Erster Corona-Fall in Künzelsau & zwei weitere Fälle in der Gemeinde Kupferzell – Ganerben-Gymnasium & Anne-Sophie-Schule geschlossen
Coronavirus: Weitere bestätigte Fälle im Hohenlohekreis
Zentrales Abstrichzentrum wird in Belzhag vorbereitet
Am Mittwoch, 11.03.2020, sind drei weitere Fälle im Hohenlohekreis bestätigt worden. Zwei Personen wohnen in der Gemeinde Kupferzell, ein Fall betrifft die Stadt Künzelsau. Der Gesundheitszustand ist bei allen Fällen gut und sie befinden sich in häuslicher Isolation. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises vom 11. März 2020, hervor. Eine stationäre Aufnahme sei nach derzeitigem Stand nicht notwendig. Die weiteren Kontaktpersonen seien ebenfalls isoliert und werden nun getestet. Alle betroffenen Personen sowie auch die Kontaktpersonen werden vom Gesundheitsamt betreut.
Insgesamt sind damit neun Coronavirus-Fälle im Hohenlohekreis nachgewiesen (Stand 11.03.2020, 18 Uhr).
Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes wird das Landratsamt Hohenlohekreis in Fällen von Coronavirus-Infektionen keine weiteren Informationen zu persönlichen Daten Betroffener bekanntgeben.
Kindergarten Heuberg vorsorglich geschlossen
Aufgrund eines begründeten Verdachtsfalls muss der Betrieb im Kindergarten Heuberg ab Donnerstag, den 12. März 2020, bis mindestens Ende der Woche, Freitag, den 13. März 2020 eingestellt werden. Die Gemeinde Pfedelbach steht mit dem Gesundheitsamt in engem Kontakt. Die Eltern werden informiert.
Vorsorglicher Unterrichtsausfall an folgenden Schulen:
Aufgrund von begründeten Verdachtsfällen ist es notwendig, in weiteren Schulen im Hohenlohekreis die Schüler vorsorglich vom Unterricht freizustellen. Dies erfolgt zunächst bis Freitag, 13. März 2020.
Betroffen sind das Ganerben-Gymnasium Künzelsau (Gesamter Schulbetrieb, bis auf die Fachpraktische Prüfung Bildende Kunst – diese findet morgen statt), die Reinhold-Würth-Schule Grundschule Gaisbach (Gesamter Schulbetrieb) und die Freie Schule Anne-Sophie Künzelsau (Gesamter Schulbetrieb).
Kontaktpersonen & Symptome
„Oberste Priorität hat bei uns die Ermittlung der unmittelbaren Kontaktpersonen im Umfeld eines bestätigten Falles“, so Dr. Antje Haack-Erdmann, Leiterin des Gesundheitsamtes. „Personen im direkten Umfeld werden von uns gemeinsam mit den positiv bestätigen Personen ermittelt und anschließend treten wir mit diesen Personen in Kontakt.“
Ein Test erfolgt bei den Kontaktpersonen dann, wenn Symptome für eine COVID-19-Erkrankung auftreten. Eine Corona-Infektion äußert sich durch grippeähnliche Symptome, wie trockener Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch Atemprobleme, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost können auftreten.
„Nach einer Ansteckung kann es bis zu 14 Tage dauern, bis Symptome auftreten, im Durchschnitt beträgt die Inkubationszeit laut WHO fünf bis sechs Tage. Während der Inkubationszeit ist der Virus aber noch nicht nachweisbar. Das bedeutet, wenn wir „zu früh“ testen, kann das Ergebnis zu einer falschen Sicherheit führen“, erläutert Dr. Haack-Erdmann, warum es so wichtig ist, die Symptome zu beobachten und vorsorgliche Tests nicht sinnvoll sind.
Übertragen wird das Virus durch Tröpfcheninfektion, weshalb von hustenden und niesenden Personen eine viel höhere Ansteckungsgefahr ausgeht. „Von einem erhöhten Ansteckungsrisiko ist bei positiv getesteten Personen zwei bis drei Tage vor den ersten Symptomen auszugehen.“
Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Aufgrund der bisher ermittelten Übertragungswege und der relativ geringen Umweltstabilität von Coronaviren ist es nach derzeitigem Wissensstand unwahrscheinlich, dass importierte Waren wie importierte Lebensmittel oder Bedarfsgegenstände und Spielwaren, Werkzeuge, Computer, Kleidung oder Schuhe Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten.
Auf der Homepage des Hohenlohekreises http://www.hohenlohekreis.de befinden sich weitere Informationen, ob man als Kontaktperson in Quarantäne muss und wie man sich im Falle eines Verdachts verhält.
Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises






