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Auch an Silvester müssen Bürger um spätestens 20 Uhr zu Hause sein

Der Polizeipräsident von Heilbronn, Hans Becker, weist auf die an Silvester geltenden Corona-Regeln hin:

Keine Treffen auf Straßen und Plätzen

Die in Baden-Württemberg geltenden Ausgangsbeschränkungen gelten auch über den Jahreswechsel. Das heißt, dass auch an Silvester die Wohnung zwischen 20 Uhr und 5 Uhr nur aus triftigen Gründen verlassen werden darf. Zudem wurde am Silvester- und Neujahrstag ein bundesweite geltendes An- und Versammlungsverbot umgesetzt.

Kontaktbeschränkungen auch an Silvester in Kraft

Das heißt, ein Treffen mit anderen Menschen auf Straßen und Plätzen ist nicht möglich. Die Kontaktbeschränkung von fünf Personen aus maximal zwei Haushalten gilt auch über Silvester.

Generelles Böllerverbot im öffentlichen Raum

Der Verkauf von Pyrotechnik vor Silvester ist 2020 generell verboten. Selbst wer noch Restbestände vom letzten Jahr hat, für den gilt: Das Zünden von Böllern ist im öffentlichen Raum verboten. Ein Treffen an Silvester auf der Straße mit dem Nachbarn ist also nicht möglich. Auch auf das Anstoßen mit den Nachbarn muss dieses Jahr verzichtet werden.

Appell an die Vernunft

Der Heilbronner Polizeipräsident Hans Becker appelliert an die Vernunft der Bürger auch an Silvester. „Verstöße sind keine Bagatelldelikte! Wir werden auch an Silvester unterwegs sein. Mit Augenmaß wird die Polizei gemeinsam mit den Ordnungsbehörden dafür sorgen, dass die Regeln eingehalten werden.

Polizei wird Fehlverhalten sanktionieren

Wer allerdings unverbesserlich die einschränkenden Regelungen missachtet, muss mit einer konsequenten Sanktionierung seines Fehlverhaltens rechnen. Wir appellieren an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger. Jeder und jede muss seinen Beitrag im Kampf gegen das Virus leisten, nur gemeinsam können wir den Kampf gegen das Virus gewinnen. Wer gegen die Vorschriften zur Eindämmung des Corona-Virus verstößt, gefährdet letztendlich Menschenleben.“

Rückfragen bitte an das Polizeipräsidium Heilbronn, Telefon: 07131 104 1010

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Heilbronn und des Polizeipräsidiums Heilbronn




Es geht auch mit nicht überfüllten Bussen

Verkehrsminister Winfried Hermann MdL: „Die Finanzierung der Verstärkerfahrten im Schülerbusverkehr wird auch im kommenden Jahr fortgesetzt, zunächst bis zu den Pfingstferien 2021.“ Damit soll mehr Abstand zwischen den Fahrgästen in den Bussen der Schülerbeförderung sichergestellt werden. Die Landesförderung für Bestellungen von zusätzlichen Fahrten durch die zuständigen Stadt- und Landkreise in Höhe von 95 Prozent bleibt somit weiterhin bestehen.

30 Millionen bis Mai bereitgestellt – anschließend Neubewertung der Lage

Für den Zeitraum von Januar bis Ende Mai stellt das Land 30 Millionen Euro bereit, um diese Verstärkerbusse für den Schülerverkehr zu fördern. „Damit können wie zuvor zum regulären Fahrplan zusätzliche Fahrzeuge und Fahrten bestellt werden. Finanziert werden auch Zusatzfahrten bei einer Entzerrung der Unterrichtszeiten, welche sich nicht im Fahrplan abbilden lassen“, so Verkehrsminister Hermann. Nach den Osterferien soll die Entwicklung neu bewertet werden. Anschließend wird über eine Fortsetzung des Programms entschieden.

Rettungsschirm des Landes für den ÖPNV wird fortgesetzt

Das Förderprogramm für den Schülerverkehr ist ein Teil des Rettungsschirms des Landes Baden-Württemberg für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), der fortgesetzt wird. Am 23. Dezember hatte das Landeskabinett im Zuge eines Umlaufbeschlusses ein Maßnahmenbündel zur Überbrückung der ersten Monate des Jahres 2021 beschlossen. Dazu werden 65 Millionen Euro Rettungsschirmmittel aus dem Jahr 2020 in das kommende Jahr übertragen.

Land ersetzt den Verkehrsunternehmen vorab die Hälfte der Fahrgeldausfälle für 2021

Das Land signalisiert damit die Bereitschaft für einen erneuten gemeinsamen Rettungsschirm mit dem Bund. In der Erwartung, dass auch der Bund wieder hälftig in einen Rettungsschirm einsteigen wird, geht das Land voran und wird den Verkehrsunternehmen seinerseits bereits vorab die Hälfte der Corona-bedingten Fahrgeldausfälle 2021 ersetzen.

Verkehrsminister Herrmann unterstreicht für beide Vorhaben: „Mit der Fortsetzung der Programme senden wir ein klares Signal. Damit wird auch im neuen Jahr der ÖPNV von uns unterstützt und der Infektionsschutz auf dem Schulweg sichergestellt. Ich erwarte, dass jetzt auch von Seiten des Bundes und auch von den Kommunen ein Bekenntnis kommt. Die Auswirkungen der Pandemie können nur mit vereinten Kräften eingedämmt werden. Wir streben als Land eine faire Lastenverteilung an.“

Quelle: Pressemitteilung des Verkehrsministeriums




Krankenhausmitarbeiter tanzen sich in die Hohenloher Herzen

Seit dem 29. Dezember 2020 steigen die Klickzahlen des mit derzeit 24 Abonnenten (Stand: 30. Dezember 2020) eigentlich relativ kleinen youtube-Kanals des Hohenloher Krankenhauses rapide an.

Grund ist ein Video, das gute Laune in einer absoluten Krisenzeit verbreitet: Die „Jerusalema Dance Challenge“ mit dem Hashtag #staystrong. Damit reiht sich das Hohenloher Krankenhaus ein in die diversen Jerusalema Dance Challenges, die derzeit auf youtube gestellt werden von sozialen Einrichtungen beziehungsweise Einrichtungen aus dem Gesundheitswesewn, die gegen das Coronavirus kämpfen. Auch das Stuttgarter Klinikum hat dabei schon mitgemacht und in kürzester Zeit über 30.000 Klicks erzielt. Derzeit kratzt das Öhringer Video noch an der 5.000er Marke. Mit deutlichem Potenzial nach oben.

Mitgetanzt haben neben den Mitarbeitern des Krankenhauses auch Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes und des  Bildunsgzentrums Hohenlohe. Bei einer Challenge wird man praktisch „herausgefordert“, sich als nächstes dieser Tanz-Challenge zu stellen. Unter dem Video schreibt das Hohenloher Krankenhaus: „Gemeinsam durch die Krise, gemeinsam in die Challenge und gemeinsam gerockt! Eine Idee entstand und schnell waren große Teile unserer Klinik, sowie unser Bildungszentrum Gesundheit und Pflege und das Rettungsdienst Team vom DRK Hohenlohe mit an Bord – und schon wurde durch die Gänge, unter Blaulicht und auf den Dächern getanzt. Großes Danke an alle für diese grandiosen Aufnahmen, euren Teamgeist und eure Motivation. Wir sind unendlich stolz auf euch!“

Gut gelaunt durch die Krise. So präsentieren sich die Mitarbeiter in dem knapp fünfminütigen Videoclip, in dem jung wie alt tanzen, das DRK neben den Ärzten des Klinikums. Danke an alle Unterstützer. Danke an die Ärzte, Pfleger, das Team, an die Hohenloher. Danke für Euren Zusammenhalt. Stay safe. Das sind nur einige der Botschaften, die die Mitarbeiter dabei in Kamera halten. Das macht Hoffnung. Und gibt gute Laune.




Kann das weg oder bleibt das jetzt so?

Wer an 2020 denkt, der denkt, jetzt hab ich ein ganzes Jahr verschenkt.

Kaum im Urlaub, nur Zuhaus, was ist das für ein Leben – ei der daus.

Corona war’s, das Ungetier, dass uns hatte im Visier.

Auch jetzt ist es noch nicht vorbei, mit der darwinistischen Meuterei.

 

Frisöre zu, wie sehn wir aus?

Überdis: Kein Fitnesscenter mehr im Haus.

Kein Theater, keine Kultur. Was man früher nur bewunderte, aber nie brauchte,

fehlt einem jetzt um so doller nur.

 

Und wo sind all die Spekulanten hin? Sind die etwa wieder frei?

Die Politiker, B-Promis und Lehrer fristen ihr Dasein auf den Malediven oder auf ihrer heimischen Terrasse, bis der Spuk ist hoffentlich bald vorbei.

Rathäuser verbarrikadiert, Schulen runterramponiert,

nichts funktionierte mehr richtig in diesem Jahr,

ob das wohl so bleibt immerdar?

 

Aber nein, ihr lieben Leut‘ von gestern.

Erst gibt’s die Spritze, dann gehts direkt über zu Ostern.

Dazwischen noch ein wenig Applaus für die Krankenschwestern.

 

Gott wird uns schon führen in diesem Land,

an Weihnachten haben’s die Gottesdienstler, etwa in Niedernhall, vorgemacht, als sie standen öffentlich auf dem Kirchplatz zueinand.

AHA. Der Abstand wurde dabei stets eingehalten, versichern die rund 180 Besucher vehement,

unter vorgehaltener Maske, damit auch keine Bazille davonrennt.

 

Welche‘ irre Zeit das nur ist, mit Notstandsregeln, die ziehen uns in den Bann,

werden unsere Enkel uns bescheinigen, wenn sie Fotos von 2020 schauen an,

vermummt, verhüllt, auf Abstand getrimmt,

geschlossen die Läden, die Märkte, die Kinos fürs Kind.

Mama, was war da los?, werden sie fragen,

während wir die Masken als Souveniere in Kartons aufbewahrt haben.

 

Eine Zeit, in der jeder für sich und doch alle vereint,

das war das Jahr 2020 gefühlt und gemeint.

Noch nie hat man so wenig zusammen gemacht,

noch nie hat man aber auch mehr an die Mitmenschen gedacht.

 

Ein kurzer, gereimter Jahresrückblick von Dr. Sandra Hartmann

 

Befinden wir uns in Star Wars oder in dem Film Die Maske? Wir wissen es nicht, aber in jedem Fall war dieses Jahr das außergewöhnlichste Jahr, das viele je erlebt haben.

Kundin Sabine findet, dass „einem nichts abfällt“, wenn man eine Maske trägt. Foto: GSCHWÄTZ

Masken in allen Variationen gab es an Tanja Fankhausers Stand auf dem Künzelsauer Simon-Judä-Markt. Foto: GSCHWÄTZ

Bußgelder mussten nicht verhängt werden. Foto: GSCHWÄTZ

Winfried Kretschmann vorbildlich mit Maske, ein Foto ohne Maske nur wenige Zeit später löste einen Shitstorm aus. Foto: GSCHWÄTZ/Kupferzell am 19. Juni 2020

Evelyne Mitar beim Einkaufen heute mit Schutzmaske in einem Pfedelbacher Supermarkt. Foto: GSCHWÄTZ

Landrat Dr. Matthias Neth (Mitte) bedankte sich für das Engagement der beiden Spender Fabian Köhler (links) und Alex Voth. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

Mund-Nase-Schutz mit Notenmuster. Diese goldigen Masken haben bis in den hohen Norden begeistert. Foto: privat

Betreuungskräfte nähten Masken für die Schüler der Geschwister-Scholl-Schule und der Erich-Kästner-Schule. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

Bislang gibt es noch keine Maskenpflicht im Unterricht. Foto: Symbolfoto Unterricht in Zeiten von Corona. Quelle: adobe stock

Manche Demonstranten kritisieren die Maskenpflicht. An der Demo selbst gab es keine Maskenpflicht. Foto: GSCHWÄTZ

Rund 100 Mund-Nase-Masken hat Marina Reisacher bereits genäht. Foto: GSCHWÄTZ

Feuerwehr mit Schutzmaske. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Landrat Dr. Matthias Neth (links) nimmt die genähten Schutzmasken der Kreislandfrauen Hohenlohe dankbar von Tanja (Mitte) und Laura Maurer entgegen. Quelle: Landratsamt des Hohenlohekreises

Landrat Dr. Matthias Neth beim Tragen einer Maske. Foto: Ziehl-Abegg

Dieses Paar war mit Mundschutzmasken und Handschuhen im Kaufland in Künzelsau unterwegs. Zum Zeitpunkt der Aufnahme noch aussergewöhnlich, mittlerweile Pflicht. Foto: privat

 

Professor Wystup zieht die Atemschutzhaube an. Foto: GSCHWÄTZ

Weg zur Drive-In-Abstrichstelle in Belzhag im März 2020. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Darüber hinaus gab es aber auch noch vereinzelt andere Themen, wie folgende Fotos beweisen:

 

Die Besucher freut es, dass das Kocherfreibad wieder geöffnet hat. Foto: GSCHWÄTZ

Geheimtipp Freibad Langenburg.

 

Ingelfingens Gemeinderat sagt Nein zur Einbahnstraße:

 

Die Kupferzeller wollen gemeinsam gegen den geplanten Netzbooster kämpfen. Foto: GSCHWÄTZ

Birgit Kühnle und Peter Hamann von der Interessengemeinschaft „Ein Herz für Hohenlohe“ lehnen die Riesenbatterie ab. Foto: GSCHWÄTZ

Gefährliche Sztaßensituationen am Ortseingang Gaisbach von Haag kommend. Foto: GSCHWÄTZ

Interessengemeinschaft Raserstrecke Gaisbach Haag. Foto: GSCHWÄTZ

Waldenburgs damaliger Bürgermeister Markus Knobel (links) mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann auf Hohenloher Stippvisite.




Wasserflasche flog in Richtung der Polizeibeamten

Erheblichen Ärger verursachte eine Gruppe junger Männer Montagabend, den 28. Dezember 2020m in Künzelsau. Kurz vor 19 Uhr sollten durch eine Polizeistreife zirka 10 bis 15 Personen kontrolliert werden, welche sich zusammen vor einem Einkaufsmarkt in der Künzelsauer Bergstraße aufhielten. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Mehrere befanden sich direkt am Eingang des Marktes, trugen keine Mund- und Nasenbedeckung und hielten außerdem die erforderlichen Abstände zueinander nicht ein. Gleich zu Beginn der Kontrolle verhielten sich die Anwesenden, unter denen einige offensichtlich alkoholisiert waren, uneinsichtig und aggressiv gegenüber den Beamten. Einige Mitglieder der zu kontrollierenden Gruppe kamen den Anweisungen der Beamten nicht nach, wollten ihre Personalien nicht angeben, missachteten ausgesprochene Platzverweise und beleidigten die Polizeibeamten. Im weiteren Verlauf solidarisierten sich immer mehr Personen mit den aggressiven Wortführern.

Es wurde sogar eine Wasserflasche in Richtung der Polizeibeamten geworfen. Erst nach hinzuziehen von weiteren Streifen konnte die Situation beruhigt werden. Ein 29-Jähriger und ein 35-Jähriger mussten in Gewahrsam genommen werden. Beide Männer hatten zu diesem Zeitpunkt einen Atemalkoholwert von über einem Promille. Gegen mehrere Beteiligte der Gruppe wird jetzt wegen Widerstand, Beleidigung und Verstößen gegen die Corona-Verordnung ermittelt. Zeugenhinweise werden an das Polizeirevier Künzelsau, unter der Telefonnummer 07940 9400, erbeten.




Youtube sperrt GSCHWÄTZ-Video über Querdenker-Demo in Öhringen

Bis vor gar nicht langer Zeit waren die sozialen Netzwerke wie twitter, youtube oder facebook nahezu völlig unkontrolliert. Seit der Einführung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes sind die Betreiber allerdings verpflichtet, gesetzeswidrige Beiträge zu löschen und sie kommen dem auch größtenteils nach, zumindest wenn ihnen derartige Beiträge gemeldet werden. Das hat geradezu zu einer „Meldeindustrie“ geführt, Meldeaufrufe -teils mit hanebüchensten Begründungen- werden von einflußreichen Accounts veröffentlicht und von deren Followern gerne befolgt. Bei den Entscheidungen, was gelöscht wird, ist seitens der Betreiber keine einheitliche Linie festzustellen.

Kennzeichnung „fragwürdiger Beiträge“ von Donald Trump

Twitter hat zusätzlich ein eigenes Beurteilungssystem eingeführt und kennzeichnet Beiträge, die es als „fragwürdig“ einstuft. Berühmt für derartige Beiträge wurde ausgerechnet der amerikanische Präsident Donald Trump. youtube bezieht sich über die gesetzlichen Vorschriften hinaus auf seine „Community-Richtlinien“, wenn es Einträge sperrt oder löscht.

Dokumentarisches Video gelöscht

Ein dokumentarisches Video von der Öhringer Querdenker-Demonstration vom 06. Dezember 2020, das von GSCHWÄTZ veröffentlicht wurde, wurde jetzt gelöscht, wegen „unangemessener Inhalte“. Das gelöschte Video zeigt nichts weiter als die dort gehaltenen Reden. Reden, mit deren Inhalten man nicht übereinstimmen muss, die aber im Rahmen der grundgesetzlich garantierten Freiheit des Wortes auf einer behördlich genehmigten öffentlichen  Demonstration gehalten wurden. Und um entscheiden zu können, ob man mit den getätigten Aussagen übereinstimmen will, muss man sie sich ja erst einmal anhören können.

Michael Ballweg darf noch reden auf youtube

Allerdings wurden dort Aussagen gemacht, die möglicherweise den neu eingeführten Community-Richtlinien zu Covid19 widersprechen. Zum Beispiel behauptete ein Vater, dass das Tragen von Mund-Nasenschutz bei Kindern zu Hirnschäden führen könne. Zwar bietet youtube an, dass man als Betroffener nachfragen könne, warum ein Video gesperrt wurde. Aber auch auf mehrmaliges Nachfragen, bekam die Redaktion GSCHWÄTZ bislang keine Antwort. GSCHWÄTZ wurde darauf hingewiesen, dass bei einem nochmaligen Auftreten solcher Inhalte, unser kompletter Kanal gesperrt werden kann. Nach der Sperrung haben wir das Videointerview mit dem Querdenken-Initiator Michael Ballweg veröffentlicht. Dieses wurde bislang jedoch (noch) nicht gesperrt.

Hier Beispiele von youtube, warum Videos gesperrt werden können:

 

Screenshot youtube-Richtlinien, 28. Dezember 2020

Auch hier könnte man auf den ersten Blick der Ansicht sein, dass diese Regeln doch ganz vernünftig aussehen. Auf den zweiten Blick stellt sich heraus, dass youtube und auch die anderen so genannten sozialen Medien kein Format der freien Veröffentlichung von Meinung sind: Denn schon morgen können die Plattformen willkürlich weitere Regeln einführen, die beliebige Meinungen nicht mehr gelten lassen und das mit ihrem „digitalen Hausrecht“ begründen.

Soziale Medien gewährleisten nicht die Meinungsfreiheit

Eine gefährliche Situation, da die beiden größten Internet-Meinungskonzerne facebook (zu facebook gehören auch WhatsApp und instagram) und alphabet (dazu gehören google, youtube, aber auch das Betriebssystem Android) fast schon eine Monopolstellung haben. Beide Konzerne sind zum Beispiel auch sehr aktiv in den Bereichen des Videoconferencing und Datenauswertung mithilfe künstlicher Intelligenz und können heute schon in großem Stil die bei ihnen erfassten persönlichen Daten von Nutzern als auch Nichtnutzern auswerten und in neue Zusammenhänge bringen.

Die EU-Kommission hat es jetzt unternommen, die Marktmacht der großen Konzerne zu beschränken und Konkurrenz zu ermöglichen. Allerdings nur im kommerziellen Bereich – das Thema Meinungsfreiheit spielt in den Vorlagen keine Rolle.

Text: Matthias Lauterer




„Um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr nicht zu gefährden“

Die Jugendfeuerwehr Weißbach gibt bekannt, dass die „aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung und um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Weißbach nicht zu gefährden“, die Christbaumsammlung am Samstag, den 09. Januar 2021 nicht im geplanten Rahmen durchführen könne.
Ob die Sammlung zu einem späteren Zeitpunkt durchführbar ist, kann erst nach Bekanntgabe der neuen Beschlüsse am 10. Januar 2021 festgelegt werden.“Es tut uns leid, diesen gewohnten Service im kommenden Jahr wahrscheinlich nicht anbieten zu können. Doch die Gesundheit der Mitglieder der Jugendfeuerwehr sowie der Einsatzabteilung und das Aufrechterhalten der Einsatzbereitschaft geht hier vor“, so die Jugenfeuerwehr.
Auch in Forchtenberg sammelt die Feuerwehr erst einmal keine Christbäume ein.
Die Feuerwehr Niedernhall, die ebenso verfährt, verweist dabei aauf den Beschluss der Landesregierung. macht aber Hoffnung: „Wenn der Lockdown wie bisher geplant am 10. Januar 2021 enden sollte, würden wir am 16. Januar 2021 die Christbaumsammlung nachholen. Um die aktiven Kameraden nicht zu gefährden und für Sie weiterhin einsatzbereit sein zu können, bitten wir um Ihr Verständnis.“



Corona macht keine Weihnachtsferien

Über die Weihnachtsfeiertage – also im Zeitraum vom 24. bis einschließlich 27. Dezember 2020 – hat das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises insgesamt 70 neue Corona-Infektionen an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Diese teilen sich auf Heiligabend (49 Fälle), zwölf am 1. Weihnachtsfeiertag, zwei am 2. Weihnachtsfeiertag sowie sieben am Sonntag, 27. Dezember, auf. Die 7-Tage-Inzidenz sank damit auf aktuell 135,8 pro 100.000 Einwohner.

Weitere Fälle in Pflegeeinrichtungen

Erneut gab es positive Fälle in bereits betroffenen Pflegeeinrichtungen.

Durch die geringe Anzahl von Testmöglichkeiten über die Weihnachtstage ist in den kommenden Tagen mit einem erneuten Anstieg des 7-Tage-Inzidenzwertes zu rechnen. Weitere Informationen zum Coronavirus sowie das Dashboard mit den einzelnen Zahlen pro Gemeinde sind unter www.corona-im-hok.de zu finden.

Quelle: Pressemitteilung des Hohenlohekreises




„Milliardenhilfen fließen in die Wirtschaft, warum nicht in das Gesundheitssystem und die Schulen?“

Den Zeitpunkt seiner Ansteckung weiß er ganz sicher, sagt Ralf Lauber. Der freie Architekt aus Künzelsau-Ohrenbach ist im Frühjahr 2020, bei der ersten Coronawelle, positiv auf das Virus getestet worden. „Am 10. März 2020 hatte ich einen Termin mit einem Handwerker in Kupferzell. Das dauerte zirka 1,5 Stunden.“ Dieser Handwerker, der mit Erkältungssymptomen zu dem Termin erschienen sei, sei später positiv auf Corona getestet worden, sagt Lauber.

Zwei Tage später war das Ergebnis da

Eine Woche später habe Lauber mitbekommen, dass der Handwerker wegen Corona im Kankenhaus liege. „Daraufhin habe ich meinen Hausarzt angerufen. Am nächsten Tag hatte ich einen Termin in Belzhag [offizielle Drive-in-Abstrichstelle des Hohenlohekreises] zur Testung.“ Zwei Tage später sei schon das Ergebnis da gewesen. Sein Hausarzt habe ihn angerufen. Positiv. „Ich hatte damit gar nicht gerechnet, denn zu diesem Zeitpunkt hatte ich keine Symptome“, erinnert sich der 57-Jährige. Ob er denn nach Mitteilung der Diagnose Angst gehabt habe? Der zweifache Familienvater erklärt: „Eigentlich nicht. Damals hast du über Corona noch nicht viel gewusst. Da hat man dann nur gedacht: Ok. Dann bleibe ich halt 14 Tage zu Hause.“ 14 Tage Quarantäne bedeutete das Testergebnis für ihn. Auch seine Frau Ute sei vorsorglich nicht zur Arbeit gegangen.

„Ok. Dann bleibe ich halt 14 Tage zu Hause“

„In der Quarantäne dann haben wir dann beide Symptome bekommen“, sagt Ralf Lauber. Kopfschmerzen, moderates Fieber (38,4 Grad), Geruchs- und Geschmacksverlust. „Zirka eine Woche lang hat bei mir alles salzig geschmeckt, egal, wie ich es gewürzt hatte.“

Alles salzig geschmeckt

Wie haben die Familie und der Freundeskreis auf die Diagnose reagiert? Ein Geheimnis um die Diagnose haben sie nicht gemacht, so Lauber: „Jeder von unserem Verwandten- und Freundeskreis hat es gewusst. Sie haben gefragt, was wir machen dürfen und was nicht.“ Aber alle seien sehr locker damit umgegangen.

Abschlusstest wurde nicht gemacht

Lauber hat auch zwei Söhne im Alter von 27 und 23 Jahre, aber diese seien schon ausgezogen aus dem Haus, so dass hier keine unmittelbare Ansteckungsgefahr drohte. Die Symptome hätten genau die zwei Quarantänewochen angehalten. Am letzten Quarantänetag sei der Familienvater aufgestanden und habe zu seiner Frau gesagt: „Corona ist weg.“ Und so sei es denn auch gewesen, zumindest was die Symptome anging. Ein Abschlusstest sei nicht gemacht worden. Der Hausarzt habe lediglich gefragt, ob Lauber noch Symptome zeige. Als dieser verneinte, sagte sein Arzt: „Sie können davon ausgehen, dass Sie genesen und immun sind.“ [Anm. d. Redaktion: Mittlerweile wird empfohlen, dass ein nochmaliger Text am Ende der Quarantänezeit gemacht wird. Diverse Wirtschaftsunternehmen üben diese Praxis aus, denn auch wenn jemand nach 14 Tagen symptomfrei ist, kann er trotzdem noch coronapositiv sein. Auch die Aussage mit der Immunität ist mittlerweile widerlegt. Es gab diverse Betroffene, die mehrfach erkrankt sind. Hier kommt es auf die Höhe und die Dauer der Antikörperkonzentration im Blut an. Diese kann sich jedoch ständig ändern. Mehr Infos: https://www.helios-gesundheit.de/magazin/corona/news/corona-immunitaet/]

„Keiner kann dir mit Sicherheit sagen, ob du immun bist oder nicht“

Ein Antikörpertest wurde bei den Laubers ebenfalls nicht gemacht. Der Architekt braucht diesen Test auch nicht, denn „das interessiert nicht. Wichtig ist: Uns geht es seitdem gut.“ Es macht keinen Unterschied, weil sowieso keiner mit Sicherheit sagen kann, ob du immun bist oder nicht.“

„Ich finde nicht alle Maßnahmen gut“

Was sagt er zu den derzeitigen Coronamaßnahmen? „Wir leben mit den Maßnahmen, aber ich finde nicht alle gut. Jetzt schränkt man nach den Novembermaßnahmen nochmal alles massiv ein. Mir kommt das so vor, dass man immer weiter einschränkt, ohne dass diese Beschränkungen erkennbar helfen, die Zahlen zu drücken.“ Er fände es etwa wichtig, auch die derzeitigen winterlichen Temperaturen mitzubedenken, was seiner Meinung nach zu wenig Beachtung findet. Aber sicher müsse man diverse Maßnahmen ergreifen, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten.

Zu wenig Geld fließe in die Schulen und das Gesundheitssystem

Zu den Coronahilfen hat er eine klare Meinung: „Milliarden Hilfen fließen in die Wirtschaft, vor allem in die Unternehmen, die in den vergangenen Jahren viel Geld verdient haben. Warum unterstützt man nicht viel mehr das Gesundheitssystem? Und warum muss mit der Gesundheitsversorgung Geld verdient sein? Auch die Schulen müssten mehr unterstützt werden, zum Beispiel mit Luftreinigern.“ Aber auch hier spare der Staat.

Auch bei der staatlichen Informationspolitik könne manches besser laufen: „Nichts wird richtig erklärt, man kann vieles nicht richtig nachvollziehen. Viele Bürger sind verunsichert.“ Hinzu komme eine Überwachspolitik der Bürger untereinander, etwa an der Supermarktkasse, wenn es um das Einhalten der Abstände gehe. Es sei in diesem Klima der Angst jeder etwas übersensibilisert, findet er.

Wird er sich impfen lassen? „Ich bin gegen die Impfpflicht, weil das mein Körper ist und die körperliche Unversehrtheit im Grundgesetz steht. Aber wenn die Impflicht kommt, wehre ich mich nicht dagegen. Impfen sollte nichtsdestotrotz freiwillig bleiben. Wenn die Pflicht dazu kommt, gehört dein Körper definitiv nicht mehr dir. Wo soll das hinführen?“

Text: Dr. Sandra Hartmann

 

 

 




„Valentin hat gesagt: Kauf dir mal ein Mofa, das macht echt Bock“

„Valentin hat mir 2016 gesagt: ‚Kauf Dir mal ein Mofa, das macht echt Bock, damit herumzufahren.‘ Gesagt, getan – so habe ich mir eines auf Ebay-Kleinanzeigen ausgesucht, eine Hercules Prima 4“, erzählt Fabian Schumacher aus Öhringen. Das war der Beginn einer Geschichte von Freundschaft, Zusammenhalt und neuen Ideen  – im Zweitakt.

Two Stroke Proles – Der Name, den sich die mittlerweile zehnköpfige Mofa-Gang aus Hohenlohe 2019 basisdemokratisch gegeben hat, ist bezeichnend für das, wofür sie stehen. „‚Two Stroke‘ steht für Zweitakt. Unsere Mofas und Mopeds bis 50 ccm sind ja alle Zweitakter“, erklärt Schumacher. „Proles ist englisch und bedeutet Proleten. Proleten mit Herz.“

„Weihnachtliche Stimmung nach Öhringen bringen“

„Wir fahren an Heiligabend als Weihnachtsmänner verkleidet, mit Weihnachtsliedern und geschmückten Mofas, durch Öhringen. Aufgrund der aktuellen Verordnungen verzichten wir darauf, Stopps einzulegen, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Wir werden im Vorbeifahren Kindern Süßigkeiten schenken und ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Die Idee für die Weihnachtsaktion entstand spontan. Wir dachten uns, das Jahr ist ja schon beschissen genug gelaufen und an Weihnachten ist nicht viel los. Da bringen wir ein bisschen weihnachtliche Stimmung nach Öhringen und Umgebung“, erläutert Schumacher. „Wir wollen auf jeden Fall eine Stadtrunde durch Öhringen und Pfedelbach drehen und auch durch deren Teilorte fahren“, ergänzt Vizepräsident Valentin Belei aus Zweiflingen-Westernbach.

„Wollen die Menschen zum Lachen bringen“

„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Leute zum Lachen bringen und vielleicht auch einen kleinen Wiedererkennungswert zu schaffen“, erzählt Schumacher. „Außerdem wünschen wir uns, dass unsere Gruppe wächst“, sagt Belei. Schumacher fügt an: „Unsere Gruppe ist geeignet für Zweitaktfreunde, die sich gerne mit Gleichgesinnten treffen und gerne einmal einen drauf machen und herumproleten. Wir sind Proleten mit Herz und halten immer zusammen. Es kommt auch immer wieder einmal vor, dass unterwegs Mofas ausfallen, unser ältestes ist Baujahr 1957. Da arbeiten wir dann zusammen und bringen sie gemeinsam wieder zum Laufen.“

von Priscilla Dekorsi

Mofa-Weihnachtsmänner verschenken Süßigkeiten an Kinder