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Kupferzell/Westernach: Landrat Neth nimmt E-Ladesäule in Betrieb

Einen kurzen Zwischenstopp zum Laden können Elektromobilisten in Kupferzell-Westernach einlegen – mit Betonung auf ‚kurz‘. Denn auf dem Park & Ride-Parkplatz am östlichen Ortseingang wurde jüngst eine Schnellladestation offiziell in Betrieb genommen. „Die Verkehrswende ist nur durch ein flächendeckendes und stabiles Netz von Ladepunkten zu schaffen. Erst vor Kurzem haben Bundesregierung und Automobilindustrie vereinbart, den Ausbau der Infrastruktur für die Elektromobilität zu forcieren. Ich bin sehr froh, dass es diesbezüglich auch im Hohenlohekreis vorangeht“, erklärte Landrat Dr. Matthias Neth bei der Inbetriebnahme. Anbei veröffentlichen wir die dazugehörige gemeinsame Pressemitteilung vom Landratsamt des Hohenlohekreises und der EnBW Energie-Baden-Württemberg AG.

 

In weniger als 20 Minuten aufgeladen

 

Die von der EnBW gelieferte 50-Kilowatt-Ladesäule verfügt über einen CCS- und einen CHAdeMO-Anschluss sowie eine Anschlussbuchse für den Typ 2-Stecker. „Die tatsächliche Ladeleistung hängt vom Fahrzeugtyp ab und wird durch dessen Batteriemanagement bestimmt“, erläuterte Brigitte Bayer, Kommunalberaterin der EnBW-Tochtergesellschaft Netze BW. Aber schon bei einer kurzen Rast könne die Reichweite des Fahrzeugs deutlich erhöht werden: So lässt sich eine Batterie in weniger als 20 Minuten mit 15 Kilowattstunden (kWh) aufladen, was – in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren wie Typ und Zustand der Batterie oder der Außentemperatur – Energie für etwa 100 Kilometer bedeutet. Steigungen und Gefälle einer Strecke beeinflussen zusätzlich diesen Wert.

 

Bezahlt werden kann per App

 

Bezahlt werden kann, so heißt es in der Pressemitteilung bequem per App, über die auch Guthabenkarten abgerechnet werden können.

Der Standort – ein stark frequentierter Parkplatz direkt an der Bundesstraße B19 – war im Rahmen des Landesprogramms SAFE ausgewählt worden. Mit diesem Programm wurde ein flächendeckendes Ladenetz in Baden-Württemberg aufgebaut: In einem Zehn-Kilometer-Raster erstreckt sich im gesamten Land eine zuverlässige Ladeinfrastruktur für Elektroautos mit mehr als 450 Ladesäulen – Wechselstrom-Ladesäulen mit bis zu 22 Kilowatt wie auch so genannte Schnelllader – wie die in Westernach – mit 50 Kilowatt Ladeleistung. Ein Konsortium aus 77 Stadtwerken und Versorgern sowie drei Kommunen hatte unter Führung der EnBW seine Kräfte gebündelt und das Landesprogramm „Flächendeckendes Sicherheitsladenetz für Elektrofahrzeuge“ (SAFE) im vergangenen Jahr erfolgreich umgesetzt, so die Pressemitteilung.

Bis Ende 2020 möchte die EnBW laut der Pressemitteilung deutschlandweit 1.000 Schnellladestandorte betreiben. Ein leichter und sicherer Zugang zu Lademöglichkeiten ist dem Unternehmen wichtig, wie etwa mit der preisgekrönten EnBW mobility+ App: Sie findet die nächste freie Ladesäule im Roaming-Ladenetz mit mehr als 30.000 Ladepunkten – dem größten Ladenetz in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dort gelten überall einheitlich die transparenten EnBW mobility+ Ladetarife, die als erste am Markt ausschließlich die geladene Strommenge berechnen.

Weitere Informationen zu SAFE im Internet: https://safe-bw.net/

 

Von links: Brigitte Bayer (Kommunalberaterin der NetzeBW), erklärt Landrat Dr. Matthias Neth und dem Kupferzeller Bürgermeister Christoph Spieles die Handhabung der Säule über eine Smartphone-App. Ganz rechts: Steffen Bastian (Leiter kommunale Beziehungen Neckar-Franken bei NetzeBW). Foto: Landratsamt




Kupferzell: Alkoholisiert Unfall verursacht

Fast zwei Promille Alkohol im Blut hatte ein 59-Jähriger, der am Dienstag, den 14. Januar 2020 gegen 14 Uhr in Kupferzell-Westernach einen Unfall verursachte. Der Mann befuhr mit seinem Opel Antara die Lindenstraße und wollte nach rechts in die Herrenäcker abbiegen. Da er diese Rechtskurve in einem zu großen Radius befuhr, kollidierte sein Pkw mit dem entgegenkommenden Ford C-Max einer 67-Jährigen. Danach kam er von der Fahrbahn ab und beschädigte ein Verkehrszeichen.

Nachdem ein Alkoholtest vor Ort einen Wert von 1,9 Promille ergab, musste der 59-Jährige die Beamten zur Blutentnahme ins Krankenhaus begleiten und seinen Führerschein abgeben. Der Mann sieht nun einer Anzeige und einem Fahrverbot entgegen. An den Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden in Höhe von rund 10.000 Euro. Weil beide Autos nicht mehr fahrbereit waren, mussten sie abgeschleppt werden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 15.1.2020