1

Künzelsau: Aufklärung im Fall Derek

In unserer Februar-Ausgabe haben wir nach der Person gesucht, die in der Künzelsauer Innenstadt ein mysteriöses Plakat aufgehängt hat, auf dem der Selbstmord eines Elfjährigen beklagt wurde. Mittlerweile konnten wir die Urheberin ausfindig machen. Der kleine Junge war kein Fall des hiesigen Jugendamtes, sondern lebte wohl in Berlin Er sollte nach Osteuropa gebracht werden.

Mit ihrem Plakat wollte Barbara Hammer aus Waldenburg auf den Tod des Jungen aufmerksam machen und gleichzeitig gegen die Willkür der deutschen Jugendämter protestieren, die immer wieder Kinder in ihre Obhut nehmen und so laut Hammer ganze Familien zerstören würden. Die mehrfache Mutter, die zusätzlich zu ihren sechs eigenen Kindern noch drei Pflegekinder aufgenommen hat, schreibt Politiker an, geht auf Demos gegen Kindesentzug und schreibt sogar Lieder über dieses Thema. Wir berichten über sie in einer unserer nächsten Ausgaben.




Criesbach: Ostermarkt

Die Criesbacher Landfrauen laden am Sonntag, den 08. März 2020, zum traditionellen Ostermarkt. In der Kelter zeigen Hobby-Künstler von elf bis 17 Uhr ihre Techniken und bieten ihre Arbeiten zum Kauf an. Ausgestellt und verkauft werden kunstvoll gestaltete Ostereier, Arbeiten aus Holz, Glas, Stein und Metall, Karten und Floristik, Patchwork, Wolle und Klöppelarbeiten sowie Korbwaren und weiterer österlicher Schmuck. Im Kelterhof stellt der Alpakahof Miessler aus Blaufelden seine Alpakas und Produkte aus deren Wolle vor. Außerdem gibt es Kaffee und Kuchen.

Der Eintritt beträgt 1 Euro, Kinder und Schüler sind frei. Die Mitarbeiterinnen des Kindergartens bieten während des Ostermarktes eine Kinderbetreuung an. 




Oberderdingen: Würmer in Milbona-Milch von Lidl?

Seit Anfang März 2020 wurde ein Beitrag der Facebookseite „Leben in Oberderdingen“ innerhalb von zwei Tagen über 20.000 Mal geteilt. Marta W. postete ein Foto von einer Milbona-Packung und einem wurmähnlichen Tier daneben. Zwei dieser Tiere habe sie in der Milch gefunden, schrieb sie und informierte darüber, dass sie die Milch zur Prüfung an die Lebensmittelüberwachungsbehörde gegeben habe. Die Milch habe sie am Donnerstag, den 27. Februar 2020, im Lidl in Oberderdingen gekauft. Ihr Kind habe daraus getrunken.

Oberderdingen ist eine Gemeinde im Kraichgau, im Nordosten des Landkreises Karlsruhe. Auf GSCHWÄTZ-Nachfrage hat sich der Lidl-Konzern mit Sitz in Neckarsulm derzeit noch nicht zu den Fotos geäußert. Wir baten Lidl um eine Stellungnahme bis Dienstag, den 03. März 2020, 12 Uhr. Bis dahin waren alle Fotos und Posts zu dem Thema auf der Facebookseite „Leben in Oberderdingen“ verschwunden. Nun fragen sich die Verfolger der Plattform, was hier geschehen ist. Manche vermuten, die Würmer seien nur „ein fake“ gewesen, andere meinen, Lidl habe Druck ausgeübt, damit der Beitrag von der Plattform genommen wird.

Erst im Oktober 2019 wurde laut dem Nachrichtenmagazin Focus bei den großen Lebensmittelketten Lidl, Aldi, Edeka und Rewe Milch zurückgezogen, die mit Bakterien verseucht war. https://www.focus.de/gesundheit/news/milch-rueckruf-aldi-lidl-edeka-netto-kaufland-starten-rueckruf_id_11227150.html

 

Betroffene Milbona-Milch. Foto-Collage: privat

Angeblich gefundener Wurm darin. Foto: privat

 




Frisch Gedruckt: Unsere März-Ausgabe

Ab heute gibt es unsere März-Ausgabe überall zu kaufen. 

=> Alles zu unseren Top-Themen und viele weitere Hintergrundinformationen lest ihr in unserer neuen, frisch gedruckten GSCHWÄTZ-Februar-Ausgabe

// Ab heute an allen Vertriebsstellen im Hohenlohekreis zu kaufen oder bei uns bestellen: per E-Mail info@gschwaetz.de oder telefonisch unter der 07940 935 557

Wir lieben unser Ländle.




Laut Landratsamt derzeit kein Corona-Fall im Hohenlohekreis bekannt

Nach aktuellem Stand (2. März 2020, 16.45 Uhr) ist keine Infektion mit dem Coronavirus im Hohenlohekreis bekannt, so das Landratsamt des Hohenlohekreises. Da das Coronavirus jedoch die Nachbarlandkreise bereits erreicht hat, ist es möglich, dass auch im Hohenlohekreis demnächst Fälle von infizierten Personen nachgewiesen werden. Die Befunde für die bislang getesteten möglichen Verdachtsfälle seien alle negativ, so das Landratsamt.

Bürgertelefon

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises ist bei Fragen zum Coronavirus über ein Bürger-Info-Telefon unter der Nummer 07940 18-888 werktags von 8 bis 18 Uhr erreichbar. Außerhalb dieser Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet, der auf die dann zuständigen Stellen verweist.

Landratsamt ist laut eigenen Aussagen vorbereitet auf einen Ausbruch

Das Landratsamt Hohenlohekreis ist auf den Ausbruch des Coronavirus im Kreisgebiet vorbereitet. Ein Koordinierungsstab aus verschiedenen Ämtern und Institutionen trifft sich seit letzter Woche regelmäßig unter der Leitung von Landrat Dr. Matthias Neth. Dabei wird besprochen, wie das Landratsamt Hohenlohekreis bei Bekanntwerden einer Infektion vorgeht und welche möglichen Maßnahmen daraufhin getroffen werden können. Zudem steht das Gesundheitsamt des Landratsamtes Hohenlohekreis in engem Kontakt mit dem Landesgesundheitsamt und dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus geben die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Robert Koch-Institut:

Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?

Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette, eine gute Händehygiene, sowie etwa 2 Meter Abstand zu Erkrankten auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus. Diese Maßnahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten:
• Beim Husten und Niesen größtmöglichen Abstand zu anderen halten.
• Am besten in Einwegtaschentücher husten oder niesen und diese direkt danach entsorgen, ansonsten die Armbeuge vor Mund und Nase halten.
• Regelmäßig und mindestens für 20 Sekunden die Hände mit Seife waschen, insbesondere nach Husten oder Niesen.

Was sollten Reiserückkehrer aus Risikogebieten beachten?

• Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich – auch wenn sie keine Krankheitszeichen haben – telefonisch an das Gesundheitsamt, Tel. 07940 18-580, wenden.
• Personen, die sich in einem ausgewiesenen Risikogebiet (Teile von China, Iran, Norditalien, Südkorea: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html) aufgehalten haben, sollten – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Beim Auftreten der einschlägigen Symptome wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber sollte nach telefonischer Anmeldung mit Hinweis auf die Reise ein Arzt aufgesucht werden. Außerhalb der Praxiszeiten steht der ärztliche Notdienst unter der Telefonnummer 116 117 deutschlandweit ohne Vorwahl und kostenlos zur Verfügung.
• Für Reisende aus Regionen, in denen COVID-19-Fälle vorkommen, die aber keine Risikogebiete sind, gilt folgendes: Wer innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickelt, sollte – nach telefonischer Anmeldung und mit Hinweis auf die Reise – einen Arzt aufsuchen. Zudem sollten unnötige Kontakte vermieden werden.
An wen kann ich mich bei Fragen wenden?
Neben dem Bürger-Info-Telefon des Landratsamtes Hohenlohekreis, Gesundheitsamt, hat auch das Landesgesundheitsamt im Regierungspräsidium Stuttgart eine Hotline für Rat suchende Bürgerinnen und Bürger eingerichtet:
0711 904-39555 (montags bis freitags zwischen 9 und 16 Uhr).

Dahingegen meldet Schwäbisch Hall fast zeitgleich den ersten Corona-Infizierten, der zwar in Heilbronn wohnt, aber in Schwäbisch Hall arbeitet: https://www.swp.de/suedwesten/staedte/schwaebisch-hall/coronavirus-in-schwaebisch-hall-erster-corona-kranker-im-kreis-hall-_-offenbar-in-guter-verfassu-ng_-klafs-mitarbeiter-sollen-in-isolation-44249695.html?fbclid=IwAR2hgUyHjgX8YKwWskLMI5YpH4Xch6mr8zYedQ78gPqqmbtS9aQ3iZeQfJQ

Weitere Informationen zum Corona-Virus:

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html
https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/DE/Startseite/aktuelles/Termine_Hinweise/Seiten/Coronavirus.aspx
https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/gesundheitsschutz/infektionsschutz-hygiene/informationen-zu-Coronavirus/
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises




Corona-Virus: Künzelsauer Abend verschoben von 04. März auf 13. Mai

Die Stadtverwaltung Künzelsau will kein Ansteckungs-Risiko eingehen und verschiebt daher den für kommenden Mittwoch, den 04. März 2020, angekündigten Künzelsauer Abend – ehedem Einwohnerversammlung – auf Mittwoch, den 13. Mai 2020. „Damit reagieren wir vorsorglich auf die Ausbreitung des Coronavirus“, so Bürgermeister Stefan Neumann. „Wir haben interessante und für die Entwicklung von Künzelsau wichtige Themen, die wir beim Künzelsauer Abend möglichst vielen Einwohnern präsentieren möchten. Es wäre schade, wenn aus Sorge, sich anzustecken, weniger Besucher kämen. Mit dem Verschieben des Termins der Einwohnerversammlung möchten wir präventiv einen Beitrag leisten, das Ansteckungs-Risiko zu reduzieren.“

Das Landratsamt Hohenlohekreis und die Stadtverwaltung Künzelsau sind wegen der Ausbreitung des Coronavirus in kontinuierlichem Austausch. Informationen zum aktuellen Stand, zu Maßnahmen und zum Info-Telefon für Ratsuchende gibt es auf den Webseiten des Landratsamtes des Hohenlohekreises http://www.hohenlohekreis.de und der Stadtverwaltung Künzelsau http://www.kuenzelsau.de

Derzeit wohl kein Corona-Fall im Hohenlohekreis

Nach aktuellem Stand (2. März 2020, 16.45 Uhr) ist keine Infektion mit dem Coronavirus im Hohenlohekreis bekannt, so das Landratsamt des Hohenlohekreises. Da das Coronavirus jedoch die Nachbarlandkreise bereits erreicht hat, ist es möglich, dass auch im Hohenlohekreis demnächst Fälle von infizierten Personen nachgewiesen werden. Die Befunde für die bislang getesteten möglichen Verdachtsfälle sind alle negativ.

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises ist bei Fragen zum Coronavirus über ein Bürger-Info-Telefon unter der Nummer 07940 18-888 werktags von 8 bis 18 Uhr erreichbar. Außerhalb dieser Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet, der auf die dann zuständigen Stellen verweist.

Landratsamt ist laut eigenen Aussagen vorbereitet auf einen Ausbruch

Das Landratsamt Hohenlohekreis ist auf den Ausbruch des Coronavirus im Kreisgebiet vorbereitet. Ein Koordinierungsstab aus verschiedenen Ämtern und Institutionen trifft sich seit letzter Woche regelmäßig unter der Leitung von Landrat Dr. Matthias Neth. Dabei wird besprochen, wie das Landratsamt Hohenlohekreis bei Bekanntwerden einer Infektion vorgeht und welche möglichen Maßnahmen daraufhin getroffen werden können. Zudem steht das Gesundheitsamt des Landratsamtes Hohenlohekreis in engem Kontakt mit dem Landesgesundheitsamt und dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus geben die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Robert Koch-Institut:

Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?

Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette, eine gute Händehygiene, sowie etwa 2 Meter Abstand zu Erkrankten auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus. Diese Maßnahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten:
• Beim Husten und Niesen größtmöglichen Abstand zu anderen halten.
• Am besten in Einwegtaschentücher husten oder niesen und diese direkt danach entsorgen, ansonsten die Armbeuge vor Mund und Nase halten.
• Regelmäßig und mindestens für 20 Sekunden die Hände mit Seife waschen, insbesondere nach Husten oder Niesen.

Was sollten Reiserückkehrer aus Risikogebieten beachten?

• Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich – auch wenn sie keine Krankheitszeichen haben – telefonisch an das Gesundheitsamt, Tel. 07940 18-580, wenden.
• Personen, die sich in einem ausgewiesenen Risikogebiet (Teile von China, Iran, Norditalien, Südkorea: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html) aufgehalten haben, sollten – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Beim Auftreten der einschlägigen Symptome wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber sollte nach telefonischer Anmeldung mit Hinweis auf die Reise ein Arzt aufgesucht werden. Außerhalb der Praxiszeiten steht der ärztliche Notdienst unter der Telefonnummer 116 117 deutschlandweit ohne Vorwahl und kostenlos zur Verfügung.
• Für Reisende aus Regionen, in denen COVID-19-Fälle vorkommen, die aber keine Risikogebiete sind, gilt folgendes: Wer innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickelt, sollte – nach telefonischer Anmeldung und mit Hinweis auf die Reise – einen Arzt aufsuchen. Zudem sollten unnötige Kontakte vermieden werden.

An wen kann ich mich bei Fragen wenden?

Neben dem Bürger-Info-Telefon des Landratsamtes Hohenlohekreis, Gesundheitsamt, hat auch das Landesgesundheitsamt im Regierungspräsidium Stuttgart eine Hotline für Rat suchende Bürgerinnen und Bürger eingerichtet:
0711 904-39555 (montags bis freitags zwischen 9 und 16 Uhr).

Weitere Informationen:

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/DE/Startseite/aktuelles/Termine_Hinweise/Seiten/Coronavirus.aspx

https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/gesundheitsschutz/infektionsschutz-hygiene/informationen-zu-Coronavirus/

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

Quellen: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau sowie des Landratsamtes des Hohenlohekreises

 




Ingelfingen: Fahrzeug bleibt unter einem Baum stecken

Ein Autofahrer blieb am Samstagabend, den 29. Februar 2020, mit seinem Audi unter einem umgestürzten Baum stecken. Auf der Strecke zwischen Ingelfingen und Bühlhof stürzte ein Baum auf die Fahrbahn. Der Baum kam auf der Leitplanke zum Liegen und ragte auf Fahrzeughöhe über die komplette Fahrbahn. Ein 31-Jähriger erkannte dies trotz Warnungen anderer Verkehrsteilnehmer vermutlich zu spät und blieb mit seinem Fahrzeugdach am Baum hängen. Der Audi steckte anschließend unter dem Baum fest.
Die Feuerwehr zersägte den Baum und räumte die Strecke. Am Audi entstand Sachschaden von etwa 4000 Euro. Verletzt wurde der Fahrer nicht.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Forchtenberg: Fußgänger wird angefahren, Unfall endet in Schlägerei

Am Samstagnachmittag, den 29. Februar 2020, wurde in Forchtenberg ein Fußgänger angefahren, anschließend kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem Fahrzeugführer und dem Fußgänger.

Ein 53-Jähriger fuhr mit seinem Audi auf den Parkplatz eines Discounters in der Teslastraße in Forchtenberg. Vermutlich bremste der Mann zu spät und streifte deshalb einen 54-Jährigen Fußgänger mit seinem Audi. Im weiteren Verlauf kam es zwischen den beiden Männern zu gegenseitigen Handgreiflichkeiten. Zeugen des Vorfalls werden darum gebeten, sich beim Polizeirevier Künzelsau unter der Telefonnummer 07940/9400 zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

 




Wenn das Voba-Mobil kommt – Volksbank Hohenlohe schließt immer mehr Filialen

In Ernsbach und Berlichingen will sich die Volksbank Hohenlohe zum 31. März 2020 aus den lokalen Geschäftsstellen zurückziehen. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird das als „Schließung“ bezeichnet. Von „Schließung“ will aber Jochen Leitner, Pressesprecher der Volksbank Hohenlohe, nicht sprechen: „Nein, die Filialen werden nicht geschlossen. Sie werden in eine VobaMobil-Filiale umgewandelt. Das bedeutet für die beiden Ortschaften eine Reduzierung von Öffnungszeiten der Volksbank Filiale.“ Eineinhalb Stunden am Dienstagnachmittag und zwei Stunden am Freitagvormittag soll den Ernsbachern zukünftig ein persönlicher Berater vor Ort zur Verfügung stehen – im sogenannten „VoBa-Mobil“, das auch einen Geldautomaten und einen Kontoauszugsdrucker mitbringt.

„Das Geld bleibt nicht in der Region“

Ernsbach, das mit Arnold und Henkel eine durchaus industrielle Infrastruktur hat und durch das geplante Museum noch attraktiver werden wird, wird in Zukunft keine feste Bankfiliale mehr haben, nachdem die Sparkasse ebenfalls nicht vor Ort vertreten ist. Reiner Gundel, der in Ernsbach eine Bäckerei betreibt, befürchtet weitere Reduzierungen: „Sindringen und Ohrnbach sind schon geschlossen. Wann schließen Forchtenberg und Weißbach? Dann muss ich zur Bank nach Künzelsau.“ Er bemängelt, dass keine dauerhafte Bargeldversorgung mehr vor Ort zur Verfügung steht. In der Bäckerei sei Barzahlung für die Kleinbeträge üblich. Ein Mitarbeiter der Volksbank habe ihm mitgeteilt, dass man ja heute jederzeit an der Tankstelle oder im Discounter Bargeld abheben könne. „Wenn der Kunde sowieso zum Discounter fahren muss, dann kauft er dort auch ein. Der Kleine geht kaputt, das Geld bleibt nicht in der Region“, ist Gundel entsetzt und befürchtet nicht nur für seinen Betrieb Einbußen. 

Bargeldauszahlung im Laden anbieten

Gundel ist der Überzeugung, dass gerade die regional verankerte Genossenschaftsbank eine besondere Verantwortung für die Menschen und die Betriebe der Region hat. Eine andere Sicht auf die Situation hat Jochen Leitner: „Diesen Bargeldservice kann jeder Gewerbetreibende seinen Kunden anbieten – also auch das lokale Gewerbe. Insofern kann dieser Aspekt für einen lokalen Gewerbetreibenden sogar zu einem Wettbewerbsvorteil direkt vor Ort werden, wenn er in seinem Laden die Bargeldauszahlung anbietet.“ Im Übrigen sieht er die Bargeldversorgung vor Ort gesichert: „Die Versorgung der Ortschaften mit einem Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker erfolgt während der Standzeiten des VobaMobil“.

Elf Haltepunkte fürs VoBa-Mobil

Das VoBa-Mobil ist seit 2016 im Einsatz und ersetzt seitdem stationäre Filialen. In einer zweiten Welle hat die Volksbank Hohenlohe im Jahr 2018 die Filialen Kirchensall, Kocherstetten, Oberhöfen, Ohrnberg, Öhringen – Wollreffenweg und Sindringen zu mobilen Filialen oder zum reinen Standort von SB-Automaten umgewandelt.  Auf der Homepage der Volksbank Hohenlohe sind derzeit 30 Filialen, inklusive reiner SB-Filialen, verzeichnet, dazu kommen elf Haltepunkte, wo für wenige Stunden in der Woche das VoBa-Mobil hält.

Erreichbarkeit rund um die Uhr

Ob man mit dem Rückzug aus der Fläche den Werbeslogan „Die Bank in Ihrer Nähe“ noch erfüllen kann? Ja, meint Leitner und verweist auf das Kundenservicecenter (KSC): „Dabei kann der Kunde nicht nur den beliebten Kontaktweg Telefon zum KSC wählen, sondern auch Fax, E-Mail, Brief, elektronisches Postfach im OnlineBanking, Chat und Co-Browsing. Das KSC der Volksbank Hohenlohe eG ist an allen sieben Tagen der Woche – durchgehend rund um die Uhr erreichbar. Also Erreichbarkeit 24/7/365.“

Weltweit älteste noch selbstständige Genossenschaftsbank

Allerdings bieten genau diese Art von Nähe inzwischen nahezu alle Banken an, insbesondere die Internetbanken, deren Konkurrenz von vielen Filialbanken gerne als Argument für Servicereduzierungen herangezogen wird. Leitner sieht die „weltweit älteste noch selbstständige Genossenschaftsbank“ mit 43.000 Genossen sowie Mitarbeitern aus der Region in einer guten Position gegenüber den Internetbanken: „Wir selbst als Bank sind ein großer Steuerzahler für die Region und lassen über eine Dividende unsere Mitglieder am Erfolg der Bank teilhaben. Dazu prägen wir durch vielfältige Aktionen, sowie Spenden und Sponsoring das gesellschaftliche Leben mit und unterstützen Vereine, Kirchen, Schulen und andere Einrichtungen.“

Nach Amrichshausen wird das VoBaMobil zukünftig nicht mehr kommen. Ob man wenigstens das eine „Schließung“ nennen kann?  

Text: Matthias Lauterer

Die Volksbank-Filiale in Ernsbach soll durch ein VoBa-Mobil ersetzt werden. Foto: GSCHWÄTZ

Ernsbach soll durch das geplante Museum noch attraktiver werden. Einigen Bürgern wäre eine Bank vor Ort lieber. Foto: GSCHWÄTZ

Ernsbach hat auch eine starke Industrie – hier die Firma Arnold. Foto: GSCHWÄTZ

Auch den Mitarbeitern der ortsansässigen Firmen wie Henkel steht dann keine dauerhafte Bargeldversorgung vor Ort mehr zur Verfügung. Foto: GSCHWÄTZ

Bäcker Reiner Gundel befürchtet nicht nur für seinen Betrieb Einbußen. Foto: GSCHWÄTZ

Annerose Wertheim fragt, wo das Wir-Gefühl bleibt, das die Volksbank sonst immer so betont. Foto: GSCHWÄTZ




Eberstal: Lito hat nur alle vier Jahre Geburtstag

Lito aus Eberstal wird dieses Jahr vier Jahre alt. Leuchtet am 29. Februar 2020 tatsächlich nur eine Kerze auf seiner Geburtstagstorte oder doch vier? Wir von der Redaktion GSCHWÄTZ wollten wissen, wie man einen Geburtstag feiert, den man nur alle vier Jahre im Kalender findet. Eine aufmerksame Leserin hat den Aufruf auf unserer Facebook-Seite gesehen, auf der wir Personen gesucht haben, die an diesem Schalttag Geburtstag haben, sich spontan gemeldet und bereit erklärt, uns zu erzählen, wie sie diesen besonderen Geburtstag in der Familie feiern, den Geburtstag ihres Sohnes Lito.

Das Datum war nicht das Wichtigste

Eigentlich war der Geburtstermin von Lito laut Mutterpass auf den 18. Februar festgelegt, doch es hatten sich damals bereits an Silvester die ersten Wehen bemerkbar gemacht, was einen sofortigen Krankenhausaufenthalt mit nachfolgender Schonung unumgänglich gemacht hatte. Der ausgerechnete Geburtstermin kam dann immer näher, nun aber tat sich nichts mehr bezüglich Wehen. Am 28. Februar musste die Geburt eingeleitet werden, die Ankunft von Lito war dann am nächsten Tag, nachmittags im Krankenhaus in Schwäbisch Hall, es war der 29. Februar 2016. „Wir waren einfach nur glücklich und im ersten Moment war uns das Datum nicht unbedingt das Wichtigste“, erinnert sich Julia Miksche-Ziegler.

„Es ist diesmal emotional alles viel näher“

Und wie ist das nun in diesem Jahr? „Also ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich mich jetzt schon täglich dabei ertappe, dass ich mir Gedanken darüber mache, wie wir diesen besonderen Tag feiern sollen. Es ist diesmal emotional alles viel näher im Bewusstsein als die Jahre zuvor. Natürlich fragt Lito mich immer wieder, warum das so ist – und ich sage ihm dann, dass dies mit der Sonne und dem Mond zusammenhängt. Dies ist im Moment aber doch noch etwas schwierig für ihn zu verstehen, so dass ich ihm sage, dass es an diesem Tag richtig Winter war und es geschneit hat und er am Nachmittag auf die Welt gekommen ist.“

Das erste Mal Kindergeburtstag

Die vergangenen Jahre gab es keinen 29. Februar. Die Familie hat dann am ersten März gefeiert, im Kreise der Familie. Aber diesmal darf Lito das erste Mal einen Kindergeburtstag und auch im Kindergarten feiern. Der Name Lito ist eine Verniedlichungsform und kommt aus dem spanischen Sprachgebrauch (Manolito). Lito freut sich sehr auf seinen großen Tag. Blitzschnell klettert er auf sein Hochbett und hüpft wieder herunter. Bunte Lampions in hellen Farben zieren die Decke seines Zimmers und viele Stofftiere sitzen mit großen, fragenden Augen auf seinem Bett. Eifrig zählt Lito seine ganzen Freunde auf, die er an diesem Tag einladen darf und zeigt, wie er Tische und Möbel „schiebt“, damit alle seine Freunde Platz haben. Auf die Frage, wie alt er nun sei, springt er aufgeweckt in sein Zimmer und kommt mit einem Zettel, auf dem er drei Kreise gemalt hat und zeigt ganz stolz, wie alt er ist. Man merkt, dass der Geburtstag in diesem Jahr wohl doch etwas anderes ist als die Jahre zuvor.

Schöne Geburtstagsfeier mit Familie und Freunden

Wie glücklich war und ist die Familie hinsichtlich des Geburtsdatums? Die zweifache Mutter reagiert spontan positiv auf diese Frage, denn sie sind froh und dankbar, dass Lito (3) und seine Schwester Lua (1) aufgeweckte Kinder sind. „Wir werden diesen Tag dennoch emotional tiefer empfinden, aber auch genießen.“ Alle freuen sich auf eine schöne Geburtstagsfeier mit der Familie und Freuden.

Text: Elke Brand