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Corona-Virus: Ziehl-Abegg schickt mehrere tausend Mundschutzmasken & Ventilatoren nach China

Die frühe Entscheidung von Ziehl-Abegg, alle Dienstreisen von und nach China zu streichen, gilt unverändert“, betont Rainer Grill, Pressesprecher von Ziehl-Abegg in Künzelsau, in einer Pressemitteilung. „Zudem haben Ziehl-Abegg Deutschland und Ziehl-Abegg Japan mehrere tausend Mundschutzmasken ins Werk nach China geschickt, weil regional Mundschutzmasken bereits knapp werden.“

Bau eines neuen Krankenhauses

Des Weiteren habe Ziehl-Abegg China hat den Auftrag erhalten, innerhalb weniger Tage mehr als 70 Ventilatoren für das neue Krankenhaus in Wuhan zu liefern – das Krankenhaus soll binnen sechs Tagen gebaut werden. „Wir versuchen, alle Ventilatoren auszuliefern“, sagt Jason Liu, Geschäftsführer von Ziehl-Abegg China. Aber alle 450 Mitarbeiter sind in den chinesischen Neujahrsferien. Natürlich entspricht das deutsche Unternehmen Ziehl-Abegg grundsätzlich den Vorgaben der Stadtverwaltung von Shanghai, die Urlaubsphase bis zum 10. Februar 2020 zu verlängern. Dadurch soll eine Ausbreitung des Virus‘ verhindert werden.

„Es ist großartig, dass die chinesische Regierung so schnell reagiert und in dieser kurzen Zeit ein neues Krankenhaus gebaut hat“, sagt Jason Liu. „Ich bin sicher, dass viele Mitarbeiter die Hilfe für die Menschen in Wuhan unterstützen und in den nächsten Tagen Ventilatoren für das neue Krankenhaus produzieren werden“, sagt Jason Liu.

„Es sind spezielle Ventilatoren für Krankenhäuser“, erklärt Geschäftsführer Liu. Der Elektroantrieb ist ein hocheffizienter energiesparender EC-Motor. Das Laufrad wird aus einem speziellen Verbundwerkstoff hergestellt, der von Ziehl-Abegg entwickelt worden ist. Der Ventilator ist antibakteriell, ohne jegliche Korrosionsgefahr und ohne jede Ausgasung.

„Wenn es nicht möglich ist, die Ventilatoren in unserer Produktionsstätte in China herzustellen, versuchen wir, diese von anderen Produktionsstätten von Ziehl-Abegg nach Wuhan zu schicken“, sagt Steffen Sinn, Area Sales Manager am Stammsitz von Ziehl-Abegg in Künzelsau. Allerdings nur, falls Vorlieferanten in China die benötigten Teile nicht zeitnah in die Produktion liefern können.“

Quelle: Pressemitteilung von Ziehl-Abegg, Künzelsau

Ziehl-Abegg-Gebäude im Herzen Künzelsaus. Foto: GSCHWÄTZ




Ziehl-Abegg bleibt vorerst der Künzelsauer Innenstadt erhalten: „Es gibt keinen Beschluss für eine Verlagerung des Standorts Künzelsau in den Gewerbepark Hohenlohe“

Als die Achtklässler des Ganerben-Gymnasium am Donnerstag, den 23. Januar 2020, „Wünsch Dir was“ im Rathaus in Künzelsau spielen durften, stand auch eine Sache ganz oben auf der Wunschliste für Künzelsau: mehr Einkaufsmöglichkeiten. Diesen Wunsch teilt auch Bürgermeister Stefan Neumann: „Wir wollen attraktiver hinsichtlich einkaufen werden“, sagte er bei der Veranstaltung. Denn „wir wissen, dass die Nachfrage da ist.“ Aber es sei nicht immer so einfach, Unternehmen hierherzulocken. Deichmann beispielsweise habe ganz genaue Vorgaben, welche Fläche sie für einen Standort brauchen. Hier gelte das „Schuhschachtel“-Prinzip: 400 Quadratmeter ebenerdig. Solche Flächen aber gäbe es kaum.

H&M wollen viele

Für die 13- und 14-Jährigen lautet die Top-Marke, die her müsse: H&M, gefolgt von Intersport und Nike. Dann müssten sie auch nicht immer nach Heilbronn oder Stuttgart zum Einkaufen ausweichen. Severin (13) aus Waldenburg fragt, ob es denn nicht möglich wäre, auf das Gelände, auf dem derzeit ein blauer Hingucker-Komplex von Ziehl-Abegg (ZA) seht, ein Einkaufszentrum zu bauen. Schließlich wolle ZA doch sowieso demnächst komplett in den Gewerbepark an der A6 umziehen. Bürgermeister Neumann erklärt: „Ziehl-Abegg hat einen Masterplan für den Gewerbepark. Nach und nach soll die komplette Produktion und die Verwaltung dorthin umziehen.“ Aber es sei unklar, wann ZA damit komplett die Künzelsauer Innenstadt verlasse.

ZA hat laut eigenen Aussagen noch keine konkreten Pläne bezüglich eines Umzugs

GSCHWÄTZ hat diesbezüglich bei ZA-Pressesprecher Rainer Grill nachgefragt. Dieser sagt: „Es gibt bei Ziehl-Abegg keinen Beschluss für eine Verlagerung des Standorts Künzelsau nach Kupferzell (Gewerbepark Hohenlohe).“ Aber „die Fläche in Künzelsau ist limitiert – daher wird bei einem Wachstum des Unternehmens der Platz im Kochertal irgendwann knapp. Ob dies in zehn, in 20 oder in noch mehr Jahren der Fall sein wird, weiß ich nicht. Und wie dann vorgegangen wird, ist auch noch offen.“ Denn selbst dann könnten ja auch nur einzelne Bereiche verlagert werden – aber auch das wisse man heute noch nicht.

Ziehl-Abegg-Gebäude im Herzen Künzelsaus. Foto: GSCHWÄTZ