1

21. Würth Open Air findet am 24. Juni 2022 statt

Das Würth Open Air geht am 24. Juni 2022 auf dem Gelände des Carmen Würth Forum in die 21. Runde. Auf dem Line-up stehen Silbermond und Wincent Weiss. Die Künstler waren bereits für das Konzert 2020 angekündigt – musste aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden.

Silbermond und Wincent Weiss

Mit neuen Songs präsentiert sich die Band Silbermond ihren Fans beim Open Air. Im Gepäck hat die Pop-Rock-Band aus Bautzen nicht nur die Hits aus ihrem aktuellen Album, sondern auch weitere Meilensteine ihres Schaffens wie „Das Beste“, „Symphonie“, „Irgendwas bleibt“ und „Leichtes Gepäck“. Die Besucher dürfen sich neben Silbermond auf Wincent Weiss freuen. Der deutsche Popsänger und Songwriter ist bekannt durch Hits wie „Unter meiner Haut“ und „Musik sein“. Im Mai veröffentlichte er sein neues Album „Vielleicht irgendwann“.

Kartenvorverkauf läuft

Einlass zum Konzert ist ab 17 Uhr, Beginn um 18 Uhr.
Die Karten sind im Vorverkauf ab Dienstag, 26. Oktober, 11 Uhr, unter www.kultur.wuerth.com, in den Museumshops in Gaisbach, unter www.eventim.de, bei den Eventim-VVK-Stellen oder telefonisch unter der Eventim-Tickethotline 01806 570070 erhältlich und kosten 59 Euro.

Pressemeldung Würth

Silbermond. Foto: Christoph Koch / Würth

Wincent Weiss. Foto: Christof Koch / Würth

 




Keine Ärzte, keine Medikamente – Hürden für Schwangerschaftsabbrüche sind hoch

Nicht nur im Hohenlohekreis, sondern auch in Unterfranken gibt es für betroffene Frauen große Schwierigkeiten, einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen. Eine Recherche der Mainpost ergibt, dass es immer weniger Mediziner gibt, die über das Thema überhaupt sprechen wollen.

Verwirrende Rechtslage

Ein Grund dafür ist der §219a StGB, der in schwammig definierter Weise das Anpreisen von Schwangerschaftsabbrüchen durch Ärzte unter Strafe stellt. Zwar erlaubt der Paragraph explizit, dass „Ärzte, Krankenhäuser oder Einrichtungen auf die Tatsache hinweisen, dass sie Schwangerschaftsabbrüche unter den Voraussetzungen des § 218a Absatz 1 bis 3 vornehmen“. Andererseits ist es denselben Ärzten, Krankenhäusern oder Einrichtungen“ untersagt, des „Vermögensvorteils wegen oder in grob anstößiger Weise“ Abbrüche anzubieten, anzukündigen oder anzupreisen. „Grob anstößig“ ist ein juristisch nicht näher definierter Begriff und verweist implizit auf ein „gesundes Volksempfinden“ – für eine einheitliche Rechtsfindung ist das kein guter Zustand.

Twitter Post von Karin Hänel.

§219a kann eine Falle sein

In diese Falle ist die Ärztin Kristina Hänel aus Gießen getappt – sie hatte auf ihrer Webseite nicht nur Schwangerschaftsabbruch im gesetzlichen Rahmen als Angebot ihrer Praxis benannt, sie hatte auch die von ihr verwendete Methode beschrieben. Das wurde ihr in mehreren Instanzen als Verstoß gegen den §219a ausgelegt und sie wurde letztendlich vom Oberlandesgericht Frankfurt zu einer Geldstrafe verurteilt.

Hätte sie diese Information veröffentlicht, ohne selber Abbrüche vorzunehmen, hätte man sie, da kein Vermögensvorteil im Raume stehen würde, nicht verurteilen können, meint Hänel – sie hat inzwischen Verfassungsbeschwerde eingelegt.

Versorgungslage nicht gut

Die Mainpost zitiert Beate Schlett-Mewis von der Schwangerschaftsberatungsstelle von Pro Familia Würzburg: „Die Versorgungslage in Unterfranken ist nicht gut“. In Unterfranken gebe es „lediglich eine Handvoll Ärzte, die Abbrüche durchführen. Die Frauen müssen oft längere Wege zur Klinik oder Praxis auf sich nehmen und sogar bis nach Nürnberg oder nach Hessen fahren“, sagt Schlett-Mewis.

Im Hohenlohekreis sieht es nicht besser aus: Das Hohenloher Krankenhaus führt aus religiösen Erwägungen keine Abbrüche durch, das Diakoneo in Hall, ebenfalls mit kirchlichem Hintergrund, nur bei Gefahr für Leib und Leben der Mutter (GSCHWÄTZ berichtete). Das nächste Krankenhaus für Frauen aus dem Hohenlohekreis ist wohl das SLK-Klinikum in Heilbronn. Mathias Burkhardt, Pressesprecher, bestätigt gegenüber GSCHWÄTZ: „Ja, SLK führt Schwangerschaftsabbrüche – im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben – durch. Im Zeitraum der vergangenen drei Jahre wurden jährlich zwischen zehn und 20 Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt.“ Die SLK-Kliniken arbeiten dabei mit den anerkannten Beratungsstellen zusammen, namentlich nennt Burkhardt Pro Familia, Diakonie, Caritas und das Landratsamt Heilbronn.

Unterversorgung droht – trotz Rückgang der Gesamtzahl von Abbrüchen

Die Recherche der Mainpost ergibt, dass für Unterfranken, obwohl die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche bundesweit zurückgeht, eine Unterversorgung zu befürchten ist, da demnächst einer der wenigen Ärzte, die Abbrüche vornehmen, in Rente gehen wird. „Wenn sich für den Kollegen keine Nachfolge findet, steuern wir auf eine Unterversorgung zu“, sagt auch Dr. Stefan Heuer, Bezirksvorsitzender im Berufsverband der Frauenärzte in Unterfranken. „Es ist zu befürchten, dass weite Wege für die Frauen entstehen.“

Weitere Schwierigkeit: Notwendiges Medikament fehlt

Katharina Rohmert, Ärztin und medizinische Referentin beim profamilia Bundesverband Frankfurt, berichtet in einem Interview mit der Zeitung „Neues Deutschland“, dass für das Medikament cytotec ein Importstopp verhängt wurde. Dieses Medikament habe unerwünschte Nebenwirkungen, wenn es im Rahmen der Geburtshilfe für die Einleitung der Wehen eingesetzt wird, gezeigt – ein Grund dafür, dass es in Deutschland immer weniger verwendet wird. Die Importeure haben den Import eingestellt.

30.000 medikamentöse Abbrüche im Jahr

Rohmert nennt eine Zahl von 30.000 medikamentösen Abbrüchen – insgesamt werden in Deutschland jährlich rund 100.000 Schwangerschaften abgebrochen. „Es gibt viele Einsatzfelder und wenn das alles wegfällt, dann werden plötzlich etliche Frauen in unterschiedlichen Kontexten merken, dass sie mehr Beschwerden bei einem Eingriff haben oder auf weniger gute und sichere Alternativen zurückgreifen müssen.“

Off-Label-Use

„Dieses Medikament ist sozusagen in Off-Label Nutzung. Der Einsatz innerhalb eines Schwangerschaftsabbruchs war nie offiziell von dem Hersteller so zugelassen, sondern nur für die Behandlung von Magengeschwüren.“, weist Rohmer hin. „Hier steht unmittelbar eine deutliche Versorgungsverschlechterung für Frauen im Kontext von Schwangerschaftsabbrüchen bevor, das kann nicht gewollt sein. Es kann nicht sein, dass wir jetzt den Zugang zu einem wichtigen Medikament nicht mehr gewährleisten“, findet sie.

Die Hürden werden höher

Einerseits weniger Ärzte, andererseits die de-facto-Unterbindung einer von zwei Methoden (die andere Methode ist als „Absaugmethode“ bekannt) – die Hürden für Frauen, die einen Abbruch suchen, werden höher. Die Wege werden weiter.

Text: Matthias Lauterer

Dieser Beitrag ist Teil einer Kooperation mit correctiv.lokal.
Correctiv.lokal bittet Frauen, die über einen Abbruch konkret nachgedacht haben, um die Beantwortung einer Umfrage, die anonym über correctiv.org/dein-abbruch erreichbar ist.




Blutspenden beim DRK in der Forchtenberger Sporthalle

Am 27. Oktober 2021 veranstaltet der DRK Ortsverband Ernsbach-Forchtenberg-Sindringen in der Sporthalle Im Spitzen 6 eine Blutspendeaktion.
Gespendet werden kann von 14:30 bis 19:30 – allerdings nur nach Anmeldung und mit Terminreservierung. Reservierungen können unter https://www.blutspende.de/blutspendetermine/termine/218075 vorgenommen werden. VAuf dieser Seite finden sich auch die Corona-Regeln, die für die Blutspende gültig sind.

Viele Termine, vor allem am Abend, sind bereits ausgebucht:

Terminübersicht Blutspende Forchtenberg, Stand 25.10., 09:15




Bunter Herbstmarkt der Werbegemeinschaft Künzelsau und verkaufsoffener Sonntag

Die Werbegemeinschaft Künzelsau veranstaltet am Sonntag, 7. November 2021 in der Innenstadt erneut einen bunten Herbstmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag.

Speisen und Getränke sind wichtig

In der gesamten Hauptstraße wird ein vielseitiges Programm geboten. Viel Würze gibt es bei der Speiseauswahl von der Roten Wurst, Curry- und Wildschweinwurst bis hin zu Pilzgerichten aus heimischen Wäldern. Unter dem Motto „aktuell und regional“ ist für jeden etwas dabei. Für Weinfreunde und Likörliebhaber gibt es Fruchtiges. Ebenso werden Crêpes, selbstgebackene Kuchen und Torten angeboten.

Viel Abwechslung bei den Verkaufsständen

Bunt ist auch das Angebot der übrigen Stände: gefilzt, gestrickt, gebacken, künstlerisch gestaltet, in Hohenlohe geerntet, wärmend von Kopf bis Fuß, abwechslungsreich und kreativ.

Mehr als 30 Stände – und Sonderaktionen des Einzelhandels

Bereits um 11 Uhr öffnet der Markt mit mehr als 30 Ständen. Eine Vielzahl von Fachgeschäften in der Künzelsauer Hauptstraße haben für die Besucher ab 12 Uhr geöffnet und warten mit einigen Sonderaktionen beim verkaufsoffenen Sonntag auf. Bis 17 Uhr freuen sich die Einzelhändler der Werbegemeinschaft auf den Besuch zahlreicher Kunden, die sich ungezwungen umschauen, erste Gedanken über Weihnachtsgeschenke machen oder bei den vielen Sonderangeboten gleich zuschlagen können. Auch mit den beliebten Einkaufsgutscheinen der Werbegemeinschaft Künzelsau kann man eine Freude machen und an dem Tag bei den Geschäften einlösen.

Der Besuch in Künzelsau ist immer wieder lohnenswert. Bei hoffentlich gutem Wetter freuen sich alle Mitglieder der Werbegemeinschaft Künzelsau auf viele Besucher.

Tag der offenen Tür beim neuen KÜNFIT am Stadion

Gleichzeitig lädt der TSV Künzelsau am Samstag, 6. November ab 14 Uhr und Sonntag, 7. November ab 11 Uhr zum Tag der offenen Tür im KÜNFIT am Heinz-Ziehl Sportpark ein. Für Speisen und Getränke sorgt der TSV Künzelsau.

 

Herbstmarkt in Künzelsau mit verkaufsoffenem am Sonntag, 7. November 2021. Foto Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH.




Autofahrer fährt Zehnjährige auf Tretroller an

Ein Mädchen wurde am Freitagnachmittag, den 22. Oktober 2021, in Kupferzell von einem Auto erfasst und dabei schwer verletzt. Die Zehnjährige wollte mit ihrem Tretroller eine Straße überqueren, wie die Polizei mitteilte.

Am Freitagnachmittag ereignete sich in der Öhringer Straße in Kupferzell ein schwerer Verkehrsunfall. Ein Kind erlitt dabei schwere Verletzungen, wie das Polizeipräsidium Heilbronn am Freitagnachmittag mitteilte.

Ein 60-jähriger fuhr mit seinem VW gegen 15.20 Uhr in Richtung Ortseingang Kupferzell. Hierbei übersah er laut Polizeibericht ein zehnjähriges Mädchen, das in Höhe der dortigen Bushaltestelle mit einem Tretroller die Fahrbahn überqueren wollte. Es kam zum Zusammenstoß zwischen dem Kind und dem Fahrzeug. Die Zehnjährige wurde dabei schwer verletzt. Sie musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Klinikum geflogen werden.

Die Öhringer Straße war während den Rettungsarbeiten zeitweise voll gesperrt. Der Verkehrsdienst Weinsberg hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen, ein Gutachter wurde hinzugezogen. Neben Kräften der Polizei waren Rettungsdienst sowie Feuerwehr und Notarzt vor Ort.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei sucht weitere Unfallzeugen. Insbesondere die Fahrerin eines schwarzen Kleinwagens, die unmittelbar hinter dem Bus fuhr und dem Mädchen das Überqueren der Fahrbahn an der Haltestelle ermöglichte. Ebenso werden Fahrgäste des Busses und Passanten, die Angaben zum Unfallhergang machen können, gebeten, sich bei der Verkehrspolizei in Weinsberg unter der Telefonnummer 07134/513-0 zu melden.




Brennender Sicherungskasten mitten in der Altstadt

Die Feuerwehr Ingelfingen wurde mit der Kleineinsatzgruppe Künzelsau zu einem brennenden Sicherungskasten in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Ingelfinger Altstadt gerufen. Das geht aus einer Nachricht der Feuerwehr Künzelsau über den Einsatz hervor (Foto: Feuerwehr Künzelsau).

Der Brand drohte laut der Feuerwehr Künzelsau bereits auf die Decke des Raumes überzugreifen, konnte aber noch rechtzeitig von den Ingelfigner Kameraden gelöscht werden.

Währenddessen kontrollierte ein Atemschutztrupp aus Künzelsau die Wohnungen im Haus auf eventuell noch darin befindliche Personen.

Dabei wurden gleich die Fenster zur Belüftung geöffnet.

 




„Man sieht, dass Polizisten schlagen, aber man weiß nicht, wie es angefangen hat“

Unter dem Motto „Warum immer ich?“ steht eine Aktion des Polizeipräsidiums Heilbronn, die bei Jugendlichen das Verständnis für die Arbeit der Polizei und bei Polizisten das Verständnis für das Verhalten von Jugendlichen schaffen soll. So erklärte es Hans Becker, der Polizeipräsident von Heilbronn, am 22. Oktober 2021 bei einer Informationsveranstaltung in der Peter-Bruckmann-Schule, einer gewerblich-hauswirtschaftlichen Berufsschule, in Heilbronn. „Auslöser war die Stuttgarter Krawallnacht vom 19. Juni 2020“, sagt Becker.

„Kann das auch bei uns in Heilbronn passieren?“

„Die Polizei hat ihren Job gemacht – aber das Problem ist nicht gelöst“. Damals habe er sich gefragt, ob das auch in Heilbronn passieren könne, denn auch in Heilbronn habe man eine Zunahme von Gewalt, Beleidigungstatbeständen sowie einen Mangel an Respekt gegenüber der Polizei zu verzeichnen.  Seine Überlegungen führten zu der Erkenntnis: „Wir müssen in die Kommunikation mit den Menschen kommen.“ Einerseits soll Jugendlichen die Rolle der Polizei und die gesetzlichen Grundlagen ihres Handelns erläutert werden, andererseits wollen die Polizist:innen zuhören, warum die Wahrnehmung der Polizei bei den Jugendlichen so negativ ist. Sie wollen verstehen, woher diese Abneigung kommt.

Polizist:innen suchen den direkten Kontakt zu Schüler:innen

Aus diesem Grund wurde das Projekt „Warum immer ich?“ ins Leben gerufen. Jeweils zwei junge – „nicht so Alte, Gesetzte wie ich. Die Jungen haben einen ganz anderen Zugang als wir Alten.“ – Junge Beamt:innen gehen in die Klassen und reden mit den Schüler:innen über die Polizei. Grundlage der Gespräche ist eine anonyme Befragung über den Eindruck, den die Jugendlichen von der Polizeiarbeit und von den Polizist:innen haben.

„Prävention geht nur gemeinsam“

180 Schüler habe man bisher in Wertheim und Heilbronn erreicht, die jetzt als Multiplikatoren wirken sollen. „Jeder, der versteht, was die Polizei tut, ist ein Gewinn“, meint Weber. Er sieht das Programm als einen Erfolg an und meint, „Prävention geht nur gemeinsam“.

 

Dr. Christoph Franz, Direktor der Ernst-Bruckmann-Schule (li.) und Polizeipräsident Hans Becker.

Umgang mit den Sozialen Medien, Handynutzung, Gewalt und Drogen – all das hängt zusammen

In dieselbe Kerbe schlägt Dr. Christoph Franz, der Direktor der Peter-Bruckmann-Schule. Er fasst den Präventionsbegriff allerdings noch weiter: Der Umgang mit den sozialen Medien, Handynutzung, Gewalt und Drogen – all das hängt für ihn zusammen. Zusammen mit den Schulsozialarbeiterinnen versucht die Schule, hier aufzuklären und präventiv zu wirken. Er berichtet von einem Schüler, der mit Drogen aufgegriffen worden sei und anschließend die Durchsuchung gewaltsam verhindern wollte. Er sei dann von seinem Ausbildungsbetrieb entlassen worden. Solche Fälle seien „ganz, ganz selten“ – man sieht ihm an, dass er jeden solchen Fall als einen Fall zu viel ansieht. Daher will er für eine frühzeitige und niederschwellige Prävention sorgen. Man müsse jungen Menschen etwas vorleben – „die passen sich an“. Innerhalb der Schule sei Gewalt daher kein großes Problem.

„Die müssen das machen“

Gianni Alessio, ein Schüler, hatte selber noch keine Erfahrungen mit der Polizei. Allerdings hätten ehemalige Freunde Drogen genommen und Kontakt mit der Polizei gehabt. Er selber wollte ursprünglich sogar Justizwachtmeister werden, daher „war ich immer an Polizeiarbeit interessiert“ – jetzt habe er gelernt, „die müssen das machen“. Auch sieht er Berichte in den sozialen Medien inzwischen kritischer: „Man sieht, dass Polizisten schlagen, aber man weiß nicht, wie es angefangen hat.“ Er sieht das Projekt positiv: „Ich hab schon immer verstehen wollen, wie Menschen handeln. Ich weiß jetzt, wie wichtig gegenseitiger Respekt ist.“

Emirhan hatte schon vor dem Projekt ungemütlichen Kontakt mit der Polizei, Anlaß war ein tätlicher Übergriff. Er hat das Verhalten der Polizei als korrekt empfunden: „Ich mußte dann auf die Wache kommen – die haben mir sogar was zu essen und zu trinken angeboten“. Aber er berichtet auch, dass seine Freunde ganz andere Erfahrungen gemacht hätten.

Migrationshintergrund

Dass oft das Wort Migrationshintergrund fällt, ist laut den Schulsozialarbeiterinnen kein Wunder: Die jungen Menschen würden oftmals in engen Wohnverhältnissen leben und würden sich daher gerne im Freien treffen. Dass es dann zu Kontakten mit der Polizei komme, beispielsweise weil sich Anwohner über Lärm beklagen, sei nicht ungewöhnlich.

Polizei kann gegen die schlechte Wahrnehmung etwas tun

Polizeipräsident Weber ist auch klar, dass die Polizei für ihre schlechte Wahrnehmung durchaus eine Mitverantwortung trägt: Beispielsweise durch unnahbar erscheinende Beamte, die für die Bevölkerung nur noch im Streifenwagen sichtbar und nicht ansprechbar sind, Berichte von Polizeigewalt in den sozialen Medien oder Berichte über ein Rassismusproblem in der Polizei. Er wolle zwar auch verstärkt Fußstreifen, aber dazu fehlten ihm derzeit Ressourcen. Und er versichert, dass eventuelle Straftaten von Polizeibeamt:innen auch verfolgt würden. Trotz allem legt er Wert darauf: „Hinter der Uniform steckt ein Mensch“.

Aber: Es sind nicht nur die Jugendlichen!

Weber betont, dass nicht nur die Jugendlichen der Polizei oft ablehnend gegenüber stehen. Es gebe ganze  Bevölkerungsgruppen, die dem gesamten Staat negativ begegnen, stellt er fest, und benennt explizit Querdenker und deren Umfeld: „Bei Querdenker-Demonstrationen haben wir ein negatives Vorgehen gegenüber staatlichen Vorgaben festgestellt“, berichtet Becker. Sein Problem: „Wie bringt man die Leute dazu, Restriktionen einzuhalten?“

Projekt wird weitergeführt

Aufgrund der Erfahrungen mit den ersten 180 Schüler:innen sieht Weber ein „gelungenes Projekt. Wir werden diesen besonderen Weg fortsetzen“. Er will versuchen, das Projekt im gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn auszurollen. Möglicherweise werden daher auch Schulen im Kocher- oder Jagsttal bald Besuch von der Polizei bekommen.

Text: Matthias Lauterer




Niedernhaller Kelterzauber unter Ausschluss von Nicht-Geimpften

Der Niedernhaller Weihnachtsmarkt, genannt Kelterzauber, wird dieses Jahr unter der G2-Regel ausgetragen. Das heißt, das Erwachsene, die nicht geimpft der genesen sind, nicht daran teilnehmen dürfen. Das geht aus einer Mitteilung der Stadtverwaltung hervor.

Der Kelterzauber beginnt am Freitag, den 04. Dezember 2021, um 16 Uhr, und endet am Sonntag, den 05. Dezember 2021 (11 bis 18 Uhr). Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre dürfen am de Kelterzauber auch ungeimpft teilnehmen.

Die Stadtverwaltung begründet ihren Schritt damit, dass bei einer Durchführung unter der 3G-Regel (geimpfte, genesene und getestete) auf dem gesamten Veranstaltungsgelände eine Maskenpflicht gegolten hätte – ausser, wenn Besucher:innen gegessen und getrunken hätten. „Die Stadtverwaltung hält diese Regelung für nicht praktikabel und dies wäre zudem nur mit einem erhöhten Aufwand verbunden gewesen.“

 

 




„Ich fühlte mich wertlos, schmutzig, leer und verloren“

Gewalt. Zwang. Täuschung. Ausbeutung. Die Mitternachtsmission in Heilbronn hat sich – als eine von zwei Fachberatungsstellen in Baden-Württemberg – auf die Fahnen geschrieben, Frauen, die Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution geworden sind, aufzufangen, zu unterstützen, zu begleiten und ihnen wieder den Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Jessica Anderson und Sara Huschmann sind Ansprechpartnerinnen für Frauen, die den Ausstieg geschafft und sich an die Fachberatungsstelle gewandt haben. Bei einer Informationsveranstaltung zum Thema „Menschenhandel“ klären sie nicht nur über Zahlen und Fakten auf, sondern geben auch ganz intime Einblicke in das Erlebte einer Betroffenen.

Ein Brief, um Frauen in einer ähnlichen Situation zu ermutigen

„Wir wollen jetzt eine von Zwangsprostitution betroffene Frau selbst zu Wort kommen lassen. Eine Frau, die wir schon seit längerer Zeit in einer unserer anonymen und dezentralen Schutzunterkünfte begleiten, hat zu diesem Zweck einen Brief geschrieben, den ich heute hier vorlesen darf. Sie hat den Brief genau so geschrieben, wie ich ihn vortragen werde. Verfasst hat sie ihn mit dem Wunsch, Frauen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, zu ermutigen“, erklärt Anderson und betont: „Der Brief ist nur vom Englischen ins Deutsche übersetzt. Ansonsten sind das genau ihre Worte, die ich vorlesen werde. Sie verwendet dabei die Ansprache „Liebe Frau“ und schreibt den Text in der Du-Form. Ich finde diesen Brief sehr besonders. Vor allem auch, weil er zeigt, wie unterschiedlich die Hintergründe sein können, aus denen die Frauen kommen, die Opfer von Zwangsprostitution werden.“

„Es kostet mich viel Mut“

„Liebe Frau,

ich freue mich, meine Geschichte mit Dir zu teilen. Es kostet mich viel Mut, diese aufzuschreiben. Meine größte Motivation dafür war der Gedanke, dass durch das Teilen meiner Geschichte irgendjemand irgendwo eine Lektion daraus lernen könnte. Es könntest Du sein, die Du gerade diesen Text liest oder jemand, mit dem Du ihn teilen kannst.“

Mutter mit 16

„Ich bin in Westafrika in einer polygamen Familie geboren und aufgewachsen. Als einziges Mädchen meiner Mutter. Als ich 16 Jahre alt war, wurde ich Opfer einer Vergewaltigung. Daraus resultierte eine Schwangerschaft, die mich zur jungen Mutter eines kleinen Mädchens machte. Meine Mutter unterstützte mich sehr, indem sie nach der Geburt auf mein Kind aufpasste, während ich weiter zur Schule ging. Leider starb zwei Jahre später meine Mutter aufgrund von chronischem Gebärmutterkrebs. Meine Tante, also die Schwester meiner Mutter, war wie eine Mutter für mich und entschied sich, für meine Tochter zu sorgen, damit ich meine Schulbildung fortsetzen konnte. Sie zog mit meiner Tochter in die südliche Region des Landes, wo sie lebte. Ich blieb zurück und kämpfte darum, mir ein eigenes, passendes Leben aufzubauen, damit es mir eines Tages möglich sein würde, meinem Kind zu helfen.“

„Ich konnte nicht einfach zusehen, wie meine Träume zerschlagen wurden“

„Ich war schon immer eine optimistische Frau mit vielen Träumen, die jeden Tag darum kämpfte, diese zu erreichen. Einer meiner größten Träume war, die Highschool zu beenden und in Europa zu studieren. Ich überredete meinen Vater, den Prozess für mich zu starten, weil die Schulen aufgrund der andauernden Krise in unserem Land schließen mussten. Mein Vater half mir, die Durchführung der Reise weiterzuverfolgen und förderte meine Bemühungen, bis er aufgrund seiner Kooperation als Aktivist in der andauernden Krise in unserem Land festgenommen und inhaftiert wurde. Allein gelassen konnte ich nicht einfach nur dabei zusehen, wie meine Träume zerschlagen wurden. Ich wanderte von der nordwestlichen in die westliche Region und suchte verzweifelt eine Arbeit oder einfach nur einen sicheren Ort, um ein neues Leben zu beginnen.“

Ein Fremder hilt weiter

„Glücklicherweise ergab sich der Kontakt zu einem völlig Fremden, dem ich erklärte, wie elend mein Leben war. Er entschied, mir zu helfen. Ich erzählte ihm von dem Prozess mit der Schule und wie weit mein Vater und ich bisher gekommen waren. Er nahm mich mit zu seinem Zuhause und gab mir einen Ort, an dem ich bleiben konnte. Ich arbeitete eine Weile für ihn und überraschenderweise teilte er mir eines Tages mit, dass ich ihm die Daten meiner Schule nennen sollte. Ich gab sie ihm und er half mir, indem er Kontakt zur Schule aufnahm. Er gab mir die Information, dass mein Studentenvisum bereits versandt wurde und nur noch die Abholung ausstand. Ich verließ ihn, ging zur Botschaft, holte es ab und er besorgte ein Flugticket für mich. Da ich niemanden in Europa kannte, erzählte mir der Mann, dass er einen Freund dort hätte, mit dem ich Kontakt aufnehmen könne, sodass er mich beim Prozess, ein Wohnheim zu finden und die Schule zu beginnen, unterstützen könne. Der Tag des Abflugs kam und ich verließ meine Heimat.“

„Hier begannen meine Qualen“

„Ich landete am Flughafen, rief die Nummer seines Freundes an und er holte mich ab. Er brachte mich zu sich nach Hause und ich wohnte für eine Woche bei ihm. Eines Abends kam er zu mir und sagte: ‚Mach dich bereit. Ich fahre dich zu deinem Studentenwohnheim.‘ Wir fuhren ein paar Stunden und kamen an einem bestimmten Gebäude an. Ich ging herein und wurde in eines der Zimmer als mein Studentenzimmer geführt. Er ging in derselben Nacht weg. Davor forderte er meine Unterlagen und Zertifikate ein und sagte, dass er sie brauche, um das Aufnahmeverfahren für die Schule abschließen zu können. Er sagte mir, dass er sie am nächsten Tag zurückbringen würde, wenn alles erledigt sei. Das war das letzte Mal, dass ich ihn sah. Und hier begannen meine Qualen.“

„Ich wurde gezwungen, misshandelt, missbraucht“

„Ich wurde meiner Möglichkeit zu kommunizieren, meiner Freiheit und der Freiheit, mich selbst auszudrücken, beraubt. Hier traf ich alle möglichen Menschen mit unterschiedlichen Sprachen, die ich nicht verstehen konnte. Mein Handy wurde beschlagnahmt. Für meine Versuche, zu schreien oder nicht mitzumachen, wurde ich geschlagen. Alle möglichen Männer kamen und missbrauchten meinen Körper. Ob ich wollte oder nicht, wurde ich gezwungen, misshandelt, missbraucht. Ich fühlte mich wertlos, schmutzig, leer, verloren, niedergeschlagen. Ich dachte viele Male daran, mir selbst das Leben zu nehmen, aber ich erinnerte mich daran, dass ich eine Tochter habe, deren Aufenthaltsort ich nicht kannte. Einen Vater, der im Gefängnis leidet. Eine Familie. Ein zurückgelassenes Ich. Und einen Traum für meine Zukunft, der nie unrealistischer oder unerreichbarer erschien.“

„Alles, was ich hatte, war weg“

„Ich verlor mein Vertrauen und meinen Glauben. Ich verlor meinen Wert, meine Würde und meinen Respekt. Alles, was ich hatte, war weg. Aber da war eine Sache, die blieb: Leben. Meine Mutter pflegte zu sagen, dass jeder Herzschlag ein Grund zur Hoffnung ist und der einzige Moment, in dem es keinen Grund mehr zu hoffen gibt, der ist, wenn das Herz aufhört zu schlagen. Daran dachte ich, ging auf meine Knie, betete zu Gott, schrie zu ihm und bat ihn um Hilfe. Diese kam nicht so schnell, wie ich sie wollte, aber um Dir die Wahrheit zu sagen: Sie kam.“

„Ich war fähig, meine Leiden zu überwinden“

„Ich begegnete einem barmherzigen Samariter, der mir half, zu flüchten. Ich entkam, rannte hilflos weg und wurde zu einer Polizeiwache geleitet. Dort wurde mir gesagt, dass ich in Deutschland sei. Um ehrlich zu sein, war Deutschland nicht mein Ziel, als ich mein Zuhause verlassen habe, aber ich glaubte, dass alles aus einem bestimmten Grund passierte. Im weiteren Verlauf wurde ich mit der Mitternachtsmission bekannt gemacht, die einen starken Einfluss auf meine Heilung hatte. Bei mir wurde eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert. Ich nahm Therapien und Medikamente in Anspruch und bekam Beratung von ihnen: moralisch, geistig, pädagogisch, gesellschaftlich und so weiter. Langsam aber sicher war ich fähig, meine Leiden bis zu diesem Punkt, an dem ich heute stehen darf, zu überwinden. Ich gewann meinen inneren Frieden, meine Würde und meinen Wert zurück und bin auf dem Weg, mein Traumleben aufzubauen.“

„Es gibt immer eine zweite Chance im Leben“

„Liebe Frau, am Ende angekommen möchte ich Dir mitgeben, dass es immer eine zweite Chance im Leben gibt – unabhängig davon, wie zerstört und zerbrochen Dein Leben Dir erscheint. Es gibt immer Raum, um ganz neu anzufangen – wenn Du daran glaubst. Ich würde Dir gerne erzählen, dass ich alles, was ich verloren habe, zurückgewonnen habe, aber ich bin noch auf der Reise, das wiederzuerlangen. Und sogar noch mehr. Triff jetzt die Entscheidung und such nach Hilfe. Es gibt Menschen und Organisationen, die Dir dabei helfen können, Dein Leben wieder auf den richtigen Weg zu bringen.“

 „Die Dunkelziffer ist um ein Vielfaches höher“

Laut Bundeslagebild des Bundeskriminalamtes gab es 2019 in Deutschland 287 Verfahren wegen Zwangsprostitution, an denen 427 Betroffene beteiligt waren. Hierbei handelt es sich aber ausschließlich um abgeschlossene Verfahren, also das Hellfeld der Polizei. Fachberatungsstellen sind sich einig, dass die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher ist. Über die Dunkelziffer herrsche sogar eine „weitestgehende Unkenntnis“, wie Sara Huschmann von der Mitternachtsmission erklärt. „Das liegt an der Randgruppenproblematik, daran, dass Staatsanwaltschaften aufgrund höherer Erfolgschancen oft auf einfacher anzuwendende Straftatbestände ausweichen (zum Beispiel Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz) oder die Opfer aufgrund ihrer Traumata nicht in der Lage sind, auszusagen. Oftmals kommt es erst gar nicht zur Anzeige, also erscheint der Fall auch nicht in der polizeilichen Statistik. Somit ist bei den Zahlen, Menschenhandel und Zwangsprostitution betreffend, höchste Vorsicht geboten.“

Im vergangenen Jahr haben sich nach Informationen des Arbeitskreises „Aktiv gegen Menschenhandel“ allein in Baden-Württemberg 350 Betroffene von Zwangsprostitution an Fachberatungsstellen gewandt.

Kontakt zur Heilbronner Mitternachtsmission: Steinstraße 8 | 74072 Heilbronn | Telefon: 07131/84 531

Text: Priscilla Dekorsi

 




Bürgermeister und Verfassungsschutz wußten über das rechtsextreme Treffen in Herboldshausen Bescheid

Das Treffen bekannter Rechtsextremisten in Herboldshausen (GSCHWÄTZ berichtete) war doch nicht so geheim wie diverse Presseartikel andeuteten. Öffentliche Stellen wußten über das Treffen sehr wohl Bescheid.

Es ist nicht verwunderlich, dass das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) derartige Umtriebe kennt und sie beobachtet – genau das ist die Aufgabe des Verfassungsschutzes. Franz Hubert*) von der Pressestelle des LfV bestätigt sowohl das Treffen als auch das Motto der Veranstaltung. Zu einzelnen Teilnehmern will er sich nicht äußern, „da das LfV, gemäß dem gesetzlichen Auftrag, primär Informationen über Personenzusammenschlüsse sammelt und auswertet.“

Vereinsaktivitäten im Widerspruch zu m Grundgesetz

Über den Verein „Bund für Gotterkenntnis“ (BfG) schreibt Hubert, dieser falle „durch fremdenfeindliche, antisemitische und revisionistische Argumentationsmuster auf, die die allgemeine Gültigkeit der Menschenrechte negieren.“ Mit anderen Worten: Der Verein bewegt sich nicht auf dem Boden des Grundgesetzes. Allerdings, so die Erkenntnisses des LfV, zeigt der Verein in Baden-Württemberg nur wenig Aktivitäten: „Der Verein hat keine regionalen Strukturen. Die Mitgliederzahl in Baden-Württemberg bewegt sich nach Einschätzung des LfV im einstelligen Bereich. Dem dreiköpfigen Vorstand des BfG gehört eine Person aus Baden-Württemberg an.“

Arbeit des Verfassungsschutzes geht über das hinaus, was im Verfassungsschutzbericht veröffentlicht wird

Hubert legt Wert auf die Feststellung, dass sich der Landesverfassungsschutz auch mit Gruppierungen beschäftigt, die nicht im jährlichen  Verfassungsschutzbericht erwähnt werden: „Der Bericht informiert über die wesentlichen, während eines Berichtsjahres gewonnenen Erkenntnisse über die relevantesten Beobachtungsobjekte.“

Dem LfV sind weitere rechtsextremistische Veranstaltungen bekannt

Weiterhin bestätigt Hubert, „dass der „Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e. V.“ das in Rede stehende Anwesen vereinzelt auch anderen rechtsextremistischen Organisationen zur Verfügung stellt. So wurde die Immobilie etwa im August 2020 für eine Veranstaltung der „Jungen Nationalisten“, der Jugendorganisation der NPD, genutzt.“

Auch die Stadt Kirchberg wußte von der Veranstaltung

Auch Stefan Ohr, Bürgermeister der Stadt Kirchberg, war über die Veranstaltung informiert. Er hat sich mit den zuständigen Polizeibehörden vorab darüber besprochen und, wie es auch das Polizeipräsidium Aalen bestätigt, die Veranstaltung als „privat“ eingestuft. Über den Teilnehmerkreis war er nicht informiert: „Nein, wir hatten keine belastbaren Informationen zu teilnehmenden Personen.“

Es hat „bisher keine Anstände gegeben“

Er betont, dass bisherige Veranstaltungen des Vereins ohne Zwischenfälle abgelaufen seien: „Bei der Stadt Kirchberg hat es bezüglich des Bund für Gotterkenntnis bisher keine Anstände gegeben. Vereinzelt wurden ordnungsrechtliche Fragen (z. B. zu Sonnwendfeiern) in verlässlicher Weise mit unserem Ordnungsamt geklärt“.

Kein Anlass für ordnungsrechtliches Handeln

Eine Möglichkeit oder Notwendigkeit des Eingreifens der Gemeinde sieht er nicht: „Der gesamte Sachverhalt gibt keinen Anlass für weiteres ordnungsrechtliches Handeln der Stadt Kirchberg.“

Text: Matthias Lauterer

*) Der richtige Name des Pressesprechers lautet anders. Er hat GSCHWÄTZ gebeten, seinen korrekten Namen nicht zu nennen.