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Wie soll das neue Parkhaus heißen?

Die Stadtverwaltung Künzelsau plant im Rahmen der Neugestaltung des Areals „Stadteingang Stuttgarter Straße“ den Neubau eines
städtischen Parkhauses als Mobilitätsdrehscheibe. Dazu wurde bereits ein Realisierungswettbewerb ausgeschrieben, bei dem der Entwurf des Büros LIMA Architekten, Lisa Bogner und Tobias Manzke, aus Stuttgart als Sieger hervorging.

„Neben einem herausragenden Entwurf benötigt das zukünftige Gebäude aber auch einen einprägsamen Namen“, so Bürgermeister Stefan Neumann. „Wir suchen einen Namen, der den Charakter des Gebäudes widerspiegelt und sich in der Öffentlichkeit gut etabliert. Aus diesem Grund möchten wir die Bevölkerung bei der Namensfindung aktiv mit einbeziehen.“ Dazu startet nun ein Ideenwettbewerb. Wie soll das Gebäude zukünftig heißen? Dazu können Vorschläge online unter:

www.civocracy.org/stadtkuenzelsau/stadteingang

eingereicht werden.

Anforderung an den Namen:

Die Mobilitätsdrehscheibe ist als offener, heller und einladender Ort geplant, der als Mobilitätshub auch zukunftsfähige Nutzungen berücksichtigt und unter anderem Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge oder Fahrradangebote schafft. Auch eine Fahrradwerkstatt soll dort etabliert werden. Diese Elemente sowie der Charakter als nachhaltiges Bauwerk und die besondere
Fassadenbegrünung sollen sich in dem künftigen Namen widerspiegeln. Der künftige Name sollte leicht auszusprechen und
verständlich sein. Er soll markant und neu sein und einen hohen Wiedererkennungswert haben. Anglizismen sollen vermieden werden.

Teilnahmebedingungen

Bis zum 31. Januar 2024 ist eine Beteiligung online möglich. Es können einer oder mehrere Vorschläge eingereicht werden. Für Personen ohne Zugang zur Online-Umfrage gibt es im Rathausfoyer die Möglichkeit zur Teilnahme. Anschließend werden die Ergebnisse von einer Jury bewertet. Die Teilnahme ist anonym möglich. Die besten drei Vorschläge werden mit einem Preis ausgezeichnet. Die Gewinner dürfen sich auf einen Gutschein für Fahrradzubehör in Höhe von 75 Euro (1. Platz), 50 Euro (2. Platz) und 25 Euro (3. Platz) freuen. Sofern eine Beteiligung an der Prämierung gewünscht ist, muss der Name sowie die Kontaktdaten angegeben werden.




Zeitlos und mit Stil – Würth bleibt seiner Linie auch bei den geplanten Neubauten treu

„Architektur sollte immer Ausdruck ihrer Zeit und Umwelt sein, jedoch nach Zeitlosigkeit streben.“ Dieses Zitat des Architekten Frank Gehry kennzeichnet möglicherweise die Ziele, die die Adolf Würth GmbH & Co. KG  beim Architektenwettbewerb für ein neues, prägendes Gebäude auf dem Werksgelände in Gaisbach im Hinterkopf hatte. GSCHWÄTZ berichtete, dass die Entscheidung, welches Architekturbüro den Zuschlag für ein “ visionäres und zukunftsfähiges Büro- und Verwaltungsgebäude mit Hochhaus“ erhält, gefallen ist. Den Zuschlag erhielt die „ORANGE BLU building solutions“ aus Stuttgart, deren Entwurf sich bei der Jury gegen renommierte Büros durchsetzen konnte.

Namhafte Konkurrenz

Selbst wer sich nicht mit Architektur befasst, wird einige der Wettbewerbsteilnehmer kennen, zum Beispiel David Chipperfield: Sein Büro hat unter anderem das Literaturmuseum der Moderne in Marbach, das Neue Museum auf der Berliner Museumsinsel, das Essener Folkwang-Museum oder das Justizgebäude in Barcelona gestaltet.  Auch das Büro Pfrommer und Röder, das für den Neckarbogen in Heilbronn verantwortlich zeichnet, hat sich in der Region einen Namen gemacht.

Der sechseckige Turm von Chipperfield hat es nicht in die TOP 3 geschafft. Foto: GSCHWÄTZ

Keine „Mauer“, wenn man von der B19 kommt

Allen zwölf Entwürfen ist gemeinsam, dass der maximale vom Gemeinderat genehmigte Raum bei Weitem nicht ausgenutzt wurde, jeweils ein Hochhaus wird umrahmt von weiteren, flacheren Gebäuden und freien Flächen, die in den meisten Entwürfen begrünt sind. Damit bleibt der Blick, von der Autobahn kommend, frei. Die Gestaltung des Hochhauses selbst unterscheidet sich von Entwurf zu Entwurf allerdings stark – vom klassischen Quader, durchbrochen von gebogenen Linien, über ein unregelmäßiges Fünfeck und ein gleichseitiges Sechseck bis hin zu einer auf den Kopf gestellten Stufenpyramide waren die Büros meist sehr fantasievoll. Nur ein Entwurf fällt ab: Sechs kleine und ein großer, aufgelockerter Quader – das erinnert doch stark an die 70er – diesen Entwurf hat die Jury denn auch nicht in den TOP 3 gesehen.

Gewagt: Auf den Kopf gestellte Pyramide. TERROIR / Latz und Partner. Foto: GSCHWÄTZ

 

Quader, durchbrochen von begrünten Bögen. Foto: GSCHWÄTZ.

Modelle sind ausgestellt

Eine Ausstellung im roten Foyer im Carmen Würth Forum in Künzelsau-Gaisbach stellt nun alle zwölf Beiträge der Öffentlichkeit vor, die bei dem von Würth ausgelobten Architekturwettbewerb um die Realisierung des Gebäudes ins Rennen gegangen waren.  Alle zwölf eingereichten Arbeiten können vom 14. Dezember 2021 bis zum 10. Januar 2022 täglich von 11 bis18 Uhr besichtigt werden. Über die Feiertage ist am 25. und 26. Dezember und 1. Januar von 12 bis 17 Uhr geöffnet, nur am 24. und 31. Dezember geschlossen. Der Eintritt ist frei.

Hinweis

Es gilt die 2G-plus-Regel. Besucher:innen müssen einen Nachweis mitbringen. Geboosterte Personen und alle, deren zweite Impfung oder Genesung nicht länger als sechs Monate zurückliegt, sind von der Testpflicht ausgenommen.

Text: Matthias Lauterer / Pressemeldung Adolf Würth GmbH & Co. KG




„Das ist keine Müllkippe“

Achtlos weggeworfene Verpackungen, Getränkebecher von Fast-Food-Ketten, Kaugummi- und Bonbonpapiere: Müll ist ein immerwährendes Thema. „Jedoch hat sich das Problem in Zeiten von Corona verstärkt, stellt die Stadtverwaltung Künzelsau in einer Pressemitteilung fest. Diesen Eindruck nicht nur die Einwohner, die sich deshalb an die Stadtverwaltung Künzelsau gewandt haben. Auch Bürgermeister Stefan Neumann ärgert sich über den Unrat im Stadtwald, entlang von Straßen und Gehwegen und in öffentlichen Grünanlagen. Er will dieses Dauerthema wieder ins Bewusstsein aller rücken, zum Umdenken auffordern und ruft deshalb einen Malwettbewerb zum Thema „Wilder Müll“ aus. Das Motto: „Dies ist keine Müllkippe, nimm’s mit!“ Alle kleinen und großen Künstler aus Künzelsau und Umgebung sind eingeladen, an dieser Aktion mitzuwirken. Einsendeschluss ist der 14. Juni 2020.

Jeder Künstler erhält eine Kugel Eis, verspricht Bürgermeister Neumann

Die Bilder sind zu senden an: Stadtverwaltung Künzelsau, Marion Hannig-Dümmler, Stichwort Malwettbewerb, Stuttgarter Straße 7, 74653 Künzelsau. Bitte Kontaktdaten auf der Rückseite des Bildes nicht vergessen.
„Wir freuen uns auf Eure Kunstwerke und Ideen zur Vermeidung von Müll wo er nicht hingehört“, lädt Bürgermeister Stefan Neumann zum Mitmachen ein. „Jeder Künstler erhält eine Kugel Eis. Die besten Bilder werden prämiert und ausgestellt.“ Sie sollen auch als Motiv auf neuen Hinweisschildern verwendet werden, die die Stadtverwaltung an verschiedenen Stellen, wo immer wieder Müll in der Natur und eben nicht im Müllereimer landet, in Künzelsau aufstellen möchte.

 

Ein Dauerthema auch in Künzelsau: Müll, wo er nicht hingehört. Diese leeren Flaschen und anderen Müll musste das Team des Künzelsauer Waldkindergartens unlängst in der Umgebung des Waldsofas im Stadtwald einsammeln. An solchen Stellen sollen Schilder mit Motiven aus dem Kinder-Malwettbewerb aufgestellt werden, die zum ordentlichen Entsorgen des Mülls auffordern. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau.

 




Oberginsbach gewinnt Goldmedaille

Oberginsbach – Am heutigen Freitag, den 15. Juni 2018, besuchte eine 13 Personen starke Landeskommission des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ um 8 Uhr das Dörfchen Oberginsbach. Um 14 Uhr hat die Kommission entschieden und Oberginsbach erhält die Goldmedaille.

In dem Wettbewerb geht es darum, dass die Dorfbewohner zeigen, welche Themen sie vor Ort bewegen und was die Entwicklung und das Zusammenleben in ihrem Dorf auszeichnet.

Führend in Baden-Württemberg

Oberginsbach, des 300 Einwohner kleine Dorf, hat es vom Bezirksentscheid 2017, mit 28 konkurrierenden Gemeinden, bis zum Landesentscheid in diesem Jahr geschafft und ist somit unter die besten neun Ortschaften in Baden-Württemberg gewählt worden. Vier davon haben nun eine Goldmedaille erhalten.

Von 28 teilnehmenden Ortschaften unter die besten neun geschafft

Die acht Konkurrenten von Oberginsbach waren Gaggenau-Sulzbach, Forbach-Langenbrand, Renchen-Ulm, Fröhnd, Radolfzell-Möggingen, Hechingen-Bechtoldsweiler, Ehingen-Dächingen und Dürnau.

Kurzinterview mit Martin Schmitt darüber, welche Handstände Oberginsbach machen musste, um an dem Wettbewerb teilzunehmen:

„Früher gab es den Dorf-Depp, heute eine Dorf-App“

Die Kommission wurde von den Oberginsbachern um 8 Uhr am Roten Platz direkt an der Kirche empfangen. Nach einer kurzen Begrüßung gab es einen Rundgang durch Oberginsbach. Martin Schmidt, Ortsvorsteher, betonte, dass alle Renovierungen und Restaurationen im Dorf größtenteils von den Vereinen finanziert werde. Der Oberginsbacher Marco Wolpert: „Wir haben nicht nur eine Facebook-Seite, sondern auch eine Dorf-App. Früher gab es den Dorf-Depp, heute ist es die Dorf-App. Wir möchten diese Dorf-App so umbauen, dass man sich auf dem Mitfahrbänkle ankündigen kann und das Mitfahren besser geplant werden kann.“ Dr. Konrad Rühl, Leiter der Kommission, erklärt: „Mit in die Bewertungen fließt die Wirtschaft, Soziales und Kulturelles, die Baugestaltung sowie die Grüngestaltung.“

Der Rundgang durch Oberginsbach startet mit der Besichtigung des Bürgerhauses, des Kulturkellers und der Kirche. „Es wird eine schwere Entscheidung“, betont Ingrid Bisinger, Kommissionsmitglied.

Die Feuerwehr stellt sich vor

Die Feuerwehr Oberginsbach stellt sich vor:

Da die Oberginsbacher der Kommission viel zeigen wollen, aber zeitlich begrenzt sind, wartet ein Traktor mit Anhänger auf alle. Das Neubaugebiet, die Aussiedlerhöfe, die Flüchtlingsunterkunft und der Spielplatz sowie der See werden abgefahren und vorgestellt. Die Frauengruppe aus Oberginsbach wartet schon mit Getränken, selbst gemachten Pralinen und Broten auf die Kommission.

Die Kommission bekam eine Rundfahrt durch Oberginsbach.
Foto: GSCHWÄTZ

Nur zweieinhalb Stunden Zeit, um die Kommission zu überzeugen

„Die Kommission ist nur zweieinhalb Stunden da und wir sind deshalb unter Zeitdruck, weil wir ihnen so viel wie möglich von Oberginsbach zeigen möchten“, erklärt Marco Wolpert, während die Beteiligten auf die noch fehlenden Mitglieder der Kommission warten,  die sich länger als geplant bei der Frauengruppe aufhalten. Dr. Konrad Rühl schmunzelt und sagt: „Die Kommission hört nicht. Aber die Frauengruppe hat sich so viel Mühe gegeben, da will ich ihnen die Zeit geben, um das Gespräch zu nutzen.“

Ortsvorsteher Martin Schmitt richtet ein paar Worte an den Leiter der Kommission:

Wieder beim Roten Platz angekommen endet der Rundgang. In der Zwischenzeit haben die Oberginsbacher den Roten Platz zu einem kleinen Festplatz umfunktioniert und die Sangesfreunde Oberginsbach empfangen die Kommission mit dem Oberginsbachlied. „Man weiß nie genau, was bewertet wird und natürlich ist man nervös und hofft. Aber es hat alles super geklappt“, so Oberginsbacher Norman Wolpert erleichtert.

Die Oberginsbacher nutzen dieses Event, um ihren neu gestalteten Roten Platz vor der Kirche einzuweihen. Landrat Dr. Matthias Neth ist auch anwesend und erklärt: „Das es Oberginsbach in diesem Wettbewerb soweit geschafft hat, überrascht mich nicht. Die Oberginsbacher haben einen außergewöhnlichen Zusammenhalt von Jung und Alt und auch das sieht die Kommission.“

Landrat Dr. Matthias Neth und AfD-Abgeordneter Anton Baron in Oberginsbach.
Foto: GSCHWÄTZ

Video der Weihung des Roten Platzes in Oberginsbach: