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„Jeder Tropfen zählt“: Schon Altfette für 10.000km Fahrstrecke gesammelt

Nicht schlecht staunte Roswitha Heigold aus Öhringen, als sie ihre gefüllte Altfettflasche am neuerrichteten Annahmeautomaten an der EDI-Tankstelle gegen eine leere Flasche austauschen wollte. Öhringens Oberbürgermeister Thilo Michler und Landrat Dr.Matthias Neth sowie rund 15 weitere Personen standen nämlich um den Automaten: Stadt Öhringen, Abfallwirtschaft Hohenlohe, EDI-Hohenlohe und Jeder-Tropfen-Zählt hatten am 28. Oktober 2021 zu einem Pressetermin geladen. „Kann ich meine Flasche jetzt hier schon abgeben?“ fragt sie. Natürlich kann sie das. „Wir haben etwas in der Fritteuse gemacht – und da haben wir das Fett gleich umgefüllt“, berichtet sie, sie ist überzeugt, dass dieses Projekt in die richtige Richtung geht.

Vom „Igitt-Image“ zum wertvollen Energieträger

Hintergrund ist das Projekt „Jeder Tropfen zählt“, das jetzt in Öhringen angelaufen ist. 11.000 Ölflaschen wurden von der Jugendfeuerwehr am 09. Oktober 2021 an die Öhringer Haushalte verteilt, damit Altfett, das in der Küche entsteht, nicht weggeschüttet wird, sondern einer zweiten Nutzung als Kraftstoff zugeführt werden kann. Die Erfahrung zeigt, so Hubert Zenk von der Betreiberfirma „Jeder Tropfen zählt“, dass man nach einer Anlaufzeit pro Kopf der Bevölkerung und Jahr mit rund 500 Gramm Altfett rechnen könne. Er will in den bereits laufenden Projekten, beispielsweise in Erlangen, Fürth und Roth, sogar auf über 600 Gramm kommen. „Das Altfett hat ein „Igitt-Image““, sagt er, es sei aber ein sehr guter Energieträger, zum einen wegen des qualitativ hochwertigen Endprodukts (GSCHWÄTZ berichtete), zum anderen wegen der CO2-Bilanz: Allein beim Autofahren erzeugt der CARE-Diesel rund 5-7% weniger CO2 als herkömmlicher mineralischer Diesel. Über die ganze Kette sei eine CO2-Einsparung von rund 90% zu  errechnen, weil es sich um die Weiterverwendung eines zur Entsorgung bestimmten Rohstoffes handelt, der nicht mehr erzeugt werden muss.

Von der Abfallwirtschaft zur Ressourcenwirtschaft

Begeistert zeigte sich Landrat Dr. Matthias Neth, vor allem über die Vorbereitung der beiden Projekttreiber Hubert Zenk und Roland Weissert, Geschäftsführer der EDI Hohenlohe. „Da geht man da hin – und bekommt ein fertiges Projekt präsentiert. Das hat es mir einfach gemacht“, ist er voll des Lobes. „Sebastian Damm, der Leiter der Abfallwirtschaft, hat den Auftrag, aus der Abfallwirtschaft eine Ressourcenwirtschaft zu machen“, sagt er und spricht von „gebührenfähig“. Als Bürger von Öhriungen hat er bereits eine Erfahrung mit dem System gemacht: So habe seine Frau gesagt: „Da wird keiner mitmachen“, aber nach einem Durchgang durch die Küche sei sie inzwischen von dem Projekt überzeugt, vor allem, da die Sammlung der Altfette und -öle sauber und geruchsfrei sei.

Sein strategisches Ziel ist es, das Projekt auf den gesamten Hohenlohekreis auszudehnen, aber zuerst gelte es, Erfahrungen zu sammeln. Zum Beispiel sei es wichtig, wo man die Behälter aufstellt, um die Eingangsschwelle möglichst niedrig zu halten.

„andienungspflichtiges Material“

Etwas formal spricht anfangs Sebastian Damm, Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Hohenlohe, wenn er sagt, dass Altfette aus der Küche ein „andienungspflichtiger Stoff“ sind. Er meint damit, dass die Bürger eigentlich bereits heute dazu verpflichtet sind, derartige Stoffe dem Recycling zuzuführen – und tatsächlich sind die Wertstoffhöfe dafür ausgestattet. Er weiß aber auch sehr gut, dass das Altfett in Privathaushalten meist anderweitig entsorgt wird. Daher interessiert er sich ganz besonders für dieses Projekt, da Altfette in der Abwasserleitung einen erhöhten Reinigungsaufwand erfordern. Beziffern kann er den Aufwand nicht, war das doch bisher eine regelmäßige Reinigung der Leitungen, die einfach nur notwendig war. Hubert Zenk kennt Zahlen aus Niederösterreich: Dort hat man berechnet, dass jedes Kilogramm Altfett in  den Leitungen Kosten von 70ct verursacht. Im Extremfall kann sich das Fett zusammen mit anderen Materialien zu riesigen Klumpen verdicken, die die Wasserleitungen komplett verstopfen. Durch die Presse gingen beispielsweise Bilder aus London. 70 ct – das entspricht ungefähr dem Preis, den man am Markt für den Rohstoff erzielen kann: „Wegen der Umweltgesetzgebeng ist der Preis für den Rohstoff von 600 auf 1.000 Euro pro Tonne gestiegen“, weiß Roland Weissert.

Noch keine ökonomischen Zielgrößen festgelegt

Trotz dieser eindrucksvollen Zahlen habe man noch keine Ziele festgelegt, sagt Damm: „Wir stehen am Anfang, müssen erst einmal Erfahrungen sammeln. Menge und Qualität müssen aber das Maß sein.“ Zenk berichtet davon, dass sein Unternehmen die Altfette von rund 25.000 Gastronomen entsorgt – demgegenüber stehen bisher 37 Sammelautomaten, davon vier in Öhringen. Er weiß auch, dass „halb Europa sammelt“, mit unterschiedlichen Systemen: „einiges davon könnten Sie in Deutschland nicht anbieten“. Ihm ist klar, dass diese kleinteilige und aufwändige Sammlung ihren Preis hat: „Aber wir müssen die Bürger gezielt und direkt erreichen.“

„Klimaschutz ist für viele wichtig – aber zu weit weg“

Roland Weissert, Geschäftsführer von EDI Hohenlohe, ist sich als Energiehändler sicher, dass der saubere Diesel noch auf viele Jahre benötigt wird. Nicht zuletzt sage das auch die EU, die ihn explizit als sauberen Kraftstoff im Sinne der Clean-Vehicle-Directive benennt. Für ihn besteht Klöimaschutz nicht aus dem großen Wurf, sondern aus vielen kleinen Schritten: „Wir müssen ein großes Ziel mit kleinen Schritten erreichen. Klimaschutz ist für viele wichtig – aber zu weit weg.“ Dass viele kleine Schritte vieler Menschen zum Erfolg führen können, zeigt die grüne Sammelflasche: Der Inhalt einer solche Flasche kann zu Kraftstoff verarbeitet werden, der einen modernen Diesel rund 20 Kilometer bewegen kann. Der Inhalt einer großen Fritteuse reicht also für gut 100 Kilometer. Seit Beginn der Sammlung seien bereits fast 500 gefüllte Dosen abgegeben worden – das reicht für 10.000 Kilometer.

„Bei uns stehts direkt an der Spüle“

Richtig gut gelaunt wirkt Thilo Michler, Oberbürgermeister der Stadt Öhringen. Er ist sichtbar stolz darauf, dass das Sammelprojekt, das er als Leuchtturmprojekt für ganz Baden-Württemberg sieht,  ausgerechnet in seiner Stadt startet. Er bedankt sich dafür bei Roland Weissert, der das Projekt mit initiiert hat. „Es ist gut für Öhringen, wenn die Stadt in einem solchen positiven Zusammenahng genannt wird“, spricht aus ihm der PR-Mann. Auch in seiner Küche wird bereits in der charakteristischen grünen Flasche gesammelt: „Bei uns stehts direkt an der Spüle.“

