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Künzelsau: 64-Jähriger nach Brandstiftung festgenommen

Bereits am Dienstag, den 28. Januar 2020, kam es in Künzelsau zu einer Brandstiftung. Gegen 17.15 Uhr fing es unter einem Vordach am Gebäude einer sozialen Einrichtung in der Hindenburgstraße zu brennen an. Ein Bewegungsmelder wurde angezündet, so dass das Gehäuse brannte und zerstört wurde. Durch das Feuer wurde ein kleiner Teil der dortigen Dachkonstruktion aus Holz verrußt und beschädigt. Der Bewegungsmelder war an der Außenseite eines Bürotrakts, direkt neben der Eingangstüre angebracht. Das Feuer wurde rechtzeitig von Angestellten entdeckt und konnte durch diese gelöscht werden. In der Hindenburgstraße, die nicht weit entfernt vom Bahnhof in Künzelsau ist, befindet sich unter anderem die Erlacher Höhe – ein soziales Aufnahmehaus mit Fachberatungsstelle.

Durch Ermittlungen der Kriminalpolizei konnte ein 64-jähriger Tatverdächtiger ermittelt und festgenommen werden. Am Mittwoch dieser Woche wurde der durch die Staatsanwaltschaft Heilbronn, Zweigstelle Schwäbisch Hall, beantragte Haftbefehl beim Amtsgericht Schwäbisch Hall in Vollzug gesetzt. Anschließend wurde der 64-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Polizei sucht Zeugen, die den Brand beobachtet oder sonst verdächtige Wahrnehmungen im dortigen Bereich gemacht haben. In diesem Zusammenhang sollen sich insbesondere zwei junge Frauen melden, die sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs in unmittelbarer Nähe befunden haben. Hinweise gehen an das Kriminalkommissariat Künzelsau unter der Telefonnummer 07940 9400.

Quelle: Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Heilbronn

 




Kupferzell/Künzelsau: Bank führte laut Staatsanwaltschaft Geldtransport in Privat-Pkw durch und wird ausgeraubt

Bei diesem Bankraub stehen nicht nur die Beschuldigten im Mittelpunkt, auch die Volksbank Hohenlohe muss sich unangenehme Fragen gefallen lassen.

Überfall in Kupferzell 

Aber was genau ist geschehen? Am 01. August 2019 soll eine Mitarbeiterin der Volksbank Hohenlohe gegen 08 Uhr mit ihrem Privatwagen zur Filiale in Kupferzell gefahren sein, im Auto befanden sich wohl 135.000 Euro. Das Geld kommt nicht im dortigen Tresor an: Noch auf dem Parkplatz der Filiale sei die Mitarbeiterin von einem Mann mit Reizgas attackiert worden, das Geld wird geraubt. Der Mann kann zu Fuß entkommen, die unmittelbar eingeleitete Fahndung führt nicht zum Auffinden des Täters.

Überfall in Neuenstein 

Schon vorher, am 18. März 2019, wird die Volksbank Hohenlohe von einem Überfall erschüttert: Ein Mann betritt am frühen Nachmittag die Filiale der Volksbank in Neuenstein, bedroht den anwesenden Angestellten mit vorgehaltener Waffe, fesselt ihn, erleichtert den Tresor um eine hohe Summe, die Süddeutsche Zeitung spricht von zirka 60.000 Euro, und schafft es, die Bank unbehelligt zu verlassen und sich ohne aufzufallen vom Tatort zu entfernen. Der Angestellte kann sich später selber befreien und alarmiert die Polizei, die sofort eine Fahndung einleitet, diese blieb allerdings trotz Hubschraubereinsatz ohne Erfolg.

Einer der Festgenommenen soll ein Azubi der Bank sein

Ein ganz ähnliches Tatmuster findet sich bei zwei Überfällen in Petersberg (Osthessen), wo 2013 eine Geldbotin mithilfe von Insiderwissen und unter Verwendung von Reizgas beim Geldeinwurf in den Nachttresor überfallen wurde und 2016 ein Überfall auf dieselbe Filiale der dortigen Volksbank vorgetäuscht wurde – möglicherweise das Vorbild für die hiesigen Täter? Der dortige Täter, ein Mitarbeiter der überfallenen Bank, konnte 2018 festgenommen werden.

 Verdecke Ermittlungen

Bereits zwei Monate nach dem Überfall in Kupferzell, am 01. Oktober 2019, verkündet die Staatsanwaltschaft Heilbronn den Erfolg der teilweise verdeckt geführten polizeilichen Ermittlungen und vermeldet, dass drei Männer, damals im Alter von 19, 22 und 34 Jahren, vorläufig festgenommen und anschließend dem Haftrichter vorgeführt wurden. Die Beschuldigten kamen daraufhin in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft geht zum damaligen Zeitpunkt sowohl von einem vorgetäuschten Überfall in Neuenstein als auch von Insiderinformationen aus.
Und tatsächlich erscheint ein Auszubildender der Bank von da an nicht mehr an seinem Arbeitsplatz. Offenbar hatte er, wie die Staatsanwaltschaft bestätigt, Kenntnis davon, dass und wann die Summe von 135.000 Euro in die Filiale verbracht werden sollte – außerdem war ihm auch das Transportmittel bekannt: Der private PKW einer Bankmitarbeiterin, die das Geld alleine und ohne Begleitung in die Filiale transportiert hat. Der Auszubildende ist einer der Festgenommenen und wird sich vor Gericht verantworten müssen.

Geldtransport mit einem Privatauto

Es stellt sich die Frage, warum ein Bankinstitut eine Mitarbeiterin der Gefahr eines Überfalls aussetzt und sie einen derart hohen Betrag in ihrem Privatauto transportieren lässt – die Volksbank Hohenlohe wollte sich auf GSCHWÄTZ-Anfrage nicht dazu äußern, ob Transporte solch großer Geldsummen durch Bankmitarbeiter in deren privaten Fahrzeugen bei der Volksbank üblich sind. Auch auf die Frage, ob dieser Ablauf zwischenzeitlich geändert wurde, wollte die Volksbank „keine weiteren und zusätzlichen Auskünfte geben“. Jochen Leitner von der Volksbank Hohenlohe: „Wichtig ist für uns in dem Zusammenhang, dass wir die Ermittlungen der Polizei und Staatsanwaltschaft nicht behindern und beeinträchtigen.
Deswegen können wir zu dem laufenden Ermittlungsverfahren und zu der zitierten Pressemitteilung keine weiteren und zusätzlichen Auskünfte geben. Bitte haben Sie vielmals Verständnis.“

Vorgetäuschter Banküberfall?

Im Falle des Überfalls in Neuenstein sprachen Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst in einer Pressemitteilung vom 01. Oktober 2019 davon, dass der Überfall vorgetäuscht gewesen sein soll. Was kann man sich unter einem vorgetäuschten Banküberfall vorstellen? Das Geld wurde schließlich tatsächlich entwendet. Ist der Bankmitarbeiter, der gefesselt wurde, eventuell ein Komplize, so dass er sich nach einer Weile auf einfache Weise selber befreien und die Polizei alarmieren konnte? Ist der Angestellte möglicherweise derselbe, der beim Überfall in Kupferzell die Insiderinformationen nutzte? Die Staatsanwaltschaft will sich auf GSCHWÄTZ-Nachfrage nicht konkret hierzu äußern: „Ob sich der Verdacht, der Überfall sei vorgetäuscht worden, bestätigen wird, kann noch nicht gesagt werden.“

Drei Tatbeteiligte?

Laut Staatsanwaltschaft Heilbronn wurde der älteste der drei Festgenommenen inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt, da sich der Tatverdacht gegen ihn nicht erhärtet hat. Die Staatsanwaltschaft geht aber weiterhin von drei Tatbeteiligten aus und sucht nach einem 20-Jährigen, der sich vermutlich ins Ausland abgesetzt hat.

Eine Untersuchungshaft ist laut Paragraf 112 der Strafprozessordnung, falls nicht außergewöhnliche Umstände eintreten, auf die Dauer von sechs Monaten beschränkt, daher dürfte der Prozess spätestens Ende März 2020 beginnen. Es wurde bereits – aufgrund des Alters eines der Festgenommenen bei der Großen Jugendkammer des Landgerichts Heilbronn – wegen gemeinschaftlichen besonders schweren Raubes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung Anklage erhoben. Schwerer Raub unter Verwendung einer Waffe oder eines anderen gefährlichen Werkzeugs (hier das Reizgas) ist nach Paragraf 250 des Strafgesetzbuches mit einer Haftstrafe nicht unter fünf Jahren zu bestrafen. Der Prozesstermin war bis zum Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

Ungesicherter Transport

In diesem Prozess wird die Frage, ob die Art des Transportes – ungesichert ohne Begleitung und in einem privaten Fahrzeug – es den Tätern relativ einfach gemacht hat, eine wichtige Rolle spielen, genauso wie die Frage nach den gesundheitlichen Folgen für die überfallene Mitarbeiterin. Die Antworten werden, sofern ein Schuldspruch erfolgen wird, sicherlich das Strafmaß beeinflussen.

Text: Matthias Lauterer

Es wurde bereits – aufgrund des Alters eines der Festgenommenen bei der Großen Jugendkammer des Landgerichs Heilbronn – wegen gemeinschaftlichem besonders schweren Raubes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung Anklage erhoben. Foto: GSCHWÄTZ/ Archiv

 




Bei strahlendem Sonnenschein lädt der Dörzbacher Pferdemarkt heute ein – Umzug ab 13.30 Uhr

Bei strahlendem Sonnenschein lädt der Dörzbacher Pferdemarkt am heutigen Samstag, den 08. Februar 2020, wieder unzählige Besucher in das Jagststädtchen ein. Seit heute morgen um 09 Uhr hat der Krämermarkt geöffnet. Ab 13.30 Uhr erwartet die Besucher einen großen Pferdeumzug. Hier wird der beste Wagen prämiert. Sehen Sie den Pferdemarkt von 2018:

https://www.youtube.com/watch?v=BpGJS1gXl5E

Den Frühjahrspferdemarkt gibt es bereits seit über 400 Jahren und ist immer am zweiten Samstag im Februar. Der Krämermarkt hat heute bis 18 Uhr geöffnet.

 

 




Nach Thüringen: Anton Baron (AfD) hofft in Baden-Württemberg auf Koalition mit CDU und FDP

Für Anton Baron (AfD), Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Hohenlohe, ist die Abwahl von Ministerpräsident Bodo Ramelow in Thüringen ein „Grund zum Feiern“. Das geht aus einer Pressemitteilung von Baron hervor. Abgeordneter konstatiert Normalisierung bei CDU und FDP

Anton Baron (AfD),  zeigt sich über die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten erfreut: „Ein Linksaußenpolitiker der SED-Nachfolgepartei durch einen Demokraten ersetzt – ein großartiger Tag für unser Land“, so Baron. In diesem Zuge verweist er darauf, dass es für die Thüringer AfD „sicherlich kein Leichtes“ gewesen sei, im dritten Wahlgang einen Kandidaten der anderen Fraktion zu unterstützen. Aber der AfD gehe es „nicht um Posten, sondern um Positionen“, sagt Baron. Er könne sich auch vorstellen, dass die AfD mit der CDU und der FDP koaliert: „Die baden-württembergischen CDU- und FDP-Landesverbände sollten sich das Verhalten ihrer mitteldeutschen Parteifreunde zum Vorbild nehmen, sich auf ihre konservativen und liberalen Wurzeln besinnen und zum Wohle unserer Heimat auch in Baden-Württemberg ab 2021 gemeinsam eine bürgerliche Zusammenarbeit gleich welcher Ausformung realisieren. Die AfD steht hierfür jedenfalls zur Verfügung und wird ihrerseits mit einer weiteren Professionalisierung einen Beitrag dazu leisten.“




2 Tote: 3. Schwerer Unfall auf der A6 diese Woche

Donnerstagmittag, den 06. Februar 2020, ereignete sich wieder ein schwerer Unfall auf der A6 Richtung Mannheim. Das ist damit der dritte in Folge allein diese Woche. Zwischen der Anschlussstelle Bretzfeld und dem Kreuz Weinsberg kam es auf der rechten Fahrspur gegen 14 Uhr zu einem LKW-Stau. Das Stauende erkannte offenbar der Fahrer eines 7,5-Tonners zu spät und fuhr ersten Erkenntnissen nach ungebremst auf das Heck eines 12-Tonners auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde dieses Fahrzeug auf einen vor ihm stehenden Sattelzug geschoben. Der Fahrer des 7,5 Tonners sowie der Fahrer des 12-Tonners wurden bei dem Unfall eingeklemmt und verstarben noch an der Unfallstelle. Im Einsatz waren eine Vielzahl von Rettungskräften, ein Rettungshubschrauber, Feuerwehr, Autobahnmeisterei sowie der Polizei. Die Autobahn war bis 16 Uhr voll gesperrt.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Arnulf von Eyb (CDU): Landtagsabgeordnete sollen Praktikum in der Landwirtschaft machen

Ein „Signalfeuer als Zeichen zum Gespräch mit den Bauern und gegen Bevormundung veranstaltete der Ortsbauernverband Neuenstein zusammen mit Mitgliedern der Initiative „Land schafft Verbindungen“ am Samstag, den 01. Februar 2020, an der A6 nahe der Abfahrt Neuenstein. „Der Regen heute ist wärmer als beim letzten Feuer“, kommentierten Teilnehmer des Mahnfeuers das Wetter. Rund 150 Bauern und Gäste aus der direkten Umgebung begrüßte laut einer Pressemitteilung der Geschäftsführende Vorstand für den Hohenlohekreis im Bauernverband, Thomas Wenzel. Er machte gleich zu Beginn deutlich, „warum die Zündschnur bei den Bauern zurzeit so kurz ist“. 

Mit den Landwirten reden und nicht über sie

„Wir produzieren mit den höchsten Auflagen und Standards weltweit Lebensmittel. Wir arbeiten aber auch täglich für die Gestaltung unsere Hohenloher Landschaft, beispielsweise für die Pflege der Hänge im Kocher- und Jagsttal. Wir möchten das auch weiterhin tun!“, sagte Thomas Wenzel laut der Mitteilung. Auch machte er klar, dass die Landwirte sich wünschten, dass man mit ihnen redet und nicht über sie – das meinte er in Richtung Politik genauso wie in Richtung unserer Gesellschaft. „Dafür möchten wir zusammen ein Signal setzen, deshalb sage ich lieber Signalfeuer statt Mahnfeuer“, so Wenzel weiter. Er freue sich, dass sowohl nichtorganisierte Landwirte, wie die Teilnehmer der Initiative „Land schafft Verbindungen“, Vertreter des Maschinenringes und der Politik zusammen am Feuer standen. „Im gesunden Miteinander wollen wir in Zukunft noch stärker zeigen, wo unsere Lebensmittel herkommen. Wir möchten Vertrauen und Wertschätzung steigern“, wünschte sich Thomas Wenzel. Eine große Kiste Äpfel, Eier und Nudeln als heimische Produkte stand dafür direkt zum Kosten und Mitnehmen bereit.

