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Wespen: Wie verhalte ich mich richtig?

  1. Essen und Trinken abdecken

Möchten Sie im Freien essen, decken Sie das Essen möglichst ab und räumen Reste nach dem Essen schnell weg. Auch Getränke, vor allem mit Zucker oder Bier, sollten nie unbedeckt draußen stehen.

  1. Heftige Bewegungen vermeiden

Versuchen Sie ruhig zu bleiben und Wespen nicht durch Wedeln zu verscheuchen. Ein sanftes Wegschieben mit der flachen Hand oder einem Kissen hilft. Oft gibt die Wespe dann relativ schnell auf.

  1. Ablenkfütterungen anbieten

Bieten Sie den Tieren deutlich abseits vom Tisch etwas Süßes oder Fleischiges an. Das kann dazu führen, dass weniger Tiere zum Tisch fliegen.

  1. Fallobst ständig beseitigen

Fallobst zieht Wespen magisch an. Die Tiere kommen jeden Tag zu den Bäumen zurück, die Früchte abgeworfen haben. Beseitigen Sie deshalb am besten das Fallobst rund um Ihr Haus.

  1. Abstand zum Blumenbeet einhalten

Blühende Blumen wie Goldrute oder Herbstastern locken neben Bienen und Hummeln auch kleinere Insekten an, die wiederum von Wespen als Futter für den Nachwuchs gejagt werden. Ein Abstand zwischen Blumenbeet und Terrasse sorgt dafür, dass Sie ungestört von der Jagd draußen sitzen können.

  1. Insektenschutzgitter an Fenstern und Türen installieren

Insektenschutzgitter an Fenstern und Balkontüren helfen sehr gut dabei, Wespen aus den Innenräumen des Hauses fernzuhalten.

  1. Zugänge am alten Wespennest verschließen

Ein altes Wespennest wird zwar nicht wieder benutzt, dennoch gründen junge Königinnen im nächsten Frühjahr gerne in der Nähe der alten Heimstätte ein neues Nest. Versuchen Sie deshalb, die Ritzen oder andere Zugänge des alten Nestes zu verschließen, bevor im Frühjahr ein neues Volk entsteht.

  1. Tiere und Nest leben lassen

Wespen sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Als wildlebende Tiere dürfen sie nicht mutwillig beunruhigt, gefangen, verletzt oder getötet werden. Auch ihr Nest darf nicht zerstört werden. Außerdem stehen bestimmte Wespenarten unter einem besonderen Schutz, wie zum Beispiel die Hornisse. Eine Befreiung von diesen Verboten ist nur möglich, wenn ein überwiegend öffentliches Interesse besteht oder wenn das Einhalten des Gesetzes zu einer unzumutbaren Belastung im Einzelfall führt. Wespennester dürfen nicht eigenmächtig zerstört werden, sondern müssen von einem Experten entfernt werden. Wenden Sie sich dazu an die Untere Naturschutzbehörde bei ihrem zuständigen Landratsamt, an die örtliche Feuerwehr oder an www.aktion-wespenschutz.de.

In vielen Fällen lässt sich jedoch mit ein wenig Umsicht mit den Wespen leben. Diese sterben im Herbst und danach kann das verlassene Nest entfernt werden.

  1. Gestochen: Was nun?

Wespenstiche führen bei gesunden Menschen – vom Kleinkind bis ins hohe Alter – zu einer etwa zwei Tage lang druckempfindlichen Hautschwellung an der Einstichstelle und einem anfangs ziehenden Schmerz. Langfristige gesundheitliche Schäden sind nicht zu erwarten. Die Beschwerden lassen sich lindern, indem man unmittelbar nach dem Stich Salmiakgeist auf die Stichstelle einmassiert. Auch Zitronensaft, eine halbe Zwiebel oder zerdrückter Spitzwegerich wirken lindernd.

Sollten Sie jedoch Allergien haben, kann es sein, dass Ihr Körper auf die im Gift enthaltenden Eiweißstoffe reagiert. Klären Sie bei bekannten Allergien die Gegenmaßnahmen im Vorfeld mit der Hausärztin bzw. dem Hausarzt ab. Im Notfall kontaktieren Sie den Rettungsdienst unter 112.

Übrigens: Nicht jede Wespenart wird dem Menschen lästig. Dies sind überwiegend nur die Gemeine und die Deutsche Wespe, die bis in den Herbst hinein aktiv sind. Die Feldwespen hingegen gehört nicht zu den lästigsten Wespenarten. Sie sind gerade in diesem Jahr hierzulande unterwegs und haben ihre Nester besonders gerne im häuslichen Umfeld. Man kann diese an den langen Hinterbeinen erkennen und daran, dass sie insgesamt etwas schlanker sind als andere Wespen. Der Vorteil: Feldwespen sind friedlich und an menschlichen Speisen nicht interessiert.

 

Pressemitteilung LRA Hohenlohekreis