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Täter soll unter Verfolgungswahn gelitten haben

Bei einem Amoklauf in Würzburg am 25. Juni 2021 sind drei Frauen gestorben, mindestens eine Person schwebt laut dem ZDF derzeit noch in Lebensgefahr (27. Juni 2021, 07 Uhr). Mindestens 9 weitere Personen wurden laut Medienberichten verletzt. Das Motiv ist bislang noch unklar. Laut dem Bayrischen Rundfunk (BR) soll der Täter jedoch psychisch sehr instabil gewesen sein und unter Verfolgungswahn gelitten haben. Mit Terroristen soll er aber nichts zu tun gehabt haben.

Eine derartige Zivilcourage der Bevölkerung sei nicht selbstverständlich

Mehrere Menschen, so zeigen es auch die privat gedrehten Videos, haben versucht, den Mann mit dem Messer aufzuhalten. Dass das nicht alltäglich ist, darüber hat der BR berichtet. Die Würzburgerin Liselotte Fischer sei in der Nähe des Tatorts gewesen, als der Täter, ein 24-jähriger Somalier, wahllos mit einem Messer zustach. Dass sich viele Passanten dem Täter entgegenstellten und ihn in Schach hielten, sei nicht alltäglich, so Fischer: „Ich hab es bewundert, dass so viele Leute (…) Zivilcourage bewiesen haben. Auch die Einsatzkräfte … man hat sich dann doch schnell sicher gefühlt. Aber man ist halt doch betroffen.“

Ausländerbeirat hat Angst vor pauschalen Anschuldigungen

Derweil sorgt sich der Ausländerbeirat Würzburg laut einem Bericht des BR, dass nun pauschal Ausländer und Flüchtlinge unter den Verdacht derartiger Straftaten fallen: Der Vorsitzende des Beirats, Antonino Pecoraro, erklärte: „Unsere gemeinsame Herausforderung ist nun, zu verhindern, dass diese Mordtat in pauschale Anschuldigungen umschlägt, und das Geschehen von zuwanderungsfeindlichen Kräften politisch instrumentalisiert wird.“ In diesem Zusammenhang betonte Pecoraro, es seien ja vor allem auch Menschen mit Migrationshintergrund gewesen, die versuchten, „den Täter aufzuhalten und dabei Leib und Leben riskierten.“

 




Amoklauf in Würzburg

Das Video zeigt, wie mehrere Menschen in Würzburg einen anderen Menschen verfolgen. Die Polizei kommt ebenfalls hinzu.

Derzeit steht noch nicht fest, ob die Inhalte des Videos in Verbindung stehen mit dem Amokläufer vom 25. Juni 2021, der mehrere Menschen getötet sowie verletzt hat. GSCHWÄTZ – Das Magazin | www.gschwaetz.de | Wir lieben unser Ländle




Maddie ist zurück

Vor 13 Jahren verschwand die damals dreijährige Madeleine Beth McCann („Maddie“)  spurlos aus ihrem Zimmer in einer Ferienwohnung in Praia da Luz in Portugal. Seit dem 03. Mai 2007 kämpfen ihre Eltern, die zwischenzeitlich selbst ins Visier der Ermittler gerieten, um Gewissheit.

Eine der größten öffentlichen Suchaktionen blieb bislang erfolglos

Eine der größten öffentlichen Suchaktionen aller Zeiten blieb erfolglos – hinzu kamen Verdächtungen gegen einen dort lebenden Portugiesen und gegen die Eltern. Die Vorwürfe der portugiesischen Kriminalpolizei gegen die drei erhärteten sich jedoch nicht.

Jetzt gibt es wieder Hoffnung für die Eltern, denn die Staatsanwaltschaft Braunschweig erklärte nun öffentlich, dass ein deutschen Sexualstraftäter namens Christian B. (43) als Tatverdächtiger gilt. Derzeit verbüßt er wohl noch eine Gefängnisstraße in Kiel, die jedoch bald zu Ende gehen soll. Mit der Öffentlichmachung hofft die Staatsanwaltschaft nun weitere Hinweise, um belastbares Material gegen Christian B. zu erhalten. Ansonsten könnte der 43-Jährige bald wieder auf freiem Fuß sein.

Christian B. soll in Würzburg und im Raum Würzburg aufgewachsen sein

Der 43-Jährige blickt bereits auf insgesamt 17 Verurteilungen zurück. Das schreibt der Merkur https://www.merkur.de/bayern/maddie-mccann-vermisst-tatverdaechtiger-christian-b-mord-bayern-augsburg-wuerzburg-kinder-portugal-zr-13788662.html Aktuell sitze der Deutsche in einem Gefängnis in Kiel eine Haftstrafe ab, die das Amtsgericht Niebüll bereits 2011 gegen ihn verhängt habe. Dabei gehe es um Handel mit Betäubungsmitteln. Parallel ist laut dem Merkur wegen Vergewaltigungsvorwürfen gegen ihn Untersuchungshaft angeordnet. Denn zuletzt habe ihn das Landgericht Braunschweig am 16. Dezember 2019 wegen schwerer Vergewaltigung unter Einbeziehung früherer Strafen zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Vermutliche Vergewaltigung einer 72-Jährigen

Die Tat soll bereits im Jahre 2005 in Portugal erfolgt sein, doch jahrelang konnte dem Deutschen die Vergewaltigung der Frau nicht nachgewiesen werden. Demnach soll rund eineinhalb Jahre vor dem Verschwinden Maddies, im portugiesischen Praia da Luz, eine damals 72-jährige Amerikanerin vergewaltigt worden sein.

Auslieferung nach Deutschland nach DNA-Abgleich und gefundenem Video

Erst ein DNA-Abgleich und ein gefundenes Video der Vergewaltigung sorgten für eine Festnahme und eine Auslieferung nach Deutschland. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Revision liegt beim Bundesgerichtshof. In genau diesem Ort in Portugal verschwand im Mai 2007 auch die kleine Maddie. Nun vermuten die Ermittler einen möglichen Zusammenhang.

 Keine schöne Kindheit

Ein Großteil seiner Kindheit soll Christian B. laut der Münchner TZ im unterfränkischen Dorf Bergtheim bei Würzburg verbracht haben. Als Baby soll Christian B. von seiner Mutter zur Adoption freigegeben worden sei. Er wurde von einem Ehepaar in der Gemeinde Bergtheim aufgenommen, wuchs dort mit zwei Adoptivbrüdern auf. Christan B. war offenbar kein einfaches Kind.

„Er war oft in Schwierigkeiten und wurde immer schlimmer, als er ein Teenager war“, berichtet das britische Portal MailOnline nach Gesprächen mit Nachbarn. Der Ehemann habe den Jungen disziplinieren müssen. „Christian brauchte eine feste Hand.“ Ein Nachbar: „Sie waren ein nettes Paar, sehr nett. Aber was mit ihrem Jungen Christian passiert ist, ist eine Katastrophe.“

Von Mutter zur Adoption freigegeben

Christian B.s Adoptivvater erlitt laut dem Merkur 1992 bei einem Verkehrsunfall einen Hirnschaden, war danach bis zu seinem Tod 2014 an den Rollstuhl gefesselt. „Die Mutter hat ihr Bestes gegeben, aber sie konnte nicht mit dem Jungen fertig werden und sich um ihren Ehemann kümmern. Christian war in Schwierigkeiten gewesen, und zu diesem Zeitpunkt wurde er in ein Heim für kriminelle Jugendliche in Würzburg geschickt“, so ein Nachbar zu MailOnline. In diese Zeit fallen erste Delikte des damals 15-Jährigen. Innerhalb von zwei Jahren wurde er laut Main-Post bei der Würzburger Kripo erkennungsdienstlich behandelt. Doch er legte seinen Hauptschulabschluss ab und begann eine Kfz-Mechanikerlehre.

Madeleine McCann vermisst: Tatverdächtiger pendelte zwischen Portugal und Deutschland 

Nach Angaben der Ermittler lebte der Beschuldigte zwischen 1995 und 2007 regelmäßig an der Algarve, darunter einige Jahre in einem Haus zwischen Lagos und Praia da Luz. Immer wieder pendelte er zwischen Deutschland und Portugal, wurde in beiden Ländern mehrmals straffällig. 

Im September 2017 wurde er laurt dem Merkur wegen Besitzes von Kinderpornografie und sexuellen Missbrauchs eines Kindes vom Landgericht Braunschweig verurteilt. Der Mann habe eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten erhalten, die er bereits verbüßt habe, bestätigte Thomas Klinge, Sprecher der für Kinder- und Jugendpornografie zuständigen Staatsanwaltschaft Hannover.

Im Kinderheim aufgewachsen

Laut Spiegel weist das Strafregister des Mannes insgesamt 17 Einträge auf. Wie die Tagesschau berichtet, soll Christian B. 1977 in Bayern geboren und dort zunächst in einem Kinderheim aufgewachsen sein. Zum ersten Mal strafrechtlich auffällig wurde B. demnach 1993. Wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis und Diebstahls wurde der Deutsche zu acht Monaten auf Bewährung verurteilt. 

Sexueller Missbrauch eines Kindes

Wenige Monate später musste sich Christian B. laut dem Merkur erneut vor Gericht verantworten. Im Oktober 1993, verhängte das Amtsgericht Würzburg eine zweijährige Jugendstrafe gegen den damals noch Minderjährigen wegen „sexuellen Missbrauches eines Kindes, versuchten sexuellen Missbrauch eines Kindes sowie Vornahme sexueller Handlungen vor einem Kind“, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht.

Wie Bild berichtet, soll B. auf einem Spielplatz in Würzburg ein sechs Jahre altes Mädchen missbraucht haben. Als das Kind angefangen haben soll zu weinen, sei B. weggelaufen. Auf seiner Flucht habe der Würzburger versucht, eine Neunjährige zu missbrauchen. Das Urteil: zwei Jahre Jugendknast, da B. zu diesem Zeitpunkt zur Bewährung auf freiem Fuß war. 

Welche Indizien genau gegen Christian B. vorliegen, dass er als Tatverdächtiger im Fall Maddie gilt und warum diese Indizien erst jetzt vorliegen, dazu gibt es bislang noch keine Äusserungen von offizieller Stelle.

Tatverdächtiger Christian B. aus Deutschland. Foto: Screenshot

Unter anderem mit diesem Foto suchen die Eltern ihre Tochter Madeleine bis heute nach ihrer verschwundenen Tochter. Foto: Screenshot