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Reibungsloser Übergang bei Ziehl-Abegg: Uwe Ziehl übergibt den Vorsitz im Aufsichtsrat an Sohn Dennis Ziehl

Der Unternehmer Uwe Ziehl hat zum Jahreswechsel den Vorsitz im Aufsichtsrat von Ziehl-Abegg abgegeben, heißt es in einer Pressemitteilung des Künzelsauer Unternehmens. Nachfolger als Vorsitzender des obersten Führungsgremiums ist sein Sohn Dennis Ziehl. „Ich danke unserem Vater für die hervorragende technische Entwicklung des global sehr gut aufgestellten Unternehmens in den vergangenen 20 Jahren“, sagt dieser in der Mitteilung. Ebenfalls Mitglied im Aufsichtsrat der Ziehl-Abegg-Gruppe ist nun auch seine Schwester Sindia Ziehl. Uwe Ziehl wünscht seinen Kindern im Aufsichtsrat eine glückliche Hand und viel Erfolg bei der Weiterentwicklung von Ziehl-Abegg.

Sindia und Dennis Ziehl sind die Ur-Enkel des Firmengründers Emil Ziehl. Dennis Ziehl ist darüber hinaus hauptberuflich Geschäftsführer der Ziehl industrie-elektronik GmbH in Schwäbisch Hall und Mitglied der IHK-Vollversammlung. Uwe Ziehl hat stets den engen familiären Zusammenhalt betont und gefördert. Ein Übergang bei der Leitung des Unternehmens müsse sanft und sicher vonstattengehen. Daher haben seine Kinder Sindia und Dennis in den zurückliegenden Jahren auch ohne Mandat mehr als 80 Aufsichtsratssitzungen begleitet. „In vielen Unternehmen ist ein Generationenwechsel holperig und problematisch – Uwe Ziehl hat seit Jahrzehnten gezielt daran gearbeitet, dass wir jetzt reibungslos unseren globalen Erfolgskurs als Technologieführer fortsetzen können“, sagt Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl.

Unternehmer mit Herzblut

Uwe Ziehl wurde 1947 in Füssen als Enkel des Ziehl-Abegg-Firmengründers Emil Ziehl geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Künzelsau. Er gilt als Unternehmer mit Herzblut und großem technischen Verständnis. Für herausragende berufliche und unternehmerische Leistungen und zum Dank für besondere Verdienste um die baden-württembergische Wirtschaft hat Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid ihm 2015 die Wirtschaftsmedaille verliehen. „Sie stehen stellvertretend für all jene erfolgreichen baden-württembergischen Familienunternehmen, für die internationaler Erfolg und regionale Verbundenheit kein Widerspruch sind. Sie sind ein Vorzeigeunternehmer und haben durch Ihr Wirken dazu beitragen, dass Baden-Württemberg ein starkes und lebenswertes Land ist und bleibt“, lobte Schmid seinerzeit. „Als attraktiver Arbeitgeber und innovatives Unternehmen steigerte Ziehl-Abegg unter Ihrer Führung die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Region Heilbronn-Franken.“

Umwandlung in eine Aktiengesellschaft

Schon während seines Ingenieurstudiums gründete Uwe Ziehl 1967 die Ziehl industrie-elektronik GmbH & Co KG in Schwäbisch Hall, ein Hersteller für Mess- und Regelgeräte. Ziehl-Abegg wuchs zu einem weltweit führenden Hersteller von Ventilatoren für Luft- und Klimatechnik sowie Antriebsmotoren für Aufzüge heran. Bereits 1973 begann Ziehl-Abegg sich zu internationalisieren. 2001 folgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft in Familienbesitz. 2005 übernahm Uwe Ziehl den Vorsitz des Aufsichtsrats von Ziehl-Abegg. Dies war möglich, weil er – mit erheblichem persönlichem finanziellem Risiko – alle Anteile in einer Familienholding zusammengeführt hatte. Dadurch waren Investitionen in Forschung und Entwicklung möglich, welche die Position von Ziehl-Abegg als Technologieführer deutlich ausbauten. Uwe Ziehl forcierte den Ausbau von Fertigungstiefe und -kompetenz, darunter den Einstieg des Unternehmens in die Produktion von Kunststoffteilen im Gewerbepark Hohenlohe; zusätzlich zum firmeninternen Aluminiumguss, der in Schöntal-Bieringen angesiedelt ist.

Kinder und Jugendliche für Technik begeistern

Heute arbeiten weltweit 4.300 Mitarbeiter für Ziehl-Abegg, davon 2.400 Mitarbeiter in Künzelsau, Bieringen und Kupferzell. Das Unternehmen bietet eine hohe Ausbildungsquote von rund zehn Prozent und eine unbefristete Arbeitsplatzgarantie für alle Auszubildenden und Duale Studenten. Sieben Prozent des jährlichen Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung. Neben seinem beruflichen Engagement setzt sich Uwe Ziehl besonders dafür ein, in Kindergärten, Grundschulen und Hochschulen für Technik und technische Berufe zu werben. Uwe Ziehl lag auch das gesellschaftliche Engagement seines Unternehmens über den normalen Geschäftsbetrieb hinaus am Herzen – darunter die jahrelange Unterstützung des Albert-Schweitzer-Kinderdorfs (Waldenburg) oder des Freilandmuseums Wackershofen (Schwäbisch Hall).

 

 

War immer sehr technikaffin: der Unternehmer Uwe Ziehl. Foto: Ziehl-Abegg

 

Uwe Ziehl (2.v.l.) erklärt 2014 in Hannover der Bundeskanzlerin Angela Merkel (4.v.l.) die Funktionsweise eines Außenläufermotors. Foto: Ziehl-Abegg

Quelle: Pressemitteilung von Ziehl-Abegg




Landratsamt erhält für Corona-Nachverfolgung Unterstützung durch Ziehl-Abegg

Wie der Motoren- und Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg mitteilt, unterstützt er das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises bei der Corona-Fallermittlung und der Corona-Holtline. Drei Mitarbeiter von Ziehl-Abegg arbeiten derzeit in der Corona-Abteilung im alten Künzelsauer Krankenhaus.

Peter Fenkl: „Der Kampf gegen die Pandemie geht uns alle an“

„Der Kampf gegen die Pandemie geht uns alle an“, sagt der Vorstandsvorsitzende von Ziehl-Abegg, Peter Fenkl. Im Frühjahr waren auch Mitarbeitende von Ziehl-Abegg in Quarantäne oder an Corona erkrankt. „Da haben wir erlebt, wie wichtig die Arbeit des Gesundheitsamts ist“, erinnert sich Fenkl. Damals habe das Unternehmen schnell mit Schutzausrüstung geholfen: FFP2-Masken für die zentrale Abstrichstelle und begehrte Gesichtsschilde; entweder aus dem 3D-Drucker oder gefräst aus der Lehrwerkstatt – und das Öhringer Krankenhauspersonal schickte Ziehl-Abegg wurde mit 250 Schoko-Osterhasen bedacht.

Schnelle Auffassungsgabe und starke Kommunikativfähigkeit gefordert

„Als wir in der Zeitung gelesen haben, dass viele Gesundheitsämter über einen Mangel an engagierten und geeigneten Mitarbeitern klagen, haben wir den Landrat kontaktiert“, erzählt Fenkl. Dr. Neth war positiv überrascht und hat das Angebot gerne angenommen.„Die Ermittlung von Kontaktpersonen Infizierter muss schnell und gewissenhaft erfolgen; auch die Informationsübermittlung muss schnell und stimmig sein“, sagt Landrat Dr. Matthias Neth.   Als Anforderungsprofil sieht der Landrat konkret zwei Punkte: schnelle Auffassungsgabe und starke Kommunikativfähigkeit.

„Es war schon ganz viel an Information, die es zu verarbeiten gab“

Drei Ziehl-Abegg-Beschäftigte arbeiten jetzt im Dienste der Corona-Task-Force: Lisa Ehret, Isabel Joos und Marcel Nohe „Es war schon ganz viel an Information, die es zu verarbeiten gab“, sagt Nohe, der sonst im internationalen Controlling eingesetzt ist. „Der Einsatz im Gesundheitsamt ist eine spannende und neue Erfahrung“, meint er. Zwei Tage seien er und seien Kolleginnen eingelernt worden. Jetzt können sie fast alle Fragen zur Quarantäne, zu Landesgesetzen und zu Covid-19 im Allgemeinen beantworten. Nohe weiter: „Wenn wir etwas nicht wissen, können wir uns unkompliziert sachkundige Unterstützung bei den Profis im Nachbarzimmer holen.“

Wegen der Durchlüftung etwas kühl

Etwas kühl war es beim Ortstermin, denn selbstverständlich wurde gut und dauerhaft gelüftet. Peter Fenkl ließ sich nicht lumpen und hat  mehrere CO2-Warnmelder zugesagt, mit denen solide Aussagen zur Luftqualität möglich sind und die ein gezieltes Stoßlüften ermöglichen.

Landrat Dr. Neth ist froh um Unterstützung

Insgesamt ist Dr. Neth froh über jede qualifizierte Unterstützung seitens der regionalen Unternehmen. Dr. Neth: „Wenn wir alle gemeinsam – wie bei uns im Hohenlohekreis – mithelfen, können wir noch mehr gegen die Ausbreitung des Corona-Virus‘ unternehmen.“

Ziehl-Abegg-Mitarbeiterin Lisa Ehret arbeitet an der Corona-Hotline im Gesundheitsamt; hinter ihr sind Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl (links) und Landrat Dr. Matthias Neth. Foto: Ziehl-Abegg / Rainer Grill

Corona-Hotline managen statt bei Ziehl-Abegg Industrieluft schnuppern: Isabel Joos (Zweite von links), Marcel Nohe und Lisa Ehret in Gesundheitsamt Künzelsau; flankiert von Firmenchef Peter Fenkl und Landrat Dr. Matthias Neth (rechts). Foto: Ziehl-Abegg / Rainer Grill 




„Wir haben mit dem Einsatz dieser Schnelltests in den vergangenen acht Wochen sehr gute Erfahrungen gesammelt“

Seit der Urlaubssaison steigen die Corona-Fallzahlen auch in Deutschland wieder an. Um zu verhindern, dass diese im Winterhalbjahr förmlich explodieren, passen Bund und Länder die Verhaltensvorgaben für die Bürger immer wieder an. Doch wie sieht das in den Firmen aus, wo die Menschen oft auf engstem Raum zusammenarbeiten? Geben die Unternehmen vor, auf was ihre Mitarbeiter achten sollen und wie sie sich zu verhalten haben? Wir haben uns in Hohenlohe umgehört.

„Alle Symptome müssen akut auftreten“

„In diesen Tagen erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Künzelsau über einen internen Newsletter und über Aushänge konkrete Angaben zum Vorgehen beim Auftreten von Krankheits- und Erkältungssymptomen“, schreibt Elke Sturm von der Pressestelle der Stadt Künzelsau in ihrer Antwort-Mail. Dabei handele es sich um die allgemein angewandten Kriterien. So dürften die städtischen Beschäftigten nicht an ihren Arbeitsplatz kommen, wenn sie unter folgenden Symptomen leiden: Fieber ab 38 Grad Celsius, trockener Husten – also ohne Schleim und nicht durch chronische Erkrankungen wie Asthma verursacht – wenn der Geschmacks- oder Geruchssinn gestört sind. „Alle Symptome müssen akut auftreten“, so Elke Sturm. „Symptome einer bekannt chronischen Erkrankung sind nicht relevant.“ Im optimalen Fall würden die Beschäftigten weitere Schritte mit ihren direkten Vorgesetzten telefonisch abstimmen.

Bisher rund 200 Schnelltests vorsorglich durchgeführt

„Bei ebm-papst haben wir Covid-19 bereits mit dem Ausbruch in China im Januar 2020 sehr ernst genommen und umgehend eine Reihe von Maßnahmen, wie beispielsweise das Tragen von Mundschutz oder die Sensibilisierung auf erhöhte Körpertemperatur, umgesetzt“, schreibt Pressesprecher Hauke Hannig. „Auch bieten wir unseren Mitarbeitern bereits seit vielen Monaten zusätzlich Sicherheit, in dem wir über unsere Betriebsärzte bei Verdachtsfällen PCR-Testungen (Mund-Nase-Abstriche) durchführen.“ Die nun beginnende Erkältungszeit werde bei ebm-papst mit Schnelltests begleitet: „Wir haben mit dem Einsatz dieser Schnelltests in den vergangenen acht Wochen sehr gute Erfahrungen gesammelt und können damit unseren Mitarbeitern einen weiteren Schutz bieten und damit eine höhere Sicherheit im Unternehmen ermöglichen“. Bisher wurden laut Hannig vorsorglich rund 200 Schnelltests in Mulfingen durchgeführt. Der Vorteil sei, „dass wir umgehend ein Ergebnis erhalten“. Ein Schnelltest schlage an, wenn eine Virenlast vorliege. Ist dies der Fall, werde über den PCR-Test (Mund-Nase-Abstrich) und eine Laboranalyse überprüft, ob eine Covid-19-Infektion vorliegt.

„Wir thematisieren Covid-19 sowie die Hygieneregeln wieder verstärkt“

„Wäre dies der Fall, gelten die Regeln des Infektionsschutzgesetzes. Der Schnelltest zeigt überdies auch an, ob eine Infektion vorlag und Antikörper gebildet wurden“, schreibt Hannig weiter. Bei einer erhöhten Körpertemperatur – mehr als 38 Grad Celsius – oder bei Erkältungssymptomen – beispielsweise Halsschmerzen – sollen die ebm-papst-Mitarbeiter umgehend ihren Hausarzt konsultieren und nicht in die Firma kommen. Zur Kommunikation werden bei dem Unternehmen vielseitige Kanäle genutzt: angefangen von Intranet über mündliche Kurzinfos bei Schichtübergaben bis hin zu Aushängen und Newslettern. „Wichtiger Kanal ist zudem unsere Corona-Hotline, deren Mitarbeiter für alle Fragen zur Verfügung stehen und Koordinationsaufgaben, beispielsweise in Bezug auf unsere Testungen, übernehmen“, so der Pressesprecher. „Aufgrund der Zunahme von Infektionen, insbesondere in Deutschland, und der anstehenden Erkältungszeit thematisieren wir Covid-19 sowie die Hygieneregeln wieder verstärkt, setzen wieder stärker auf mobiles Arbeiten in A- und B-Teams und Videokonferenzmöglichkeiten.“

Regelmäßige Informationen zum aktuellen Stand

Sascha Sprenger von der Pressestelle des Landratsamtes Hohenlohe schreibt auf die GSCHWÄTZ-Anfrage: „Schon immer gilt, dass Mitarbeitende – genau wie Besucher – mit eindeutiger COVID-19-Symptomatik das Landratsamt nicht betreten dürfen“. Allerdings würden die Mitarbeiter regelmäßig zum aktuellen Sachstand im Umgang mit COVID-19 sowie einhergehenden Änderungen informiert.

Mitarbeiter sind in selbst verantwortlich

„Unsere Mitarbeitenden sind grundsätzlich dazu aufgefordert, bei einer Erkrankung nicht zur Arbeit zu kommen“, schreibt Rainer Grill, Pressesprecher von Ziehl-Abegg. „Einmal dient dies der verbesserten eigenen Genesung, zum anderen einer Vermeidung von Ansteckungen anderer Mitarbeitenden.“ Dies geschehe aber unabhängig von Covid-19. Aber es gelte auch: „Als Unternehmen können wir nicht per Aushang definieren, ab wann jemand gesund oder krank ist: Das muss der- oder diejenige im ersten Schritt für sich selbst entscheiden und dann gegebenenfalls einen Arzt zurate ziehen. Grill nennt ein Beispiel: „Würden wir etwa eine „laufende Nase“ als Kriterium festlegen, dann müssten Mitarbeiter mit leichtem Heuschnupfen grundsätzlich zu Hause bleiben“. Daher müsse jeder für sich selbst entscheiden, ob er krank ist und nötigenfalls ärztlichen Rat einholen.

Text: Sonja Bossert




Hilfsaktion für Schule am Plattensee

Alte Schulmöbel aus der Gemeinde Schöntal werden künftig in der Schule in Balatonmáriafürdö am Plattensee in Ungarn genutzt, heißt es in einer Pressemitteilung. Eingefädelt hat dies Sven Pfortner, der beim Künzelsauer Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg arbeitet und ehrenamtlich Ortsvorsteher des Schöntaler Teilortes Winzenhofen ist.

Hintergrund ist laut der Mitteilung die Nutzung des alten Grundschulgebäudes in Westernhausen durch die örtlichen Vereine aus Winzenhofen. Die in der Zeit während der Sanierung ihrer Halle in Winzenhofen dort unterkommen werden. Nach dem Ende des Schulbetriebs – die Gemeinde Schöntal hat seit 2018 ihre Grundschulen zentral zusammengelegt – hatte die Kommune versucht, die Möbel regional kostenfrei abzugeben. „Doch keine Schule hat die Möbel anscheinend haben wollen, obwohl diese noch in einem sehr guten Zustand sind“, sagt Pfortner in der Mitteilung. Da die Vereine das Gebäude in Kürze nutzen wollen, drängte die Zeit.

„Ich habe dann den Kontakt zur Verwaltung in Balatonmáriafürdö am Plattensee in Ungarn hergestellt“, erklärt Pfortner. Denn bei Ziehl-Abegg betreut er auch die Produktion des Elektromotoren- und Ventilatorenherstellers in Marcali. Etwa acht Wochen pro Jahr verbringt er in der Stadt am südlichen Ende des Balatons (Plattensee) und hat dadurch mehrjährige Kontakte zu den ungarischen Kollegen. „Das ist eine echte Win-Win-Situation“, meint Pfortner. Die Gemeinde Schöntal hat sofort hier auch zugesagt, nicht nur die Möbel aus Westernhausen sondern auch noch aus anderen Teilorten zur Verfügung zu stellen. Denn nicht nur in Westernhausen waren die Möbel im Weg, in Ungarn werden sie gut gebraucht.

Die Vereine aus Winzenhofen und Sindeldorf haben die Möbel in den Schöntaler Teilort Bieringen gebracht, wo diese auf dem Werksgelände von Ziehl-Abegg professionell verladen und Richtung Ungarn gefahren wurden. „Ziehl-Abegg hat sofort seine Unterstützung zugesagt und übernimmt die kompletten Transportkosten“, sagt Pfortner. „Dies ist ein schönes soziales Projekt zwischen Kommune und Wirtschaft, bei dem alle zusammen an einem Strang ziehen und ihre Unterstützung zugesagt haben“, fügt er hinzu und bedankt sich als Ortsvorsteher bei allen Beteiligten.

Quelle: Pressemitteilung von Ziehl-Abegg




Frischer Wind am Campus Künzelsau

Bei den laufenden Hochschul-Prüfungen müssen die Räume ohne Lüftung oder Klimatisierung wegen möglichen Coronaviren sehr gut manuell belüftet werden. Der Künzelsauer Ventilatorenbauer Ziehl-Abegg hat deshalb laut einer Pressemitteilung diese Woche die Hochschule Heilbronn am Campus Künzelsau kurzfristig kostenfrei mit vier großen, transportablen Industrieventilatoren unterstützt.

„Coronaviren reichern sich in geschlossenen Räumen an, daher müssen wir vor und nach den Prüfungen an der Hochschule regelmäßig lüften“, sagt Prof. Dr.-Ing. Anke Ostertag, Dekanin der Reinhold-Würth-Hochschule, in der Mitteilung. Doch nicht jeder Raum ist mit einer Lüftungsanlage ausgestattet. “Da wir die Experten sind, wenn es ums Bewegen von Luft geht, freut es mich, dass die Hochschule auf uns zukam”, sagt Peter Fenkl, Vorstandsvorsitzender von Ziehl-Abegg. „Natürlich ist eine moderne Lüftungsanlage, wie sie unsere Kunden einbauen, die beste Lösung“, so Fenkl weiter. „Doch jetzt geht es darum, kurzfristig und schnell für eine sichere Belüftung zu sorgen.“

Quelle: Pressemitteilung von Ziehl-Abegg




Ziehl-Abegg will mit einem blauen Auge aus der Coronakrise kommen und 200 neue Mitarbeiter einstellen

Ziehl-Abegg (ZA) bezeichnete den Spatenstich für den 16-Millionen Euro teuren Bau der neuen Fertigungshalle für weitere Kunststoffspritzmaschinen als „Spatenstich light“ wegen der Corona-Auflagen. Dennoch ließ sich ZA nicht lumpen und bereitete allen lokalen Prominenten ein angenehmes Stelldichein bei strahlendem Sonnenschein. Hier nun die besten Schnappschüsse der Veranstaltung, geschossen von GSCHWÄTZ-Redakteur Matthias Lauterer.

Das Hohenloher Industrieunternehmen ist auch global von der Corona-Krise betroffen: Die Umsätze liegen leicht unter Vorjahr. „Ein branchenweit überdurchschnittliches Umsatzplus von 8,6 Prozent im Jahr 2019 ist allerdings eine solide Basis“, erklärt Unternehmens-Chef Fenkl in einer Pressemitteilung von ZA.

Im neuen Gebäude wird weitere Produktionsfläche von rund 8.400 Quadratmetern für den Bau der, so ZA, „modernsten Generation energieeffizienter Elektromotoren“ geschaffen. „Wir benötigen unbedingt mehr Raum für weitere Kunststoffspritzmaschinen“, so Fenk und erinnert auch angesichts der derzeitigen Coronakrise an die Weltwirtschaftskrise 2008/2009: „In der weltweiten Wirtschaftskrise 2008 sind wir 17 Prozent im Umsatz gesunken und haben im Folgejahr um mehr als 20 Prozent zugelegt – das ging nur, weil wir sehr gute Produkte und motivierte wie qualifizierte Mitarbeiter haben“, so Firmenchef Fenkl. Vor diesem Hintergrund investiere Ziehl-Abegg jetzt bewusst antizyklisch. „Wenn Corona und die daraus resultierende Wirtschaftskrise vorbei ist, können wir wieder voll durchstarten.“

Der Neubau biete die Möglichkeit, die derzeitige Beschäftigtenzahl bei Ziehl-Abegg im Gewerbepark Hohenlohe von gut 800 auf über 1.000 zu erhöhen.

Eckdaten/ Ziehl-Abegg im Gewerbepark Hohenlohe

Bausumme: 16 Millionen Euro (Gebäude mit 10 Verladerampen)

112 weitere Stellplätze für Mitarbeiter

Nutzfläche zusätzlich: 8.400 Quadratmeter, davon 1.000 für Büros

Produktionsfläche insgesamt im Gewerbepark bisher: 44.240 Quadratmeter

Mitarbeiter insgesamt im Gewerbepark: zirka 850 (2.400 in Hohenlohe gesamt, 4.300 weltweit) 

Über Ziehl-Abegg

 Ziehl-Abegg (Künzelsau, Baden-Württemberg, Deutschland) gehört laut eigenen Aussagen zu den international führenden Unternehmen im Bereich der Luft-, Regel und Antriebstechnik. Beispiele für Einsatzgebiete der Produkte sind Wärme- und Kälteanlagen oder Reinraum- und Agraranlagen. Ziehl-Abegg hat schon in den fünfziger Jahren die Basis für moderne Ventilatorenantriebe gesetzt: Außenläufermotoren, die auch noch heute weltweit Stand der Technik sind. Ein weiterer Bereich sind elektrische Motoren, die beispielsweise in Aufzügen, medizinischen Anwendungen (Computertomographen) oder Tiefsee-Unterwasserfahrzeugen für Antrieb sorgen. Das Thema Elektromobilität im Straßenverkehr wurde 2012 bei Ziehl-Abegg Automotive angesiedelt.  

Ziehl-Abegg (alle Angaben sind bezogen auf das Jahr 2019) beschäftigt laut eigenen Angaben 2.400 Mitarbeiter in süddeutschen Produktionswerken. Weltweit arbeiten für das Unternehmen 4.300 Mitarbeiter. Diese verteilen sich global auf 16 Produktionswerke, 29 Gesellschaften und 113 Vertriebsstandorte. Die rund 30.000 Artikel werden in mehr als 100 Ländern verkauft. Der Umsatz liegt bei 633 Millionen Euro. Etwa 80 Prozent der Umsätze werden im Export erzielt.

Emil Ziehl hat die Firma 1910 in Berlin als Hersteller von Elektromotoren gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Firmensitz nach Süddeutschland verlegt. Die Ziehl-Abegg SE ist nicht börsennotiert und befindet sich in Familienbesitz.

Weitere Informationen auf http://www.ziehl-abegg.de

 

Dr Alexander Beck, Architekt des Gebäudes. Foto: GSCHWÄTZ

Uwe Ziehl. Foto: GSCHWÄTZ

ZA-Vorstandschef Peter Fenkl. Foto: GSCHWÄTZ

Dennis Ziehl. Foto: GSCHWÄTZ

Der obligatorische Spatenstich. Foto: GSCHWÄTZ

für ein Gespräch mit Uwe Ziehl wirft die Ministerin ihren Zeitplan über den Haufen. Foto: GSCHWÄTZ

Hohenlohes Landrat Dr. Matthias Neth (rechts) ergreift das Wort- Foto: GSCHWÄTZ

Reservierte Plätze für jeden einzelnen Besucher

Uwe Ziehl. Foto: GSCHWÄTZ

Alles in blau. Foto: GSCHWÄTZ

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Foto: GSCHWÄTZ

Reservierte Plätze für jeden einzelnen Besucher

Sindia Ziehl und Peter Fenkl. Foto: GSCHWÄTZ




Timo benötigt Stammzellenspende

 

Typisierungsaktion für Timo in Kupferzell. Flyer zur Verfügung gestellt von Ziehl-Abegg




Künzelsau: Ziehl-Abegg im SWR-Fernsehen

Der SWR (Drittes Programm) stellt in der Sendereihe „made in Südwest“ Firmen vor. Am Mittwoch, den 13. Mai 2020, wird laut einer Pressemitteilung ab 18.15 Uhr ein Beitrag über den Künzelsauer Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg ausgestrahlt – unter dem Aspekt Corona. Die Sendung ist eine halbe Stunde lang. Wegen aktueller Ereignisse wurde die Ausstrahlung mehrfach verschoben. Sollte es wegen Corona erneut aktuelle Sondersendungen geben, kann die Ausstrahlung verschoben werden.

Der Film besteht aus Material, das bereits 2018 im Fernsehen zu sehen war, und aus aktuellen Beiträgen zum Thema Corona, die vor Kurzem bei Ziehl-Abegg gedreht worden sind. Das Konzept der Sendereihe sieht vor, dass Firmen anhand von Menschen und deren Arbeitsumfeld sowie Freizeitaktivitäten vorgestellt werden. Es ist also keine Sendung über die Entwicklung von Ventilatoren und Motoren oder deren Produktion beziehungsweise Verkauf.

Quelle: Pressemitteilung von Ziehl-Abegg




Ziehl-Abegg-Azubis verschenken Gesichtsschilde, unter anderem an hiesige Ärzte und das Diak in Schwäbisch Hall

Angehende Werkzeugmechaniker und Industriemechaniker bauen laut einer Pressemitteilung des Künzelsauer Ventilatorenherstellers Ziehl-Abegg Gesichtsschilde für Ärzte und Pfleger. „Wir fahren jetzt zweigleisig“, erklärt Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl in der Mitteilung. Denn einmal werden auf den firmeneigenen 3-D-Druckern Halterungen für Gesichtsschilde gedruckt, zum anderen kommen jetzt neue Halterungen aus Polycarbonat hinzu. „Es ist ein gutes Gefühl, etwas für die Allgemeinheit zu tun“, sagt Industriemechaniker Florian Holzinger. Er ist wie Werkzeugmechaniker Mario Schumm im ersten Lehrjahr. Der dritte Azubi im Bunde ist Raphael Schumm, der bereits im zweiten Ausbildungsjahr ist. Hilfestellung gab es von Ausbilder Andreas Hillenbrand, als es etwa um die Programmierung der CNC-Maschinen ging.

„Die Programmierung war für mich nicht ganz einfach.“

Grundstück ist eine Polycarbonatplatte. Diese fräst Mario Schumm exakt rechtwinklig und setzt sechs Bohrungen, die in allen Bearbeitungsprozessen die Fixpunkte sind. „Die Programmierung war für mich nicht ganz einfach, da ich erst im vergangenen Herbst mit der Lehre angefangen habe“, sagt Schumm. Florian Holzinger hat eigens eine Vorrichtung gebaut, damit er die Bohrungen für die Halteschrauben exakt im richtigen Winkel setzen kann. Denn die Sichtfolie muss später einfach aufgezogen und wieder gelöst werden können. Industriemechaniker Raphael Schumm ist der Profi in der Runde – er ist als Industriemechaniker schließlich bereits im zweiten Lehrjahr. Er hat seine CNC-Maschine so programmiert, dass diese die Konturen schön rund ausfräst. Danach entgratet er jedes Teil. Die Folie spannen die drei Auszubildenden ein, während die CNC-Maschinen arbeiten; eben in dieser Zeit bringen sie auch das Gummiband zur Halterung an.

Gesichtsschilde kostenfrei für Kliniken, Arztpraxen und Altenheime

„Wir haben gerade einmal zwei Tage gebraucht, um die Idee in unserem Training Center umzusetzen“, erklärt Ausbilder Andreas Hillenbrand. Dank der modernen CNC-Maschinen hatten sehr viele Arbeitsschritte programmiert werden können. „Dass wir jetzt gleich Schilde fürs Diakoneo in Schwäbisch Hall und mehrere niedergelassene Ärzte herstellen, freut uns“, sagt Hillenbrand. „Wir wollen damit kein Geld verdienen“, sagt Vorstandschef Peter Fenkl. Es gehe darum, den Menschen im Kampf gegen die Covid19-Erkrankung beizustehen, die tagtäglich in Kliniken, Arztpraxen oder Altenheimen ihren Dienst versehen. „Daher geben wir die Schilde kostenfrei an diese Einrichtungen ab – so lange wie wir mit der Herstellung nachkommen.“

Ideen für neue Designs bionischer Ventilatoren

Vor eineinhalb Wochen hatte Ziehl-Abegg begonnen, im 3-Druck Gesichtsschilde herzustellen. Damals war die Druckdatei von einem externen Programmierer gekommen. Die maschinelle Fertigung im Training Center ermöglicht jetzt eine höhere Stückzahl. Zudem haben die Entwickler bei Ziehl-Abegg unverändert Ideen für neue Designs von bionischen Ventilatoren, die später auch in Kliniken oder Quarantäne-Stationen eingesetzt werden können – und diese Ideen bekommen stets in den 3-D-Druckern erstmals eine feste Form. Daher können nicht mehr alle 3-Drucker Schildhalterungen herstellen.

Quelle: Pressemitteilung von Ziehl-Abegg

 

Der Träger für das Gesichtsschild wird aus einer Polycarbonatplatte gefräst. Foto: Ziehl-Abegg

 

 

 

 




Taucherhelm aus Stoff – Hohenlohe: Ingenieursteam entwickelt mit hiesigen Firmen Schutzausrüstung für medizinisches Personal und Pflege – „Gewöhnliche Masken nicht ausreichend“

„Wir haben uns entschlossen, etwas zu tun, anstatt abzuwarten. Die Politik entscheidet dann, ob sie das Angebot annimmt oder nicht.“ Professor Dr. Ralph Wystup aus Morsbach hat zusammen mit anderen Ingenieuren und Medizinern eine Privatinitiative gegründet, um der Coronakrise aktiv zu begegnen. Heute haben sie Landrat Dr. Matthias Neth ihre neu entwickelte Schutzhaube für medizinisches Personal. 

Die Initiative wurde ursprünglich zum Bau von Beatmungshilfen gegründet. Das hat sich mittlerweile etwas geändert, wie Wystup gegenüber GSCHWÄTZ erklärt: „Ursprünglich wollten wir Beatmungsgeräte bauen.“ In Gesprächen mit den Medizinern sei dem Team jedoch schnell klar geworden, dass Beatmungsgeräte derzeit zweitrangig wären.

Professor Dr. med. habil. Reiner Buchhorn vom Caritas Bad Mergentheim meinte, dass durch die Corona-Krise zunehmend deutlich werden würde, dass neben einem Mangel an Beatmungsgeräten vor allem die notwendige Schutzausrüstung für das medizinische Personal fehlen würde. Als klassische Tröpfcheninfektion infiziere sich das medizinische Personal vor allem durch hustende Patienten, unter anderem im Rahmen intensivmedizinischer Prozeduren. Das infizierte medizinische Personal wäre hierdurch selbst großen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt und stünde darüber hinaus nicht mehr für die Versorgung von Patienten zur Verfügung. Außerdem würde das infizierte Personal selbst zu einer Gefahrenquelle für Patienten und Kollegen werden.

Nun ist Wystup mit Diplomingenieur Rainer Nase, Professor Dr. Andreas Krug von der Hochschule Heilbronn und Professor Dr. Reainer Buchhorn vom Caritas Bad Mergentheim dabei, in Absprache mit Hohenlohes Landrat Dr. Matthias Neth Schutzhauben zu entwerfen. Die Künzelsauer Firma Ziehl-Abegg stellte erst kürzlich seine 3-D-Schutzhauben vor (wir berichteten), die wie Visiere ausschauen. Doch die Schutzhauben des Netzwerks sehen etwas anders aus.

Eine akkubetriebene Gebläseeinheit soll den Träger mit frischer, virenfreier Luft versorgen.

„Es handelt sich hierbei um eine Haube, die komplett über den Kopf gezogen wird“, erklärt Professor Wystup, der vor seiner aktuellen Professur für Elektrotechnik in Eisenach als Lehrbeauftragter am Campus Künzelsau tätig war. „Die Haube erinnert an einen Taucherhelm aus Stoff.“ Eine akkubetriebene Gebläseeinheit soll den Träger mit frischer, virenfreier Luft versorgen. Die Haube sei für das medizinische Personal und für Mitarbeiter der Pflege gedacht, damit diese Menschen weiterarbeiten können.

Professor Wystup lobt dabei die in Hohenlohe ansässigen Firmen, die das Projekt unterstützen. So seien die Akkus von der Firma Ansmann und das Gebläse von der Firma ebm-papst zur Verfügung gestellt worden. Die Firma Ziehl-Abegg war laut Wystup sofort bereit, den 3D-Druck der mechanischen Komponenten zu übernehmen, die Konstruktion hierfür habe „rasch und unbürokratisch“ das Ingenieurbüro Xares übernommen. Die Firma Jako leistete „wertvolle Hilfe“ beim textilen Design und bei der Fertigung der Haube selbst. Ingenieur Nase erklärt weiter, dass in dem noch parallel laufenden Projekt des Beatmungsgeräts außerdem die Firma Gemü sehr aktiv sei. Die Firma Würth Elektronik habe bei der Platinenerstellung Unterstützung zugesichert und auch die Firma Bürkert wäre bereit für weitere Unterstützung der Initiative. „Alle Firmen, welche wir bis jetzt um Unterstützung gebeten haben, waren sofort bereit zu helfen“, betont Wystup.

Mitwirkende Firmen sind unter anderem Ziehl-Abegg, Jako, Gemü, ebm-papst, Würth Elektronik

Aus Sicht der Hochschule zeigt die Bündelung dieser regionalen Kapazitäten „die besondere Innovationskraft der Region Hohenlohe“. Wystup: „Nur durch die sofortige, bereitwillige Unterstützung der regionalen Firmen ist es uns überhaupt möglich, dass wir nun einen ersten Prototyp dem Landrat präsentieren können.“ Dann soll der Prototyp zum Regierungspräsidium nach Stuttgart weitergereicht werden.

„Gewöhnliche Masken  für medizinisches Fachpersonal in stark kontaminierter Umgebung nicht ausreichend“

Wie bewertet Professor Buchhorn den selbst genähten Mundschutz, der derzeit auch in Hohenlohe in einer vierstelligen Zahl hergestellt wird? „Die Ansteckungsgefahr hängt mit der Virenkonzentration zusammen. Für den normalen Spaziergang ist ein selbst genähter Mundschutz besser als nichts, um andere zu schützen. Aber wenn Sie ständig angehustet werden, dann sind Schutzmasken, selbst professionelle Masken, oft unzureichend. Für das medizinische Fachpersonal in stark kontaminierter Umgebung sind normale Masken nicht ausreichend“, meint Prof. Buchhorn.

Zurück zu „Made in Germany“?

Eine Aussage dazu, wie schnell die Masken von den Prototypen in die Serienproduktion gehen können, kann Wystup momentan noch nicht treffen: „Es geht jetzt erst einmal darum, die Machbarkeit zu zeigen. Wie eine Serienproduktion konkret aussehen kann, wissen wir erst, nachdem wir uns über die benötigten Ressourcen und Einzelteile im Klaren sind. Aufgrund des bisherigen positiven Verlaufs des Projekts und der guten Gespräche mit den Firmenvertretern hoffen wir aber, über Wochen statt über Monate zu reden.“

Die ursprünglich geplanten Beatmungsgeräte sind ebenfalls nicht gänzlich aus ihren Köpfen gestrichen. Allerdings sei durch die Komplexität im Bau die Umsetzung langwieriger im Vergleich zu den Schutzhauben. Zudem gäbe es hohe Zulassungsbestimmungen bei den Beatmungsgeräten. Dennoch: „Prototypen für Beatmungsgeräte für die mittelschweren Fälle wären machbar“, ist Wystup überzeugt.

Das Problem bei den Herstellern in Deutschland sei derzeit schlichtweg die Lieferzeit – zumal auch diverse Komponenten aus dem Ausland kommen. Wystup: „Jetzt kommt die Zeit, in welcher wir uns wieder auf Made in Germany besinnen.“  

So schaut die Schutzhaube aus. Foto: Screenshot Präsentationsfolie Professor Wystup

Ralph Wystup. Foto: privat

Sonja Wystup. Foto: privat

Reiner Buchhorn. Foto: privat

Rainer Nase. Foto: privat

Frederik Wystup. Foto: privat

Andreas Krug. Foto: privat