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„Um etwa drei Uhr kam die Nachricht, dass es hier brennt“

Ein leichter Rauchgeruch hängt über dem beschaulichen Örtchen Goldbach bei Waldenburg. Über einem der Wohnhäuser steht dichter Rauch. In der Nacht hat es hier gebrannt, Wohnhaus und Stallgebäude des Gehöfts wurden zerstört. Die Dächer sind nur noch schwarze Gerippe mit einer großen, verbogenen Fotovoltaikanlage obendrauf. Hier wird auf absehbare Zeit niemand mehr wohnen. Das Tor zum Stallgebäude scheint dafür noch völlig intakt zu sein, weist keinerlei Brandspuren auf. Und immer noch sind zahlreiche Feuerwehrleute mit Nachlöscharbeiten und Bekämpfung von Glutnestern beschäftigt. Sie fahren eine Drehleiter zwischen Wohnhaus und Stall und spritzen von oben Wasser in die Gebäude. Weißer Dampf steigt auf.

„Um etwa drei Uhr kam die Nachricht, dass es hier brennt“

Auch Waldenburgs Bürgermeister Bernd Herzog und Landrat Dr. Matthias Neth sind vor Ort. „Um etwa drei Uhr kam die Nachricht, dass es hier brennt“, erzählt Herzog von der vergangenen Nacht. Er ist sofort mit ausgerückt. Für ihn eine klare Sache – schließlich sei er als Bürgermeister der „oberste Feuerwehrmann“ im Ort. Über 100 Angehörige der Feuerwehren aus Waldenburg, Künzelsau, Kupferzell und Öhringen seien vor Ort gewesen. Dazu die Tiernotrettung und Seelsorger. „Zum Glück ist den Menschen und Tieren nichts passiert“, ist Herzog trotz allem erleichtert.

„Man weiß ja nie, ob so ein Feuer nicht übergreift.“

„Gegen drei Uhr ist meine Frau kurz aufgestanden und hat gleich gesehen, dass es bei den Nachbarn brennt“, erzählt ein Nachbar des abgebrannten Hofes. „Meine Frau hat auch gleich bei der Feuerwehr angerufen.“ Doch die hätte schon Bescheid gewusst. „Wahrscheinlich haben die Besitzer selbst den Brand bemerkt.“ Die Garage des Nachbarn steht direkt neben dem betroffenen Grundstück. „Wir haben schnell unser Auto aus der Garage geholt, man weiß ja nie, ob so ein Feuer nicht übergreift.“ Dann hätte er den Nachbarn geholfen, die Kühe in Sicherheit zu bringen. „Wir haben sie auf die Weide gebracht, dort sind sie jetzt noch“, erzählt der Mann. Tiefenentspannt liegen die Viecher auf ihrer Weide in der Sonne – vom Stress der vergangenen Nacht ist zumindest bei ihnen nichts mehr zu bemerken.

Über die Brandursache war noch keine Auskunft zu bekommen. Der Schaden liegt bei geschätzten 350.000 Euro.

Text: Sonja Bossert

Blick über den Goldbacher Löschteich auf den abgebrannten Stall. Foto: GSCHWÄTZ

Ankunft der Drehleiter: Über 100 Feuerwehrleute waren in der Nacht vor Ort. Foto: GSCHWÄTZ

Das abgebrannte Wohnhaus. Foto: GSCHWÄTZ

Die geschwärzten Balken vom Dach des Stalls. Foto: GSCHWÄTZ

Blick in den abgebrannten Stall. Foto: GSCHWÄTZ

Zwei Feuerwehrleute lassen sich mit der Drehleiter über die abgebrannten Gebäude bringen. Foto: GSCHWÄTZ

Löscharbeiten von oben. Foto: GSCHWÄTZ

Weißer Dampf hüllt die Feuerwehrleute ein. Foto: GSCHWÄTZ




In Waldenburg wird der Restmüll nicht mehr abgeholt

Aufgrund der Wetterlage konnten nicht alle Abfuhrgebiete von Waldenburg angefahren werden. In Waldenburg, Goldbach, Trommelhardt, Sailach und Obersteinbach blieb die Restmülltonne stehen. Das Nachfahren von Abfall-Touren ist aufgrund der Wetterlage in den kommenden Tagen nicht möglich. Die Abfall-Touren sind täglich im gesamten Kreisgebiet geplant. Die Restmülltonnen sollen daher zur nächsten Abfuhr bereitgestellt werden. Sollte das Behältervolumen in den unten genannten betroffenen Gebieten bis zur nächsten Abfuhr nicht ausreichen, können reguläre Mülltüten zum Restmüll dazugestellt werden.

