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Erster Corona-Fall in Künzelsau & zwei weitere Fälle in der Gemeinde Kupferzell – Ganerben-Gymnasium & Anne-Sophie-Schule geschlossen

Coronavirus: Weitere bestätigte Fälle im Hohenlohekreis
Zentrales Abstrichzentrum wird in Belzhag vorbereitet

Am Mittwoch, 11.03.2020, sind drei weitere Fälle im Hohenlohekreis bestätigt worden. Zwei Personen wohnen in der Gemeinde Kupferzell, ein Fall betrifft die Stadt Künzelsau. Der Gesundheitszustand ist bei allen Fällen gut und sie befinden sich in häuslicher Isolation. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises vom 11. März 2020, hervor. Eine stationäre Aufnahme sei nach derzeitigem Stand nicht notwendig. Die weiteren Kontaktpersonen seien ebenfalls isoliert und werden nun getestet. Alle betroffenen Personen sowie auch die Kontaktpersonen werden vom Gesundheitsamt betreut.

Insgesamt sind damit neun Coronavirus-Fälle im Hohenlohekreis nachgewiesen (Stand 11.03.2020, 18 Uhr).

Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes wird das Landratsamt Hohenlohekreis in Fällen von Coronavirus-Infektionen keine weiteren Informationen zu persönlichen Daten Betroffener bekanntgeben.

Kindergarten Heuberg vorsorglich geschlossen

Aufgrund eines begründeten Verdachtsfalls muss der Betrieb im Kindergarten Heuberg ab Donnerstag, den 12. März 2020, bis mindestens Ende der Woche, Freitag, den 13. März 2020 eingestellt werden. Die Gemeinde Pfedelbach steht mit dem Gesundheitsamt in engem Kontakt. Die Eltern werden informiert.

Vorsorglicher Unterrichtsausfall an folgenden Schulen:

Aufgrund von begründeten Verdachtsfällen ist es notwendig, in weiteren Schulen im Hohenlohekreis die Schüler vorsorglich vom Unterricht freizustellen. Dies erfolgt zunächst bis Freitag, 13. März 2020.
Betroffen sind das Ganerben-Gymnasium Künzelsau (Gesamter Schulbetrieb, bis auf die Fachpraktische Prüfung Bildende Kunst – diese findet morgen statt), die Reinhold-Würth-Schule Grundschule Gaisbach (Gesamter Schulbetrieb) und die Freie Schule Anne-Sophie Künzelsau (Gesamter Schulbetrieb).

Kontaktpersonen & Symptome

„Oberste Priorität hat bei uns die Ermittlung der unmittelbaren Kontaktpersonen im Umfeld eines bestätigten Falles“, so Dr. Antje Haack-Erdmann, Leiterin des Gesundheitsamtes. „Personen im direkten Umfeld werden von uns gemeinsam mit den positiv bestätigen Personen ermittelt und anschließend treten wir mit diesen Personen in Kontakt.“
Ein Test erfolgt bei den Kontaktpersonen dann, wenn Symptome für eine COVID-19-Erkrankung auftreten. Eine Corona-Infektion äußert sich durch grippeähnliche Symptome, wie trockener Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch Atemprobleme, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost können auftreten.

„Nach einer Ansteckung kann es bis zu 14 Tage dauern, bis Symptome auftreten, im Durchschnitt beträgt die Inkubationszeit laut WHO fünf bis sechs Tage. Während der Inkubationszeit ist der Virus aber noch nicht nachweisbar. Das bedeutet, wenn wir „zu früh“ testen, kann das Ergebnis zu einer falschen Sicherheit führen“, erläutert Dr. Haack-Erdmann, warum es so wichtig ist, die Symptome zu beobachten und vorsorgliche Tests nicht sinnvoll sind.
Übertragen wird das Virus durch Tröpfcheninfektion, weshalb von hustenden und niesenden Personen eine viel höhere Ansteckungsgefahr ausgeht. „Von einem erhöhten Ansteckungsrisiko ist bei positiv getesteten Personen zwei bis drei Tage vor den ersten Symptomen auszugehen.“

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Aufgrund der bisher ermittelten Übertragungswege und der relativ geringen Umweltstabilität von Coronaviren ist es nach derzeitigem Wissensstand unwahrscheinlich, dass importierte Waren wie importierte Lebensmittel oder Bedarfsgegenstände und Spielwaren, Werkzeuge, Computer, Kleidung oder Schuhe Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten.

Auf der Homepage des Hohenlohekreises http://www.hohenlohekreis.de befinden sich weitere Informationen, ob man als Kontaktperson in Quarantäne muss und wie man sich im Falle eines Verdachts verhält.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises

 

 




Aus „wirtschaftlichen Gründen“ schließt Dies & Das – Daniel Kurrle möchte nicht länger mit Online-Handel konkurieren

Früher seien die Kinder an der Hand der Großeltern hereinspaziert gekommen, haben sich umgeschaut, was es Neues und Schönes bei ihnen gibt, und die Kinder durften sich nach Herzenswunsch mit Überraschungsfaktor etwas aus dem Sortiment aussuchen, erinnert sich Daniel Kurrle, wenn man ihn nach den Gründen der Schließung des Künzelsauer Traditionsspielzeuggeschäftes Dies & Das fragt. Auch heute kommen noch Großeltern in sein Geschäft. Allerdings habe sich das Kaufverhalten im Zuge des Online-Handels geändert. Kunden bräuchten weniger Beratung als früher. Im Gegenteil. Manchmal habe Daniel Kurrle das Gefühl, dass die Kunden sich besser auskennen als er, was es Neues in der Spielzeugwelt gibt. Daniel Kurrle betont, dass er das geänderte Einkaufsverhalten akzeptiert und auch kein Problem mit dem Online-Handel habe, aber er selbst möchte nicht auf Online-Handel umsteigen beziehungsweise einsteigen.

Möchten nicht in den Online-Handel einsteigen

Ihm sind die Gespräche mit den Kunden wichtig, das persönliche Miteinander. Nun, nach 42 Jahren, hat sich der Geschäftsführer, der das Spielzeuggeschäft von seinen Eltern übernommen hat, dazu entschlossen, zuzumachen. „Wirtschaftliche Gründe“ seien es gewesen, die ihn zu diesem Schritt bewogen hätten, sagt er gegenüber GSCHWÄTZ-Autorin Elke Brand.

Dabei genießt das Dies & Das einen hervorragenden Ruf in Künzelsau. Auf hochwertiges Holzspielzeug spezialisiert befand sich der Laden zunächst in der Hauptstraße, ungefähr auf Höhe des  heutigen Würth-Cafés „Auszeit“. Dann folgte der Umzug in die Schlossgasse. Wann genau der letzte Tag für das Dies & Das ist, steht noch nicht fest. Ursprünglich sollte der Ausverkauf mit Rabatten von 30 Prozent noch bis Mai 2020 gehen. Aber bereits jetzt erinnert der Laden an die aktuell mancherorts leergekauften Einkaufsregale der Supermärkte im Zuge des Coronavirus‘.

Wertigkeit und Nachhaltigkeit

Ein Holzbulldog und ein Holzstammlader stehen noch in einem Regal. Diese Spielzeuge haben aber Nostalgiewert, denn Kurrles  haben mit eben diesen Dingen damals angefangen – zu einer Zeit, in der Plastikspielzeug der neue Renner war, wir schreiben das Jahr 1978, wollten die Kurrles ein Gegenzeichen für Tradition, Wertigkeit und Nachhaltigkeit setzen – alles Tugenden, die heute wieder groß in Mode sind.

„Es fällt uns nicht leicht, diesen schon länger vorhandenen Gedanken der Schließung in die Tat umzusetzen“, sagt Daniel Kurrle gegenüber GSCHWÄTZ. „Aber nach reiflicher Überlegungen steht dieser Entschluss nun endgültig fest.“ Etwas Wehmut sei schon dabei, aber die Zeiten hätten sich nun mal geändert „und wir möchten authentisch uns selbst gegenüber bleiben. Wir sind aber dankbar für die Zeit, die wir mit diesem Spielzeugladen erleben durften. Wir möchten uns bei all unseren Kunden ganz herzlich bedanken und wünschen ihnen eine gute Zeit.“

Die Räumlichkeiten stehen zu einer neuen Vermietung bereit. Weitere Informationen direkt vor Ort.

