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Bundesamt warnt erstmals seit 35 Jahren vor Krieg in Deutschland

Erstmals seit Kaltem Krieg

Die Regierung nennt erstmals seit 35 Jahren Krieg als reale Gefahr. BND-Chef warnt am selben Tag: „Wir stehen im Feuer“. Bürger sollen sich so vorbereiten.

Historische Kehrtwende

Am 13. Oktober 2025 vollzieht die Bundesregierung eine historische Kehrtwende. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) veröffentlicht seinen grundlegend überarbeiteten Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ – und nennt darin erstmals seit dem Ende des Kalten Krieges, also 1990, Krieg als reale Bedrohung für Deutschland. Wörtlich heißt es: „Selbst ein Krieg scheint nicht mehr so ausgeschlossen zu sein wie noch vor einigen Jahren.“ Zeitgleich warnt Geheimdienst-Präsident Martin Jäger (BND) vor dem Bundestag in ungewöhnlich scharfen Worten vor Putins Russland: „Wir stehen schon heute im Feuer“, in Europa herrsche bestenfalls „ein eisiger Friede“. Die Botschaft ist klar: Jeder der etwa 83 Millionen deutschen Staatsbürger soll sich auf Extremsituationen vorbereiten.

Selbstversorgung

Die neue Doktrin lautet: Zehn Tage Selbstversorgung. Das BBK empfiehlt jedem Haushalt, Vorräte für mindestens zehn Tage anzulegen – ohne Strom, ohne fließendes Wasser, ohne Supermarkt. Pro Person bedeutet das unter anderem: 20 Liter Trinkwasser und kiloweise Lebensmittel. Der Ratgeber warnt explizit: Bei einem längeren Stromausfall fällt die zentrale Trinkwasserversorgung aus, da die Pumpen elektrisch betrieben werden. Bürger sollen Wasser in allen verfügbaren Gefäßen sammeln, solange es noch aus dem Hahn läuft.

„Weltlage, die viele beunruhigt“

Zwischen 1990 und 2025 vermieden alle BBK-Ratgeber systematisch die Nennung militärischer Szenarien. Der Fokus lag auf Naturkatastrophen, Hochwasser und technischen Ausfällen. Diese 35-jährige Friedensdoktrin ist nun beendet. Erstmals werden hybride Bedrohungen konkret benannt: Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur, gezielte Desinformation, Sabotage – und Krieg. Das BBK erklärt, wie Bürger Falschinformationen erkennen können und wo bei Explosionen Schutz zu finden ist. BBK-Präsident Ralph Tiesler sagt dazu: „Wir erleben eine Weltlage, die viele beunruhigt.“ Die zeitliche Koinzidenz mit der BND-Warnung am selben Tag ist kein Zufall: Die Regierung fordert die Bevölkerung auf, ihre Resilienz massiv zu erhöhen.

  • Die Checkliste: Das gehört in jeden Haushalt
  • 4 Kilogramm Nudeln
  • 3 Kilogramm Reis
  • 7 große Dosen Gemüse (je 800 Gramm)
  • 3 Dosen Obst
  • 5 Tüten Nüsse (je 200 Gramm)
  • 4 Dosen Fisch
  • 6 Dosen Wurst
  • 1 Flasche Speiseöl
  • 4 Liter H-Milch
  • 500 Gramm Hartkäse
  • Taschenlampen mit Kurbel- oder Solarbetrieb (funktionieren ohne Batterien)
  • Batteriebetriebenes Radio für amtliche Meldungen
  • Camping- oder Spirituskocher mit Brennmaterial
  • Warme Kleidung und Decken (auch die zentrale Gastherme benötigt Strom)
  • Wichtige Dokumente (Geburtsurkunden, Pässe) griffbereit

Was sollte jeder Zuhause haben?

Die empfohlenen Vorräte benötigen etwa den Platz von zwei bis drei Umzugskartons oder ungefähr so viel wie ein Regalfach im Keller. Die geschätzten Kosten für den kompletten 10-Tage-Vorrat einer zweiköpfigen Haushalts liegen bei etwa 80 bis 120 Euro – abhängig von Discounter oder Supermarkt. Das BBK empfiehlt ausdrücklich einen „lebenden Vorrat“: Die Lebensmittel sollen in den normalen Verbrauch integriert werden, neu gekaufte Produkte wandern nach hinten ins Regal, ältere werden zuerst verbraucht. So bleibt alles haltbar, ohne dass Lebensmittel verderben. Nudeln, Reis und Konserven halten mehrere Jahre, H-Milch mindestens sechs Monate. Die größte Herausforderung ist das Wasser: 20 Liter pro Person bedeuten für eine vierköpfige Familie 80 Liter – das entspricht etwa acht Getränkekästen.

Der komplette Ratgeber ist übrigens kostenlos beim BBK bestellbar (ISBN: 978-3-939347-54-5). Die Veröffentlichung markiert eine Zeitenwende in der deutschen Sicherheitspolitik. Warum Notfallplanung im Haushalt heute wichtiger denn je ist. Ob die Bürger die Empfehlungen umsetzen, wird sich zeigen. Der Ratgeber selbst betont: Deutschland sei eines der sichersten Länder der Welt – doch wenn etwas passiert, sei es besser, vorbereitet zu sein.