Landtagsabgeordnete sollen Praktikum in der Landwirtschaft machen

Grußworte an die Teilnehmer des Signalfeuers kamen vom CDU-Landtagsabgeordneten Arnulf von Eyb und Rüdiger Volk, Geschäftsführer des Maschinenrings vom Main-Tauber-Kreis. Von Eyb freute sich über die Einladung nach Neuenstein und „dass die Bauern das gemeinsam machen: für ihren Berufsstand werben!“ Er betonte: „Jeder ist Verbraucher, auch die Landwirte. Aber nicht jeder Verbraucher hat Ahnung von Landwirtschaft.“ Damit Wissen um die Themen der Landwirtschaft aufgebaut wird, will er sich dafür einsetzen, dass jeder seiner Kollegen im Ausschuss Ländlicher Raum des Landtags ein Praktikum in einem landwirtschaftlichen Betrieb macht. Das habe er beim Bauernverband bereits angesprochen.

Umsetzbare, landwirtschaftliche Politik

Faire Preisgestaltung und fairer Wettbewerb zu anderen Ländern, „das ist es, was die Bauern wollen“, erklärte Landwirt Wenzel nahm Bezug auf die in dieser Woche versprochenen Gelder seitens der Regierung. Er forderte stellvertretend für seinen Berufsstand „viel eher eine fachlich-konkrete, sachbezogene und umsetzbare landwirtschaftliche Politik“ und möchte für die Anerkennung der landwirtschaftlichen Arbeit werben. „Eure Hohenloher Bauern wünschen Euch erst mal einen schönen Abend und gute Gespäche“, schloss Gastgeber Wenzel seine Begrüßung, inzwischen ohne Regen, ab.    

Quelle: Pressemitteilung des Bauernverbands Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Landwirt Thomas Wenzel begrüßte die rund 150 Gäste beim Signalfeuer in Neuenstein. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V

 

 




Künzelsau: Der weiße Massai-Krieger

Als erster weißer Mann wurde Benjamin Eicher dazu eingeladen, in Kenia ein Krieger der Massai zu werden. Gemeinsam mit seinem Team begibt er sich auf eine abenteuerliche Reise durch die Serengeti, um einen der ältesten und traditionsreichsten Stämme Afrikas zu erforschen. Auf spielerische Weise lernt er die Heimat seiner Stammesbrüder kennen und taucht tief in ihre Kultur ein.

Die einmalige Live-Vorstellung ist am Mittwoch, den 12. Februar 2020, um 19.30 Uhr im Künzelsauer Filmtheater Prestige.




A6/Weinsberg: Tödlicher Verkehrsunfall

Ein Mann ist nach einem Verkehrsunfall auf der A6 bei Weinsberg am Mittwochmorgen, den 05. Februar 2020, gestorben. Der Lenker eines polnischen Kleintransporters war in Richtung Heilbronn unterwegs, als er gegen 8 Uhr auf Höhe des Rastplatzes Wimmental aus bislang ungeklärter Ursache mit seinem Fahrzeug ungebremst in das Heck eines im Stau stehenden Sattelzuges krachte. Der 50-jährige Fahrer wurde bei dem Unfall eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit schwerem Gerät aus dem Wagen geborgen werden. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät, er verstarb noch an der Unfallstelle. Der Fahrer des Sattelzuges blieb unverletzt. Die Schadenshöhe ist Gegenstand weiterer Ermittlungen. Zur Unfallaufnahme und Bergung der Fahrzeuge war die Strecke zeitweise gesperrt.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Kein Lohn & keine Krankenversicherung mehr – 2 Mitarbeiterinnen ziehen gegen HK vors Arbeitsgericht

Ganz so reibungslos wie bisher verlautbart gingen die Umsetzungen der Mitarbeiter innerhalb der Hohenloher Krankenhaus gGmbH (HK), die wegen der Schließung des Standorts Künzelsau notwendig wurden, wohl doch nicht über die Bühne.

Zwei Mitarbeiterinnen, Anke E. und Elvira Z. (Namen geändert, die Namen sind der Redaktion bekannt), klagen gegen ihren Arbeitgeber. Beiden Mitarbeiterinnen wurden im Zuge der Krankenhausschließung in Künzelsau Änderungen ihres langjährigen Arbeitsvertrags vorgelegt, die sie in dieser Form nicht sofort unterschreiben wollten. Sie wurden von ihrem Arbeitgeber daraufhin umgehend nach Hause geschickt, durften ihre Arbeit gar nicht erst antreten und wurden unbezahlt freigestellt. Diese Freistellung ohne Bezahlung besteht seit dem 18. November 2019.

In beiden Fällen geht es darum, dass die Mitarbeiterinnen von einer Position, die als „Leitung“ bezeichnet war, in eine Position ohne Leitungsfunktion umgesetzt wurden, was unter anderem mit einer anderen Entlohnungsstufe einhergehen sollte.

Das Arbeitsgericht in Crailsheim terminierte den Gütetermin für beide Klagen auf Montag, den 03. Februar 2020. Ein Gütetermin ist im Arbeitsrecht vorgeschrieben und soll dazu dienen, ohne aufwendigen Prozess zu einer gütlichen Einigung, einem Vergleich, zu kommen. In einem Gütetermin beleuchet ein Einzelrichter die rechtliche Situation und schlägt einen Kompromiss
vor. Wird ein Kompromiss zwischen den Parteien erzielt, ist das Verfahren beendet, andernfalls kann es zu einem Prozess kommen.Bei Anke E. geht es um eine Rückstufung um vier Entgeltgruppen, das bedeutet eine Einbuße von 833 Euro pro Monat bei einer 100-Prozent-Stelle. Die HK begründet diesen Schritt damit, dass im Zuge der Mitarbeiterwechseln von Künzelsau nach Öhringen es keine derartige vergleichbare Stelle im Krankenhaus in Öhringen gäbe. Stefan Bort, Personalleiter des HK: „Wir haben keine Funktion als Teamleitung und werden auch keine einsetzen.“

// „Nach 29 Jahren im Dienst spürt man keine Wertschätzung.“ //

Die HK sagt: Anke E. habe ihren Dienst im Öhringer Krankenhaus nicht angetreten. Anke E. widerspricht. Sie sei in Öhringen gewesen, um ihren Dienst anzutreten, sei aber wieder nach Hause geschickt worden: „Da wird man nach 29 Jahren unentgeltlich freigestellt“, mit der Konsequenz übrigens, daß sie von ihrer Krankenkasse kürzlich die Information erhalten hat, daß sie jetzt nicht mehr krankenversichert ist. Sie spürt „keine Wertschätzung nach all den Jahren“ und bringt vor, daß man sie sogar eine Entgeltgruppe unter Kolleginnen mit gleichem Aufgabengebiet einstufen wollte. Ob das tatsächlich der Fall ist, darüber zeigten sich HK-Personalleiter Bort und sein Anwalt überraschend uninformiert. Der Anwalt der Hohenloher Krankenhaus gGmbH, Sebastian Witt, von der Kanzlei Bender, Harrer, Krevet, versteigt sich zu der Aussage :„Sie haben die ganzen Jahre zuviel verdient“ und schließt an: „Wir hatten in Künzelsau die eine oder andere Eingruppierung, die mit dem, was ausgeführt wurde, nicht übereinstimmt.“

HK gibt sich in manchen Punkten überraschend ahnungslos

Richterin Stahl schlägt einen Kompromiss vor, der unter anderem die Einstufung um eine Entgeltgruppe höher als bisher vorsieht, die Nachzahlung der Gehälter seit Freistellung Mitte November 2019 sowie einen umgehenden Arbeitsbeginn enthält. Anke E. zieht sich mit ihrem Rechtsanwalt Hofmann zum Gespräch zurück.

In der Zwischenzeit geht es mit dem Fall Elvira Z. weiter. In ihrem Fall argumentiert die Beklagtenseite, dass es eine Abfrage der Wunschpositionen gegeben habe und Z. habe nicht angezeigt, daß sie eine Leitungsfunktion bekleiden möchte, sie sie aber zuvor in Künzelsau innehatte. Außerdem seien ihre Qualifikationen, die sie seit 1992 erworben hat, gar nicht mehr mit dem Anforderungsprofil der gewünschten Stelle vereinbar, argumentiert die HK. – was etwas widersprüchlich ist, da Elvira Z. in eben dieser Position in Künzelsau bereits gearbeitet hat.