Text & Fotos // Elke Brand

Das Traditionsspielzeuggeschäft Dies & Das schließt. Foto: GSCHWÄTZ

Nach 42 Jahren ist Schluss. Foto: GSCHWÄTZ

30 Prozent auf alle Waren. Foto: GSCHWÄTZ

Ein Spielzeugladen weniger in Künzelsau. Foto: GSCHWÄTZ

Noch zu verkaufendes Spielzeug. Foto: GSCHWÄTZ

So schaut es derzeit noch im Dies & Das aus. Foto: GSCHWÄTZ




Forchtenberg: 12.000 Euro Schaden nach Unfall

Auf 12.000 Euro beläuft sich der Schaden eines Unfalls vom Dienstmorgen, den 10. März 2020, gegen 07.30 Uhr, in Forchtenberg. Eine 58-jährige Corsa-Fahrerin missachtete offensichtlich auf der Ernsbacher Straße die Vorfahrt eines 35-Jährigen, der mit seinem BMW auf der Öhringer Straße in Richtung Waldfeld fuhr. Bei Starkregen kollidierten die Fahrzeuge in der Einmündung der Ernsbacher Straße in die Öhringer Straße. Beide Fahrer blieben glücklicherweise unverletzt. Der BMW musste abgeschleppt werden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

 




Krautheim: TSV sucht Tänzer/innen

Der TSV Krautheim sucht neue Tänzer/innen und bietet deshalb am Freitag, den 03. April 2020, ein Schnuppertraining an. Interessierte Mädchen/Jungen, die sechs bis zehn Jahre alt sind, sollten an diesem Tag um 17.30 Uhr ins Eugen-Seitz-Bürgerhaus kommen. Von 18.30 bis 19.30 Uhr haben dann Elf- bis 14-Jährige die Möglichkeit, den Tanzsport auszuprobieren.

Weitere Informationen gibt es unter Telefon 06294/ 439 6043 oder via E-Mail: dancecrewTSV@gmx.de

 




Corona-Virus: Zentrale Abstrichstelle im Gesundheitsamt Künzelsau

Seit Dienstag, den 10. März 2020, gibt es eine Zentrale Abstrichstelle der niedergelassenen Ärzte aus dem Hohenlohekreis in den Räumen des Gesundheitsamtes in Künzelsau. „Durch die Zentralisierung verhindern wir, dass durch den Gang in eine Arztpraxis unnötig andere Patienten dem Risiko einer Ansteckung ausgesetzt sind. Außerdem führt es ebenfalls zu einer großen Entlastung der niedergelassenen Ärzte“, meint laut einer Pressemitteilung Dr. Antje Haack-Erdmann, Leiterin des Gesundheitsamtes. In der Zentralen Abstrichstelle werden gebündelt Abstriche genommen und im Labor ausgewertet. Ebenfalls kann so die notwendige Schutzausrüstung effektiver genutzt werden, die vom Gesundheitsamt zur Verfügung gestellt wird. Vorteilhaft ist auch die Nähe zu den Experten im Gesundheitsamt.

Zahl der Verdachtsfälle wird steigen

„Wir gehen davon aus, dass durch die Erweiterung des Risikogebietes vergangener Woche die Zahl der Verdachtsfälle, die wir gemäß den Empfehlungen des RKI abstreichen sollen, erheblich steigen wird“, so Dr. Susanne Bublitz, Vorsitzende der Ärzteschaft Öhringen, in der Mitteilung. „Durch die Zentrale Abstrichstelle werden alle Ressourcen entlastet, damit die Behandlung der erkrankten Personen in unsere Praxen weiterhin wie gewohnt stattfinden kann.“ Die Zentrale Abstrichstelle ist zunächst werktags bis auf weiteres eingerichtet. „Durch die Zusammenarbeit können wir voraussichtlich bis zu 30 Abstriche am Tag vornehmen“, schätzt Dr. Bublitz. „Wir sind uns der Verantwortung bewusst und werden die weitere Situation in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt im Blick behalten.“

Zunächst telefonische Rücksprache mit dem Hausarzt

Die Zentrale Abstrichstelle dienst als Anlaufstelle für Patienten, bei denen nach den Definitionen des Robert-Koch-Instituts (RKI) der begründete Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Personen, die befürchten, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, sollten zunächst telefonisch Rücksprache mit ihrem Hausarzt halten. Am Telefon erfragen Praxispersonal und Ärzte, welche Symptome bei dem Patienten vorliegen, und ob er sich vor kurzem in einem vom Robert-Koch-Institut (RKI) ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten hat oder mit einer Coronavirus-Erkrankten Person Kontakt hatte.

Keine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Liegt nach Einschätzung der Ärzte ein begründeter Verdachtsfall vor, wird nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt ein Termin für die Beprobung vereinbart. Dem Patienten wird vom Hausarzt mitgeteilt, zu welcher Uhrzeit er sich bei der Zentralen Abstrichstelle einfinden soll und wie die weiteren Schritte vor Ort aussehen werden. Der Eingang ist entsprechend ausgeschildert. Verdachtsfälle sollten nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Die Probe wird per Kurier zum Labor gebracht. Sobald die Ergebnisse vorliegen, werden die Betroffenen durch ihren Hausarzt informiert. Bei einem positiven Ergebnis wird auch das Gesundheitsamt bezüglich dem weiteren Vorgehen Kontakt aufnehmen.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




Öhringen: Autofahrt mit 3,2 Promille beendet

Mit 3,2 Promille Alkohol im Blut war eine Mercedes-Fahrerin am Sonntag, den 08. März 2020, in Pfedelbach unterwegs. Nach einem Hinweis wurde die 49-Jährige gegen 20.30 Uhr im Schwarzdornweg in Öhringen einer Kontrolle unterzogen. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 3,2 Promille. Die Ausfahrt endete für die Mercedes-Fahrerin im Krankenhaus zur Blutentnahme. Der Führerschein der 49-Jährigen wurde von den Beamten beschlagnahmt. Sie muss nun mit einer Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr rechnen.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Schöntal: Brand in Gemeindehaus

Mehrere 10.000 Euro Schaden entstanden bei einem Brand am Montag, den 09. März 2020, in Schöntal-Berlichingen. Nach Angaben der Feuerwehr kam es gegen 6.45 Uhr, vermutlich aufgrund eines Kurzschlusses, in der Küche des Jugendraumes im Gemeindehaus in der Kilian-Nuß-Straße zu einem Brand. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

 




Kupferzell: 4 weitere Coronafälle – Verdachtsfälle in Künzelsau

Laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises von Dienstag, den 10. März 2020, gibt es vier weitere bestätigte Coronavirus-Fälle.

Die Betroffenen kommen alle aus der Gemeinde Kupferzell. Der Gesundheitszustand ist laut dem Landratsamt in allen Fällen gut und sie befinden sich in häuslicher Isolation. Eine stationäre Aufnahme ist nach derzeitigem Stand nicht notwendig. Die weiteren Kontaktpersonen sind ebenfalls isoliert und werden am Mittwoch, den 11. März 2020, getestet. Eine Kontaktperson wird vorsorglich in der Akademie für Landbau und Hauswirtschaft in Kupferzell untergebracht und versorgt, bis das Testergebnis vorliegt.

Häusliche Isolation

Insgesamt sind derzeit sechs Coronavirus-Fälle im Hohenlohekreis nachgewiesen (Stand 10.03.2020, 18 Uhr).

Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes wird das Landratsamt Hohenlohekreis in Fällen von Coronavirus-Infektionen keine weiteren Informationen zu persönlichen Daten Betroffener bekanntgeben.

Das Landratsamt arbeitet laut eigenen Angabe weiterhin auf Hochtouren, die Verbreitung des Virus‘ so lange es geht zu verhindern beziehungsweise zu verlangsamen. „Wir sind gut vorbereitet und wir sehen nun, dass die Zahnräder ineinandergreifen und funktionieren. Die betroffenen Fälle sind alle gut versorgt. Jetzt werden wir die Kontaktpersonen ermitteln, um weitere Infektionsketten zu unterbrechen. Das ist ein wichtiger Teil der Phase eins der weltweit geltenden Seuchenschutzstrategie, der so genannten Containment- oder Eindämmungsphase“, so Landrat Dr. Matthias Neth über die aktuellen Maßnahmen im Hohenlohekreis. „Das ist vor allem wegen des Zeitgewinns wichtig: Ansonsten würden die niedergelassenen Arztpraxen und Krankenhäuser sehr schnell an den Rand ihrer Handlungsfähigkeit kommen, gerade wenn die Coronaepidemie mit der Hochphase der Influenza zusammentrifft.“

Betroffene Schulen:

Gemeinschaftsschule Neuenstein und Gewerbliche Schule Öhringen

Die Untersuchungsergebnisse der begründeten Verdachtsfälle von Sonntag liegen mittlerweile vor. In beiden Fällen wurde keine Corona-Infektion nachgewiesen.

Der Schulbetrieb für die Schüler der Klassen 5-10 der Gemeinschaftsschule Neuenstein wird ab Donnerstag, 12. März 2020, wieder wie gewohnt stattfinden. „Wir haben uns dazu entschieden, morgen die Schüler der Sekundarstufe noch vom Unterricht zu befreien und starten dann ab Donnerstag in einen ruhigen Schulbetrieb“, so Bürgermeister Karl-Michael Nicklas und Rektor Matthias Wagner-Uhl.

Der reguläre Unterricht der Klassen 13 der Gewerblichen Schule Öhringen wird ab Donnerstag, 12. März 2020, wiederaufgenommen, ab Mittwoch, den 11. März 2020 stehen für die betroffenen Klassen für Gruppen- und Projektarbeiten reguläre Klassenzimmer zur Verfügung.

Alle Betroffenen werden entsprechend durch die Schulen schnellstmöglich informiert.

Berufsschulzentrum Künzelsau und Johann-Friedrich-Mayer-Schule, Gemeinschaftsschule Kupferzell

Aufgrund weiterer begründeter Verdachtsfälle wird ab Mittwoch, 11. März 2020, bis mindestens Ende der Woche, Freitag, 13. März 2020, der Unterricht am Berufsschulzentrum Künzelsau (teilweise) und an der Johann-Friedrich-Mayer-Schule, Gemeinschaftsschule Kupferzell (vollständig) entfallen.

Berufsschulzentrum Künzelsau
Betroffen sind einzelne Klassen aller drei Schulen des Berufsschulzentrums:
– Kaufmännische Schule Künzelsau
– Gewerbliche Schule Künzelsau
– Karoline-Breitinger-Schule Künzelsau

Die Kontaktperson war Schüler des einjährigen Berufskollegs zum Erwerb der Fachhochschulreife der Kaufmännischen Schule. Da auch Kontakt dieser Klasse zur schulübergreifenden Klasse der Berufsoberschule 1. Jahr der Gewerblichen Schule und Karoline-Breitinger-Schule bestand, werden auch diese Schüler und Lehrer vorsorglich vom Unterricht freigestellt. „Mit dieser eingeschränkten Maßnahme halten wir das Risiko einer Übertragung auf die gesamte Schulgemeinschaft klein“, teilt Gerald Bollgönn, Schulleiter der Kaufmännischen Schule Künzelsau, mit.

Johann-Friedrich-Mayer-Schule, Gemeinschaftsschule Kupferzell

Betroffen von der Freistellung ist der gesamte Schulbetrieb. „Das Wohl der Schüler, als auch der Lehrkräfte geht vor“, so Christoph Spieles, Bürgermeister der Gemeinde Kupferzell, über die vorsorgliche Unterrichtsbefreiung bis 13. März 2020.

Alle Betroffenen werden entsprechend durch die Schulen schnellstmöglich informiert.

Zentrale Abstrichstelle

Die niedergelassenen Ärzte haben heute in Kooperation mit dem Gesundheitsamt eine Zentrale Abstrichstelle in Betrieb genommen. Dr. Susanne Bublitz, Vorsitzende der Kreisärzteschaft Öhringen, hat am ersten Tag fast zwei Dutzend Abstriche durchgeführt: „Es lief sehr gut und völlig unproblematisch. Aber es ist weiterhin wichtig, dass nur diejenigen zur Abstrichstelle kommen, die sich zuvor mit ihrem Hausarzt in Verbindung gesetzt haben.“

Getestet werden Personen, die Symptome zeigen und entweder Kontakt mit einem nachgewiesenen COVID-19-Erkrankten hatten oder sich in einem vom RKI ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben. Abstriche werden nur bei begründeten Verdachtsfällen vorgenommen, die sich telefonisch über den Hausarzt angemeldet und einen Termin erhalten haben.

„Wir müssen die Situation natürlich weiter gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten beobachten. Wenn es notwendig ist, können wir mit dem THW die Kapazität der Abstrichstelle hochfahren. Für diese Lage sind wir ebenfalls vorbereitet. Klar ist aber immer – nicht jeder kann so vorbeikommen – in jedem Fall ist der Erstkontakt über den Hausarzt erforderlich“, so Landrat Dr. Matthias Neth.

Bürger-Info-Telefon

Für alle Fragen zum Coronavirus ist das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises werktags von 8 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 9 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 07940 18-888 zu erreichen. Außerhalb dieser Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet, der auf die dann zuständigen Stellen verweist.

Auch am Montag gingen rund 60 Anrufe beim Bürgertelefon ein. „Es ist schön festzustellen, dass die Bevölkerung sensibilisiert ist und sich im Zweifel bei Fragen an uns wendet, denn so können wir gemeinsam die richtigen Schritte besprechen“, so Annemarie Flicker-Klein, stellvertretende Amtsleiterin des Gesundheitsamts. „Viele sind derzeit verunsichert, ab wann sie sich als Kontaktperson isolieren sollten.“

Es gilt:

• Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen direkten persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich – auch wenn sie keine Krankheitszeichen haben – telefonisch an das Gesundheitsamt, Tel. 07940 18-888, wenden.
• Personen, die sich in einem ausgewiesenen Risikogebiet (Teile von China und Südkorea, ganz Italien und Iran) aufgehalten haben, sollten – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Beim Auftreten der einschlägigen Symptome wie Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Fieber sollte nach telefonischer Anmeldung mit Hinweis auf die Reise ein Arzt aufgesucht werden.
• Für Reisende aus Regionen, in denen COVID-19-Fälle vorkommen, die aber keine Risikogebiete sind, gilt folgendes: Wer innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickelt, sollte – nach telefonischer Anmeldung und mit Hinweis auf die Reise – einen Arzt aufsuchen. Zudem sollten unnötige Kontakte vermieden werden.

Für den Schutz vor einer Ansteckung gilt nach wie vor: Einhaltung der Hust- und Nies-Etikette, gute Handhygiene und Abstand zu Erkrankten.

Das Landratsamt Hohenlohekreis bietet fortlaufend aktualisierte Informationen und Links unter www.hohenlohekreis.de an. Ein offener Brief von Landrat Dr. Matthias Neth zur aktuellen Situation im Hohenlohekreis, Stand 10.03.2020, ist ebenfalls eingestellt.

Des Weiteren können sich Bürgerinnen und Bürger täglich zwischen 9 und 18 Uhr unter der Telefonnummer 0711 904-39555 an eine eigens eingerichtete Hotline des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg wenden.

Quelle und Foto: Landratsamt des Hohenlohekreises

 




Krautheim: Morgen Erörterungstermin wegen Windpark

Der Termin zur öffentlichen Erörtertung der Einwendungen gegen den Windpark Krautheim-Eckigbreit findet am Mittwoch, den 11. März 2020, ab 9.30 Uhr im Eugen Seitz-Bürgerhaus in Krautheim in Götzstraße 49 statt. Diese Entscheidung erfolgte nach eingehender Prüfung und Bewertung der aktuellen Situation im Hohenlohekreis bezüglich des Auftretens von Infektionen mit dem Corona-Virus. Sollte die Erörterung an diesem Termin nicht abgeschlossen werden können, wird sie an den folgenden Werktagen fortgesetzt.

Besucher werden gebeten, allgemeine Vorsichtsregeln zu beachten. Dazu zählen unter anderem direkten Körperkontakt – zum Beispiel Händeschütteln – zu vermeiden, häufiges gründliches Händewaschen sowie die Husten- und Niesetikette.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

 




Coronavirus: Quarantänestation in Kupferzell – Krankenhaus Künzelsau kommt nicht als Quarantänestation in Betracht

Falls sich ein Einwohner des Hohenlohekreises mit dem Coronavirus infiziert hat, aber zu Hause keine geeigneten Quarantänemöglichkeiten hat, gibt es nun die erste Quarantänestation im Kreis: in Kupferzell. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes hervor.

Der Hohenlohekreis schaffe damit Möglichkeiten zur isolierten Unterbringung. In Kupferzell stünden 17 Einzelzimmer zur Verfügung. Weiter heißt es: „Das Robert Koch-Institut beurteilt die Gefährdungssituation für die Bevölkerung als mäßig.“

Der Gesundheitszustand der ersten betroffenen Frau (wir bericheten https://www.gschwaetz.de/2020/03/05/coronavirus-hat-hohenlohe-erreicht-landrat-neth-moegliche-folgen-einer-unkontrollierten-verbreitung-waeren-enorm/ ) sei nach wie vor gut, sie befindet sich laut dem Landratsamt weiterhin in häuslicher Quarantäne. Von einer stationären Aufnahme könne zum jetzigen Zeitpunkt abgesehen werden.

Ehemaliges Krankenhaus in Künzelsau als Quarantänestation?

Auf GSCHWÄTZ-Anfrage, ob auch das ehemalige Krankenhausgebäude in Künzelsau als mögliche Quarantänestation in Betracht gezogen werde, verneinte der Mehrheitseigner, die BBT-Gruppe, dies. Auf die Frage, in welches Krankenhaus Patienten bei einer Ansteckung verwiesen werden würden, verwies die BBT-Gruppe auf das Gesundheitsamt des Kreises. Das Landratsamt, in dem sich das Gesundheitsamt befindet, wiederum verwies darauf, dass die Krankenhäuser „der BBT-Gruppe in der Region für die aktuelle Lage „Coronavirus“ vorbereitet seien.

Die BBT-Gruppe verwies darauf, dass sie sich in ihren Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen gemäß den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html vorbereitet haben.

Möglichkeit der Isolation geschaffen

„Je schneller der Ausbruch verläuft und desto mehr Personen gleichzeitig erkranken, je schneller stößt unser Gesundheitssystem an seine Grenzen. Mit unseren Organisationen des Bevölkerungsschutzes arbeiten wir derzeit Hand in Hand, um eine größere Verbreitung des Virus einzudämmen. Daher ist es wichtig, die Infektionsketten zu identifizieren. Ab heute können wir Personen, die sich nicht zu Hause isolieren könnten, in Kupferzell unterbringen“, erklärt Dr. Matthias Neth, Landrat des Hohenlohekreises. Es stünden insgesamt 17 Einzelzimmer zur Verfügung. Im Bedarfsfall kann die Anzahl erhöht werden. Der Versorgungsplan sowie Hygienemaßnahmen sind mit den örtlichen Hilfsorganisationen vorbereitet. „Wir haben uns gemeinsam die Situation vor Ort angeschaut und sind auf die Lage gut vorbereitet. Eine umfassende Versorgung wäre gewährleistet“, so Torsten Rönisch, Kreisbrandmeister des Hohenlohekreises, über die Besichtigung mit Feuerwehr, DRK sowie leitenden Notärzten. „Es tut gut zu wissen, dass wir im Bedarfsfall gerüstet sind und dafür möchte ich auch allen Helfern und Akteuren danken – haupt- wie ehrenamtlich.“ Der Schulbetrieb der Akademie für Landbau und Hauswirtschaft (ALH) sei uneingeschränkt möglich. Der Koordinierungsstab des Landratsamtes treffe sich auch am Wochenende täglich.

Neth: „Mit unseren Organisationen des Bevölkerungsschutzes arbeiten wir derzeit Hand in Hand, um eine größere Verbreitung des Virus einzudämmen“

Der Fokus aller Maßnahmen liege laut dem Landratsamt darauf, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern oder mindestens deutlich zu verlangsamen. Alltagshygienemaßnahmen wie regelmäßiges und gründliches Händewaschen, die Einhaltung der Husten- und Niesetikette sowie ein angemessener Abstand von mindestens 1 bis 2 Meter zu hustenden/niesenden Personen würden einen guten Schutz vor einer Infektion bieten.

Für alle Fragen zum Coronavirus ist das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises werktags von 8 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 9 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 07940 18-888 zu erreichen. Außerhalb dieser Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet, der auf die dann zuständigen Stellen verweist. Das Gesundheitsamt steht mit seinen Experten beratend zur Verfügung. Des Weiteren können sich Bürger täglich zwischen 9 und 18 Uhr unter der Telefonnummer 0711 904-39555 an eine eigens eingerichtete Hotline des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg wenden.

Weitere Informationen:  http://www.hohenlohekreis.de an.