Ziehl-Abegg will mit einem blauen Auge aus der Coronakrise kommen und 200 neue Mitarbeiter einstellen
Ziehl-Abegg (ZA) bezeichnete den Spatenstich für den 16-Millionen Euro teuren Bau der neuen Fertigungshalle für weitere Kunststoffspritzmaschinen als „Spatenstich light“ wegen der Corona-Auflagen. Dennoch ließ sich ZA nicht lumpen und bereitete allen lokalen Prominenten ein angenehmes Stelldichein bei strahlendem Sonnenschein. Hier nun die besten Schnappschüsse der Veranstaltung, geschossen von GSCHWÄTZ-Redakteur Matthias Lauterer.
Das Hohenloher Industrieunternehmen ist auch global von der Corona-Krise betroffen: Die Umsätze liegen leicht unter Vorjahr. „Ein branchenweit überdurchschnittliches Umsatzplus von 8,6 Prozent im Jahr 2019 ist allerdings eine solide Basis“, erklärt Unternehmens-Chef Fenkl in einer Pressemitteilung von ZA.
Im neuen Gebäude wird weitere Produktionsfläche von rund 8.400 Quadratmetern für den Bau der, so ZA, „modernsten Generation energieeffizienter Elektromotoren“ geschaffen. „Wir benötigen unbedingt mehr Raum für weitere Kunststoffspritzmaschinen“, so Fenk und erinnert auch angesichts der derzeitigen Coronakrise an die Weltwirtschaftskrise 2008/2009: „In der weltweiten Wirtschaftskrise 2008 sind wir 17 Prozent im Umsatz gesunken und haben im Folgejahr um mehr als 20 Prozent zugelegt – das ging nur, weil wir sehr gute Produkte und motivierte wie qualifizierte Mitarbeiter haben“, so Firmenchef Fenkl. Vor diesem Hintergrund investiere Ziehl-Abegg jetzt bewusst antizyklisch. „Wenn Corona und die daraus resultierende Wirtschaftskrise vorbei ist, können wir wieder voll durchstarten.“
Der Neubau biete die Möglichkeit, die derzeitige Beschäftigtenzahl bei Ziehl-Abegg im Gewerbepark Hohenlohe von gut 800 auf über 1.000 zu erhöhen.
Eckdaten/ Ziehl-Abegg im Gewerbepark Hohenlohe
Bausumme: 16 Millionen Euro (Gebäude mit 10 Verladerampen)
112 weitere Stellplätze für Mitarbeiter
Nutzfläche zusätzlich: 8.400 Quadratmeter, davon 1.000 für Büros
Produktionsfläche insgesamt im Gewerbepark bisher: 44.240 Quadratmeter
Mitarbeiter insgesamt im Gewerbepark: zirka 850 (2.400 in Hohenlohe gesamt, 4.300 weltweit)
Über Ziehl-Abegg
Ziehl-Abegg (Künzelsau, Baden-Württemberg, Deutschland) gehört laut eigenen Aussagen zu den international führenden Unternehmen im Bereich der Luft-, Regel und Antriebstechnik. Beispiele für Einsatzgebiete der Produkte sind Wärme- und Kälteanlagen oder Reinraum- und Agraranlagen. Ziehl-Abegg hat schon in den fünfziger Jahren die Basis für moderne Ventilatorenantriebe gesetzt: Außenläufermotoren, die auch noch heute weltweit Stand der Technik sind. Ein weiterer Bereich sind elektrische Motoren, die beispielsweise in Aufzügen, medizinischen Anwendungen (Computertomographen) oder Tiefsee-Unterwasserfahrzeugen für Antrieb sorgen. Das Thema Elektromobilität im Straßenverkehr wurde 2012 bei Ziehl-Abegg Automotive angesiedelt.
Ziehl-Abegg (alle Angaben sind bezogen auf das Jahr 2019) beschäftigt laut eigenen Angaben 2.400 Mitarbeiter in süddeutschen Produktionswerken. Weltweit arbeiten für das Unternehmen 4.300 Mitarbeiter. Diese verteilen sich global auf 16 Produktionswerke, 29 Gesellschaften und 113 Vertriebsstandorte. Die rund 30.000 Artikel werden in mehr als 100 Ländern verkauft. Der Umsatz liegt bei 633 Millionen Euro. Etwa 80 Prozent der Umsätze werden im Export erzielt.
Emil Ziehl hat die Firma 1910 in Berlin als Hersteller von Elektromotoren gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Firmensitz nach Süddeutschland verlegt. Die Ziehl-Abegg SE ist nicht börsennotiert und befindet sich in Familienbesitz.
Weitere Informationen auf http://www.ziehl-abegg.de

Dr Alexander Beck, Architekt des Gebäudes. Foto: GSCHWÄTZ

Uwe Ziehl. Foto: GSCHWÄTZ

ZA-Vorstandschef Peter Fenkl. Foto: GSCHWÄTZ

Dennis Ziehl. Foto: GSCHWÄTZ

Der obligatorische Spatenstich. Foto: GSCHWÄTZ

für ein Gespräch mit Uwe Ziehl wirft die Ministerin ihren Zeitplan über den Haufen. Foto: GSCHWÄTZ

Hohenlohes Landrat Dr. Matthias Neth (rechts) ergreift das Wort- Foto: GSCHWÄTZ

Reservierte Plätze für jeden einzelnen Besucher

Uwe Ziehl. Foto: GSCHWÄTZ


Alles in blau. Foto: GSCHWÄTZ

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Foto: GSCHWÄTZ

Reservierte Plätze für jeden einzelnen Besucher

Sindia Ziehl und Peter Fenkl. Foto: GSCHWÄTZ


