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FRISCH GEDRUCKT: UNSERE JANUAR-AUSGABE

Ab heute gibt es überall unsere Januar Ausgabe zu kaufen. Themen unter anderem:

// Reinhold Würth im Interview

// Seid lieber unromantisch als arm – Frauen und Finanzen

// Viktor möchte Menschen Jesus näher bringen – Schaschlikverkäufer unterwegs in christlicher Mission

 

 

Titelseite der GSCHWÄTZ Januar-Ausgabe 2020

=> Alles zu unseren Top-Themen und viele weitere Hintergrundinformationen lest ihr in unserer neuen, frisch gedruckten GSCHWÄTZ-Januar-Ausgabe

// Ab heute an allen Vertriebsstellen im Hohenlohekreis zu kaufen oder bei uns bestellen:  per E-Mail info@gschwaetz.de oder telefonisch unter der 07940 935 557

Wir lieben unser Ländle.




Marionettentheater in Hermuthausen

Marlene Gmelin und Detlef Schmelz laden zwischen den Jahren und an Ostern zu ihrem Marionettentheater nach Ingelfingen-Hermuthausen ein. Mit ihren handgefertigten Marionetten entführen sie Kinder und Erwachsene in eine ganz andere Welt.

Termine:

// Sonntag, den 29. Dezember 2019, 15 Uhr: „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzchen“
nach Hans Christian Andersen, für Erwachsene und Kinder ab 5 Jahren

// Samstag, den 04. Januar 2020, 15 Uhr: *“Wintergeschichten“*

für Kinder ab drei Jahren

// Sonntag, den 05. Januar 2020, 15 Uhr: „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzchen“

Ostern
// Freitag, den 10. April 2020, 15 Uhr: „Das Eselein“
Märchen der Brüder Grimm, für Erwachsene und Kinder ab 5 Jahren

Montag, den 13. April 2019, 15 Uhr: „Das Eselein“

*Erwachsene: 8€, Kinder 6€, Familie 22€
Erwachsene: 12€, Kinder 8€, Familie 30€

Reservierung: 07940/3694

Spielort: Ratsgasse 15 in 74653 Ingelfingen-Hermuthausen


 




Wer soll das bezahlen?

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Best of Ländle 2019

2019 ist einiges geschehen. Wir zeigen Euch die witzigsten, schönsten, traurigsten Videos noch einmal im Überlick. Klickt euch durch und erinnert euch an die beeindruckendsten Momente in diesem Jahr aus unserem Ländle.

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Die Kammer vermutet, dass Ole im Schlaf erwürgt wurde, damit er endlich still ist und sie schlafen könne. Foto: GSCHWÄTZ

 







 




Frohe Weihnachten & ein fantastisches neues Jahr

Weihnachtswünsche kommen angeflogen, bringen Sternenstaub von oben. Aber einer hat es in diesem Jahr ganz besonders geschafft, sich in unsere Herzen einzuweben und diesen möchten wir an Euch an dieser Stelle weitergeben.

Der wohl originellste Text erreichte uns in diesem Jahr aus dem Landratsamt. Titel: „Perspektivwechsel“.

Origineller Text der Weihnachtskarte des Landratsamtes 2019. Foto: GSCHWÄTZ

Ein Teil des GSCHWÄTZ-Teams auf dem Weihnachtsmarkt in Künzelsau 2019 (von links): Markus Pohl, Markus Neugebauer, Bettina Pohl, Matthias Lauterer, Nadja Fischer, Elke Brand, Dr. Sandra Hartmann. Foto: GSCHWÄTZ

Auch wir möchten allen unseren Unterstützern DANKE sagen, dafür, dass ihr uns das ganze Jahr begleitet habt, dafür, dass ihr euch einsetzt für unser schönes Ländle, um es noch besser zu machen, dafür, dass ihr jeden Tag aufs Neue demokratisch-freiheitliche Grundwerte lebt, für ein besseres Miteinander und füreinander einsteht und dafür, dass ihr nicht stehen bleibt, sondern weiter geht als andere. Nur so kann Fortschritt gelingen.

Wir freuen uns mit euch auf 2020.

