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Über Drahtseile und wackelige Krokobile balancieren

Durch Corona verzichten viele auf einen Urlaub fernab der Heimat und bleiben zu Hause. Auch hier im Hohenloher und Heilbronner Land gibt es zahlreiche Ausflugsziele, die wieder geöffnet sind und für Abwechslung im Alltag sorgen. Wir haben für euch den Waldkletterpark in Weinsberg getestet. Der Park ist nicht ganz einfach zu finden, aber wer einmal dort war, kommt auch gerne wieder.

Für Kinder und Erwachsene

Wer die Adresse wie auf der Homepage beschrieben in den Routenplaner eingibt (Heilbronner Straße 51), der folgt einem großen Hinweisschild und biegt von der Hauptstraße in einer Wohnsiedlung direkt ab in die Weinberge und erreicht nach wenigen Minuten einen geschotterten Parkplatz im Wald oberhalb der Weinberge. Von dort ist es nur noch ein kurzer, aber steiler Fußmarsch zum Park. Hier angekommen können Besucher zum ersten Verschnaufen noch den Ausblick auf die gegenüberliegende Burg Weibertreu genießen.

Über Drahtseile und wackelige Krokodile aus Holz balancieren

Es gibt sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene und Profis unterschiedliche Kletterparcoure, die sich vor allem in der Höhe und dem Schwierigkeitsgrade der zu überwindenden Hindernisse unterscheiden – manche sind besonders wackelig, bei anderen gibt es nur ein Seil und Besucher müssen sich 20 Meter über dem Boden von Baum zu Baum schwingen. Wenn man einen Parcours begonnen hat, sollte man ihn in der Regel bis zum Ende durchführen. Zurückgehen kann man nicht mehr. Falls man gar nicht mehr weiter weiß und Angst hat, weiterzugehen, helfen einem die sehr netten Mitarbeiter des Parks weiter.

Die Höhe macht’s

Coronabedingt dürfen immer nur maximal drei Menschen auf den einzelnen Plattformen stehen. Die Schutzausrüstung und die Sicherungskarabiner werden nach Abgabe und Beendigung des Kletterparkaufenthalts vom Kletterteam wieder gereinigt und desfinzierit.. Das wurde aber auch schon vor Corona so praktiziert.

Schutzausrüstung

Die leichteste Klettertour führt zirka 10 Meter über dem Boden entlang und man muss sich beispielsweise über ein Drahtseil balancieren. Man sit während allen Touren immer doppelt gesichert. Das Sicherungssystem ist sehr einfach und man fühlt sich wirklich gut geschützt. Bei der schwierigsten Klettertour ist man doppelt so hoch in der Luft und gelangt am Ende an einen Freefallturm, bei dem man (gesichert) herunterspringen muss. Es gibt in den diversen Parcours nicht nur Balanceübungen, sondern auch Seilbahnen, mit denen die Touren beendet werden.

Das Schöne im Waldkletterpark: Egal wie heiß es ist, im Waldkletterpark herrscht immer ein angenehmes, weil durch die Bäume geschütztes Klima. Es emfpehlen sich dennoch nicht zu kurze Hosen wegen der Schutzausrüstung, die man anziehen muss, zu tragen. Am besten eignen sich engere Laufhosen. Aber auch mit normalen Jeanshosen lässt es sich wunderbar klettern.

Öffnungszeiten und Preise

Wenn man keine größere Gruppe ist, kann man auch während der Coronazeit jederzeit unangemeldet während der Öffnungszeiten klettern gehen (Dienstags bis Freitags von 14 Uhr bis eine Stunde vor Sonnuntergang. Vormittags nur nach Voranmeldung. Am Wochenenede, in den Ferien und an Feiertagen ab 10 Uhr. Letzter Einlass: 2 Stunden vor Parkende). Reservierung und Kartenbestellung: 07134/53 7 000 7. E-Mail: info@waldkletterpark-weinsberg.de; Internetseite: www.waldketterpark-weinsberg.de

Die noralen Eintrittskarten ab 18 Jahre kosten 20 Euro, nach Alter gestaffelt wird es aber günstiger, Sechsjährige zahlen lediglich 14 Euro. Auch Jahreskarten sind möglich. Diese lohnen sich, wenn man mindestens fünf Mal den Park besucht. Vor Ort gibt es eine kleine Auswahl an Snacks und Getränken zu kaufen. Man darf aber auch sein eigenes Essen und Trinken mitbringen. Biertische und Bänke stehen bereit, um sich auszuruhen.