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„Sie stand mit einem Messer in der Tür“

Das kam unerwartet – oder vielleicht auch nicht, wenn man die Hintergründe kennt und das Drama seit Jahren am Zuschauerrand mitverfolgt hat. Kevin Federline sitzt derzeit in jeder noch so erdenklichen Talkshow, um sein Buch zu promoten und in diesem Zuge vermeintlich schockierende Details über seine Ex Britney Spears zu verbreiten.

Kevin Federline Tells His Life Story, Divorce & Kids w/ Britney Spears (Unreleased Full Interview)

Passend zu dem Ende der exorbitante hohe Summe, die ihm Spears jahrzehntelang für die gemeinsamen Söhne zahlen musste und diese nun mit der Volljährigkeit der Söhne enden, scheint Federline neue Einnahmequellen zu benötigen – und das, tataaaa, überraschenderweise mal wieder auf Kosten seiner Ex.

Dienen die neuen Vorwürfe gegen seine Ex nur zu Promotionszwecken für sein Buch?

Rufmordkampagne – mal wieder

Nach über einem Jahrzehnt unter der Vormundschaft ihres Vaters hat sich die einstige Queen of Pop ja nun endlich  freigeschwommen von so manch einer verheerenden toxischen Bindung und Beziehung. Und nach Jahren des Schweigens ging sie endlich vor Gericht, legte nicht nur vor Gericht, sondern auch in einem Bestseller endlich offen, was ihr alles widerfahren ist, wie sie gedemütigt und emotional missbraucht wurde, wie sie über Jahre gezwungen wurde zur Einnahme von schwersten Medikamenten, wie sie unter Druck gesetzt wurde, auf ihre Kinder hinsichtlich des Sorgerechts zu verzichten und sie weiterhin jedoch stets hart an ihrem körperlichen Limit arbeiten sollte, um alle zu finanzieren – unter anderem ihren Vater, ihren Exmann Kevin Federline und den exorbitant hohen Unterhalt für ihre beiden Söhne.

Bis dato hatte sie geschwiegen, geschluckt, wollte keinen schlecht machen – und das obwohl alle anderen, die sie so behandelten, sie öffentlich schlecht diskreditierten, ihr ihre geliebten Söhne wegnahmen und ihr wirklich jede Mündigkeit absprachen. Was war sie nicht alles – eine Irre, eine furchtbare Mutter, instabil, selbstmordgefährdet. Aber nichts desto trotz der Finanzier von allen. Hart arbeiten – das durfte und sollte sie auch weiterhin, zur Not jahrelang unter massiver Medikamenten-Einwirkung.

Nun soll sie während der Schwangerschaft auch noch gekokst haben

Nun aber kommt, mit 20 Jahren Verspätung, der Höhepunkt: Anscheinend soll Britney unter anderem gekokst haben während ihrer Schwangerschaft und mit einem Messer am Türrahmen zum Zimmer ihrer Kinder gestanden haben, als diese als sie noch jung waren. Es scheint so, als wenn er damit andeuten würde, das Britney ihre Söhne eventuell habe umbringen wollen. Aha.

Fakt ist: Es gibt keine Fakten dazu. Federline wirft etwas gegen sie in den Raum, Spears dementiert dies umgehend auf ihrem social media account. Es steht Aussage gegen Aussage. Eines nur verwundert. Das ist wohl die furchtbarste Geschichte, die es gibt über Britney als Mutter. Warum aber hat Federline diese Geschichte nicht schon damals erzählt, als es damals um das damalige Sorgerecht ging,  wenn sie denn wahr ist? Immerhin hat er damals schon alles Mögliche über Spears erzählt, um zu verdeutlichen, dass es die beste Entscheidung sei, dass alleinige Sorgerecht auf ihn zu übertragen.

Die Kinder sind mal wieder die Leidtragenden

Vermutlich deshalb, weil die Geschichte wahrscheinlich nicht wahr ist, sondern den Verkauf seines Buchs ankurbeln soll. Spears täte gut daran, dagegen zu klagen. Denn: Wenn man über jemanden derartige Dinge verbreitet, muss der Verbreiter diese Aussagen beweisen können, ansonsten gilt die Unschuldsvermutung. Doch Federline weiß natürlich: Entscheidend ist nicht, ob Spears klagt und am Ende vielleicht sogar gewinnt. Entscheidend ist lediglich, die Geschichte einfach erstmal öffentlich zu machen und damit mal wieder die Mutter ihre beiden Söhne öffenttich zu diskreditieren – und nebenbei seinem Buch zu mehr Publicity zu verhelfen. Das bleibt erstmal in der Öffentlichkeit hängen.

Öffentliche Diskreditierung von einem Elternteil – das verdeutlicht definitiv nicht, welch fürsorglicher Vater Federline ist

Und wenn er sich nun mal wieder als fürsorglicher Vater generiert, sei gesagt: Kein fürsorglicher Elternteil würde öffentlich solche Geschichten über den anderen Elternteil verbreiten – zum vermeintlichen Wohl der gemeinsamen Kinder. Denn die Kinder sind letztendlich nur die Leidtragenden dabei.

Dieselbe Diskreditierungs-Strategie haben er und ihr Vater ja früher schon an ihr erfolgreich umgesetzt, als Spears nach ein paar durchzechten Nächten das Sorgerecht und ihr Recht auf Selbstbestimmung verlor – aber dennoch für alle weiterhin der Geldgeber war.

Sängerin wehrt sich nun öffentlich

In einem nun veröffentlichen Post verwies die Sängerin nun abermals darauf, wie selten sie (leider) ihre beiden Söhne sehe, während Federline nun öffentlich darüber philosophiert, dass die Söhne so gerne mehr Kontakt mit ihrer Mutter haben wollten, aber leider die Mutter nicht. Komisch. Solange der Geldsegen der Popmusikern monatlich pünktlich überwiesen wurde, hieß es stets: Die Söhne möchten keinen Kontakt zur Mutter. Spears ist schier zerbrochen an dem Verlust und dem Kontaktabbruch zu ihren ihrer Söhne.

Britney Spears: Post auf ihrem Instagram-Account bezüglich den Aussagen von ihrem Exmann Kevin Federline.

Geht der Missbrauch an ihr weiter – nun ausgehend von ihren Söhnen?

Es ist daher immer wieder faszinierend, mit welcher Dreistigkeit manche Menschen sich vom Täter zum Opfer stilisieren und eine Geschichte auf einmal um180 Grad falscher herum erzählen können.

Nun fühlt sie sich nicht nur von ihrem Vater und ihrem Exmann missbraucht, sondern vermutlich auch von ihren Söhnen, die ähnlich agieren – leider hat sie dieses Gefühl wahrscheinlich auch zu Recht.

Selena Gomez und Justin Bieber – ebenfalls eine toxische Mischung

Ein weiteres prominentes Beispiel für ein derartiges „Gaslighting“-Verhalten sieht man an Justin Bieber und Selena Gomex – eine vermutlich toxische Beziehung par excellence. Während Justin Bieber Selena Gomez öffentlich gecancelt hat, schreibt er anschließend ein Lied über sie mit dem Titel „Love yourself“. Darin tat er Selena und ihre Gefühle als labil ab und gab ihr den Tipp, erstmal sich selbst zu lieben und mit sich selbst klar zu kommen. Die Realität sieht jedoch komplett anders aus. während Selena Gomez ihre Seelen-Baustellen aufgearbeitet hat, verliert sich Bieber immer mehr in seine Seelenverstrickungen und gilt mittlerweile als der labile Part der beiden.

Selena Gomez und Justin Bieber nach ihrer Trennung.