Alle Abfuhrtermine stehen in der Abfall App „Abfallinfo HOK“. Sie ist immer aktuell und steht in den gängigen App-Stores kostenlos zum Download zur Verfügung. Weitere Informationen stehen auf der Homepage der Abfallwirtschaft www.abfallwirtschaft-hohenlohekreis.de. Gerne berät auch das Team der Service-Hotline persönlich an der Bürgertheke oder unter Telefon 07940/18 555.

Quelle: Pressemitteilung der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis




„Unser Ziel ist es, gestärkt aus der Krise hervorzugehen und für die Zeit nach COVID-19 brauchen wir dafür unsere gesamte Mannschaft“

Die Corona-Krise bedeutet nicht nur für die Menschen Einschränkungen. Viele haben Angst vor der Zukunft, weil sie nicht wissen, was noch alles auf sie zukommt. Doch auch Unternehmen sehen sich zunehmend vor Probleme gestellt. Viele müssen staatliche Unterstützung anfordern und rechnen damit, Personal abbauen zu müssen. GSCHWÄTZ hat bei Firmen in der Region nachgefragt, wie sie durch die Krise kommen.

Effiziensprogramm „R. Stahl 2020“ läuft seit 2018

Das Waldenburger Explosionsschutz-Unternehmen R. Stahl AG hat 2018 das Effizienzprogramm „R. STAHL 2020“ gestartet und damit eine neue Konzernorganisation mit global verantwortlichen Funktionsbereichen eingeführt. „Ziel dieser Neuaufstellung war die Führung aller konzernweiten Tochtergesellschaften nach Konzernbereichen in einer klassischen Matrixorganisation, die naturgemäß auch zu einer Verschlankung der Belegschaft geführt hat“, schreibt Unternehmenssprecher Dr. Thomas Kornek auf die GSCHWÄTZ-Anfrage. „Der damit verbundene sehr selektive Personalabbau war im Wesentlichen im Jahr 2019 abgeschlossen.“

Leichter Personalaufbau

So hätte sogar ein leichter Personalaufbau stattgefunden: Gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2019 mit damals 1.669 Mitarbeiter arbeiteten zum 30. September 2020 1.688 Menschen für die R. Stahl AG, 826 davon am Standort in Waldenburg. „Den enormen gesundheitlichen und gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen der COVID-19-Pandemie konnten wir mit einer Vielzahl von Maßnahmen erfolgreich begegnen, die in weiten Teilen ohne die früheren Erfolge aus unserem Effizienzprogramm auch nicht möglich gewesen wären“, so Dr. Kornek weiter. „Einen Covid-19-bedingten Personalabbau konnten wir dadurch vermeiden und davon gehen wir nach heutigem Stand auch weiterhin aus.“ Das Ziel des Unternehmens sei eher, gestärkt aus der Krise hervorzugehen. „Für die Zeit nach Covid-19 brauchen wir dafür unsere gesamte Mannschaft.“

 




„Mal wieder einen Neuen probieren“

Nach 16 Jahren im Amt wurde Waldenburgs Bürgermeister Markus Knobel abgewählt. Am kommenden Sonntag sind die Bürger zum zweiten Urnengang gerufen. GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus hat sich unter den Bürgern umgehört, was sie von der Arbeit des Noch-Amtsinhabers halten und was sie von seinem Nachfolger erwarten. Die Meinungen sind durchaus gespalten. Nicht alle finden, dass Markus Knobel in den Jahren seiner Amtszeit eine schlechte Arbeit geleistet hat. Dennoch blickt die Bevölkerung nach vorne und freut sich auf den neuen Rathauschef, der  – so hoffen sie – frischen Wind in den Ort bringt.

„Mehrere Sachen sind vorgekommen, die sich summiert haben“

„Der Wahlausgang war in der Richtung zu erwarten, aber dass er so einfährt, hat der Knobel nicht verdient“, findet Reiner aus Waldenburg und auch der Waldenburger Hartmut sagt: „Wenn man die ganzen 16 Jahre zurückblickt, hat er eigentlich für Waldenburg schon was getan“. Dennoch denke er, dass der Wechsel gut sei: „In letzter Zeit – aber was heißt in letzter Zeit – die letzten zwei, drei Jahre sind mehrere Sachen vorgekommen, die sich einfach summiert haben“. Auch Jens Peter aus Waldenburg findet: „Es war ja nicht schlecht, was er gemacht hat. Es war auch viel Gutes dabei, aber vielleicht muss man mal wieder einen Neuen probieren“. Dorothea aus Waldenburg dagegen ist froh über die Wahl und ihren Ausgang: „Für Waldenburg selber hat er nichts gemacht. In meinen Augen“. Knobel sei „auch immer sehr arrogant rübergekommen“ und viele hätten „vor ihm auch gekuscht“.

