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Back in town

Kurze Haare und zu dritt: Man muss fast zweimal hingucken, bevor man ihn erkennt: Timmy Hatton aus Neuenstein hat der Redakton GSCHWÄTZ ein Foto zukommen lassen, unter dem steht: „Schöne Grüße aus dem Ländle.“ Die Odyssee von ihm und seiner Frau Duygu ist damit vorbei. Seid 11. Mai 2020 haben sie wieder deutschen Boden unter den Füßen, nachdem sie seit Anfang März 2020 unter widrigsten Umständen in Corona-Quarantäne in Aserbaidschan festgehalten worden sind (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2020/03/04/der-fall-timmy-hatton-ein-neuensteiner-wird-mit-seiner-hochschwangeren-frau-in-aserbaidschan-festgehalten/).

Und das Wichtigste: Sie sind nun zu dritt. Tommy Hatton hält auf dem Foto seine neugeborene Tochter namens Esme in den Armen. Sie hat am 20. April 2020 in Aserbaidschan mittels Kaiserschnitt das Licht der Welt erblickt. „Wir haben eine gute Ärztin gefunden, die sich gut um Duygu und Esme dem Marian gekümmert hat“, erzählt Timmy Hatton. Beide seien wohlauf.

Die Hattons sind froh, wieder in Deutschland zu sein. Lettland habe letztendlich einen Flug organisiert mit einem ersten Stopp in Frankfurt, berichtet uns Tommy Hatton. Ihr Wohnmobil haben sie beim Zoll abgstellt und werden es irgendwann holen, wenn die Grenzen wieder offen sind.

Nur einen Wehmutstropfen gibt es: Die Großeltern in der Türkei müssen sich noch etwas gedulden, Esme zu sehen, aber, so Timmy Hatton, „sie sind schon sehr gespannt auf ihr Enkelkind“.

Mehr Informationen über den Fall Timmy Hatton

https://www.gschwaetz.de/2020/03/24/noch-plaetze-im-flieger-zurueck-nach-deutschland-frei-timmy-hatton-seine-frau-duerfen-nicht-mit-hilfsbereite-aserbaidschaner-helfen/

https://www.gschwaetz.de/2020/03/08/ehepaar-hatton-am-ende-ihrer-kraefte-deutsche-botschaft-versichert-dass-das-konsequenzen-haben-wird/

https://www.gschwaetz.de/2020/03/06/von-stetten-wo-bist-du-ein-neuensteiner-festgehalten-in-aserbaidschan-und-der-bundestagsabgeordnete-praesentiert-sich-dabei-mehr-als-schwach/

 

Seit dem 11. Mai 2020 hat die Familie Hatton wieder deutschen Boden unter den Füßen. Foto: privat




29-Jähriger ohne Führerschein, dafür aber mit Alkohol Unfall gebaut

Am frühen Freitagmorgen, den 22. Mai 2020, überschlug sich ein Pkw auf der Landstraße zwischen Kemmeten und der Abzweigung Waldzimmern. Das geht aus einer Pressemitteilung des polizeipräisidiums Heilbronn hervor. Gegen 01:30 Uhr befuhr ein 29-jähriger Fahrer eines Fords die Landstraße als ein Reh die Fahrbahn querte. Der Mann wich dem Wild aus, verlor jedoch die Kontrolle über sein Fahrzeug. In der Folge geriet der Wagen nach rechts in den Grünstreifen und überschlug sich. Der schwer verletzte Fahrer kletterte daraufhin aus dem Beifahrerfenster ins Freie und lief orientierungslos in Richtung Neufels. Zu diesem Zeitpunkt befand sich zufälligerweise eine Polizeistreife in der Nähe und kam an der Unfallstelle vorbei.

Im Rahmen der Unfallaufnahme wurde festgestellt, dass der 29-Jährige keinen Führerschein besaß und unter Alkoholeinfluss stand. Das Ergebnis des Alkoholtests ergab 1,5 Promille. An dem Fahrzeug entstand zudem Sachschaden in Höhe von zirka 5.000 Euro. Auf den Mann kommt nun ein Strafverfahren wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs und dem Fahren ohne Fahrerlaubnis zu.

 




„Gefahr der Vereinsamung, aber auch der Frustration, im schlimmsten Fall kann es zu häuslicher Gewalt führen, zum Beispiel wenn übermäßiger Alkoholkonsum im Spiel ist“

Über mehrere Wochen und Monate gab es in Deutschland eine Kontaktverbot zu anderen Haushalten. Auch vor Kontakt zwischen Enkeln und Großeltern sollte erst einmal eingestellt werden, um insbesondere Großeltern vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Schritt für Schritt heben die Landesregierungen diese Coronamaßnahmen nun wieder auf. Doch was bedeutet eigentlich die soziale Isoaltion über mehrere Wochen und Monate für viele Menschen?

GSCHWÄTZ-Redakteurin Sonja Bossert hat beim Klinikum am Weißenhof in Weinsberg nachgefragt. Privatdozent Dr. med. Daniel Schüpbach, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Chefarzt der Klinik für Allgemeine Psychiatrie und Psychotherapie (West), Klinikum am Weissenhof, Weissenhof, hat ihre Fragen beantwortet.

Kann zu vermehrtem Stress führen

GSCHWÄTZ: Wie wirkt sich soziale Isolation auf die Psyche der Menschen aus?

Schüpbach: Man kann davon ausgehen, dass die meisten soziale Isolation/soziale Distanzierung im Zusammenhang mit der Corona-Krise ohne nennenswerte Folgen für die Psyche überstehen können. In diesem Zusammenhang sprechen wir von so genannter Resilienz: Im psychologischen Sinn als die Fähigkeit definiert, Krisen zu überwinden, widerstandsfähig zu sein.

Überhandnehmen von Ängsten und Depressionen

Soziale Isolation kann auf der anderen Seite zu vermehrtem Stress führen, weil Quarantäne-Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie nur bei denjenigen Personen durchgeführt werden, welche positiv auf das Virus getestet wurden oder welche im direkten Kontakt dazu standen. Somit sind nicht alle Bürger betroffen. Es besteht die Gefahr der Vereinsamung, der Hoffnungslosigkeit, ein Überhandnehmen von Ängsten und Depressionen. Zudem können sich Frustration, Ärger oder gar Wut manifestieren, und im schlimmsten Fall zu häuslicher Gewalt führen, zum Beispiel wenn übermäßiger Alkoholkonsum im Spiel ist.

GSCHWÄTZ: Hat sich dadurch auch die Zahl der Depressionspatienten am Klinikum am Weissenhof verändert?

Schüpbach: Das Klinikum am Weissenhof registriert im Moment keine Zunahme an depressiven Patienten. Vereinzelt sehen wir Menschen, die von Ängsten über das Corona-Virus überwältigt werden, vor allem, wenn sie sozial isoliert sind. Hinzu kommen vermehrt Ängste, an einer Corona-Virus-Infektion zu erkranken. In der Sprechstunde der psychiatrischen Institutsambulanz des Klinikums am Weissenhof stellen wir fest, dass das Thema Corona/dessen Gefahren bei vielen Patienten zur Sprache kommt, oftmals verbunden mit medizinischen Fragen. Kurzfristige Notfalltelefonate häufen sich.

Kurzfristige Notruftelefonate häufen sich

GSCHWÄTZ: Nach wie vielen Tagen/Wochen/Monaten in Quarantäne sind diese Auswirkungen spürbar?

Schüpbach: Es ist naheliegend, dass wir von keiner bestimmten Zeit ausgehen, in welcher sich psychische Symptome durch Quarantäne manifestieren können. Es ist ebenso einleuchtend, dass Menschen häufiger darunter leiden, je länger solche Maßnahmen bestehen. An dieser Stelle ist es vielleicht auch angebracht, zwischen Quarantäne-Maßnahmen und den allgemeinen Hygiene-Regeln zu unterscheiden, welche einen Mindestabstand von 1,5 bis 2m von Person zu Person vorschreiben.Vor allem unter Quarantäne können sich Risikofaktoren für eine Krise summieren: Ängste vor Erkrankung, Stigmatisierung/Diskriminierung, Furcht vor dauernder sozialer Isolation, existentiellen Ängste: Arbeits-/Wohnungsverlust, finanzielle Engpässe; und das Gefühl der Machtlosigkeit und des Ausgeliefert-Seins. Untaugliche Bewältigungsstrategien wie vermehrter Alkoholkonsum können sich manifestieren und zu gravierenden Folgen für den einzelnen Menschen und/oder seiner Umgebung führen: Gewalt gegen körperlich Schwächere wie Frauen und Kinder.

Ein besonderes Risiko für Krisen weisen Menschen auf, welche sich nicht oder nur unzureichend äußern können, welche keine Familien, Freunde, Verbände etc. haben, die ihre Bedürfnisse artikulieren: sozial Geschwächte und Benachteiligte mit Existenzsorgen auch ohne Corona, Kinder und Jugendliche aus solchen Familien, ältere/gebrechliche Menschen und solche mit psychischen Leiden/Suchtleiden.

Hilfe holen

Hilfe können Menschen laut Schüpbach bei folgenden Kontaktstellen holen:

1) In Baden-Württemberg existiert eine Telefon-Hotline für Menschen mit psychischen Belastungen/in schwierigen Situationen: Tel: 0800 377 377 6, Experten stehen von 8 bis 20 Uhr zur Verfügung.

2) Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist unter der Rufnummer 08000 116 016 rund um die Uhr und in 17 Sprachen erreichbar.

3) Das Frauen- und Kinderschutzhaus im Hohenlohekreis ist erreichbar unter Tel: 0 79 40 / 58 95 4.

4) Auf der folgenden Internetseite der Polizei finden sich Informationen: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/haeusliche-gewalt/

5) Auf der Internetseite des Sozialministeriums Baden-Württemberg ist eine Übersicht zu den Einrichtungen für von häuslicher und sexualisierter Gewalt betroffene Frauen und Mädchen in Baden-Württemberg

 

Wie stärkt man das Wohlbefinden bei sozialer Isolation?

Das Deutsche Ärzteblatt (Petzold et al., 2020) schlägt laut Schüpbach folgende Maßnahmen zum Erhalt des Wohlbefindens unter sozialer Isolation vor (modifizierte und ergänzte Wiedergabe):

– Körperliche Aktivität wie Krafttraining und Yoga, dazu Entspannungsübungen wie Atemübungen

– Aktiv sein mit Spielen, Sudoku, Kreuzworträtsel, Lesen von Büchern/Magazinen

– Gesunde, achtsame Ernährung: regelmäßige Mahlzeiten, angereichert mit Salat und Früchten, ausreichend Proteinen, Begrenzung der Kohlenhydrate. Ausreichende Einnahme von Flüssigkeit (mindestens 2 Liter pro Tag): neben Wasser, zum Beispiel ungesüßter Tee. Mäßiger Koffeinkonsum, empfehlenswert maximal drei Tassen Kaffee/Tag. Vermeidung von übermäßigem Alkoholkonsum.

– Reduktion des Medienkonsums, vor allem bedrohliche Inhalte, nur noch zweimal täglich

– Reduktion der Beschäftigung mit Gerüchten

– Informationsbeschaffung nur aus zuverlässigen Quellen, 1 bis 2mal täglich, nicht stündlich

– Gefühl der Kontrolle herstellen durch das Setzen von Zielen (etwas Neues lernen, Tagebuch schreiben etc.)

– Humor behalten, Lachen und Lächeln à hilft Stress zu reduzieren

– Extreme Emotionen wie Ängste, Unsicherheit, Wut akzeptieren

– Schlafhygiene: feste Zeiten, in welchen man zu Bett geht und aufsteht, kein Medienkonsum vor dem Einschlafen, wenn Mittagsschlaf, nur kurz (20 Minuten), Tag-Nacht-Umkehr verhindern

„Hygieneschutzmaßnahmen können leben retten“

Daniel Schüpbach betont, dass die meisten Menschen  nach Beendigung der Quarantäne-Maßnahmen wieder zurück in den Alltag finden werden und ein normales Leben führen können; dies unter dem Aspekt der Resilienz, der Widerstandsfähigkeit. Andere benötigen Unterstützung und professionelle Hilfe. Aber wie auch immer, die Corona-Krise führe dazu, so der Chefarzt, „dass wir im Umgang mit uns selbst und Mitmenschen achtsamer sein müssen, weil die Hygieneschutzmaßnahmen (Abstandsregeln, Mund-Nase-Schutz, Händewaschen, Hustenetikette) Krankheiten vermeiden helfen und Leben retten können“.

Text: Sonja Bossert

Daniel Schüpbach ist Chefarzt am Klinikum am Weißenhof in Weinsberg. Quelle: Screenshot von der Internetseite des Klinikums

Soziale Isolation kann Ängste und Depressionen begünstigen. Symbolfoto. Quelle: adobe stock

 




Rainer Mugler erklärt die 5 Coronaregeln

Schritt für Schritt öffnen die Recyclinghöfe im gesamten Kreisgebiet ihre Tore. Das geht aus einer Pressemitteilung der Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises hervor.

Neuenstein öffnet früher, Mulfingen und Waldenbur später

Ab Montag, den 25. Mai 2020 öffnet der Recyclinghof in Neuenstein und am Mittwoch, den 27. Mai 2020, folgen die Recyclinghöfe Mulfingen und Waldenburg jeweils zu den regulären Öffnungszeiten. Damit haben alle Recyclinghöfe im Kreisgebiet wieder geöffnet. „Die schrittweise Öffnung der einzelnen Höfe war wichtig, um bei Krankheitsausfällen genügend Personal vorhalten zu können“, erklärt Silvia Fritsch, Betriebsleiterin der Abfallwirtschaft. Fritsch bittet trotzdem, genau zu überprüfen, ob eine Entsorgung gleich jetzt notwendig ist. So können Rückstaus und lange Wartezeiten vermieden werden.

In Öhringen zusätzlich Container aufgestellt

Im Großraum Öhringen-Bretzfeld stehen zusätzliche Container für Leichtverpackungen und Altpapier auf dem Gelände der Firma Mietpark Lang in Öhringen für die Bürgerinnen und Bürger zur Abgabe bereit. „Verpackungen und Altpapier werden neben der Grünen Tonne am häufigsten über die Recyclinghöfe entsorgt. Mit dieser Lösung konnten wir die Anlieferungssituation auf den Recyclinghöfen entzerren“, betont Joachim Bahr, Bereichsleiter Entsorgungsanlagen bei der Abfallwirtschaft. Die Abfallwirtschaft bittet eindringlich vor allem Gewerbetreibende im Großraum Öhringen-Bretzfeld diese Abgabemöglichkeit beim Mietpark Lang zu nutzen. Die Abfuhr der Grünen Tonne für Verpackungen und Altpapier bleiben ebenfalls wie gehabt.

Anlieferer müssen in ihren Fahrzeugen sitzenbleiben

Die Öffnung der Recyclinghöfe ist nur unter strengen Auflagen gestattet, welche es einzuhalten gilt. Bei der Anlieferung auf den Höfen sind bestimmte Regeln zu beachten, die vor Ort ausgehängt sind. An erster Stelle steht der Schutz der Mitarbeiter und der Anlieferer, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Die Materialien müssen zu Hause vorsortiert werden, damit das Entladen zügig erfolgen kann.  Es werden nur Anlieferungen mit haushaltsüblichen Mengen angenommen, um allen Bürgern die Möglichkeit der Entsorgung bieten zu können. Die Anlieferer müssen in ihren Fahrzeugen sitzen bleiben bis sie von einem Mitarbeiter abgeholt werden. Es ist nur einer Person gestattet, die mitgebrachten Materialien zu entsorgen. Mitfahrer bleiben über diese Zeit im Fahrzeug sitzen. Der Sicherheitsabstand zum Personal und den anderen Anlieferern ist stets einzuhalten. Es dürfen sich maximal vier Personen gleichzeitig auf dem Recyclinghof-Gelände befinden. „Es ist toll, wie sich die Bürgerinnen und Bürger an die Anlieferungsregeln halten“, berichtet Bahr aus seinen Erfahrungen der letzten Wochen auf den Schwerpunkthöfen.

Die Öffnungszeiten aller Recyclinghöfe sind auf einen Blick in der Abfall-App dargestellt. Die Abfall-App ist stets aktuell und informiert über alle anstehenden Veränderungen rund um das Thema Abfall. Sie steht in den gängigen App-Stores unter dem Namen „Abfallinfo HOK“ kostenlos zum Download zur Verfügung. Zusätzlich gibt es eine Service-Hotline: 07940/18 555.

Rainer Mugler bedankt sich schon jetzt für die Einhaltung der Corona-Regeln. Foto: Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises

 




Bitte „ausreichend Abstand zu den Maschinen der Landwirte einhalten“

Das Landwirtschaftsamt appelliert an alle Bürger, „Rücksicht und Respekt für die Landwirtschaft“ zu zeigen.

Das Landwirtschaftsamt des Hohenlohekreises bittet Spaziergänger, Wanderer und Radfahrer, insbesondere auf Feldwegen, „ausreichend Abstand zu den Maschinen der Landwirte einzuhalten. Da aufgrund der Coronakrise das Leben in vielen Bereichen stark eingeschränkt ist, verbringen viele Menschen ihre Freizeit derzeit in der freien Natur. Dadurch nehmen auch die Begegnungen zwischen landwirtschaftlichen Maschinen und Freizeitsuchenden auf den Feldwegen deutlich zu“, so das Landwirtschaftsamt in einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises.

Schritttempo nicht möglich

Den Landwirten sei es nicht möglich, große Strecken nur im Schrittempo zu fahren, da gerade im Frühjahr ein großes Pensum an Arbeit geleistet werden müsse. Auf die landwirtschaftliche Produktion in Feld und Flur sollten Freizeitsportler daher unbedingt Rücksicht nehmen. Auch Hundebesitzer werden gebeten, darauf zu achten, dass die Nutzung eines landwirtschaftlichen Grundstücks nicht durch freilaufende Hunde beeinträchtigt wird.

Betreten verboten

Nach Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG) dürfen landwirtschaftlich genutzte Flächen während der Nutzzeit nicht betreten werden. Die Nutzzeit ist der Zeitraum zwischen Saat und Ernte, bei Grünland die Zeit des Aufwuchses und der Beweidung, also der Zeitraum zwischen März und Anfang November. Dieses Betretungsverbot gilt auch für Hunde. Wer die freie Landschaft betritt, ist verpflichtet, eigene Abfälle oder die Hinterlassenschaften seines Hundes einzusammeln und zu entfernen.

 

 




Kölner Unternehmen investiert rund 10 Millionen Euro auf Taläcker

Die Deutsche Reihenhaus AG mit Sitz in Köln baut ihren ersten Wohnpark in Künzelsau-Taläcker.  Auf einem rund 7.200 Quadratmeter großen Grundstück entstehen im Wohnpark „An der Bergbahn“ https://www.reihenhaus.de/projekte/aktuelle-projekte/kuenzelsau-an-der-bergbahn am Lipfersberger Weg 30 Eigenheime in serieller Bauweise. Der Kölner Bauträger investiert in dieses Projekt 9,7 Millionen Euro. Das geht aus einer Pressemitteilung der Deutschen Reihenhaus AG hervor.

Künzelsau „ist ein wirtschaftlich starkes Mittelzentrum“

Vorstandsvorsitzender Carsten Rutz: „Künzelsau ist ein wirtschaftlich starkes Mittelzentrum mit klar definierter, familienfreundlicher Ausrichtung für die kommenden zehn Jahre, unter anderem mit Fokus auf Klima, Infrastruktur und Wohnen. Wohnraum für alle heißt das Ziel. Mit unseren Häusern bieten wir vor allem jungen Menschen und ihren Kindern ein bezahlbares Eigenheim, das die Familie stärkt und eine Absicherung für die Zukunft ermöglicht.“

Die 30 Häuser „145 m² Familienglück“ starten laut dem Investor bei 269.990 Euro inklusive Grundstück für ein Reihenmittelhaus.

Die Bauarbeiten sollen im zweiten Quartal dieses Jahres beginnen. In der zweiten Jahreshälfte 2021 soll der Wohnpark komplett fertiggestellt sein.

Werbeinformationen des Kölner Unternehmens für ihre Wohnsiedlungen.

Künzelsau-Taläcker: So soll der neue Wohnpark laut dem investierenden Unternehmen ausschauen.

 




Heilbronner Zoll stoppt 750.000 chinesische Mundschutzmasken

Beschäftigte des Zollamts Heilbronn verhinderten am 12. Mai 2020 die Einfuhr 750.000 minderwertiger Masken, indem sie Zweifeln an deren Schutzklasse nachgingen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Hauptzollamtes Heilbronn hervor.

Die Großlieferung in 375 Kartons mit insgesamt 15.000 Boxen von Verpackungseinheiten zu je 50 Stück wurde mit einem Warenwert von fast 200.000 Euro zur Verzollung angemeldet. Der Einführer hatte die Ware in China als hochwertige FFP2-Masken bestellt und dem Zoll als Mundschutzmasken angemeldet. Nach Kontaktaufnahme und Austausch mit der zuständigen Marktüberwachungsbehörde in Baden-Württemberg, dem Regierungspräsidium Tübingen, wurde die Überlassung der Importware ausgesetzt.

Der Einführer kann die Masken mit minderwertiger Schutzfunktion nun nur noch als Alltags- beziehungsweise Behelfsmasken vertreiben, so der Zoll in seiner Pressemitteilung. Die vom Lieferanten unzulässigerweise angebrachte CE-Kennzeichnung muss der Einführer dazu jedoch entfernen, da die Masken auch die Voraussetzungen der Medizinproduktrichtlinie der EU für sogenannte Mund-Nasen-Schutzmasken nicht erfüllen.

Engpass an Corona-Schutzausrüstung

Im Zusammenhang mit der weltweiten Covid-19-Pandemie ist der Bedarf an Schutzgütern und -ausrüstung auch in Deutschland stark angestiegen. Um den Bedarf decken zu können, wird ein Großteil der Schutzgüter und -ausrüstung aus Drittländern eingeführt. Alle Produkte, die in der Europäischen Union (EU) in Verkehr gebracht werden, müssen unabhängig davon, ob sie in der EU produziert oder aus Drittländern importiert werden, die in der EU geltenden Standards, also die Vorschriften zur Produktsicherheit und -konformität erfüllen. Nur so kann für Verbraucher und Unternehmen ein einheitlich hohes Schutzniveau gewährleistet werden. Der Zoll wirkt im grenzüberschreitenden Warenverkehr mit Drittländern bei der Überwachung der Einhaltung der geltenden Produktsicherheitsvorschriften gemäß Art. 15 Abs. 5 i.V.m. Art. 27 Abs. 3 der Verordnung (EG) Nr. 765/2008 mit. Entstehen bei der Abfertigung Zweifel, ob eine angemeldete Ware den in der EU geltenden Vorschriften entspricht oder ob ein erforderliches Konformitätsverfahren durchlaufen wurde, so informiert der Zoll die zuständige Marktüberwachungsbehörde über die bevorstehende Einfuhr und führt deren Entscheidung über die Einfuhrfähigkeit herbei. Der Zoll und somit das abfertigende Zollamt ist an diese Entscheidung der Marktüberwachungsbehörde gebunden und darf nur zum zollrechtlich freien Verkehr abfertigen, wenn die Marktüberwachungsbehörde dem auch zustimmt. Dies gilt auch bei der Einfuhr von Schutzgütern und Schutzausrüstung.

Gezielte Informationen zu den Produktanforderungen gibt es bei der zuständigen Marktüberwachungsbehörde.




Exklusive Einblicke ins Corona-(T)raumschiff

Am Dienstag, den 19. Mai 2020, präsentierte das Robert-Koch-Insitut (RKI) in Kupferzell die Corona-Studie. Einwohner von vier Gemeinden deuttschlandweit sollen unter dem Aspekt des Coronavirus näher unter die Lupe, sprich, untersucht und getestet werden (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2020/05/19/landrat-neth-wir-sind-sehr-neugierig-und-wollen-erfahren-wie-sich-die-infektion-hier-ausgebreitet-hat/). Das RKI wählte Kupferzell als einer der so genannten Corona-Hot-Spots für die Studie aus und die Kupferzeller bildeten auch gleich den Auftakt, bevor es danach in die anderen Gemeinden geht. 

Dabei werden Personen aus den vier Gemeinden per Zufallsprinzip ausgewählt. Und auch wenn die Einwohner ausgewählt und angeschrieben worden sind, können sie noch ablehnen, an der Studie teilzunehmen. Dennoch hoffen Hohenlohes Landrat Dr. Matthias Neth und Kupferzells Bürgermeister Christoph Spieles auf eine rege Teilnahme. Christoph Spieles durfte denn auch als erster von rund 2.000 Einwohnern, die das RKI testen möchte, einen Abstrich machen lassen.

Anbei veröffentlichen wir Fotos, die das mobile Mini-Labor des RKI, den so genannten Medibus, von innen zeigen.

Fotos: Sonja Bossert

Foto: GSCHWÄTZ

Foto: GSCHWÄTZ

Der Bus steht derzeit auf dem Parkplatz der Carl-Julius-Weber-Halle in Kupferzell. Foto: GSCHWÄTZ

Foto: GSCHWÄTZ

Foto: GSCHWÄTZ

Kupferzells Bürgermeister Christoph Spieles stellte sich als erster Proband zur Verfügung. Foto: GSCHWÄTZ

Foto: GSCHWÄTZ

Foto: GSCHWÄTZ

Foto: GSCHWÄTZ

Deutschlandweites Medieninteresse. Foto: GSCHWÄTZ

So schaut es im Inneren des Medibusses aus. Foto: GSCHWÄTZ

Foto: GSCHWÄTZ

Foto: GSCHWÄTZ

Da kommt man sich fast vor wie bei der Deutschen Bahn. Foto: GSCHWÄTZ

Foto: GSCHWÄTZ

Foto: GSCHWÄTZ

Referatsleiter Stefan Brockmann, Dr. Thomas Lampert vom RKI, Landrat Dr. Neth, Studienleiterin Dr. Claudia Santos-Hövener, Gesundheitsamtsleitern Antje Haack-Erdmann und Gunnar Kreidl vom THW Pfedelbach (v.l.n.r.). Foto: Gschwätz




82-Jährige erfasst Neunjährige mit Auto, Kind wird schwer verletzt

Am Montagabend, den 18. Mai 2020, wurde in Krautheim ein Kind beim Überqueren der Fahrbahn von einem Pkw erfasst.

Gegen 18 Uhr war das neunjährige Mädchen mit ihrem Bruder und ihrem Vater auf Fahrrädern unterwegs. Als das Mädchen von ihrem Fahrrad abstieg und die Fahrbahn der Landstraße bei Krautheim überqueren wollte, übersah sie vermutlich den Ford einer 82-jährigen Frau. Das Auto erfasste die Neunjährige frontal. Durch den Zusammenprall erlitt das Kind schwerste Verletzungen und wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

Krautheim. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv




Bekommt die private Kindertagesstätte Schatzkinder in Nagelsberg eine zweite Chance?

Die Kindergartenbedarfsplanung für des kommende Kindergartenjahr, das ab September 2020 startet, steht auf Platz drei der Sitzungsordnung der Gemeinderatsthemen, über die heute der Künzelsauer Gemeinderat entscheiden soll. Für Elvia Jakobi ist es eine wichtige Entscheidung.

Sie hat die private Kindertagesstätte (Kita) Schatzkinder in Nagelsberg gegründet, die Kita öffnete 2018 seine Türen. Im  Frühjahr 2019 nahm die Stadtverwaltung Künzelsau die Kita mit einer Kleingruppe
für Drei- bis Sechsjährige vorerst befristet bis Juli 2019 in die Bedarfsplanung auf. Dann kam das Aus. Jakobis Kita flog aus der Bedarfsplanung wegen – kurzgefasst – zu wenig Kindern und zu hohen Kosten. Jakobi wollte daraufhin einen Anwalt einschalten. (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2019/08/02/trauriges-ende-jakobi-gibt-auf-und-schliesst-private-kita-in-kuenzelsau/ 

https://www.gschwaetz.de/2019/07/31/private-kitabetreiberin-schaltet-anwalt-gegen-stadt-kuenzelsau-ein/

Nun gibt es wieder Hoffnung. Auf der Liste zur Kindergartenbedarfsplanung 2020/2021 ist Jakobis private Kita neben den städtischen Angeboten mit aufgeführt mit einem Platzangebot für 12 Ü3-Kinder (Anm. d. Red. über Dreijährige) mit VÖ-Betreuung an fünf Wochentagen ab 01. September 2020.

32.000 Euro zusätzliche Kosten?

Jakobi möchte jedoch, so die Sitzungsvorlage der Stadtverwaltung Künzelsau, „nach Möglichkeit eine gegenseitige Vertragsgrundlage von fünf bis zehn Jahren abschließen, um für die Antragstellung von Landes- und Bundesmitteln für einen weiteren Ausbau als langfristige Einrichtung im Antragsverfahren Berücksichtigung zu finden“. Laut der Sitzungsvorlage soll in der Kita Schatzkinder Deutsch die Grundsprache sein, als Erweiterung sollen die Kinder aber mit Englisch erste Kontakte knüpfen. Die Elterngebühren sollen laut der Sitzungsvorlage der Stadtverwaltung bei 350 Euro plus 200 Euro Essensgeld liegen. Die Konzeption sehe ein frisch gekochtes Essen vor, für dessen Gewährleistung eine Küchenhilfe eingestellt werden soll.  Den städtischen Haushalt würde die neue Kita laut der Sitzungsvorlage der Stadt mit 32.000 Euro belasten. Wie sich diese zusätzlichen Kosten zusammensetzen, erschließt sich aus der Sitzungsvorlage nicht.

Wenn der Gemeinderat heute dem Kitabetrieb ab 01. September 2020 zustimmt, würde Jakobi zur Verbesserung der Platzplanung bis September 2020 das städtische Onlineportal Little Bird (zur Anmeldung für Kitaplätze) mit nutzen dürfen.