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Landratsamt sagt: Corona-Isolierstation im Künzelsauer Krankenhausgebäude für gesunde & kranke Menschen gleichermaßen gedacht

Nun ist es amtlich, was GSCHWÄTZ Anfang dieser Woche veröffentlicht hat: Die Landkreisverwaltung hat sich entschieden, im ehemaligen Krankenhaus Künzelsau eine Isolierstation einzurichten. Am heutigen Donnerstag, den 26. März 2020, nun hierzu auch eine offizielle Pressemitteilung.

Die Isolierstation kann, so das Landratsamt, für folgende Fälle genutzt werden:

1. Menschen mit schwachen Krankheitsanzeichen, die nicht zuhause leben können, weil dort Risikogruppen mit Ihnen leben.
2. Gesunde Menschen, die von kranken Familienmitgliedern getrennt werden sollen.
3. Klassische Verdachtspersonen, d.h. z.B. Personen, die aus dem Ausland einreisen, können in der Isolierstation zwei Wochen leben, bis klar ist, dass sie keine Infektion haben.
4. Risikogruppen, wie z.B. alte oder immunschwache Menschen, die von den Familienmitgliedern getrennt untergebracht werden sollen.
5. Mitglieder von systemrelevanten Berufen, die vorsorglich isoliert leben sollen.
6. Menschen, die aus dem Krankenhaus mit noch schwachen Symptomen entlassen werden.

Offen lässt das Landratsamt in seiner Pressemitteilung, wie gesunde Menschen aus Risikogruppen innerhalb des Gebäudes strikt getrennt werden von Coronapatienten, um Ansteckungen zu vermeiden. Zumal sich dort vermutlich jeder frei bewegen kann.

Die BBT-Gruppe hat noch vor rund zwei Wochen auf GSCHWÄTZ-Nachfrage ein klares „Nein“ geantwortet bei der Frage, ob das eheamlige Künzelsauer Krankenhaus im Rahmen der Corona-Pandemie genutzt werden könnte. https://www.gschwaetz.de/2020/03/10/coronavirus-quarantaenestation-in-kupferzell-krankenhaus-kuenzelsau-kommt-nicht-als-quarantaenestation-in-betracht/

Nun also der Umschwung, nachdem der Hohenlohekreis mit steigenden Coronazahlen zum deutschlandweiten Hotspot avanciert ist.

Die Hohenloher Krankenhaus GmbH habe in den vergangenen Wochen überprüft, inwiefern kurzfristig weitere Krankenhausplätze geschaffen werden können, erklärt das Landratsamt die Meinungsänderung. Für Coronapatienten mit einem schweren Krankheitsverlauf stünde jedoch nach wie vor das Öhringer Krankenhaus an erster Anlaufstelle. Denn: „Insbesondere für Menschen, die beatmet werden müssen, ist es nicht sinnvoll, diese im Hohenlohekreis außerhalb des Öhringer Krankenhauses unterzubringen. Denn nur im Krankenhaus Öhringen sind die medizinischen Geräte und die medizinischen Fachleute vor Ort.“

Aufnahme erfolgt freiwillig – medizinisches Personal werde es nicht geben

Daher handelt es sich, betont das Landratsamt, „beim ehemaligen Krankenhaus in Künzelsau um eine reine Isoliereinrichtung, eine medizinische Versorgung wird nicht angeboten. Die Aufnahme in der Isolierstation erfolgt freiwillig. Das Essen der Bewohner werde vom DRK Hohenlohekreis gestellt. Warum aber hat man die Isolierstation nicht in Kupferzell belassen? „Ein Vorteil gegenüber der Isolierstation in der Akademie Kupferzell ist, dass die Zimmer im ehemaligen Krankenhaus Nasszellen haben und die dort lebenden Personen somit ihre Zimmer nicht verlassen müssen“, erklärt das Landratsamt.

Aber es gäbe noch einen weiteren Grund: „Aus den Krankenhausentlassberichten von bisherigen Patienten ist ersichtlich, dass viele Infizierte aus dem Krankenhaus entlassen werden können, auch wenn noch leichte Krankheitssymptome und eine Virusausscheidung vorliegen. Diese Personen können dann, falls eine häusliche Unterbringung nicht sinnvoll ist, in der Isolierstation bis zur vollständigen Genesung bleiben. Dadurch können Krankhausbetten für schwerer erkrankte Personen freigehalten werden.“

Das Technische Hilfswerk Künzelsau werde, so das Landratsamt, die Isolierstation im Krankenhaus Künzelsau mit Materialien, die noch aus der Flüchtlingskrise zur Verfügung stehen, herrichten.

