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Wenn das Schaf zum Taxi wird

Die Beweidung mit Schafen und Ziegen ist ein wichtiges Element in der Landschaftspflege. Der Landschaftserhaltungsverband Hohenlohekreis e.V. schließt deshalb vielerorts Landschaftspflegeverträge mit Voll- und Nebenerwerbslandwirten ab. Ganz besonders bewährt hat sich dabei der Einsatz von Ziegen und Schafen, die den aufkommenden Bewuchs abweiden. Die kleinen Wiederkäuer stellen dabei nicht nur eine vergleichsweise ökonomisch sinnvolle Alternative zur Mahd dar, sondern dienen vielen Tier- und Pflanzenarten auch als „Taxi“: Samen bleiben im Fell und in den Klauen hängen oder werden erst durch die Magen-Darm-Passage keimfähig. Auch kleine Tiere wie Grillen und Heuschrecken werden von den tierischen Rasenmähern auf andere Flächen verfrachtet und können dort neue Populationen bilden. Auf den Kot der Schafe und Ziegen sind zahlreiche Käferarten angewiesen, welche wiederum die Nahrungsgrundlage vieler Vögel bilden.

Um eine gründliche Abweidung der Flächen zu erreichen, sind die Herden vergleichsweise groß. Nach ein bis zwei Tagen sind die Koppeln abgefressen und die Herde wird auf die nächste Weide gebracht. Um das Wohlergehen der Tiere sicherzustellen, werden alle Herden täglich, teilweise sogar mehrfach, kontrolliert. Dabei wird immer auch überprüft, ob noch genügend Wasser zur Verfügung steht und ob alle Tiere gesund und unverletzt sind.

Hintergrund

Die Steinriegelhänge im Kocher- und Jagsttal wurden bis weit ins 19. Jahrhundert noch größtenteils als Weinberge genutzt, bis in die 1960er Jahre folgte die Bewirtschaftung als Acker, Hackrain oder magere Wiese. Mit dem Brachfallen setzte die Verbuschung ein. Um das artenreiche Grünland der südexponierten Hanglagen zu erhalten, ist eine regelmäßige Nutzung der Hangflächen notwendig.
Ziegen und Schafe stammen ursprünglich aus trockenheißen Regionen wie Asien und Afrika. Die Meisten wildlebenden Vertreter sind Gebirgsbewohner, sie kommen aber auch in Steppen und Wüsten vor. An die klimatischen Bedingungen auf den Trockenhängen im Kochertal sind sie also bestens angepasst.

Für Fragen oder Informationen zur Landschaftspflege steht der Landschaftserhaltungsverband Hohenlohekreis e.V. entweder per E-Mail unter info@lev-hohenlohekreis.de oder telefonisch unter 07940 18-520 oder -557 gerne zur Verfügung.
Im Internet: www.lev-hohenlohekreis.de

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises




Bretzfeld: Ziege Nummer 9, das Schlitzohr, vermisst

Ein junger Ziegenbock, mit schwarz-weißem Fell und einem Schlitz im Ohr, der sehr zutraulich sein soll, wird in Bretzfeld vermisst. Das Tier war gestern Mittag zusammen mit acht weiteren Ziegen aus einem Stall in der Adolzfurter Straße abgehauen.
In der Nähe des Lindelhofs konnten acht der Ziegen wieder eingefangen werden. Nummer neun fehlte. Es wird darum gebeten im Bereich Bretzfeld, Windischenbach und in der Umgebung des Lindelbergs die Augen offen zu halten. Wer das „Schlitzohr“ sieht, sollte die Polizei in Bretzfeld, Telefon 07946 940010, verständigen.
Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Heilbronn