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Kostspieliger Krieg und die Vernachlässigung von Klimawandel und Hunger auf der ganzen Welt

Kostspielige Hochrüstung, eine auf lange Dauer angelegte Konfrontation mit Russland sowie die Vernachlässigung von Klimawandel, Hunger und anderen globalen Herausforderungen – diese „Zeitenwende“ bieten Politik und Medien fast unisono als angeblich alternativlose Antwort auf Putin-Russlands völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine an.

Eine europäische Friedensordnung kann es nur mit Russland geben

Was wären die Chancen und notwendigen Schritte für eine militärarme, ökologische sowie sozial und global gerechte Zeitenwende und für eine europäische Friedensordnung, die es nur mit Russland geben kann? Der Referent, Andreas Zumach, ist Journalist und war lange Jahre als UNO-Korrespondent in Genf tätig.

Er referiert über dieses Thema am Donnerstag, den 09. März 2022, bei der VHS in Künzelsau im Gewölbekeller des Hermann-Lenz-Hauses, Kirchplatz 9. Vortrag mit anschließender Diskussion. 19 bis 20.30 Uhr. Kosten: 8 Euro.

Eine Kooperation mit der VHS Künzelsau und dem evangelischen Bildungswerk Hohenlohe.

Mehr Informationen:

https://www.vhs-kuen.de/programm/kurs/Trotz-Ukrainekrieg-oekologische-militaerarme-sozial-und-global-gerechte-Wende/23110210#:~:text=Kostspielige%20Hochr%C3%BCstung%2C%20eine,Kosten




„Das war finanziell sehr schwierig“

Auf den Tag genau vor zwei Wochen hat auch die Volkshochschule Künzelsau ihre Bildungspforten wieder geöffnet. Was die Pandemie Corona für Schulleitung, Lehrer und Kursbesucher verändert hat, das haben sie GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus erzählt.

„Unser Betrieb wurde unterbrochen ab 16. 3.“, erzählt VHS-Leiterin Sonja Naegelin. „Das hieß, alle Kurse, die am Laufen waren, mussten sofort unterbrochen werden und keine Buchungen waren mehr möglich.“ Bevor der Betrieb wieder starten konnte, wurden alle VHS-Räumlichkeiten vermessen, um den Mindest-Abstand von 1,5 Metern einhalten zu können. „Die Kurse, die eine höhere Teilnehmerzahl haben, müssen tatsächlich beendet werden“, so Naegelin weiter. Manche der Teilnehmer hätten aber auch angegeben, dass sie zur Risikogruppe gehören und deshalb nicht weitermachen möchten.

„Wir haben auch Angst wie alle Leute“

„Wir mussten eine Maske tragen und mit Abstand stehen“, erzählt Deutsch-Studentin Panagiota von den Anfängen nach Corona. „Wir haben auch ein bisschen Angst wie alle Leute.“ Während der Pandemie nahmen sie und ihre Komilitonen an einem Online-Kurs teil und lernten von zuhause aus Deutsch. Deutsch-Lehrerin Irina Seber war positiv überrascht, „wie gut unsere Teilnehmer sind“. Den Grund sieht sie darin, dass „alle an dem Online-Tutorium teilgenommen haben“. Deutsch-Student Islam erzählt von anfänglicher Unsicherheit bei den Studenten: „Wir wussten nicht, wie wir das machen können in der Klasse“. Aber dann hätte die VHS eine E-Mail geschickt, in der ganz klar stand, was sie machen sollten und welche Regeln einzuhalten sind.  „Das hat gut funktioniert.“

„Ein Tropfen auf dem heißen Stein.“

Die Dozenten der VHS sind auf Honorarbasis angestellt, für die stellt die Corona-Pandemie ein großes Risiko dar. „Das hat mich ziemlich hart getroffen, da ich Alleinverdienerin bin und eine studierende Tochter habe“, sagt denn auch Irina Seber. Zwei Monate ohne Arbeit seien finanziell sehr schwierig gewesen. „Es ist immer noch schwierig.“ Für drei Monate habe sie Soforthilfe bekommen – „ein Tropfen auf dem heißen Stein“.

„Wir tun alles, um den Kursbetrieb wieder in Gang zu bringen.“

„Wir tun natürlich alles, um den Kursbetrieb so wieder in Gang zu bringen, sodass die Dozenten wieder tätig sein können“, sagt VHS-Leiterin Naegelin. In den vergangenen Jahren hätte die VHS einen Überschuss aufgrund der Integrations- und Berufssprachkurse verzeichnet. „Ab 2015 hatten wir sehr gute Jahre, da haben wir auch eine kleine Rücklage bilden können.“ Zum jetzigen Zeitpunkt könne sie aber nicht sagen, wie lange die noch reicht, weil die Situation noch nicht ausgestanden sei. Außerdem seien einige Kurse noch in der Schwebe, bei denen noch nicht klar sei, ob sie beendet oder weitergeführt werden.

VHS-Leiterin Sonja Naegelin tut alles, damit die Dozenten wieder unterrichten können. Foto: GSCHWÄTZ

Für Deutsch-Lehrerin Irina Seber war die Zeit der VHS-Schließung eine harte Zeit. Foto: GSCHWÄTZ