Euer GSCHWÄTZ-Redaktionsteam


Nadja Fischer + + + Sonja Bossert +++ Dr. Felix Kribus +++ Elke Brand + + + Markus und Bettina Pohl + + + Markus Neugebauer +++ Matthias Lauterer +++ Kristina Dorn +++ Nadine Cwik +++ Dr. Sandra Hartmann




Sperrung B19 Künzelsau Richtung Belsenberg

Um die allgemeine Verkehrssicherheit aufrecht zu erhalten, wird die Straßenmeisterei Künzelsau ab Dienstag, 7. Januar 2020, umfangreiche Arbeiten entlang der B 19 durchführen. Die Straße bleibt soweit möglich halbseitig befahrbar, der Verkehr wird mit einer mobilen Ampelanlage geregelt.

Entlang des Steilhanges der B19 bei Nagelsberg hat sich zwischen dem Kreisverkehr und der Einmündung L 1045 nach Ingelfingen wiederholt ein kleinerer Steinschlag ereignet. Ab Dienstag, den 7. Januar 2020, werden Gehölzrückschnittarbeiten durchgeführt. Im Anschluss daran wird in Abhängigkeit von den Witterungsverhältnissen voraussichtlich ab Donnerstag, 20. Januar 2020, mit einer Hangberäumung durch eine Spezialfirma begonnen. Dabei wird der Steilhang von einem spezialisierten Fachunternehmen auf Gefährdungen kontrolliert, lose und lockere Stein- und Felsbrocken werden entfernt. Bei Bedarf muss der Verkehr an der B 19 hierfür für wenige Minuten komplett gesperrt werden. Da die Maßnahme bei winterlichen Wetterverhältnissen mit Schnee und Glätte nicht durchführbar ist, kann es witterungsbedingt zu zeitlichen Verschiebungen kommen.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises

 




Sperrung bei Sindringen bis Friedrichsruhe

Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, werden entlang der Landesstraße L 1045 vom
30. Dezember 2019 bis voraussichtlich 18. Januar 2020 umfangreiche Gehölz- und Baumfällarbeiten durchgeführt. Die Kochertalstraße wird dafür ab der Abzweigung Sindringen, einschließlich der Gemeindeverbindungsstraße zum Schießhof, bis zur Abzweigung der L 1050, Heiligenwald in Richtung Friedrichsruhe, für den Gesamtverkehr gesperrt.

Der überörtliche Verkehr wird von Neuenstadt a. K. über die K 2384 – Ohrnberg – Unterohrn – Öhringen – L 1050 – Friedrichsruhe – zur L 1045, und umgekehrt, umgeleitet.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises

 




„Die Stadt wird zugeschissen“ – Finanzielle Probleme des Taubenhauses in Künzelsau

Mehr Tauben, mehr Dreck, mehr Arbeit und die große Frage: Wer soll das bezahlen?
Am 30. Oktober 2019 lud der Verein Taubenfreunde Künzelsau zum Informationsvortrag über „Die Stadttaube – das vergessene Haustier“ in den Gewölbekeller der Volkshochschule ein. Der Verein Taubenfreunde Künzelsau e.V. betreibt das Taubenhaus am Kocher und sorgt mit diesem dafür, dass die Taubenpopulation in Künzelsau geregelt wird, die Stadttauben satt und gesund sind und somit die empfundene Belästigung und Verschmutzung durch hungrige und kranke Tauben in der Stadt deutlich zurückgegangen ist.
„So dankbar ich am Anfang war, so enttäuscht bin ich heute“
Schnell wird klar, dass sich der Schwerpunkt der Veranstaltung ein wenig verschieben wird: Neben dem Vortrag ist die Situation des Vereins ein akutes Thema: Der Taubenfreundeverein leidet aufgrund von Todesfällen, gesundheitlichen Problemen und einem Wegzug an einem Mangel an Helfern. Auch finanziell geht es dem Haus schlecht. Nun steht das Taubenhaus kurz vor dem Aus. „So dankbar ich am Anfang war, so enttäuscht bin ich heute“ sagt Marita Müller vom Taubenhaus mit Blick auf die Unterstützung durch Gewerbe und Stadtverwaltung, von denen trotz persönlicher Einladung niemand zur Veranstaltung gekommen sei.
„Wir machen die Arbeit, aber mit uns spricht man nicht.“
Marita Müller berichtet von einem Gespräch mit Bürgermeister Stefan Neumann im Mai 2019, wobei sie den Bürgermeister auf die Probleme des Vereins und den Nutzen für die Stadt und die Gewerbetreibenden hingewiesen habe.
„Der Aufwand liege bei 6.000 Euro pro Jahr“
Die Stadt Künzelsau unterstützt den Verein und den Betrieb des Taubenhauses derzeit mit 2.000 Euro pro Jahr – dieses Geld reiche aber laut Susanne Müller nicht aus: Allein die Futterkosten lägen bei etwa 1.800 Euro jährlich, das Putzen koste zirka 1.000 Euro pro Jahr, dazu kämen sonstige Personalkosten und Tierarztkosten. Der geschätzte Aufwand liege bei zirka 5.000 bis 6.000 Euro pro Jahr. Genaugenommen umfasse die Arbeit für das Taubenhaus den Umfang eines Halbtagsjobs – und das jeden Tag, auch an Wochenenden, Feiertagen und in den Ferien. Edgar Sorg ruft verwundert dazwischen: „Die Kosten von 6.000 Euro finde ich sehr niedrig kalkuliert.“
Elke Sturm von der Stadt Künzelsau verweist auf GSCHWÄTZ-Nachfrage wiederum darauf, dass „die ursprünglich vom Gemeinderat beschlossene Förderung des Taubenhauses mit 1.000 Euro bereits auf 2.000 Euro verdoppelt“ worden sei. Die Stadt habe auch das Grundstück zur Verfügung gestellt. Mitarbeiter des städtischen Bauhofs hätten beim Aufbau des Taubenhauses und Einrichten des Grundstücks angepackt. „Voraussetzung für die städtische Förderung war von Beginn an, dass die Betreuung des Taubenhauses dem Verein obliegt. Und der Gemeinderat hat in seinem Beschluss im Juli 2015 bereits deutlich formuliert, dass der Betrieb des Taubenhauses und die finanzielle Förderung eingestellt werden, sollte die nachhaltige Betreuung durch das Stadttaubenprojekt nicht sichergestellt sein. Dass es nun eventuell so kommt, ist schade. Die Aktiven des Vereins Taubenfreunde Künzelsau haben, nach eigener Aussage, leider nicht die ausreichenden ehrenamtlichen Mitarbeiter und weitere finanzielle Förderer gefunden. Diese Aufgabe gut zu meistern ist und bleibt eine Herausforderung und ist eine Existenzfrage für viele Vereine. Nicht allein deshalb bietet die Stadtverwaltung mit der Ehrenamtsbörse eine Plattform und unterstützt Künzelsauer Vereine finanziell mit rund 45.000 Euro jährlich.“
„In Möckmühl funktioniert das von ganz alleine“
In anderen Städten gehe man den Umgang mit der Stadttaube professioneller an: In der Landeshauptstadt Stuttgart gebe es einen bezahlten Taubenwart, aber selbst in einer mit Künzelsau vergleichbaren Kleinstadt wie Buchen gebe es einen Taubenbeauftragten. Und „in Möckmühl funktioniert das von ganz alleine“, berichtet Bernhard Klier von der Tierrettung Odenwald-Hohenlohe.
Die Einwerbung von Spenden gestaltet sich schwierig, die Taube habe einen schlechten Ruf als „Ratte der Lüfte“ – andererseits ist sie doch auch als Symbol des Heiligen Geistes, als liebenswerte Turteltaube,  hoffnungsstiftende Friedenstaube und natürlich als wohlschmeckendes Haustier bekannt. Trotzdem bekennt Will Behle: „Wenn du sagst, dass du vom Taubenverein bist, schauen dich die Leute an, als ob du jenseits der Realität bist.“ Und Susanne Müller möchte nicht länger betteln müssen: „Dabei erbringen wir eine unterschätzte Dienstleistung für die Stadt.“
„Wenn du sagst, dass du vom Taubenverein bist, schauen dich die Leute an, als ob du jenseits der Realität bist“
Dabei liege der Nutzen für Stadtverwaltung und Gewerbe klar auf der Hand: Seit das Taubenhaus besteht, habe man allein zirka 2.000 Eier abgelesen. Abgelesen bedeutet: Den Nestern im Taubenhaus entnommen, damit sie nicht bebrütet werden und es noch mehr Tauben gibt.  Susanne Müller: „Das sind Tauben, die nicht in der Stadt sind.“ Somit werde durch ihre Arbeit die Population deutlich reduziert auf derzeit zirka 150 Tauben im Taubenhaus selbst sowie zirka 150 Tauben, die am Taubenhaus gefüttert werden. Dadurch seien die Tauben in der Stadt deutlich weniger präsent, denn, so bringt es Bernhard Klier auf einen kurzen Nenner: „Die Taube ist, wo‘s Futter ist“. Die Verschmutzung durch Taubenkot in der Stadt sowie die Belästigung durch futtersuchende, schwache und kranke Tauben in der Innenstadt sei erheblich zurückgegangen. Das werde auch von den Gewerbetreibenden bestätigt. Bernhard Klier kritisiert trotzdem: „Stadt und Gewerbe haben vorher viel investiert – jetzt sind die Tauben verschwunden und niemand gibt mehr Geld für die Tauben aus.“
Gespräch mit dem Gemeinderat
Willi Behle meint, dass die Stadt Künzelsau das Taubenhaus als Erfolg vermarkten müsste, denn das Taubenhaus in Künzelsau ist über die Grenzen der Region als Modellinstitution bekannt. Gudrun Schickert belegt dies: „Wir sind über Baden-Württemberg bekannt – selbst die Stadt Paderborn hat sich informiert.“ Sollte der Verein das Taubenhaus nicht mehr betreiben können, muss das Taubenhaus geschlossen und die Fütterung eingestellt werden. Die Tauben suchen sich dann wieder Nistplätze in der Stadt, sie suchen dann auch wieder Futter in der Stadt, ernähren sich wieder von Abfällen. Willi Behle drückt es deftig aus: „Die Konsequenz ist, dass das Taubenhaus zumacht und die Stadt zugeschissen wird.“
Nachdem es kurzzeitig so ausgesehen hatte, dass der Verein aufgelöst wird, liegen diese Pläne momentan auf Eis. Die Taubenfreunde wollen versuchen, mit dem Gemeinderat ins Gespräch zu kommen. Im April 2020 wollen sie dann schauen, was sich bis dato getan hat und neu überlegen.
Text: Matthias Lauterer

Tauben am Taubenhaus.
Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Maritta Müller erklärt, warum Hochzeitstauben zum Sterben verurteilt sind. Foto: GSCHWÄTZ

Die Ehrenamtlichen locken die Tauben mit Futter raus aus der Künzelsauer Innenstadt zum Taubenhaus. Foto: GSCHWÄTZ

Auch Landrat Dr. Matthias Neth (2. v. li.) und Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann (rechts) statteten dem Taubenhaus schon einen Besuch ab. Foto: Taubenfreunde

https://www.gschwaetz.de/2019/10/27/die-stadttaube-das-vergessene-haustier/
https://www.gschwaetz.de/2019/09/21/strangulierte-tiere-in-kuenzelsau-die-sollen-doch-verrecken/



Bürgermeister Neumann: Das Leitmotiv für 2020: „Zukunft Gesundheit“

Bei der letzten Gemeinderatssitzung in diesem Jahr hat der Gemeinderat Künzelsau den Haushalt für das Jahr 2020 verabschiedet. Dieser Haushalt sei, so Bürgermeister Stefan Neumann, wegweisend, da, so stellt Neumann in Aussicht, „wir ein positives Ergebnis in Höhe von 935.070 Euro zu erzielen. Zweitens – investieren wir kräftig in die Zukunft der Stadt und stellen damit wichtige Weichen.“ Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor.

