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Wie teuer ist die Wirtschaftsmesse in Künzelsau für Start-Ups?

Wer wissen will, was in der Region bei den Unternehmen und Handwerkern läuft und sich einen Überblick über die Unternehmenslandschaft verschaffen möchte, hatte von Freitag, den 20. September, bis Sonntag, den 22. September 2019, die Möglichkeit, die Hohenloher Wirtschaftsmesse auf den Wertwiesen in Künzelsau zu besuchen. Unter dem Motto „Vom Local Hero bis zum Global Player – die starke Wirtschaft unserer Region präsentiert sich“ hatten vom Ein-Mann-Unternehmen bis hin zum internationalen Großkonzern die unterschiedlichsten Unternehmen sowie die Stadtverwaltung Künzelsau und das Landratsamt des Hohenlohekreises ihren Auftritt. Unter den über 180 Akteuren waren große Unternehmen wie Würth, Berner oder Bürkert ebenso dabei wie Mittelständler wie der Künzelsauer Einrichter C. Fenchel und der Raumgestalter Frank aus Ingelfingen, das Ofenhaus Künzelsau, Breuninger Lieblingsdinge aus Künzelsau oder Chalupa Solartechnik aus Schöntal.

Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld? 

Aber was ist mit den kleineren Unternehmen oder gar mit Start-Ups? Die Gebühren seien viel zu hoch und ein Start-Up könne sich die Standgebühren erst recht nicht leisten, heißt es GSCHWÄTZ gegenüber.
Elke Sturm, Pressesprecherin der Stadtverwaltung Künzelsau, erklärt auf GSCHWÄTZ-Nachfage, dass die Standgebühren je nach den Leistungen, die vom Aussteller bestellt oder angefordert werden, variieren. „So kostet beispielsweise ein Eckstand mit 12 Quadratmetern 1.020 Euro“, so Sturm. Kleine Unternehmen und Start-Ups sollen laut Sturm mit „Sonderkonditionen“ von 25 Prozent Nachlass gefördert werden. Dieses spezielle Förderprogramm gilt für Start-Ups, die in den ersten drei Jahren ihrer Selbstständigkeit als Aussteller auftreten wollen. Der Verwalter der Messestände, Michael Lösch, ergänzte: „Da zusätzlich die Standgröße bereits ab neun Quadratmeter Größe beginnt, ist es auch für kleinere Fimen jederzeit möglich teilzunehmen.“

 „Plattform für unsere starke Wirtschaftsregion“ 

„Die Hohenloher Wirtschaftsmesse hat seit ihrem Beginn 1999 stetig an Bekanntheit gewonnen und sich in der Region etabliert“, freute sich Bürgermeister Stefan Neumann bei der Eröffnung. Was vor 20 Jahren bei der ersten Wirtschaftsmesse galt, wirke auch bei der siebten als Publikumsmagnet: „Der Mix der Aussteller zeigt jungen Menschen Entwicklungsmöglichkeiten und bietet gleichzeitig Unternehmen den direkten Kontakt mit zukünftigen Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Verbrauchern.“
Er dankte allen Besuchern, Ausstellern, Organisatoren und Mitwirkenden und freute sich bereits auf die nächste Hohenloher Wirtschaftsmesse in drei Jahren: „Künzelsau wird dann erneut zu einer Plattform für unsere starke Wirtschaftsregion.“
Landrat Dr. Matthias Neth bemerkte, dass Künzelsau am Messewochenende „eine wohlige Wärme ausstrahlt“ – nicht zuletzt, weil es gleich drei besonders erfreuliche Ereignisse in einer Woche gab: die Einweihung des Kindergartens in Kocherstetten, die Erweiterung der Reinhold-Würth-Hochschule und die Hohenloher Wirtschaftsmesse.
Er beglückwünschte Künzelsau dazu: „Ich darf doch der glücklichste Landrat sein – mit so einer Kreisstadt.“ Die Messe zeige die Innovationskraft der Region. Diese sei auch wichtig für die Unternehmen, um in Zeiten der Klimadebatte erfolgreich zu sein.