Richterin Stahl stellt die Frage, ob es überhaupt solche Leitungsstellen gibt und ob die Qualifikation von Elvira Z. für eine solche Stelle ausreichen würde. Überraschende Antwort von Seiten des HK: „Ich weiß es nicht.“

Außerdem stellt die Richterin mit Blick auf die beiden Fälle fest, dass die HK hier zwei konträre Argumentationen fahre mit rechtlich verschiedenen Konsequenzen. Ein Widerspruch.

Elvira Z. betont: „Man hat über vieles mit mir gesprochen, aber nie über meine Zukunft“. Ihr Rechtsanwalt Andres sieht ein „bewußtes Mißverstehen des Fragebogens“ und legt Wert darauf, daß Elvira Z. ihre Arbeitskraft angeboten habe und daraufhin direkt in die Personalabteilung geschickt worden sei. Das ist für die Richterin ein sehr relevanter Punkt, denn dann hätte gegebenenfalls keine Freistellung erfolgen dürfen. Rechtsanwalt Andres: „Das ist wie eine fristlose Kündigung, wenn man von einem auf den anderen Tag ohne Bezahlung freigestellt wird.“ – mit dem Unterschied, dass man immernoch in einem Arbeitsverhältnis stehe. Eine krude Situation.

Elvira Z. ist inzwischen aufgrund der Freistellung nicht mehr krankenversichert – sie hat Angehörige, die bisher bei ihr mitversichert waren, deren Versicherungsstatus ist unklar. Ihr Arbeitgeber, das HK, habe sie über diese Konsequenzen nicht informiert. Nachdem Anwalt Witt bestätigt hat, daß man Elvira Z. „schnellstmöglich in den Dienstplan integrieren“ wolle, schlägt Richterin Stahl eine ähnlichen Kompromiss wie bei Anke E. vor, insbesondere mit umgehender Wiederaufnahme der Tätigkeit. Ihr Anwalt sieht aber noch zu viele ungeklärte Punkte, so daß im Termin keine gütliche Einigung zustandekommt. In der Zwischenzeit wollen die Parteien aber weiter miteinander verhandeln.

Mit einem Knalleffekt kommt Anke E. aus dem Gespräch mit ihrem Anwalt zurück: „Meine Bereitschaft zu einem Kompromiss tendiert inzwischen gegen Null.“ Sie habe die Information bekommen, dass es in Öhringen entgegen der Aussage der HK doch eine Stelle mit genau der Bezeichnung gibt, die sie anstrebt. Auch wenn Stefan Bort noch argumentiert, daß diese Stelle deutlich höher qualifiziert sei als die bisherige Stelle von Anke E., ist im Termin keine gütliche Einigung mehr möglich. Rechtsanwalt Hofmann spricht das Schlußwort: „Wir lassen das entscheiden.“

Es wird also zu einem Prozess kommen, sofern die Parteien sich nicht bis dahin untereinander einigen.

Text // Matthias Lauterer

 




Pfedelbach: Schaf „in Gewahrsam“, bis sich sein rechtmäßiger Besitzer meldet

In der Baierbacher Straße in Pfedelbach wurde der Polizei, am Montag, den 03. Februar 2020, um 10:05 Uhr, ein umherlaufendes Schaf gemeldet. Da davon auszugehen war, dass das Schaf nicht mehr alleine nach Hause finden würde, wurde das ausgebüchste Tier von den Beamten der Polizei eingefangen und festgehalten. Da der wollige Vierbeiner keine Angaben zu seinem rechtmäßigen Eigentümer machen konnte, befindet er sich derzeit in der Obhut eines hilfsbereiten Passanten und wartet dort bis sich sein Besitzer beim Polizeirevier Öhringen meldet.