Ab nächster Woche startklar

Die Nutzung des Gebäudes wurde mit der Stadt Künzelsau abgestimmt. Die Isolierstation könnte somit ab Anfang nächster Woche in Betrieb gehen. Platz für über 50 Personen steht dann bereit.
Landrat Dr. Neth und die BBT-Gruppe haben dem Land Baden-Württemberg auch frühzeitig angeboten, dass das ehemalige Künzelsauer Krankenhaus für landeseigene Nutzungen zur Verfügung steht. Auch der Bundeswehr sei das Gebäude zum Gebrauch angeboten worden. Vor zwei Tagen allerdings wusste die dafür zuständige Bundeswehr in Stuttgart noch nichts davon (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/?s=bundeswehr ). Das Land und der Bund würden derzeit noch prüfen, ob sie das Krankenhausgebäude nutzen möchten. Falls diese Prüfung positiv verlaufe, könnte sich der Hohenlohekreis vorstellen, „die Räumlichkeiten dann anderen Trägern zu übergeben“. Die BBT-Gruppe als Mehrheitseigner erwähnt das Landratsamt in seiner Pressemitteilung nicht.




„Unanständig von der Politik“ – Morgen soll über neue Düngeverordnung entschieden werden – Bauern & AfD dagegen

Am morgigen Freitag, den 27. März 2020, soll im Bundesrat die Änderung der Düngeverordnung beschlossen werden. Jürgen Maurer, Vorsitzender des Bauernverbands Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V., findet dieses Vorgehen auf eine Anfrage von GSCHWÄTZ „unredlich und unanständig von der Politik“. Denn in Zeiten der Corona-Krise gebe es wichtigere Sachen zu behandeln. Das müsse nicht jetzt sein, sondern sollte verschoben werden. Zudem hätte die Politik jahrelang nichts gemacht. Jetzt aber sei eine Verordnung „schnell aufs Papier gepinselt“ worden. Besser wäre es gewesen, findet er, in den vergangenen Jahren in die Forschung zu investieren. Die Entwicklung neuer Verfahren brauche schließlich Zeit.

Nitratwerte in Kupferzell sind immer besser geworden

„Die Landwirtschaft hat dadurch nur Nachteile“, erklärt der Jürgen Maurer. Mit der neuen Verordnung dürften die Landwirte beispielsweise ihre Äcker nicht mehr düngen, solange der Boden gefroren sei, sondern müssten warten, bis es taue. Dadurch komme es zu verstärkter Bodenverdichtung und den Landwirten gehe wertvolle Zeit verloren. „Aber die Tage, die wir versäumen, können wir nicht mehr nachholen“, findet der Verbandsvorsitzende. In Norddeutschland gebe es „rote Gebiete“, wo nur noch 80 Prozent des seitherigen Bedarfs gedüngt werden dürfe. In Kupferzell, wo Landwirtschaft betreibt, seien die Nitratwerte in der Vergangenheit von Jahr zu Jahr besser geworden.

„Man rennt Meinungsmachern hinterher“

Maurer rechnet aufgrund der neuen Verordnung mit einer Mangelernährung bei Pflanzen und dadurch einer Mangelernte. Mit der Verordnung werde zudem eine gute fachliche Praxis verlassen. „Das Instrument funktioniert vielleicht in der Theorie und am Schreibtisch aber nicht in der Praxis“, findet Maurer. Auch er findet es wichtig, dass man sich auf den Weg mache, aber eine solche Entscheidung brauche Hand und Fuß. Wo es Probleme gebe, müsse man eingreifen. Stattdessen renne man „Meinungsmachern hinterher“, obwohl es besser wäre, auf die Praktiker zu hören.

Offener Brief der AFD-Landtagsfraktion

Auf die Seite des Bauernverbands stellt sich auch die AFD-Fraktion im Landtag. Der AfD-Landtagsabgeordnete des Hohenlohekreises, Anton Barons fordert die Landesregierung in einem Offenen Brief dazu auf, die Entscheidung über die Änderung der Düngeverordnung von der Tagesordnung zu nehmen. Die heimischen Landwirte sollen, so Baron, vor weiteren Belastungen geschützt werden. Außerdem sei die Düngeverordnung keine Entscheidung, die kurzfristig und unter hohem Zeitdruck gefällt werden müsse.

 




Trotz Corona: Bauarbeiter im Hohenlohekreis packen noch zu

Die Republik geht ins Home-Office, aber auf Baustellen laufen viele Arbeiten weiter: Trotz drastischer Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie arbeitet die Baubranche im Hohenlohekreis mit einem Großteil ihrer Kapazität weiter. Darauf weist die Gewerkschaft IG BAU in einer Pressemitteilung hin – und dankt den 1.460 Bau-Beschäftigten im Kreis für ihren Einsatz. „Viele haben in den letzten Tagen zugepackt und machen das auch weiterhin. Natürlich trifft Corona auch den Bau hart. Das Abstandhalten macht die Hand-in-Hand-Arbeit nicht leichter, ist aber ein Muss. Trotzdem zeigt sich die Bauwirtschaft bislang insgesamt deutlich immuner gegen die Krise als viele andere Branchen“, betont Mike Paul von der IG BAU Stuttgart in der Mitteilung.

Damit leisteten die Beschäftigten einen entscheidenden Beitrag zur Stützung der regionalen Wirtschaft. „Es sind die Maurer und Zimmerleute, die Landschaftsgärtner, die Dachdecker und Straßenbauer. Und vor allem auch die, die für den Nachschub auf dem Bau sorgen: die Beschäftigten der Baustoff-Industrie. Sie alle halten einen zentralen Wirtschaftszweig im Hohenlohekreis am Laufen. Denn wer auch in der Krise für mehr Wohnraum und funktionierende Straßen sorgt, der baut mit seinem Job ein Stück an der Zukunft. Damit leisten Bauleute einen enorm wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Es ist Zeit, ihnen dafür einfach auch mal ‚Danke!‘ zu sagen“, so Paul.

Zugleich appelliert der Gewerkschafter in der Pressemitteilung an die Arbeitgeber, die strikte Einhaltung der Hygieneregeln sicherzustellen. Große Frühstücksrunden im Baucontainer seien aktuell ebenso tabu wie die Fahrt im vollbesetzten Bulli zur Baustelle. Jede Baufirma müsse hier ihren eigenen Pandemie-Plan erstellen. 

„Gesundheit steht an oberster Stelle. Der Mindestabstand von 1,5 Metern muss unbedingt eingehalten werden – besser ist eine ganze Zollstocklänge: also zwei Meter. Das gilt für alle Bürger – und das muss auch auf dem Bau gelten. Sollte das bei speziellen Arbeiten nicht gehen, muss der Chef spätestens dann auch Masken und Schutzhandschuhe bereitstellen. All das heißt, dass sich Gewohnheiten ändern müssen. Es darf nicht alles 08/15 weiterlaufen. Viele Handgriffe, viele Sachen, die ’schon immer so waren‘, gehen jetzt nicht mehr. Arbeitsabläufe müssen sich ändern. Der Schutz der Beschäftigten hat oberste Priorität. Missachtet der Chef das, müssen sich die Mitarbeiter zur Wehr setzen. Dabei hilft die Gewerkschaft“, macht Paul deutlich.

Der Kontakt zur IG BAU Stuttgart: stuttgart@igbau.de. Mehr Infos für Beschäftigte zur Arbeit in Corona-Zeiten: http://www.igbau.de 

Quelle: Pressemitteilung der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt




Corona-Krise: FDP im Kreistag dankt allen Beteiligten

Zur Bewältigung der Coronakrise bedankt sich die Gruppe der FDP im Kreistag laut einer Pressemitteilung bei allen Beteiligten, besonders Landrat Dr. Mathias Neth und den Mitarbeitern des Krisenstabes sowie den Beschäftigten des Landratsamtes für deren außergewöhnliches Engagement in dieser Krise. Der Dank der FDP geht an alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, des Technischen Hilfswerkes, des Deutschen Roten Kreuzes, an die Ärzte, das Pflegepersonal in den Krankenhäusern und in den Arztpraxen, an alle, die sich um die Erkrankten kümmern, an all die anderen Menschen, die im Hohenlohekreis mithelfen, die Folgen der Krise zu meistern, sowie an die Mitarbeiter in den Betrieben und bei der Landwirtschaft, die die Versorgung der Bevölkerung sicherstellen.

Quelle: Pressemitteilung der FDP Gruppe im Kreistag




Bauernverband Hohenlohe gibt Entwarnung trotz Hamsterkäufe: Gute Versorgung gewährleistet, dank regionaler Erzeugung: „Dank an die Bevölkerung, die unsere Produkte kauft“

In Zeiten der Corona-Krise kommt es vermehrt zur Hamsterkäufen. Die Menschen sind besorgt, dass irgendwann die Supermarkt-Regale leer sind und ihre tägliche Versorgung nicht mehr gewährleistet ist. Hier setzt eine neue PR-Offensive des Bauernverbands Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems e.V. an, mit der laut einer Pressemitteilung darüber informiert werden soll, was die Bauernschaft als systemrelevante Infrastruktur und wichtiges Glied einer leistungsfähigen Ernährungsindustrie in Deutschland aktuell leistet. Die heimische Landwirtschaft sei stark und unabhängig und die Bevölkerung werde mit Nahrungsmitteln gut versorgt, auch weil viele Lebensmittel regional produziert werden. Mit Kurzberichten und Porträts sollen Höfe und Landwirte aus der Region und was sie tun, um die tägliche Versorgung zu sichern, transparent gemacht werden

Viel Unterstützung für die landwirtschaftliche Arbeit

„Zuerst einmal möchte ich mich bedanken”, sagt Jürgen Maurer als Vorsitzender des Verbandes in der Mitteilung zur aktuellen Situation. “Ich bedanke mich bei allen, die es uns Landwirten ermöglichen, auch in diesen Tagen unsere Arbeit zu machen. Angefangen bei den Landwirtschaftlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaften (BAG`s), die zum Beispiel Schichtbetriebe eingerichtet haben, um uns für die Feldarbeiten mit den notwendigen Betriebsmitteln, beispielsweise Diesel, versorgen zu können. Weiter bei den Molkereien hier in der Region, die unsere Milch zuverlässig entgegennehmen, bis hin zu den Metzgereien, den Bäckern und den Werkstätten. Sie alle gehören dazu, wenn wir von einer systemrelevanten Struktur zur Versorgung der Bevölkerung sprechen.”

„Dank auch an die Bevölkerung, die unsere Produkte kauft“

Jürgen Maurer versichert in der Mitteilung weiter, dass die regionale Bauernschaft sich ihrer Pflicht bewusst und gern bereit sei, maßgeblich dazu beizutragen, dass sich die Deutschen selbst ernähren könnten. Jetzt beweise sich die Stärke und Leistungsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft in Deutschland. Das komplexe “System Landwirtschaft” funktioniere so: einmal im Jahr säen, einmal im Jahr ernten. Tiere müssten täglich versorgt werden. Hier greift, für den Normalverbraucher unsichtbar, alles ineinander. Deshalb geht der Dank des Vorsitzenden des Bauernverbandes für die sehr gute Zusammenarbeit auch an die Behörden, die Direktvermarkter, den Landhandel und die Mühlen. „Nicht zuletzt auch an die Bevölkerung, die unsere Produkte kauft: Fleisch, Produkte aus Getreide, Gemüse und Äpfel, Wein, Milch und Käse, Eier und Nudeln, um nur einige Beispiele aus dem Verbandsgebiet zu nennen“, so Landwirt Maurer.

„Ich sehe gute Chancen für ein neues Miteinander“

Die Aufgabe des Bauernverbandes ist es nach seinen Worten, wichtige und realistische Informationen zur Versorgungssicherheit zu geben und mit positiven Nachrichten vorangehen. Er woll Sicherheit vermitteln und beispielsweise Hamsterkäufen der Verbraucher entgegen wirken. „Ich sehe darin auch gute Chancen für ein neues Miteinander. Für Respekt und Wertschätzung gegenüber der oft kleinstrukturierten regionalen Landwirtschaft hier in Süddeutschland. Vielleicht können wir diese Zeit nutzen, in einer zukünftig ganz sicher veränderten Welt anders miteinander umzugehen. Das jedenfalls wünsche ich mir und ich bin sehr froh, dass wir unsere Landwirtschaft hier haben,“ macht Jürgen Maurer deutlich. „Ebenso wichtig ist mir, allen systemrelevanten Fachkräften und Helfern Danke zu sagen. Sie leisten schon jetzt sehr, sehr viel, dass es täglich weitergeht“, weitet er seinen Dank aus.

Quelle: Pressemitteilung des Bauernverbands Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems e.V.

 

Die Frühjahrsaussaat hat begonnen. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems e.V.

Landwirt Thomas Wenzel aus Neufels zeigt seine tägliche Arbeit und was er zurzeit tut, damit spätestens im Herbst geerntet werden kann. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems e.V.

  




Schutzkleidung für Arztpraxen, DRK & Altenheime: Landrat Neth bedankt sich bei den Spendern

Der gemeinsame Spendenaufruf für Schutzausrüstung für die Gesundheitseinrichtungen von Landrat Dr. Matthias Neth, Thomas Philippiak, dem Vorsitzenden der Innovationsregion Hohenlohe, und dem ärztlichen Direktor der Hohenloher Krankenhaus gGmbH, Dr. Werner Reinosch, zeigt erste Erfolge. Es haben sich bereits einige Betriebe und Unternehmen gemeldet und ihre Unterstützung zugesagt. Das geht aus einer Pressemitteilung des Hohenlohekreises hervor.

„Ich freue mich sehr über die großzügigen Angebote, die wir bereits erhalten haben“, so Landrat Dr. Neth. „Damit können wir Arztpraxen, Altenheimen, dem DRK und weiteren Einrichtungen die dringend benötigten Schutzausrüstungen kurzfristig zur Verfügung stellen. Die bereits angelieferten Pakete werden wir sofort weiter verteilen“.

Wer Masken, Schutzkleidung oder Handschuhe beisteuern kann, wird gebeten sich unbedingt mit dem Gesundheitsamt des Hohenlohekreises, bevorzugt per E-Mail unter corona-spenden@hohenlohekreis.de oder telefonisch unter 07940 18-309 in Verbindung zu setzen, damit die Anlieferung organisiert werden kann.

Dazu noch zwei Hinweise:

  • Bitte keine Pakete direkt beim Gesundheitsamt abstellen.
  • Abgelaufene und offene Pakete können leider nicht angenommen werden.

 

 




Künzelsau: Aral-Tankstelle neben Autohaus Kunze rüstet mit Schutzscheibe und schwarz-gelben Signalstreifen gegen Corona auf

Immer mehr Supermarktbetreiber versuchen, ihre Mitarbeiter – ganz besonders die, die an der Kasse arbeiten – und Kunden in der Kassenzone mit einer Plexiglasscheibe davor zu schützen, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Auch die Araltankstelle neben dem Autohaus Kunze in Künzelsau hat nun aufgerüstet.

Das Autohaus Kunze ist der Betreiber der Araltankstelle. Holger Kunze erklärt gegenüber GSCHWÄTZ: „Wir möchten unsere Kunden und Mitarbeiter schützen und sensibiliseren für dieses wichtige Thema der Ansteckung mit dem Coronavirus.“

Zusätzlich zeigt ein Hinweisschild an der Kasse, welcher Abstand optimal zwischen Menschen sein sollte, um eine Ansteckung möglichst gering zu halten. Auf dem Boden finden Kunden nun schwarz-gelbe Streifen vor, die den idealen Weg durch die Tankstelle weisen, damit Kunden möglichst nicht miteinander kreuzen.

Verkaufsraum der Aral-Tankstelle neben dem Autohaus Kunze. Foto: privat

Eine Plexiglasscheibe soll besseren Schutz bieten. Foto: privat

Schwarz-gelb-gestreifte Pfeile weisen den Kunden den Weg für einen optimalen Abstand auch zu anderen Kunden. Foto: privat

Damit jeder Kunde weiß, wie man idealerweise die Tankstelle betritt und verlässt, ohne den Kundenfluss zu stoppen. Foto: privat

Foto: privat




Corona: Landratsamt rüstet Telefonanlage auf – daher teilweise nicht erreichbar

Aufgrund des derzeit großen Telefonaufkommens bei der Landkreisverwaltung wird die Telefonanlage aufgerüstet. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. Dadurch ist das Landratsamt am Freitag, den 27. März 2020, in der Zeit von 15 bis 16 Uhr telefonisch nicht zu erreichen.




Landratsamt sagt: Wir haben frühzeitig reagiert & alle Veranstaltungen abgesagt“ – Wir haben nachgeschaut & festgestellt: Stimmt nicht ganz

Der Hohenlohekreis ist einer der Hot-Spots Deutschland, was die Infiziertenzahlen betrifft. Unter anderem bei Veranstaltungen wie dem Rebenglühen Anfang März 2020 in Bretzfeld, bei einer kirchlichen Veranstaltung in Kupferzell beziehungsweise bei einem Kinderkleidebasar in Untermünkheim haben einige Infizierte wiederum andere angesteckt.

Landrat Dr. Matthias Neth selbst weist nun in einem Informationsschreiben vom 21. März 2020 daraufhin, dass der Hohenlohekreis frühzeitig auf die Corona-Pandemie reagiert und Veranstaltungen frühzeitig abgesagt habe: „Bereits Ende Februar 2020 hat das Landratsamt Hohenlohekreis als einer der ersten Landkreise alle eigenen Veranstaltungen abgesagt, die Bevölkerung durch Pressemitteilungen und auf der Homepage informiert, die Veranstalter und Gemeinden entsprechend beraten und sich auf eine Verschärfung der Corona Lage vorbereitet. Leider war zum damaligen Zeitpunkt in der Breite der Gesellschaft die Akzeptanz für Einschränkungen kaum gegeben.“

Neth: „Leider war zum damaligen Zeitpunkt in der Breite der Gesellschaft die Akzeptanz für Einschränkungen kaum gegeben.“

Schaut man sich jedoch die Veröffentlichungen des Landratsamtes an, stimmt das so nicht ganz. So gab es seitens des Landratsamtes noch Ende Februar 2020 Ankündigungen zu anstehenden Altpapiersammlungen, auch Veranstaltungen wie „Tag der Archive“ wurden noch angekündigt, die ebenfalls für März vorgesehen waren. Am 28.02.2020 wurde noch ein Workshop angekündigt namens „Essen wie die Großen“, der am 19. März 2020 durchgeführt werden sollte, sowie ein Fachtag Direktvermarktung, der für den 24. März 2020 geplant war. Das dem Landratsamt unterstellte Landwirtschaftsamt hat eine öffentliche Veranstaltung angekündigt, die Mitte März 2020 gewesen wäre und zwar am 02. März 2020 – am selben Tag hat die Stadtverwaltung Künzelsau bereits ihren Einwohnerabend wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Die Pressemitteilung der Ankündigung des Frauentages des Gesundheitsamtes wurde jedoch ebenfalls am 02. März vom Landratsamt zurückgezogen mit dem Verweis darauf, dass die Veranstaltung leider abgesagt werden müsse, „da durch die Vorbereitungen auf einen möglichen Ausbruch des Corona-Virus die Kapazitäten des Gesundheitsamts derzeit vollständig gebunden sind“.

Die erste Pressemitteilung mit näheren Informationen über den Coronavirus im Hohenlohekreis veröffentlichte das Landratsamt am 02. März 2020. Aber auch in dieser langen Pressemitteilung hat das Landratsamt nicht empfohlen, dementsprechende öffentliche Veranstaltungen abzusagen.

https://www.hohenlohekreis.de/index.php?id=291?&id=291?&no_cache=1&publish[id]=1113092&publish[start]=

Dennoch bleibt festzuhalten, dass das Landratsamt seitdem fast täglich Informationen über den Coronavirus, unter anderem auch die erfassten Zahlen hierzu, veröffentlicht hat. Mittlerweile hat es das Zahlenzepter an das Regierungspräsidium in Stuttgart weitergegeben, das nun die Zahlen für alle Kreise in Baden-Württemberg veröffentlicht. Aktuell gib es laut dem Sozialministerium Baden-Württemberg offiziell 6.043 Infizierte in Baden-Württemberg (Stand: 24. März 2020; 15 Uhr), im Hohenlohekreis sind es 278 offiziell registrierte Fälle. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer und einer exponentiell https://de.wikipedia.org/wiki/Exponentielles_Wachstum#/media/Datei:Exponential.svg steigenden Zahl an Fällen aus.

https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/gesundheitsschutz/infektionsschutz-hygiene/informationen-zu-coronavirus/

 




„Wir möchten unsere Mitarbeiter vor einer Infektion schützen“ – Würth & Lidl nehmen Stellung zu Corona

Corona ist das beherrschende Thema in diesen Wochen. Doch nicht nur der Alltag der Menschen ist dadurch massiv eingeschränkt. Wir haben bei den Firmen Würth und Lidl nachgefragt, welche Maßnahmen sie ergriffen haben, um dem Virus zu begegnen.

Würth-Mitarbeiter im Homeoffice

„In der Zentrale der Adolf Würth GmbH & Co. KG in Künzelsau-Gaisbach haben wir weitreichende Maßnahmen eingeleitet, um unsere Mitarbeiter vor einer Infektion zu schützen“, schreibt Denis Bernlöhr von der Würth-Unternehmenskommunikation auf die GSCHWÄTZ-Anfrage. So arbeite dort, wo es technisch und betrieblich möglich ist, ein wesentlicher Teil der Mitarbeiter bis auf weiteres im Homeoffice. „So möchten wir nicht nur unsere Mitarbeiter vor einer Infektion schützen, sondern auch Eltern entlasten, die durch geschlossene Schulen und Kitas ein Betreuungsproblem bekommen“, so Bernlöhr weiter.

„Wir haben den Abteilungen feste Zeitfenster zugeteilt“

Im Betriebsrestaurant gebe es keine Selbstbedienung mehr an den einzelnen Theken. Die Gerichte werden von den Köchen ausgegeben, ebenso werden Besteck und Servietten von einem Mitarbeiter mit Handschuhen an die Kollegen verteilt. Dazu der Würth-Mann: „Wir haben den Abteilungen feste Zeitfenster für das Mittagessen zugeteilt, um den Kontakt mit anderen Kollegen möglichst gering zu halten“.

„Unsere Mitarbeiter begegnen sich beim Schichtwechsel nicht mehr“

Doch auch in der Würth-Logistik gibt es Veränderungen: Die Schichtzeiten seien so angepasst worden, „dass sich unsere Mitarbeiter beim Schichtwechsel nicht mehr begegnen“. So werde versucht, die Infektionsgefahr so gering wie möglich zu halten. Hinzu komme: Fahrer von Speditionen aus Risikogebieten dürfen die Würth- Logistikgebäude derzeit nicht betreten. „Die notwendigen Papiere werden von unseren Mitarbeitern zum Fahrer gebracht“, schreibt Denis Bernlöhr weiter. „Zum Schutz tragen unsere Mitarbeiter Handschuhe, die regelmäßig gewechselt werden.“ Luftfrachtsendungen und andere Lieferungen aus Risikoländern wie China oder Italien würden außerdem mit besonderer Vorsicht behandelt und blieben zunächst für sieben Tage im Wareneingang liegen. Handele es sich um größere Sendungen, würden diese in einem separaten Lager untergebracht. „Auch unsere Mitarbeiter im Wareneingang tragen Handschuhe und sind angehalten, die empfohlenen Hygienemaßnahmen unbedingt einzuhalten“, so Bernlöhr.

„Wir sensibilisieren unsere Mitarbeiter“

Das Neckarsulmer Handelsunternehmen Lidl orientiert sich hinsichtlich des Coronavirus an den Angaben des Robert-Koch-Instituts. „Aktuell sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter zur Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften und zu rechtzeitiger medizinischer Konsulation im Falle von Krankheitssymptomen“, schreibt Melanie Pöter von der Pressestelle Lidl Deutschland. Zudem werde darauf geachtet, dass die Lidl-Filialen mit ausreichend Desinfektionsmitteln ausgestattet seien, sodass Mitarbeiter zwischendurch ihre Hände desinfizieren könnten. „Falls sich ein Mitarbeiter infizieren würde, setzen wir in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und Kunden um“, schreibt Pöter weiter.