1

Große Glücksmomente für kleine Helden

Vor drei Jahren führte GSCHWÄTZ-Herausgeberin Dr. Sandra Hartmann ein Interview mit dem damals 20-jährigen Marcel Klisan. Er kam mit einem schweren Herzfehler auf die Welt, sein Leben war geprägt von ständigen Arztbesuchen, Infusionen und starken Medikamenten. Eine Therapie in den USA sollte sein Leiden ein wenig lindern. Doch dazu kam es nicht mehr. Er verstarb nur wenige Wochen nach de Interview im Januar 2023.

Weihnachtsspende von Hohenloher Landrat geht an herausragenden Verein in Niedernhall

Seinen Eltern ist wohl das Schlimmste widerfahren, was man sich nur vorstellen kann. Sie mussten ihren Sohn beerdigen. Wenig später gründeten sie den Verein Marcels Wunschmomente, im Rahmen dessen sie schwer kranken Kindern kleine und große Wünsche erfüllen – wie etwa ein besonderes Spielzeug oder ein E-Bike für einen herzkranken Jungen, ein Besuch bei den Ehrlich Brothers oder im Legoland.

Ian Schölzel, der Landrat des Hohenlohekreises, hat nun seine diesjährige Weihnachtsspende eben diesem ganz besonderen Verein gewidmet. Anbei veröffentlichen wir die Pressemitteilung hierzu:

 

Die diesjährige Weihnachtsspende des Landrats des Hohenlohekreises geht an Marcels Wunschmomente e.V. Am Dienstag, 16. Dezember 2025, überreichte Landrat Ian Schölzel den symbolischen Spendenscheck in Höhe von 500 Euro persönlich an den Verein.

„Marcels Wunschmomente e. V. setzt sich mit Herzblut dafür ein, schwerkranken Kindern und ihren Familien besondere Momente zu schenken. Diese einfühlsame und wertvolle Arbeit verdient höchste Anerkennung. Mit der Weihnachtsspende möchten wir den Verein unterstützen und unsere Wertschätzung für dieses außergewöhnliche Engagement ausdrücken“, betonte Landrat Ian Schölzel bei der Übergabe.

Der Verein „Marcels Wunschmomente e. V.“ aus Niedernhall begleitet Familien mit schwer erkrankten Kindern, erfüllt Herzenswünsche und schenkt ihnen unvergessliche Momente in schwierigen Lebensphasen. Gegründet wurde der Verein von der Niedernhaller Familie Klisan, die mit ihrem Engagement anderen Betroffenen Unterstützung bieten und zugleich an ihren Sohn Marcel erinnern möchte. Marcel, Namensgeber des Vereins, verstarb am 25. Januar 2023 im Alter von 20 Jahren an den Folgen eines schweren Herzfehlers. In seinem Sinne setzt sich der Verein dafür ein, Familien, Kindern und ihren Geschwistern, den „Schattenkindern“, besondere Momente der Freude zu ermöglichen.
Von der Eröffnungsfeier über Familiennachmittage bis hin zum Basteln für den guten Zweck bietet der Verein im Hohenlohekreis vielfältige Möglichkeiten, zusammenzukommen und wertvolle Begegnungen zu erleben.

Der Verein bedankte sich für die Spende: „Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung. Jede Spende hilft uns, schwerkranken Kindern und ihren Familien unvergessliche Wunschmomente zu schenken und ihnen in schwierigen Zeiten Freude und Zuversicht zu geben. Inmitten von Krankenhausaufenthalten, Behandlungen und der oft belastenden Zeit des Krankseins bieten wir eine Auszeit vom Alltag. Jeder erfüllte Wunsch ist mehr als nur ein Geschenk – er schenkt Hoffnung und neue Kraft. Wir sagen von Herzen Danke – auch im Namen des gesamten Wunschmomente-Teams“, so Manuela Klisan, 1. Vorsitzende des Vereins.

„Es ist bemerkenswert, wie vielfältig und aktiv sich unterschiedlichste Initiativen in unserer Region und darüber hinaus für andere einsetzen. Das macht mich stolz und zeigt, wie stark der Zusammenhalt und das ehrenamtliche Engagement in unserem Landkreis sind“, ergänzte Landrat Schölzel.

Quelle und Foto: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises

 




Neth überreicht Weihnachtsspende an den Weißen Ring

Anstatt in größerem Umfang Weihnachtskarten zu versenden, überreicht Landrat Dr. Matthias Neth traditionell eine Spende an eine soziale Einrichtung oder an eine soziale Organisation. In diesem Jahr übergibt der Hohenloher Landrat einen Scheck in Höhe von 500 Euro an den Weißen Ring e. V. „Der Weiße Ring übernimmt eine sehr wichtige gesellschaftliche Aufgabe: Er hilft Kriminalitätsopfern und Angehörigen schnell und unbürokratisch und leistet menschlichen Beistand und persönliche Betreuung unmittelbar nach einer Straftat“, erklärt Landrat Neth. „Das ist deshalb so bemerkenswert, weil insbesondere nach Gewaltverbrechen das öffentliche Interesse meist nur dem Tatgeschehen, dem Täter und dessen Verurteilung gilt.“

Cornelia Taschner, Leiterin der Außendienststelle Hohenlohekreis des Weißen Rings, bedankte sich: „Wir freuen uns, dass wir damit denjenigen helfen können, die in solchen Situationen zu oft vergessen werden.“ Die Spende soll speziell für Opfer und Angehörige im Hohenlohekreis verwendet werden.

Was ist der Weiße Ring?

Am 16. Mai 1976 ist das Opferentschädigungsgesetz (OEG) in Kraft getreten. Dem OEG liegt vor allem der Gedanke zu Grunde, dass die Gesellschaft für die gesundheitlichen Schäden des Opfers einer Gewalttat sowie der eventuell entstandenen wirtschaftlichen Folgen einzutreten hat, weil der Staat es im Einzelfall nicht vermocht hat, den Bürger vor einem gewaltsamen Angriff zu bewahren. Für die Durchführung ist die Versorgungsverwaltung beauftragt worden.

Im selben Jahr (1976) ist in Mainz der gemeinnützige Verein Weißer Ring e. V. ins Leben gerufen worden. Die Organisation versteht sich als Anlaufstelle für alle Kriminalitätsopfer und ihre Angehörigen, die unter den seelischen, körperlichen und wirtschaftlichen Folgen einer Straftat zu leiden haben. Somit setzt sich der Verein öffentlich für die Opfer ein, fordert eine bessere Kriminalitätsvorbeugung und unterstützt Projekte des Täter-Opfer-Ausgleichs und der Schadenswiedergutmachung.

Der Weiße Ring betreibt ein Netzwerk von bundesweit rund 420 Außenstellen mit mehr als 3000 ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern.

 

von links: Ulrich Schmid, Ursula Mühleck, Dezernentin für Familie, Bildung und Gesundheit, Cornelia Taschner, Leiterin der Außendienststelle Hohenlohekreis des Weißen Rings e. V., Landrat Dr. Matthias Neth und Patrick Hauser, Dezernent für Umwelt und Ordnung, bei der Übergabe der Weihnachtsspende im Landratsamt Hohenlohekreis.
Foto: Landratsamt des Hohenlohekreises

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises