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Hohenlohe: 1. Todesfall & 97 weitere bestätigte Infizierte – Häusliche Quarantäne ab sofort bei Verdachtsfällen Pflicht

Am Dienstag, den 17. März 2020 sind 97 weitere Fälle im Hohenlohekreis bestätigt worden. Insgesamt sind damit 151 Coronavirus-Fälle im Hohenlohekreis nachgewiesen (Stand 17.03.2020, 18 Uhr). Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. Das Diak Klinikum Schwäbisch Hall teilte mittlerweile mit, dass ein hochbetagter Patient mit Vorerkrankungen aus dem Hohenlohekreis an einer nachgewiesenen COVID-19-Infektion verstorben ist. Der dort stationär behandelte Patient gehörte aufgrund seiner Vorerkrankungen zu den Hochrisiko-Patienten.

Maßnahmenpaket des Hohenlohekreises

Zum Schutz der Bevölkerung hat der Hohenlohekreis bereits am Wochenende ein Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht. Dies beinhaltet eine Allgemeinverfügung zu Versammlungen und Veranstaltungen sowie eine Allgemeinverfügung zum Schutz von Einrichtungen.

Wer Symptome zeigt, muss sich zu Hause isolieren

Heute wurde eine weitere Allgemeinverfügung erlassen. Diese regelt, welche Personen sich wie lange häuslich absondern müssen. Wer Symptome zeigt und zudem entweder Kontakt zu einer nachgewiesenen Person hatte oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten hat, muss sich bis zur Mitteilung des Testergebnisses isolieren. Wenn eine Coronavirus-Infektion nachgewiesen ist, ist die häusliche Isolation ab dem Tag der Probenentnahme für die Dauer von 14 Tagen einzuhalten. Dabei handelt es sich um eine behördliche Anordnung, der unbedingt Folge zu leisten ist. Städte und Gemeinden verschicken jetzt also keine Bescheide mehr direkt an die Betroffenen.

Kreistagssitzung

Die Behördenleitung hat entschieden, die Kreistagssitzung am 30. März 2020 abzusagen.

189 Anmeldungen bei zentraler Abstrichstelle im Hohenlohekreis

Seit Montag, 16. März 2020, gibt es eine Drive-in-Abstrichstelle in Belzhag. Abstriche werden nur bei begründeten Verdachtsfällen vorgenommen, die sich telefonisch über den Hausarzt angemeldet und einen Termin erhalten haben. Am heutigen Dienstag gab es hierfür 189 Anmeldungen.

Bürger-Info-Telefone

Für alle Fragen zum Coronavirus ist das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises werktags von 8 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 9 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 07940 18-888 zu erreichen. Außerhalb dieser Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet. Heute hat das Bürger-Info-Telefon 349 Anrufe entgegengenommen.
Des Weiteren können sich Bürger täglich zwischen 9 und 18 Uhr unter der Telefonnummer 0711 904-39555 an eine eigens eingerichtete Hotline des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg wenden.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises.




„Dramatische Auswirkungen“ Landrat Neth wendet sich mit Videobotschaft an Bevölkerung

Dr. Matthias Neth, Landrat des Hohenlohekreises, wendet sich angesichts der rasanten Verbreitung des Coronavirus‘ an die Bevölkerung. „Die Corona-Pandemie hat dramatische Auswirkungen auf uns alle. Ich appelliere an Sie: Unterstützen Sie vor allem die, die von Corona am meisten gefährdet sind: die Alten und die Schwachen. Bieten Sie Ihnen Hilfestellung an, beispielsweise dadurch dass sie für sie einkaufen.“ Es gehe darum, die Sozialkontakte so gut es geht herunterzufahren. „Wir müssen die Ausbreitung des Virus‘ zu verlangsamen. Zeigen Sie: ,Wir Hohenloher halten zusammen.‘ Gemeinsam werden wir diese Krise lösen.“ Das erfordere eine „gewisse Disziplin von uns allen“, sagt Neth. „Aber wenn wir zeigen: Wir halten zusammen, auch in der Not, haben wir eine gute Chance, dieses Virus zu bekämpfen.“ Zu guter Letzt dankt der Landrat allen Menschen für diese Unterstützung, den Zusammenhalt, insbesondere dankt er der Polizei, der Feuerwehr, dem THW, dem Rettungsdienst, dem Personal in den Krankenhäusern und der Pflege. https://www.youtube.com/watch?v=T1r49zPMfKQ&feature=youtu.be

Screenshot des Video von Landrat Dr. Matthis Neth zur Corona-Lage, veröffentlicht am 17. März 2020.

 

 




„Jede 5. Infektion werde schwer verlaufen“ – Auch Kinder & jüngere Menschen betroffen – Arzt: „Es ist wie ertrinken, nur langsamer“

Das Robert-Koch-Institut hat nun seine Warnung hinsichtlich einer Corona-Infektion in Deutschland von „mäßig“ auf „hoch“ verändert. Das geht aus mehreren Medien hervor. Unter anderem die Welt berichtet darüber und verweist in ihrem Artikel darauf, dass es vermehrt Reaktionen aus Krankenhäusern gäbe, die schwere Krankheitsverläufe melden. So werde  jede fünfte Infektion schwer verlaufen. https://www.welt.de/vermischtes/article206602111/Coronavirus-in-Deutschland-RKI-setzt-Risikoeinschaetzung-auf-hoch.html

Zuvor hatten bereits diverse italienische Ärzte in YouTube-Videos und Artikeln Deutschland gewarnt, dass die Pandemie nicht nur ältere und chronisch Kranke treffe, sondern auch Kinder und jüngere Menschen, die letzten Endes mit Atemnot in den Krankenhäusern lägen, während es zu wenig Beatmungsgeräte gibt. Deutschland hat erst kürzlich 10.000 Beatmungsgeräte geordert. Ob das reicht für die vielen Fälle, die laut Experten auch in Deutschland kommen sollen. Ein Arzt in Italien berichtete vor kurzem dem Nachrichtenmagazin ,Die Welt‘, dass „die Coronapatienten „spüren, wenn sie sterben. Es ist wie ertrinken. Nur langsamer.“

Mehr Informationen:

https://www.welt.de/vermischtes/article206551433/Coronavirus-in-Italien-Aerzte-berichten-aus-den-Krankenhaeusern.html

https://www.tagesschau.de/ausland/corona-italien-kliniken-101.html

https://www.derwesten.de/panorama/vermischtes/coronavirus-corona-symptome-faelle-arzt-krankenhaus-aeltere-menschen-gefahr-id228687263.html

 

 

 

 




Spätere Sperrmüllabholung, Papiereinsammlungen eingestellt, vorerst keine Ausgabe grüner Tonnen

In einer aktuellen Pressemitteilung verweist die Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises auf Änderungen in vielen Bereichen der Abfallwirtschaft im Zuge der Corona-Krise.

Hohenlohekreis: Die Abfuhr der Restmülltonnen, Grünen Tonnen und der BETtys ist im Hohenlohekreis weiterhin gemäß Abfuhrzeiten im Abfallkalender gewährleistet. Um diesen Dienst aufrechterhalten zu können, müssen Fahrer unter anderem aus dem Sperrmüllbereich, für diese Hausmüll-Touren abgestellt werden. Aus diesem Grund kommt es bei der Sperrmüllabholung in den nächsten Wochen zu Verzögerungen. Bereits vereinbarte Termine können voraussichtlich eingehalten werden. Eine Selbstanlieferung von Sperrmüll ist mit der AWH-Servicekarte aktuell noch auf dem Wertstoffhof Stäffelesrain bei Kupferzell-Beltersrot und bei der Arbeitsinitiative Hohenlohekreis-AIH in Neuenstein möglich. Die Öffnungszeiten stehen auf der Homepage der Abfallwirtschaft, in der Abfall-App und im Abfallkalender. „Es soll jeder Einzelne überprüfen, ob eine Entsorgung von Sperrmüll in den kommenden Wochen unbedingt nötig ist“, bittet Sebastian Damm, Geschäftsführer der Abfallwirtschaft.

Die Säcke, für die zusätzliche Entsorgung von Restmüll mit dem Abfallwirtschafts-Logo, können aktuell weder bei den Rathäusern noch bei der Abfallwirtschaft erworben werden. „Bei zusätzlichem Anfall von Restmüll die Tonne einfach ein weiteres Mal rausstellen, über den Chip wird die zusätzliche Leerung registriert“, rät Silvia Fritsch, Betriebsleiterin der Abfallwirtschaft. Sollte dies nicht möglich sein, bitte bei der Service-Hotline der Abfallwirtschaft melden.

Weitere Änderungen gibt es im Bereich der Ausgabe der Grünen Tonnen für Neuzuzüge. Diese können bis einschließlich 18. April 2020 nicht erfolgen. „Wer keine Grüne Tonne aktuell zur Verfügung hat, soll Leichtverpackungen in Säcken und Papier in Kartons zur Abfuhr bereitstellen“, so Fritsch. Die Farbe der Säcke spiele dabei keine Rolle.

Die Papiersammlungen der Vereine und Flurputzaktionen in den Gemeinden sind ebenfalls bis einschließlich 18. April 2020 eingestellt. Ob es hierfür Ersatztermine geben wird, steht zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht fest.

Die Bauschuttannahme bei den Firmen Engelhardt in Künzelsau-Nitzenhausen und bmk Steinbruchbetrieb in Öhringen-Unterohrn ist weiterhin möglich. Die Gemeinde Pfedelbach schließt die Erddeponie und die Bauschuttannahme ab Freitag, 20.03.2020.

Die Grüngutplätze im Hohenlohekreis haben bis auf Weiteres geöffnet.

Die Abfallwirtschaft in Künzelsau ist ebenfalls für den Publikumsverkehr geschlossen. Bürger, die ein persönliches Anliegen haben, müssen sich vorab telefonisch unter der Service-Hotline 07940 18555 anmelden. Barzahlungen können nach telefonischer Voranmeldung dienstags und donnerstags getätigt werden.

Die Abfallwirtschaft trifft diese Maßnahmen, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen und die Verbreitung des Corona-Virus weiter einzudämmen. Die Abfall-App ist stets aktuell und informiert über alle anstehenden Veränderungen rund um das Thema Abfall. Sie steht in den gängigen App-Stores unter dem Namen „Abfallinfo HOK“ kostenlos zum Download zur Verfügung

Weitere Informationen auf der Homepage der Abfallwirtschaft http://www.abfallwirtschaft-hohenlohekreis.de




Neuenstein: Mann verstirbt auf Supermarkt-Parkplatz

Am gestrigen Montag, den 16. März 2020, verstarb am Nachmittag völlig unvermittelt ein Mann auf dem Parkplatz eines Supermarktes. Augenzeugen berichten gegenüber GSCHWÄTZ, dass der Mann wohl um die 60 Jahre alt gewesen sei und noch vorher eingekauft hatte, bevor er auf dem Parkplatz einfach frontal umgefallen sei. Der Rettungsdienst konnte lediglich noch en Tod des Mannes feststellen. Auch die Polizei war vor Ort. Woran der Mann gestorben ist, ist nicht bekannt.




Geflügelpest in Hohenlohe – Aufhebung der Sperrmaßnahmen

Die infolge des Ausbruchs der Geflügelpest am Freitag, den 07. Februar 2020, in einem kleinen Geflügelbestand in Bretzfeld durch Allgemeinverfügung des Hohenlohekreises angeordneten Sperrmaßnahmen in den Restriktionszonen wurden laut einer Pressemitteilung am Sonntag, den 15. März 2020 aufgehoben. Nach Sperrung des Ausbruchsbetriebes und Einrichtung eines Sperrbezirkes sowie eines Beobachtungsgebietes hat das Veterinäramt des Hohenlohekreises die EU-rechtlich erforderlichen Maßnahmen abschließend durchgeführt. Dazu gehörten unter anderem umfassende Reinigung-, Entwesungs- und Desinfektionsmaßnahmen im Ausbruchsbetrieb, die amtlich überprüft und anschließend abgenommen wurden.

Alle Proben negativ

Zudem wurden in den Restriktionszonen insgesamt 107 geflügelhaltende Betriebe amtstierärztlich überprüft. Es handelt sich dabei um sämtliche 60 Betriebe im Sperrbezirk und die sogenannten gewerbsmäßigen 47 Geflügelhalter im Beobachtungsgebiet. Insgesamt wurden mehr als 1000 Proben – auch aus dem Wildvogelbereich – im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart auf das AI-Virus getestet. Bis auf den Ausbruchsbestand waren alle negativ.

Amtshilfe durch andere Veterinärämter

Diese Kontrollaufgabe konnte nur mit der unkomplizierten Unterstützung durch andere Veterinärämter in dieser kurzen Zeit geleistet werden. So bedankt sich der Leiter des Veterinäramtes Hohenlohekreis, Dr. Thomas Pfisterer, in der Mitteilung ausdrücklich für diese Amtshilfe. „Ohne die Kollegen aus den Landkreisen Heidenheim, Göppingen, Ludwigsburg und Bad Mergentheim wäre die Aufgabe in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht zu bewältigen gewesen. Ich danke deshalb den entsendenden Ämtern sehr herzlich für die fachkundige, unkomplizierte und sehr kurzfristige Unterstützung.“

Früheste Frist

Unter dem Strich konnten die Sperrmaßnahmen innerhalb der rechtlich vorgegebenen frühesten Frist aufgehoben werden. „Dies ist nur durch den großartigen Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich gewesen“, so Dr. Thomas Pfisterer.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis




„Auffallend viele Puzzles verkauft“ – „Manche verzichten auf Salat“ – Marktverkäufer & Einzelhändler zu drohender Schließung der Geschäfte

Corona/Hohenlohe: In den Nachbarländern wurden teilweise die Ladengeschäfte bis auf Supermärkte bereits geschlossen, in Deutschland soll Ähnliches folgen. Wir haben uns in den einzelnen Läden in Künzelsau umgesehen und mit Verkäufern gesprochen, wie die Stimmung ist angesichts des um sich greifenden Virus‘ und über die Maßnahmen, die damit verbunden eventuell schon bald kommen werden.

Wenn man am Montagnachmittag, den 16. März 2020 zum Baumarkt in der Würzburger Straße fährt, merkt man noch nichts davon, dass sich sonderlich viele an den Aufrufe des Landratsamtes und teilweise auch der Bürgermeisterämter und Schulen halten, soziale Kontakte zu meiden und wenn möglich zu Hause zu bleiben, um sich nicht anzustecken. auf dem Baumarktparkplatz parken zahlreiche Autos. Auch sind keine Menschen mit Schutzhandschuhen oder Schutzmasken unterwegs. Also alles wie immer am fast ersten Tag der quasi vorverlegten Sommerferien? Nicht wirklich. Kaum jemand hält sich beim Einkaufen mit Small Talk mit Bekannten auf, die Menschen scheinen zügiger als sonst durch die Gänge zu eilen, um noch das Nötigste zu kaufen, um auch in den nächsten Wochen in einer möglichen Komplettquaränte zu Hause werkeln zu können.

In der Künzelsauer Innenstadt genießen die Menschen die ersten frühlingshaften Temperaturen und schlürfen unter freiem Himmel ihren Café in guter Unterhaltung mit Bekannten oder Freunden. In den einzelnen Geschäften schaut es schon anders aus. Auffallend wenig ist im ansonsten stark belebten Breuninger los, auch im Häussermann ist kaum jemand zu sehen. Auch hier merken sie, wie sich das Kaufverhalten der Kunden in den vergangenen Tagen verändert habe. Auffallend viele Puzzle seien demnach verkauft worden. Die Mitarbeiter würden zeitversetzt arbeiten, damit es, wenn es einen erwische, nicht alle auf einmal betroffen sind.

Ein Obst- und Gemüseverkäufer auf den öffentlichen Märkten sagt, dass sie nun ebenfalls ein paar Dinge umgestellt hätten. Es gäbe keine Selbstbedienung der Kunden mehr. Nur eine Person kassiere und: Das gesamte Verkaufspersonal trage Handschuhe, allerdings (noch) keine Atemschutzmasken. Irgendwann komme vielleicht noch ein Absperrband für den Mindestabstand. Generell würden nun weniger Menschen auf dem Markt einkaufen, berichtet ein Verkäufer: „Manche Kunden verzichten auf Salat, sondern kaufen nur noch, was man schälen und kochen kann,“ Wie es mit Produkten aus Italien wie Zucchini und Fenchel weitergehe, wisse man aktuell noch nicht. Aber ein Mangel werde voraussichtlich kommen angesichts der katastrophalen Lage, in der sich Italien bereits befände.

In Ingelfingen ist die geschäftsmäßige Mariannenstraße noch gut besucht. Ein Einzelhändler bleibt gelassen hinsichtlich des wirtschaftlichen Schadens, der bei einer vorübergehenden Schließung angesichts der Coronavirus‘ drohe. Es gäbe ja Notfallpakete zur Unterstützung von der Bundesregierung, wie das Kurzarbeitergeld. Am morgigen Mittwoch, den 18. März 2020, will Bundeswirtschaftsminister Olaf Scholz weitere Maßnahmen zur Unterstützung der Wirzschaft verkünden.

 

 




Situation erinnert an Tschernobyl – Besuch bei der Corona-Abstrichstelle in Belzhag

Es hat etwas Gespenstisches. Mitten im Ort ist die Straße blockiert, kaum sieht man die Blaulichter eines THW-Fahrzeugs, so versteckt ist es geparkt, eine einsame Person in gelbem Ganzkörperschutzanzug späht die Straße auf und ab. Wir schreiben den 16. März 2020. Belzhag. Hier geht es direkt zur Drive-In-Abstrichstelle zum Testen, ob man den Coronavirus hat.

Von der anderen Seite kommend erinnert die Szenerie noch mehr an einen Hollywood-Katastrophenfilm der Kategorie B-Movie oder an Tschernobyl nach dem Reaktorunfall 1986. Ein blauer Kastenwagen des THW steht gut sichtbar an der Abzweigung nach Belzhag, ein paar Verkehrsleithütchen, ein Warndreieck, auf dem „Einsatz“ steht.  Und zwei Personen in den gleichen gelben Ganzkörperschutzanzügen, mit einem Klemmbrett ausgestattet, die Autofahrer anhalten und ihnen klarmachen, daß auf diesem Weg nur noch bestimmte Personen nach Belzhag kommen: Menschen, die einen Termin in der heute eröffneten „Abstrichstelle“ des Hohenlohekreises haben, um einen Corona-Test durchführen zu lassen. Selten war man so erfreut, daß man eine Umleitung fahren muß.

Von der Abstrichstelle selbst ist wenig zu sehen, der Bereich ist recht weiträumig abgeschirmt. Viel Betrieb herrscht am frühen Nachmittag glücklicherweise noch nicht. Andererseits kann man davon ausgehen, dass man  anhand diesen geringen Betriebes nicht automatisch auf wenig Verdachtsfälle schließen kann, brauchen doch Menschen, die hierherkommen mit einem Verdacht auf Corona quasi eine Überweisung vom Hausarzt und  da kommt man bei manchen Hausärzten derzeit nur noch schwerlich telefonisch durch. Aktuelle Zahlen der Infizierten, der Todesfälle und der Geheilten im Hohenlohekreis wurden seit Samstag, den 14. März 2020 bislang nicht veröffentlicht (Stand: 17. März 2020, 05.50 Uhr).

Der Unterschied zum B-Movie: Im B-Movie ist der Himmel bedrohlich dunkel und am Horizont ist der Widerschein von Flammen zu sehen, während der Himmel über Belzhag an diesem Montag bei schönstem Sonnenschein in blau erstrahlt.

Das THW ist ein wichtiger Ordnungshelfer in dieser aussergewöhnlichen Situation. Foto: GSCHWÄTZ

Abgesperrte Straßen auf dem Weg dorthin. Foto: GSCHWÄTZ

Abgesperrte Straßen. Foto: GSCHWÄTZ

Corona-Drive-In in Belzhag. Foto: GSCHWÄTZ

Der Zugang zum Corona-Drive-In in Belzhag ist abgeriegelt und uneinsichtig. Foto: GSCHWÄTZ

Ausnahmezustand im Hohenlohekreis. Foto: GSCHWÄTZ

Text & Fotos: Matthias Lauterer

 

 

 

 

 




Pfedelbach: Mit 3,06 Promille am Steuer

Einen Wert von über drei Promille zeigte ein Alkoholtest bei einem 61-Jährigen am Samstagnachmittag, den 14. März 2020, in Pfedelbach. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor. Der Mann war am Samstag gegen 14 Uhr mit seinem Roller zwischen Pfedelbach und dem Friedhof im Dörrenklingenweg unterwegs, als er von einer Streife kontrolliert wurde. Nach einem Alkoholtest stellte sich heraus, dass der Promillewert des Rollerfahrers sehr deutlich über dem erlaubten Wert lag. Zudem hat er keine Fahrerlaubnis mehr. Seinen Roller musste er natürlich auf dem Friedhofsparklatz stehen lassen und nun muss er mit einer Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr sowie Fahren ohne Fahrerlaunis rechnen.

Einen Wert von über drei Promille zeigte ein Alkoholtest bei einem 61-Jährigen am Samstagnachmittag in Pfedelbach. Der Mann war am Samstag gegen 14 Uhr mit seinem Roller zwischen Pfedelbach und dem Friedhof im Dörrenklingenweg unterwegs, als er von einer Streife kontrolliert wurde. Nach einem Alkoholtest stellte sich heraus, dass der Promillewert des Rollerfahrers sehr deutlich über dem erlaubten Wert lag. Zudem hat er keine Fahrerlaubnis mehr. Seinen Roller musste er natürlich auf dem Friedhofsparklatz stehen lassen und nun muss er mit einer Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr sowie Fahren ohne Fahrerlaunis rechnen.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Künzelsau: Nächtlicher Streit artet aus

In der Nacht von Samstag, den 14. März 2020, auf Sonntag, den 15. März 2020, kam es laut einer Pressemitteilung des Poliziepräsidiums Heilbronn zwischen zwei Personengruppen vor einem Restaurant in der Künzelsauer Hauptstraße zu einer Auseinandersetzung, die mit einer Platzwunde endete. Wer den Streit begonnen hatte, ist unklar, doch zwischen einem 19-jährigen und einem 32-jährigen Mann heizte sich die Stimmung soweit auf, dass diese aufeinander losgingen. Für den 19-Jährigen endete die Auseinandersetzung mit leichten Verletzungen. Der 32-Jährige musste ins Krankenhaus gebracht werden, da er zusätzlich zu seinen Verletzungen unter erheblicher alkoholischer Beeinflussung stand, so die Polizei.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn