannten Person gestohlen wurde. Durch den Diebstahl entstand ein Schaden von rund 200 Euro.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Zu betrunken zum Stehen und Gehen

Ohne Helm, dafür in deutlichen Schlangenlinien fuhr ein 60-Jähriger auf seinem Motorroller zwischen Königshofen und Sachsenflur. Gegen 20.30 Uhr am Dienstagabend, den 24. September 2019 fiel der augenscheinlich Betrunkene einer Streife an der Einmündung nach Beckstein auf. Der Mann fuhr auf der Bundesstraße so deutliche Schlangenlinien, dass er bis in die Fahrbahnmitte der Gegenfahrbahn kam. Auf Anhaltezeichen der Polizei reagierte er nicht. Circa 200 Meter nach der Einmündung stoppte der Mann seinen Roller an einem Feldweg und kippte hierbei mitsamt dem Gefährt um. Er konnte weder Stehen noch Gehen. Auch einen Alkoholtest konnte er nicht mehr durchführen. Mit welchem Grad der Alkoholisierung er unterwegs war wird nun eine Blutprobe zeigen. Einen Führerschein besaß der 60-Jährige nicht.

 

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Belsenberg: Äpfel sammeln, Apfelsaftschorle bekommen

Streuobstbäume umgeben traditionell die Ortschaften und bieten zudem regionale und saisonale Lebensmittel. Die Stadtverwaltung Künzelsau will gemeinsam mit den ortsansässigen Schulen, Kindergärten und Bürgern die Wertschätzung der Bäume in der Gesellschaft stärken und der Verschwendung wertvoller Nahrungsmittel entgegenwirken. Deshalb lädt sie am Freitag und Samstag, 27. und 28. September, von 9 bis 13 Uhr  zu einer gemeinsamen Apfel-Sammelaktion in Belsenberg ein.

Jeder ist willkommen, sollte aber Körbe, Eimer oder sonstige Behälter zum Aufsammeln mitbringen und falls vorhanden einen Rüttelhaken. Auch Obstbauern oder Privatpersonen, die Äpfel übrig haben und spenden möchten, dürfen diese abgeben. Aus dem Obst macht die Hohenloher Fruchtsäfte GmbH in Schwäbisch Hall original Hohenloher Apfelsaftschorle. Für die eingesammelten Äpfel gibt es einen Gutschein, der später im Rathaus Künzelsau gegen Apfelsaftsaftschorle eingelöst werden kann.

Die zentrale Sammelstelle für die Äpfel ist im zukünftigen Baugebiet „In den Hälden“ in Belsenberg. Privatpersonen, die ihre Äpfel direkt nach Schwäbisch Hall liefern möchten, erhalten ebenfalls das Apfelsaftschorle nach Vorlage der Quittung bei der Stadtverwaltung Künzelsau. Alle Äpfel sollten ungespritzt und nicht verfault beziehungsweise wurmig sein. Auch der Mostverein Nagelsberg unterstützt die Nutzung der Streuobstwiesen. Bis Ende Oktober 2019 kann jeden Samstag eigenes Obst zu Most verarbeitet werden.

Rückfragen und Anmeldungen nimmt David Hägele unter Telefon 07940/129 422 oder per E-Mail: david.haegele@kuenzelsau.de bis zum 26. September 2019 entgegen.

 

 




Flohmarkt in Bieringen

Am Samstag, den 28. September 2019, 10 bis 16 Uhr, veranstaltet Familie Kohler zum sechsten Mal ihren Hof-Flohmarkt. Bis zu 50 private Flohmarkt-Verkäufer und ein großer Bücher- und Schmökertisch erwarten die Besucher. Der Flohmarkt findet bei jedem Wetter statt, da auch die Halle der Firma Omnibus Kohler für den Flohmarkt zur Verfügung stünde.

„Alles fing ganz klein an. Unser Flohmarkt bestand beim ersten Mal im Jahr 2017 aus nur 15 bis 20 Verkäufern. Nur ein paar einzelne Werbeflyer hatten wir damals verteilt, um Besucher anzulocken“, erzählen die Veranstalter Verena Sauer und Benedikt Kohler. Mittlerweile drucken sie über 1.000 Flyer und es sind bis zu 50 Verkäufer da. Sogar eine Warteliste mit Nachrutschverfahren benötigen die Veranstalter des Hof-Flohmarktes mittlerweile. „Manche Verkäufer nehmen eine richtig weite Strecke auf sich. Manche kommen aus Pleidelsheim, sogar aus Bad Kissingen hatten wir schon Teilnehmer“, schwärmt Sauer. Es gäbe sogar Teilnehmer, die bei allen vergangenen fünf Flohmärkten dabei waren. Kohler ist dankbar für die Unterstützung seiner Eltern, und besonders seiner Mama und Schwiegermutter, die es überhaupt erst möglich machen, ein so großes privates Event umzusetzen. „Unsere Bewirtung ist kostenlos und erfolgt auf Spendenbasis. Diese Spenden werden jedes Jahr an verschiedene soziale Zwecke gespendet.“

Anmeldungen bei Verena Sauer und Benedikt Kohler unter: 2707Verena@web.de.

Zahlreiche Besucher von nah und fern lockt der Flohmarkt an. Foto: privat

Mittlerweile stellen rund 50 Verkäufer aus, sagt Veranstalterin Verena Sauer. Foto: privat




Künzelsau: Über 83.000 Euro für neue Rathausmöbel

Die Büros im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss im Künzelsauer Rathaus bekommen neue Möbel. Den Auftrag mit einem Bruttovolumen über 83.227,41 Euro hat die Firma Breuninger GmbH aus Künzelsau erhalten. Sie liefert die Möbel und stellt sie auch auf. Im Rahmen der vorhandenen Haushaltsmittel, einschließlich erster Nachtrag 2019, kann die Stadtverwaltung den Auftrag auf die Ausstattung weiterer Büros im zweiten Obergeschoss des Rathauses erweitern. Der Beschluss wurde mit drei Gegenstimmen gefasst.

 

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

 




Tödlicher Arbeitsunfall bei Forchtenberg-Büschelhof

Ein 84-Jähriger wurde am Samstagmittag, den 21. September 2019, bei Arbeiten in einem Weinberg tödlich verletzt. Der Senior war bei der Weinlese dafür zuständig die Seilwinde am Traktor zu bedienen. Um die Seilwinde zu betätigen, musste der Motor des Traktors gestartet werden. Vermutlich weil der Gang eingelegt war, bewegte sich das Fahrzeug beim Starten nach vorn, sodass der 84-Jährige eingeklemmt wurde. Er wurde hierbei so schwer verletzt, dass er wenig später verstarb.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Die neuen Ortsvorsteher in der Gemeinde Künzelsau

Die erste Sitzung des Gemeinderates Künzelsau nach der Sommerpause am 17. September 2019 begann mit der Verabschiedung von vier langjährigen Ortsvorstehern:
Alfred Werner war seit 2009 Ortsvorsteher von Laßbach und zuvor bereits ab 1984 stellvertretender Ortsvorsteher. Im Ortschaftsrat Laßbach war er seit 1975 Mitglied. Insgesamt war er 44 Jahren im Ehrenamt tätig. In diese Zeit fallen der Ausbau der Ortsdurchfahrten Mäusdorf und Vogelsberg, der Abschluss der Flurbereinigung Laßbach, der Neubau des Dorfgemeinschaftshauses Vogelsberg, der Anschluss von Mäusdorf an den Hochbehälter Rück und die Jubiläen 750 Jahre Vogelsberg und 700 Jahre Mäusdorf.
Auf 41 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit kann Robert Volpp blicken. Aus dem Amt des Ortsvorstehers von Gaisbach scheidet er zwar aus, aber Stadtrat und Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion bleibt er weiterhin. 1978 wurde er erstmals in den Ortschaftsrat und 1984 zum Ortsvorsteher gewählt. Während seiner Amtszeit sind unter anderen Maßnahmen wie der Neubau der Grundschule, der Sporthalle, der Sportanlagen Ballenwasen, der Mehrzweckhalle und die Umgehung B19 Gaisbach sowie Neubaugebiete für Wohnen und Gewerbe entstanden.
Genau drei Jahrzehnte war Ernst Gruber ab 1989 zunächst als Mitglied des Ortschaftsrates und seit 1998 als Ortsvorsteher von Kocherstetten aktiv. Schon von 1993 bis 1998 nahm er die Funktion des stellvertretenden Ortsvorstehers wahr. Zwei Wohngebiete, „Setze Süd“ und „Setze Nord“, wurden während seiner Amtszeit erschlossen, der Dorfgemeinschaftsraum in der Kelter ausgebaut und erst vergangene Woche der neue Kindergarten eingeweiht.

Verabschiedet: Ernst Gruber, links, Robert Volpp, Zweiter von links und Alfred Werner, rechts, dankt Bürgermeister Stefan Neumann für ihr jahrzehntelanges Engagement und die Arbeit für ihre Stadtteile. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Auch Emil Zeller hat sich 30 Jahre ehrenamtlich für Morsbach engagiert. Von 1989 an zunächst als Mitglied des Ortschaftsrates und seit 2007 als Ortsvorsteher. Die Neugestaltung des Rathauses, der Abschluss der Dorfentwicklungsmaßnahme, der Bau der Wasserleitung Künzelsau – Morsbach, Hochwasserschutz und die Erschließung des Baugebietes „Brühlsteige Ost“ haben ihn während seiner Amtszeit beschäftigt. Leider konnte er nicht an der Sitzung teilnehmen.
Aber auch ihn hat Bürgermeister Stefan Neumann in den Dank für das enorme Engagement an die ausscheidenden Ortsvorsteher mit einbezogen: „Die Ortsvorsteher sind für mich ein wichtiges Bindeglied zwischen der Stadtverwaltung und der Bevölkerung. Sie nehmen uns viel ab und haben das Ohr an der Bevölkerung.“

Wahl der Ortsvorsteher

Die Ortsvorsteher und deren Stellvertreter werden gemäß den Wahlvorschlägen der Ortschaftsräte einstimmig vom Gemeinderat gewählt:

Amrichshausen Ortsvorsteher: Gerhard Rudolph; Stellvertreter: Evangelos Dourtmes
Belsenberg: Ortsvorsteher: Jochen Jäger; Stellvertreter: Christian Heinrich Heink
Gaisbach: Ortsvorsteher: Bernhard Kürschner; Erster Stellvertreter: Martin Steinhäußer; Zweiter Stellvertreter: Martin Mögerle
Kocherstetten: Ortsvorsteher: Frank Egner; Stellvertreterin: Dr. Franziska Freifrau von Stetten
Laßbach: Ortsvorsteher: Ernst Baudermann; Stellvertreter: Otto Franz
Morsbach: Ortsvorsteher: Carsten Zeller; Erster Stellvertreterin: Ute Lorenz; Zweiter Stellvertreter: Boris Schierle
Nitzenhausen: Ortsvorsteher: Ralf Markert; Stellvertreter: Klaus Weber
Steinbach: Ortsvorsteher: Felix Bittner; Stellvertreter: Volker Hübel

 

Verpflichtet, v.l.: Die Ortsvorsteher Ralf Markert, Ernst Baudermann, Bernhard Kürschner, Frank Egner, Carsten Zeller, Felix Bittner, Jochen Jäger, Gerhard Rudolph und Bürgermeister Stefan Neumann. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

 

Quelle: Pressemitteilung des Stadtverwaltung Künzelsau




Unterstützung für neuzugewanderte Eltern: „Interkulturelle Elternmentoren sind Brückenbauer“

Nach einer erfolgreichen Schulungsrunde steht den Schulen und Kindertagesstätten ein Team von zehn Interkulturellen Elternmentoren zur Verfügung. Diese sind im Auftrag des Landratsamts Hohenlohekreis aktiv. Bei Einsätzen an Schulen und Kindertagesstätten helfen diese Ehrenamtlichen, kulturelle und sprachliche Hindernisse zwischen zugewanderten Eltern und Lehrkräften oder Erzieher zu überwinden. An vier Schulungsterminen wurden sie von Kulturwissenschaftlern und Psychologen fachkundig darauf vorbereitet.

Neben Deutsch sprechen die Hohenloher Elternmentoren auch Polnisch, Arabisch, Spanisch, Kurdisch, Französisch, Russisch, Englisch, Italienisch und Rumänisch. So können sie helfen, sprachliche Hindernisse zwischen Eltern und Lehrern oder Erziehern zu bewältigen. Hinter ihrer Tätigkeit steckt weitaus mehr als das klassische Dolmetschen. Interkulturelle Elternmentoren sind Brückenbauer. Das Hohenloher Team besteht zum einen aus Personen mit Migrationshintergrund, die neben den sprachlichen auch die kulturellen Unterschiede kennen. Zum anderen sind es fähige Lehrer und Sprachförderdozenten, die die Besonderheiten des deutschen Schulsystems bis ins Detail überblicken. Diese Kombination aus pädagogischer Erfahrung und interkultureller Kompetenz ist einzigartig im Hohenlohekreis. Das Zusammenkommen der zehn ganz unterschiedlichen Elternmentoren mit ihrer Vision, Familien mit Migrationshintergrund zu unterstützen, ist ein Beitrag zur praktisch gelebten Integration. Durch die Unterstützung der Elternmentoren sollen insbesondere Menschen mit Migrationshintergrund bei der Entwicklung erfolgreicher Bildungsbiografien unterstützt werden. Das Projekt wird daher von der Bildungsregion Hohenlohekreis mitgetragen.

Die Begleitung und Vermittlung der Interkulturellen Elternmentoren erfolgt über das Landratsamt Hohenlohekreis. Auskunft erhalten Sie unter elternmentoren@hohenlohekreis.de und 07940 93769-10.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises




Fridays-for-future-Demos: Anton Baron (AfD) fordert strikte Einhaltung der Schulpflicht

Anton Baron, AfD-Landtagsabgeordneter des Hohenlohekreises, bewertet die aktuellen Aussagen von Ursula Jordan, Leiterin des hiesigen Schulamtes, als „wenig sinnvoll“. In einer Pressemitteilung kritisiert er Jordans Äußerung, die Junglehrern unter anderem nahelegte, aufgrund der Klimaproteste keine Klassenarbeiten an Freitagen schreiben zu lassen. Die Äußerungen sind in einem Zeitungsbericht veröffentlicht worden. Jordan hatte dabei unter anderem angemerkt, dass für Klassenarbeiten ja vier weitere Wochentage zur Verfügung stünden. Im Unterricht solle man nun die Themen der „Fridays-for-Future“-Proteste verstärkt behandeln.

Laut Baron Gefahr der politischen Einflussnahme in den Schulen

Auf der Facebook-Seite von Anton Baron heißt es weiter, dass er für eine politisch neutrale Schulbildung eintrete: „Im Beutelsbacher Konsens wurde eindeutig festgelegt, dass Schüler nicht im Unterricht politisch beeinflusst werden dürfen. Sämtliche Themen sind daher nicht im Sinne von Fridays-for-Future oder anderer Bewegungen, sondern neutral und ausgewogen zu behandeln. Außerdem sind die Lehrer wie auch das Schulamt zur strikten Einhaltung der Schulpflicht verpflichtet, weshalb die Äußerungen auch dienstrechtlich bedenklich sein könnten. Damit keine Missverständnisse aufkommen, möchte ich allerdings gleichwohl betonen, dass ich nach Schulschluss und am Wochenende jegliches politische Engagement von Schülern unabhängig von der Ausrichtung begrüße“, betont der Abgeordnete abschließend.




Kommt’s Kochertalbähnle doch noch?

Im April 2019 hat sich Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann zu einer Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken geäußert. Viele dieser Abschnitte hätten ein hohes Fahrgastpotential, so Hermann. Die Strecke Waldenburg-Künzelsau ist folgendermaßen klassifiziert: „Zu untersuchende Reaktivierungsstrecke. Aktuell ohne Personenverkehr.“

Im Regionalplan 2020 der Region Heilbronn-Franken wird die Strecke ebenfalls mehrfach erwähnt; neben der Trassensicherung wird auch eine mögliche Prüfung alternativer „Trassenführungen in den Bereichen Kupferzell und Künzelsau-Gaisbach […] im Falle sich konkretisierender Planungen“ angekündigt.
Bei der Bürgerinitiative „Wir bauen die neue Kochertalbahn e. V.“ sind laut Anton Baron, AfD-Landtagsabgeordneter für den Hohenlohekreis, mehrere Varianten im Gespräch: Neben einer mit der Reaktivierung verbundenen Verlängerung der Heilbronner Stadtbahnlinie Heilbronn – Öhringen – Cappel bis Künzelsau werde auch die Variante einer Ausführung als Straßenbahn angeregt.

Baron wollte es genauer wissen und erkundigte sich beim Stuttgarter Verkehrsministierum, wie realistisch die Wiederinbetriebnahme der Kochertalbahn ist.
Verkehrsminister Hermann bestätigte, dass die Strecke Waldenburg – Kupferzell – Künzelsau als Reaktivierungsstrecke in die engere Auswahl gekommen ist – neben 41 weiteren Strecken im Ländle.

Die Strecken mit dem besten Fahrgastpotenzial kommen wiederum in die erweiterte engere Auswahl mit 14 anderen Strecken, die eine vertiefte Untersuchung des Fahrgastpotenzials erfahren sowie eine Abschätzung der notwendigen Investitionskosten. Diese müssen, so Hermann, einem „volkswirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Index“ entsprechen. Letztendlich sollen fünf bis sieben Strecken mit einer Gesamt-Streckenlänge von zirka 100 Kilometern ab 2025 reaktiviert werden.

Die reaktivierte Stecke müsste mindestens eine Fahrgastanzahl von 1.000 Fahrgästen pro Schultag aufweisen.

Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann ist sich sicher, dass dies bei der Kochertalbahn der Fall wäre: „Aus unserer Sicht ist das sehr realistisch. Die Erfahrung zeigt, dass die Schiene besser angenommen wird als der Bus. Die starke Trasse wird den Gewerbepark Hohenlohe mit über 3.000 Arbeitsplätzen und Künzelsau mit rund 13.000 Arbeitsplätzen ans Schienennetz anbinden. Rund 11.000 Berufseinpendler kommen täglich nach Künzelsau und mehr als 7.000 Schüler und Studenten.“
Auch Baron ist hier guter Dinge: „Ich bin mir sicher, dass wir diesen Wert erreichen würden. Bereits jetzt haben wir ja einen bis zu zweimal pro Stunde verkehrenden Bus zwischen Waldenburg und Künzelsau. Dieser transportiert täglich im Durchschnitt 529 Personen, wie kürzlich eine Anfrage ergab. Die Zahl für einen Werktag ist dementsprechend deutlich höher. Allerdings ist es wichtig, dass die Bahn auch über Künzelsau-Gaibach verkehrt, wo es zahlreiche Arbeitsplätze gibt.“ Auch eine Erweiterung zum Stadtbahnanschluss Öhringen sei dann potenziell möglich. Bis die Bahn in Betrieb genommen werde, könne man den neuen autonom fahrenden Kleinbus „Ego-Mover“ aus Friedrichshafen einsetzen, schlägt Baron vor.

Doch selbst wenn die Kochertalbahn ausgewählt wird als reaktivierte Bahn bleibt die Kostenfrage, denn eine Wiederinbetriebnahme ist nicht billig.

Das Verkehrsministerium entscheidet zwar, welche Strecken reaktiviert werden, verweist ansonsten jedoch darauf, dass Bau und Betrieb grundsätzlich die Kommunen bezahlen müssen. Das Land könne lediglich Investitionen wie den Streckenausbau fördern.