„A bissle betriebswirtschaftliches Denken soll im Rathaus einziehen“

Nahverkehr und der Zustand der Straßen sehen die Befragten als die drängendsten Aufgaben, die auf den Neuen im Chefsessel warten.“Unsere Straßen sind nicht mehr so der Hit“, bemängelt Jens Peter. „Grad die Hohenlohestraße ist nicht gut. Da sollten sie sich vielleicht ein bisschen mehr drauf versteifen.“ Hartmut hofft nun, dass mit dem Nachfolger von Markus Knobel „a bissle betriebswirtschaftliches Denken im Rathaus“ einzieht.  Auch Reiner ist der Meinung, dass Nahverkehr und die Versorgung der Bevölkerung zu den drängendsten Themen gehören: „Wir haben nur einen Laden und sonst nichts mehr“. So denkt auch Dorothea: „Wenn man keinen Führerschein hat, hängt man hier fest“. Außerdem gebe es im Ort nur noch den Kirchersbäck, aber der sei sonntags immer gerammelt voll. Und sonst könne man nirgendwo hingehen.

Umfrage: Dr. Felix Kribus

 

Die Waldenburgerin Dorothea ist froh über den Wahlausgang in ihrem Ort. Foto: GSCHWÄTZ




„Keine Angst vor den Bürgern haben“

Am kommenden Sonntag, den 18. Oktober 2020, werden die Waldenburger Bürger zum zweiten Mal an die Wahlurnen gerufen. Beim ersten Wahlgang hatte keiner der drei Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht. Herausforderer Daniel Vogelmann und der noch amtierende Bürgermeister Markus Knobel haben mittlerweile angekündigt, beim zweiten Urnengang nicht mehr antreten zu wollen.

Mit dem Danke-Schild am Fahrbahnrand

GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus hat dem verbleibenden Kandidaten, Bernd Herzog, auf den Zahn gefühlt und ihn gefragt, was ihn „zu einem geeigneten Bürgermeister macht“. Herzog daraufhin: „Das Allerwichtigste ist zunächst mal, zu den Bürgern gehen zu können. Keine Angst vor diesen zu haben“.  Bedankt hat sich Herzog bereits am Tag nach dem ersten Wahlgang: Frühmorgens stellte er sich an die Waldenburger Ortsausfahrt mit einem Danke-Schild. Und auch wenn es „ziemlich kalt“ war, so hat es der Bürgermeister-Kandidat als „schöne Erfahrung“ empfunden, wozu Brezeln und Kaffee, die ihm vorbeigebracht wurden, sicherlich auch beigetragen haben.

„Ich bin gegen Windräder hier oben“

Die Bergstadt verfügt über einen tollen Ausblick, der aber nach Herzogs Ansicht nicht ausreicht. Er will sich nach erfolgreicher Wahl vor allem um die Zukunftsfähigkeit der Stadt kümmern: Beispielsweise die Infrastruktur anpassen, junge Familien ansiedeln und für eine kontinuierliche Befahrung der Strecke zwischen Stadt und Bahnhof sorgen. Als bekennender Gegenwind-Anhänger ist Herzog allerdings gegen „Windräder hier oben“. Doch der Kandidat will noch weitere Themen ins Visier nehmen und der Stadt neuen Schwung geben: „Ich glaube auch, dass wir hier in der Hauptstraße unbedingt etwas tun müssen, was die Verkehrsberuhigung betrifft“, Auch die Wasserversorgung und der Kurpark stehen weit oben auf seiner Agenda. Er will Ressourcen nutzen, „die wir haben – ich denke da beispielsweise an unsere Türme, dass wir die öffnen für kulturelle Veranstaltungen“. Außerdem möchte er das Schloss mit integrieren sowie „eine angenehme Zusammenarbeit auch mit dem Fürsten hier pflegen“.

„Jene gewinnen, die noch nicht das Vertrauen haben“

Doch als allererste Amtshandlung möchte er nach erfolgreichem Wahlausgang „ein großes Dankeschön loslassen an alle, die mich unterstützt haben“ und er hofft, jene zu gewinnen, „die noch nicht das Vertrauen zu mir haben“. 

Text: Dr. Felix Kribus




Rund 3.380 Euro Ruhegeld pro Monat

Im ersten Wahlgang der Bürgermeisterwahl in Waldenburg hat der amtierende Bürgermeister Markus Knobel nur 32,97% der Stimmen auf sich vereinigen können. Sein Gegenkandidat Bernd Herzog verfehlte die absolute Mehrheit um zwei Stimmen denkbar knapp. Daraufhin hat der Amtsinhaber erklärt, dass er im zweiten Wahlgang nicht mehr antreten wird. Er wird also sein Amt zum Ende der Wahlperiode aufgeben.

Zwei Amtsperioden, 16 Jahre im Amt

Da Knobel seit 16 Jahren im Amt ist und seine Amtszeit regulär durch Ablauf und Neuwahl eines anderen Kandidaten endet, steht ihm als „Beamter auf Zeit“ ein Ruhegehalt nach dem Landeskommunalbesoldungsgesetz zu. Dieses Ruhegeld richtet sich nach seinen letzten  „ruhegehaltsfähigen Dienstbezügen“.

Gesetzliche Regeln zur Berechnung des Ruhegehaltes

Die Dienstbezüge eines Bürgermeisters sind in Baden-Württemberg gesetzlich festgelegt: In Gemeinden mit 2000 – 5000 Einwohnern – Waldenburg hat etwa 3.000 Einwohner – kann der Gemeinderat in der ersten Amtszeit noch die Besoldungsstufe A15 oder A16 festlegen. In der zweiten Amtsperiode ist die höchste Stufe der Besoldungsstufe A16 obligatorisch. Das entspricht einer monatlichen Vergütung von 7780,86 Euro. Zu dieser Vergütung können Zuschläge kommen, zum Beispiel Familienzuschläge, die das Ruhegeld aber teilweise nicht beeinflussen.

Je nach Dauer der Amtszeit wird als Ruheentgelt ein bestimmter Prozentsatz der letzten „ruhegehaltfähigen Dienstbezüge“ ausgezahlt, bei einem Beamten auf Zeit und einer Dienstzeit von 16 Jahren liegt dieser Prozentsatz altersunabhängig bei 48,79%, das Ruheentgelt beträgt damit etwa 3.380€ monatlich.

 Sonstige Einkommen werden angerechnet

Dieses Ruhegeld wird lebenslang gezahlt und ist steuerpflichtig. Allerdings werden andere Einkommen oder Renten angerechnet: Sofern die Summe aus sonstigen Einkommen und dem Ruhegeld die Höchststufe der Besoldungsgruppe A16 übersteigt, wird das Ruhegeld entsprechend gekürzt. Sollte Markus Knobel also zukünftig Bruttoeinkünfte von mehr als zirka 4.400€ im Monat erzielen, wird das Ruhegehalt nicht in voller Höhe ausbezahlt. Im Rentenalter wird das Ruhegehalt bereits bei Zusatzeinkünften von etwa 2.140€ gekürzt.

Text: Matthias Lauterer




Reifenplatzer an einem Wohnmobil verursacht Vollsperrung in beide Richtungen

Am Freitag, den 21. August 2020, gegen 16.15 Uhr, ereignete sich auf der A6 auf der Richtungsfahrbahn Nürnberg zwischen der Anschlussstelle Neuenstein und der Tank-und Rastanlage Hohenlohe Süd ein Unfall aufgrund eines Reifenplatzers.

Beteiligt war hier ein Wohnmobil, das durch einen geplatzen Reifen auf dem rechten Fahrstreifen ins Schleudern kam. Eine 40-jährige Lenkerin aus Frankreich konnte das schleudernde Wohnmobil noch unter Kontrolle bringen, jedoch verteilten sich auf allen Fahrstreifen herausgeschleuderte Gegenstände aus dem Wohnmobil. Die Lenkerin des Wohnmobils wurde nicht verletzt. Weitere Verkehrsteilnehmer wurde nach bisherigen Erkenntnissen nicht beschädigt. Den Sachschaden schätzt die Polizei bei diesem Unfall auf 3.000 Euro. Das Wohnmobil war nach einem Reifenwechsel vor Ort wieder fahrbereit. Zur Unfallaufnahme und Fahrbahnreinigung musste die Richtungsfahrbahn Nürnberg voll gesperrt werden.

Alle drei Fahrstreifen konnten um 17.50 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Am selben Tag ereignete sich auf der A6 auf der Richtungsfahrbahn Mannheim auf Höhe der Rastanlage Hohenlohe Nord/Neuenstein, zirka 1,5 Kilometer von der Unfallstelle des Wohnmobils mit Reifenplatzer entfernt, ein Verkehrsunfall mit einem Fiat Ducato Kleintransporter. Nach den bisherigen Ermittlungen befuhr der 21-jährige Lenker des Fiat Ducato den linken der drei Fahrstreifen. Aufgrund eines Reifenplatzers verlor der Fahrzeuglenker die Kontrolle über sein Fahrzeug. Dieses schleuderte über alle drei Fahrstreifen und kollidierte am Ende des dortigen Beschleunigungsfahrstreifens der Rast- und Tankanlage Hohenlohe Nord mit der Leitplanke. Das Fahrzeug wurde abgewiesen und überschlug sich und kam abseits der Fahrbahn im auf dem Dach zum Liegen.

Aufgrund der herumliegenden Fahrzeugteile auf allen drei Fahrstreifen musste die Richtungsfahrbahn voll gesperrt werden. Drei aus Rumänien stammende Insassen wurden hierbei leicht verletzt. Im Einsatz waren neben der Verkehrspolizei aus Weinsberg auch 3 Rettungswagen und ein Notarztteam. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf zirka 15.000 Euro. Die Fahrbahn in Richtung Mannheim war zunächst bis 17.25 Uhr komplett gesperrt, dann konnte der linke Fahrstreifen wieder ge-öffnet werden. Bis 18.15 Uhr konnte die komplette Richtungsfahrbahn Mannheim wieder freigegeben werden.




Künzelsau/Kupferzell/Waldenburg: Flixbus fährt direkt nach Berlin

Im Gewerbepark Hohenlohe ein- und in Berlin aussteigen – das ist seit Freitag, den 10. Juli 2020 ganz ohne umsteigen möglich. Zum ersten Flixbus-Halt im Gewerbepark Hohenlohe haben sich der Bundestagsabgeordnete Christian Freiherr von Stetten und die Bürgermeister der drei am Gewerbepark beteiligten Städte – Kupferzell, Waldenburg und Künzelsau – verabredet. Gemeinsam haben sie die den ersten Flixbus der Linie L009 begrüßt und wenige Minuten später zur Weiterfahrt nach Berlin gleich wieder verabschiedet. Die Fahrtroute führt über Nürnberg nach Berlin. Rund sieben Stunden Fahrzeit sind im Fahrplan angegeben. Der Fernbus fährt um 14.55 Uhr im Gewerbepark ab. Die Fahrkarten sind ab 14.99 Euro zu haben. In die umgekehrte Richtung startet der Flixbus um 12.40 Uhr am Zentralen Omnibus Bahnhof in Berlin.

„Ein toller Erfolg für Künzelsau“

„Ein toller Erfolg für Künzelsau“, freut sich Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann. „Die Anbindung an das Fernbusnetz über die B19 ist für uns ein wichtiger Schritt. Als Hochschul- und Wirtschaftsstadt erfahren wir so eine aktive Verbesserung unserer Erreichbarkeit. Ich danke Herrn von Stetten und allen Beteiligten für ihren großartigen Einsatz.“

von Stetten: Grundstein für die Kochertalbahn

Der Bundestagsabgeordnete ist froh, dass er die Gespräche mit der Firma Flixbus erfolgreich abschließen konnte und „bereits in dieser Woche auch den Hohenlohekreis mit der neuen Haltestelle ‚Gewerbepark Hohenlohe / Kochertalbahn‘ und damit auch die Städte Künzelsau und Waldenburg sowie die Gemeinde Kupferzell an das Liniennetz angeschlossen sind“. Der direkte Anschluss des Fernbusses an die noch zu realisierende Reaktivierungsstrecke der Kochertalbahn, so Christian Freiherr von Stetten, lege einen ersten Grundstein für dieses ambitionierte Vorhaben, welches er in den nächsten Jahren gemeinsam mit allen Beteiligten voranbringen möchte.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Künzelsau

Ab 14,99 Euro bietet Flixbus die Fahrten an. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Seit 10. Juli 2020 kann man direkt von Hohenlohe nach Berlin fahren. Flixbus macht’s möglich. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

 




„So sauber wie in einer Zahnarztpraxis“

Hoher Besuch am Freitag, den 19. Juni 2020, in Hohenlohe. Ministerpräsident Winfried Kretschmann machte dem Hohenlohekreis seine Aufwartung. Nach einem Besuch in Kupferzell, wo es unter anderem um die Studie des Robert Koch-Instituts zur Corona-Verbreitung ging, und anschließendem Abstecher ins Waldenburger Albert-Schweitzer-Kinderdorf, endete die Stippvisite bei Kontrollsystemhersteller Bürkert in Ingelfingen-Criesbach. GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus hielt den Besuch des Landesvaters fest.
In Criesbach begrüßte Professor Andreas Bürkert die Gäste und betonte, dass man heute gerne zeigen wolle, „wie Bürkert der Corona-Pandemie begegnet ist und wie es uns dabei gelang, in einem organisatorisch deutlich veränderten Rund-um-die-Uhr-Betrieb die zuverlässige Produktion und zeitgerechte Lieferung des zentralen Innenlebens von vielen zehntausend Beatmungsgeräten für deutsche, türkische, englische, chinesische, brasilianische und US-amerikanische Kunden zu verdreifachen ohne unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Covid-19 zu gefährden.“
Bürkert-Geschäftsführer Heribert Rohrbeck stellte die Arbeit des Unternehmens vor. Er dankte besonders den Mitarbeitern für diese „sehr große Leistung“ während der Corona-Krise, als der Ausstoß bei Bürkert „zumindest vervierfacht“ wurde. Im späteren Gespräch mit GSCHWÄTZ betonte Rohrbeck: „Wir hatten durchaus Anfragen, dass Länder versucht haben, komplette Montage- oder Produktionslose für sich zu reservieren. Dem haben wir immer vehement widersprochen, weil wir gesagt haben, wir wollen hier keinen Verteilungskampf sondern verteilen so gerecht, dass jeder entsprechende Produktionsleistung seiner Endgeräte vornehmen kann“.
Ministerpräsident Kretschmann war mit seinem Besuch in Hohenlohe einer Einladung von Landrat Dr. Matthias Neth gefolgt, auch mit Blick auf den arg gebeutelten Hohenlohekreis mit seiner hohen Zahl an Corona-Infizierten. Zusammen mit anderen Politikern konnte der Ministerpräsident beim Firmenrundgang die Herstellung von Komponenten für die Beatmungsgeräte beobachten. Dabei durfte allerdings nicht gefilmt werden.
Stattdessen unterhielt sich GSCHWÄTZ-Videoreporter Kribus mit dem Landtagsabgeordneten Arnulf Freiherr von Eyb, der sich beeindruckt zeigte, „dass es in den Produktionsräumen so sauber ist wie in einer Zahnarztpraxis. Ganz anders als früher“. Er war überzeugt, dass „der Ministerpräsident tatsächlich interessiert war an den Dingen, die ihm hier präsentiert wurden“.
 



Mädchen machen Selfies auf Gleisen

Um Selfies zu schießen, haben sich zwei jugendliche Mädchen im Hohenlohekreis in Lebensgefahr begeben. Das geht aus einem Artikel der Stuttgarter Zeitung vom 05. Mai 2020hervor. Die Mädchen seien auf die Gleise gelaufen und haben sogar den Achtungspfiff eines Zuges ignoriert. Nur eine Vollbremsung des Fahrers des heranfahrenden Regionalzugeszuges habe eine Tragödie verhindert.

Nach Angaben der Polizei sei der Zug nur wenige Meter vor den beiden 16 und 17 Jahre alten Mädchen zum Stehen gekommen. Der Lokführer habe sie am Montag bereits aus der Ferne gesehen und zunächst einen Achtungspfiff abgegeben. Nachdem die Jugendlichen nicht reagiert hätten, habe er eine Vollbremsung eingeleitet. Die Minderjährigen blieben unverletzt und wurden an ihre Eltern übergeben. Sie müssen nun mit einer Anzeige wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr rechnen.

Die Bundespolizei wies darauf hin, dass sich Züge fast lautlos nähern und je nach Windrichtung oft sehr spät erst wahrgenommen werden. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Notbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Halt. Selfies im Gefahrenbereich können daher tödlich enden.

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.vorfall-im-hohenlohekreis-maedchen-machen-selfies-auf-gleisen-zug-mit-vollbremsung.4a0e7716-8ff2-4402-ac31-18583c05badc.html