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Nach Thüringen: Anton Baron (AfD) hofft in Baden-Württemberg auf Koalition mit CDU und FDP

Für Anton Baron (AfD), Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Hohenlohe, ist die Abwahl von Ministerpräsident Bodo Ramelow in Thüringen ein „Grund zum Feiern“. Das geht aus einer Pressemitteilung von Baron hervor. Abgeordneter konstatiert Normalisierung bei CDU und FDP

Anton Baron (AfD),  zeigt sich über die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten erfreut: „Ein Linksaußenpolitiker der SED-Nachfolgepartei durch einen Demokraten ersetzt – ein großartiger Tag für unser Land“, so Baron. In diesem Zuge verweist er darauf, dass es für die Thüringer AfD „sicherlich kein Leichtes“ gewesen sei, im dritten Wahlgang einen Kandidaten der anderen Fraktion zu unterstützen. Aber der AfD gehe es „nicht um Posten, sondern um Positionen“, sagt Baron. Er könne sich auch vorstellen, dass die AfD mit der CDU und der FDP koaliert: „Die baden-württembergischen CDU- und FDP-Landesverbände sollten sich das Verhalten ihrer mitteldeutschen Parteifreunde zum Vorbild nehmen, sich auf ihre konservativen und liberalen Wurzeln besinnen und zum Wohle unserer Heimat auch in Baden-Württemberg ab 2021 gemeinsam eine bürgerliche Zusammenarbeit gleich welcher Ausformung realisieren. Die AfD steht hierfür jedenfalls zur Verfügung und wird ihrerseits mit einer weiteren Professionalisierung einen Beitrag dazu leisten.“




2 Tote: 3. Schwerer Unfall auf der A6 diese Woche

Donnerstagmittag, den 06. Februar 2020, ereignete sich wieder ein schwerer Unfall auf der A6 Richtung Mannheim. Das ist damit der dritte in Folge allein diese Woche. Zwischen der Anschlussstelle Bretzfeld und dem Kreuz Weinsberg kam es auf der rechten Fahrspur gegen 14 Uhr zu einem LKW-Stau. Das Stauende erkannte offenbar der Fahrer eines 7,5-Tonners zu spät und fuhr ersten Erkenntnissen nach ungebremst auf das Heck eines 12-Tonners auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde dieses Fahrzeug auf einen vor ihm stehenden Sattelzug geschoben. Der Fahrer des 7,5 Tonners sowie der Fahrer des 12-Tonners wurden bei dem Unfall eingeklemmt und verstarben noch an der Unfallstelle. Im Einsatz waren eine Vielzahl von Rettungskräften, ein Rettungshubschrauber, Feuerwehr, Autobahnmeisterei sowie der Polizei. Die Autobahn war bis 16 Uhr voll gesperrt.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Arnulf von Eyb (CDU): Landtagsabgeordnete sollen Praktikum in der Landwirtschaft machen

Ein „Signalfeuer als Zeichen zum Gespräch mit den Bauern und gegen Bevormundung veranstaltete der Ortsbauernverband Neuenstein zusammen mit Mitgliedern der Initiative „Land schafft Verbindungen“ am Samstag, den 01. Februar 2020, an der A6 nahe der Abfahrt Neuenstein. „Der Regen heute ist wärmer als beim letzten Feuer“, kommentierten Teilnehmer des Mahnfeuers das Wetter. Rund 150 Bauern und Gäste aus der direkten Umgebung begrüßte laut einer Pressemitteilung der Geschäftsführende Vorstand für den Hohenlohekreis im Bauernverband, Thomas Wenzel. Er machte gleich zu Beginn deutlich, „warum die Zündschnur bei den Bauern zurzeit so kurz ist“. 

Mit den Landwirten reden und nicht über sie

„Wir produzieren mit den höchsten Auflagen und Standards weltweit Lebensmittel. Wir arbeiten aber auch täglich für die Gestaltung unsere Hohenloher Landschaft, beispielsweise für die Pflege der Hänge im Kocher- und Jagsttal. Wir möchten das auch weiterhin tun!“, sagte Thomas Wenzel laut der Mitteilung. Auch machte er klar, dass die Landwirte sich wünschten, dass man mit ihnen redet und nicht über sie – das meinte er in Richtung Politik genauso wie in Richtung unserer Gesellschaft. „Dafür möchten wir zusammen ein Signal setzen, deshalb sage ich lieber Signalfeuer statt Mahnfeuer“, so Wenzel weiter. Er freue sich, dass sowohl nichtorganisierte Landwirte, wie die Teilnehmer der Initiative „Land schafft Verbindungen“, Vertreter des Maschinenringes und der Politik zusammen am Feuer standen. „Im gesunden Miteinander wollen wir in Zukunft noch stärker zeigen, wo unsere Lebensmittel herkommen. Wir möchten Vertrauen und Wertschätzung steigern“, wünschte sich Thomas Wenzel. Eine große Kiste Äpfel, Eier und Nudeln als heimische Produkte stand dafür direkt zum Kosten und Mitnehmen bereit.

Landtagsabgeordnete sollen Praktikum in der Landwirtschaft machen

Grußworte an die Teilnehmer des Signalfeuers kamen vom CDU-Landtagsabgeordneten Arnulf von Eyb und Rüdiger Volk, Geschäftsführer des Maschinenrings vom Main-Tauber-Kreis. Von Eyb freute sich über die Einladung nach Neuenstein und „dass die Bauern das gemeinsam machen: für ihren Berufsstand werben!“ Er betonte: „Jeder ist Verbraucher, auch die Landwirte. Aber nicht jeder Verbraucher hat Ahnung von Landwirtschaft.“ Damit Wissen um die Themen der Landwirtschaft aufgebaut wird, will er sich dafür einsetzen, dass jeder seiner Kollegen im Ausschuss Ländlicher Raum des Landtags ein Praktikum in einem landwirtschaftlichen Betrieb macht. Das habe er beim Bauernverband bereits angesprochen.

Umsetzbare, landwirtschaftliche Politik

Faire Preisgestaltung und fairer Wettbewerb zu anderen Ländern, „das ist es, was die Bauern wollen“, erklärte Landwirt Wenzel nahm Bezug auf die in dieser Woche versprochenen Gelder seitens der Regierung. Er forderte stellvertretend für seinen Berufsstand „viel eher eine fachlich-konkrete, sachbezogene und umsetzbare landwirtschaftliche Politik“ und möchte für die Anerkennung der landwirtschaftlichen Arbeit werben. „Eure Hohenloher Bauern wünschen Euch erst mal einen schönen Abend und gute Gespäche“, schloss Gastgeber Wenzel seine Begrüßung, inzwischen ohne Regen, ab.    

Quelle: Pressemitteilung des Bauernverbands Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Landwirt Thomas Wenzel begrüßte die rund 150 Gäste beim Signalfeuer in Neuenstein. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V

 

 




Künzelsau: Der weiße Massai-Krieger

Als erster weißer Mann wurde Benjamin Eicher dazu eingeladen, in Kenia ein Krieger der Massai zu werden. Gemeinsam mit seinem Team begibt er sich auf eine abenteuerliche Reise durch die Serengeti, um einen der ältesten und traditionsreichsten Stämme Afrikas zu erforschen. Auf spielerische Weise lernt er die Heimat seiner Stammesbrüder kennen und taucht tief in ihre Kultur ein.

Die einmalige Live-Vorstellung ist am Mittwoch, den 12. Februar 2020, um 19.30 Uhr im Künzelsauer Filmtheater Prestige.




A6/Weinsberg: Tödlicher Verkehrsunfall

Ein Mann ist nach einem Verkehrsunfall auf der A6 bei Weinsberg am Mittwochmorgen, den 05. Februar 2020, gestorben. Der Lenker eines polnischen Kleintransporters war in Richtung Heilbronn unterwegs, als er gegen 8 Uhr auf Höhe des Rastplatzes Wimmental aus bislang ungeklärter Ursache mit seinem Fahrzeug ungebremst in das Heck eines im Stau stehenden Sattelzuges krachte. Der 50-jährige Fahrer wurde bei dem Unfall eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit schwerem Gerät aus dem Wagen geborgen werden. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät, er verstarb noch an der Unfallstelle. Der Fahrer des Sattelzuges blieb unverletzt. Die Schadenshöhe ist Gegenstand weiterer Ermittlungen. Zur Unfallaufnahme und Bergung der Fahrzeuge war die Strecke zeitweise gesperrt.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Kein Lohn & keine Krankenversicherung mehr – 2 Mitarbeiterinnen ziehen gegen HK vors Arbeitsgericht

Ganz so reibungslos wie bisher verlautbart gingen die Umsetzungen der Mitarbeiter innerhalb der Hohenloher Krankenhaus gGmbH (HK), die wegen der Schließung des Standorts Künzelsau notwendig wurden, wohl doch nicht über die Bühne.

Zwei Mitarbeiterinnen, Anke E. und Elvira Z. (Namen geändert, die Namen sind der Redaktion bekannt), klagen gegen ihren Arbeitgeber. Beiden Mitarbeiterinnen wurden im Zuge der Krankenhausschließung in Künzelsau Änderungen ihres langjährigen Arbeitsvertrags vorgelegt, die sie in dieser Form nicht sofort unterschreiben wollten. Sie wurden von ihrem Arbeitgeber daraufhin umgehend nach Hause geschickt, durften ihre Arbeit gar nicht erst antreten und wurden unbezahlt freigestellt. Diese Freistellung ohne Bezahlung besteht seit dem 18. November 2019.

In beiden Fällen geht es darum, dass die Mitarbeiterinnen von einer Position, die als „Leitung“ bezeichnet war, in eine Position ohne Leitungsfunktion umgesetzt wurden, was unter anderem mit einer anderen Entlohnungsstufe einhergehen sollte.

Das Arbeitsgericht in Crailsheim terminierte den Gütetermin für beide Klagen auf Montag, den 03. Februar 2020. Ein Gütetermin ist im Arbeitsrecht vorgeschrieben und soll dazu dienen, ohne aufwendigen Prozess zu einer gütlichen Einigung, einem Vergleich, zu kommen. In einem Gütetermin beleuchet ein Einzelrichter die rechtliche Situation und schlägt einen Kompromiss
vor. Wird ein Kompromiss zwischen den Parteien erzielt, ist das Verfahren beendet, andernfalls kann es zu einem Prozess kommen.Bei Anke E. geht es um eine Rückstufung um vier Entgeltgruppen, das bedeutet eine Einbuße von 833 Euro pro Monat bei einer 100-Prozent-Stelle. Die HK begründet diesen Schritt damit, dass im Zuge der Mitarbeiterwechseln von Künzelsau nach Öhringen es keine derartige vergleichbare Stelle im Krankenhaus in Öhringen gäbe. Stefan Bort, Personalleiter des HK: „Wir haben keine Funktion als Teamleitung und werden auch keine einsetzen.“

// „Nach 29 Jahren im Dienst spürt man keine Wertschätzung.“ //

Die HK sagt: Anke E. habe ihren Dienst im Öhringer Krankenhaus nicht angetreten. Anke E. widerspricht. Sie sei in Öhringen gewesen, um ihren Dienst anzutreten, sei aber wieder nach Hause geschickt worden: „Da wird man nach 29 Jahren unentgeltlich freigestellt“, mit der Konsequenz übrigens, daß sie von ihrer Krankenkasse kürzlich die Information erhalten hat, daß sie jetzt nicht mehr krankenversichert ist. Sie spürt „keine Wertschätzung nach all den Jahren“ und bringt vor, daß man sie sogar eine Entgeltgruppe unter Kolleginnen mit gleichem Aufgabengebiet einstufen wollte. Ob das tatsächlich der Fall ist, darüber zeigten sich HK-Personalleiter Bort und sein Anwalt überraschend uninformiert. Der Anwalt der Hohenloher Krankenhaus gGmbH, Sebastian Witt, von der Kanzlei Bender, Harrer, Krevet, versteigt sich zu der Aussage :„Sie haben die ganzen Jahre zuviel verdient“ und schließt an: „Wir hatten in Künzelsau die eine oder andere Eingruppierung, die mit dem, was ausgeführt wurde, nicht übereinstimmt.“

HK gibt sich in manchen Punkten überraschend ahnungslos

Richterin Stahl schlägt einen Kompromiss vor, der unter anderem die Einstufung um eine Entgeltgruppe höher als bisher vorsieht, die Nachzahlung der Gehälter seit Freistellung Mitte November 2019 sowie einen umgehenden Arbeitsbeginn enthält. Anke E. zieht sich mit ihrem Rechtsanwalt Hofmann zum Gespräch zurück.

In der Zwischenzeit geht es mit dem Fall Elvira Z. weiter. In ihrem Fall argumentiert die Beklagtenseite, dass es eine Abfrage der Wunschpositionen gegeben habe und Z. habe nicht angezeigt, daß sie eine Leitungsfunktion bekleiden möchte, sie sie aber zuvor in Künzelsau innehatte. Außerdem seien ihre Qualifikationen, die sie seit 1992 erworben hat, gar nicht mehr mit dem Anforderungsprofil der gewünschten Stelle vereinbar, argumentiert die HK. – was etwas widersprüchlich ist, da Elvira Z. in eben dieser Position in Künzelsau bereits gearbeitet hat.

Richterin Stahl stellt die Frage, ob es überhaupt solche Leitungsstellen gibt und ob die Qualifikation von Elvira Z. für eine solche Stelle ausreichen würde. Überraschende Antwort von Seiten des HK: „Ich weiß es nicht.“

Außerdem stellt die Richterin mit Blick auf die beiden Fälle fest, dass die HK hier zwei konträre Argumentationen fahre mit rechtlich verschiedenen Konsequenzen. Ein Widerspruch.

Elvira Z. betont: „Man hat über vieles mit mir gesprochen, aber nie über meine Zukunft“. Ihr Rechtsanwalt Andres sieht ein „bewußtes Mißverstehen des Fragebogens“ und legt Wert darauf, daß Elvira Z. ihre Arbeitskraft angeboten habe und daraufhin direkt in die Personalabteilung geschickt worden sei. Das ist für die Richterin ein sehr relevanter Punkt, denn dann hätte gegebenenfalls keine Freistellung erfolgen dürfen. Rechtsanwalt Andres: „Das ist wie eine fristlose Kündigung, wenn man von einem auf den anderen Tag ohne Bezahlung freigestellt wird.“ – mit dem Unterschied, dass man immernoch in einem Arbeitsverhältnis stehe. Eine krude Situation.

Elvira Z. ist inzwischen aufgrund der Freistellung nicht mehr krankenversichert – sie hat Angehörige, die bisher bei ihr mitversichert waren, deren Versicherungsstatus ist unklar. Ihr Arbeitgeber, das HK, habe sie über diese Konsequenzen nicht informiert. Nachdem Anwalt Witt bestätigt hat, daß man Elvira Z. „schnellstmöglich in den Dienstplan integrieren“ wolle, schlägt Richterin Stahl eine ähnlichen Kompromiss wie bei Anke E. vor, insbesondere mit umgehender Wiederaufnahme der Tätigkeit. Ihr Anwalt sieht aber noch zu viele ungeklärte Punkte, so daß im Termin keine gütliche Einigung zustandekommt. In der Zwischenzeit wollen die Parteien aber weiter miteinander verhandeln.

Mit einem Knalleffekt kommt Anke E. aus dem Gespräch mit ihrem Anwalt zurück: „Meine Bereitschaft zu einem Kompromiss tendiert inzwischen gegen Null.“ Sie habe die Information bekommen, dass es in Öhringen entgegen der Aussage der HK doch eine Stelle mit genau der Bezeichnung gibt, die sie anstrebt. Auch wenn Stefan Bort noch argumentiert, daß diese Stelle deutlich höher qualifiziert sei als die bisherige Stelle von Anke E., ist im Termin keine gütliche Einigung mehr möglich. Rechtsanwalt Hofmann spricht das Schlußwort: „Wir lassen das entscheiden.“

Es wird also zu einem Prozess kommen, sofern die Parteien sich nicht bis dahin untereinander einigen.

Text // Matthias Lauterer

 




Pfedelbach: Schaf „in Gewahrsam“, bis sich sein rechtmäßiger Besitzer meldet

In der Baierbacher Straße in Pfedelbach wurde der Polizei, am Montag, den 03. Februar 2020, um 10:05 Uhr, ein umherlaufendes Schaf gemeldet. Da davon auszugehen war, dass das Schaf nicht mehr alleine nach Hause finden würde, wurde das ausgebüchste Tier von den Beamten der Polizei eingefangen und festgehalten. Da der wollige Vierbeiner keine Angaben zu seinem rechtmäßigen Eigentümer machen konnte, befindet er sich derzeit in der Obhut eines hilfsbereiten Passanten und wartet dort bis sich sein Besitzer beim Polizeirevier Öhringen meldet.




A6: Autobahn nach Unfall mehrere Stunden gesperrt

Für mehrere Stunden ging am Dienstagvormittag, den 04. Februar 2020, auf der A6 bei Bretzfeld nichts mehr. Ein LKW-Fahrer, der in Fahrtrichtung Mannheim unterwegs war, stellte sein Gefährt zur Einhaltung der vorgeschriebenen Lenkzeiten auf dem Standstreifen ab. Gegen 8.30 Uhr krachte der Laster eines 24-Jährigen, möglicherweise aufgrund eines Sekundenschlafes des Fahrers, in den stehenden Sattelzug. Dabei wurden beide Fahrzeugführer leicht verletzt. Die Schadenshöhe ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Zur Bergung der Fahrzeuge musste die Strecke bis 12.45 Uhr gesperrt werden. Bei den Bergungsarbeiten kam es dann zum nächsten Unfall. Der Mitarbeiter eines Abschleppunternehmens verletzte sich bei Arbeiten mit einem Winkelschleifer und musste sich in ärztliche Behandlung begeben.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Künzelsau: Matinéekonzert der Preisträger „Jugend Musiziert“

Bereits eine Tradition ist das Matinéekonzert der Jugendmusikschule Künzelsau in Schloss Stetten. Am Sonntag, den 9. Februar 2020, gestalten Solisten und Ensembles der städtischen Jugendmusikschule um 10.30 Uhr im Brunnensaal in Schloss Stetten ein abwechslungsreiches Programm. Schüler, die erfolgreich beim Regionalwettbewerb „Jugend Musiziert“ waren und andere Ensembles treten auf. Der Eintritt ist frei.

Sechs Schülerinnen und Schüler der städtischen Jugendmusikschule haben laut einer Pressemitteilung am Regionalwettbewerb „Jugend Musiziert“ in Schwäbisch Hall teilgenommen. Dabei erreichten die Sängerinnen Franka Golder einen zweiten Preis und Senja Pfeiffer einen ersten Preis. Ihre Lehrerin Susanne Koch freute sich mit den beiden Schülerinnen. Marga Stumpf, die von Johannes Mittl unterrichtet wird, erspielte sich in der Wertung Klavier einen ersten Preis. Gleich drei Schüler von Gitarrenlehrer Uwe Saußele nahmen im Fach E-Gitarre teil. Dabei freute sich Elias Ziegler über einen ersten Preis und Johannes Engbert und Luis Jungwirth waren so erfolgreich, dass sie mit einem ersten Preis zum Landeswettbewerb weitergeleitet wurden. Schulleiter Jürgen Koch gratulierte allen Preisträgern und deren Lehrern Susanne Koch, Johannes Mittl und Uwe Saußele zu diesem tollen Erfolg.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Hundert neue Bauplätze entstehen in Gaisbach

In Künzelsau-Gaisbach starteten am Montag, den 03. Februar 2020, die Erschließungsarbeiten für ein rund zehn Hektar großes Baugebiet. Laut einer Pressemitteilung werden dort voraussichtlich mehr als acht Millionen Euro im Rahmen der Erschließung investiert. Bernd Willibald vom Ingenieurbüro für Baulandentwicklung aus Bad Waldsee erschließt das Wohngebiet gemeinsam mit der Stadtverwaltung Künzelsau.

Wohnortnahe Versorgung ist sichergestellt

Am gestrigen Montag stieg laut der Mitteilung Bürgermeister Stefan Neumann auf den Bagger. Anstelle eines Spatenstichs gab er mit einem Baggerbiss das offizielle Startzeichen für die Erschließungsarbeiten des Wohnbaugebietes Haselhöhe, die im Hintergrund schon in vollem Gange sind. Vor Ort mit dabei waren Vertreter der Planungsbüros und Baufirmen, sowie Mitglieder des Gemeinde- und Ortschaftsrats. „Hier entsteht Raum für neue Wohn(t)räume!“ steht auf dem Bauschild am Eingang des neuen Wohnbaugebietes. Dort laufen bereits seit Ende des letzten Jahres die Bauarbeiten zum Aldi-Markt, der die wohnortnahe Versorgung der künftigen Bewohner des Neubaugebietes von Anfang an sicherstellen wird.

Maßnahme innerhalb der Kostenprognose von 2017

Bürgermeister Neumann und Ortvorsteher Bernhard Kürschner wünschten zunächst der ausführenden Baufirma Wolff & Müller, dem Erschließungsträger Bernd Willibald sowie später den privaten Bauherren gutes Gelingen beim Bauen. „Und ich will Sie herzlich willkommen heißen in Gaisbach“, so Kürschner. Bernd Willibald freute sich, „starke Partner gefunden zu haben.“ Dass die Maßnahme trotz der Preissteigerungen dank der Baufirma Wolff & Müller doch noch innerhalb der Kostenprognose von 2017 liege, zeige ihm, dass es auch weiterhin mit der Baufirma gut klappen werde.

Ab 2021 können private Häuslebauer starten

Geplant sind 81 Bauplätze für Ein- und Zweifamilienhäuser und 13 Bauplätze für Geschosswohnungsbau. Der Großteil der Bauplätze entsteht auf privatem Baugrund. Rund 30 Bauplätze werden auf städtischer Fläche erschlossen und von der Stadtverwaltung Künzelsau verkauft. „Wenn alles glatt und nach Plan läuft, das Wetter mitspielt und auch sonst nichts Unvorhergesehenes passiert, können 2021 die ersten privaten Häuslebauer mit dem Bau ihres Eigenheimes starten“, gab Bernd Scheiderer, Technischer Leiter der KünWerke, als Ausblick. Zwischen 220 und 260 Euro kostet der Quadratmeter voraussichtlich. Den endgültigen Preis wird der Gemeinderat in einer seiner nächsten Sitzungen erst noch beschließen.

Realisierung in drei oder vier Abschnitten

Nachdem im Rahmen der fünften Fortschreibung des Flächennutzungsplans noch weitere Flächen für die Wohnbebauung in Gaisbach dazukamen, beschloss der Gemeinderat der Stadt Künzelsau am 4. Februar 2014 ein Wohnbaugebiet mit zirka 33 Hektar auf den Weg zu bringen. Mit dem Bebauungsplan wurde das Büro Baldauf aus Stuttgart beauftragt. Doch zeigte sich nach der ersten Anhörungsrunde, dass es so gut wie unmöglich sein wird, so ein großes Baugebiet auf einen „Schlag“ durchzubringen, so dass beschlossen wurde, die Realisierung in drei oder vier Abschnitten anzugehen.

Riesengroßes Interesse

Somit wurde der erste Abschnitt Haselhöhe I mit zirka zehn Hektar angegangen, der auch den Standort für den Aldi als Sondergebiet enthält. Außer einem kleinen Mischgebiet wird Wohnbebauung in unterschiedlichen Varianten ermöglicht, vom Geschosswohnungsbau bis zum Reihenhaus. Auch für eine Stadtbahn wurde eine Trasse vorgesehen, so dass das Baugebiet nicht nur straßenmäßig, sondern auch über die Schiene eine gute Anbindung bekommt. „Aber das ist noch etwas Zukunftsmusik“, sagt Bürgermeister Stefan Neumann, der sich dem Gemeinderat für die Weiterführung der Stadtbahntrasse bis Künzelsau stark macht. „Das Interesse an den Bauplätzen ist riesengroß, so dass wir bereits an die Erweiterung denken müssen.“

Jahrelange Verhandlungen

Bedingt durch die finanzielle Situation der Stadt Künzelsau im Jahr 2014/2015 war es nicht möglich, die Grundstücke, wie bis dahin üblich, im Vorfeld zu hundert Prozent aufzukaufen, zu erschließen und die Bauplätze durch die Stadt zu veräußern. „Wir mussten neue Wege gehen bei der Umsetzung des Baugebietes“, sagte der Bürgermeister weiter. So wurde mit dem Büro IBW aus Bad Waldsee, vertreten durch Bernd Willibald, ein Erschließungsvertrag abgeschlossen, das Büro Hell bekam den Auftrag, die gesetzliche Baulandumlegung zu begleiten. Das führte dazu, dass einige der Eigentümer ihre Grundstücke an Bauträger veräußerten, die nun durch die im Februar 2019 abgeschlossene Baulandumlegung Eigentümer einiger Grundstücke geworden sind. Auch die Firma Aldi konnte sich auf diese Art und Weise das Grundstück sichern. „Das hört sich heute alles sehr einfach und leicht an, tatsächlich waren es jahrelange Verhandlungen, die geführt werden mussten, bis alles in trockenen Tüchern war“, so Bürgermeister Neumann, der Bernd Willibald für die erfolgreiche Arbeit, Volker Hell für die gelungene Baulandumlegung und schließlich allen Eigentümern, die sich dem Baugebiet gegenüber wohlwollend gezeigt haben, dankte.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

Bürgermeister Neumann in Aktion: Mit dem Baggerbiss setzte er das offizielle Startzeichen für die Erschließung des Wohnbaugebiets Haselhöhe in Gaisbach. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Im neuen Baugebiet sind 81 Bauplätze für Ein- und Zweifamilienhäuser und 13 Bauplätze für Geschosswohnungsbau geplant. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau