1

Wildtierkrankheiten bergen für Haustiere Risiken – Staupe-Impfung empfohlen

Im Hohenlohekreis wird derzeit gehäuft die Viruserkrankung Staupe beim Rotfuchs festgestellt. Die Krankheit kann vor allem Hundeartige, also zum Beispiel Füchse und Haushunde, aber auch Katzen, Marder, Frettchen und Bären betreffen. Staupe verursacht unspezifische Symptome wie Fieber und Abgeschlagenheit und kann sowohl das Verdauungs- wie auch das Atemsystem betreffen. In wenigen Fällen wird zusätzlich das Nervensystem geschädigt. Ist dies der Fall, verläuft die Krankheit meist tödlich. Eine spezifische Therapie der Viruserkrankung ist nicht möglich. Zudem werden immer wieder Staupefälle bei Haushunden durch den illegalen Import dieser Tiere aus dem Ausland festgestellt.

Das Veterinäramt rät deshalb dringend dazu, für Hunde einen wirksamen Impfschutz gegen die Staupe sicherzustellen. Hierzu ist es erforderlich, die Staupe-Impfung bei Haushunden im Rahmen der allgemeinen Impfprophylaxe vom Haustierarzt durchführen zu lassen. Weitere Fragen hierzu können von den niedergelassenen Tierärzten beantwortet werden.

Zudem wurde im Hohenlohekreis bei Untersuchungen toter Wildschweine gehäuft die Aujeszkysche Krankheit (AK) nachgewiesen. Die AK ist wegen der Erkrankung des zentralen Nervensystems auch als Pseudowut bekannt. Sie ist eine anzeigepflichtige Viruserkrankung. Für den Menschen ist AK ungefährlich. Für viele andere Säugetiere, etwa Hunde und Rinder, verläuft die Erkrankung jedoch tödlich. Da es weder eine prophylaktische Impfung noch eine spezifische Therapie gegen AK beim Hund gibt, sind Hundehalter angehalten, jeden Kontakt zwischen Hund und (Wild-)Schwein zu vermeiden.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis