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Auto einer 23-Jährigen überschlägt sich – Alkohol im Spiel

Ein Pkw kam am frühen Samstagmorgen, den 25. Mai 2020, von der Fahrbahn ab und überschlug sich im Anschluss. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Eine 23-jährige Fahrerin eines Seat befuhr die A6 in Richtung Mannheim. Gegen 03.15 Uhr geriet die junge Frau aus bislang ungeklärten Gründen nach rechts in den Grünstreifen und fuhr an der Brücke über der Autobahn im Bereich Neuenstein einen steilen betonierten Hang hinauf. Hierbei überschlug sich der Wagen mehrfach und landete im Anschluss wieder auf der Fahrbahn der Autobahn auf den Rädern. Es entstand Sachschaden in Höhe von zirka 8.000 Euro.

Die Frau verletzte sich durch den Unfall leicht und musste im Krankenhaus behandelt werden. Im Anschluss der Behandlung wurde bei der 23-Jährigen ein Alkoholtest durchgeführt. Trotz der bereits vergangenen Stunden zum Unfallzeitpunkt lag das Ergebnis bei mehr als 0,7 Promille.

 




VW verliert Rad während der Fahrt

Am Samstagmorgen, den 23. Mai 2020, verlor ein Pkw während der Fahrt ein Rad. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Auf der A6 bei Öhringen löste sich gegen 09.45 Uhr das linke Vorderrad eines VW einer 35-Jährigen. Der Wagen schlittete daraufhin auf der Achse über die Fahrbahn und kam nach zirka 30 Metern zum Stehen. Der verlorene Reifen rollte quer über die Fahrbahn und blieb an der Mittelleitplanke liegen. Die Frau kam mit einem Schrecken davon und verletzte sich glücklicherweise nicht. Es entstand jedoch Sachschaden an dem Fahrbahnbelag und dem VW in einer bislang unbekannten Höhe.




„Um sich vor der Pest zu schützen, trugen die Menschen Tücher vor dem Gesicht“

Covid-19 ist ein Virus, das eine weltweite Pandemie entfacht hat. Überall auf der Welt erkranken Menschen und sterben – vermehrt ältere Menschen und mit Vorerkrankungen, aber es gibt auch Kinder und Menschen zwischen 20 und 40 Jahren, die das Virus dahinrafft. Manche Virologen haben Covid-19 bereits mit der Spanischen Grippe verglichen, an der 2018/2019 – also vor ziemlich genau 100 Jahren – laut dem Ärzteblatt schätzungsweise 27 bis 50 Millionen Menschen starben. https://www.aerzteblatt.de/archiv/197155/Spanische-Grippe-Ein-Virus-Millionen-Tote Die Wochenzeitung Die Zeit betitelte die Spanische Grippe in einem Artikel, online veröffentlicht im Januar 2020, als „die Mutter aller Pandemien“. https://www.zeit.de/2020/06/spanische-grippe-virus-seuche-pandemie

Die Pest, die vor rund 700 Jahren tobte, soll sogar ein Drittel der Bevölkerung dahingerafft haben. Auch im Hohenlohischen wütete sie – und mit ihr noch viele andere Dinge. Denn die Leidtragenden war damals die jüdische Bevölkerungsgruppe.

Herren von Hohenlohe nahmen Juden auf

Denn im Hohenlohehischen gab es damals zahlreiche jüdische Siedlungen. „Jüdische Siedlungen dürften im Gebiet Hohenlohe im hohen und späteren Mittelalter an wichtigen Verkehrs- und Handelsmittelpunkten entstanden sein. In Öhringen lebten Juden im Jahr 1253. Der Vogt übte über sie die Oberherrschaft aus. Auch in anderen Orten nahmen die Herren von Hohenlohe die Juden auf. Diese kamen aus den benachbarten Reichsstädten Schwäbisch, Heilbronn und Rothenburg ob der Tauber; in der Grafschaft Hohenlohe trieben sie Handel.“ Das steht in einem Artikel auf der Internetseite, den wir hier auzugsweise veröffentlichen. http://juden-in-oehringen.de/mittelalter

Das mittelalterliche Judentum war danach überwiegend städtisches Bürgertum: „Da die Juden kein Eigentum an Grund und Boden besitzen durften und auch nicht in die Zünfte aufgenommen wurden, blieben ihnen nur das als verwerflich angesehene Geschäft des Zinsnehmens. Den Christen war dieses Geschäft seit 1179 verboten. Das Kreditwesen der Juden war unentbehrlich für die weltlichen und kirchlichen Kreise und erreichte im 13. Jahrhundert seinen Höhepunkt. Durch die einheitliche hebräische Sprache, ihre Familienverflechtungen und den gemeinsamen Glauben bildeten sie eine die damaligen Grenzen überschreitende Gruppe, die immer wieder die benötigten Kapitalien beschaffte.

Judenverfolgungen auch in Hohenlohe

Die negativen Folgen blieben nicht aus: Die Rechtsstellung verschlechterte sich, und durch finanzielle Forderungen von Kaiser, Landesherr und Stadt waren die Juden gezwungen, immer mehr Geld aufzutreiben. Dies wurde vom Volk als „Zinswucher“ verstanden Zugleich tauchte die Beschuldigung auf, dass Juden Hostien schändeten, indem sie geweihte Hostien kaufen oder stehlen würden, um sie aus Hass gegen Christus mit Messern zu durchstechen oder in einem Mörser zu zerstampfen. Gerüchte über solchen Hostienfrevel führten im Jahr 1298 in Südwestdeutschland zu entsetzlichen Judenmetzeleien, ausgelöst durch den fränkischen Ritter Rintfleisch.

Judenmetzeleien, ausgelöst durch den fränkischen Ritter Rintfleisch

Davon war auch Hohenlohe betroffen. Auch in Öhringen wurden Juden erschlagen; Zahl und Namen sind nicht bekannt. Das Wohngebiet der jüdischen Familien lag im westlichen Bereich, wahrscheinlich in der Gerbergasse; hier befand sich auch die Synagoge. Ebenso kam es in Forchtenberg, Waldenburg, Dörzbach, Krautheim, Ingelfingen und Künzelsau zu den „Rintfleischpogromen“. In Sindringen wurden elf Angehörige zweier Familien ermordet.

Im Jahr 1348 verbreitete sich in Europa die aus dem Orient eingeschleppte Pest, genannt der „Schwarze Tod“. Die Seuche richtete schlimme Verheerungen an; ein Drittel der Bevölkerung erlag ihr. Da begann eine ungeheuerliches Gerücht umzulaufen: Die Pest sei durch die Juden heraufbeschworen, sie hätten alle Brunnen und alles Quellwasser vergiftet. Die wahnwitzige Beschuldigung wurde geglaubt, obwohl auch die Juden der Pest zum Opfer fielen. Durch ihre Vorschriften bei ihrem Gesetz, z.B Waschen vor den Mahlzeiten, hatten sie aber weniger Todesfälle. In den darauffolgenden Judenverfolgungen von 1348/49 gingen die jüdischen Gemeinden in Öhringen, Waldenburg und Hohebach vollständig unter.“

Die Pest: Der schwarze Tod des Mittelalters

Mitte des 14. Jahrhunderts wurde nicht nur Hohenlohe, sondern ganz Europa von der Pest befallen: Die Menschen bekamen dunkle Beulen am ganzen Körper und starben. In den ersten sechs Jahren starb ein Drittel der europäischen Bevölkerung. https://www.geo.de/geolino/mensch/13515-rtkl-die-pest-der-schwarze-tod-des-mittelalters
Die Pest (lateinisch„pestis“, Seuche) ist eine hochansteckende Infektionskrankheit, die im. Als im Jahre 1347 die Pest ausbrach, dauerte es lange, bis man herausfand, wie die Ausbreitung der Pest verhindert werden konnte.

Bie der Pest wird in vier Erscheinungsformen unterschieden:

  • Beulenpest 
  • Pestsepsis
  • Lungenpest
  • abortive Pest

Bei einer Epidemie treten alle Erscheinungsformen auf, am häufigsten sind jedoch die Beulenpest und die Lungenpest. Aus einer Beulenpest kann sich eine Pestsepsis entwickeln, die zwiederum zu einer Lungenpest wird.

Die Beulenpest

Die Beulenpest ist die häufigste Form der Pest. An der Beulenpest Erkrankte bekommen schwarze Flecken auf der Haut an jener Stelle, an der sie von einem mit dem Bakterium infizierten Floh gebissen wurden.

Danach bekommen die Erkankten eitrige dunkle Beulen am ganzen Körper, die einen Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern erreichen können – daher auch der Name „Beulenpest“. Nicht selten bekommen die Patienten starkes Fieber und Gliederschmerzen.

Lungenpest

Bei der Lungenpest befällt ein Bakterium die Lunge. Bereits nach wenigen Stunden spürt der Erkrankte erste Sympotome: Fieber und Schwäche, blutiger Husten und Brustschmerzen sowie Atemnot und bläuliche Lippen sind die Folge. Wegen des starken Hustens kommt es nicht selten auch zu Erbrechen und Bauchschmerzen.

Meist verläuft die Lungenpest heftiger als die Beulenpest, weil die natürlichen Abwehrbarrieren des Körpers durch einen direkte Lungenbefall umgangen werden. Unbehandelt führt die Lungenpest nach spätestens fünf Tagen zum Tod.

Pestsepsis

Die Pestsepsis ist eine Art der Blutvergiftung und tritt dann auf, wenn die Bakterien der Beulen- oder Lungenpest in die Blutbahn gelangen. Dies kann zum Beispiel geschehen, wenn offene Wunden mit einem Bakterium in Berührung kommen.

Die Erreger werden im Blut dann im ganzen Körper verteilt. Typische Symptome sind sehr hohes Fieber, Kopfschmerzen und Verdauungsprobleme, aber auch Verwirrtheit und Organblutungen (daher auch die Bezeichnung „der schwarze Tod). Ohne ärztliche Behandlung führt die Pestsepsis zum Kreislaufversagen und der Patient verstirbt.

Abortive Pest

Die abortive Pest ist eine mildere Variante der Seuche. Leichtes Fieber und etwas geschwollene Lymphknoten sind typische Symptome der abortiven Pest. Nach einer überstanden Infektion sind Patienten für eine Weile immun gegen die Krankheit.

Die Pest in Europa

Seit dem Jahr 1347 breiten sich die Pesterreger in ganz Europa rasant aus. Vermutlich kam der „Schwarze Tod“ durch Schiffsbesatzungen aus dem Orient nach Europa. In Marseille, in Paris und ab Dezember 1349 auch in London und in Frankfurt wütete die Krankheit. Ein Mittel gegen die Seuche mit den schwarzen Beulen gab es zunächst nicht.

Anfangs wurden die an Pest erkrankten Patienten noch in die örtlichen Krankenhäuser gebracht. Später kennzeichnete man die Häuser der kranken Menschen mit einem Kreuz und als ein Ende der Pest nicht mehr abzusehen war, mussten die Betroffenen in Unterkünfte außerhalb der Städte ziehen.

Nur durch Isolation eindämmbar

Denn erst nach dem Tod Hunderttausender wurde klar, dass die Ausbreitung der Epidemie nur durch Isolation eingedämmt werden konnte. Im Jahr 1423 wurde in Venedig das erste Pest-Krankenhaus erbaut, um die Erkankten von der gesunden Gesellschaft in Venedig abzugrenzen. Die Auswirkungen der Seuche machten sich stark bemerkbar. Besonders schwer wiegten Hungersnöte, da das gesamte öffentliche Leben zusammenbrach und Nahrungsmittel knapp wurden.

Kontaktverbot

In Deutschland wurde ein Seuchengesetz erhoben, dass an der Beulenpest erkankten Menschen den Kontakt mit ihren Mitmenschen verbot. Wer es von den Erkankten dennoch wagte, wurde meist der Stadt verwiesen und hinaus gejagt.

Der Ursprung der Pest

Woher die Pest kam, wussten die Menschen im Mittelalter nicht. Da es zunächst keine medizinische Erklärung gab, machten erste Theorien schnell die Runde: Ungünstig stehende Winde, eine schlechte Konstellation der Planeten oder verseuchtes Wasser machten die Menschen für die Pest verantwortlich. Dass die Pest von Ratten und Flöhen übertragen wurde, war im Mittelalter noch nicht bekannt.

Die Verantwortlichen für das verseuchte Wasser waren hingegen schnell bestimmt: Die Juden wurden als Brunnenvergifter beschuldigt. In ganz Europa wurden sie während der Seuche  verfolgt, ermordet und jüdische Wohnviertel wurden nieder gebrannt.

Heilmittel gegen die Pest

Da die Menschen im Mittelalter sich nicht über den Ursprung der Krankheit im Klaren waren, konnten Ärzte auch keine sichere Behandlungsmethode für Pestkranke bestimmen. Ein gängiges Mittel war jedoch der Aderlass. Dazu entnahm man Blut, indem man dem Patienten in eine Vene schnitt und dadmit versuchte, die Pesterreger aus dem Körper zu holen.

Andere Erkrankte bekamen Brechmittel, um die giftigen Erreger aus dem Körper zu befördern. Heute ist bekannt, dass diese Methoden im Mittelalter den schwachen Patienten eher noch mehr zusetzten als nützten.

Um sich vor der Pest zu schützen, trugen die Menschen im Mittelalter Tücher vor dem Gesicht, verbrannten duftende Kräuter und versprühten Rosenwasser. Doch auch diese Maßnahmen blieben erfolglos – der schwarze Tod breitete sich immer weiter aus.

Das Ende der Pest

Die „Ära des Schwarzen Todes“ endete um das Jahr 1353. Zwar gab es in den folgenden Jahren vereinzelt weitere Pest-Erkrankungen in einzelnen Regionen Europas, doch die erste große Pest-Epidemie galt als beendet.

Erst im Jahre 1894 entdeckt der Arzt Alexandre Yersin aus der Schweiz den Erreger der Pest und entwickelt den ersten Impfstoff. Die erste Beschreibung des Pest-Erregers liefert Alexandre Yersin in einem Brief, den er 1894 an die französische Akademie der Wissenschaften schickt. Darin weist Yersin nach, dass die Pest vom gleichen Bakterium bei Mensch und Tier ausgelöst wird. Der Pesterreger wird nach seinem Entdecker benannt: Yersinia Pestis.

Heute wissen wir, dass die Pest eine bakterielle Infektionskrankheit ist, die im Mittelalter hauptsächlich durch Ratten auf Flöhe und von Flöhen wiederum auf den Menschen übertragen wurde. Da die hygienischen Zustände im Mittelalter sehr schlecht waren und sowohl Flöhe als auch Ratten zum Alltag gehörten, konnte sich die Krankheit leicht verbreiten.




Corona: Blutkonserven reichen nicht einmal mehr für einen Tag

Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg gehen dem Roten Kreuz die Blutkonserven aus. Momentan reichen sie wegen der Covid-19 Pandemie laut der Blutspendedienste nicht einmal mehr für einen Tag. Das berichtet das Nachrichtenportalhttp://www.bw24.de

Die Gründe hierfür sind unter anderem die zahlreichen Blutspendetermine, die wegen des Coronavirus‘ abgesagt werden müssten. Baden-Württemberg ist laut bw24.de besonders stark von den dezimierten Blutvorräten betroffen: Sie reichen nicht einmal für einen Tag. 

Die Zahlen des Roten Kreuzes (DRK) zeigen, dass die Blutkonserven in Baden-Württemberg nicht einmal mehr den Bedarf eines durchschnittlichen Tages decken können. Stephan Küpper vom Blutspendedienst West des DRK sagte zur Deutschen Presse-Agentur, Covid-19 habe das Blutspendewesen sehr deutlich durchgerüttelt. Durch die Verbreitung des Coronavirus‘ in Baden-württenberg mussten viele Blutspende-Termine abgesagt werden.

Laut einer Tabelle zum Blutvorrat umgerechnet in Tagen, erstellt von bw.24, hat Baden-Württemberg aktuell die wenigsten Vorräte an Blutkonserven im Vergleich zu allen anderen Bundesländern. Einzig Hessen weist den gleichen Wert von 0,9 auf. https://www.bw24.de/baden-wuerttemberg/coronavirus-baden-wuerttemberg-blutkonserven-knapp-blutspenden-blut-covid-19-operationen-drk-90001632.html
Am meisten Blutvorräte hat derzeit Bayern, diese reichen für zirka 4,3 Tage.
Operationen müssen nun verschoben werden
Weil das DRK in Baden-Württemberg aktuell nicht einmal den Bedarf eines einzigen Tages decken kann, muss im Land nun Blut gespart werden. In der Praxis bedeutet das, dass nicht notwendige Operationen teilweise abgesagt oder verschoben werden müssen.
„Jetzt muss jeder Blut spenden, der kann“
Das DRK rechnet nicht mit einem baldigen Ende der kritischen Situation. Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg könnte noch das gesamte Jahr über kein normaler Betrieb bei den Blutspenden möglich sein. Hilfreich wäre es deshalb, wenn zu den seltener gewordenen Terminen mehr Leute kommen würden, um die Blutkonserven in Baden-Württemberg wieder aufzufüllen. Zum ARD-Hauptstadtstudio sagte Weck: „Jetzt muss jeder Blut spenden gehen, der kann und möchte.“
Nächste Blutspendetermine im Hohenlohekreis
Am Freitag, den 29. Mai 2020 gibt es vom DRK einen Blutspendetermin Kupferzell in der Carl-Julius-Weber-Halle, Jahnweg 2, 15.30 bid 19.30 Uhr. Achtung: nur mit Terminreservierung. https://www.blutspende.de/blutspendetermine/termine?term=74653
Am Freitag, den 05. Juni 2020, gibt es in Mulfingen in der Stauseehalle, Bachgasse 51, einen Blutspendetermin des DRK. Uhrzeit: 14.30 bis 19.30 Uhr



Ein Name, an dem sich die Geister scheiden

Dr. Andor Toth ist seit 01. Mai 2020 Geschäftsführer der SRH-Klinik in Oberndorf. Das vermeldet der Schwarwälder Bote. https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.rottweil-srh-klinik-vermeldet-wechsel-in-der-geschaeftsfuehrung.d5d623d4-928c-4aa9-af3d-4d813444abb3.html

„Wir freuen uns, mit Andor Toth einen versierten Experten der Krankenhauslandschaft gewonnen zu haben, der die Rahmenbedingungen des Geundheitsmarktes aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennt und mit dem SRH Konzern aus seiner früheren Geschäftsführertätigkeit für zwei SRH Einrichtungen bestens vertraut ist“, äußert Werner Stalla, Geschäftsführer der SRH Kliniken GmbH, heißt es in einer  Pressemitteilung.

Toth war bis 2017 Geschäftsführer des Hohenloher Krankenhauses. Doch nicht jeder der Mitarbeiter verbindet gute Erinnerungen an diesen Namen. Damals warfen ihm manche Mitarbeiter vor, das Krankenhaus bewusst heruntergewirtschaftet zu haben https://www.gschwaetz.de/2017/03/14/kuenzelsau-hinweise-dass-das-krankenhaus-bewusst-heruntergewirtschaftet-wurde/

Ein Name, bei dem sich die Geister scheiden

Toth wurde damals mitverantwortlich gemacht für die immer schlechter werdenden Zahlen des Krankenhausstandortes Künzelsau, das am 15. November 2019 geschlossen wurde.  Von 2013 bis 2017 war er tätig in der regionalen Gesundheitsholding Heilbronn-Franken GmbH mit dem Schwerpunkt medizinische Leistungs- und Unternehmensentwicklung sowie als Geschäftsführer und Gesellschafter in der Hohenloher Krankenhaus GmbH und Hohenloher Seniorenbetreuung gGmbH. GSCHWÄTZ berichtete damals: „Andor Toth. Auch ein Name, bei dem sich die Geister scheiden. Dr. Andor Toth übernahm im Januar 2013  von Bopp die Stelle als Geschäftsführer. Bopp ging in den Ruhestand. Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter berichten, dass Toth anfangs einen sehr guten Job gemacht habe. Unter seiner Leitung gelang eine Einigung im Tarifstreit, so eine Pressemitteilung des Marburger Bundes vom 18. November 2015. man einigte sich auf 2,2 und weitere 1,9 Prozent „lineare Gehaltssteigerung“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Mitarbeiter wurden damit weiterhin (seit 2009) im Haustarif beschäftigt.

Nach der Einigung habe sich Toths Verhalten geändert, berichten Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter. Eckle: „Ich war anfänglich begeistert von Dr. Toth. Aber dann hat er eine Kehrtwende gemacht.“ Man hatte den Eindruck, dass Toth damals einen Auftrag bekommen hatte, und zwar: das Krankenhaus „abzuwickeln“, ist Eckle nach wie vor überzeugt. Unter anderem sei wenig später die Zusammenarbeit mit der Belegarztpraxis Tischler/Mutschler/Zugelder nicht weiter forciert worden. Von Andor Toth  trennte dich das HK im Dezember 2016. Nun sollte Jürgen Schopf richten, was noch zu richten ging beim HK. Allerdings blieb auch dieses Intermezzo nicht von langer Dauer. Schopf verließ das Krankenhaus bereits ein knappes Jahr später wieder, da die BBT-Gruppe die Mehrheitsanteile des HK gekauft hatte und demensprechend auch die Geschäftsführung anders aufgestellt wurde.“ https://www.gschwaetz.de/2018/08/08/kuenzelsauer-krankenhaus-ausgetauschte-schloesser-kuendigungen-und-ein-penis-der-keiner-war/

Nach seinem Weggang vom Hohenloher Krankenhaus leitete Andor Toth ab 2017 für den Deutschen Rentenversicherung Bund als kaufmännischer Direktor die Klinik Taubertal in Bad Mergentheim. Nach drei Jahren nun geht es weiter zur SRK-Klinik als Geschäftsführer. „Ich freue mich darauf, das medizinische Profil des SRH Krankenhauses Oberndorf in dem dynamischen Gesundheitsmarkt weiterzuentwickeln und es auch weiterhin wirtschaftlich zukunftsfähig aufzustellen“, erklärt der 55-jährige Mediziner in dem Artikel im Schwarzwälder Boten. 

 




„Jeder Coronapatient erreicht eine kritische Phase“

Ein Video geht gerade um die Welt. Ein junger Arzt berichtet darin der New York Times, wie er selbst sozusagen die Fronten gewechselt hat und zunächst als Arzt, dann als Patient auf der Intensivstation lag. Der Spiegel hat darüber nun ebenfalls berichtet.

„Fang jetzt an zu arbeiten, Junge“

Dr. Andres Maldonado sei gesund, ohne Vorerkrankungen, berichtet der 27-Jährige in dem Video. Er arbeitet als Arzt in dem Corona-Hot-Spot schlechthin: in New York, in der Bronx. Dann schildeter er Schritt für Schritt die Symptome, die er hatte. Angefangen mit Schüttelfrost über Fieber bis zu Atemproblemen. Tag 2 beschreibt er so: „Wenn ich richtig tief einatmete, tat es weh.“ Am sechsten Tag ließ er sich testen. Das Ergebnis war positiv.Am siebsten Tag sei er in seinem Zimmer hin- und hergelaufen und habe zu sich selbst gesagt: Fang jetzt an zu arbeiten, Junge. „Ich habe auch zwei Stunden gearbeitet, aber dann kam das Fieber wieder zurück.“ Tag 8: „Ich konnte keinen Satz mehr sagen, ohne zwischendrin Luft zu holen.“ Da habe es „Klick“ gemacht, erzählt er. Ab diesem Punkt sei ihm klar geworden, dass er diese Krankheit nicht länger bei sich zu Hause mit sich allein ausmachen konnte. Also ging er ins Krankenhaus, aber dieses Mal nicht als Arzt, sondern als Patient.

„Jeder Coronapatient erreicht eine kritische Phase“

09. Tag. 31. März 2020. Mit Atemnot betritt Dr. Andres Maldonado die Notaufnahme. „Jeder Coronapatient erreicht eine kritische  Phase, in der man sehen kann, dass es bergab geht“, berichtet Dr. Noe Romo in dem Video. Er arbeitet in demselben Krankenhaus wie Maldonado. „Wenn sie diesen Punkt überschreiten, ist es wahrscheinlich, dass sie intubiert werden müssen.“ 70 bis 80 Prozent, die beatmet werden mussten, seien gestorben, ergänzt Dr. Michael Jones, der ebenfalls in der Klinik arbeitet. „Deshalb haben wir uns sehr bemüht, Intubation zu verhindern.“

„Wir lieben dich“

Jeder Mitarbeiter in dem Krankenhaus kannte Dr. Maldonado. Als er auf der Intensivstation lag, habe sich das wie ein Schlag in die Magengrube angefühlt, berichtet eine Krankenschwester. Sie habe ein Schild an seine Fensterscheibe geklebt mit dem Inhalt: „Wir lieben dich.“

„Er atmetet schneller als zuvor“

„Als ich sein Zimmter betrat, habe ich bemerkt, dass er schneller atmete als zuvor“, sagt Dr. Romo. Sie entschieden, Maldonado auf die Intensivstation zu verlegen und ihn an eine Nasenkanüle mit hohem Durchfluss anzuschließen, ein Gerät, das einen Patienten sehr schnell mit sehr viel Sauerstoff versorge. Maldonado dachte zu dieser Zeit lediglich: „Bitte, bitte funktioniere.“ In der Nähe von ihm sei eine 25-Jährige gelegen, die ständig gesagt habe: „Ich kann nicht atmen.“ Schließlich habe sie einen Herzstillstand gehabt.

Maldonado konzentrierte sich in den folgenden Tagen nur auf seine Atmung. Und irgendwann sei der Punkt gekommen, an dem es besser wurde. Maldonado hat das Virus besiegt. Es war auch ein Sieg für das gesamte Krankenhausteam, weil Maldonado stellvertretnd für alle Patienten steht, die auch das Virus besiegen konnten.

In den Vereinigten Staaten sind laut der New York Times bislang offiziell 145 Mitarbeiter im Gesundheitswesen an Covid-19 gestorben, über 9.000 sind offiziell mit dem Virus infiziert worden.

Auch im Hohenlohekreis Ärzte und medizinisches Fachpersonal an dem Virus erkrankt

Auch im Hohenlohekreis sind mehrere Ärzte und (ehemaliges) medizinisches Personal an dem Virus Covid-19 erkrankt. Teilweise mussten sie wegen der Schwere des Verlaufes ebenfalls in einem Krankenhaus behandelt werden. Nicht alle haben überlebt.

In dem Video der New York Times kommt auch die Mutter des jungen Arztes zu Wort: „Unsere schlimmsten Ängste wurden wahr. Allein die Vorstellung, meinen Sohn zu verlieren, war schrecklich.“ Zwischenzeitlich sei er so krank gewesen, „dass ich an einem bestimmt Punkt dachte, dass ich sterben würde“, berichtet Maldonado. Letzten Endes überlebte er. Seine Geschichte soll eine Warnung für jeden sein, der das Virus unterschätzt.

Mehr Informationen:

https://www.spiegel.de/panorama/covid-19-arzt-in-new-york-wird-patient-auf-der-eigenen-intensivstation-a-1606c8d0-f7d7-47bf-bf12-3a542442b849

Hier geht’s zum Video:

https://www.facebook.com/derspiegel/videos/2739983136232209/?v=2739983136232209

Corona: Ein junger Arzt liegt auf seiner eigenen Station. Foto: Screenshot aus einem Video der New York Times




Back in town

Kurze Haare und zu dritt: Man muss fast zweimal hingucken, bevor man ihn erkennt: Timmy Hatton aus Neuenstein hat der Redakton GSCHWÄTZ ein Foto zukommen lassen, unter dem steht: „Schöne Grüße aus dem Ländle.“ Die Odyssee von ihm und seiner Frau Duygu ist damit vorbei. Seid 11. Mai 2020 haben sie wieder deutschen Boden unter den Füßen, nachdem sie seit Anfang März 2020 unter widrigsten Umständen in Corona-Quarantäne in Aserbaidschan festgehalten worden sind (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2020/03/04/der-fall-timmy-hatton-ein-neuensteiner-wird-mit-seiner-hochschwangeren-frau-in-aserbaidschan-festgehalten/).

Und das Wichtigste: Sie sind nun zu dritt. Tommy Hatton hält auf dem Foto seine neugeborene Tochter namens Esme in den Armen. Sie hat am 20. April 2020 in Aserbaidschan mittels Kaiserschnitt das Licht der Welt erblickt. „Wir haben eine gute Ärztin gefunden, die sich gut um Duygu und Esme dem Marian gekümmert hat“, erzählt Timmy Hatton. Beide seien wohlauf.

Die Hattons sind froh, wieder in Deutschland zu sein. Lettland habe letztendlich einen Flug organisiert mit einem ersten Stopp in Frankfurt, berichtet uns Tommy Hatton. Ihr Wohnmobil haben sie beim Zoll abgstellt und werden es irgendwann holen, wenn die Grenzen wieder offen sind.

Nur einen Wehmutstropfen gibt es: Die Großeltern in der Türkei müssen sich noch etwas gedulden, Esme zu sehen, aber, so Timmy Hatton, „sie sind schon sehr gespannt auf ihr Enkelkind“.

Mehr Informationen über den Fall Timmy Hatton

https://www.gschwaetz.de/2020/03/24/noch-plaetze-im-flieger-zurueck-nach-deutschland-frei-timmy-hatton-seine-frau-duerfen-nicht-mit-hilfsbereite-aserbaidschaner-helfen/

https://www.gschwaetz.de/2020/03/08/ehepaar-hatton-am-ende-ihrer-kraefte-deutsche-botschaft-versichert-dass-das-konsequenzen-haben-wird/

https://www.gschwaetz.de/2020/03/06/von-stetten-wo-bist-du-ein-neuensteiner-festgehalten-in-aserbaidschan-und-der-bundestagsabgeordnete-praesentiert-sich-dabei-mehr-als-schwach/

 

Seit dem 11. Mai 2020 hat die Familie Hatton wieder deutschen Boden unter den Füßen. Foto: privat




29-Jähriger ohne Führerschein, dafür aber mit Alkohol Unfall gebaut

Am frühen Freitagmorgen, den 22. Mai 2020, überschlug sich ein Pkw auf der Landstraße zwischen Kemmeten und der Abzweigung Waldzimmern. Das geht aus einer Pressemitteilung des polizeipräisidiums Heilbronn hervor. Gegen 01:30 Uhr befuhr ein 29-jähriger Fahrer eines Fords die Landstraße als ein Reh die Fahrbahn querte. Der Mann wich dem Wild aus, verlor jedoch die Kontrolle über sein Fahrzeug. In der Folge geriet der Wagen nach rechts in den Grünstreifen und überschlug sich. Der schwer verletzte Fahrer kletterte daraufhin aus dem Beifahrerfenster ins Freie und lief orientierungslos in Richtung Neufels. Zu diesem Zeitpunkt befand sich zufälligerweise eine Polizeistreife in der Nähe und kam an der Unfallstelle vorbei.

Im Rahmen der Unfallaufnahme wurde festgestellt, dass der 29-Jährige keinen Führerschein besaß und unter Alkoholeinfluss stand. Das Ergebnis des Alkoholtests ergab 1,5 Promille. An dem Fahrzeug entstand zudem Sachschaden in Höhe von zirka 5.000 Euro. Auf den Mann kommt nun ein Strafverfahren wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs und dem Fahren ohne Fahrerlaubnis zu.

 




„Gefahr der Vereinsamung, aber auch der Frustration, im schlimmsten Fall kann es zu häuslicher Gewalt führen, zum Beispiel wenn übermäßiger Alkoholkonsum im Spiel ist“

Über mehrere Wochen und Monate gab es in Deutschland eine Kontaktverbot zu anderen Haushalten. Auch vor Kontakt zwischen Enkeln und Großeltern sollte erst einmal eingestellt werden, um insbesondere Großeltern vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Schritt für Schritt heben die Landesregierungen diese Coronamaßnahmen nun wieder auf. Doch was bedeutet eigentlich die soziale Isoaltion über mehrere Wochen und Monate für viele Menschen?

GSCHWÄTZ-Redakteurin Sonja Bossert hat beim Klinikum am Weißenhof in Weinsberg nachgefragt. Privatdozent Dr. med. Daniel Schüpbach, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Chefarzt der Klinik für Allgemeine Psychiatrie und Psychotherapie (West), Klinikum am Weissenhof, Weissenhof, hat ihre Fragen beantwortet.

Kann zu vermehrtem Stress führen

GSCHWÄTZ: Wie wirkt sich soziale Isolation auf die Psyche der Menschen aus?

Schüpbach: Man kann davon ausgehen, dass die meisten soziale Isolation/soziale Distanzierung im Zusammenhang mit der Corona-Krise ohne nennenswerte Folgen für die Psyche überstehen können. In diesem Zusammenhang sprechen wir von so genannter Resilienz: Im psychologischen Sinn als die Fähigkeit definiert, Krisen zu überwinden, widerstandsfähig zu sein.

Überhandnehmen von Ängsten und Depressionen

Soziale Isolation kann auf der anderen Seite zu vermehrtem Stress führen, weil Quarantäne-Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie nur bei denjenigen Personen durchgeführt werden, welche positiv auf das Virus getestet wurden oder welche im direkten Kontakt dazu standen. Somit sind nicht alle Bürger betroffen. Es besteht die Gefahr der Vereinsamung, der Hoffnungslosigkeit, ein Überhandnehmen von Ängsten und Depressionen. Zudem können sich Frustration, Ärger oder gar Wut manifestieren, und im schlimmsten Fall zu häuslicher Gewalt führen, zum Beispiel wenn übermäßiger Alkoholkonsum im Spiel ist.

GSCHWÄTZ: Hat sich dadurch auch die Zahl der Depressionspatienten am Klinikum am Weissenhof verändert?

Schüpbach: Das Klinikum am Weissenhof registriert im Moment keine Zunahme an depressiven Patienten. Vereinzelt sehen wir Menschen, die von Ängsten über das Corona-Virus überwältigt werden, vor allem, wenn sie sozial isoliert sind. Hinzu kommen vermehrt Ängste, an einer Corona-Virus-Infektion zu erkranken. In der Sprechstunde der psychiatrischen Institutsambulanz des Klinikums am Weissenhof stellen wir fest, dass das Thema Corona/dessen Gefahren bei vielen Patienten zur Sprache kommt, oftmals verbunden mit medizinischen Fragen. Kurzfristige Notfalltelefonate häufen sich.

Kurzfristige Notruftelefonate häufen sich

GSCHWÄTZ: Nach wie vielen Tagen/Wochen/Monaten in Quarantäne sind diese Auswirkungen spürbar?

Schüpbach: Es ist naheliegend, dass wir von keiner bestimmten Zeit ausgehen, in welcher sich psychische Symptome durch Quarantäne manifestieren können. Es ist ebenso einleuchtend, dass Menschen häufiger darunter leiden, je länger solche Maßnahmen bestehen. An dieser Stelle ist es vielleicht auch angebracht, zwischen Quarantäne-Maßnahmen und den allgemeinen Hygiene-Regeln zu unterscheiden, welche einen Mindestabstand von 1,5 bis 2m von Person zu Person vorschreiben.Vor allem unter Quarantäne können sich Risikofaktoren für eine Krise summieren: Ängste vor Erkrankung, Stigmatisierung/Diskriminierung, Furcht vor dauernder sozialer Isolation, existentiellen Ängste: Arbeits-/Wohnungsverlust, finanzielle Engpässe; und das Gefühl der Machtlosigkeit und des Ausgeliefert-Seins. Untaugliche Bewältigungsstrategien wie vermehrter Alkoholkonsum können sich manifestieren und zu gravierenden Folgen für den einzelnen Menschen und/oder seiner Umgebung führen: Gewalt gegen körperlich Schwächere wie Frauen und Kinder.

Ein besonderes Risiko für Krisen weisen Menschen auf, welche sich nicht oder nur unzureichend äußern können, welche keine Familien, Freunde, Verbände etc. haben, die ihre Bedürfnisse artikulieren: sozial Geschwächte und Benachteiligte mit Existenzsorgen auch ohne Corona, Kinder und Jugendliche aus solchen Familien, ältere/gebrechliche Menschen und solche mit psychischen Leiden/Suchtleiden.

Hilfe holen

Hilfe können Menschen laut Schüpbach bei folgenden Kontaktstellen holen:

1) In Baden-Württemberg existiert eine Telefon-Hotline für Menschen mit psychischen Belastungen/in schwierigen Situationen: Tel: 0800 377 377 6, Experten stehen von 8 bis 20 Uhr zur Verfügung.

2) Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist unter der Rufnummer 08000 116 016 rund um die Uhr und in 17 Sprachen erreichbar.

3) Das Frauen- und Kinderschutzhaus im Hohenlohekreis ist erreichbar unter Tel: 0 79 40 / 58 95 4.

4) Auf der folgenden Internetseite der Polizei finden sich Informationen: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/haeusliche-gewalt/

5) Auf der Internetseite des Sozialministeriums Baden-Württemberg ist eine Übersicht zu den Einrichtungen für von häuslicher und sexualisierter Gewalt betroffene Frauen und Mädchen in Baden-Württemberg

 

Wie stärkt man das Wohlbefinden bei sozialer Isolation?

Das Deutsche Ärzteblatt (Petzold et al., 2020) schlägt laut Schüpbach folgende Maßnahmen zum Erhalt des Wohlbefindens unter sozialer Isolation vor (modifizierte und ergänzte Wiedergabe):

– Körperliche Aktivität wie Krafttraining und Yoga, dazu Entspannungsübungen wie Atemübungen

– Aktiv sein mit Spielen, Sudoku, Kreuzworträtsel, Lesen von Büchern/Magazinen

– Gesunde, achtsame Ernährung: regelmäßige Mahlzeiten, angereichert mit Salat und Früchten, ausreichend Proteinen, Begrenzung der Kohlenhydrate. Ausreichende Einnahme von Flüssigkeit (mindestens 2 Liter pro Tag): neben Wasser, zum Beispiel ungesüßter Tee. Mäßiger Koffeinkonsum, empfehlenswert maximal drei Tassen Kaffee/Tag. Vermeidung von übermäßigem Alkoholkonsum.

– Reduktion des Medienkonsums, vor allem bedrohliche Inhalte, nur noch zweimal täglich

– Reduktion der Beschäftigung mit Gerüchten

– Informationsbeschaffung nur aus zuverlässigen Quellen, 1 bis 2mal täglich, nicht stündlich

– Gefühl der Kontrolle herstellen durch das Setzen von Zielen (etwas Neues lernen, Tagebuch schreiben etc.)

– Humor behalten, Lachen und Lächeln à hilft Stress zu reduzieren

– Extreme Emotionen wie Ängste, Unsicherheit, Wut akzeptieren

– Schlafhygiene: feste Zeiten, in welchen man zu Bett geht und aufsteht, kein Medienkonsum vor dem Einschlafen, wenn Mittagsschlaf, nur kurz (20 Minuten), Tag-Nacht-Umkehr verhindern

„Hygieneschutzmaßnahmen können leben retten“

Daniel Schüpbach betont, dass die meisten Menschen  nach Beendigung der Quarantäne-Maßnahmen wieder zurück in den Alltag finden werden und ein normales Leben führen können; dies unter dem Aspekt der Resilienz, der Widerstandsfähigkeit. Andere benötigen Unterstützung und professionelle Hilfe. Aber wie auch immer, die Corona-Krise führe dazu, so der Chefarzt, „dass wir im Umgang mit uns selbst und Mitmenschen achtsamer sein müssen, weil die Hygieneschutzmaßnahmen (Abstandsregeln, Mund-Nase-Schutz, Händewaschen, Hustenetikette) Krankheiten vermeiden helfen und Leben retten können“.

Text: Sonja Bossert

Daniel Schüpbach ist Chefarzt am Klinikum am Weißenhof in Weinsberg. Quelle: Screenshot von der Internetseite des Klinikums

Soziale Isolation kann Ängste und Depressionen begünstigen. Symbolfoto. Quelle: adobe stock

 




Rainer Mugler erklärt die 5 Coronaregeln

Schritt für Schritt öffnen die Recyclinghöfe im gesamten Kreisgebiet ihre Tore. Das geht aus einer Pressemitteilung der Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises hervor.

Neuenstein öffnet früher, Mulfingen und Waldenbur später

Ab Montag, den 25. Mai 2020 öffnet der Recyclinghof in Neuenstein und am Mittwoch, den 27. Mai 2020, folgen die Recyclinghöfe Mulfingen und Waldenburg jeweils zu den regulären Öffnungszeiten. Damit haben alle Recyclinghöfe im Kreisgebiet wieder geöffnet. „Die schrittweise Öffnung der einzelnen Höfe war wichtig, um bei Krankheitsausfällen genügend Personal vorhalten zu können“, erklärt Silvia Fritsch, Betriebsleiterin der Abfallwirtschaft. Fritsch bittet trotzdem, genau zu überprüfen, ob eine Entsorgung gleich jetzt notwendig ist. So können Rückstaus und lange Wartezeiten vermieden werden.

In Öhringen zusätzlich Container aufgestellt

Im Großraum Öhringen-Bretzfeld stehen zusätzliche Container für Leichtverpackungen und Altpapier auf dem Gelände der Firma Mietpark Lang in Öhringen für die Bürgerinnen und Bürger zur Abgabe bereit. „Verpackungen und Altpapier werden neben der Grünen Tonne am häufigsten über die Recyclinghöfe entsorgt. Mit dieser Lösung konnten wir die Anlieferungssituation auf den Recyclinghöfen entzerren“, betont Joachim Bahr, Bereichsleiter Entsorgungsanlagen bei der Abfallwirtschaft. Die Abfallwirtschaft bittet eindringlich vor allem Gewerbetreibende im Großraum Öhringen-Bretzfeld diese Abgabemöglichkeit beim Mietpark Lang zu nutzen. Die Abfuhr der Grünen Tonne für Verpackungen und Altpapier bleiben ebenfalls wie gehabt.

Anlieferer müssen in ihren Fahrzeugen sitzenbleiben

Die Öffnung der Recyclinghöfe ist nur unter strengen Auflagen gestattet, welche es einzuhalten gilt. Bei der Anlieferung auf den Höfen sind bestimmte Regeln zu beachten, die vor Ort ausgehängt sind. An erster Stelle steht der Schutz der Mitarbeiter und der Anlieferer, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Die Materialien müssen zu Hause vorsortiert werden, damit das Entladen zügig erfolgen kann.  Es werden nur Anlieferungen mit haushaltsüblichen Mengen angenommen, um allen Bürgern die Möglichkeit der Entsorgung bieten zu können. Die Anlieferer müssen in ihren Fahrzeugen sitzen bleiben bis sie von einem Mitarbeiter abgeholt werden. Es ist nur einer Person gestattet, die mitgebrachten Materialien zu entsorgen. Mitfahrer bleiben über diese Zeit im Fahrzeug sitzen. Der Sicherheitsabstand zum Personal und den anderen Anlieferern ist stets einzuhalten. Es dürfen sich maximal vier Personen gleichzeitig auf dem Recyclinghof-Gelände befinden. „Es ist toll, wie sich die Bürgerinnen und Bürger an die Anlieferungsregeln halten“, berichtet Bahr aus seinen Erfahrungen der letzten Wochen auf den Schwerpunkthöfen.

Die Öffnungszeiten aller Recyclinghöfe sind auf einen Blick in der Abfall-App dargestellt. Die Abfall-App ist stets aktuell und informiert über alle anstehenden Veränderungen rund um das Thema Abfall. Sie steht in den gängigen App-Stores unter dem Namen „Abfallinfo HOK“ kostenlos zum Download zur Verfügung. Zusätzlich gibt es eine Service-Hotline: 07940/18 555.

Rainer Mugler bedankt sich schon jetzt für die Einhaltung der Corona-Regeln. Foto: Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises