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„Mobilität im ländlichen Raum – bezahlbar, klimafreundlich, schnell und zuverlässig“

Zur Veranstaltung „Mobilität im ländlichen Raum – bezahlbar, klimafreundlich, schnell und zuverlässig“ lädt der SPD- Bundestagsabgeordnete Kevin Leiser am Freitag, dem 15. Juli 2022, um 18.00 Uhr nach Schwäbisch Hall ins Restaurant „Alt
Hall“ (Gelbinger Gasse 32) ein.

Referentin des Abends wird die SPD-Bundestagsabgeordnete Isabel Cademartori aus Mannheim (Mitglied im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages) sein.

„Mobilität, Verkehr und Infrastruktur sind in unserer Region bekanntlich viel diskutierte Themen“

Ob A 6 oder Hohenlohebahn, B 19 oder Murrbahn Mobilität, Verkehr und Infrastruktur sind in unserer Region bekanntlich viel diskutierte Themen. Was muss jetzt getan werden, damit hier buchstäblich Bewegung hineinkommt? Wie organisieren wir,
gerade in unserer ländlich geprägten Flächenregion, in Zukunft vernetzte, saubere und bezahlbare Mobilität? Diese und ähnliche
Fragen möchte ich gemeinsam mit allen Gästen und meiner Fraktionskollegin Isabel Cademartori debattieren, erklärt Kevin
Leiser.

Pressemitteilung Kevin Leiser, MdB




Gute Nachrichten von der Kreuzung an der Kocherbrücke

„Es läuft bisher erfreulich gut“, sagt Simone Mitsch, stellvertretende Leiterin der KünWerke, über den Verlauf der Bauarbeiten im Zusammenhang mit dem Regenüberlaufbecken bei der Kocherbrücke in Künzelsau. Freie Fahrt in alle Richtungen könnte es nach dem aktuellen Stand bereits Ende Mai heißen. Das wäre ein ganzer Monat früher als zum Start der Baustelle angenommen. Die angekündigten Verkehrsregelungen und Sperrungen ändern sich dadurch, werden angepasst und jeweils rechtzeitig vorher bekannt gemacht. „Die Firma Leonhard Weiss, unsere KünWerke und alle Beteiligten arbeiten mit Hochdruck, um die Baustelle schnell abschließen zu können und dadurch die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten“, so Bürgermeister Stefan Neumann.

Bis zu 4,50 Meter tief aufgegraben

Bis zu 4,5 Meter tief wird im Kreuzungsbereich für die Verlegung der erforderlichen Leitungen aufgegraben. Foto Stadtverwaltung Künzelsau.

In diesen Tagen werden die beiden Mischwassersammler Zollstockweg und Langenburger Straße an das Regenüberlaufbecken neben der Kocherbrücke angeschlossen. „Dafür muss die Straße bis in eine Tiefe von rund 4,5 Metern aufgegraben werden“, erklärt Simone Mitsch. Auch die Trinkwasserleitungen einschließlich der Hausanschlüsse innerhalb des Kreuzungsbereiches werden erneuert. Leerrohre für das städtische Breitbandnetz, für die Straßenbeleuchtung und die Stromversorgung des Parkleitsystems werden eingebaut. Parallel hierzu verlegen die Netze BW noch Hausanschlüsse für Strom und Gas. Abschließend werden dann die Oberflächen wiederhergestellt.

Die nächsten Wochen einspurig stadteinwärts befahrbar

Trotz der Baustelle ist die Fahrbahn auf der Kocherbrücke in Künzelsau halbseitig in Richtung Innenstadt und Wertwiesen frei. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Bis voraussichtlich 17. April 2022 (Bauphase zwei) sind die Mergentheimer Straße und die Kocherbrücke stadteinwärts befahrbar. Deshalb sind die beiden Aral-Tankstellen, Tiemann Grafik Hohenlohe KG und das Autohaus Koch gut erreichbar. Aus Richtung Belsenberg und Ingelfingen kommend ist auch die Zufahrt über die Kocherbrücke zu den Parkplätzen in den Wertwiesen möglich. Aber stadtauswärts ist die Kocherbrücke gesperrt, also in Mergentheimer Straße und Langenburger Straße. Auch der Kreuzungsbereich Zollstockweg/Langenburger Straße ist in beide Fahrtrichtungen gesperrt.

Weitere Planung

Aufgrund der schnelleren Bauabwicklung wird es nun voraussichtlich nur noch zweimal eine Veränderung in der Verkehrsführung geben: Für die städtischen Bauarbeiten sowie der Fahrbahndeckensanierung des Regierungspräsidiums Stuttgart müssen ab Mitte April der gesamte Kreuzungsbereich Mergentheimer Straße/Zollstockweg/Langenburger Straße und die Kocherbrücke komplett in beide Fahrtrichtungen für die Dauer von ungefähr drei Wochen gesperrt werden (Bauphase vier).

Bis voraussichtlich 17. April 2022 (Bauphase zwei) sind die Mergentheimer Straße und die Kocherbrücke stadteinwärts befahrbar. Plan Scanner GmbH.

Mit der Erneuerung der Straßendecke der B 19 in der Ortsdurchfahrt schließt sich das Regierungspräsidium Stuttgart mit der Bauphase fünf an. Voraussichtlich ab der zweiten Mai-Woche bis 22. Mai 2022 wird deshalb eine Sperrung ab der Kreuzung Wertwiesen, über die Lindenstraße bis auf Höhe des Parkplatzes der Sparkasse in der Konsul-Uebele-Straße erforderlich. Danach heißt es endlich wieder freie Fahrt in alle Richtungen!

Bitte um Verständnis

Die Sperrungen wirken sich natürlich auf alle Verkehrsteilnehmer und die Anwohner aus – nicht nur an der Baustelle direkt, auch entlang der Ausweichstrecken. Dafür bitten alle Beteiligten, die Stadtverwaltung Künzelsau und die Firma Leonhard Weiss, um Verständnis und tun alles, um die Bauarbeiten zügig durchzuführen.

„Wenn sich alle Verkehrsteilnehmer – auch die Fußgänger – an die jeweils aktuellen Verkehrsregelungen halten, können wir weiter so flott arbeiten und die Einschränkungen für alle möglichst gering halten“, fordert Bürgermeister Stefan Neumann auf und bittet „aufeinander Rücksicht zu nehmen“.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




Berauscht unterwegs

Für einen 28-Jährigen war nach einer Polizeikontrolle am Samstagabend in Kupferzell die Autofahrt zu Ende. Polizeibeamte des Polizeirevier Künzelsau kontrollierten den Mann und seinen VW gegen 18 Uhr in der Günther-Ziehl-Straße. Die Polizisten nahmen bei dem 28-Jährigen Anzeichen einer Drogenbeeinflussung wahr, woraufhin dieser einen Drogenvortest durchführte. Der Test verlief positiv auf eine Droge, sodass der Mann die Beamten ins Krankenhaus zu einer Blutentnahme ins Krankenhaus begleiten musste.

Eine entsprechende Anzeige kommt nun auf den VW-Fahrer zu.

Quelle: Polizei Heilbronn




Achim Beck: „Zeit der Freiwilligkeitsleistungen ist vorbei“

Der Kreishaushalt für das Jahr 2022 ist verabschiedet! Das beschloß der Kreistag in seiner Sitzung vom 13. Dezember 2021 in der Nobelgusch in Pfedelbach.

Knappe Haushaltsmittel

Ein Kompromiß ist es geworden, die knappen Haushaltsmittel wurden wie immer so verteilt, dass alle Fraktionen und Gruppen beim ein oder anderen Punkt ein Bauchgrimmen  haben – aber wie der Friedensnobelpreisträger Aristide Briand sagte: „Ein Kompromiß ist dann vollkommen, wenn alle unzufrieden sind“.

Hohe Ausgaben, etwa durch das neue Kreishaus

Zusätzlich zum knappen Geld prägen den Haushalt hohe Ausgaben, zum Beispiel für das neue Kreishaus, offene Baustellen der Vergangenheit, etwa das medizinische Versorgungszentrum in Künzelsau und in diesem Jahr die ganz besonders ungewissen Aussichten für die nähere Zukunft, bedingt durch Corona oder ein zu erwartendes höheres Flüchtlingsaufkommen.

Beim Lesen der AfD-Anträge an Sauerkraut denken müssen

Einzig die AfD hatte größeres Bauchgrimmen und schob kurzfristig noch drei Änderungsanträge zu den Themen „befristete Stellen im öffentlichen Gesundheitsdienst“ (ÖGD), „Aufforstung von Wald statt Klimazentrum“ und „Migration“ nach. Landrat Dr. Matthias Neth hierzu: „Ich könnte es mir einfach machen“ und erklärte, warum diese Anträge schon aus formalen Gründen eigentlich gar nicht zu behandeln seien und wie sich die AfD über einen Konsens im Rat hinwegsetzte – wären die Anträge angenommen worden, hätte der Haushalt gar nicht angenommen werden können. Er warf Anton Baron Unkenntnis über die Sachverhalte vor: Die neuen Stellen im ÖGD können gar nicht befristet geschaffen werden, weil sie vom Bund als unbefristet gefordert werden, das Migrationsthema sei vom Kreis gar nicht beeinflußbar und die Aufforstung … ob Baron wisse, was der Sinn und Zweck des Klimazentrums sei und wieviele Bäume im Jahr 2021 gepflanzt worden seien? An Sauerkraut habe er denken müssen, so Neth, „das schmeckt aufgewärmt besser als frisch“. Aber die AfD-Anträge seien eher schlecht abgestanden.

Anton Baron (AfD) wehrt sich

Dass die Anträge der AfD ans „Anträge zweiter Klasse“ behandelt würden, beklagt sich Baron, er wehrt sich gegen die Unterstellung, er wolle die Sitzung nur behindern. „Da ist kein Antrag aus Spaß! Und da ist auch wenig Polemik drin“, stellt er fest, aber er findet sich damit ab: „Ich sehe, der politische Wille ist nicht da“.  Teils erntet er Gelächter.