Der besondere Fokus liege dabei auf dem Thema „Zukunft Gesundheit“. Der Hohenlohekreis, die BBT-Gruppe und die Stadt Künzelsau möchten im neuen Jahr „das Gesamtkonzept für das Gesundheitszentrum verfeinern und auf den Weg bringen“, so Neumann. „Mit einem Jahresprogramm werden wir Zeichen für eine gute Gesundheitsversorgung im Mittelbereich Künzelsau setzen.“

Verstärkte Investitionen in der Umwelt- und Klimapolitik

Auch im Bereich Umwelt- und Klimapolitik möchte die Stadtverwaltung Akzente setzen und lässt sich hierzu von der Klimaschutz- und Energie-Agentur (KEA) Baden-Württemberg – einem laut eigenen Aussagen unabhängigen Dienstleister im Bereich Klimaschutz – beraten. Zusätzlich möchte die Stadt beim European Energie Award mitmachen und diverse städtische Dächer mit Photovoltaik-Anlagen ausstatten.

Neubau Landratsamt

Bezüglich des Neubaus des Landratsamtes (von der Stadtverwaltung als Kreishaus bezeichnet) soll mit dem Landkreis hinsichtlich einer verbesserten Infrastruktur zusammengearbeitet werden, so dass das neue Kreishaus verwirklicht werden könne.

Des Weiteren soll das Kinderhaus am Fluss soweit gediehen sein, dass der Spatenstich erfolgen kann. Dadurch, so Neumann, „schaffen wir mehr Raum für die Kindertagesbetreuung“.

Ab Februar sollen zehn Hektar Bauland in Gaisbach erschlossen werden und auch in „unseren eigenen Immobilienbestand investieren wir kräftig“. Für Eigeninvestitionen stehen laut Neumann zwei Millionen Euro bei den KünWerken zur Verfügung.

„Last but noch least, bauen wir das städtische Glasfasernetz weiter aus und nehmen uns alternativen Mobilitätsformen an. Ein arbeitsreiches und spannendes Jahr liegt vor uns und ich freue mich auf die Arbeit“, so Neumann.

Landrat Neth (rechts) und Bürgermeister Neumann (2. v. re.) bei der Vorstellung der Pläne für das neue Landratsamt. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

 




Heiligabend & Silvester: Engelesblasen in Künzelsau

Mit etwas Phantasie kann sie jeder an den Festtagen zum Jahresende erkennen – die Engel am Turm der Johanneskirche in Künzelsau. Heiligabend, Silvester und Neujahr steigen die Turmbläser gemeinsam mit einer Gruppe, die Laternen trägt, auf den Turm der evangelischen Kirche mitten in Künzelsau. Zum Klang von feierlichen Chorälen werden Laternen von der Brüstung des Kirchturms geschwenkt. Jede Laterne malt dabei einen Lichtschweif – einen Engel in den Nachthimmel. So wird das „Engelesblasen“ seit mehreren hundert Jahren zelebriert. Dieser schöne und stimmungsvolle Weihnachtsbrauch wird auch in diesem Jahr wieder stattfinden: An Heiligabend spielen die Turmbläser um 19 Uhr die beliebte Weise „Ehre sei Gott in der Höhe“ und um 24 Uhr erklingt der Choral „Stille Nacht, heilige Nacht“ hoch über den Dächern von Künzelsau. An Silvester wird das alte Jahr um 19 Uhr mit der Schwab’schen Melodie „Lobt den Herrn“ verabschiedet. Eine schöne Gelegenheit das neue Jahr in Besinnlichkeit und Ruhe zu beginnen ist das Engelesblasen am 1. Januar. Alle, die an Heiligabend und Silvester das Engelesblasen also nicht hören und sehen konnten, haben an Neujahr um 19 Uhr das letzte Mal in der Weihnachtszeit die Möglichkeit dazu.

Klaus Ottenbacher versammelt jedes Jahr die Laternenschwenker um sich. Klaus Ziegler organisiert die Turmbläser. Beide sind froh, dass sich immer wieder aufs Neue Laternenschwenker und Bläser finden, um diese schöne Tradition aufrecht zu erhalten. Wie alt der Brauch tatsächlich ist, hat sich noch nicht bestimmen lassen. Jedenfalls findet das Engelesblasen in dieser Form seit Generationen statt und ist ein liebgewonnener Termin für viele Künzelsauer und ehemalige Künzelsauer. Im Heimatbuch ist nachzulesen: „Um diese Stunden denken die Künzelsauer draußen in aller Welt an ihre Heimat und die Ortsansässigen an ihre Verwandten und Freunde in der Ferne.“

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

Foto: Engelesblasen vom Turm der Johanneskirche. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau/Rolf Hartbrich