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Corona: Es gibt keine persönlichen Benachrichtigungen

Voraussichtlich ab Mitte Januar sind Impfungen in den Kreisimpfzentren (KIZ) möglich. Das Kreisimpfzentrum des Hohenlohekreises befindet sich in der Hohenlohe-Sporthalle in Öhringen. Die Vorbereitungen durch einen Messebauer und viele freiwillige Helfer der Blaulichtorganisationen wurde am 23. Dezember fertiggestellt. Wann die ersten Impftermine stattfinden und wann diese gebucht werden können, steht noch nicht fest und ist von der Lieferung des Impfstoffs durch das Land Baden-Württemberg abhängig.

Mobile Impfteams bereits unterwegs

Am 27. Dezember 2020 haben die Zentralen Impfzentren (ZIZ) in Baden-Württemberg ihren Betrieb aufgenommen. Das für den Hohenlohekreis zuständige ZIZ befindet sich in Rot am See. Von dort aus sind bereits jetzt mobile Impfteams unterwegs, um auch in den Pflegeheimen in unserem Kreisgebiet Impfungen durchzuführen.

Impfung nur mit  Termin

Eine Impfung im Impfzentrum erfolgt nur mit Termin. Impftermine für das Zentrale Impfzentrum können über die Impftermin-Servicehotline des Landes unter der Nummer 116 117 (kostenlos, Montag bis Sonntag von 8 bis 22 Uhr) oder unter www.impfterminservice.de/impftermine gebucht werden.

Impfung nach Prioritäten

Es wird schrittweise geimpft: Denn zuerst müssen die Menschen geschützt werden, die das höchste Risiko haben. Priorisiert geimpft werden Bürgerinnen und Bürger, die ein besonders hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf oder ein besonders hohes berufliches Risiko haben, sich oder schutzbedürftige Personen anzustecken. Folgende Personen haben daher mit höchster Priorität Anspruch auf Schutzimpfung:

  • Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben;
  • Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden;
  • Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen tätig sind;
  • Personen, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen;
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind;
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.

Die Impfung ist freiwillig und für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos.

Wird man persönlich benachrichtigt? Das Regierungspräsidium Stuttgart informiert auf seiner Homepage wie folgt:

Impfung nur nach Terminvereinbarung

Bürger:innen werden über die Priorisierung, die Möglichkeit und die Terminierung der Impfung durch Öffentlichkeitsarbeit, beispielsweise über das Landesportal Baden-Württemberg.de informiert. Es wird keine personalisierte Einladung erfolgen. Sprechen Sie auch mit Ihrem Hausarzt darüber, zu welcher priorisierten Gruppe Sie unter Umständen gehören.

Danach können impfwillige Bürgerinnen und Bürger der priorisierten Gruppen einen Termin vereinbaren. Zum vereinbarten Termin finden sich die Impfwilligen in dem jeweils regional zuständigen Impfzentrum ein. Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen werden über mobile Impfteams erreicht.

Haus- und Fachärzte informieren vorab

Bitte besprechen Sie medizinische Fragen mit Ihrem Haus- oder Facharzt. Die Landesregierung stellt die Logistik für die Impfungen. Wir können und dürfen keine medizinischen Fragen beantworten. Vor der Impfung im Impfzentrum oder durch ein mobiles Impfteam findet ein ausführliches Aufklärungsgespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt statt. Hier bekommen Sie fachkundige Auskunft zu Ihren Fragen. Nach dem Gespräch steht Ihnen weiterhin frei, ob Sie sich impfen lassen möchten oder nicht.

Quelle: Landratsamt des Hohenlohekreises, www.corona-im-hok.de

Deutschland krempelt die Ärmel hoch – Impfkampagne für die Corona-Schutzimpfung




Künzelsau und Kirchen im Ausnahmezustand

Juli

Hatten mächtig Spaß: Sylvia Bendel mit ihren Freundinnen am karibischen Abend. Foto: GSCHWÄTZ

Ein riesiger Nachtragshaushalt, der ungefähr 2/3 der Summe des ursprünglichen Haushaltsvolumens umfasst, passiert den Bundestag. Das Arzneimittel der Hoffnung heißt Remdesivir, es wird jetzt auch in Europa zur Behandlung von Covid-19 zugelassen – die Hoffnung stellt sich als trügerisch heraus. Die USA treten aus der WHO aus. Auch der brasilianische Präsident Bolsonaro erkrankt an COVID-19. Der „Ballermann“ wird geschlossen. Lokale Ausbrüche in Deutschland, die aber gut nachverfolgt und bekämpft werden können. Auch die EU beschließt ein rieseges Hilfspaket. Urlaubsheimkehrer können sich kostenlos auf Corona testen lassen – bald wird der Test zur Pflicht. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer spricht wohl als erster Politiker vom Beginn einer zweiten Welle. Noch sei aber die Nachverfolgung gewährleistet. Fünf größere Impfstoffstudien sind im Gang. In Deutschland sterbe etwa 1/5 der Patienten, die stationär aufgenommen werden und die Hälfte de Beatmeten überlebe nicht, besagt eine Studie. Für die WHO ist COVID-19 der schwerste gesundheitliche Notstand ihrer Geschichte. Ende Juli nennt das RKI etwa 210.000 Infektionen.

In Hohenlohe ist die Coronalage ruhig: Die Prüfungen am Campus Künzelsau können stattfinden, dank einer mobilen Belüftungsanlage. Seltsam schwammige Anfragen der Landesregierung nach Unterstützung durch die Bundeswehr. Badeseen müssen wegen Massenandrang gesperrt werden. Infektionen im Hohenlohekreis auf niedrigem Stand. Querdenker-Demonstrationen auch in der Region. Karibische Nacht in Künzelsau.

August

Familie Hasenauer wird auch in diesem Jahr mitmachen, Foto: ebm-papst

Der August wird zum Monat, in dem die Anti-Corona-Demonstrationen eskalieren. Der Höhepunkt ist der 29. August, als nach der polizeilichen Auflösung der Demonstration einige Demonstranten versuchen, symbolisch den Reichstag zu stürmen. Behördliche Auflagen werden von den Demostranten regelmäßig und vorsätzlich mißachtet, die Polizei scheint rat- und hilflos. Die Zahl der gemeldeten täglichen Neuinfektionen klettert auf mehr als 1.000.  Die ersten Bundesländern öffnen nach den Ferien die Schulen wieder – einige Schulen müssen bereits nach wenigen Tagen wegen Infektionen wieder schließen. Der Auftritt von Florian Schröder auf einer Anti-Corona-Demo in Stuttgart geht viral: Er erklärt, warum er Maske und Abstand für vernünftig hält und erntet … zuerst Jubel und erst später Buhrufe und Pfiffe. Die Bundesliga will vor Publikum spielen – abgelehnt. Reisewarnungen für immer mehr Regionen Europas. Panne bei den Pflicht-Corona-Tests in Bayern: Ergebnisse werden den Getesteten nicht oder erst sehr spät mitgeteilt. In Russland wird mit Impfungen begonnen. Die 7-Tage-Inzidenz erreicht den Stand von Anfang Mai – man muß von einer zweiten Welle ausgehen. Trotzdem findet in Leipzig ein „Konzert-Großversuch“ mit 1.500 Besuchern statt. Labore sehen sich aufgrund der Tests von Reiserückkehrern überlastet. Trotzdem werden Lockerungen für Großveranstaltungen verkündet. Wir sind inzwischen alle Hobbyvirologen und kennen den Unterschied zwischen Inzidenz und Prävalenz. 35.000 Neuinfektionen schrauben die Zahl der gemeldeten Infektionen auf rund 245.000.

Das Künzelsauer Krankenhaus wird zum Standort einer Corona Task-Force, die Isolationsstation bleibt auf Stand-By. Baden-Württembergs Sozialminister Lucha meint, die Krise sei gemeistert. Landrat Dr.Neth sieht das anders.  Die Badesaison läuft diszipliniert, sowohl im Langenburger Freibad als auch an den Seen der Region. Erste Ergebnisse der Kupferzeller Studie werden bekanntgegeben. Der ebm-Marathon kann nicht wie gewohnt stattfinden, aber die Hohenloher sind ja kreativ. Die Infektionszahlen steigen merklich.

September

Buddy Faber Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Die USA melden 6 Millionen Infizierte. Die Anzahl der Risikogebiete wächst weiter, seit 2. September gilt zum Beispiel ganz Spanien als Risikogebiet. Strenger Lockdown in Israel – auch in Sachsen-Anhalt dürfen Bordelle wieder öffnen. In Griechenland brennt das Flüchtlingslager Moria – vorher stand es unter Corona-Quarantäne. „Keine erhöhte Ansteckungsgefahr in Fernzügen“ – vermeldet zumindest die Deutsche Bahn. Die Infektionszahlen nähern sich den Spitzenzahlen der ersten Welle, dennoch wird weiter gelockert: Sportveranstaltungen, auch in Hallen, sollen vor Zuschauern stattfinden dürfen, sofern nur 20% der Plätze belegt werden. Weiterhin Bearbeitungsrückstand in den Laboren. Straßenkarneval wird abgesagt. Eine Wocheninzidenz von 50 wird von der Politik als Grenze zum „Risikogebiet“ festgelegt: München ist die erste größere Stadt, die diese Marke überschreitet, Bayern führt umgehend Maskenpflicht, Alkoholverbot in der Öffentlichkeit,  eine Sperrstunde und Höchstgrenzen für private Veranstaltungen ein. Ende September befinden sich rund 50.000 Schüler und Schülerinnen in Quarantäne. Merkel warnt, dass man in der Weihnachtszeit mit 19.200 Infektionen täglich rechnen müsse und wird der Panikmache beschuldigt. Der Deutsche Tourismusverband rechnet mit Umsatzeinbußen. Die Marke von 1 Million Coronatoten weltweit wird überschritten. Fast 300.000 Infektionen meldet das RKI am 30. September.

Auch die Hohenloher Weihnachtsmärkte werden fast alle abgesagt. Die Badesaison geht trotz Besucherbeschränkungen mit Rekordzahlen zu Ende. Musiker und andere Künstler stehen ohne Einnahmen da. Und sowohl die Infektionszahlen als auch die Quarantänezahlen steigen weiter.

Oktober

Maske ja oder nein? Die Meinungen der Schüler gehen auseinander. Foto: GSCHWÄTZ

Der sogenannte „Oxford-Impfstoff“ wird von der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA auf Wirksamkeit und Verträglichkeit geprüft. US-Präsident Trump wird positiv getestet und gesundet bereits nach wenigen Tagen wieder. Scharfer Lockdown in Madrid. Der Coronavirus kann auch zu Entzündungen im Gehirn führen, findet eine Untersuchung heraus. Weiterhin uneinheitliche Testregeln für innerdeutsche Reisende. Fast 4.000 neue Fälle täglich in Deutschland. Der Deutsche Philologenverband empfiehlt warme Kleidung in Schulen wegen des Lüftens. Scharfer Lockdown in Tschechien. Bundesweit einheitliche Einschränkungen in Gebeiten mit einer 7-Tage-Inzidenz größer 50. Bayern verschärft weiter, als die Zahl der Neuinfektionen über 6.000 steigt. Gerichte kippen Corona-Maßnahmen, zum Beispiel das Beherbergungsverbot. Die Hoffnung auf das Medikament Remdesivir zerschlägt sich, als die WHO keinen wesentlichen Einfluß auf die Heilung vermeldet. Bundespräsident Steinmeier in Quarantäne, Gesundheitsminister Spahn positiv getestet. Kanzlerin Merkel ruft eindringlich zur Kontaktbeschränkung auf.  Die Polizei beklagt Aggression bei den Kontrollen der Corona-Maßnahmen. Erstmals werden Lockerungen verschoben. Scharfer Lockdown in Berchtesgaden. Großveranstaltungen werden abgesagt: Von den Parteitagen von CDU und LINKE bis zum Nürnberger Chrtistkindlsmarkt.  WHO: „Corona-Pandemie an einem kritischen Punkt“. Weiterhin unterschiedliche Maßnahmen in Kraft, dazu unterschiedlichste Forderungen der Landespolitiker. Gesundheitsämter an der Belastungsgrenze – Bundeswehr unterstützt immer mehr. 10.000 Corona-Tote in Deutschland, 250.000 in Europa. Weiterhin Demonstrationen mit bewußter Mißachtung von allgemeinen Regeln und Auflagen, unter anderem in Dresden. Ankündigung eines bundesweiten „Teil-Lockdowns“ ab 2. November – umgehend scheren wieder einige Bundesländer aus: Bayern führt schärfere Regeln ein, Sachsen-Anhalt und Thüringen lockern schon vorab. Es ist „Black Friday“ – die Fußgängerzonen und Einkaufszentren sind prall gefüllt. Am 28. Oktober meldet das RKI 19.800 Neuerkrankte – Merkels Zahl wird viel früher erreicht als sie befürchtet hat. Etwas unter 550.000 Menschen haben sich bis Ende Oktober dokumentiert infiziert.

Auch in Hohenloher Klassenzimmern brauchts warme Kleidung, die Vorschriften für die Quarantäne sorgen für Verwirrung. Die Hochschule in Künzelsau schließt, ganze Fußballmannschaften müssen in Quarantäne. Später wird der Spielbetrieb komplett eingestellt. Manche meinen, wir seien im Kriegszustand, dabei ist doch erst die „Vorwarnstufe“ von 35 Infektionen pro Woche erreicht. Eine Sperrstunde wird verhängt. In den weiterführenden Schulen herrscht Maskenpflicht. Das Hohenloher Krankenhaus ist noch nicht an den Grenzen der Belastbarkeit angelangt.

November

Geistersitzung des Künzelsauer Gemeinderats.
Foto: GSCHWÄTZ

Der für einen Monat geplante Teil-Lockdown beginnt. Corona-Testmaterialien sind vierorts durch die erhöhten Testzahlen knapp geworden. Weitere Gesundheitsämter melden Überlastung. Trotz verschärfter Kontaktsperren steigen die Infektionszahlen in Europe und Deutschland weiter an, in Deutschland sind es jetzt 20.000 positive Fälle pro Tag. Fast ganz Europa gilt als Risikogebiet. Die Bundesregierung beschließt eine Impfstrategie. In Leipzig kommt es bei einer Anti-Corona-Demonstration zu Ausschreitungen. Die Intensivstationen sind wieder so voll wie im Frühjahr. Die EU schließt Verträge über Impfstofflieferungen. Inzwischen sind rund 300.000 Schüler und Schülerinnen in Corona-Quarantäne. Das BVerfG sieht die Schließung der Restaurants für begründet an: Der Gesundheitsschutz wird höher bewertet als die Berufsfreiheit. Hilfen für Soloselbständige vereinbart: bis zu 5.000 Euro Zuschuß. Merkel kann sich nicht gegen die Ministerpräsidenten durchsetzen: Maßnahmen werden verschoben, man appelliert aber an die Bürger. Immer wieder demonstrieren Tausende und immer wieder wird die Demonstration wegen Verstößen gegen Hygienevorschriften und Auflagen aufgelöst – in Berlin, Leipzig und Frankfurt auch mit Wasserwerfern und Pfefferspray. Biontech und Pfizer beantragen die Zulöassung eiens Impfstoffs, zuerst in den USA. Das Oberverwaltugnsgericht Nordrhein-Westfalen kippt die Quarantänepflicht für Reiserückkehrer: Die Begründung für die Anordnung sei mangelhaft.  Der Teil-Lockdown wird verlängert. Der US-Konzern Moderna beantragt die Zulassung seines Impfstoffs in der EU. Das RKI meldet 1,05 Millionen Infektionen am 30. November.

Lokaler Handel und Gewerbe haben mit den Maßnahmen zu kämpfen: Markthändler, Gastronomen und Betreiber von Fitnessstudios äußern sich zur Lage. der Hohenlohekreis rechnet mit 2.8 Millionen Euro Mehraufwendungen wegen Corona. Kritik an übervollen Bussen im Schülerverkehr. Der Künzelsauer Gemeinderat tagt coronabedingt erstmals online, es kommt zu einer Geistersitzung, drei Fraktionen bleiben fern und Bürgermeister Neumann hat dafür kein Verständnis. Öhringen will eine Art Weihnachtsmarkt mit anderem Konzept durchführen. Querdenker treffen sich in Öhringen, ohne Maske, aber ohne Ausschreitungen. Ebm-papst testet eine Luftreinigungsanlage in Kupferzell. Und die Zahlen gehen weiter in die Höhe, wieder sind betreute Einrichtungen im Fokus.

Dezember

Diakon Wolfgang Bork bei der Aufnahme des Weihnachtsgottesdienstes in der Kirche Mariä Geburt in Amrichshausen. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Der Teil-Lockdown wird bis 10. Januar verlängert, da sich die Infektionszahlen nicht wie erhofft verringert haben. Katastrophenfall in Bayern ausgerufen – weitere Verschärfungen.  In Großbritannien beginnen die ersten Impfungen. Im November starben deutlich mehr Menschen als im Durchschnitt der letzten vier Jahre – und das, obwohl die üblichen Atemwegserkrankungen durch die Corona-Maßnahmen nahezu ausblieben. Besonders in Sachsen ist die Übersterblichkeit drastisch zu sehen, dort klagen inzwische Krematorien über Überlastung. Die Diskussionen über weitere Gegenmaßnahmen zeigen eine Hilflosigkeit der Politik. Der Teil-Lockdown wird zum „harten Lockdown“. Gesundheitsminister Spah erläßt per Verordnung einen Impfplan. Großbritannien gibt bekannt, dass eine neue, ansteckendere Mutation des Virus entdeckt wurde … im September. In Sachsen wird landesweit eine 7-Tages-Inzidenz von mehr als 500 erreicht. Erste Impfung in Deutschland. Die Appelle der Politik an die Vernunft der Bürger fruchten ein weiteres Mal nicht, denn gleichzeitig melden die Ski- und Wintersportgebiete Überfüllung. In Hamburg wurde eine Studie über die Rolle der Schulen bei der Ansteckung offenbar unter der Decke gehalten, die Baden-Württembergische Kultusministerin Eisenmann will die Schüler „ohne Rücksicht auf Inzidenzen“ offenhalten und erhält dafür massiven Gegenwind. Zu Jahresende sind mehr als 1,7 Millionen Menschen positiv getestet. Über 600.000 positiv getestete allein im Dezember.

Künzelsau verschiebt bereits Veranstaltungen ins Jahr 2022. Die Hohenlohe-Sporthalle in Öhringen wird zum Impfzentrum des Kreises ausgebaut. Krankenhäuser sind durch Corona stark belastet. Luftreinigung auch in der Grundschule Kocherstetten. Der harte Lockdown beginnt, Landrat Dr. Neth begrüßt die Massnahmen. Einem ruhigen Weihnachtsfest steht nichts im Wege. Wer das nicht will: Corona-Schnelltests  in Künzelsau und Öhringen, damit der Familienbesuch oder der Weihnachtsurlaub stattfinden kann. Kirchen sorgen für Online-Gottesdienste. Die Industrie denkt schon positiv für die Zeit nach der Krise. Und die Polizei weist vorsorglich darauf hin, dass die üblichen Silvestervergnügungen nicht erlaubt sind …

Text: Matthias Lauterer




ifo-Institut: „Die befristete Mehrwertsteuersenkung ist die ungenaueste finanzpolitische Maßnahme in einer solchen Krise, die man sich überhaupt nur denken kann.“

Als Teil eines Corona-Konjunkturpakets beschlossen Bundestag und Bundesrat, die Mehrwertsteuer im Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis zum 31.Dezember 2020 von 19 Prozent auf 16 Prozent beziehungsweise von 7 Prozent auf 5 Prozent herabzusetzen. „Ziel ist es, die Bürger:innen zu entlasten und zugleich die Binnennachfrage zu beleben“, so die Regierung. Eine Maßnahme also, die einerseits dem Endverbraucher zu mehr Kaufkraft verhelfen sollte, andererseits auch dem Einzelhandel zu mehr Umsatz in der Krise verhelfen sollte. Die Wirtschaftsexperten der Regierung gingen von einem Kaufkrafteffekt in Höhe von 20 Milliarden Euro aus.

Teure Umstellung von Kassen- und IT-Systemen

Doch schon die kurzfristige Umsetzung dieser Maßnahme war teuer: Allein die Umstellung der Kassen- und EDV-Systeme kostete Geld, das Statistische Bundesamt schätzt einen Aufwand von bundesweit 240 Millionen Euro. Übrigens entsteht dieser Aufwand auch für Firmen, die nicht an Endverbraucher verkaufen und daher die Mehrwertsteuer zwar auf der Rechnung ausweisen, aber nicht wirklich einziehen.

Unterschiedliche Handhabung bei den einzelnen Händlern

Sehr unterschiedlich auch die Umsetzung in den Geschäften: einige wechselten alle Preisschilder aus, andere ließen die Preise am Regal gleich und verrechneten einen Bonus an der Kasse – ein guter Trick, müssen sie doch nach Ablauf der Senkung die Preise am Regal nicht erhöhen. Andere änderten die Endkundenpreise gar nicht und strichen die Steuerdifferenz ein, das war von der Regierung als Stützungsmaßnahme explizit vorgesehen.

„Die befristete Mehrwertsteuersenkung ist die ungenaueste finanzpolitische Maßnahme in einer solchen Krise, die man sich überhaupt nur denken kann.“

Eine Studie des ifo-Instituts ergibt nun, dass der Effekt der Mehrwertsteuersenkung nicht bei den erhofften 20 Milliarden Euro, sondern nur bei 6,3 Milliarden Euro liegt. Und durch die Schließungen im Weihnachtsgeschäft ist auch dieser Umsatz nicht beim lokalen Einzelhandel und der lokalen Gastronomie angekommen, sondern zu einem großen Maß beim Internethandel. Möbelhäuser und Elektrohandel konnten einen Mehrumsatz verbuchen, da die Kunden die eine oder andere langfristige Investition vorgezogen haben. Autohäuser verloren eher, da die Firmenkunden, die mehr als 50 Prozent der Neuwagen kaufen oder leasen, eher zaghaft in neue Geschäftsfahrzeuge investieren wollten. Ein Teil der Maßnahme verpuffte sicherlich auch dadurch, dass die Verbraucher aufgrund Einnahmeausfällen oder der generellen Unsicherheit gar nicht konsumwillig waren. Und im Handwerk konnte größtenteils kein Mehrumsatz generiert werden, da die Handwerksbetriebe generell gut ausgelastet sind. Der Vizepräsident des ifo-Instituts, Oliver Holtemöller, sagt daher drastisch: „Die befristete Mehrwertsteuersenkung ist die ungenaueste finanzpolitische Maßnahme in einer solchen Krise, die man sich überhaupt nur denken kann.“

Daher schlug das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) einen anderen Weg vor, nämlich einen deutlich höheren Kinderbonus auszuzahlen. Die Idee war, dass dieses Geld sicherlich zum größten Teil direkt zu Konsumausgaben geführt hätte.

Preiseffekte 2021

Die ersten deutlichen Preiserhöhungen im Jahr 2021 sind schon sichtbar: Die Benzinpreise sind gestiegen, wenn auch nicht nur wegen der Mehrwertsteuer. Ob weitere Erhöhungen folgen werden, darüber streiten sich die Experten. Der Preiskampf der Discounter dürfte hier ausschlaggebend sein:  Erhöhen die Discounter die Preise nicht, kann auch der Wettbewerb die Preise nicht wirklich erhöhen. Der Trick der Discounter, die Regalpreise unverändert zu lassen und an der Kasse einen Rabatt einzuräumen, wird sich wohl auszahlen: Der Discounter-Kunde dürfte die höhere Mehrwertsteuer beim Einkauf größtenteils gar nicht realisieren. Insofern wird der Handel, der die Preise transparent angepaßt hatte und sie jetzt wieder erhöhen muß, einen hohen Kommunikationsbedarf zu seinen Kunden haben. Der Fachhandel vor Ort, der seit einigen Wochen geschlossen ist, wird sich gut überlegen, wie er wieder in den Markt zurückkommen will: Eine großflächige Preiserhöhung dürfte er gegen die ohnehin starke Konkurrenz im Versandhandel kaum durchsetzen können. Außerdem ist das Konsumverhalten der weiterhin vorsichtig, da sie durch Kurzarbeit und Angst vor Arbeitsplatzverlust nicht konsumwillig oder -fähig sind. Die Erwartung ist also die, dass die Mehrwertsteuer eingepreist wird, sonstige Preiserhöhungen aber erstmal nicht beim Verbraucher ankommen werden.

Schließungen im Einzelhandel zu erwarten

Ob der Facheinzelhandel es schaffen wird, überhaupt wieder konkurrenzfähig in den Markt zurückzukehren, steht auf einem anderen Blatt. Sicherlich wird es zu Schließungen kommen, die dann von Wirtschaftsexperten der Politik euphemistisch als „Marktbereinigung“ bezeichnet werden. Den Effekt dieser erwartbaren Schließungen kann heute noch niemand beziffern.

Erwartungen nicht erfüllt

Letzendlich dürfte die Mehrwertsteuersenkung nicht die Erwartungen der Politiker erfüllt haben. Zu vorsichtig waren die Konsumenten in Corona-Zeiten, dazu kommt die Corona-bedingten Schließung des Einzelhandels, der ja besonders von der Steuersenkung profitieren sollte.

Anton Baron (AfD) kritisiert Landesregierung

Der Landtagsabgeordnete Anton Baron (AfD) kritisiert daher die Landesregierung: Es „wurde deutlich, dass die Landesregierung auf Bundesebene nie Anstrengungen zu einer Beibehaltung der Mehrwertsteuersenkung vorgenommen hat“, denn „die Absenkung hätte nämlich aufgrund der von der Landesregierung in der Antwort zugegebenen Umstellungskosten von deutschlandweit 240 Millionen Euro erst bei einer längeren Beibehaltung tatsächlich signifikante positive Auswirkungen.“ Mit seiner Einschätzung „dabei wäre diese Maßnahme [die Mehrwertsteuersenkung, Anm. D. Red.] die denkbar zielgenaueste und unbürokratischste Hilfe für unsere Betriebe“ liegt er allerdings nicht auf der Linie der Wirtschaftsforschungsinstitute.

Text: Matthias Lauterer

 




„Ich bemerke bei den Kindern einen fast schon devoten Gehorsam“

Mit warmen Worten wurde eine Künzelsauer Lehrerin am 25. Juli 2020 auf der Bühne der Querdenken-Demonstration in Crailsheim begrüßt. Es war nicht ihre erste Querdenken-Rede (Zitate aus der Rede sind in kursiv). Ihr Thema: Wie Corona das schulische Leben verändert hat. Wir haben bei der Lehrerin nachgefragt, ob sie diese Themen nach wie vor so kritisch sieht, wie sie es damals formuliert hat. Sie wollte sich jedoch nicht dazu äußern, da sie negative Konsequenzen in ihrem beruflichen Umfeld befürchtet. Anbei veröffentlichen wir daher lediglich die wichtigsten Textpassagen mit redaktionellen Anmerkungen von unserer Seite.

Chilliges Nichtstun

Zu Beginn der Rede zeichnet sie ein idealisiertes Bild von der Normalität des Schulalltags: Fröhlichkeit, Lachen, chilliges Nichtstun, aber auch schmunzelnde Mißbilligung

In der Pause schlichten die Lehrer Streitereien, ziehen Schüler aus den Ecken, die dort heimlich rauchen oder scheuchen Mädchen raus, die zu fünft in einer Toilettenkabine sitzen.

Im Wesentlichen herrscht aber Gemeinschft und Harmonie:

Dazwischen wird Fußball gespielt, gefangen, geschubst, aus einer Flasche getrunken und vom gleichen Pausenbrot abgebissen. 

Damit ist der Anker gesetzt, dieses Bild wird dem Zuhörer bis ans Ende der Rede im Gedächtnis bleiben.

Jetztzeit als fast dystopischer Kontrast

Ganz im Gegensatz dazu der Lehralltag im Juli 2020, als Corona ziemlich eingedämmt war. Ein geradezu dystopischer Zustand wird heraufbeschworen, beginnend schon am frühen Morgen ist die heile Schulwelt neuerdings geprägt von Verboten und Zwängen:

Morgens kurz vor 8 Uhr, ungefähr die Hälfte der Schüler sind anwesend, der Rest beginnt erst in der zweiten Schicht ab 10 Uhr. Die Schüler betreten nacheinander mit Maske das Gebäude und folgen dem Einbahnstraßensystem in das Klassenzimmer. Dort wird ausgiebig Hände gewaschen. Anleitungen hierzu hängen über jedem Waschbecken. Im Unterricht sitzen die Schüler an Einzeltischen mit 1,50 Meter Abstand. Gruppen- oder Partnerarbeit ist verboten, die Schüler müssen immer allein arbeiten.

Schlimm seien die fehlende Motivation der Schüler, leider von extern aufgedrängt und daher nicht beeinflußbar, sowie Kollegen, die konspirativ die Coronaregeln zu umgehen versuchen:

Das ist aber alles nicht dramatisch, da alle Schüler in das nächste Schuljahr versetzt werden. Da die Schüler dies bereits frühzeitig wussten, ist die Motivation, noch etwas zu arbeiten, sehr gering und sinkt mit jedem Tag weiter.

Pausen in denen alle zusammen sind, gibt es nicht mehr, der Lehrer entscheidet das individuell. Auch hier gilt das Einbahnstraßensystem und die Maske. Findige Kollegen verabreden sich heimlich mit anderen Kollegen, um zufällig gemeinsam Pause zu machen, so dass sich auch getrennte Klassen wieder sehen können.

Bereits bis hier eine harte Gegenüberstellung – sie macht ihren Zuhörern klar, dass niemand unter Coronabedingungen lernen oder lehren will. Aber es kommt noch eine Steigerung:

Über außerschulische Aktionen muss man gar nicht sprechen: Das gibt es nicht mehr. Damit gehen natürlich auch Jugendherbergen und Reiseveranstalter, die sich auf Klassenreisen spezialisiert haben, zugrunde und die Abschlussfeiern für die Abgangsklassen – ich verwende hier mal das Wort bizarr: Eltern und Schüler dürfen maximal zu dritt erst nach vorheriger Anmeldung teilnehmen. Sie haben zugewiesene Sitzplätze, das Gebäude darf nur mit Maske betreten, diese am Platz abgenommen werden. Es folgt eine kurze Rede, dann ganz schnell die Zeugnisübergabe, natürlich nicht direkt in die Hand des Schülers, sondern auf eine Ablage, wo es weggenommen werden muss. Kreative Schulen machen dass zb mit einer Pizzaschaufel. 

Nach Ende der Veranstaltung darf keiner bleiben, denn dann kommt das Desinfektionsteam, um alle Flächen zu reinigen und das dauert einige Zeit. Nicht länger als 30 Minuten, denn dann kommt die nächste Gruppe dran.

Reisebüros, die sich nicht auf Klassenreisen spezialisiert haben, leiden übrigens auch. Und noch schlimmer – nicht einmal vor dem Klassenfoto macht der Virus halt, mit kaum überhörbarem Sarkasmus folgt eine letzte Steigerung:

Ein Klassenfoto zum bestandenen Abschluss, wie es immer war, wird es wohl nicht geben. Wobei auch da manche Schulen äußerst kreativ sind. Wie wäre es mit einem Maskenfoto oder – um den Abstand zu gewähren – Kreise oder Ringe auf dem Boden, in denen die Kinder stehen müssen. Natürlich kann da nur die Hälfte der Klasse aufs Bild, aber in schwierigen Zeiten wie diesen muss man eben Opfer bringen.

Die Dystopie ist perfekt, die Rednerein hat ihr Ziel erreicht: Das Publikum ist regelrecht schockiert über die Zustände in den Schulen. Jetzt noch ein Fallbeispiel und dann kann man übergangslos wie aus dem Lehrbuch zu den verschwörungstheoretischen Folgerungen übergehen:

Hier sei nur ein Beispiel aus der Nähe von Bruchsal genannt, wo eine Grundschullehrerin positiv getestet wurde und und zwei Klassen mit 46 Schülern in Quarantäne müssen. Die Begründung hierfür ist: Die Kinder seien zu der Lehrerin Kontaktpersonen ersten Grades gewesen, das heißt mindestens 15 Minuten mit positiv getesteter Person in Kontakt ohne 1,50 Meter fünfzig Abstand und Maske, bedeutet konkret: alle 46 Kinder sind Kontaktpersonen ersten Grades. Ich stelle es mir sehr schwierig vor, dass in einer Grundschulklasse mit mehr als 20 Schülern jedes dieser Kinder direkten Kontakt zur Lehrerin hatte.

Leugnung wissenschaftlicher Erkenntnisse

In Grundschulen gab es tatsächlich keine Maskenpflicht, das bedeutet aber auch, dass jeder Huster die Viren eines infizierten und infektiösen Schülers über mehrere Meter in den Klassenraum trägt. Der „direkte Kontakt“ ist gar nicht notwendig, wissenschaftliche Untersuchungen über die Reichweite gibt es genug, auch verständliche Simulationen der Ausbreitung von Tröpfchen und Aerosolen haben wir genügend gesehen. Auch im Juli war das schon bekannt, denn bereits im März sagte mir ein Künzelsauer Arzt: „Wenn Sie sich im Bus auf die Rückbank setzen und husten, dann hats der ganze Bus.“ Hier findet also eine explizite Leugnung der Gefahren statt.

Argumentation, wie man sie von Verschwörungstheoretikern kennt

Vielleicht ist dies ein etwas seltsamer Einzelfall, vielleicht wird hier aber auch versucht, durch Erhöhung der Testungen ein Szenario zu schaffen, um erneute Schulschließungen durchsetzen zu können – und das alles auf dem Rücken der Kinder, die sich widerstandslos fügen müssen.

Hier ist dann der Beginn des verschwörungstheoretischen Ansatzes: Zu Beginn ein Fallbeispiel, das nur ein paar Angaben zu wenig enthält, um es zu recherchieren. Danach wird ein Szenario, das der Rednerin als Horrorszenario erscheint, in den Raum gestellt (übrigens ohne zu begründen, warum dies überhaupt ein Horrorszenario sein soll) und dann unterstellt die Rednerin einer unpersönlichen und anonymen höheren Macht, dass diese genau dieses Horrorszenario herbeiführen will. Der Vorwurf, dass dies alles auf dem Rücken der Kinder geschieht, ist wirkmächtig. Er ist gleichzeitig ein wenig absurd, schiebt die Rednerin doch auch immer das Wohl der Kinder vor. Die ungenannte Macht würde die eventuellen Schulschließungen sicherlich auch mit dem Wohl der Kinder begründen.

Auf beiden Seiten: Kinder als Mitel zum Zweck

Dass die Rednerin die Logik der im Juli umlaufenden Informationen über die vom Kultusministerium geplanten Maßnahmen nicht versteht, kann man ihr nicht vorwerfen. Zu widersprüchlich waren einige der Äußerungen. Und der Ministerpräsident und die Kultusministerin machten damals wirklich den Eindruck, dass sie nicht miteinander sprechen, sondern nur unkoordiniert mit der Presse. Was aber folgt, ist die Unterstellung, dass dies ein bewußt eingesetztes Mittel zu Verunsicherung der Bevölkerung sei:

aber mit der Aufhebung der Abstandsregel in den Klassen erhöht sich auch wieder die Chance, irgendwo positive Fälle zu finden und die entsprechend Betroffenen in die Isolation zu schicken. Keiner soll sich sicher fühlen, wie war das nochmal mit der zweiten Welle?

Zweiter klassischer Ansatz der Verschwörungstheoretiker: Der böse Staat arbeitet gegen das Volk. Bei Trump ist es der „Deep State“, gegen den jeder anzugehen hat, hier ist es die Landesregierung: Denn eine in böswilliger Absicht gegen die Bevölkerung handelnde Regierung rechtfertigt jede Aktion, so der nicht ausgesprochene, aber in den Zuhörern sicherlich getriggerte Argumentationsstrang.

2 Coronatests für jeden Lehrer

Auch dass die Landesregierung jedem Lehrer und jeder Lehrerin zwei kostenlose Coronatests zur Verfügung stellen wollte, wird als perfide Maßnahme zur künstlichen Erzeugung der zweiten Welle gewertet:

Um die Schulbediensteten zu beruhigen, gibt es von August bis September zwei kostenfreie Coronatests für alle und ich kann mir gut vorstellen, dass viele diese in Anspruch nehmen – und schon ist sie da, die zweite Welle. Oder sie kommt erst im späten Herbst, wenn sonst immer die Erkältungszeit ansteht und es ganz normal ist, dass einige erkranken und auch wieder gesund werden. Aber auch hier wird man durch gezieltes Testen in Schulen fündig werden und Corona aufstöbern.

Die Rednerin beschreibt anschließend völlig korrekt drei Szenarien, wie der Schulbetrieb nach den Ferien denkbar wäre:

Szenario 1: Regelbetrieb, der mit begleitenden Hygienemaßnahmen wie beispielsweise regelmäßiges Lüften sowie dem Tragen von Mund-Nasenschutzmasken in den Pausen und auf den Gängen flankiert wird-

Szenario 2: Rollierendes system: Wechsel zwischen Präsenz- und Fernunterricht

Szenario 3: Fernunterricht aufgrund temporärer lokaler, regionaler oder überregionaler Schulschließungen.

Sie stellt dann fest:

Es dürfte jedem klar sein, dass unter solchen Umständen kein regulärer Schulbetrieb stattfinden kann.

Nein, das ist überhaupt nicht klar. Warum sollte ein Präsenzunterricht mit Lüften und einigen Hygienemaßnahemen kein „regulärer Schulbetrieb“ sein? Es ist sicher nicht derselbe Schulbetrieb wie in der Vergangenheit. Auch ein Fernunterricht kann „regulär“ sein, wenn die technischen und pädagogischen Voraussetzungen erfüllt sind, Australien kann hier als Vorbild dienen. Dass beide Voraussetzungen trotz der Warnungen vor einer zweiten Welle von den Verantwortlichen nicht geschaffen wurden, steht auf einem anderen Blatt. Wenn sie mit

Wohl auch um möglichen Klagen vorzubeugen, hat Kultusministerin Eisenmann daher für das kommende Schuljahr die Aussetzung der Schulpflicht angeordnet.

fortfährt, erreicht und erregt sie damit Ihr Publikum. Das ändert aber nichts daran, dass diese Aussage schlicht falsch ist. Nicht die Schulpflicht ist ausgesetzt, sondern die Präsenzpflicht. Und die Schulen sind sogar in die Pflicht genommen, auch einen Unterricht für diejenigen Schüler anzubieten, die nicht zur Schule kommen. Schulpflicht und Anwesenheitspflicht sind zwei verschieden Dinge. Das Demo-Publikum war jedenfalls entsetzt und brachte das Entsetzen wie gewünscht auch zum Ausdruck.

Behauptungen werden zu Fakten erklärt

Das sind die Fakten. 

sagt sie und erklärt damit die vorhergehenden Falschinformationen, Umdeutungen und Unterstellungen schnurstracks zur unumstößlichen  Wahrheit. Sie manifestiert ihr Gedankengebäude und schließt jeden Widerspruch aus. Und das ist die Vollendung der verschwörungstheoretischen Argumentation. Wer hier als Zuhörer noch argumentativ mitgeht, hat keine Chance mehr auf ein Entkommen.  Das sicherlich ein wenig vorgeprägte Publikum widersprach nicht.

Sozialkonfomes Verhalten wird angeprangert

Ich bemerke, die Schüler haben sich verändert. Ich bin erschrocken, mit welcher Selbstverständlichkeit das Maskentragen im Schulgebäude akzeptiert wird und wie verzweifelt manche Schüler sind, wenn sie mal ihre Maske vergessen haben.

Dass sich Kinder in einer Krise verändern, ist erwartbar. Jeder von uns hat sich in irgendeiner Form der Krise angepaßt. Vielleicht haben die Schüler verstanden, welchen Nutzen eine Schutzmaske hat. Ganz so schwierig ist das nicht zu verstehen, dass Masken sowohl die Menge der eventuell verbreiteten Viren als auch deren Reichweite beträchtlich vermindern. Wenn man das verstanden hat, trägt man die Maske aus Verantwortlichkeit gegenüber seinem Nachbarn.

Ich bemerke zum einen bei den Kindern einen fast schon devoten Gehorsam und auch eine Art Denunziantentum, besonders bei jüngeren Kindern. Viele sind extrem verunsichert, kommen mir vor wie ferngesteuert, zeigen kaum noch eigenen Antrieb, erwarten ständig Vorgaben des Lehrers. Zudem sinkt die Motivation vieler Schüler beträchtlich.

Die Unsicherheit mag daher kommen, dass die Vorbilder der Kinder – unter anderem die Lehrer – uneinheitlich handeln und sich teilweise über gesellschaftliche Regeln hinwegsetzen. Nur eine Minderheit, wie die Rednerin betrübt feststellt:

Ich kenne zum Glück einige Kollegen, die ähnliche Ansichten haben wie ich und die nicht länger schweigen wollen und können. Dennoch ist das leider eine verschwindende Minderheit. Die meisten setzen die Anordnung um, ohne kritisch zu hinterfragen und sich zu überlegen, welche Schäden die Kinder davontragen.

Aber sie zeigen damit, wie wenig ihnen Regeln wert sind … aber HALT:

Kinder brauchen die Interaktion mit einer festen Bezugsperson. Sie brauchen Regeln und Struktur, um zu wachsen. Sie brauchen den Lehrer als Vertrauensperson, der sie unterstützt und begleitet. 

Wenn Kinder Regeln brauchen, dann sollten ihnen diese Regeln vorgelebt werden, in einer Schulgemeinschaft dadurch, dass sich die Lehrerschaft auf gewisse Grundregeln und Erziehungsziele einigt und jeder Lehrer diese Ziele selbstverständlich verfolgt. Wenn einzelne Lehrer dies nicht tun, dann werden die Schüler unsicher und verlieren ihr Selbstbewußtsein. Die Rettung ist dann die Flucht zu einer Vertrauensperson, der sie ihre Verwirrung schildern. Und das wird dann dieses „Denunziantentum“ sein.

Mehrere Studien, unter anderem die COACTIV Studie aus dem Jahr 2009 belegen klar, dass der wichtigste Garant für erfolgreiches Lernen ein intaktes Lehrer-Schüler-Verhältnis ist. Kinder brauchen die Interaktion mit einer festen Bezugsperson. Sie brauchen Regeln und Struktur, um zu wachsen. Sie brauchen den Lehrer als Vertrauensperson, der sie unterstützt und begleitet.Was sie nicht brauchen, ist ein Leben in Isolation, fern von ihren Klassenkameraden und ihren Lehrern, vor einem Endgerät, das ihnen Arbeitsblätter ausdruckt oder Videos vorführt.

Das Leben in Isolation brauchen wir alle nicht. Und dass Corona die Schülergeneration prägen wird, ist klar, wie jede Generation durch ihre Umgebung geprägt wird. Aber ein Leben in selbstbestimmter Isolation ist sicherlich für eine Zeitlang lebenswerter als ein fremdbestimmtes Leben auf der Intensivstation. Im Juli war die Situation nicht so schlimm wie heute: Heute sollten mehr als 250 Coronatote pro Tag Mahnung genug sein.

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Bildung. Es ist ein Menschenrecht, das bereits in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 verankert ist und in einer Reihe verbindlicher Übereinkommen wie etwa der UN-Kinderrechtskonvention garantiert wird. Es ist ein elementares Recht, weil es die Grundlage für Teilhabe und Chancengerechtigkeit schafft. Dieses Recht ist momentan für viele Kinder, gerade auch solche aus ärmeren Familien, ausgesetzt. So genannter Digital- und Fernunterricht, auch Homeschooling genannt, soll jetzt die Lösung der Zukunft sein.

Zunächst einmal war und ist auch heute noch der Fernunterricht in den derzeit ausprobierten Formen nur eine Notlösung für den Moment. Ob er sich als Lösung der Zukunft durchsetzen kann, ist zu diskutieren. Forderungen, auch politischer Parteien, die alles digitalisieren wollen, stehen im Raum. Die Gegenposition ist ebenfalls medial stark präsent und die Diskussion läuft. Die Voraussetzungen für flächendeckenden Fernunterricht sind bisher auf mehreren Ebenen nicht geschaffen. Corona bietet allerdings die Chance, die eine oder andere Voraussetzung zu schaffen und die Diskussion über leistungsfähige Konzepte für den Fernunterricht in Gang zu  bringen. Die Rednerin unterstellt implizit, dass die Bildungsgerechtigkeit vor Corona vorhanden war. Dem stehen Forschungsergebnisse gegenüber, denen zufolge der Schulerfolg auch von der Finanzkraft der Eltern abhängig ist.

Vor einigen Jahren  haben wir, damals ausgelöst von Minister Friedrich, eine gesellschaftliche Diskussion um das „Supergrundrecht“ Sicherheit miterlebt und haben gelernt, dass es ein derartiges „Supergrundrecht“ in unserem Staatsverständnis nicht gibt. Auch das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit ist also kein Supergrundrecht, warum sollte also das Recht auf Bildung höherwertig als das Recht auf Leben sein? Hier konkurrieren tatsächlich zwei Grundrechte, aber in einem echten Notfall, wie Corona einer ist, kann man das Recht auf Bildung eher ein Jahr zurückstellen als das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

Berechtigterweise stelle ich mir hier die Frage: Wozu braucht es denn noch eine klassische Schule und den klassischen Lehrer?

Diese Frage stellt sich auch Gunter Dueck in seinem Buch „Lean Brain Management“. Er kommt tatsächlich zu dem Schluß, dass es möglich sein könnte, Inhalte durch wenige „Brains“ festzulegen und aufzuarbeiten und durch fachlich deutlich weniger qualifizierte Lehrer als heute vermitteln zu lassen. Er nimmt aber nicht Stellung dazu, ob das ein empfehlenswertes Ergebnis ist.

Mehrere Studien, unter anderem die COACTIV Studie aus dem Jahr 2009 belegen klar, dass der wichtigste Garant für erfolgreiches Lernen ein intaktes Lehrer-Schüler-Verhältnis ist. Kinder brauchen die Interaktion mit einer festen Bezugsperson. Sie brauchen Regeln und Struktur, um zu wachsen. Sie brauchen den Lehrer als Vertrauensperson, der sie unterstützt und begleitet.

Eine COACTIV-Studie von 2009 konnten wir bei unseren Recherchen nicht finden, möglicherweise liegt hier eine falsche Quellenangabe der Rednerin vor. Es gibt eine COACTIV-Studie aus 2003/2004, die sich aber selber als „Pisa-Test für Mathematiklehrer“ bezeichnet und einen anderen Schwerpunkt hatte.

Gegen Ende Ihrer Rede führt sie die losen Enden wieder zusammen und unterstellt wieder politische Absichten hinter Corona.

Dass Schüler und Lehrer als Versuchskaninchen für die bildungspolitische Forschung missbraucht werden, ist nicht neu. Mich erschrecken allerdings die Dimensionen, mit denen das geschieht. Besondere Sorgen bereitet mir dabei die anstehende Maskenpflicht ab dem kommenden Schuljahr. Diese ist meines Erachtens nicht nur sinnfrei und unlogisch, sondern auch eine politische Gängelung, damit ja niemand denken sollte, die Gefahr einer Pandemie sei vorbei.

Zu guter Letzt besinnt sie sich darauf, dass die anfangs angesprochene anonyme Macht möglicherweise ihr eigener Dienstherr sein könnte und legt Wert auf die Feststellung:

Als ich Lehrerin wurde, habe ich einen Eid auf das Grundgesetz geleistet und zwar, dieses zu achten und zu schützen, besonders in Krisenzeiten. Hinter dieser Treuepflicht stehe ich zu 100 Prozent.

Nicht dass der Dienstherr vielleicht noch reagiert.

Text: Matthias Lauterer




Mobile Impfteams starten im Hohenlohekreis

Am Mittwoch, den 30. Dezember 2020, erfolgten die ersten Impfungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie im Hohenlohekreis. Hierzu sind mobile Impfteams des zentralen Impfzentrums aus Rot am See in zwei Pflegeheimen im Kreis im Einsatz, am Donnerstag folgten zwei weitere Pflegeheime im Hohenlohekreis. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor.

111 Impfungen

„Wir planen heute insgesamt 111 Impfungen im Hohenlohekreis durchzuführen“, erklärt Dr. Susanne Bublitz, Impfbeauftragte im Hohenlohekreis. „Die Impfungen beginnen auch im Hohenlohekreis in den Pflegeheimen und damit bei den Menschen, die durch das Coronavirus am stärksten gefährdet sind.“

„Heute ist ein guter Tag für die Menschen im Hohenlohekreis“

Auch Landrat Dr. Matthias Neth sieht die Impfungen als wichtigen Schritt zur Bewältigung der Pandemie. „Heute ist ein guter Tag für die Menschen im Hohenlohekreis. Die Impfung ist für die Bewohner der Pflegeheime, aber auch für uns alle der Beginn zu einer langsamen Rückkehr in die Normalität. Ich freue mich, dass wir in unserem Kreisimpfzentrum ab Mitte Januar 2021 vielen weiteren Bürger:innen die Impfung ermöglichen können.“ Sobald feststeht, wann genau die ersten Impfungen in der Hohenlohe-Sporthalle stattfinden und wann diese Termine gebucht werden können, wird das Landratsamt Hohenlohekreis hierüber informieren.

 

Erste Impfungen im Hohenlohekreis. Landrat Dr. Matthias Neth und Dr. Susanne Bublitz empfangen den Impfstoff für den Hohenlohekreis.Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

Erste Impfungen im Hohenlohekreis. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis. Mitarbeiter des Mobilen Impfteam mit dem Impfstoff. Foto: Landratsamt des Hohenlohekreises

 

 




Hohenlohe startet mit den ersten Impfungen – gehören solche Bilder also bald der Vergangenheit an?

Die ersten Impfdosen verteilte das Deutsche Rote Kreuz unlängst an ein Pflegeheim in Pfedelbach. Ist die Pandemie damit bald zu Ende und damit auch die Coronamaßnahmen? Indes mehren sich politische Stimmen, dass der derzeitige Shutdown verlängert werden soll – manche sagen, bis Ostern 2021. Vor einem Jahr hat die Mehrheit der Europäer Covid noch nicht gekannt. Wie hat eigentlich alles bei uns angefangen? Wir drehen die Coronauhr genau 1 Jahr zurück (Teil 1 von 2).

Januar

Anfang Januar 2020 gelangen erste Berichte über ein neues Virus im fernen China in die Nachrichtensendungen. China ist weit weg und wir hatten ja schon unsere Erfahrung mit dem SARS und dem MERS-Virus gemacht. Diese Viren waren ja ebenfalls weit weg und sie haben in Europa auch nicht wirklich zugeschlagen. 9 dokumentierte SARS Fälle 2003, darunter kein Todesfall, in Deutschland – die Bedrohung durch das neue Virus war überschaubar. Auch noch, als es Ende Januar scheinbar gelang, den ersten dokumentierten Ausbruch bei WEBASTO in Starnberg unter Kontrolle zu halten. Bereits bei diesem „Patient 1“ stellte man fest, dass bereits ein kurzer Kontakt zur Ansteckung führen kann. Ende des Monats sind außerhalb Chinas etwa 50 Fälle aus mehreren Ländern dokumentiert – erste ausländische Firmen schließen Betriebe in der Region Hubei, Fluggesellschaften stellen Flüge ein und die WHO erklärt am 30. Januar eine „Internationale Gesundheitsnotlage“.

Hohenloher Firmen mit intensiven Kontakten nach China werden aufmerksam: Ziehl-Abegg stellt alle Dienstreisen nach China ein und unterstützt seine chinesischen Werke mit Mundschutz und die Regierung mit einer Lüftungsanlage für ein Krankenhaus.

Februar

Noch macht man sich über den Virus lustig. Bild in WhatsApp.

Im Februar bekommen das Virus und die von ihm ausgelöste Krankheit einen Namen: Die WHO nennt das Virus Sars-Cov-2 und die Krankheit COVID-19. Der Volksmund bezeichnet beides bereits als „Corona“. Der erste Virologe, Alexander Kekulé wird der Öffentlichkeit bekannt, damals noch mit der These „Bei den Corona-Viren ist es leichter als bei der Grippe, durch Hygienemaßnahmen und das, was wir soziale Distanzierung nennen.“ Frankreich beklagt den ersten nachweislichen Toten in Europa, in Norditalien werden, bei etwa 150 bekannten Fällen, Gebiete abgesperrt. Und Ende Februar tagt erstmals der Krisenstab der Bundesregierung.

In Hohenlohe ist das Virus noch nicht wirklich angekommen. Zwar bereiten sich die Ärzte darauf vor, allerdings ist die Unsicherheit sowohl bei Ärzten als auch bei der Bevölkerung weiterhin hoch, zu wenig ist wirklich über das Virus, seine Verbreitung und seine Folgen bekannt. Dazu kommen erste zweifelhafte Informationsquellen, die die Verwirrung erhöhen: Der Coronavirus kommt und ihr seid noch beim Karneval.

März

Weg zur Abstrichstelle in Belzhag auf dem Frühjahrshöhepunkt der Pandemie im Hohenlohekreis. Foto: GSCHWÄTZ

Im März nimmt die Pandemie endgültig Fahrt auf: Am 01. März 2020 findet in Kupferzell ein Kirchenkonzert statt, das die Keimzelle für den Hotspot Kupferzell werden wird. Erste größere Veranstaltungen, wie die Leipziger Buchmesse, werden abgesagt. Italien schließt die Schulen, mit Sachsen-Anhalt ist Corona in allen Bundesländern angekommen. Schulen und Kindergärten werden geschlossen, bisher offene Grenzen abgeriegelt, Italien und Spanien melden jeweils über 3.000 Tote, die WHO bezeichnet Corona als „Pandemie“, die Fußball-EM und die Olympischen Spiele werden abgesagt.

In Deutschland beginnt der sogenannte „erste Lockdown“, nicht vergleichbar mit den Ausgangssperren, wie sie in Spanien herrschen. Weltweit werden Hilfspakete für die Wirtschaft geschnürt.

In Hohenlohe wird der erste Corona-Fall am 05. März registriert: Landrat Neth: „Mögliche Folgen einer unkontrollierten Verbreitung wären enorm“. Nahezu alle Veranstaltungen werden abgesagt oder verschoben, nicht aber das „Rebenglühen“ in  Bretzfeld – wahrscheinlich die Ursache für den zweiten Hotspot im Hohenlohekreis. Erste Fälle in Kupferzell treten auf: Kupferzell: 4 weitere Coronafälle – Verdachtsfälle in Künzelsau. Im Gesundheitsamt in Künzelsau wird eine erste Abstrichstelle eröffnet und kurz darauf durch eine zentrale Abstrichstelle in Belzhag ersetzt. Erst einige, dann alle Schulen und Kindergärten schließen. Der Landrat wird erstmals deutlich: „Leider nicht bei allen angekommen, wie dramatisch die Situation ist“.

Im Künzelsauer Krankenhaus wird eine Isolierstation eröffnet. Schutzausrüstungen für Gesundheitsbedienstete gehen aus, Landrat Dr. Neth muss Firmen und Privatleute um Unterstützung bitten – und erhält diese in großer Menge.

Ende März waren in Deutschland 670 Menschen an Corona verstorben. Am 17. März 2020 wird der erste Corona-Todesfall im Hohenlohekreis vermeldet. Der Hohenlohekreis ist nun einer der am stärksten betroffenen Landkreise in Deutschland.

April

Professor Ralph Wystup (rechts) präsentiert die Atemschutzhaube Landrat Dr. Matthias Neth (links). Foto: GSCHWÄTZ

Die Lage bleibt unübersichtlich. Obwohl es immer mehr wissenschaftliche Erkenntnisse über das Virus und seine Ausbreitung gibt, wächst die Unsicherheit in der Bevölkerung. Auch weil die Politik es nicht schafft, einheitliche Verhaltensregeln zu definieren: Zwar treten Mitte April erste „Lockerungen“ in Kraft, diese sind aber von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Man hat den Eindruck, jeder Ministerpräsident will seiner Bevölkerung ein eigenes „Zuckerle“ geben. Baumarkttourismus über die bayrisch-hessische Landesgrenze ist nur ein Beispiel. Bundeskanzlerin Merkel versucht noch, die Lockerungen zu begrenzen und zu vereinheitlichen, vergeblich. Nicht zum letzten Mal.

So unterschiedlich sind die Lockerungen, dass die Menschen die Regeln nicht mehr verstehen und beginnen, sich aufzulehnen. Auch die von Land zu Land unterschiedlichen Regelungen für das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes verwirren.

Selbst die „Großen“ können Corona nicht entfliehen: Der britische Premierminister Boris Johnson muß auf der Intensivstation behandelt werden. Ende April geben Biontech und Pfizer bekannt, einen Impfstoff an Menschen zu testen.

Das ehemalige Krankenhaus kann nicht zur Corona-Klinik umgewidmet werden. Das Landratsamt empfiehlt Mund-Nasen-Schutz, daraufhin werden Tausende Masken in Privatinitiative genäht. Auch Gewerbe und Industrie spenden weiter Schutzmasken. Trotzdem bleibt Schutzausrüstung knapp, auch für das Bestattungswesen. Hohenloher entwickeln eine Schutzhaube für besonders kontaminierte Bereiche. Kurios: Berittene Polizei sorgt für den Kontaktabstand in Künzelsau. Eltern sind mehr und mehr mit Home-Office und Kinderbetreuung überlastet. Die Reisebranche demonstriert in Künzelsau und die Gastronomie paßt ihr Angebot an.

Der Hohenlohekreis meldet Quarantänemaßnahmen in acht Pflegeheimen und warnt vor drohender Überlastung des Öhringer Krankenhauses, das Gesundheitsamt scheint überlastet. Künzelsau sagt alle Veranstaltungen der nächsten Monate ab.

Mai

Der Medi-Bus des RKI stand in Kupferzell. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Parallel zu den traditionellen Maidemonstrationen finden erste Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen statt.  Das Bundeskriminalamt warnt Mitte Mai vor einer Kaperung der Proteste durch Rechtsextreme. Kontaktbeschränkungen werden gelockert und die Bundesliga nimmt ihren Spielbetrieb in leeren Stadien wieder auf. Die Infektionszahlen in Deutschland sinken auf unter 1.000 positive Tests pro Tag, weltweit steigen sie weiter. Erste Berichte über die Impfversuche sprechen von Erfolgen. Der Optimismus steigt. Weitere Lockerungen treten in Kraft. Die Lufthansa erhält ein Hilfspaket in Höhe von 9 Milliarden Euro. Immer mehr Bundesländer öffnen Schulen und Kindergärten – mit Sicherheitsmaßnahmen. Die medizinische Forschung stellt fest, dass Corona nahezu alle Organe beeinträchtigen kann, nicht nur die Lunge. Es wird bekannt, dass Veröffentlichungen des Virologen Hendrik Streeck von einer PR-Agentur gesteuert werden – das fördert das Vertrauen in die Wissenschaft nicht.

Die Hohenloher finden kreative Lösungen, um ein gewisses Maß an Normalität in der Freizeit wiederherzustellen: Autokino, Autokonzert, eine Klopapier-Challenge, Outdoor-Konzerte. Gleichzeitig werden Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Corona-Maßnahmen lauter. Der Einzelhandel stellt sich um und beliefert seine Kunden an der Haustür. Auch die Urlaubspläne der Menschen ändern sich. Die Corona-Fallzahlen in Hohenlohe sind stabil, allerdings sind 40 Menschen bereits verstorben. Weiter werden in großem Stil  Masken genäht. Auch die Hohenloher Schulen öffnen für einzelne Klassenstufen. Ab dem 20. Mai führt das Robert-Koch-Institut im ehemaligen Hotspot Kupferzell eine Reihenuntersuchung zur Erforschung der Verbreitung des Virus durch.

Juni

Leere Eisdiele bei strahlendem Sonnenschein. Das hat einen traurigen Seltenheitswert. Foto: GSCHWÄTZ

An Pfingsten müssen Urlaubsgebiete gesperrt werden, so hoch ist der Andrang. Mit  einem  Konjunkturpaket der Bundesregierung zur Ankurbelung der Wirtschaft werden unter anderem der Kinderbonus und die zeitweise Absenkung der Mehrwertsteuer beschlossen. Die Lage auf den Intensivstationen entspannt sich – gegenüber dem Höchststand von 2.900 Patienten werden noch etwa 700 Patienten behandelt. Mehrere lokal beschränkte Ausbrüche, zum Beispiel in Schlachthöfen und Wohnsiedlungen führen zu lokalen Maßnahmen. Die Corona-Warn-App startet. Spanien beendet seinen 3-monatigen Lockdown nach 28.000 Toten. Aufgrund der lokalen Corona-Ausbrüche werden für die Urlaubszeit Einreisebeschränkungen für Menschen aus Risikolandkreisen beschlossen.

Am 10. Juni teilt Landrat Neth mit, dass es seit einer Woche im Hohenlohekreis keine Neuinfektionen mehr gegeben hat. Die Normalität scheint näherzurücken. Der Einzelhandel zieht eine erste Bilanz: Wesentlich weniger Kunden als vorher. Die Unsicherheit, wie es auch mit den Bundeshilfen weitergehen wird, bleibt aber. An der Kupferzeller RKI-Studie haben mehr als 2.000 Menschen teilgenommen – ein voller Erfolg. Am 19. Juni besucht Ministerpräsident Kretschmann den Hohenlohekreis und erläutert die Coronamassnahmen des Landes. Das neugestaltete Kocherfreibad in Künzelsau nimmt am 29. Juni verspätet seinen Betrieb mit einem Sicherheitskonzept auf, das Niedernhaller Freibad bleibt geschlossen. In Öhringen öffnen H2Ö und Fitnesspark. Der Sommer kann kommen.

Text: Matthias Lauterer

 




Auch an Silvester müssen Bürger um spätestens 20 Uhr zu Hause sein

Der Polizeipräsident von Heilbronn, Hans Becker, weist auf die an Silvester geltenden Corona-Regeln hin:

Keine Treffen auf Straßen und Plätzen

Die in Baden-Württemberg geltenden Ausgangsbeschränkungen gelten auch über den Jahreswechsel. Das heißt, dass auch an Silvester die Wohnung zwischen 20 Uhr und 5 Uhr nur aus triftigen Gründen verlassen werden darf. Zudem wurde am Silvester- und Neujahrstag ein bundesweite geltendes An- und Versammlungsverbot umgesetzt.

Kontaktbeschränkungen auch an Silvester in Kraft

Das heißt, ein Treffen mit anderen Menschen auf Straßen und Plätzen ist nicht möglich. Die Kontaktbeschränkung von fünf Personen aus maximal zwei Haushalten gilt auch über Silvester.

Generelles Böllerverbot im öffentlichen Raum

Der Verkauf von Pyrotechnik vor Silvester ist 2020 generell verboten. Selbst wer noch Restbestände vom letzten Jahr hat, für den gilt: Das Zünden von Böllern ist im öffentlichen Raum verboten. Ein Treffen an Silvester auf der Straße mit dem Nachbarn ist also nicht möglich. Auch auf das Anstoßen mit den Nachbarn muss dieses Jahr verzichtet werden.

Appell an die Vernunft

Der Heilbronner Polizeipräsident Hans Becker appelliert an die Vernunft der Bürger auch an Silvester. „Verstöße sind keine Bagatelldelikte! Wir werden auch an Silvester unterwegs sein. Mit Augenmaß wird die Polizei gemeinsam mit den Ordnungsbehörden dafür sorgen, dass die Regeln eingehalten werden.

Polizei wird Fehlverhalten sanktionieren

Wer allerdings unverbesserlich die einschränkenden Regelungen missachtet, muss mit einer konsequenten Sanktionierung seines Fehlverhaltens rechnen. Wir appellieren an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger. Jeder und jede muss seinen Beitrag im Kampf gegen das Virus leisten, nur gemeinsam können wir den Kampf gegen das Virus gewinnen. Wer gegen die Vorschriften zur Eindämmung des Corona-Virus verstößt, gefährdet letztendlich Menschenleben.“

Rückfragen bitte an das Polizeipräsidium Heilbronn, Telefon: 07131 104 1010

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Heilbronn und des Polizeipräsidiums Heilbronn




Es geht auch mit nicht überfüllten Bussen

Verkehrsminister Winfried Hermann MdL: „Die Finanzierung der Verstärkerfahrten im Schülerbusverkehr wird auch im kommenden Jahr fortgesetzt, zunächst bis zu den Pfingstferien 2021.“ Damit soll mehr Abstand zwischen den Fahrgästen in den Bussen der Schülerbeförderung sichergestellt werden. Die Landesförderung für Bestellungen von zusätzlichen Fahrten durch die zuständigen Stadt- und Landkreise in Höhe von 95 Prozent bleibt somit weiterhin bestehen.

30 Millionen bis Mai bereitgestellt – anschließend Neubewertung der Lage

Für den Zeitraum von Januar bis Ende Mai stellt das Land 30 Millionen Euro bereit, um diese Verstärkerbusse für den Schülerverkehr zu fördern. „Damit können wie zuvor zum regulären Fahrplan zusätzliche Fahrzeuge und Fahrten bestellt werden. Finanziert werden auch Zusatzfahrten bei einer Entzerrung der Unterrichtszeiten, welche sich nicht im Fahrplan abbilden lassen“, so Verkehrsminister Hermann. Nach den Osterferien soll die Entwicklung neu bewertet werden. Anschließend wird über eine Fortsetzung des Programms entschieden.

Rettungsschirm des Landes für den ÖPNV wird fortgesetzt

Das Förderprogramm für den Schülerverkehr ist ein Teil des Rettungsschirms des Landes Baden-Württemberg für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), der fortgesetzt wird. Am 23. Dezember hatte das Landeskabinett im Zuge eines Umlaufbeschlusses ein Maßnahmenbündel zur Überbrückung der ersten Monate des Jahres 2021 beschlossen. Dazu werden 65 Millionen Euro Rettungsschirmmittel aus dem Jahr 2020 in das kommende Jahr übertragen.

Land ersetzt den Verkehrsunternehmen vorab die Hälfte der Fahrgeldausfälle für 2021

Das Land signalisiert damit die Bereitschaft für einen erneuten gemeinsamen Rettungsschirm mit dem Bund. In der Erwartung, dass auch der Bund wieder hälftig in einen Rettungsschirm einsteigen wird, geht das Land voran und wird den Verkehrsunternehmen seinerseits bereits vorab die Hälfte der Corona-bedingten Fahrgeldausfälle 2021 ersetzen.

Verkehrsminister Herrmann unterstreicht für beide Vorhaben: „Mit der Fortsetzung der Programme senden wir ein klares Signal. Damit wird auch im neuen Jahr der ÖPNV von uns unterstützt und der Infektionsschutz auf dem Schulweg sichergestellt. Ich erwarte, dass jetzt auch von Seiten des Bundes und auch von den Kommunen ein Bekenntnis kommt. Die Auswirkungen der Pandemie können nur mit vereinten Kräften eingedämmt werden. Wir streben als Land eine faire Lastenverteilung an.“

Quelle: Pressemitteilung des Verkehrsministeriums




Krankenhausmitarbeiter tanzen sich in die Hohenloher Herzen

Seit dem 29. Dezember 2020 steigen die Klickzahlen des mit derzeit 24 Abonnenten (Stand: 30. Dezember 2020) eigentlich relativ kleinen youtube-Kanals des Hohenloher Krankenhauses rapide an.

Grund ist ein Video, das gute Laune in einer absoluten Krisenzeit verbreitet: Die „Jerusalema Dance Challenge“ mit dem Hashtag #staystrong. Damit reiht sich das Hohenloher Krankenhaus ein in die diversen Jerusalema Dance Challenges, die derzeit auf youtube gestellt werden von sozialen Einrichtungen beziehungsweise Einrichtungen aus dem Gesundheitswesewn, die gegen das Coronavirus kämpfen. Auch das Stuttgarter Klinikum hat dabei schon mitgemacht und in kürzester Zeit über 30.000 Klicks erzielt. Derzeit kratzt das Öhringer Video noch an der 5.000er Marke. Mit deutlichem Potenzial nach oben.

Mitgetanzt haben neben den Mitarbeitern des Krankenhauses auch Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes und des  Bildunsgzentrums Hohenlohe. Bei einer Challenge wird man praktisch „herausgefordert“, sich als nächstes dieser Tanz-Challenge zu stellen. Unter dem Video schreibt das Hohenloher Krankenhaus: „Gemeinsam durch die Krise, gemeinsam in die Challenge und gemeinsam gerockt! Eine Idee entstand und schnell waren große Teile unserer Klinik, sowie unser Bildungszentrum Gesundheit und Pflege und das Rettungsdienst Team vom DRK Hohenlohe mit an Bord – und schon wurde durch die Gänge, unter Blaulicht und auf den Dächern getanzt. Großes Danke an alle für diese grandiosen Aufnahmen, euren Teamgeist und eure Motivation. Wir sind unendlich stolz auf euch!“

Gut gelaunt durch die Krise. So präsentieren sich die Mitarbeiter in dem knapp fünfminütigen Videoclip, in dem jung wie alt tanzen, das DRK neben den Ärzten des Klinikums. Danke an alle Unterstützer. Danke an die Ärzte, Pfleger, das Team, an die Hohenloher. Danke für Euren Zusammenhalt. Stay safe. Das sind nur einige der Botschaften, die die Mitarbeiter dabei in Kamera halten. Das macht Hoffnung. Und gibt gute Laune.




Kann das weg oder bleibt das jetzt so?

Wer an 2020 denkt, der denkt, jetzt hab ich ein ganzes Jahr verschenkt.

Kaum im Urlaub, nur Zuhaus, was ist das für ein Leben – ei der daus.

Corona war’s, das Ungetier, dass uns hatte im Visier.

Auch jetzt ist es noch nicht vorbei, mit der darwinistischen Meuterei.

 

Frisöre zu, wie sehn wir aus?

Überdis: Kein Fitnesscenter mehr im Haus.

Kein Theater, keine Kultur. Was man früher nur bewunderte, aber nie brauchte,

fehlt einem jetzt um so doller nur.

 

Und wo sind all die Spekulanten hin? Sind die etwa wieder frei?

Die Politiker, B-Promis und Lehrer fristen ihr Dasein auf den Malediven oder auf ihrer heimischen Terrasse, bis der Spuk ist hoffentlich bald vorbei.

Rathäuser verbarrikadiert, Schulen runterramponiert,

nichts funktionierte mehr richtig in diesem Jahr,

ob das wohl so bleibt immerdar?

 

Aber nein, ihr lieben Leut‘ von gestern.

Erst gibt’s die Spritze, dann gehts direkt über zu Ostern.

Dazwischen noch ein wenig Applaus für die Krankenschwestern.

 

Gott wird uns schon führen in diesem Land,

an Weihnachten haben’s die Gottesdienstler, etwa in Niedernhall, vorgemacht, als sie standen öffentlich auf dem Kirchplatz zueinand.

AHA. Der Abstand wurde dabei stets eingehalten, versichern die rund 180 Besucher vehement,

unter vorgehaltener Maske, damit auch keine Bazille davonrennt.

 

Welche‘ irre Zeit das nur ist, mit Notstandsregeln, die ziehen uns in den Bann,

werden unsere Enkel uns bescheinigen, wenn sie Fotos von 2020 schauen an,

vermummt, verhüllt, auf Abstand getrimmt,

geschlossen die Läden, die Märkte, die Kinos fürs Kind.

Mama, was war da los?, werden sie fragen,

während wir die Masken als Souveniere in Kartons aufbewahrt haben.

 

Eine Zeit, in der jeder für sich und doch alle vereint,

das war das Jahr 2020 gefühlt und gemeint.

Noch nie hat man so wenig zusammen gemacht,

noch nie hat man aber auch mehr an die Mitmenschen gedacht.

 

Ein kurzer, gereimter Jahresrückblick von Dr. Sandra Hartmann

 

Befinden wir uns in Star Wars oder in dem Film Die Maske? Wir wissen es nicht, aber in jedem Fall war dieses Jahr das außergewöhnlichste Jahr, das viele je erlebt haben.

Kundin Sabine findet, dass „einem nichts abfällt“, wenn man eine Maske trägt. Foto: GSCHWÄTZ

Masken in allen Variationen gab es an Tanja Fankhausers Stand auf dem Künzelsauer Simon-Judä-Markt. Foto: GSCHWÄTZ

Bußgelder mussten nicht verhängt werden. Foto: GSCHWÄTZ

Winfried Kretschmann vorbildlich mit Maske, ein Foto ohne Maske nur wenige Zeit später löste einen Shitstorm aus. Foto: GSCHWÄTZ/Kupferzell am 19. Juni 2020

Evelyne Mitar beim Einkaufen heute mit Schutzmaske in einem Pfedelbacher Supermarkt. Foto: GSCHWÄTZ

Landrat Dr. Matthias Neth (Mitte) bedankte sich für das Engagement der beiden Spender Fabian Köhler (links) und Alex Voth. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

Mund-Nase-Schutz mit Notenmuster. Diese goldigen Masken haben bis in den hohen Norden begeistert. Foto: privat

Betreuungskräfte nähten Masken für die Schüler der Geschwister-Scholl-Schule und der Erich-Kästner-Schule. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

Bislang gibt es noch keine Maskenpflicht im Unterricht. Foto: Symbolfoto Unterricht in Zeiten von Corona. Quelle: adobe stock

Manche Demonstranten kritisieren die Maskenpflicht. An der Demo selbst gab es keine Maskenpflicht. Foto: GSCHWÄTZ

Rund 100 Mund-Nase-Masken hat Marina Reisacher bereits genäht. Foto: GSCHWÄTZ

Feuerwehr mit Schutzmaske. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Landrat Dr. Matthias Neth (links) nimmt die genähten Schutzmasken der Kreislandfrauen Hohenlohe dankbar von Tanja (Mitte) und Laura Maurer entgegen. Quelle: Landratsamt des Hohenlohekreises

Landrat Dr. Matthias Neth beim Tragen einer Maske. Foto: Ziehl-Abegg

Dieses Paar war mit Mundschutzmasken und Handschuhen im Kaufland in Künzelsau unterwegs. Zum Zeitpunkt der Aufnahme noch aussergewöhnlich, mittlerweile Pflicht. Foto: privat

 

Professor Wystup zieht die Atemschutzhaube an. Foto: GSCHWÄTZ

Weg zur Drive-In-Abstrichstelle in Belzhag im März 2020. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Darüber hinaus gab es aber auch noch vereinzelt andere Themen, wie folgende Fotos beweisen:

 

Die Besucher freut es, dass das Kocherfreibad wieder geöffnet hat. Foto: GSCHWÄTZ

Geheimtipp Freibad Langenburg.

 

Ingelfingens Gemeinderat sagt Nein zur Einbahnstraße:

 

Die Kupferzeller wollen gemeinsam gegen den geplanten Netzbooster kämpfen. Foto: GSCHWÄTZ

Birgit Kühnle und Peter Hamann von der Interessengemeinschaft „Ein Herz für Hohenlohe“ lehnen die Riesenbatterie ab. Foto: GSCHWÄTZ

Gefährliche Sztaßensituationen am Ortseingang Gaisbach von Haag kommend. Foto: GSCHWÄTZ

Interessengemeinschaft Raserstrecke Gaisbach Haag. Foto: GSCHWÄTZ

Waldenburgs damaliger Bürgermeister Markus Knobel (links) mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann auf Hohenloher Stippvisite.