Unmut und Schärfe im Rat über AfD

Der Unmut im Gremium über die späten Anträge war groß: „Wir bekommen hier kein Sitzungsgeld, sondern Schmerzensgeld“, ruft Ute Oettinger-Griese von der FDP. Jemand rät Baron, sich doch einmal von Achim Beck in die Tiefen der Formalien einführen zu lassen – Beck ist bekannt dafür, dass er sich dort besonders gut auskennt. Beck selbst findet dieses Geplänkel eine „Zeitverschwendung. Mir stinkt es. Wir haben eine Riesensitzung vor uns.“

Um es vorwegzunehmen: Die Änderungsanträge der AfD werden später alle abgelehnt – mit jeweils 2 Ja-Stimmen der beiden anwesenden AfD-Kreisräte Anton Baron und Jens Moll.

Haushaltsreden

Überaus kurz waren die Haushaltsreden der Fraktionen und Gruppen, außer der AfD waren alle mit dem Kompromiß durchaus zufrieden, trotzdem war erkennbar, dass die einzelnen Fraktionen und Gruppen ihr Bauchgrimmen an ganz verschiedenen Stellen äußerten.

CDU: „Wir müssen lernen, nicht zu jeder Forderung und jeder Förderung Ja zu sagen.“

Haushaltsrede von Norbert Kunkel. Foto: GSCHWÄTZ

Für die CDU sprach, mit Heimvorteil, Torsten Kunkel: Er beginnt mit dem Komplex Gesundheit und schaut in die Zukunft: „(…) können wir heute feststellen, dass wir in der Gesundheitsversorgung auf dem richtigen Weg sind.“ Der Neubau des Krankenhauses in Öhringen und „die weitere Etablierung des ambulanten medizinischen Versorgungszentrums in Künzelsau“ stünden nun an, genauso wie die Einrichtung eines Hospizes als Abrundung der medizinischen Versorgung.

Aufgrund der Dynamik in Schule und Bildung sieht er „die Notwendigkeit für eine Schulentwicklungsplanung, die sich an den real gegebenen Anforderungen ausrichten muss“.

Im Nahverkehr sieht er im ländlichen Raum die Notwendigkeit von Individualverkehr und fordert weiterhin Investitionen in den Bau und den Erhalt von Straßen – neben der Investition in den ÖPNV. Man darf aber nicht Gegebenheiten in Ballungsräumen auf ländliche Bereiche übertragen wollen – eine Kritik an den Plänen der Landesregierung.

Das Kreishaus ist das größte Investitionsprojekt, das der Kreis je gestemmt hat, daher unterstützt er den Ansatz zur modularen, etappenweisen Umsetzung entsprechend dem aktuellen und sich künftig ergebenden Bedarf.

Sozialausgaben schießen nach oben, Personalausgaben ebenso

Ein wichtiger Punkt seien die Personalkosten im Haushalt: Für Kunkel gibt es wenig Spielraum für Kostensenkungen, denn „eine gute und effiziente Kreisverwaltung braucht unabdingbar engagierte und gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und diese kosten Geld.“ Und dieses Engagement finde man auf dem Arbeitsmarkt – eine Spitze gegen die AfD – mit befristeten Stellenangeboten nicht.

„Zeit der Wohltaten neigt sich dem Ende zu“

Die Sozialausgaben, für die der Kreis netto über 50 Millionen Euro aufwenden muss, diese Ausgaben kennen nur eine Richtung: nach oben. Für Kunkel ist die logische Schlußfolgerung: „Daher sind aus unserer Sicht zusätzliche Freiwilligkeitsleistungen in diesem Teilhaushalt eigentlich nicht mehr möglich, um nicht in die Verlegenheit zu kommen, die Pflichtaufgaben nicht mehr erfüllen zu können. Wir müssen daher lernen, nicht zu jeder Forderung und jeder Förderung Ja zu sagen. Die Zeit der Wohltaten neigt sich unwillkürlich dem Ende zu“.

Die Absenkung der Kreisumlage sei wichtig für die Gemeinden, hätten sie doch dadurch mehr Handlungsspielraum. Er gibt aber zu bedenken, dass es damit schnell vorbei sein kann: „Dieser positive Trend ist nicht nur aus der wirtschaftlichen Tätigkeit entstanden, sondern er ist vielmehr den Kompensationszahlungen von Bund und Land im Rahmen der Corona Krise zu verdanken.“

Er hat in seiner Rede die wesentlichen Themen genannt und gesetzt.

„Kein Platz für Freiwilligkeitsleistungen“

Eher mahnende Worte findet Achim Beck für die FWV, der gleich zu Beginn seiner Rede davon spricht, dass kein Platz für Freiwilligkeitsleistungen mehr sei. Überhaupt ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis das eigentliche Hauptthema seiner Rede: Insbesondere die Baukosten für das Kreishaus hat er prominent im Blick. „Man muß abwägen, was ist nice-to-have und was ist ein must-have“, sagt er und fordert eine festgelegte Kostenobergrenze.

FWV: Sich trennen vom Krankenhausgebäude in Künzelsau

Haushaltsrede von Achim Beck. Foto: GSCHWÄTZ

Die Transferleistungen im Krankenhausbereich seien auf 1,1 Millionen Euro zurückgegangen – das sieht Beck als großen Erfolg. Jetzt sei es an der Zeit für ein Nachnutzungskonzept für das Künzelsauer Krankenhausgebäude: „Das kostet uns Tag für Tag Geld“ – nachdem es eine einhellige Meinung von vier Architekten gäbe, müsse man sich damit anfreunden, sich von dem Gebäude zu trennen.
Vom Rufbussystem im ÖPNV verspricht er sich einen besseren Service zu geringeren Kosten – aber auch hier sei eine Evaluierung und Diskussion nach ersten Erfahrungen nötig. Die Folgekosten müssen im Auge behalten werden, auch bei der Kochertalbahn: „THE LÄND läßt uns in the end normalerweise alleine“, hat er gemerkt.

Bei einem prognostizierten Schuldenstand von 34 Millionen Euro zum Ende 2025, fordert er, die freiwillegen Leistungen des Kreises zu reduzieren: Nicht dass wegen der Freiwilligkeit im Kreis die Gemeinden ihre Pflichtaufgaben nicht mehr erfüllen können.

GRÜNE: „Klimaschutz kann nicht verschoben werden“

Haushaltsrede von Martin Braun. Foto: GSCHWÄTZ

Unter „Wirtschaftlichkeit“ versteht Martin Braun, der für die GRÜNEN ans Rednerpult tritt, etwas ganz anderes: „Klimaschutz ist nicht kurzfristig wirtschaftlich“, entgegnet er Beck, „und Klimaschutz kann nicht verschoben werden“.

Er fordert Vorbeugemaßnahmen gegen Auswirkungen des Klimawandels – diese seien wirtschaftlich, weil sie unmittelbar wirkende Folgekosten von Klimaereignissen verringern würden. „Jeder Euro spart langfristig acht bis fünfzehn Euro an klimabedingten Kosten“, rechnet er vor. Deswegen begrüße seine Fraktion das Klimazentrum und fordere eine schnelle Nachrüstung von Solartechnik auf öffentlichen Dächern.

Aufgrund der Corona-Pandemie sei viel Geld im Sozialhaushalt notwendig, beispielsweise für Familien. Auch der Klimaschutz treffe unmittelbar Menschen mit geringem Einkommen – auch deshalb erwartet er eine weitere Steigerung der Sozialkosten.

Generell fordert er eine nachhaltiges, nicht kurzfristig wirtschaftliches, Herangehen, beispielsweise beim Bauen.

SPD: „Wir haben die Mittel, unsere laufenden Aufgaben gesichert anzugehen“

Haushaltsrede von Irmgard Kircher-Wieland. Foto: GSCHWÄTZ

Für die SPD spricht Irmgard Kircher-Wieland von „verantwortungsvoller Kämmereiarbeit“, Rücklagen seien in den vergangenen Jahren gebildet worden, „der Vorschlag ist akzeptabel“.
Ihr Schwerpunkt ist der ÖPNV: „Weg vom Schülerverkehr, hin zu einem für alle erreichbaren Rufbussystem“ ist ihr Credo. Die Verknüpfung aller Verkehre sei wichtig. Und die Kochertalbahn, „wenn sie kommt: Dann geht alles von vorne los“.
Auch sie kann sich eine Spitze gegen die Landesregierung nicht verkneifen: „Es fragt sich, warum ein grüner Minister die Mittel für Radwege kürzt!“

„Wir haben keine überzähligen Mitarbeiter, nur das Notwendigste, um die laufenden Aufgaben zu bewältigen“, ist ihr Statement zu den Personalkosten – und spricht Anton Baron direkt an: „Belästigen Sie uns bitte nicht mehr mit Ausführungen zu Ihren Anträgen“.

Sie schließt Ihre Rede mit „Wir haben die Mittel, unsere laufenden Aufgaben gesichert anzugehen und ausreichend Liquidität für unvorhergesehene Ereignisse.“

FDP: „Die Bürger müssen sehen, dass Wahlgeschenke und vermeintliche Wohltaten selbst bezahlt werden müssen.“

Die Meinung der FDP wird von Michael Schenk vorgetragen: er beginnt mit der weltweiten Lage auf den Versorgungsmärkten und den Pandemiekosten: Die Pro-Kopf-Verschuldung sei pro Kopf seit Pandemiebeginn um rund 8.000 Euro gestiegen – und diese Verschuldungssituation präge die Politik der nächsten Jahre, bis hinunter in den Hohenlohekreis.

„Einer der attraktivsten Landkreise in Baden-Württemberg – diese Position festigen und ausbauen“

Haushaltsrede von Michael Schenk . Foto: GSCHWÄTZ

Das neue Kreishaus ist für Schenk eine wichtige Voraussetzung für eine „moderne, schlagkräftige und bürgernahe Kreisverwaltung“.

Der Bevölkerungsschutz ist für Schenk wichtig: „Ausdrücklich unterstützen wir die für 2022 geplante Stärken-/Schwächen-Analyse für den Katastrophen- und Bevölkerungsschutz. Wir müssen danach umgehend an der Umsetzung arbeiten. Den eines ist sicher: Die nächste Herausforderung kommt bestimmt.“

Für die FDP ist das Medizinische Versorgungszentrum in Künzelsau (MVZ) ein dringendes Projekt: „Wie können wir das MVZ in Künzelsau stärken? Hier besteht akuter Handlungsbedarf.“ Die medizinische Versorgung liege der FDP am Herzen: „Dieses erfordert ein Zusammenwirken der Haus- und Fachärzte, dem Rettungswesen, dem Krankenhaus, den Kurzzeitpflegeeinrichtungen, und den Alten- und Pflegeheimen bis hin zum geplanten Hospiz.“

Für Schenk ist ein Rufbus-System, wie es demnächst im Bereich Öhringen, Bretzfeld, Pfedelbach und Neuenstein starten wird, erfolgt ein bedarfsgerechter Ausbau des ÖPNV. er kritisiert aber das Konzept der Landesregierung, dass alle Orte von 5 Uhr morgens bis Mitternacht mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar sein müssen: „Dieses kann für den ländlichen Raum zum finanzpolitischen Fiasko werden. Wenn die Landesregierung diesen Standard im ÖPNV einführen will, dann soll sie auch die Kosten tragen, aber auch dann trifft es den Steuerzahler.“

„… denken wir dabei nur an die Ortskräfte aus Afghanistan, sind wir zum Handeln aufgefordert“

Die Notwendigkeit für neue Flüchtlingsunterkünfte wird auch von der FDP gesehen: „Durch die gestiegenen Zahlen von Asylbewerbern und Flüchtlingen, denken wir dabei nur an die Ortskräfte in Afghanistan und an die Situation an der Grenze zu Belarus, sind wir zum Handeln aufgefordert.“

Digitalisierung der Schulen

Ein kreisübergreifender Schulentwicklungsplan für ganz Nordwürttemberg fehlt der FDP. Schulen sollten nicht konkurrieren, sondern sich ergänzen und zusammenspielen. Die FDP schlägt weiterhin die Gründung eines Zweckverbands zur Erfüllung des Digitalpaktes Schule im Landkreis schlagen wir erneut einen Zweckverband vor. Dieser Zweckverband könnte vor allem kleinere Schulen können durch einen „Digitalen Hausmeister“ unterstützend und eine einheitliche IT-Infrastruktur gewährleisten.

Soziales und Jugend

Wenig Spielraum sieht Schenk im Bereich Soziales und Jugend, da die meisten Ausgaben gesetzlich vorgeschrieben seien. Dennoch habe der Hohenlohekreis im Kampf gegen die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Bereich der Kinder und Jugendlichen hat der Hohenlohekreis „sinnvolle Maßnahmen gestartet. Wir hoffen, dass dieses greifen wird. Die steigenden Kosten und die weiter wachsende Bürokratie, sowohl für die Verwaltungen, die Betriebe und den Bürger, bereiten uns Freien Demokraten große Sorge.

Ach Schenk warnt vor zuvielen freiwilligen Leistungen: „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir mit dem Geld der Bürger wirtschaften. Die Bürger müssen sehen, dass Wahlgeschenke und vermeintliche Wohltaten selbst bezahlt werden müssen.“

AfD: „ideologische Projekte ohne Nutzen für die Hohenloher“

Haushaltsrede von Anton Baron. Foto: GSCHWÄTZ

Anton Baron geht für die AfD zuerst auf die „aus unserer Sicht positiven Punkte ein“. Das sind die Senkung der Kreisumlage und dass es „im Bereich des Katastrophen-/Bevölkerungsschutzes endlich voran geht.“

Dies nimmt sieben Zeilen seiner dreiseitigen Rede ein.

Er kritisiert, dass die Einnahmeseite des Haushalts viel zu optimistisch dargestellt sei: Wegen Pandemie und der Situation auf den Weltmärkten hätte er sich „einen vorsichtigeren Ansatz gewünscht, um auf böse Überraschungen vorbereitet zu sein.“

Auf der Ausgabenseite begrüßt er die Erhöhung der Ausgaben für den Straßenbau, hätte aber gern noch deutlichere Ausgabensteigerungen für diesen Zweck, denn „im ländlichen Raum sind viele Arbeitnehmer auf das Auto angewiesen, auch die Industrie benötige dringend gut ausgebaute Straßen.

 

„Hier baut die Landesregierung mal wieder große undurchdachte Luftschlösser“

Dem geplanten Rufbussystem steht die AfD-Gruppe offen gegenüber, fordert allerdings eine zeitnahe Evaluierung. Das größte Potential liege aber, so Baron bei „Mitfahrmöglichkeiten“ und regt an, dieses Thema zukünftig mit einzubeziehen. Die „Mobilitätsgarantie“ der Landesregierung sei unökologoisch und unwirtschaftlich, er spricht von „undurchdachten Luftschlössern“.

„ideologische Projekte ohne Nutzen für die Hohenloher“

Der Sozialhaushalt birgt für Baron hohe Risiken: Ausgabensteigerungen durch übergeordnete gesetzliche Regelungen stehen keine höheren Einnahmen gegenüber. Dass unter diesen Voraussetzungen die Verwaltung „ideologische Projekte ohne Nutzen für die Hohenloher“ finanziere, ist für die AfD-Gruppe nicht nachvollziehbar. Welche Projekte er meint, sagt er nicht. Ein Projekt außerhalb des Sozialhaushaltes meint er damit ganz gewiß: Das Klimazentrum, das „wohl eher der Befriedigung einer bestimmten Fraktion“ diene und nicht „zur Rettung des Weltklimas“.

Dieses Klimazentrum soll innerhalb der Abfallwirtschaft angesiedelt werden. Dort findet Baron weiteren Anlaß zur Kritik: Er spricht davon, dass „die Bürger durch überhöhte Abfallgebühren das angehäufte Defizit der Abfallwirtschaft abtragen.“ Er fordert, das Verursacherprinzip beim Abfall zu verstärken.

Bekannte rhetorische Modelle in Bezug auf Flüchtlinge

Zuletzt geht Baron auf die zu erwartenden Kosten für Flüchtlinge ein und benutzt bekannte Rhetorik der AfD: Er unterstellt, dass die Bundesregierung „wohl wieder einmal die Grenzen öffnen wird“ und „Zehntausende von illegalen Einwanderern (…) ins Bundesgebiet eindringen lassen“ wird. Dabei geht es in der aktuellen Diskussion vor allem um bis zu 25.000 Afghanen, die wegen ihrer Tätigkeit im Umfeld der Bundeswehr in ihrer Heimat bedroht sind und die völlig legal in die Bundesrepublik ausgeflogen werden sollen.

Um Pull-Effekte zu verhindern, habe er einen Antrag eingebracht, statt Geldleistungen nur noch Sachleistungen an Flüchtlinge auszugeben.

LINKE: „Es muß doch möglich sein, Kinder- und Altersarmut zu vermeiden“.

Haushaltsrede von Ernst Kern. Foto: GSCHWÄTZ

Als letzter Redner tritt Ernst Kern für die Linke ans Mikrofon: Er beschränkt sich auf ein einziges Thema, den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Er hat beobachtet, dass die Spaltung der Gesellschaft in Corona-Zeiten größer geworden ist. Für die Aussage „Klare Kante gegen Hass und Hetze“ bekommt er spontanen Beifall. Aber er will auf eine wirtschaftliche Spaltung der Gesellschaft hinaus: „Leider wird die Kluft Arm-Reich immer größer“. Er fordert dazu auf, Alternativen zu finden, die wieder zusammenführen. Daseinsvorsorge, eine der politischen Hauptaufgaben, müsse für eine faire und menschliche Welt sorgen, „der Starke schützt den Schwachen.“ Mit „Es muß doch möglich sein, Kinder- und Altersarmut zu vermeiden“ beendet er die Reihe der Haushaltsreden.

 

 

 

Dank aller Fraktionen

Allen Reden der Fraktionen und Gruppen gemeinsam war der Dank an alle, die in der Coronazeit die Gesellschaft durch ihre Leistung unterstützt haben.

Abstimmungsergebnisse

Zuerst muß über die Änderungsanträge abgestimmt werden. Der CDU-Antrag, die Kreisstraße 2319 nördlich von Marlach zu renovieren und auszubauen und diese Mittel in den Haushalt 2022 einzustellen, wurde mit 31 Ja / 3 Nein / 5 Enthaltungen angenommen.

Die drei Anträge der AfD wurden mit jeweils 2/37/0 abgelehnt.

Da der Antrag der CDU bereits in der letzten Sitzung eingebracht worden war, hatte die Verwaltung einen Haushaltsentwurf inklusive dieser Änderungen vorbereiten können. Dieser Entwurf wurde mit 34/3/2 mit deutlicher Mehrheit angenommen, ebenso wie die Wirtschaftspläne der Abfallwirtschaft Hohenlohe (37/2/0), des Nahverkehr Hohenlohe (39/0/0) und der Arbeitsloseninitiative Hohenlohe (38/1/0).

Text: Matthias Lauterer

 




Die Mobilitätswende ist noch nicht in allen Köpfen angekommen

Am Montag, 14. Juni 2021, sprach Landrat Dr. Matthias Neth bei der Eröffnung der Aktion Stadtradeln von einem „geänderten Mobilitätsbedürfnis“ der Bürger und dass man auch aus diesem Grund die Mobilitätsformen hinterfragen müsse und betonte, dass er unsere Gesellschaft „am Anfang einer neuen Mobilität“ sehe.

Auf den Straßen sieht man davon allerdings noch zu wenig: Immer größer, schwerer und PS-stärker werden die Vehikel, in denen die Kinder zur Schule gebracht oder am Samstag die Brötchen beim Bäcker geholt werden.

Bei den Entscheidern noch nicht angekommen

Aber in den Köpfen derer, die in den kommunalen Parlamenten die Zukunft unserer Städte und Gemeinden planen und über die Planungen entscheiden, scheint der Anfang einer neuen Mobilität nicht angekommen zu sein. Wie sonst wäre es zu erklären, dass am 15. Juni 2021 bei zwei Bauangelegenheiten im Künzelsauer Gemeinderat unmittelbar der Einwand „Parkplätze“ in den Raum geworfen wurde?

Mit dem Auto zum Sport

Nur ein einziger Gemeinderat äußerte seine Verwunderung, dass man unbedingt viele Stellplätze direkt vor dem Sportzentrum benötigt, wo doch kaum 5 Minuten Fußweg entfernt ausreichend Parkplätze verfügbar sind.

Investitionen ziehen den entsprechenden Verkehr an

Es hat sich die letzten Jahrzehnte hindurch gezeigt, dass immer die Mobilitätsform, in die besonders viel investiert wurde, angezogen wurde und diese Mobilitätsform andere Formen der Fortbewegung verdrängt hat. Und es wurde in den letzten Jahrzehnten stets am meisten in das Kraftfahrzeug investiert: Es hat im Nahverkehr Busse und Bahnen nahezu verdrängt. Bahn und Binnenschiff nehmen im Güterverkehr nur noch eine Nischenposition ein, der LKW beherrscht den Markt. Die sogenannte „autogerechte Stadt“, wie sie in den 60ern und 70ern propagiert und seitdem größtenteils auch umgesetzt wurde, hat sich zu einem Moloch entwickelt, der für immer weniger Menschen lebenswert erscheint. Wo aber zum Beispiel in ein Radwegenetz investiert wurde, wird dieses auch genutzt. In München, wo man für die Olympischen Spiele 1972 ein U-Bahn-Netz gebaut (und seit fast 50 Jahren kaum noch erweitert) hat, ist dieses Netz die schnellste Möglichkeit des innerstädtischen Verkehrs.

Wer die Zukunft seiner Stadt oder Gemeinde plant, sollte nicht den Status-Quo fortschreiben, er sollte den Boden für die Veränderungen des Status-Quo, der ja auch nicht gerade einen Idealzustand darstellt, schaffen. Bei der starken Vernetzung der städteplanerischen Anforderungen von Wohnen, Handwerk und Gewerbe, Verkehr und Gemeinschaft geht es nicht, in einem der Bereiche die Anforderungen der nächsten Jahrzehnte abdecken zu wollen – und in einem anderen den Status-Quo festzuschreiben.

Mobilitätsformen attraktiv machen

Wenn man also neue Mobilitätsformen propagieren und umsetzen will, muss man dafür sorgen, dass diese für die Nutzer attraktiv sind. Für das Fahrrad benötigt man beispielsweise sichere und autofreie(!) Fahrradwege, ganz besonders in einer hügeligen Stadt wie Künzelsau, wo das Fahrrad auf vielen Strecken nicht sehr schnell unterwegs sein kann. Und man braucht Fahrrad-Abstellplätze an den Orten mit hoher Frequenz: In der Innenstadt, an den öffentlichen Gebäuden, an Einkaufszentren, an neuen Mehrfamilienhäusern – und natürlich auch an den Orten, wo Menschen Sport treiben.

Investitionen in die Alternativen erforderlich

Überall dort, wo mehr mit Bus, Bahn oder Fahrrad gefahren wird, wird das Auto automatisch an Bedeutung verlieren. Landrat Dr. Neth hat es richtig gesagt: Wir brauchen den Verkehrsmix, der es möglich macht, das Verkehrsmittel bewußt auszuwählen. Aber dazu müssen wir gezielt in die Alternativen investieren, nicht mehr ausschließlich in den Status-Quo.

Ein Kommentar von Matthias Lauterer




Back to school

In wenigen Tagen beginnt in Baden-Württemberg für Hunderttausende von Kindern wieder die Schule. Vor allem die ’neuen‘ Erstklässler fiebern ihrem ersten Schultag schon sehr entgegen. Aber auch ältere Kinder, die mit dem Fahrrad unterwegs sind, sind großen Gefahren im Straßenverkehr ausgesetzt.

Besonders zum Schuljahresanfang steigt die Unfallgefahr für die Kinder, da sich die Verkehrsteilnehmer und die Schüler erst wieder aufeinander einstellen müssen. Auch können Kinder aufgrund ihrer Größe, ihres noch eingeschränkten Sichtfeldes und ihres mangelnden Gefahrenbewusstseins häufig kritische Situationen nicht so schnell erkennen und reagieren daher langsamer darauf.

Damit die Kinder sicher und unfallfrei zur Schule und wieder nach Hause kommen, fordert Catharina Allerborn, Dezernentin für Verkehr beim Landratsamt Hohenlohekreis, alle motorisierten Verkehrsteilnehmer zur Rücksicht auf: „Wir bitten um besondere Aufmerksamkeit im Straßenverkehr, vor allem rund um Schulen und Bushaltestellen, und um ein rücksichtsvolles Fahrverhalten. Passen Sie Ihre Fahrgeschwindigkeit an, denn so können Gefährdungen am besten vermieden werden“.

Um den Schülern einen möglichst gefahrenfreien Weg zur Schule zu ermöglichen, empfiehlt das Landratsamt Hohenlohekreis folgendes Verhalten:

  • Vor allem in Wohngebieten besonders aufmerksam und langsam fahren.
  • Die Geschwindigkeit reduzieren, wenn Kinder am Fahrbahnrand oder am Zebrastreifen stehen.
  • An Bushaltestellen nur langsam und mit äußerster Vorsicht mit Schrittgeschwindigkeit an haltenden Bussen vorbeifahren. Es muss verstärkt damit gerechnet werden, dass Kinder aus dem Bus heraus unmittelbar auf die Fahrbahn rennen oder wartende und spielende Kinder plötzlich über die Straße laufen.
  • Am Nachmittag in der Nähe von Schulen vorsichtig zu fahren, da auch in dieser Zeit oft Schulsport und Nachmittagsunterricht stattfindet oder sich Kinder zum Spielen auf dem Gelände aufhalten.
  • Auf Gehwegen nicht parken, da die Kinder sonst gezwungen sind, auf die Fahrbahn zu treten.

Häufig absolvieren auch Eltern vor den Schulhäusern riskante Wendemanöver, halten und parken auf dem Gehweg und blockieren den Rad- und Busverkehr. Dabei ist ihnen meistens nicht bewusst, dass dadurch andere Kinder gefährdet werden. Es ist wichtig, dass die Eltern ein gutes Vorbild sind und selbst einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten.

Im Hohenlohekreis ereigneten sich im Jahr 2018 drei Unfälle auf dem Schulweg, hierbei wurden zwei Kinder schwer und zwei Kinder leicht verletzt. Im laufenden Jahr ereigneten sich bereits vier Schulwegunfälle mit insgesamt vier leicht verletzten Kindern.

Um die Sicherheit der Schüler auf dem Schulweg zu erhöhen, wird das Straßenverkehrsamt zum Schulanfang vermehrt im Bereich von Schulen und Bushaltestellen Geschwindigkeitskontrollen durchführen.

„Ich bin froh, dass seit vielen Jahren im Hohenlohekreis kein Kind als aktiver Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr tödlich verunglückt ist. Ich hoffe, dass dies auch in den kommenden Jahren so bleiben wird“, sagt Allerborn und appelliert an die Verkehrsteilnehmer: „Tragen Sie durch angemessene Geschwindigkeit und durch verantwortungsbewusste und rücksichtvolle Fahrweise dazu bei, dass der Schulweg für die Kinder noch sicherer wird und sich die Unfallzahlen noch weiter reduzieren.“

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises




Leserbrief zum Verkehrschaos in Künzelsau

Ich finde euer Magazin wirklich super und lese das immer online. Die Themen sind sehr informativ und regional, das ist klasse. Außerdem seid ihr immer sehr schnell mit euren Berichten zu aktuellen Vorkommnissen. Glückwunsch hierzu. Ich hätte nun ein Thema, das eventuell auch für euch interessant sein könnte. Mich nervt seit Jahren der Verkehrsfluss durch Künzelsau. Am Montag, den 15. Oktober 2018, war etwa die komplette Stadt ab 18.20 in alle Richtungen absolut dicht. Es ging einfach gar nichts mehr. An normalen Tagen, wenn man am Feierabend von Gaisbach durch die Stadt möchte, dauert es oft zehn bis 15 Minuten, bis man durch ist. Das Gleiche passiert jeden Morgen von Amrichshausen her kommend, sobald man nach 7.15 Uhr an die Ampel Langenburgerstraße/Mergentheimerstraße kommt.

Die Ampelstellungen sind so schlecht, dass zum Beispiel an der Alleekreuzung die Fahrzeuge von Gaisbach kommend, die links in die Konsul-Uebele-Straße einbiegen möchten, bei Grün nicht fahren können, weil auf der Gegenseite die Ampel an der Kreuzung Schillerstraße/Stuttgarter Straße rot ist und der Rückstau der wartenden Fahrzeuge die ganze Alleekreuzung blockiert. Ist man dann hier durch, findet das gleiche Spiel vor der Kocherbrücke statt. Ich habe schon mehrmals beim Landratsamt diese Situation geschildert, die Aussage war, dass die Busfahrer sehr zufrieden sind und man deshalb nichts ändern müsste. Es wäre echt super, wenn ihr euch diesem Thema einmal annehmen würdet. Die Situation ist einfach unerträglich und könnte relativ einfach behoben werden. Jede Ampel besitzt eine Kamera für die Verkehrsüberwachung.

Vor Jahren waren die Kameras mit den Ampeln gekoppelt und die Kameras so geschaltet, dass sich die Grünphasen nach der Anzahl der Fahrzeuge, die vor der jeweiligen Ampel standen, gerichtet hat. Zu diesem Zeitpunkt lief alles wirklich absolut problemlos. Irgendwann hat man das aber wieder eingestellt – warum, weiß ich nicht. Auch die Umweltbelastung könnte man durch diese Regelung deutlich reduzieren. Warum man das nicht wieder ändert, ist mir unverständlich.

Werner Hügel