Landrat will beim Landratsamt-Neubau kleinere Brötchen backen
„Unser Landkreis braucht sich nicht zu verstecken“, sagt der Landrat des Hohenlohekreises, Dr. Matthias Neth, bei seiner Wiederwahl am Montag, den 26. April 2021,und verspricht eine Neugestaltung der Wirtschaftsförderung und des Tourismus – er spricht von der Entwicklung eines eigenständigen Markenkerns. Dabei lenkte er das Thema auch auf das Landratsamt, das schon seit Jahren erneuert werden soll. Bereits sein Vorgänger, Landrat Helmut M. Jahn, wollte das in die Jahre gekommene Landratsamt erneuern.
Das Thema steht schon jahrelang auf der Agenda
Nun steht das Thema auch bei Neth inzwischen jahrelang auf der Agenda. Getan hat sich bislang nicht viel. Die Empörung war bei vielen Bürgern groß, als das Krankenhaus in Künzelsau, weil es zu rote Zahlen schreibe, so der Kreistag, geschlossen wurde, im Gegenzug aber ein neues Landratsamt namens Kreishaus in Künzelsau gebaut werden sollte für rund 100 Millionen Euro.
Künzelsau: Krankenhaus gegen Kreishaus
Zunächst wollte man das alte Landratsamt kernsanieren, dann sollte es ein repräsentativer Neubau neben dem Kaufland sein. Danach sollte es doch direkt neben dem Rathaus neu gebaut werden und auch hier in seiner Größe – so ein Kreisrat in einer Kreistagssitzung – nicht (mehr länger) „das Pförtnerhäuschen“ neben dem Rathaus sein.
„Muss vernünftig sein“
Groß, größer, doch nun, vielleicht im Zuge der Coronapandemie, spricht der neu gewählte Landrat etwas anders über den geplanten Neubau: „Wer als Kreis leistungsfähig sein will, braucht eine leistungsfähige Verwaltung“ – der Bau des Kreishauses müsse allerdings vernünftig sein und zu Hohenlohe passen.“ Oha. Das lässt aufhorchen. Vernünftig sein, das hört sich fast so an, dass man nun doch mehr auf die finanzielle Komponente schauen möchte in Zeiten, in denen die Politiker (und auch der neue Landrat) die Bürger auf Verzicht und Zusammenhalt einschwören – ein sicher sinnvoller Gedanke.
Das lässt aufhorchen
Nun bleibt es abzuwarten, ob der Neubau des Kreishauses tatsächlich noch einmal in seiner Großartigkeit überdacht und mit einem etwas kleineren Budget gestemmt wird.
Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann

Landrat Dr. Matthias Neth bei seiner Wiederwahl am Montag, den 26. April 2021. Foto: GSCHWÄTZ
