Raffaela Raab tötet in ihrem Video mit einer Spritzpistole ein „Burgertier“ in Form eines Menschen in Badehose, um es anschließend – vermeintlich – zu essen. In einem weiteren zieht sie einen in einem Kuhkostüm verkleideten Mann von einer Kuh weg. Das soll das Kälbchen suggerieren, da von seiner Mama weggenommen wird, damit Menschen die Milch bekommen, die eigentlich die Mutterkuh für ihr Kind produziert. Auch selbst steigt sie des Öfteren in der Öffentlichkeit in ein Kuhkostüm, um dem Fleischkonsum den Kampf anzusagen.
Tiere sind Lebewesen wie Menschen
Die 27-Jährige mit dem brauen Bubikopf und den großen Kulleraugen aus Wien stammende Ärztin, die in München studiert hat, möchte mit ihren Videos, in denen sie auch immer wieder mit ihr unbekannten Menschen auf der Straße und bekannten deutschen Social Media Stars diskutiert, zeigen, dass Tiere Lebewesen wie Menschen sind, die es nicht zu töten gilt.
Sie ha damit in kürzester Zeit eine hohe Reichweite erzielt, nennt sich dabei die „militante Veganerin“ und verbreitet mit ihren Videos im Netz zwiespältige Gefühle. Die einen sehen in ihr ein Vorbild für ein Leben ohne den Verzehr von tierischen Produkten, die anderen können über sie nur den Kopfschütteln oder spüren sogar eine innere Wut gegen sie und ihre Handlungen, wie es in diversen Kommentaren von ihren Followern (darunter anscheinend auch zahlreiche Kritiker) zum Ausdruck kommt.
Heftiges Video
In einem Video greift die studierte Ärztin etwa massiv eine Familie mit Kindern, warum sie „Mörder“ seien, Tiere quälen und dann sie und deren Produkte wie Milch genussvoll zu verzehren. Sie benutzt markige Wort, die aufrütteln sollen, aber Kinder evenuell verstören können. „Wenn du noch nicht vegan bist, bitte beende deine Gewalt an Tieren und lebe ab jetzt vegan.➡️ Schau dir hier das 8-Minuten Video „WARUM VEGAN?“, wiederholt sie oft und verweist dabei auf ein Video, dass zeigt, wie „Leichtenteile“ im Supermarkt verkauft werden, sprich: Fleisch. Es zeigt aufgehängte kleine Küken, eingepferchte Schweine, tote Kühe. $0 Millionen eScheine werden laut Raab in Gaskammern gesteckt und so getötet. Videosequenzen sind davon ebenfalls in dem Video zu sehen. Der „Holocaust der Tier“ sei das, so Raab und steht für diese Wortwahl umso mehr in der Kritik, weil sie damit den Massenmord an jüdischen Menschen unter Adolf Hitler gleichsetzt mit dem Massenmord von Tieren.
„Holocaust der Tiere“
Sie diskutiert mit Ukrainerinnen, dass nicht nur gegen Menschen Krieg geführt wird, sondern auch gegen Tiere. „Das sind auch Leute, nur mit anderen Kulturen und Sprachen, Tierleute. Die fühlen genauso wie die Menschenkinder und dann führen wir Kriege gegen sie. Vegan sein bedeutet, keinen Krieg zu führen.“ Ergo: „Wenn man gegen Krieg ist, muss man vegan sein und darf auch keinen Krieg gegen Tiere fühlen.“
„Tiere sind nicht zum essen da. Nur weil das jahrhundertelang so praktiziert wurde.“, Deshalb muss es nicht richtiger sein. „Wir sind nicht zivilisiert im Umgang mit Tieren“, lautet daher ihr Fazit. Wir schlitzen ihnen die Kehle auf. Nur weil das ein Löwe macht, müssen wir uns nicht auch so verhalten. Wenn jemand mit ihr über „Nutziere“ spricht, fragt sie, ob derjenige auch den Begriff Nutzmenschen kennt? Das bedeute nichts anderes, als Sklave für andere Menschen zu sein.
Wohl der Menschen steht eben nicht über allen anderen Lebewesen auf der Erde
Damit steht Raab, so der Stern in einem Artikel über sie, für die Kritik am so genannten Speziesismus, zu dem Veganer wie Raffaela Raab all jene zählen, die das Wohl des Menschen über alle anderen Lebewesen auf der Erde stellen. „Als ich das verstanden habe, habe ich plötzlich überall Tierleichen und Mörder gesehen.“
Weitere Videos, etwa auf TikTok, dort hat Raab über eine halbe Million Follower, gibt es hier zu sehen:
Die Militante Veganerin (@diemilitanteveganerin3) | TikTok