„Spaß soll natürlich auch nicht fehlen“
Bunte Pavillons säumten am Samstag, den 24. Juli 2021, die Straße unterhalb des alten Rathauses in Künzelsaus Innenstadt. Viele junge Menschen, Gemurmel und Gelächter ließen Volksfestfeeling aufkommen. „Wir haben so oft gehört, dass viele Unternehmen noch Auszubildende suchen und auch, dass viele Azubis sich noch für keinen Ausbildungsplatz entscheiden konnten. Da kam unser Bürgermeister auf die Idee, eine Last-Minute-Ausbildungsmesse zu organisieren, um Unternehmen und Bewerbern die Möglichkeit zu geben, sich gegenseitig kennenzulernen“, erklärte Milen Daibert, Verwaltungsfachangestellte bei der Stadt Künzelsau. Dass viele Schüler und Absolventen noch ohne Ausbildungsplatz seien, erklärte sich Daibert folgendermaßen: „Ich glaube, dass unter den SchülerInnen eine gewisse Unentschlossenheit herrscht, die daraus resultiert, dass wegen Corona weder Praktika noch Ausbildungsmessen möglich waren.“ Das soll sich nun ändern.
Messe wurde spontan organisiert
Helen Bühler von der Stadtverwaltung Künzelsau zeigte das konkrete Ziel der spontan organisierten Messe auf: „Wir wollen die Unternehmen dabei unterstützen, noch die letzten Ausbildungsplätze für dieses Jahr zu vergeben und gleichzeitig unsere Schüler und Schülerinnen hier in Künzelsau dabei unterstützen, einfach einmal wieder mit den Unternehmen ins Gespräch zu kommen und sich noch einmal face to face über die Ausbildungsmöglichkeiten zu unterhalten, weil in letzter Zeit einfach vieles nur noch digital funktioniert hat.“
17 Firmen stellten sich vor
Das Angebot der offenen Ausbildungsplätze ist vielfältig: Ziehl-Abegg beispielsweise sucht im IT-Bereich noch entweder einen dualen Studenten der angewandten Informatik oder einen Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Außerdem werden ein Industrieelektriker, ein Elektroniker für Geräte und Systeme und ein Verfahrensmechaniker eingestellt, wie Holger Matthias Rößler, IT-Ausbilder bei Ziehl-Abegg, erklärt. Doch auch bei den anderen Firmen ist das Angebot an Ausbildungsplätzen breit: Janina Engelhard von der Firma Rosenberg erklärte: „Berufsausbildungen, die man bei uns machen kann, sind verschiedene Studiengänge, Industriekaufmann und -kauffrau, technischer Produktdesigner und verschiedene Elektroniker- und Mechanikerberufe.“ Das ist nur ein kleiner Auszug des Angebotes auf der Ausbildungsmesse. 17 Firmen aus der Region waren mit Ständen präsent und standen den Bewerbern Rede und Antwort.
Voraussetzung: Teamfähigkeit, Leistungsbereitschaft, Freundlichkeit
Doch was muss ein Bewerber mitbringen, um gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu haben? „Auf jeden Fall Teamfähigkeit, Leistungsbereitschaft und Freundlichkeit“, erklärte Raja Krause vom Autohaus Widmann.
Wünsche: gute Arbeitsbedingungen, gute Arbeitsklima und Spaß
Sophie besucht die Karoline Breitinger Schule in Künzelsau und träumt von einer Karriere im sozialen Bereich. Sie wünscht sich von ihrem potenziellen Arbeitgeber, „dass das Team super freundlich ist und man sich gut kennenlernen kann.“ Einige Stände weiter stand ein weiterer Interessent. „Mein Name ist Florian Bartmann. Ich habe erst meine Fachhochschulreife beendet und bin gerade auf der Suche nach einer Ausbildung als Mechatroniker oder Elektrotechniker.“ Was das Ausbildungsunternehmen bieten muss, um für Florian attraktiv zu sein? „Gute Arbeitsbedingungen, ein gutes Arbeitsklima und Spaß soll natürlich auch nicht fehlen!“
Text: Priscilla Dekorsi

Serhat Enül und Raja Krause vom Autohaus Widmann. Foto: GSCHWÄTZ

Das SWG-Team: Jan Spannagel (von links), Fabian Ott, Martin Dörner und Lena Kircher. Foto: GSCHWÄTZ

Mario Brand (links), Holger Matthias Rößler und Sina Hauber vertreten Ziehl-Abegg auf der Ausbildungsmesse. Foto: GSCHWÄTZ

Team Rosenberg: Janina Engelhard (links), Diana Bäcker und Maximilian Stier. Foto: GSCHWÄTZ

Bunter als sonst: Künzelsaus Innenstadt bot am vergangenen Samstag ein Forum rund ums Thema Ausbildung. Foto: GSCHWÄTZ