Text: Matthias Lauterer

Mehr zum Thema:

Roland Weissert im GSCHWÄTZ-Gespräch.
Homepage von Jeder Tropfen zählt
Containerstandorte in Öhringen
Informationen zum Endprodukt CARE-Diesel

 

Hubert Zenk (Jeder Tropfen zählt), Sebastian Damm (Abfallwirtschaft Hohenlohe), Landrat Dr. Matthias Neth, OB Thilo Michler und Roland Weissert (EDI Hohenlohe). Foto: GSCHWÄTZ

 

Das Innenleben des Automaten ist nicht kompliziert. Foto: GSCHWÄTZ

 

Diese Flaschen wurden an 11.000 Öhringer Haushalte verteilt. Foto: GSCHWÄTZ

Engagiert sich für das Projekt: Öhringens OB Thilo Michler. Foto: GSCHWÄTZ




Bürgerin kritisiert: „Auto ist mehr wert als Schulkinder“

„Ein Auto ist wohl mehr wert als Schulkinder.“ So steht es in einem Facebook-Post in der Gruppe „Du weißt, dass Du aus Niedernhall kommst, wenn …“.

Die Verfasserin beklagt sich darüber, dass am Jugendhaus auf der Giebelheide ein Carport errichtet wurde, aber es für die Kinder an der dortigen Bushaltestelle kein überdachtes Wartehäuschen gibt, obwohl Bürger:innen sich bereits bei der Stadtverwaltung dafür eingesetzt hättem.

Seniorenmobil der Stadt

Alfons Rüdenauer vom Haupt- und Ordnungsamt der Stadt Niedernhall kennt die Problematik: „Das Fahrzeug, das dort steht, ist das Seniorenmobil der Stadt. Es wird von ehrenamtlichen Helfern genutzt“, erklärt er. Das Fahrzeug stehe sozusagen am höchsten Punkt der Giebelheide und soll durch das Carport vor Wind und Wetter einigermaßen geschützt werden.

Auch die Kinder sind Wind und Wetter ausgesetzt

Dass die Kinder beim Warten auf den Bus ebenfalls Wind und Wetter ausgesetzt sind, ist ihm bewußt. „Das wurde im Gemeinderat schon mehrfach besprochen“, berichtet er. Allerdings sei das Grundstück auf der rechten Straßenseite, wenn der Bus von Neufels kommt, nicht im Eigentum der Stadt. „Auf der anderen Seite könnte man problemlos überdachen, das ist ein städtisches Grundstück“, weiß er auf Anhieb Bescheid. Aber dann müßten die Kinder zum Einsteigen die Straße überqueren – das sei in den Diskussionen im Gemeinderat bisher als zu gefährlich eingeschätzt worden.

Text: Matthias Lauterer




Stadtführungen durch „Klein-Nürnberg“

Durch seine Kaiserburg ist Nürnberg weithin bekannt und Künzelsau durch das charakteristische Alte Rathaus, das mitten in der Hauptstraße zum beliebten Ansichtskartenmotiv wurde. Klein Nürnberg war einst der Spitzname Künzelsaus, weil auch hier eine große Vielfalt an Handwerkern existierte, und dazu Kaufleute, die ihre Waren von weit her selbst importierten. Schon vor dreihundert Jahren holte der Eigentümer des Comburger Hauses, Kaufmann Faust, Stoffe direkt aus den Niederlanden.

Stadthistoriker Stefan Kraut führt durch „Klein-Nürnberg“

An diesen und vielen anderen historischen Gebäuden macht Stadthistoriker Stefan Kraut während der Stadtführung am Samstag, 6. November 2021 einen Stopp. Neben den historischen Sehenswürdigkeiten werden auch die besonderen Kultureinrichtungen und Einzelhandelsgeschäfte in Künzelsau gezeigt.

Nächste Führung: 06. November 2021

Die Führung am Samstag, 6. November 2021 beginnt um 11 Uhr. Treffpunkt für „Künzelsau entdecken und erleben“ ist unterhalb vom Alten Rathaus. Ungefähr 1,5 Stunden dauert der Rundgang und kostet drei Euro pro Teilnehmer. Auch in den Folgemonaten wird jeweils am ersten Samstag eine Führung dieser Art angeboten.

Die Abstandsregeln sind während der Stadtführung zu beachten und eine Anmeldung ist aufgrund von Corona gewünscht. Während der Führung ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Kontakt fürs Anmelden und Buchen: Stadtverwaltung Künzelsau, Stefan Kraut, 07940 129-117, stefan.kraut@kuenzelsau.de .

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




Kreisstraße 2333 bei Baumerlenbach gesperrt

Die Kreisstraße 2333 muss vom 2. bis 5. November 2021 zwischen der Einmündung L 1088 und Baumerlenbach gesperrt werden. Grund sind Unterhaltungsarbeiten durch die Straßenmeisterei Öhringen.

Im weiteren Verlauf muss die K 2333 vom 2. bis 15. November 2021 auch zwischen Baumerlenbach und Möglingen gesperrt werden. Hier führt das Forstamt des Hohenlohekreises Holzarbeiten durch.

Die Umleitung nach Möglingen erfolgt von Öhringen kommend über die L 1088 – Kochersteinsfeld und umgekehrt. Die Zufahrt nach Baumerlenbach ist von der L 1088 über die K 2334 und von Ohrnberg über die Lohhöfe möglich.

Pressemitteilung des Hohenlohekreises




Neuer Vorsitzender der Geschäftsführung bei ebm-papst

Mit Wirkung zum 01. November 2021 übernimmt Herr Dr. Klaus Geißdörfer (47) den Vorsitz der Geschäftsführung der ebm-papst Gruppe mit Hauptsitz in Mulfingen (Baden-Württemberg). Mit ihm gewinnt der Technologieführer bei Ventilatoren und Motoren (2,129 Mrd. EURO Umsatz / 15.000 Mitarbeitende) eine konzern- und transformationserfahrene Führungspersönlichkeit für die erfolgreiche und zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Familienunternehmens und die Überleitung in die kommende Management-Generation.

Thomas Wagner wird COO

Thomas Wagner (62) übernimmt nach interimistischer Führung des Unternehmens erneut und wie im Vorfeld geplant, die Position des Stellvertreters. Er wird Herrn Dr. Geißdörfer bei der Einarbeitung unterstützen und in seiner Funktion als COO den laufenden Strategie- und Transformationsprozess aktiv begleiten.

Dr. Klaus Geißdörfer blickt auf eine langjährige internationale Erfahrung im Top-Management bedeutender Unternehmen zurück. Zuletzt war er Geschäftsführer bei ONE LOGIC, einem führenden Unternehmen für Data Science und Künstliche Intelligenz. Von 2016 bis 2020 verantwortete er als Leiter der Division Industrietechnik die weltweite Industriesparte des Technologiekonzerns ZF Friedrichshafen AG in Passau. Davor war Geißdörfer über 13 Jahre in unterschiedlichen Führungsfunktionen für den Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler tätig, u.a. als Mitglied der Geschäftsführung Industrie sowie als Vorsitzender des Bereichs Industrieapplikationen.
„Digitalisierung“

Mit Dr. Geißdörfer leitet das Unternehmen einen Generationswechsel an der Unternehmensspitze ein und möchte mit seiner Expertise den Digitalisierungs- und Globalisierungsprozess weiter vorantreiben.

„erfahrene Führungspersönlichkeit mit starkem Technologiefokus“

Dr. Luger Laufenberg, Vorsitzender des Unternehmensbeirats: „Mit Dr. Klaus Geißdörfer gewinnen wir eine erfahrene Führungspersönlichkeit mit starkem Technologiefokus für die Gruppe. Er ist Experte im Bereich der Digitalisierung und Globalisierung, beides sind zukunftsrelevante Aufgabenstellungen bei ebm-papst, der das Unternehmen nachhaltig und in eine weiterhin erfolgreiche Zukunft führen wird. Die Gesellschafter, der Beirat und die Gruppengeschäftsführung wünschen Herrn Dr. Klaus Geißdörfer für seine richtungsweisenden Aufgaben viel Erfolg.
Herr Thomas Wagner ist seit 37 Jahren eine wichtige Säule im Topmanagement der Unternehmensgruppe. Wir sind ihm überaus dankbar, dass er wie geplant und parallel zum Auswahlverfahren das Unternehmen interimistisch geführt hat und ebm-papst als COO und Stellvertreter weiter zur Verfügung steht.“

„in unseren Zukunftsfeldern hocherfahrene Führungspersönlichkeit.“

Thomas Wagner, zukünftiger Stellvertreter und COO: “Allein aus Gründen meines Alters habe ich sehr gerne den Plan unterstützt, die Funktion des CEO‘s interimistisch zu übernehmen, bis ein Nachfolger für die kommenden Jahre gefunden wurde. Damit waren alle notwendigen Handlungsspielräume für eine starke Führung des Unternehmens gegeben. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Geißdörfer, einer in unseren Zukunftsfeldern hocherfahrenen Führungspersönlichkeit.“

„weltweit hervoragende Reputation“

Dr. Klaus Geißdörfer, designierter Vorsitzender der Geschäftsführung: „ebm-papst ist ein wertebasiertes und menschliches Unternehmen. Als Technologieführer besitzt es weltweit eine hervorragende Reputation. Mit ebm-papst neo als Digitalisierungs-Start-up sowie mit seiner Internationalisierungsstrategie „local for local“ ist ebm-papst inmitten eines Transformationsprozesses. Ich freue mich auf meine spannende Aufgabe, die ebm-papst Gruppe als CEO aktiv und gemeinsam mit dem Beirat, dem Management und allen Mitarbeitenden in die Zukunft zu führen und die kommenden Herausforderungen anzugehen.“

Pressemeldung ebm-papst

Dr. Klaus Geißdörfer übernimmt zum 01. November 2021 den Vorsitz der Geschäftsführung der ebm-papst Gruppe. Foto: ebm / Christof Wolf

Thomas Wagner übernimmt die Position des Stellvertreters und die Funktion des COO. Foto: ebm / Christof Wolf




21. Würth Open Air findet am 24. Juni 2022 statt

Das Würth Open Air geht am 24. Juni 2022 auf dem Gelände des Carmen Würth Forum in die 21. Runde. Auf dem Line-up stehen Silbermond und Wincent Weiss. Die Künstler waren bereits für das Konzert 2020 angekündigt – musste aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden.

Silbermond und Wincent Weiss

Mit neuen Songs präsentiert sich die Band Silbermond ihren Fans beim Open Air. Im Gepäck hat die Pop-Rock-Band aus Bautzen nicht nur die Hits aus ihrem aktuellen Album, sondern auch weitere Meilensteine ihres Schaffens wie „Das Beste“, „Symphonie“, „Irgendwas bleibt“ und „Leichtes Gepäck“. Die Besucher dürfen sich neben Silbermond auf Wincent Weiss freuen. Der deutsche Popsänger und Songwriter ist bekannt durch Hits wie „Unter meiner Haut“ und „Musik sein“. Im Mai veröffentlichte er sein neues Album „Vielleicht irgendwann“.

Kartenvorverkauf läuft

Einlass zum Konzert ist ab 17 Uhr, Beginn um 18 Uhr.
Die Karten sind im Vorverkauf ab Dienstag, 26. Oktober, 11 Uhr, unter www.kultur.wuerth.com, in den Museumshops in Gaisbach, unter www.eventim.de, bei den Eventim-VVK-Stellen oder telefonisch unter der Eventim-Tickethotline 01806 570070 erhältlich und kosten 59 Euro.

Pressemeldung Würth

Silbermond. Foto: Christoph Koch / Würth

Wincent Weiss. Foto: Christof Koch / Würth

 




Keine Ärzte, keine Medikamente – Hürden für Schwangerschaftsabbrüche sind hoch

Nicht nur im Hohenlohekreis, sondern auch in Unterfranken gibt es für betroffene Frauen große Schwierigkeiten, einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen. Eine Recherche der Mainpost ergibt, dass es immer weniger Mediziner gibt, die über das Thema überhaupt sprechen wollen.

Verwirrende Rechtslage

Ein Grund dafür ist der §219a StGB, der in schwammig definierter Weise das Anpreisen von Schwangerschaftsabbrüchen durch Ärzte unter Strafe stellt. Zwar erlaubt der Paragraph explizit, dass „Ärzte, Krankenhäuser oder Einrichtungen auf die Tatsache hinweisen, dass sie Schwangerschaftsabbrüche unter den Voraussetzungen des § 218a Absatz 1 bis 3 vornehmen“. Andererseits ist es denselben Ärzten, Krankenhäusern oder Einrichtungen“ untersagt, des „Vermögensvorteils wegen oder in grob anstößiger Weise“ Abbrüche anzubieten, anzukündigen oder anzupreisen. „Grob anstößig“ ist ein juristisch nicht näher definierter Begriff und verweist implizit auf ein „gesundes Volksempfinden“ – für eine einheitliche Rechtsfindung ist das kein guter Zustand.

Twitter Post von Karin Hänel.

§219a kann eine Falle sein

In diese Falle ist die Ärztin Kristina Hänel aus Gießen getappt – sie hatte auf ihrer Webseite nicht nur Schwangerschaftsabbruch im gesetzlichen Rahmen als Angebot ihrer Praxis benannt, sie hatte auch die von ihr verwendete Methode beschrieben. Das wurde ihr in mehreren Instanzen als Verstoß gegen den §219a ausgelegt und sie wurde letztendlich vom Oberlandesgericht Frankfurt zu einer Geldstrafe verurteilt.

Hätte sie diese Information veröffentlicht, ohne selber Abbrüche vorzunehmen, hätte man sie, da kein Vermögensvorteil im Raume stehen würde, nicht verurteilen können, meint Hänel – sie hat inzwischen Verfassungsbeschwerde eingelegt.

Versorgungslage nicht gut

Die Mainpost zitiert Beate Schlett-Mewis von der Schwangerschaftsberatungsstelle von Pro Familia Würzburg: „Die Versorgungslage in Unterfranken ist nicht gut“. In Unterfranken gebe es „lediglich eine Handvoll Ärzte, die Abbrüche durchführen. Die Frauen müssen oft längere Wege zur Klinik oder Praxis auf sich nehmen und sogar bis nach Nürnberg oder nach Hessen fahren“, sagt Schlett-Mewis.

Im Hohenlohekreis sieht es nicht besser aus: Das Hohenloher Krankenhaus führt aus religiösen Erwägungen keine Abbrüche durch, das Diakoneo in Hall, ebenfalls mit kirchlichem Hintergrund, nur bei Gefahr für Leib und Leben der Mutter (GSCHWÄTZ berichtete). Das nächste Krankenhaus für Frauen aus dem Hohenlohekreis ist wohl das SLK-Klinikum in Heilbronn. Mathias Burkhardt, Pressesprecher, bestätigt gegenüber GSCHWÄTZ: „Ja, SLK führt Schwangerschaftsabbrüche – im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben – durch. Im Zeitraum der vergangenen drei Jahre wurden jährlich zwischen zehn und 20 Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt.“ Die SLK-Kliniken arbeiten dabei mit den anerkannten Beratungsstellen zusammen, namentlich nennt Burkhardt Pro Familia, Diakonie, Caritas und das Landratsamt Heilbronn.

Unterversorgung droht – trotz Rückgang der Gesamtzahl von Abbrüchen

Die Recherche der Mainpost ergibt, dass für Unterfranken, obwohl die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche bundesweit zurückgeht, eine Unterversorgung zu befürchten ist, da demnächst einer der wenigen Ärzte, die Abbrüche vornehmen, in Rente gehen wird. „Wenn sich für den Kollegen keine Nachfolge findet, steuern wir auf eine Unterversorgung zu“, sagt auch Dr. Stefan Heuer, Bezirksvorsitzender im Berufsverband der Frauenärzte in Unterfranken. „Es ist zu befürchten, dass weite Wege für die Frauen entstehen.“

Weitere Schwierigkeit: Notwendiges Medikament fehlt

Katharina Rohmert, Ärztin und medizinische Referentin beim profamilia Bundesverband Frankfurt, berichtet in einem Interview mit der Zeitung „Neues Deutschland“, dass für das Medikament cytotec ein Importstopp verhängt wurde. Dieses Medikament habe unerwünschte Nebenwirkungen, wenn es im Rahmen der Geburtshilfe für die Einleitung der Wehen eingesetzt wird, gezeigt – ein Grund dafür, dass es in Deutschland immer weniger verwendet wird. Die Importeure haben den Import eingestellt.

30.000 medikamentöse Abbrüche im Jahr

Rohmert nennt eine Zahl von 30.000 medikamentösen Abbrüchen – insgesamt werden in Deutschland jährlich rund 100.000 Schwangerschaften abgebrochen. „Es gibt viele Einsatzfelder und wenn das alles wegfällt, dann werden plötzlich etliche Frauen in unterschiedlichen Kontexten merken, dass sie mehr Beschwerden bei einem Eingriff haben oder auf weniger gute und sichere Alternativen zurückgreifen müssen.“

Off-Label-Use

„Dieses Medikament ist sozusagen in Off-Label Nutzung. Der Einsatz innerhalb eines Schwangerschaftsabbruchs war nie offiziell von dem Hersteller so zugelassen, sondern nur für die Behandlung von Magengeschwüren.“, weist Rohmer hin. „Hier steht unmittelbar eine deutliche Versorgungsverschlechterung für Frauen im Kontext von Schwangerschaftsabbrüchen bevor, das kann nicht gewollt sein. Es kann nicht sein, dass wir jetzt den Zugang zu einem wichtigen Medikament nicht mehr gewährleisten“, findet sie.

Die Hürden werden höher

Einerseits weniger Ärzte, andererseits die de-facto-Unterbindung einer von zwei Methoden (die andere Methode ist als „Absaugmethode“ bekannt) – die Hürden für Frauen, die einen Abbruch suchen, werden höher. Die Wege werden weiter.

Text: Matthias Lauterer

Dieser Beitrag ist Teil einer Kooperation mit correctiv.lokal.
Correctiv.lokal bittet Frauen, die über einen Abbruch konkret nachgedacht haben, um die Beantwortung einer Umfrage, die anonym über correctiv.org/dein-abbruch erreichbar ist.




Blutspenden beim DRK in der Forchtenberger Sporthalle

Am 27. Oktober 2021 veranstaltet der DRK Ortsverband Ernsbach-Forchtenberg-Sindringen in der Sporthalle Im Spitzen 6 eine Blutspendeaktion.
Gespendet werden kann von 14:30 bis 19:30 – allerdings nur nach Anmeldung und mit Terminreservierung. Reservierungen können unter https://www.blutspende.de/blutspendetermine/termine/218075 vorgenommen werden. VAuf dieser Seite finden sich auch die Corona-Regeln, die für die Blutspende gültig sind.

Viele Termine, vor allem am Abend, sind bereits ausgebucht:

Terminübersicht Blutspende Forchtenberg, Stand 25.10., 09:15




Bunter Herbstmarkt der Werbegemeinschaft Künzelsau und verkaufsoffener Sonntag

Die Werbegemeinschaft Künzelsau veranstaltet am Sonntag, 7. November 2021 in der Innenstadt erneut einen bunten Herbstmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag.

Speisen und Getränke sind wichtig

In der gesamten Hauptstraße wird ein vielseitiges Programm geboten. Viel Würze gibt es bei der Speiseauswahl von der Roten Wurst, Curry- und Wildschweinwurst bis hin zu Pilzgerichten aus heimischen Wäldern. Unter dem Motto „aktuell und regional“ ist für jeden etwas dabei. Für Weinfreunde und Likörliebhaber gibt es Fruchtiges. Ebenso werden Crêpes, selbstgebackene Kuchen und Torten angeboten.

Viel Abwechslung bei den Verkaufsständen

Bunt ist auch das Angebot der übrigen Stände: gefilzt, gestrickt, gebacken, künstlerisch gestaltet, in Hohenlohe geerntet, wärmend von Kopf bis Fuß, abwechslungsreich und kreativ.

Mehr als 30 Stände – und Sonderaktionen des Einzelhandels

Bereits um 11 Uhr öffnet der Markt mit mehr als 30 Ständen. Eine Vielzahl von Fachgeschäften in der Künzelsauer Hauptstraße haben für die Besucher ab 12 Uhr geöffnet und warten mit einigen Sonderaktionen beim verkaufsoffenen Sonntag auf. Bis 17 Uhr freuen sich die Einzelhändler der Werbegemeinschaft auf den Besuch zahlreicher Kunden, die sich ungezwungen umschauen, erste Gedanken über Weihnachtsgeschenke machen oder bei den vielen Sonderangeboten gleich zuschlagen können. Auch mit den beliebten Einkaufsgutscheinen der Werbegemeinschaft Künzelsau kann man eine Freude machen und an dem Tag bei den Geschäften einlösen.

Der Besuch in Künzelsau ist immer wieder lohnenswert. Bei hoffentlich gutem Wetter freuen sich alle Mitglieder der Werbegemeinschaft Künzelsau auf viele Besucher.

Tag der offenen Tür beim neuen KÜNFIT am Stadion

Gleichzeitig lädt der TSV Künzelsau am Samstag, 6. November ab 14 Uhr und Sonntag, 7. November ab 11 Uhr zum Tag der offenen Tür im KÜNFIT am Heinz-Ziehl Sportpark ein. Für Speisen und Getränke sorgt der TSV Künzelsau.

 

Herbstmarkt in Künzelsau mit verkaufsoffenem am Sonntag, 7. November 2021. Foto Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH.




Autofahrer fährt Zehnjährige auf Tretroller an

Ein Mädchen wurde am Freitagnachmittag, den 22. Oktober 2021, in Kupferzell von einem Auto erfasst und dabei schwer verletzt. Die Zehnjährige wollte mit ihrem Tretroller eine Straße überqueren, wie die Polizei mitteilte.

Am Freitagnachmittag ereignete sich in der Öhringer Straße in Kupferzell ein schwerer Verkehrsunfall. Ein Kind erlitt dabei schwere Verletzungen, wie das Polizeipräsidium Heilbronn am Freitagnachmittag mitteilte.

Ein 60-jähriger fuhr mit seinem VW gegen 15.20 Uhr in Richtung Ortseingang Kupferzell. Hierbei übersah er laut Polizeibericht ein zehnjähriges Mädchen, das in Höhe der dortigen Bushaltestelle mit einem Tretroller die Fahrbahn überqueren wollte. Es kam zum Zusammenstoß zwischen dem Kind und dem Fahrzeug. Die Zehnjährige wurde dabei schwer verletzt. Sie musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Klinikum geflogen werden.

Die Öhringer Straße war während den Rettungsarbeiten zeitweise voll gesperrt. Der Verkehrsdienst Weinsberg hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen, ein Gutachter wurde hinzugezogen. Neben Kräften der Polizei waren Rettungsdienst sowie Feuerwehr und Notarzt vor Ort.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei sucht weitere Unfallzeugen. Insbesondere die Fahrerin eines schwarzen Kleinwagens, die unmittelbar hinter dem Bus fuhr und dem Mädchen das Überqueren der Fahrbahn an der Haltestelle ermöglichte. Ebenso werden Fahrgäste des Busses und Passanten, die Angaben zum Unfallhergang machen können, gebeten, sich bei der Verkehrspolizei in Weinsberg unter der Telefonnummer 07134/513-0 zu melden.